Archiv für die Kategorie ‘Mecklenburg Vorpommern’

Elbe-Region wappnet sich für künftige Hochwasser

Veröffentlicht: August 28, 2014 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

Kilometermarkierung bei Neu Kaliß © dpa-Bildfunk Fotograf: Jens Büttner

Die Deichstrecke bei Neu Kaliß ist auf sechs Kilometern Länge ausgebaut und verstärkt worden.

Gut ein Jahr nach dem historischen Elbe-Hochwasser 2013 sind am Freitag verstärkte Deiche an das Land übergeben worden. Wie Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) bei der offiziellen Übergabe sagte, sind in der Region damit wichtige Schwachstellen beseitigt worden.

Deiche der Elbe-Elde-Region auf sechs Kilometern ausgebaut

Backhaus betonte, die umgesetzten Maßnahmen sorgten für den besten Hochwasserschutz, den es an der Elbe-Elde-Wasserstraße jemals gegeben habe. Zwischen Neu Kaliß und Dömitz sind zwei Deiche auf einer Gesamtlänge von sechs Kilometern verstärkt worden. Dort errichteten Arbeiter für 800.000 Euro eine sogenannte Berme. Der horizontale Deichabschnitt soll Druck vom Deich nehmen und so ein Aufweichen verhindern. Auf diesem Weg können nun auch Autos fahren und so im Notfall Sandsäcke schneller an Ort und Stelle transportieren. Laut Backhaus gibt der Ausbau den Deichen zusätzlichen Halt, so dass ein Großeinsatz wie vor einem Jahr, als Freiwillige 600.000 Sandsäcke auf den Deichen verteilten, zukünftig nicht mehr nötig sein sollte.

Sude-Mündung soll neue Flutrinnen bekommen

Für eine längerfristige Verbesserung des Hochwasserschutzes aber seien weitere Maßnahmen notwendig, kündigte Backhaus an. Mecklenburg-Vorpommern werde gemeinsam mit Niedersachsen den Rückschnitt der Gehölze an der Elbe angehen. Laut Backhaus stehe die erste Maßnahme zum Ausschneiden kurz vor der Genehmigung. Es gehe dabei um Flächen an der Sude-Mündung bei Boizenburg. Dort sollen auch neue Flutrinnen angelegt und Deiche zurückverlegt werden. Umweltschützer hatten das Abholzen oder Ausdünnen der Auwälder als falsche Maßnahme kritisiert.

Die Elbeflut vom Sommer 2013 hatte in Mecklenburg-Vorpommern Schäden von rund acht Millionen Euro zur Folge, davon gut zwei Millionen Euro an den Deichen.

 

Quelle: http://www.ndr.de/

Herbstdeichschauen 2013 nach dem Juni-Hochwasser

Veröffentlicht: September 27, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Mecklenburg Vorpommern

Schwerin/MVPO  Die Herbstdeichschauen der im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (StALU WM) liegenden Landesschutzdeiche im Bereich der Elbe und ihrer Rückstaubereiche mit Schwerpunkt auf das Juni-Hochwasser finden jeweils ab 9.00 Uhr

– am 9. Oktober 2013 für den Schaubereich Boizenburg (Baubezirk des StALU WM, Am Elbberg 20, 19258 Boizenburg) und

– am 23. Oktober 2013 für den Schaubereich Dömitz (Bauhof des StALU WM, Schweriner Str. 23, 19303 Dömitz) statt.

Die Deichschau dient der Prüfung des ordnungsgemäßen Zustandes der Deiche einschließlich der anderen Hochwasserschutzbauwerke wie Schöpfwerke, Flutschleusen und Deichsiele in der Örtlichkeit.

Während des „Rekordhochwassers“ der Elbe im Juni 2013 wurden die Deiche erheblich belastet. Wasserstände bis zu 0,5 m über den Bemessungswasserständen konnten erfolgreich gekehrt werden. Das Hochwasser und die umfangreichen Abwehrmaßnahmen haben aber Spuren hinterlassen, die durch umfangreiche Sofortmaßnahmen gemindert werden müssen. Diese Arbeiten werden zu den Herbstdeichschauen jedoch noch nicht vollumfänglich abgeschlossen sein.

Insbesondere wird durch die Kommission geprüft, wie sich der Unterhaltungszustand der Hochwasserschutzanlagen darstellt und ob in der Winterhochwasserperiode mit Einschränkungen in der Funktionssicherheit der Deiche und Anlagen zu rechnen ist. Dies könnte zu zusätzlichen Aufwendungen bei der Hochwasserabwehr führen.

Auf dem Kontrollprogramm stehen zudem die Baustellen zur Sanierung des Deiches am Randkanal bei Boizenburg und die Sanierung des rechten Löcknitzdeiches zwischen dem Löcknitzdüker und der ehemaligen Eisenbahnlinie im Bereich Dömitz.

Weiterhin wird über erste Schlussfolgerungen aus dem Juni-Hochwasser, aber auch über den Stand zur Verbesserung der Abflussbedingungen im Hochwasserabflussprofil der Elbe informiert.

Der Kommission gehören an: Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V, weiterer Landesbehörden, des Landkreises Ludwigslust-Parchim, der Kommunen im Schaubereich, der Bundeswehr, der Wasserschutzpolizei, der Wasser- und Bodenverbände, des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der zuständigen Behörden und Verbände für den Hochwasserschutz der benachbarten Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie des StALU WM.

 


Quelle: StALU WM – Dienststelle Schwerin

Schwerin (ots) – Bund und Länder hatten im August dieses Jahres eine Verordnung für den Aufbauhilfefonds nach dem Hochwasser 2013 unterzeichnet und damit die Voraussetzungen geschaffen, um den Menschen zu helfen, die vom Hochwasser geschädigt waren.

