Archiv für die Kategorie ‘Madgeburg’

Behörden korrigieren Magdeburger Hochwasserrekord nach oben

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Madgeburg
Der historische Höchststand der Elbe ist während der Flut im Juni in Magdeburg ein Zentimeter höher gewesen als bislang angenommen. Das Maximum am Pegel Strombrücke habe nicht bei den bekannten 7,46 Metern gelegen, sondern bei 7,47 Metern, sagte der Direktor des Landesamts für Hochwasserschutz, Burkhard Henning. Der Wert müsse korrigiert werden, weil ein sensibles Messgerät den höheren Wert für rund eine Minute aufgezeichnet habe. „An dem 9. Juni ist das nicht aufgefallen, weil das…
Die öffentlich sichtbare Anzeige am Pegel Strombrücke habe auch nur 7,46 Meter angezeigt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg, das den Pegel Strombrücke betreibt, bestätigte am Dienstag die Angaben. Die Aufzeichnungen seien erst kürzlich ausgewertet worden; aus der Zeit der Flut habe es einen Wust von Daten gegeben.

Hydrologe Frank Goreczka vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz sagte zur Korrektur des Höchstwertes: „Im Grunde ist es bedeutungslos. Es geht nur um den amtlichen Wert.“ Der gehe etwa in das gewässerkundliche Jahrbuch ein.

Quelle: focus.de
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Hochwasser bleibt in Ostelbien Thema

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Madgeburg

Stadtrat befürwortet Herauslösung der Alten Elbe, Zollelbe und Umflut aus dem FFH-Gebiet 

Der Stadtrat hat erste Entscheidungen zum Hochwasserschutz getroffen.
Darunter auch die Herauslösung der Alten Elbe, Zollelbe und Umflut aus
dem FFH-Gebiet.

Magdeburg. Auf einem Forum des SPD-Stadtverbandes und SPD-Ortsvereins Magdeburg-Ost im Alten Theater äußerte sich Oberbürgermeister Lutz Trümper am Dienstagabend zu geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Doch viel Neues gab es vom Stadtoberhaupt nicht zu hören. Das Hilfspaket von Bund und Ländern sei beschlossen. Der Stadtrat habe erste Entscheidungen zum Hochwasserschutz und zur Beantragung von Finanzhilfen getroffen.

Die Zollstraße soll eine durchgehende Ufermauer erhalten. Eine Glas-Stahl-Konstruktion als Hochwasserschutz sei für das Schleinufer denkbar. Mobile Spundwände schließt Trümper hingegen aus. Diese seien für die Stadt finanziell nicht realisierbar. Die Hochwasserschutz-Wände können zudem nicht überall aufgebaut werden. Da sie hohen Druck aushalten müssen, brauchen sie ein Fundament.

Auch sieht Magdeburgs Oberbürgermeister keine Lösung darin, den Umflutkanal auszubauen, damit er größere Wassermengen aufnehmen kann. Dies bedeute nur eine Gefahr für die anderen Städte, die dann mit noch mehr Wassermassen aus Richtung Magdeburg rechnen müssen. Der linke Deich des Umflutkanals soll jedoch im kommenden Jahr saniert werden. Jedoch sei hier das Land in der Verantwortung.

„Für den Brückenneubau würden wir auch einen Kredit aufnehmen.“

Deutlich machte Trümper, dass die Stadt schnellstmöglich klar erkennbare Maßnahmen ergreifen wird. Neben der Sicherung des Werders vor Überflutung stehe auch der Brückenneubau auf der Prioritätenliste. Hier wäre die Stadt sogar bereit einen Kredit aufzunehmen, wenn keine Fördermittel fließen. Jedoch machte Trümper deutlich, dass dies ein Prozess sei, der nicht von heute auf morgen fertiggestellt sei. Die Hochwasser-Arbeitsgruppe arbeite an verschiedenen Konzepten für einen künftigen verbesserten Hochwasserschutz in Magdeburg.

