Archiv für die Kategorie ‘Stendal’

Über 44 Millionen Euro Privatschäden

Veröffentlicht: Juli 27, 2013 von fluthelfer in Stendal

879 Häuser standen im Wasser / Zehn Gebäude müssen abgerissen werden / Viertel versichert 

Die Schäden, die durch das Hochwasser an Privatgebäuden entstanden, sind immens. Landrat Carsten Wulfänger (CDU) hat sie erfassen lassen. Gestern stellte er die Ergebnisse vor. „Insgesamt standen 879 Gebäude im Wasser, 431 davon sind in den vergangenen Tagen auf statische Schäden überprüft worden“, sagte Wulfänger. Das sei nicht bei jedem Haus notwendig, in dessen Keller Wasser gestanden hat.

Für zehn Häuser besteht keine Chance mehr, sie müssen abgerissen werden. Zusätzlich haben zwei Häuser so große Ölschäden davongetragen, dass auch sie abgerissen werden sollen. Bei vier weiteren Häusern ist es noch fraglich, ob sie saniert oder abgerissen werden sollen. Zudem wurden sieben Nebengebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Rund ein Viertelder Schäden durchVersicherungen gedeckt

Und das ist noch nicht die komplette Bilanz. „Durch das sinkende Grundwasser treten nach und nach weitere Schäden zu Tage“, sagte Wulfänger. So sind an 18 Wohngebäuden Risse festgestellt worden, ebenso an vier Nebengebäuden. Vier Häuser sind abgesackt. „Da muss man beobachten, ob sie stabil bleiben oder noch weiter absacken“, meinte der Landrat. Außerdem werden 20 Ausspülungen im Auge behalten.

Die finanziellen Schäden sind immens. An den 879 Häusern entstanden Schäden in Höhe von rund 44,7 Millionen Euro. Der entstandene Schaden pro Haus beläuft sich damit auf 50900 Euro. Allerdings ist die Schadenshöhe regional sehr unterschiedlich. „In Fischbeck beträgt der Schaden im Durchschnitt 85000 Euro“, erläuterte Wulfänger. Die meisten Häuser, 210, wurden in Schönhausen beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf rund 10,8 Millionen Euro. Es folgt Wust-Fischbeck mit 196 und rund 13,8 Millionen Euro Schaden. Allerdings wurden nicht nur Gebäude im ostelbischen Raum in Mitleidenschaft gezogen.

So gibt es in Tangerhütte 75 beschädigte Wohngebäude mit einem Gesamtschaden von rund drei Millionen Euro, in der Verwaltungsgemeinschaft Arneburg-Goldbeck sind es immerhin noch elf Gebäude, an denen Schaden in Höhe von rund 272000 Euro entstand.

Rund ein Viertel der Schäden, etwa 10,2 Millionen Euro, sind durch Versicherungen abgedeckt. Bislang wurden im Landkreis 1403 Anträge auf Soforthilfe gestellt. Dies taten sowohl Einwohner als auch Eigenheimbesitzer. Jeder erwachsene Einwohner erhält 400 Euro, jedes minderjährige Kind 250 Euro. Pro Haushalt werden maximal 2000 Euro gewährt. Jeder betroffene Hauseigentümer kann bis zu 2000 Euro für entstandene Flutschäden erhalten. Mit diesem Geld sollen Kosten wie das Auspumpen von Kellern oder das Trocknen und Säubern von Wohnräumen erstattet werden. Allerdings wird gezahlte Einwohner-Soforthilfe mit der Eigentümer-Soforthilfe verrechnet.

Bis zu 80 Prozent der Schadenssumme bekommen die Menschen im Überflutungsgebiet von staatlicher Hand erstattet. Beträge, die von Versicherungen geleistet wurden, werden angerechnet. „Ab dem 5. August werden Mitarbeiter der Investitionsbank vor Ort sein, um die Schäden zu begutachten“, kündigte Wulfänger an. Er rechnet damit, dass das bei der großen Anzahl der Geschädigten einige Zeit in Anspruch nehmen wird. „Da wird es Schlangen geben“, vermutet er.

