Archiv für die Kategorie ‘Niedersachsen’

Bleckede feiert seine Hochwasser-Helfer

Veröffentlicht: August 26, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

Ausgelassene Partystimmung hat am Sonnabend dort geherrscht, wo es noch vor einigen Wochen Katastrophenalarm gab: In Bleckede ist das Hochwasser überstanden. Vor rund zwei Monaten stand die Elbe dort mit 10,79 Metern so hoch wie noch nie. Tausende Freiwillige von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Freiwilliger Feuerwehr und viele andere unterstützten die Stadt im Landkreis Lüneburg im Kampf gegen die Flut, füllten Tag und Nacht Sandsäcke, sicherten die Deiche und versorgten die Helfer. Zum Dank hat Bleckede für sie eine große Feier veranstaltet.

Getränke als Dank für ein trockenes Haus

Die Bleckeder zeigten sich auf unterschiedliche Weise erkenntlich. Heike Reinberger zum Beispiel zapfte auf der Feier ein Bier nach dem anderen. Sie ist dankbar, dass es den Helfern gelungen ist, ihr Zuhause vor dem Wasser zu schützen. „Das Haus war bis zum Eingang unter Wasser, ein Zentimeter hat gefehlt, dann wäre es in die Wohnung gelaufen“, erinnert sie sich. Eine, die während des Hochwassers im Einsatz war, ist Silke Albrecht. Sie hat zusammen mit anderen Frauen Essen für die vielen Helfer gekocht. Über die Dankeschön-Party freut sie sich: „Das ist einfach noch mal eine Anerkennung für alle, die zusammengehalten und mitgeholfen haben.“

Bürgermeister lobt Solidarität

Die Hilfe der zahlreichen Freiwilligen sei „bewegend und beeindruckend“ gewesen, sagte Bürgermeister Jens Böther (CDU) am Samstagabend. Ein besonders großes Dankeschön und Geschenke hatte er für die Bundeswehr – gelbe Ortsschilder von den Orten, in denen die Soldaten geholfen haben: Alt Garge, Wendewisch, Walmsburg, Radegast und Bleckede. „Das ist großartig“, sagte Oberstleutnant Stefan Willer, „weil es das widerspiegelt, was wir im Juni erlebt haben. Sich jetzt wiederzusehen und zusammen zu feiern ist sehr schön.“

„Die Solidarität, die wir hier erlebt haben, die habe ich so noch nicht gesehen“, lobte der Bürgermeister seine Bleckeder ebenso wie die Helfer. „Ich glaube, viele haben gedacht, dass es so etwas nicht mehr gibt, aber die Solidarität gibt es und das stimmt auch zuversichtlich.“

Erlös kommt Flutopfern in Fischbeck zugute

Der Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf geht teilweise an die Jugendfeuerwehr Bleckede. Mit dem Gros des Geldes sollen aber Hochwasser-Geschädigte in Fischbeck in Sachsen-Anhalt unterstützt werden. Dort war während des Hochwassers ein Deich gebrochen. Für Fischbeck eine Katastrophe, für Bleckede ein Glück. Denn sonst hätten die Wassermassen in der nördlich gelegenen Kleinstadt noch viel größeren Schaden angerichtet.

Quelle: ndr.de

Landesmedaille für FluthelferInnen

Veröffentlicht: Juli 24, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

Rund 20 000 Menschen, die während der Flut bei Hochwasserschutz-Maßnahmen geholfen haben, können damit rechnen, demnächst mit einer Medaille ausgezeichnet zu werden: Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Sitzung am Dienstag beschlossen, eine Medaille zu stiften, um das vielfältige Engagement zu würdigen.

„Allen Helferinnen und Helfern der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerks, den Soldatinnen und den Soldaten des Bundes sowie den Polizistinnen und Polizisten gilt der Dank der Landesregierung. Alle Beteiligten haben einen richtig guten Job gemacht“, so Innenminister Pistorius.

Darin bezog die Landesregierung ausdrücklich alle Einsatzkräfte – auch Freiwillige – mit ein, die während der Hochwasserlagen im Mai und Juni 2013 Gefahren und Schäden von den Einwohnern in Niedersachsen ferngehalten haben.