Doch das Ausbaggern der Alten Elbe bleibt der Aufreger Nummer eins. Die Bürger pochen weiterhin darauf, dass die Alte Elbe zukünftig wieder ausgebaggert werden soll. Welchen Effekt aber ein Ausbaggern der Alten Elbe auf Pegelstände hätte, darüber streiten durchaus die Gelehrten. „Die Tatsachen liegen doch auf dem Tisch“, äußerte sich Klaus-Dieter Arendt von der Bürgerinitiative Furtlake/B1 und verwies auf eine Studie der Uni Dresden.

Fazit: Die vorhandenen Verlandungen in der Alten Elbe bewirken keine äquivalente Anhebung des Wasserspiegels, sondern erhöhen den Wasserstand nur um wenige Zentimeter. Dennoch sollte langfristig ein Abtrag der Verlandungszonen (vorzugsweise auf natürlichem Wege durch Mobilisierung während Hochwasserereignissen) angestrebt werden.

Die Flusslandschaft an dieser Stelle ist jedoch durch die Europäische Union als Fauna- und Florahabitat geschützt. Einfach loszulegen und Sand und Bewuchs zu entfernen, geht folglich nicht.

„Warum wird die alte Eisenbahnbrücke nicht abgerissen?“

Trümper verwies aber darauf, dass der Stadtrat am Montag beschlossen habe, ein Antragsverfahren bei den zuständigen Landes- und EU-Behörden einzuleiten, mit dem Ziel, die Wasserläufe von Alter Elbe, Zollelbe und Umflut aus dem EU-Naturschutzgebiet herauszulösen.

Die Ostelbier forderten am Dienstagabend auch den Abriss der alten Eisenbahnbrücke über die Alte Elbe. Anscheinend kein Problem, stünden nicht die Abrisskosten im Raum. Der Brücken-Eigentümer wehrt sich nicht gegen den Abriss – doch wer soll die Kosten tragen.

Außerdem kritisierten die Vertreter der Bürgerinitiative Furtlake/B1 Wolfgang Herms und Klaus-Dieter Arendt die Verzögerung des ostelbischen Grabenausbaus. Sie hatten am Dienstag kein Verständnis mehr dafür, warum die Bauarbeiten nicht voranschreiten und das notwendige Planfeststellungsverfahren und das dringend benötigte Schöpfwerk auf sich warten lassen

.Laut Trümper soll die Baumaßnahme in ein bis zwei Jahren abgeschlossen sein. Zudem wolle er prüfen, ob ein gleichzeitiges Arbeiten am Ober- und Unterlauf möglich sei. Das Stadtoberhaupt bat jedoch um Nachsicht: für einen rechtssicheren Antrag zum Planfeststellungsverfahren benötige es einfach Zeit.

Quelle: volksstimme.de

 

Engagement der Braunschweiger Feuerwehr hat Menschen in Magdeburg in großer Not geholfen

Mit insgesamt 455 Einsatzkräften, überwiegend aus den ehrenamtlichen Ortswehren, hat die Feuerwehr Braunschweig vom 4. bis 10. Juni die Einsatzkräfte aus der Partnerstadt Magdeburg bei der Bekämpfung des schweren Elbe-Hochwassers unterstützt.

Im Industriehafen in Magdeburg-Rothensee wurde unter Braunschweiger Leitung eine 2.400 Meter lange Hochwasserbarriere aus Sandsäcken errichtet, gesichert und unter zum Teil dramatischen Bedingungen nach einem Durchbruch wieder geschlossen. Für diesen aufopferungsvollen Einsatz hat Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann den Einsatzkräften heute bei einem Hoffest auf der Südwache gedankt.

„Mit ihrem Engagement haben Sie unbestritten einen großen Anteil daran, dass unsere Partnerstadt Magdeburg im Juni einer ganz großen Katastrophe entgangen ist“, sagte Dr. Hoffmann. „Auf die Braunschweiger ist Verlass“, dies hätten die Kräfte eindrucksvoll wieder unter Beweis gestellt, sagte der OB, der an den Einsatz in Wörlitz, insbesondere zur Rettung des Wörlitzer Gartenreichs, in 2002 erinnerte. Dr. Hoffmann ist Ehrenvorsitzender der Gesellschaft des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches.