Bei Hausabrissgibt es keineSoforthilfe

Das Netz der Hilfe fängt zunächst aber nicht alle auf. „Für die Menschen, deren Häuser abgerissen werden, gibt es keine Soforthilfe, das ist bedauerlich“, erklärte Wulfänger. So habe er sich mit einem Schreiben an das Finanzministerium gewandt und um eine Lockerung der Richtlinien gebeten. Aus dem Bullerjahn-Ministerium kam dann aber die Antwort, dass die Richtlinie so bestehen bleibt. Es werde in Magdeburg an einer neuen Richtlinie gearbeitet. „Letztlich ist es wichtig, dass die Menschen das Geld bekommen“, meinte Wulfänger abschließend , „aufgrund welcher Richtlinie wird ihnen dabei egal sein“.

Quelle: volksstimme.de

Gedenk- und Dankgottesdienst nach der Hochwasserkatastrophe

Veröffentlicht: Juli 23, 2013 von fluthelfer in Stendal
Zu einem Gottesdienst im Zeichen der Hochwasserkatastrophe lädt heute der Kirchenkreis Stendal nach Schönhausen ein.
Er steht unter dem Motto „Des Geschehenen gedenken – den Helfern danken“. Dazu werden auch Vertreter aus der Kommunalpolitik, der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und der Bundeswehr erwartet. Den Gottesdienst leiten Regionalbischof Christoph Hackbeil und der Superintendent des Kirchenkreises Stendal, Michael Kleemann. Die Predigt hält der Schönhauser Pfarrer Ralf Euker. Für Kinder wird zeitgleich ein eigener Gottesdienst angeboten.
Quelle: focus.de

Die richtige Verteilung der Spenden

Veröffentlicht: Juli 21, 2013 von fluthelfer in Stendal

Es gibt Fragen, die hört Landrat Carsten Wulfänger in seiner Eigenschaft als Leiter des Stabes „Wiederaufbau“ momentan oft: Wann gibt es Geld und wie viel oder wie und wann und an wen werden die gespendeten Euro verteilt?

Klar, dass die von der Flut betroffenen Menschen an die Zukunft denken (müssen) und deshalb gerne wüssten, wann sie mit einem Zuschuss aus dem knapp eine halbe Million Euro enthaltenden Spendentopf rechnen können. Denn derjenige, der sich dazu entschlossen hat, sein Heim nach der Katastrophe wieder aufzubauen, der ist auf jeden Zuschuss angewiesen. Vor allem wenn er das Pech hatte, von keiner Versicherung gegen mögliche Hochwasserschäden versichert worden zu sein.

Doch Spenden einsammeln ist die eine Seite der Medaille, das Geld dann aber gerecht zu verteilen die andere. Wulfänger und sein Stab sind deshalb nicht gerade in keiner beneidenswerten Rolle, denn es gilt, die Spendengelder fair und vor allem transparent nach eindeutigen Vorgaben zu verteilen. Ansonsten laufen die Verantwortlichen Gefahr, in die Schusslinie der Kritik zu geraten.

Wobei auch klar ist: Es allen recht zu machen ist eine Kunst, die niemand kann. Das dürfte auch in diesem Fall nicht anders sein. Doch immerhin können die Verantwortlichen im Landratsamt auf die gemachten Erfahrungen aus dem Jahre 2002 zurückgreifen und dieses Wissen sozusagen als Basis für ihren Vergabekatalog nutzen. Dass dies nicht von heute auf morgen geht, liegt auf der Hand. Trotzdem: Der Landkreis tut gut daran, sich so schnell wie möglich dieses Themas anzunehmen und deutlich zu machen, wie die Vergabe der Gelder erfolgen soll. Schließlich haben die hoffenden Bürger ein Recht darauf – vor allem auch diejenigen, die in der Not für ihre Mitmenschen gespendet haben. Und das sind nicht gerade wenige.

Quelle: az-online.de

Erster Hochwasser-Toter im Landkreis Stendal

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Stendal

In den noch immer nicht abgeflossenen Wassermassen der Elbe-Flut ist im Landkreis Stendal ein 81-Jähriger ums Leben gekommen. Gut zwei Wochen nachdem der Scheitel des Hochwassers Sachsen-Anhalt verlassen hat, wurde der Mann am Mittwoch tot in seinem fast vollständig im Wasser versunkenen Auto gefunden.