„Die Gelder aus dem Fonds können auch eingesetzt werden, um Privathaushalte und Wohnungsunternehmen, die im Zeitraum vom 18. Mai bis 04. Juli 2013 im Landkreis Ludwigslust-Parchim vom Hochwasser betroffen waren, zu entschädigen. In den regional zuständigen amtsfreien Städten Lübtheen und Boizenburg sowie in den Ämtern Dömitz-Malliß, Boizenburg-Land und Grabow stellt das Ministerium für Inneres und Sport jetzt entsprechende Antragsformulare auf Gewährung einer Finanzhilfe bereit. Anträge können spätestens bis zum 30. Juni 2015 gestellt werden“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Dort erfolgt auch die Bearbeitung der Anträge und Auszahlung der Gelder .“

Die erforderlichen Antragsformulare werden nicht nur in den genannten Behörden bereit gehalten, sondern sind auch im Internet abrufbar unter www.kreis-swm.eu.

Geschädigten Bürgern und Wohnungsunternehmen können bis zu 80% des entstandenen Schadens ersetzt werden. Versicherungsleistungen sowie andere mit dem Hochwasser zusammenhängende Hilfen Dritter werden berücksichtigt, so dass keine Überkompensation von Schäden erfolgt.

 

Rückfragen bitte an:

Ministerium für Inneres und Sport Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Michael Teich
Telefon: 0385/588-2008
E-Mail: michael.teich@im.mv-regierung.de
http://www.regierung-mv.de 

Quelle: presseportal.de

Hunderttausende Sandsäcke – kaum Helfer

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

Tag und Nacht waren bis zu 3.000 Fluthelfer an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Sie füllten Sandsäcke, stopften Sickerstellen – und verhinderten dadurch schlimmere Hochwasser-Schäden. Doch nach der Flut ist die Tatkraft der Helfer abgeebbt. Seit Bundeswehr und THW nach dem Ende des Katastrophenalarms vor zwei Wochen abgezogen wurden, gerieten die Aufräumarbeiten ins Stocken. Auf den Deichen im Landkreis Ludwigslust-Parchim liegen noch immer Hunderttausende Sandsäcke. Diese drücken auf die Deiche und gefährden so die Deichnarben.

Eine Woche lang hatte an der Elbe zwischen Dömitz und Boizenburg Katastrophenalarm geherrrscht. Die Deiche hielten aber dank kräftiger Verstärkung mit mehr als einer Million Sandsäcke den Wassermassen stand. Der Rückbau gestaltet sich aber schwierig.

Dömitz: 900 Helfer gesucht

Deshalb veranstaltet die Stadt Dömitz eine Aufräumaktion. Gesucht werden 900 freiwillige Helfer. Sie sollen von Donnerstag bis Sonntag die Sandsäcke entsorgen. Das staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) rief seine Mitarbeiter dazu auf, einen Arbeitstag am Deich zu verbringen. Auch Mitarbeiter des Landkreises und der Stadtverwaltung wurden zur Unterstützung aufgerufen.

Im Raum Dömitz seien erst rund die Hälfte der Sandsäcke geleert und weggeräumt worden, sagte Iris Weber, Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Dömitz-Malliß. Es gebe nicht genügend Freiwillige. Zudem müssten die Stadt und umliegende Gemeinden für die Räumeinsätze Technik wie Radlader und Lastwagen zum Abtransport des Sandes zur Verfügung stellen. Dies sei für die Kommunen ein finanzieller Kraftakt, sagte die Verwaltungschefin. Der Landkreis dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

Boizenburg: Ehrenamtliche Helfer fehlen

In Boizenburg konnte eine spezielle Deicherhöhung mit Sand und Folien noch nicht wieder beseitigt werden, sagte Dagmar Poltier vom Fachbereich Bau und Ordnung des Kreises. Der Deich war dort auf fünf Kilometern Länge um bis zu 50 Zentimeter aufgeschüttet und mit schwerer Technik erhöht worden. Der Rückbau sei nicht per Hand zu schaffen. Poltier: „Die Stadt kann das nicht allein bewältigen.“ Auch die Fachbereichsleiterin sieht den Kreis in der Verantwortung. Auch in Boizenburg müssten noch unzählige Sandsäcke weggeräumt werden. Viele Helfer der Freiwilligen Feuerwehren seien allerdings berufstätig oder derzeit im Sommerurlaub. Es fehle an genügend Ehrenamtlichen in den Gemeinden für die dringenden Aufräumarbeiten.

Keine Unterstützung von der Bundeswehr

Hilfe beim Aufräumen sei von der Bundeswehr nicht zu erwarten, sagte der Sprecher des Landeskommandos, Klaus Brandel. Er wisse von erheblichen Problemen mit der Sandsackrückfuhr. Zwar habe die Bundeswehr während der Flut helfen können – doch der Katastrophenalarm sei aufgehoben, eine Gefahr für Leib und Leben der Bürger bestehe nicht mehr. Die Aufräumarbeiten seien allein Aufgabe der Landkreise und Bundesländer, betonte Brandel.

Neue Hochwasserwelle erwartet

Unterdessen hat der Regen die Elbe erneut anschwellen lassen. Am Donnerstag wird die neue Hochwasserwelle in Dömitz erwartet, am Freitag in Boizenburg, wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin am Dienstag mitteilte. Die Pegelstände steigen in Dömitz im Vergleich zum derzeitigen Wert voraussichtlich um fast 40 Zentimeter auf 4,80 Meter, in Boizenburg um fast 70 Zentimeter auf 4,65 Meter. Damit bleibe das Hochwasser aber unterhalb der Fünf-Meter-Marke für die Alarmstufe eins. In der Folgezeit werde der Wasserstand um 10 bis 20 Zentimeter pro Tag sinken.