„Besonders bemerkenswert finde ich, dass der Großteil der Kräfte von der Freiwilligen Feuerwehr kam. „Sie haben ihre Freizeit und ihre ganze Einsatzkraft unter schweren, sehr anstrengenden Bedingungen in den Dienst der Menschen unserer Partnerstadt gestellt. Dafür danke ich Ihnen.“ Dies zeige einmal mehr, wie wichtig ehrenamtliches Engagement – auch in einer Großstadt mit Berufsfeuerwehr – sei. „Selbstverständlich ist es nicht und ich freue mich darüber, dass die Zusammenarbeit der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr in unserer Stadt problemlos läuft – quasi im Schulterschluss“

All dies habe die Feuerwehr nur wenige Tage nach den Überschwemmungen in Braunschweig selbst geleistet, die ebenfalls eine Herausforderung gewesen seien und außergewöhnlichen Arbeitseinsatz erfordert hätten. Er hoffe, dass dieser vorbildliche Einsatz und das ehrenamtliche Engagement Signalwirkung hätten, insbesondere für junge Leute. „Hier wird deutlich: Jeder kann etwas bewirken und Menschen in großer Not helfen.“ Hoffmann dankte auch den Führungskräften der Berufsfeuerwehr für ihre umsichtige und souveräne Arbeit in diesen schwierigen Tagen des Braunschweiger und des Elbehochwassers.

Im Anschluss ehrte Dr. Hoffmann Peter Meier, langjähriges ehrenamtliches Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr (Ortsfeuerwehr Wenden). Die Ernennung zum Ehrenbrandmeister hatte der Rat der Stadt beschlossen. Dies ist eine besondere Auszeichnung, denn unter den etwa 1.100 Freiwilligen Feuerwehrleuten gibt es bisher nur 14 Ehrenbrandmeister.

Weiterhin wurden dann von Stadtbrandmeister Wolfgang Schulz mehrere Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbands und des Feuerwehrverbands Braunschweig Stadt e.V. verliehen.

Quelle: hessen-tageblatt.com

 

Obwohl er sein eigenes Haus und seinen Fischereibetrieb beim Hochwasser verlor, half Gernot Quaschny aus Hohengöhren (Landkreis Stendal) mit seinem Dorf mehreren abgeschnittenen Dörfern. Dafür wird er nun ausgezeichnet. Auch das Land Sachsen-Anhalt will Fluthelfer ehren.

Der Fischer Gernot Quaschny aus Hohengöhren (Landkreis Stendal) erhält für seinen Einsatz während der Flutkatastrophe den Sonderpreis „Hochwasser-Helfer“ des Deutschen Bürgerpreises. Der 50-Jährige habe mit seinem Boot vier vom Festland abgeschnittene Dörfer unermüdlich mit dem Notwendigsten versorgt – obwohl er sein eigenes Haus und seinen Fischereibetrieb in den Elbe-Fluten verloren habe, teilte die Initiative am Montag in Berlin mit. Zudem wurden das Projekt „Passau räumt auf“ und die 72-Stunden-Aktion „Flutschäden lindern“ für ihre Einsätze ausgezeichnet. Der Deutsche Bürgerpreis gilt nach Angaben der Initiatoren als Deutschlands größer Ehrenamtspreis.

Auch Sachsen-Anhalt will Fluthelfer mit einem Orden ehren. Das habe Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) entschieden, teilte Regierungssprecher Matthias Schuppe am Montag mit. Einzelheiten, wie etwa die Finanzierung, Auswahlkriterien und die Gestaltung der Medaille, würden seit etwa zwei Wochen geklärt. Mit der Auszeichnung solle das beispielhafte Engagement der Helfer gewürdigt werden. Am Wochenende hatte der SPD-Politiker Rüdiger Erben eine Hochwasser-Medaille gefordert. In Sachsen sollen erste Fluthelfer am 14. September feierlich mit einem Orden geehrt werden.

Quelle: mz-web.de

Magdeburg möchte Hafen und Stadtteil Rothensee möglichst durch eine hohe Spundwand vor Hochwasser schützen. Am Dienstag wurden Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Pläne vor Ort erläutert.