Wie die Polizei in Stendal berichtete, wurde der 81-Jährige aus der Gemeinde Wust-Fischbeck am Montagmorgen zum letzten Mal von Nachbarn gesehen. Angehörige meldeten den Mann am Dienstagabend als vermisst. Er soll mit seinem Wagen nahe der Gemeinde Schönhausen in einen gesperrten Bereich gefahren und dabei verunglückt sein.

Dagegen konnte sich nach Polizeiangaben ein 70-Jähriger bei einem ähnlichen Unglück an derselben Stelle alleine aus seinem Fahrzeug retten. Der Mann wollte am Dienstag die unpassierbare Straße befahren. (dpa/sa)

Quelle: fr-online.de

Flut riss Rinder und Pferde in den Tod

Veröffentlicht: Juni 25, 2013 von fluthelfer in Stendal

Kadaver von mehreren Wildpferden und Wildrindern sind bei Jerichow gefunden worden. Das Hochwasser hatte sie wohl mitgerissen. Die Tiere waren aufgequollen, die Verwesung hatte eingesetzt. Ein grauenvoller Gestank schlug den Bergungsteams entgegen.

Nach einem schrecklichen Fund am Wochenende von sieben toten Pferden und einem Rind trafen die Helfer gestern auf weitere Kadaver. Die Tiere gehören zu Herden, die vom Naturschutzbund (NABU) Kreisverband Stendal bei Jerichow im Bucher Brack gehalten wurden.

 

„Wir haben versucht, die Tiere zu evakuieren“, sagte Peter Neuhäuser, Leiter des NABU-Kreisverbandes Stendal. Am 3. Juni hatte das Ordnungsamt den NABU aufgefordert, die Tiere mit Hilfe von Treckern, Treibegittern und zahlreichen Freiwilligen in Sicherheit zu bringen. Doch die Evakuierung sei gescheitert. Die Wildtiere seien immer wieder ausgewichen. Einen Tag später sei das Gebiet mit Treckern nicht mehr befahrbar gewesen. Ämter hätten die Zufahrt über eine Brücke und das Wasser verweigert. „Die Vorwarnzeit war einfach zu kurz“, so Neuhäuser. „Wir mussten tatenlos zusehen, was passiert“, sagte der Kreisverbandschef. 60 Zentimeter höher als erwartet war der Scheitel bei Tangermünde.

 

Erst Mitte Juni war es bei Jerichow zu einem Zwischenfall mit NABU-Tieren gekommen. Im Auftrag des Katastrophenstabes waren zwei Wildrinder getötet worden. Nach Darstellung der Stabsmitglieder hätte von den Tieren eine Gefahr für Menschen und die aufgeweichten Deiche ausgehen können. Peter Neuhäuser hatte dies bestritten.

Am Montag war das Veterinäramt mit Peter Neuhäuser bei den Koppeln. Sie fanden weitere Kadaver. Wie viel tote Tiere sie gefunden haben? Dazu war gestern beim Landkreis trotz mehrmaliger Anfragen keine Auskunft zu bekommen.

 

Peter Neuhäuser wollte die Zahl der toten Tiere nicht schätzen. Das ganze Gebiet sei noch nicht zugänglich, so könne er sich keinen Überblick verschaffen. Drei Rinder hätten allerdings mindestens überlebt. Insgesamt lebten vor der Flut nach Angaben von Neuhäuser je 20 Pferde und Rinder auf den Flächen bei Jerichow.

Es ist ein großer Schaden entstanden – vor allem ideell. „Für uns ist es eine Tragödie. Man hängt ja auch an den Tieren“, sagt Peter Neuhäuser.

Jerichows Landrat Lothar Finzelberg hatte nach dem Fund angekündigt, dass der Halter mit Konsequenzen rechnen müsse. Der Kreis werde ihm die Arbeiten in Rechnung stellen.

Schon früher stand das Verhalten des Naturschutzbundes in der Kritik. Während des Winterhochwassers 2010/11 waren die Tiere vom Wasser eingeschlossen.

Damals kritisierten viele Bürger das Verhalten des NABU-Chefs. Peter Neuhäuser wurde angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Stendal stellte ihre Ermittlungen aber ein. Eine Anzeige ist aktuell gegen Peter Neuhäuser beim zuständigen Polizeirevier Burg noch nicht gestellt worden, sagte Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch.