„Während der Hochwasserlage in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, hier war der Katastrophenfall festgestellt worden, und in anderen Bereichen Niedersachsens haben etwa 20.000 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte sowie freiwillige Helferinnen und Helfer großartige Leistungen im Einsatz gegen das Hochwasser, beim Kampf um die Deiche und im Rahmen der Hilfe für die Menschen in den gefährdeten Gebieten vollbracht,“ so Pistorius weiter. „Sowohl vom Umfang als auch von der Intensität der Hilfsleistungen her ging dieses vielfältige Engagement weit über das hinaus, was Menschen im gewöhnlichen Alltag abverlangt wird.“

Wie schon anlässlich der Sturmflutkatastrophe im Jahre 1962, der Waldbrandkatastrophe im Jahr 1975 und der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002 wird die Landesregierung damit eine besondere anlassbezogene formelle Landesauszeichnung in Form einer Medaille stiften. Diese Medaille wird die Bezeichnung „Hochwasser-Medaille 2013 des Landes Niedersachsen“ tragen. Eine Verleihung der Medaillen wird zeitnah und in würdigem Rahmen erfolgen.

Quelle: http://wendland-net.de/

 

Auf Celles derzeit größter städtischer Baustelle geht es voran. Gemeint ist nicht die Ostumgehung, denn die ist weder städtisch, noch gibt es dort nennenswerte Fortschritte. Die Rede ist vom zweiten Abschnitt des Celler Hochwasser­schutzprogramms. Hier werden bis Ende August die Flutschutzmauern fertig sein. Insgesamt 5,2 Millionen Euro werden in diesem Sektor verbaut.

Um ihren Besitz fürchten mussten Ende Mai die Anwohner der Fuhse nahe ihrer Mündung in die Aller: Das Hochwasser drohte massive Schäden zu verursachen. Das soll es künftig nicht mehr geben. Mit einer massiven Investition nimmt die Stadt Celle den Flussanliegern die Angst vor einer Jahrhundertflut. Eine Mauer wird gebaut. Ein Wall hätte hier nicht hingepasst, so der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer: „Verwallungen erfordern nämlich bei einer Höhe von 1,50 Meter nach den Regeln der Technik einen Flächenbedarf von rund 15 Metern Breite. So musste man zum Beispiel in den Bereichen Gehrkengasse und Allergarten auf Mauern zurückgreifen.“

Deren Sinnhaftigkeit habe sich nun auch Zweiflern erschlossen, berichtet Fischer: „Hochwasserschutzanlagen werden bei sonnigem Wetter und Niedrigwasserständen gern in Frage gestellt. Die Leute auf der Baustelle hören oft den Vorwurf der Verschwendung von Steuergeldern. Die letzten Starkregenereignisse mit dem nachfolgenden Hochwasser haben jedoch mehr als deutlich gemacht, dass die Maßnahmen sehr wohl Sinn machen und Schäden verhindern.“ Angesichts der jüngsten Überflutungen hätten dieselben Bürger dann bezweifelt, dass die Mauern wirklich hoch genug seien, so Fischer: „Waren sie allerdings auch nicht. Die Arbeiten waren ja noch nicht fertig und mussten unterbrochen werden. Wasserschäden wie im Bereich Neustadt sind nach ihrem Abschluss zukünftig nicht mehr zu erwarten.“

Auf Länge von rund 320 Metern parallel zur Gehrkengasse auf der Grenze zwischen privaten und öffentlichen Flächen entsteht die Mauer. Außerdem werden in der Nähe der Guizettistraße, des Allergartens, der Kläranlage und Nienburger Straße sowie des Tribünenbuschs und der Straße „Texas“ Hochwasserschutzmauern gebaut. Errichtet werden zusätzlich insgesamt vier Schöpfwerke, die das Wasser aus Wohngebieten herauspumpen, falls es nicht mehr auf natürlichem Wege zum Fluss gelangen kann.