Schon zur Begrüßung hielt OB Lutz Trümper den Planentwurf bereit, übergeben konnte er ihn an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) aber erst am Ende des Besuchs. Ramsauer war am Dienstag im Land unterwegs, um sich erneut über die Hochwasserschäden zu informieren. Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) hatte ihn dazu eingeladen. In Magdeburg war der Hafen das Ziel einer kurzen Stippvisite des Bundespolitikers.

Und um den Hafen ging es auch in besagtem Plan in der Hand von OB Trümper. „Wir müssen jetzt zügig handeln, um den Hafen und den Stadtteil Rothensee vor einem weiteren Hochwasser zu schützen“, sagte Trümper. Jetzt stünden möglicherweise die notwendigen Fördermittel bereit und das Problem sei bei „den Entscheidungsträgern“ in Berlin noch präsent.

Die Stadt möchte möglichst Hafen und Stadtteil durch eine massive und vor allem hoch genug gebaute Spundwand vor zukünftigem Hochwasser schützen. Von Norden aus könnte die Wand ab Rothenseer Verbindungskanal bis zum Industriehafen verlaufen. Dabei ließe sich mit der Spundwand die große Lücke zwischen Steinkopfinsel und Industriehafen schließen. Während des Hochwassers hat sich auch gezeigt, dass im Bereich von Hafenbecken I und II eine Geländemulde dem Hochwasser freien Lauf gelassen hatte. Auch diese Mulde ließe sich mit der Spundwand entschärfen, so die groben Pläne. Das sei erst einmal ein Vorschlag, meinte Trümper. Geklärt werden müsse auch, wie im Hochwasserfall der Hafenbereich hinter der Spundwand und die schiffbare Elbe voneinander „getrennt“ werden und ob dabei möglicherweise die neue Niedrigwasser-Schleuse eine Rolle spielen könnte. Der Vorteil dieser Spundwand-Lösung wäre noch, dass auch während eines Hochwassers der Magdeburger Hafen weiterhin über den Mittellandkanal zu erreichen wäre, sagte Hafen-GmbH-Chef Karl-Heinz Ehrhardt. Für ihn ist wichtig, dass der Hafen möglichst schnell hochwassersicher wird. „Wir müssen Investoren, die sich im Hafen ansiedeln wollen, eine hohe Planungssicherheit geben können, damit sie überhaupt kommen“, so Ehrhardt. Dabei hat der Hafen-Chef auch das Jahr 2019 im Blick, denn dann fallen die Transfairleistungen des Bundes für die Infrastruktur im Osten weg. „Bis dahin müssen wir es geschafft haben.“

Und darum war es auch wichtig, Verkehrsminister Ramsauer den Magdeburger Spundwand-Plan so schnell wie möglich persönlich in die Hand zu drücken. Denn das Problem ist – natürlich – die Finanzierung. 15 bis 20 Millionen Euro sind dafür eine realistische Größe, so die einhellige Meinung von Fachleuten. Das kann Magdeburg nicht allein stemmen. Und muss es auch nicht unbedingt. Die Elbe ist eine Bundes-Wasserstraße, fällt folglich in den Hoheits- und Finanzbereich von Minister Ramsauer. Hochwasserschutz wiederum ist auch Landessache, zum Teil also im Aufgabenressort von Thomas Webel. Somit ist eine Mischfinanzierung von Bund, Land und Stadt realistisch. Peter Ramsauer äußerte sich konkret am Dienstag dazu nicht. Aber: „Problem erkannt“, sagte er und er werde den Plan – den OB Trümper ihm am Schluss des Besuchs überreicht hatte – umgehend an seine Fachabteilung weiterleiten.

„Ich denke, man kann sich auch darauf verlassen“, sagte OB Trümper, nachdem Ramsauer per Hubschrauber Magdeburg wieder entschwunden war. Und auch Hafen-Chef Karl-Heinz Ehrhardt setzt auf das Wort des Ministers und war am Ende zufrieden mit dem Treffen.