Zum Thema Anzeige sagt Peter Neuhäuser: „Das ist eine Flut gewesen, die alles Bisherige in den Schatten gestellt hat. Wir haben alles Menschenmögliche versucht.“

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1098191_Flut-reisst-Rinder-und-Pferde-in-den-Tod.html

Geöffneter Deich entlastet Elbe-Havel-Winkel vom Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 23, 2013 von fluthelfer in Stendal

Im zu großen Teilen überfluteten Elbe-Havel-Winkel entspannt sich die Situation zunehmend. Die Öffnung des Deiches bei Schönfeld auf rund 30 Metern schaffe eine deutliche Entlastung, sagte eine Sprecherin des Landkreises am Sonntag in Stendal. Dort flössen rund 80 Kubikmeter Wasser je Sekunde aus einem riesigen See mit einem Volumen von etwa 13 Millionen Kubikmetern in die Elbe zurück. Weitere Wassermassen bahnen sich ihren Weg über die Havelpolder in die Havel. Wann die Region wieder frei vom den Fluten ist, sei noch nicht zu sagen. Der Deichbruch bei Fischbeck vor zwei Wochen hatte große Gebiete volllaufen lassen.

Laut der Sprecherin sollen weitere Straßen freigegeben werden. Für sechs Orte, darunter Fischbeck, gelten noch die Evakuierungen. Am Montag soll an den Grundschulen im Elbe-Havel-Winkel wieder unterrichtet werden. In den Notunterkünften in Havelberg lebten am Sonntag noch 18, in Stendal 50 Menschen, deren Häuser und Wohnungen vom Hochwasser heimgesucht worden waren. (dpa/sa)

Quelle: fr-online.de

Tausende Menschen dürfen zurück in ihre Häuser

Veröffentlicht: Juni 20, 2013 von fluthelfer in Stendal

Die Pegelstände sinken langsam – und im Landkreis Stendal können viele Menschen wieder in ihre Heimatorte zurück. Die Region ist besonders stark von Überflutungen betroffen. Nun beginnen dort die Aufräumarbeiten.

Die Hochwasserkatastrophe ist noch nicht vorbei, vielerorts entspannt sich die Lage aber deutlich: Im besonders schwer betroffenen Elbe-Havel-Winkel in Sachsen-Anhalt hat der Kreis Stendal viele Evakuierungen aufgehoben. Das Wasser sinkt, Tausende Bewohner dürfen in ihre Häuser zurück – und beginnen nun mit dem Aufräumen. In Brandenburg beschädigten heftige Unwetter die Elbdeiche an zwei Stellen, was jedoch laut Behörden keine neue Gefahr darstellt.

In Sachsen-Anhalt betonten die Behörden trotz aufgehobener Evakuierungen, viele Zufahrtsstraßen seien noch überschwemmt. Zudem sei noch nicht überall die Abwasser- und Stromversorgung wieder intakt. Während des Elbe-Hochwassers waren im Kreis Stendal rund 8400 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.

Weiter südlich entspannt sich die Hochwasserlage entlang der Elbe weiter. Das Pretziener Wehr wurde wieder geschlossen. Die Hochwasserschutzanlage war am 3. Juni geöffnet worden, um Magdeburg und weitere Orte zu schützen. Das Wehr sorgt dafür, dass ein Drittel des Elbewassers in einem 21 Kilometer langen Kanal umgeleitet wird.

In Thüringen soll als Konsequenz aus den Fluten, die 18 der 23 Landkreise und kreisfreien Städte trafen, das Hochwasserschutzsystem verbessert werden. Das erklärten Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Vertreter der fünf Fraktionen bei einer Debatte im Landtag. Das Hochwasser hat nach Einschätzung von Lieberknecht in Thüringen Schäden im dreistelligen Millionenbereich hinterlassen. Eine komplette Schadensbilanz soll am 10. Juli vorliegen.