„Insgesamt muss man sagen, dass die Eigentümer, deren Grundstücke etwa auf einer Tiefe von drei Metern betroffen sind, die Arbeiten mit großer Geduld ertragen“, sagt Fischer: „Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass das Ziel, die Fertigstellung der Hochwasserschutzmauern dank der Leistungsfähigkeit der beauftragten Firma – aktuell sind rund 25 Beschäftige auf den Baustellen aktiv – bis Ende August mit größter Sicherheit erreicht werden kann.“

Der Bau der Schutzmauern erfordert Investitionen in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Fischer: „Wenn dann alle Maßnahmen im zweiten Planfeststellungsabschnitt fertiggestellt sind, hat die Stadt Celle in diesem Sektor bei Baukosten von insgesamt 5,2 Millionen Euro und einer etwa 70-prozentigen Förderung durch das Land und die EU 1,5 Millionen Euro an Eigenmitteln investiert.“ Im Falle eines Falles dürfte sich diese Investition rechnen. Wenn der dritte Abschnitzt des Hochwasserschutzes bis zur Wehranlage an der Allerinsel fertig ist, soll ein Hochwasser bis zu 60 Zentimeter niedriger ausfallen. Niedriger ausfallen werden dann auch die Flutschäden, die Experten im Falle eines Jahrhunderthochwassers in Celle auf 105 Millionen Euro geschätzt haben.

Quelle: cellesche-zeitung.de

Vier Wochen nach dem Elbe-Hochwasser zieht Niedersachsens Innenminister Pistorius erste Bilanz. Sein Fazit: Auch Dank der Einsatzbereitschaft von 8880 Helfern ist das Land glimpflich davon gekommen. Zugleich warnt er den Bund vor finanziellen Kürzungen.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat den Bund vor Kürzungen im Etat des Katastrophenschutzes gewarnt. „Das wäre ein schlechtes Signal“, sagte der SPD-Politiker am Montag in Hannover. Derzeit seien – noch bis 2020 – jährlich 57 Millionen Euro Bundesmittel festgeschrieben. Etwa zehn Prozent davon fließen nach Niedersachsen. „Wir hören aber, dass es Bestrebungen gibt, dort zu kürzen.“ Pistorius zufolge ist es das Mindeste, dass die Mittel aus Berlin stabil bleiben.

Das Land schießt laut Pistorius jährlich zwei Millionen Euro hinzu. Niedersachsen will im Herbst nach der Abschlussbewertung des Elbe-Hochwassers entscheiden, ob der Etat erhöht werden muss. Auch in den kommenden Jahren müsse geschaut werden, inwiefern – etwa durch eine zunehmende Zahl an größeren Naturkatastrophen – die Mittel den Anforderungen angepasst werden müssten.

Ungeachtet der Sorge um Mittelkürzungen und trotz einer vorläufigen Schadenshöhe von 80 Millionen Euro zog Pistorius rund vier Wochen nach dem Ende des Elbe-Hochwassers ein positives Fazit. „Alle Beteiligte haben einen richtig guten Job gemacht“, sagte er. Insgesamt seien abseits der zahllosen Freiwilligen zu Stoßzeiten 8880 Helfer von Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) in den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg im Einsatz gewesen.

Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass Niedersachsen auch deshalb so glimpflich davon gekommen sei, weil in anderen Regionen an der Elbe Deiche gebrochen seien, so Pistorius weiter. Entgegen etwa der Prognose von 8,80 Metern für Hitzacker, seien dort am Ende nur 8,18 Meter erreicht worden.

Bei allem Grund zur Freude über das hohe Engagement gebe es aber auch Grund zur Sorge. „Insbesondere einige Arbeitgeber, die weiter weg von den betroffenen Gebieten ansässig sind, waren nicht bereit, ihre Mitarbeiter für ehrenamtliche Einsätze freizustellen“, sagte Pistorius. Es sei aber wichtig, dass die Wirtschaft mehr Verständnis dafür aufbringe. „Die Belastungen der Mitglieder von Feuerwehr und THW wird zunehmen“, betonte er in Anspielung auf den demografischen Wandel und die allgegenwärtigen Nachwuchsprobleme.

Eine gesetzliche Lösung, die den Ehrenämtlern einfachere Einsätze erlaubt, hält Pistorius für schwierig, auch weil es ein Bundesgesetz sein müsse. Ein Blick auf die Einsatzzahlen zeige das große Engagement, betonte er. Insgesamt seien die Deiche auf einer Länge von 130 Kilometern mit 4,5 Millionen Sandsäcken – darunter 1,3 Millionen Säcke aus Dänemark und den Benelux-Staaten, verstärkt worden.