Quelle: volksstimme.de

Heiße Rhythmen und kühle Drinks

Veröffentlicht: Juli 18, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

Erst zusammen gegen das Hochwasser, jetzt zusammen für eine spritzige Flussparty: Das ist das Credo der Magdeburger Elbegastronomen Tino Bredau (Mückenwirt), Stefan Pauli (Strandbar), Uli Bittner (Mückenwirt), Marko Dietel (Elbelandhaus), Jens Burkart (Le Frog/Montego Beach Club), Angelo Locorotondo (L~BE), Paul-Gerhard Stieger und Alex Ninow (Strandbar), die am 3. August die neunte Auflage der „Riverside at Night“ organisieren.

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Haben sie vor wenigen Wochen noch gemeinsam mit Sandsäcken gegen die übers Ufer tretenden Wassermassen der Elbe gekämpft, gibt es nun ein neues Ziel: Endlich wieder am Flussufer zusammen eine Party feiern.

Und so spielt an sieben Bars und Restaurants entlang der Elbe die Musik. Einen Rhythmus, der mitreißt und einen Sound, der die Seele massiert: Das versprechen die Musiker der Magdeburger Band „Crossfire“, sobald sie ihre Instrumente auspacken. Die Band, die sich vorrangig handgemachter Rockmusik der 1970er Jahre verschrieben hat, macht die Bühne am Elbelandhaus zur Rockarena für eine Nacht. „Smoke On The Water“, „Knocking On Heavens Door“, „Rockin‘ All Over The World“ oder „Sweet Home Alabama“ sind einige der großen Welthits, mit denen Sänger Michael Isensee und seine Mannen den Gästen einheizen. Darüber hinaus bastelt die Band gerade an einigen eigenen Stücken, von denen sie ihrem Publikum mit etwas Glück eine Kostprobe gibt.

Ebenfalls live präsentiert sich der Musiker John Simmens auf der Bühne am Mückenwirt. Der erfahrene Entertainer wird mit eigenen Songs sowie Rock und Pop der 1980er und 1990er Jahre aufwarten. Ihm zur Seite steht Dirk Gorka alias DJ Dicky.

Freunde der gefühlvollen Popmusik empfängt Sonja Fritzsche alias „Sonjas Cosmos“ an der Strandbar. In den Texten der SWM-MusiCids-Finalistin geht es um Lebenserfahrungen, Liebe und um viel Gefühl. Am Montego Beach Club im Stadtpark legt DJ LilSaint Black Music auf die Plattenteller. DJ Taucher präsentiert seinen Gästen an der „Württemberg“ feinsten Electro-Sound als Begleitmusik zur untergehenden Sonne. Oldie-Freunde sind im Biergarten am Le Frog genau richtig. Hier sorgt die Band um Max Nehring mit Hits von früher für Partystimmung.

Die Besucher haben die Wahl, den Weg zwischen den einzelnen Partystationen gegen einen Beitrag von zwei Euro entweder mit dem Bus oder mit einem Schiffsshuttle zu überbrücken. Für gutes Wetter empfehlen die Veranstalter das Fahrrad. (kae)

Riverside at Night: 3. August, ab 19 Uhr, an der Strandbar, am Montego Beach, dem L-BE, dem Elbelandhaus, dem Mückenwirt, auf der Württemberg und im Biergarten am Le Frog.

Quelle: volksstimme.de

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Haben sie vor wenigen Wochen noch

Flut-Soforthilfe ist nicht für alle

Veröffentlicht: Juli 6, 2013 von fluthelfer in Halle, Madgeburg
Von Alexander Schierholz
Bei der Hochwasser-Soforthilfe gehen freie Träger leer aus. Ein Bund-Länder-Fonds soll helfen. Am Dienstag will die Landesregierung die exakte Höhe des im Land entstandenen Hochwasser-Schadens an den Bund übermitteln.
Magdeburg/Halle/MZ. Der Garten eine Schlammwüste, das Spielzeug im Eimer – vom Hochwasser waren landauf, landab auch etliche Kindergärten betroffen, die von freien Trägern, also Vereinen oder anderen Institutionen, betrieben werden. Doch von der Flut-Soforthilfe des Landes können sie nicht profitieren, wie gestern das Finanzministerium bestätigte. Die nämlich ist nur für Privathaushalte, Hauseigentümer, Unternehmen und Landwirte gedacht. Halles Finanzdezernent Egbert Geier sprach von einer „Regelungslücke“.