Quelle: ndr.de

Pegel sinken, aber keine Entwarnung

Veröffentlicht: Juni 15, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

Die Pegelstände der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern sinken allmählich, dennoch soll der Katastrophenalarm in der Hochwasserregion erst in der nächsten Woche aufgehoben werden. Möglicherweise werde der Katastrophenabwehrstab am Montagnachmittag eine Entscheidung treffen, sagte der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin, am Freitag in Ludwigslust. Viele Unternehmer in der Region warten auf ein Ende des Katastrophenalarms, weil sie Aufträge derzeit nicht erledigen können. Voraussichtlich am Dienstag könnten die Schulen wieder öffnen und die Schulbusse wieder normal verkehren. Viele Einrichtungen in der Region sind geschlossen, weil sie hochwassergefährdet sind oder weil dort Notunterkünfte eingerichtet wurden. Die Busse werden für den Transport von Einsatzkräften benötigt oder stehen für den Evakuierungsfall bereit.

Starkregen der vergangenen Nacht ohne Folgen

Auf den Deichen lastet derweil weiterhin großer Druck. Fast überall sickert Wasser durch. An mehr als 20 Stellen gibt es sogenanntes schmutziges Wasser. Der Deich ist an diesen Stellen nicht mehr stabil und muss mit Sandsäcken verstärkt werden. Der Starkregen der vergangenen Nacht hat aber offenbar keine weiteren Schäden an den Deichen verursacht. Landrat Rolf Christiansen (SPD) warnte erneut nachdrücklich vor dem Betreten der Deiche. Die Deichwachen seien angewiesen worden, noch aufmerksamer zu sein. Christiansen mahnte, die Deiche nicht zu betreten oder mit dem Fahrrad zu befahren. Jede unnötige Belastung müsse vermieden werden.

Sellering: „Noch einige schwierige Tage“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) besuchte am Freitag erneut das Hochwassergebiet, um sich ein Bild von der Lage zu machen. „Erfreulicherweise sinken die Pegelstände“, sagte er nach dem Besuch in und bei Dömitz. Die Deiche seien aber sehr aufgeweicht. „Deshalb haben wir noch einige schwierige Tage vor uns.“ Den Helfern sei anzumerken, dass die letzten Tage für alle mit großen Anstrengungen verbunden waren. Es werde aber weiterhin sehr engagierte Arbeit geleistet. „Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte der Regierungschef.

Höchststände wieder unterschritten

In Dömitz lag der Pegelstand am Abend bei 6,66 Meter. Damit ist der Pegel in vier Stunden um weitere vier Zentimeter gesunken. Im weiter flussabwärts gelegenen Boizenburg betrug er 6,89 Meter, acht Zentimeter weniger als am Mittag. Zu Wochenbeginn waren Höchststände von 7,21 Metern in Dömitz und 7,32 Metern in Boizenburg gemessen worden. Ausgelegt sind die Deiche für 6,80 Meter. Normalerweise ist die Elbe in beiden Städten um die zwei Meter tief. Es habe in der Nacht keine Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Entwarnung könne aber erst bei Wasserständen von unter 6,50 Meter gegeben werden, betonte er.

Das Technische Hilfswerk testete am Donnerstag erstmals einen Sandsack-Ersatz. Der gewaltige Schlauch aus Planen wurde mit Wasser gefüllt und dichtete so Sickerstellen ab. Ein Schlauch kann bis zu 1.200 Sandsäcke ersetzen. Neben den Deichläufern, die Tag und Nacht die Deiche auf Sickerstellen kontrollieren,

Jagd auf Biber erlaubt

Aus Sorge um die Deiche sind die streng geschützten Biber um Dömitz und Boizenburg zum Abschuss freigegeben worden. Die untere Jagdbehörde und die untere Naturschutzbehörde haben am Freitag zwei Ausnahmegenehmigungen im Hochwassergebiet erteilt. Die Genehmigungen gälten solange, bis das Hochwasser gewichen sei. Die Jäger dürften die Biber aber nur dann schießen, wenn eindeutig sei, dass die Tiere einen Deich gefährden. In der Region um Dömitz und Boizenburg leben nach Zählungen des Amtes für das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe etwa 30 Biberfamilien. Sie haben ihre Burgen normalerweise direkt am Fluss, weil sie einen Zugang unterhalb der Wasserlinie benötigen, wie Dezernatsleiterin Anke Hollerbach von dem Amt erklärte. „Aufgrund des Hochwassers mussten sie ihre Burgen aufgeben und suchen nun neue Plätze.“ Dabei gerieten auch die Deiche in ihr Blickfeld. An den Deichen des Nebenflusses Sude hätten Biber bereits an mehreren Stellen gegraben. Hollerbach hält die Abschussgenehmigungen dennoch für überflüssig. Der Platz eines geschossenen Bibers würde mit Sicherheit schnell von einem anderen eingenommen, sagte sie.

Minister: Höhere Schäden als 2002

Die Schäden der Flut werden nach Einschätzung von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) im Nordosten höher ausfallen als beim Hochwasser von 2002. Damals mussten die Deiche und andere Hochwasserschutzanlagen für 1,6 Millionen Euro repariert werden. Bei den Landwirten hätten die Behörden damals Schäden in Höhe von neun Millionen Euro festgestellt. Beim aktuellen Hochwasser wurden die Pegelstände von 2002 um 60 bis 90 Zentimeter überschritten.