Rund 285 Raummeter Treibgut, darunter ganze Baumstämme und verendete Tiere, seien aus den Fluten gefischt worden. Auch außerhalb der eigenen Landesgrenze hätten in Spitzenzeiten bis zu 1800 niedersächsische Einsatzkräfte gegen die Wassermassen gekämpft. (dpa)

Quelle: hna.de

Aufklärungsflugzeugen überwachen Deiche

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 Die von der Elbeflut gefährdeten Deiche in Niedersachsen werden von der Bundeswehr mit Aufklärungsflugzeugen überwacht. Bei Tageslicht werden Maschinen vom Typ Dornier DO 228 und bei Nacht Seefernaufklärer mit Infrarotsensorik zur Überwachung eingesetzt, teilte das Landeskommando Niedersachsen am Mittwoch mit. Derzeit seien insgesamt 2000 Soldaten im Hochwassereinsatz, rund 2900 stünden als Reserve bereit.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Hochwasser-Angela-Merkel-besucht-Hitzacker-in-Niedersachsen

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 Trotz leichter Entspannung in den Hochwassergebieten in Niedersachsen sehen die Katastrophenschutzstäbe noch für mehrere Tage Gefahr für die Deiche. „Die nächsten drei bis fünf Tage wird die Situation so bleiben“, sagte ein Sprecher des Stabes des Landkreises Lüneburg. Keine Entwarnung also: „Das Wasser wird über mehrere Tage auf die Deiche drücken, selbst wenn es einige Zentimeter sinkt“, sagte NLWKM-Sprecher Achim Stolz. „Bei diesem Wasserstand muss man damit rechnen, dass Sickerwasser durch die Deiche dringt.“

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Hochwasser-Angela-Merkel-besucht-Hitzacker-in-Niedersachsen

Hochwasser ist endgültig in Niedersachsen angekommen

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 

Das Hochwasser ist endgültig in Niedersachsen angekommen. In Schnackenburg hat die Elbe nach Angaben des Katastrophenschutzstabes am Montagmittag mit 7,79 Metern ihren Höchststand erreicht. Normal ist dort ein Pegelstand von 2,77 Metern. „Das Wasser steigt dort nicht mehr“, sagte eine Sprecherin des Katastrophenschutzstabes des Kreises Lüchow-Dannenberg. Für Hitzacker wird am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr mit einem Höchstwert von 8,15 Meter gerechnet, für Neu Darchau gegen Mitternacht mit 7,90 Meter. „Das sind gute Nachrichten für uns“, sagte die Sprecherin. Wie lange der Scheitel andauern wird, ist noch unklar. Der Kreis Lüchow-Dannenberg verlässt sich nicht auf die offiziellen Berechnungen der Hochwasserzentrale Magdeburg, die den Höchststand bisher erst für Donnerstag angesagt hatte.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Niedersachsens Ministerpräsident Weil in Lüneburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 

Niedersachsens Regierungschef Stefan Weil fährt erstmals ins Hochwassergebiet an der Elbe. „Es ist eine sehr angespannte Lage, aber es ist auch ein gutes Gefühl, dass alle Beteiligten alles geben und die Vorbereitung ein hohes Niveau hat“, sagt der SPD-Politiker in Lüneburg. Wenige Tage zuvor waren bereits die Landesminister Stefan Wenzel und Boris Pistorius in den Gebieten. Weil will auch Hitzacker und Bleckede besuchen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Pegelstände der Elbe in Niedersachsen

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 

Die Pegelstände der Elbe haben sich in Niedersachsen weiter den erwarteten Rekordwerten angenähert. In Hitzacker wurden am Sonntagmorgen 7,35 Meter gemessen, in Neu Darchau waren es 6,93 Meter. Bis Mitte der Woche sollen die Pegelstände nach Berechnungen der Hochwasserzentrale in Magdeburg auf 8,45 Meter in Hitzacker und 8,40 Meter in Neu Darchau steigen. Das wären bis zu einem Meter mehr als bei den bisherigen Rekordhochwassern von 2001, 2006 und 2011. Weil die Prognosen am Samstag erhöht wurden, werden die Elbdeiche weiter mit Sandsäcken erhöht. In den Kreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg herrscht seit einigen Tagen Katastrophenalarm.

http://www.haz.de