Aus dem Ministerium hieß es, mit der Soforthilfe habe das Land zunächst betroffenen Bürgern und Firmen helfen wollen, damit deren Betrieb schnell wieder aufgenommen werden könne. Nun ist aber auch für freie Träger Hilfe in Sicht: Sie sollen Geld erhalten aus dem acht Milliarden Euro schweren Hochwasser-Fonds, den Bund und Länder vereinbart haben. Am Freitag hat der Bundesrat das dazu notwendige Gesetz verabschiedet. „Die Finanzierung des Wiederaufbaus ist damit gesichert“, sagte Sachsen-Anhalts Regierungssprecher Matthias Schuppe. Am kommenden Dienstag will die Landesregierung die exakte Höhe des im Land entstandenen Hochwasser-Schadens an den Bund übermitteln.

Technisch gesehen, handelt es sich bei überfluteten Kitas um den Wiederaufbau kommunaler Infrastruktur, in Sachsen-Anhalt ist deshalb das Bauministerium zuständig. „Wir wollen noch im Juli mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung abschließen, damit die Gelder fließen können“, sagte Sprecher Bernd Kaufholz. Wann das sein werde und welche Summen betroffene Einrichtungen im Einzelfall erhalten werden, sei aber noch offen. Auch die Stadt Halle vertröstet freie Träger auf den Bund-Länder-Fonds: „Die Vereine sollten ihre Schäden beim städtischen Bürgerservice melden. Dann können wir den Bedarf ermitteln“, sagte Finanzdezernent Geier.

Quelle: mz-web.de

Trümper will Naturschutz für Alte Elbe kippen

Veröffentlicht: Juli 1, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

Vollgelaufene Keller, Straßen und Häuser unter Wasser: Vor allem die Magdeburger Stadtteile Rothensee, Alt Salbke und Buckau waren vom Hochwasser betroffen. Die Stadt will nun ihren Hochwasserschutz verbessern. Oberbürgermeister Trümper will dafür auch den Naturschutz auf den Prüfstand stellen.

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper macht Druck. In der „Magdeburger Volksstimme“ bekräftigte er seine Forderung, Alte Elbe, Zollelbe und Umflut vom Naturschutz auszunehmen. Das würde seiner Ansicht nach den Hochwasserschutz erleichtern. Diese Gebiete sind seit dem Jahr 2000 Teil eines europäischen Schutzprogramms, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH).

Nach dieser Richtlinie ist es zum Beispiel nicht erlaubt, in den geschützten Gebieten Baggerarbeiten durchzuführen, Bäume und Sträucher abzuholzen oder Brücken zu bauen. Die Stadt will nun bei der Europäischen Union einen Antrag stellen, den FFH-Status wieder zu streichen. Trümper sagte der Zeitung, da müssten auch die Naturschützer umdenken. Im Stadtrat muss der Oberbürgermeister allerdings mit Widerstand rechnen.

„Die Flussbetten müssen aus dem FFH-Gebiet raus … das ist ein Fehler gewesen, die dort reinzunehmen.“

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) Magdeburger Volksstimme

In der vergangenen Woche hatte Trümper bereits angekündigt, im Stadtteil Werder eine Betonmauer zu bauen. Außerdem sollen mobile Schutzwälle angeschafft werden. Besonders dringlich sei die Sanierung der Elbbrücken, erklärte der OB. Auch der westliche Umflutdeich soll so schnell wie möglich erneuert werden.