Kreissprecher: Trinkwasser ist sauber

Beim Trinkwasser müssen sich die vom Elbehochwasser betroffenen Mecklenburger bislang keine Sorgen über eine mögliche Verschmutzung machen. „Die Brunnen arbeiten ohne Probleme, bisher ist kein einziger überflutet worden“, sagte der Sprecher des Landkreises, Andreas Bonin, am Freitag. Niemand müsse sein Trinkwasser abkochen. Die Wasserwerke führten regelmäßig Qualitätskontrollen durch. Das Landesgesundheitsamt in Rostock hat unterdessen Hinweise an die Bevölkerung zum richtigen Verhalten auf überfluteten Feldern und Gartenflächen herausgegeben.

1,2 Millionen Sandsäcke verbaut

Die Einsatzkräfte haben bereits rund 1,2 Millionen Sandsäcke verbaut, um die Dämme zu erhöhen und zu verstärken, Mehrere hunderttausend lägen noch bereit, sagte der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin, am Donnerstag. Sie werden zur Abdichtung der zahllosen Sickerstellen benötigt.

Noch immer führt die Elbe mehr Wasser als bei der Rekordflut im Januar 2011. „Das darf man nicht vergessen“, betonte Bonin. Der Katastrophenalarm werde aufrechterhalten. Die Hochwasserregion zwischen Dömitz und Boizenburg darf von Ortsfremden ohne Berechtigung weiterhin nicht betreten werden.

Deichwachen patrouillieren

Rund 3.000 Helfer sind am Elbeabschnitt Mecklenburg-Vorpommerns im Einsatz, darunter 1.900 Bundeswehrsoldaten. Sie verstärken jetzt auch die Deichwachen, die mit Kontrollgängen rund um die Uhr an ihre personellen Grenzen stoßen, wie Bundeswehrsprecher Klaus Brandel sagte. Auch aus der Luft seien die Deiche überprüft worden. Der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling bezeichnete die Deichwachen als zurzeit „wichtigsten Rückhalt für die Region“. Nur wenn sie Schwachstellen am Deich schnell erkennen würden, könnten die Helfer noch rechtzeitig reagieren. Problematisch seien zudem die vielen Büsche und Bäume im Deichvorland. Sie reduzierten die Abflussgeschwindigkeit der Elbefluten erheblich.

Milliardenschwerer Fluthilfe-Fonds

Die Ministerpräsidenten der Länder und mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich am Donnerstag auf einen Fluthilfe-Fonds wird ein Volumen von voraussichtlich acht Milliarden Euro verständigt. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kündigte an, dass sich Mecklenburg-Vorpommern an dem Hilfspaket beteiligen werde.

Der Pröpstekonvent im Kirchenkreis Mecklenburg und das Diakonische Werk riefen unterdessen die Gemeinden zu Spenden für die Flutopfer in Mitteleuropa auf. „Wir sehen das große Ausmaß der Überschwemmungen und die zerstörerischen Folgen. Viele Menschen verlieren Hab und Gut und stehen innerhalb kürzester Zeit schon wieder vor einem Neuanfang“, sagte Dirk Sauermann, Propst im Kirchenkreis Mecklenburg.

Grundwasser steht auf Ackerflächen

Das Hochwasser bringt auch den Bauern Probleme. In den Gebieten nahe der Elbe steht auf vielen Ackerflächen Wasser. Wie der Geschäftsführer des Bauernverbandes Ludwigslust, Harald Elgeti, erklärte, drückt die Elbe Grundwasser an die Oberfläche, das jetzt auf den Feldern steht. Das Ausmaß sei noch nicht abzusehen. Möglicherweise seien zur Ernte einige Flächen noch gar nicht befahrbar. Bei Roggen und Weizen leide die Qualität der Körner unter der Nässe. Bei Gerste würden bei Nässe die Ähren abfallen oder die Körner trieben am Halm neu aus. Das Getreide sei dann Sondermüll, sagte Elgeti.

155 Kilometer Deiche schützen Tausende Menschen

Das Elbehochwasser bedroht in Mecklenburg-Vorpommern rund 14.000 Menschen. Gut 10.000 leben in Boizenburg, weitere 3.200 einige Kilometer flussaufwärts in Dömitz. Rund 1.000 Menschen leben in den Dörfern entlang der Zuflüsse Elde (bei Dömitz) und Sude (bei Boizenburg), die von hereindrückendem Elbewasser und einem Rückstau der Zuflüsse ebenfalls stark gefährdet sind. Der Elbabschnitt Mecklenburg-Vorpommerns ist 21 Kilometer lang. Die Gesamtlänge der Deiche an der Elbe und ihren Zuflüssen beträgt allerdings 155 Kilometer.

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/hochwasser1261.html

Hochwasser: Regen droht Deiche aufzuweichen

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

Das Hochwasser der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern geht ganz langsam zurück, die Gefahr bleibt dennoch groß. In Dömitz stagniert der Pegel leicht unter dem Höchststand bei etwa 7,10 Metern, in Boizenburg ist das Wasser am Nachmittag leicht gesunken, auf 7,31 Meter. Die Deiche sind durch das Hochwasser weiter stark belastet. Zudem wird Regen erwartet, der die Deiche zusätzlich aufweichen kann.