Der Oberbürgermeister des sächsischen Grimma, Matthias Berger (parteilos), erwägt Umsiedlungen aus der Muldeaue, um dem Fluss mehr Raum zu geben. Man wolle Vorreiter für einen neuen Hochwasserschutz werden, sagte Berger der „Leipziger Volkszeitung“. „Wir sind in einer Situation, in der es keine Denkverbote geben darf.“

wit/dpa

Bundeswehr gelingt Durchbruch einer Landstraße

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Der Bundeswehr ist am Donnerstagmorgen im Hochwassergebiet im Landkreis Stendal der Durchbruch der Landstraße 18 gelungen. Wie der Krisenstab der Landesregierung mitteilte, arbeiten die Einsatzkräfte nördlich von Kamern derzeit noch an einer Durchflussvorrichtung. Dann soll das Wasser in der Region durch den Durchbruch nördlich in Richtung der Havelpolder abfließen. Bisher hatten sich die Wassermassen an der höher gelegenen Straße gestaut. Die Einsatzkräfte versprechen sich von dem Durchfluss eine Entlastung nach dem Deichbruch bei Fischbeck.

Nach Angaben des Krisenstabs sind in dem Gebiet inzwischen rund 6460 Menschen in Sicherheit gebracht worden. In den betroffenen Orten sind jedoch immer noch Menschen, unter anderem, um ihre Tiere vor dem Hochwasser zu schützen. Die noch in den Orten gebliebenen Menschen sollen heute mit Booten und Hubschraubern versorgt werden.

Die Lage am Deich bei Heinrichsberg im Landkreis Börde ist in der Nacht stabilisiert worden. Die Bundeswehr sicherte den Elbe-Deich nördlich von Magdeburg mit großen Sandsäcken, wie der Katastrophenstab des Landkreises mitteilte. Zwei Hubschrauber waren dazu im Einsatz. Zuvor war es am Mittwoch an einer Stelle zu einer kleinen Absenkung der Deichkrone gekommen. Auch am Morgen waren rund 200 Kräfte der Feuerwehr, der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks im Einsatz, um den Deich weiter zu stabilisieren. Ein Sprecher des Katastrophenstabs erklärte, die Arbeiten würden voraussichtlich bis zum Mittag dauern.

Ein weiterer Schwerpunkt des Hochwassers war am Morgen noch immer der Elbe-Saale-Winkel. Große Flächen und mehrere Orte bleiben überspült. In Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) und Breitenhagen (Salzlandkreis) sorgen zwei Schöpfwerke dafür, dass das Wasser nicht richtig abgepumpt werden kann. Danilo Licht, Leiter der Technischen Einsatzleitstelle im Akener Rathaus, wird am Donnerstag abseits des Hochwassers aktiv. Licht will sich vor Ort ein Bild von der Unterbringung der evakuierten Akener machen und den von den Folgen des Hochwassers Betroffenen Fragen zur Situation beantworten. Beginnen wird Danilo Licht gegen 12 Uhr in der Heinz-Fricke-Halle in Köthen.

Landesweit sind die Pegel von Elbe und Saale weiter gesunken. Dennoch bleibt die Lage angespannt. In Sachsen-Anhalt sind nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung noch rund 16 400 Menschen evakuiert. In Magdeburg konnten dagegen die meisten Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Lediglich im Süden der Stadt gab es noch Ausnahmen.

Das Elbehochwasser wird den Bahnverkehr auch am Donnerstag behindern. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Berlin über Stendal nach Hannover ist nach wie vor nicht befahrbar. Die ICE-Züge zwischen Berlin und Hannover und weiter ins Ruhrgebiet fahren deshalb über Magdeburg und Braunschweig. Von Donnerstag an halten sie auch in diesen beiden Städten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Reisende zwischen Berlin und Hannover müssen mit einer um 60 bis 70 Minuten längeren Fahrtzeit rechnen. In Richtung Berlin entfallen die Stopps in Wolfsburg, Stendal und Berlin-Spandau, in Richtung Hannover die in Stendal und Wolfsburg.

Am Donnerstag wollen sich die Regierungschefs von Bund und Ländern in Berlin über einen Aufbaufonds für die Folgen der Hochwasserkatastrophe verständigen. In Koalitionskreisen ist von bis zu acht Milliarden Euro die Rede, die sich Bund und Länder jeweils zur Hälfte teilen sollen. Damit würde die Hilfe weitaus höher ausfallen als 2002. Bei der damals zur „Jahrhundertflut“ eingestuften Katastrophe wurden etwa 6,5 Milliarden Euro abgerufen.

http://www.mz-web.de/

Straßen-Durchbruch bei Kamern geschafft

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Im Landkreis Stendal ist es der Bundeswehr gelungen, bei Kamern einen Straßen-Durchbruch zu schaffen, um die überschwemmten Gebiete zu entlasten. Das teilte eine Sprecherin des Krisenstabes des Landratsamtes einem MDR-INFO-Reporter mit. Durch die Öffnung der Landstraße soll das Wasser in einen Havel-Polder abfließen können. Die Experten hoffen, dass dadurch der Wasserspiegel in den teils überschwemmten Gemeinden Klietz, Wust, Kamern und Schönhausen samt ihrer Ortsteile sinkt.

http://www.mdr.de

Zwangsevakuierungen angelaufen

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

In den überfluteten Orten Klietz, Wust und Neu-Kamern werden inzwischen Einwohner auch zwangsweise evakuiert. Wie die örtliche Einsatzleitung mitteilte, sind dazu Boote, Amphibienfahrzeuge der Bundeswehr und Hubschrauber im Einsatz. Viele Menschen waren dem Aufruf nicht gefolgt, ihre Häuser zu verlassen

http://www.mz-web.de/hochwasser/hochwasser-in-sachsen-anhalt—liveticker-zum-hochwasser–,20642022,23110778.html#akt-button

Wassermassen drücken auf die Deiche

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Stendal

 Angesichts weiter auf die Deiche drückender Wassermassen ist die Lage in den Flutgebieten an der Elbe auch am Mittwoch extrem angespannt geblieben. An der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg breitete sich das Hochwasser wegen eines Deichbruchs bei Fischbeck weiter im Hinterland aus, teilten die Krisenstäbe der Regierungen in Magdeburg und Potsdam mit. Die Behörden in Sachsen-Anhalt ordneten die Evakuierungen der letzten verbliebenen Einwohner der Dörfer Klietz, Kamern und Wust im Landkreis Stendal an. Auf Brandenburger Seite begannen Helfer in der Nacht vorsorglich mit dem Bau eines Notdeichs, um das Havelland zu schützen.

http://www.rp-online.de/panorama/live-bund-und-laender-stellen-acht-milliarden-euro-bereit-1.3462254

150 Menschen in Sicherheit gebracht

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Stendal

 Im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt wurden am späten Dienstagabend rund 150 Menschen in Sicherheit gebracht. Grund war der bereits gebrochene Deich bei Fischbeck, wie der Krisenstab der Landesregierung mitteilte. „Nach längeren Versuchen, den Ort zur retten, war dies nicht mehr möglich“, sagte eine Sprecherin. Helfer wären sonst selbst in Gefahr geraten.

http://www.rp-online.de/panorama/live-bund-und-laender-stellen-acht-milliarden-euro-bereit-1.3462254

Katastrophenstab des Landkreises Stendal

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Wie der MDR SACHSEN-ANHALT meldet, hat der Katastrophenstab des Landkreises Stendal kaum noch Hoffnung, den gebrochenen Elbe-Deich bei Fischbeck zu schließen. Bundeswehr-Hubschrauber versuchen dennoch, die Lücke mit riesigen Sandsäcken aufzufüllen. Der bereits gestern aufgegebenen Deich in Hohengöhren hält hingegen immer noch.

 

http://www.mdr.de/nachrichten/schaeden-durch-dauerregen120.html

Hochwasserlage im Norden Sachsen-Anhalts bleibt angespannt

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Die Hochwasserlage im Norden Sachsen-Anhalts bleibt angespannt. Im Landkreis Stendal strömen nach dem Bruch des Deichs bei Fischbeck weiterhin große Mengen Elbwasser ins Umland. Bis Mitternacht war die Bundeswehr mit Hubschraubern im Einsatz, um die Wassermassen mit Hilfe riesiger Sandsäcke aufzuhalten. Auch am Morgen sollen die sogenannten Big Packs wieder abgesetzt werden. Das Wasser läuft unter anderem in Richtung Havelland in Brandenburg. Dort wurde am Abend ein 3,5 Kilometer langer Notdeich fertiggestellt. Dafür wurde die Kreisstraße zwischen Schmetzdorf und Zollchow bei Rathenow aufgeschüttet.