Kampf gegen Sickerstellen

Allein in Dömitz haben Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes knapp zwei Kilometer Deichböschung befestigt. Rund 30 Sickerstellen mussten dort geschlossen werden, weil sich das Wasser der Elbe einen Weg durch die Sandsäcke gesucht hatte. Kurz hinter Boizenburg haben Feuerwehrleute einen aufgeschütteten Notdeich gesichert. Dort drohte das Wasser die Bundesstraße 5 zu überfluten. Sie ist eine der Verkehrsadern in der Region und zugleich Rettungsweg im Falle eines Deichbruchs. Der regionale Energieversorger kündigte unterdessen an, den Strom erst dann abzuschalten, wenn eine Evakuierung angeordnet werde.

Pegel soll weiter sinken – Lage bleibt angespannt

In Kürze soll der Wasserstand nach Expertenvorhersagen etwas stärker sinken. Für Mittwoch lautet die Prognose der Magdeburger Vorhersagezentrale für die Elbe 6,95 Meter am Pegel Dömitz und 7,05 Meter in Boizenburg, wie der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin, sagte. Von Entwarnung kann dennoch keine Rede sein. Es gebe immer mehr Sickerstellen an zahlreichen Punkten. Sie würden von Experten des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur ständig begutachtet und danach gesichert. Die Elbdeiche sind nicht dafür gemacht, Wasserstände dieser Höhe über längere Zeit auszuhalten.

Tierische Helfer bei der Deichverteidigung

„Wir müssen weiter sehr genau beobachten“, mahnte auch der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Rolf Christiansen (SPD). Eingreiftruppen der Bundeswehr würden in unmittelbarer Deichnähe postiert, um undichte Stellen notfalls sofort abdichten zu können. Die bisher entdeckten Stellen seien aber alle unproblematisch gewesen. Bei der Deichverteidigung setzen die Einsatzkräfte neben „Deichläufern“, die ständig die Böschungen kontrollieren, auch auf tierische Helfer. Wühlmäuse und Maulwürfe seien gute Indikatoren für den Zustand der Deiche. Wenn sie die Deiche verlassen, sei das ein Anzeichen für eindringendes Wasser. Doch die tierischen Flussanwohner bereiten auch Probleme: An der Sude haben sich Biber in die Deiche gegraben.

Land verhandelt über Sofortprogramm für betroffene Firmen

Unterdessen kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ein Sofortprogramm für von der Flut betroffene Unternehmen an. Die Verhandlungen mit dem Bund über diese Hilfe sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden. In welcher Höhe Geld an Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern gegeben werden kann, ist laut Wirtschaftsministerium bisher noch nicht geklärt. Klar ist bereits, dass Bund und Land sich die Finanzierung der Hilfe je zur Hälfte teilen wollen. Grundsätzlich soll diese Soforthilfe für die Wirtschaft in allen Bundesländern gleich geregelt werden. Wie viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern durch das Hochwasser bisher geschädigt worden sind, ist noch nicht bekannt.

Hohe Kosten für den Landkreis

Der Kampf gegen die Elbeflut wird den Landkreis Ludwigslust-Parchim voraussichtlich mehrere Millionen Euro kosten. Ein großer Teil seien Lohnersatzkosten für Einsatzkräfte von Organisationen wie Freiwilliger Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk, sagte Landkreis-Sprecher Andreas Bonin. Die Arbeitgeber zahlten Helfern während ihres Einsatzes am Fluss den Lohn weiter und könnten Anträge auf Erstattung beim Landkreis stellen. Wer allerdings nicht über eine Organisation, sondern privat als Freiwilliger Sandsäcke abfüllt, geht demnach leer aus. Diese Helfer müssten entweder Urlaub nehmen oder sich unbezahlt von ihrem Job freistellen lassen, hieß es. Der Einsatz der Bundeswehr wird grundsätzlich in Rechnung gestellt, wie Sprecher Klaus Brandel sagte. Ob wirklich Geld für den Einsatz verlangt wird, sei aber derzeit offen und werde im Einzelfall entschieden. Die Bundeswehr hat derzeit 1900 Soldaten in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

Anzeigen gegen Spendenbetrüger

Derweil wurden in Groß Trebbow im Landkreis Nordwestmecklenburg am Dienstag Spendenbetrüger von der Polizei aufgebracht. Die fünf Männer aus Rumänien gaben vor, Geld für Flutopfer zu sammeln. Allerdings konnten sie keinen Spendenausweis vorlegen – ein Anwohner wurde misstrauisch und rief die Polizei. Die Männer im Alter zwischen 18 und 38 Jahren hatten bereits rund 270 Euro eingesammelt und mussten das Geld zurückgeben. Außerdem wurden sie wegen Betruges angezeigt. Bereits zuvor waren an mehreren Orten in Mecklenburg-Vorpommern Spendenbetrüger unterwegs. Die Polizei rät, Geld nur auf bekannte Spendenkonten zu überweisen.

Grundwasser steht auf Ackerflächen

Das Hochwasser wird zunehmend für die Landwirtschaft zum Problem. Obwohl sie nicht von der Elbe überflutet worden sind, stehe auf vielen Ackerflächen Wasser, erklärte der Geschäftsführer des Bauernverbandes Ludwigslust, Harald Elgeti. Die Elbe drücke Grundwasser an die Oberfläche, dieses stehe jetzt auf den Feldern. Das Ausmaß sei noch nicht abzusehen. Möglicherweise seien zur Ernte, die in der Regel Anfang Juli mit der Gerste beginnt, einige Flächen noch gar nicht befahrbar. Bei Roggen und Weizen leide die Qualität der Körner unter der Nässe. Bei Gerste würden bei Nässe die Ähren abfallen oder die Körner trieben am Halm neu aus. Das Getreide sei dann Sondermüll, sagte Elgeti. Bei den überfluteten Grasflächen dürfe der erste Schnitt nach dem Abfluss des Wassers wegen möglicher Schadstoffbelastung nicht verfüttert werden.

Das Hochwasser bedroht auch die Nutztiere. Laut Agrarministerium sind in den Überflutungsgebieten von 21.000 Hektar im Nordosten 426 Tierhalter betroffen. Diese müssten im Ernstfall ihre Tiere in Sicherheit bringen, betonte Minister Till Backhaus (SPD). Es gehe um Tausende Rinder, Schweine, Schafe, Pferde und auch Geflügel.

4.000 Helfer im Einsatz – Eine Million Sandsäcke gefüllt

Sicherheitshalber haben in Dömitz viele Einwohner ihre Kellerfenster vernagelt oder mit Sandsäcken abgedichtet – der Katastrophenstab rief ausdrücklich dazu auf, das eigene Hab und Gut zu sichern. Freiwillige Helfer füllen weiterhin Sandsäcke. Seit dem Beginn des Hochwassereinsatzes sind bereits über eine Million Sandsäcke verbaut worden. Zwischen Dömitz im Süden und Boizenburg im Norden sind gut 4.000 Helfer von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk und Feuerwehr mit der Sicherung der Region beschäftigt. Einige Schulen sind geschlossen – die Schulbusse verkehren nur noch stark eingeschränkt. Unter anderem in Hagenow, Lübtheen, Eldena und Gresse wurden Schulgebäude für mögliche Evakuierungen vorbereitet. Der Katastrophenstab rief dazu auf, alte und hilfsbedürftige Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.

Bisher keine Evakuierungen

Ortsfremde – darunter auch freiwillige Helfer, die nicht aus der Region kommen – mussten bereits am Dienstagnachmittag zur Sicherheit eine Sperrzone in der Elbregion verlassen. Ausgenommen sind laut Katastrophenstab Anwohner, die sich ausweisen können, Zulieferer von Lebensmitteln und Menschen, die eine Bescheinigung vom Arbeitgeber besitzen. Das Sperrgebiet umfasst Neu Kalliß, Lübtheen, Dömitz, Boizenburg, Boizenburg Land und Teile der Teldau.

Notunterkünfte mit 2.000 Betten vorbereitet

Sollten Evakuierungen erforderlich werden, werde die Bevölkerung durch Sirenen, Radio, Internet (www.kreis-swm.de) oder durch Lautsprecherdurchsagen informiert, hieß es in einer Pressemitteilung des Kreises, der Busse zur Verfügung stellen will, sofern eine Zwangsevakuierung bestimmter Orte notwendig werden sollte. In Turnhallen und Schulen sind nach Angaben des Landkreises Ludwigslust-Parchim Notunterkünfte mit rund 2.000 Betten vorbereitet. Ein Altenheim in Dömitz und ein Pflegeheim in Neu Kaliß sind am Montag bereits geräumt worden, ebenso das Krankenhaus in Boizenburg, das sich in direkter Hafennähe befindet. Ambulante Pflegedienste brachten ihre Patienten ebenfalls aus der Hochwasserzone.

Verkehrsbehinderungen im Hochwassergebiet

Die Elbbrücke bei Dömitz ist bis auf Weiteres für den Autoverkehr geschlossen. Die Polizei hat inzwischen diverse Straßen im Hochwassergebiet für die Durchfahrt gesperrt (PDF-Karte der Polizei). Der Betrieb der Elbfähren ist eingestellt. Der Bahnverkehr in MV ist bislang nach Informationen der Bahn nicht direkt betroffen. Fahrgäste nach Lüneburg müssen allerdings ab Büchen mit Behinderungen rechnen. Die Polizei wies daraufhin, das Durchfahrtsverbot auf der vom Elbe-Hochwasser betroffenen Bundesstraße 191 in Heiddorf (Kreis Ludwigslust-Parchim) künftig konsequenter durchzusetzen. Trotz Vollsperrung der Straße seit mehreren Tagen missachteten immer wieder Autofahrer das Verbot, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Die Fahrzeuge behinderten die Arbeiten der Rettungskräfte an einem Problemdeich. So seien bereits Privat-Pkw über Pumpschläuche gefahren, hieß es.

155 Kilometer Deiche schützen Tausende Menschen

Das Elbehochwasser bedroht in Mecklenburg-Vorpommern rund 14.000 Menschen. Gut 10.000 leben in Boizenburg, weitere 3.200 einige Kilometer flussaufwärts in Dömitz. Rund 1.000 Menschen leben in den Dörfern entlang der Zuflüsse Elde (bei Dömitz) und Sude (bei Boizenburg), die von hereindrückendem Elbewasser und einem Rückstau der Zuflüsse ebenfalls stark gefährdet sind. Der Elbabschnitt Mecklenburg-Vorpommerns ist 21 Kilometer lang. Die Gesamtlänge der Deiche an der Elbe und ihren Zuflüssen beträgt allerdings 155 Kilometer.