 

http://www.mdr.de/nachrichten/schaeden-durch-dauerregen120.html

Landkreis Stendal 1.10 Uhr

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Im Landkreis Stendal strömen nach einem Deichbruch bei Fischbeck noch immer riesige Mengen Elbwasser in das umliegende Gebiet. Landrat Carsten Wulfänger sprach von rund 1.000 Kubikmetern pro Sekunde. Der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt der Bundeswehr, Oberst Claus Körbi, sagte, das sei rund ein Sechstel des an der Magdeburger Strombrücke üblichen Elbedurchflusses. Tausende Bundeswehrsoldaten und freiwillige Helfer versuchen noch immer, den Riss zu stabilisieren. Hubschrauber warfen bis Mitternacht große Sandsäcke ab, um die Deichlücke zu schließen. Die Landesregierung hatte am Abend das Kommando des örtlichen Krisenstabs übernommen. Als Grund wurde die zugespitzte Lage genannt. Eine enge Koordination mit dem Nachbarland Brandenburg und ein größerer Bundeswehreinsatz seien notwendig. Nach Angaben des Krisenstabs gibt es außerdem Deichrutschungen bei Hohengöhren, Osterholz, Wulkau und Havelberg. Ingesamt seien mehr als 6.000 Einwohner aufgefordert worden, gefährdete Orte zu verlassen.

 

http://www.mdr.de/nachrichten/schaeden-durch-dauerregen120.html

Land entmachtet Katastrophenschutzstab

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Das Land Sachsen-Anhalt hat den Katastrophenschutzstab im Landkreis Stendal entmachtet und übernimmt die Krisenkoordination für das Gebiet ab sofort selbst. Grund sei die zugespitzte Lage im Katastrophengebiet, sagte eine Sprecherin. Nach dem Deichbruch bei Fischbeck sei eine länderübergreifende Zusammenarbeit und ein größerer Bundeswehreinsatz notwendig. Auf Vorwürfe gegen den örtlichen Krisenstab ging die Sprecherin nicht ein. Zuvor war von regionalen Einsatzkräften aus Brandenburg kritisiert worden, dass der Landkreis Stendal unzureichend Kräfte einsetze und damit auch eine Überflutung von brandenburgischen Gebieten riskiere.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Stendal:

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Höhengöhren, Stendal

In Höhengöhren im Kreis Stendal wird nach einer Deichabrutschung auf 30 Metern Länge derzeit versucht, einen Deichbruch zu verhindern. Die Lage ist kritisch. Die Menschen in Höhengöhren wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

Fischbeck völlig überflutet

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Der Ort Fischbeck im Landkreis Stendal ist nach dem Dammbruch völlig überflutet. Der gebrochene Damm ist durch den Wasserdruck inzwischen auf 50 Metern Länge aufgerissen, nachdem er zunächst nur auf zehn Metern eingerissen war.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Landkreis Stendal: Deichabrutschung in Hohengören

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Stendal

Oberhalb von Fischbeck kam es in Hohengöhren auf einer Länge von 30m zu einer Deichabrutschung die sich zu einem Deichbruch entwickeln könnte.

http://www.mz-web.de/hochwasser/hochwasser-in-sachsen-anhalt

Im Norden Sachsen-Anhalts ist wegen des Deichbruchs in Fischbeck eine weitere Eisenbahnbrücke gesperrt worden. Betroffen ist die Elb-Brücke Hämerten bei Stendal. Fernzüge zwischen Berlin und Hannover können vorerst nocht mehr fahren. Verbindungen zwischen Berlin und Köln werden über Wittenberge und Stendal umgeleitet, Züge nach Basel und München über Dessau, Halle und Erfurt.

Deich bricht im Landkreis Stendal

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Der Elb-Deich bei Fischbeck sei auf einer Länge von zehn Metern gebrochen, meldet der Landkreis Stendal. Bürger, die sich noch nicht wie empfohlen in Sicherheit gebracht haben, sollten ihre Wohnungen dringend verlassen, heißt es. „Wir rechnen damit, dass der Ort in der Früh unter Wasser steht“, sagte ein Sprecher. Weiterhin sei die Evakuierung der Orte Kabelitz, Wust und Schönhausen angeordnet worden. Die Räumung weiterer Ortschaften werde noch geprüft. Insgesamt seien 1200 Menschen betroffen, zitiert der „Mitteldeutsche Rundfunk“ den lokalen Krisenstab.

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html