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/hochwasser1261.html

Angebliche Flutopfer als kriminelle Spendensammler

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 In Mecklenburg-Vorpommern sind angebliche Flutopfer als kriminelle Spendensammler unterwegs: Die Polizei hat fünf Männer ertappt, die ohne Spendenausweis in Groß Trebbow Geld für Hochwassergeschädigte erbeten hatten, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Die Männer im Alter zwischen 28 und 38 Jahren wurden von einem Streifenwagen gestoppt, drei von ihnen waren der Polizei bereits wegen Betrügereien bekannt, wie es hieß.

http://www.rp-online.de/panorama/live-bund-und-laender-stellen-acht-milliarden-euro-bereit-1.3462254

 Das Elbe-Hochwasser hat vielerorts seinen Höhepunkt erreicht, die Pegelstände stagnieren oder sinken zumeist. Die Wassermassen drücken dennoch weiter auf die Deiche. Die Gefahr von Brüchen bleibe groß, sagte der Katastrophenstab des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch. In Lauenburg in Schleswig-Holstein blieb der Wasserstand seit dem Abendstunden in etwa konstant. Auch in Niedersachsen verharrte die Elbe auf ihrem Höchststand.

http://www.rp-online.de/panorama/live-bund-und-laender-stellen-acht-milliarden-euro-bereit-1.3462254

Elbehochwasser beginnt in Dömitz leicht zu sinken

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 Das Elbehochwasser beginnt in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern leicht zu sinken. Am Mittwochmorgen gegen sechs Uhr wurden 7,17 Meter gemessen, 3 Zentimeter weniger als am Vorabend. Im weiter stromabwärts gelegenen Boizenburg stieg die Flut hingegen in der Nacht weiter von 7,30 auf 7,32 Meter, wie aus dem Internetportal pegelonline hervorging. Normal sind in beiden Städten um die zwei Meter. Die Gefahr von Deichbrüchen bleibe groß, betonte der Katastrophenabwehrstab des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

http://www.rp-online.de/panorama/live-bund-und-laender-stellen-acht-milliarden-euro-bereit-1.3462254

Hochwasserscheitel im Raum Wittenberge-Dömitz

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

Der Hochwasserscheitel der Elbe bewegt sich laut dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg im Raum Wittenberge-Dömitz. Die Pegelstände im Norden, etwa in Geesthacht Schleswig-Holstein oder Hohnstorf in Niedersachsen bleiben laut dem länderübergreifenden Hochwasserportal sehr hoch. Aber auch weiter südlich, in Sachsen-Anhalt bleibt demnach in Tangermünde, Niegripp, Barby und Aken an der Elbe sowie Oberthau an der Weißen Elster die Meldestufe vier bestehen. In Bayern steigen die Pegel im Donaugebiet wieder an. In vier Landkreisen wird die Meldestufe drei erreicht.

 

http://www.n-tv.de/panorama/Hessen-verspricht-Unterstuetzung-article10747971.html

Pegel in Dömitz steigt nicht mehr

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

In Mecklenburg-Vorpommern ist offenbar der Scheitelpunkt des Hochwassers erreicht. In Dömitz steige der Pegel nicht mehr an und in Boizenburg habe sich der Pegelanstieg stark verlangsamt, teilte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg mit. In den kommenden Tagen werde erwartet, dass das Wasser absinkt. Die Alarmstufe vier werde aber erst Ende dieser oder Anfang nächster Woche erreicht.

 

http://www.n-tv.de/panorama/Hessen-verspricht-Unterstuetzung-article10747971.html

NLWKN: Scheitelwert ist auch in Dömitz erreicht

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

 

Wie der NLWKN am Dienstag Nachmittag mitteilt, hat sich an den Pegeln Schnackenburg, Lenzen, Hitzacker und Dömitz der Scheitelwert eingestellt, der sich in den nächsten Tagen voraussichtlich auf einem hohem Niveau halten wird. Der Hochwasserscheitel befindet sich zwischen Wittenberge und Dömitz. Das Wehr Neuwerben wurde am 10.6.13 abends aufgrund des Deichbruchs in Fischbeck wieder geschlossen, um eine zusätzliche Gefährdung Havelbergs zu vermeiden.

Die Tendenz einer Überschreitung von fast 50 cm über dem bisher höchsten gemessenen Wasserständen an den Pegeln Schnackenburg bis Dömitz wird sich voraussichtlich auch an den unterhalb gelegenen Pegeln in etwa in dieser Größenordnung fortsetzen. Ebenfalls muss an den unterhalb gelegenen Pegeln auch mit einer Verweildauer des Wasserstandes auf einem hohem Niveau über mehrere Tage gerechnet werden.

Im Rahmen des Gewässerkundlichen Landesdienstes nimmt der NLWKN derzeit regelmäßig Proben des Elbewassers und untersucht sie in eigenen Laboren oder im Labor der Umweltbehörde Hamburg.

Die bisherigen Befunde bis zum 9. Juni geben keinen Hinweis auf zusätzliche Keimbelastungen durch das Hochwasser. Auch kritische Schwermetallbelastungen sind bis zum 10. Juni nicht verzeichnet worden.

Die Trübung des Wassers geht seit Montag zurück, was gemäß der Erfahrungen ein Zeichen dafür ist, dass der Scheitel erreicht ist. Der NLWKN Lüneburg beobachtet die Entwicklung der Wasserstände und wird über die weitere Entwicklung des Hochwassers informiere n.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/nlwkn-scheitelwert-ist-auch-in-doemitz-erreicht-24178

DÖMITZ/RAESFELD Keine Entwarnung in Dömitz an der Elbe: Der Fluss in Raesfelds Partnergemeinde steigt zwar nicht so stark wie in der vergangenen Woche. Doch das Hochwasser hat die Gemeinde nach wie vor fest im Griff. Unterstützung kommt seit Montag auch aus Raesfeld.Von Rüdiger Eggert

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#292386247

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Quelle: dorstenerzeitung.de

 

 

 

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#1812189291

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#292386247

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#292386247

Betrüger geben sich als Flutopfer aus

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

Die Polizei warnt vor Betrügern, die im Landkreis Vorpommern-Greifswald als vermeintliche Flutopfer oder angeblich für Hochwasser-Opfer Spenden einsammeln. So seien in den vergangenen Tagen zwei offenbar aus Rumänien stammende Frauen in Aschersleben bei Ferdinandshof und in Luckow unterwegs gewesen, die mit vorgehaltenen Zetteln für eine Geldspende baten. Die Polizei empfiehlt, Geld nur über die extra eingerichteten Hochwasser-Spendenkonten zu spenden.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Pegel bei Dömitz erreicht Rekordwert

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

Die Elbpegel im Kreis Ludwigslust-Parchim erreichen besorgniserregende Höhen. In Dömitz liegt der Pegel bei 7,12 Metern. In Boizenburg bei 6,78 Meter. Damit übertreffen die Werte in Dömitz bereits den historischen Höchststand von 6,72 Metern, der beim Januar-Hochwasser 2011 gemessen worden war. Der Krisenstab ordnet die Evakuierung des Dömitzer Altenheims an.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Flut: Wer nicht bleiben muss, soll gehen

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

Mehr als 2.000 Helfer haben an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern die Deiche aufgestockt, um die erwartete Rekordflut abzuwehren. Neben Bundeswehrsoldaten, Technischem Hilfswerk und Feuerwehr sind zahlreiche Freiwillige im Einsatz.

Für Mittwoch sind in Dömitz 7,60 Meter vorhergesagt. Einen Tag später soll der Flutscheitel Boizenburg mit Höchstwasserständen von 7,80 Meter erreichen.

Krisenstab warnt Betroffene

Angesichts des Rekordhochwassers an der Elbe hat der Ludwigsluster Landrat Rolf Christiansen (SPD) die Menschen in Dömitz und Boizenburg zu größter Vorsicht aufgerufen. „Wer nicht in der Region bleiben muss, sollte sich langsam auf den Weg machen“, sagte der Chef des Katastrophenabwehrstabes am Sonntagabend in Dömitz.

Christiansen war gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit einem Bundeswehr-Boot auf die Elbe gefahren und hatte die Deiche sowie die Verstärkungsarbeiten inspiziert.

Polderflutung soll Elbe-Pegel senken

Entlastung erhofft man sich von der Flutung der Havelpolder in Brandenburg. Hier haben die Verantwortlichen beschlossen, die Polder der Havel zu fluten. So soll der Wasserstand der Elbe gesenkt werden. Die zehn Polder können bis zu 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Die bislang prognostizierten Höchstwerte in Dömitz und Boizenburg sind laut interministeriellem Führungsstab ohne solche Maßnahmen kalkuliert worden. Das Innenministerium hofft, dass dadurch der Höhepunkt des Hochwassers um 32 bis 34 Zentimeter niedriger ausfällt als prognostiziert.

Deiche um 30 Zentimeter aufgestockt

Die Deiche an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern wurden um 30 Zentimeter erhöht. Zumeist wurde auf der Deichkrone ein zusätzlicher Wall aus Sandsäcken errichtet.

Auf sieben Kilometern im Raum Boizenburg wurde allerdings eine neue Methode genutzt: Statt Sandsäcke zu stapeln, errichtete eine Baufirma auf der Deichkrone einen Damm aus Kies, der verdichtet und mit einem Vlies abgedeckt wird, wie der zuständige Bauleiter berichtete. Darauf kommt dann noch eine Lage Sandsäcke.

Enorme Belastung für die Deiche

Die Elbdeiche sind auf Hochwasserstände von 6,80 Meter ausgelegt, darüber ist noch ein Meter Sicherheitsbereich. „Die Höchststände werden etwa auf Höhe der Deichkrone erwartet“, sagte der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin. Dieser extreme Wasserstand werde nach Einschätzung des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur mindestens eine Woche andauern. Dieser ständige Druck auf die Dämme sei ein weiteres Problem. Sie könnten durchweichen und brechen.

Eingeschränkter Schulbetrieb

Der Krisenstab des Landkreises hat deshalb Vorbereitungen zur Evakuierung von Altenheimen gestartet. Drei Schulen im gefährdeten Gebiet bleiben von Montag an geschlossen: das Schulzentrum und eine Grundschule in Boizenburg sowie die Grundschule in Neu-Kaliß. Für viele weitere Schulen bis hin nach Hagenow und Ludwigslust fällt der Schulbusverkehr aus. „Die Busse werden zum Transport der Einsatzkräfte benötigt und müssen für eventuelle Evakuierungen bereit stehen“, erklärte Bonin. Betroffene Fahrschüler seien vom Unterricht befreit.

Hotel in Dömitz läuft voll

Unterdessen werden erste Schäden gemeldet: Im Dömitzer Hafen-Hotel steht die Veranstaltungshalle unter Wasser, wie der Technische Leiter, Michael Kirstein, sagte. Der Hotel-Parkplatz sei überflutet. Die Mitarbeiter stapelten Sandsäcke, um das Restaurant zu schützen. „Bis zu einem Wasserstand von 7,50 Metern können wir das Restaurant trockenhalten“, sagte Kirstein. Das Hotel liegt vor dem Deich. Es ist in einem historischen Hafengebäude untergebracht.

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/hochwasser1261.html

Schwerin/Boizenburg/Rostock

Veröffentlicht: Juni 8, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

Das Wasser der Elbe steigt im Kreis Ludwigslust-Parchim langsam weiter. In Dömitz wurde am Samstagmorgen (9.00 Uhr) ein Wasserstand von 5,71 Metern gemessen, in Boizenburg waren es zur selben Zeit 4,44 Meter. Der Flutscheitel wird in Mecklenburg-Vorpommern aber erst am Dienstag oder Mittwoch erwartet. Dann soll die Elbe in Dömitz auf 6,85 Meter und in Boizenburg auf 6,95 Meter ansteigen.
Meldung von Sonnabend, 8. Juni

http://www.nordkurier.de