Magdeburg plant derzeit bis 2021 eine neue Brücke. Sie soll in Verlängerung der Strombrücke die Innenstadt und die ostelbischen Stadtgebiete verbinden. Ziel ist es, die Anna-Ebert-Brücke zu entlasten, die in einem schlechten Zustand ist. Laut „Volksstimme“ will Trümper sich dafür stark machen, dass diese Pläne schneller umgesetzt werden. Am Mittwoch werden Taucher in der Alten Elbe das Fundament der Anna-Ebert-Brücke überprüfen. Danach soll entschieden werden, ob überhaupt wieder Straßenbahnen über die Brücke fahren können.

Derzeit blicken wieder viele Magdeburger berunruhigt auf die Elbe. Nach dem schweren Hochwasser Mitte Juni erwartet die Landeshauptstadt heute nun den Scheitel einer neuen Hochwasserwelle. Mit größeren Problemen an den Deichen wird aber nicht gerechnet. Der Krisenstab der Landesregierung geht davon aus, dass der Scheitel- Pegel in Magdeburg bei 4,30 Meter liegen wird. Vor wenigen Wochen waren es 7,46 Meter.

Quelle: mdr.de

Pegelstände steigen wieder leicht an

Veröffentlicht: Juni 28, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Obwohl die Pegelstände von Schwarzer Elster und Elbe wieder steigen, rechnet die Hochwasserschutzzentrale Sachsen-Anhalts nicht mit einer bedrohlichen Lage. Die Auswirkungen der Regenfälle in Tschechien und Sachsen werden wahrscheinlich am Wochenende Sachsen-Anhalt erreichen, sagte eine Sprecherin am Freitag. Von einem Hochwasser wie vor 14 Tagen sei aber nicht auszugehen. Die Deiche, wie in Fischbeck und Breitenhagen, würden intensiv überwacht. Nach Angaben der Krisenstabes der Landesregierung sind noch 815 Menschen im Land von Evakuierungen betroffen, hauptsächlich im Landkreis Stendal.

Unterdessen hat der Bundestag den Hilfsfonds für die Flutopfer im Höhe von acht Milliarden Euro gebilligt. Das Aufbauhilfegesetz sowie der Nachtragshaushalt für zusätzliche Schulden wurden einstimmig vom Parlament beschlossen. Am Freitag nächster Woche soll auch der Bundesrat grünes Licht geben, damit der Fonds nach einem parlamentarischen Schnellverfahren starten kann. (dpa/sa)

300 Eintrittskarten für flutgeschädigte Sportvereine

Veröffentlicht: Juni 27, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

Am 8. Juli steigt in Magdeburg das Fußball-Spiel des Sommers: Der 1. FC Magdeburg trifft auf Borussia Dortmund – und MDR SACHSEN-ANHALT bringt Sie ins Stadion. Erzählen Sie uns einfach die Hochwasser-Geschichte Ihres Sportvereins.

Am 8. Juli steigt der Höhepunkt in der Saisonvorbereitung des 1. FC Magdeburg: Dann ist der Champions-League-Finalist Borussia Dortmund in der MDCC-Arena zu Gast. Und mit etwas Glück laden MDR SACHSEN-ANHALT und die Opel-Partner Magdeburg Sie und Ihren Verein dazu ein. Denn wir verschenken insgesamt 300 Tickets an hochwassergeschädigte Vereine aus Sachsen-Anhalt.

Sie wollen Karten für das Spiel gewinnen? So einfach geht’s:

Ihr Sportplatz stand unter Wasser? Ihr Trainingsgelände wurde von den Fluten überspült? Sie stecken bis zum Kopf in den Aufräumarbeiten in ihrer Turnhalle? Oder haben Sie mit Ihrem Verein anderen beim Kampf gegen das Hochwasser geholfen? Dann erzählen Sie uns einfach Ihre Geschichte! Viele Sportvereine in Sachsen Anhalt wurden vom Hochwasser schwer gebeutelt – und wir wollen einigen davon eine kleine sportliche Verschnaufpause gönnen.

Schreiben Sie uns über das Formular unten, warum gerade Sie beim Spiel des Sommers dabei sein sollten, um auf andere Gedanken zu kommen – und vielleicht sind Sie und Ihre Vereinskollegen dann am 8. Juli in Magdeburg tatsächlich im Stadion, wenn der FCM auf den Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund trifft.

 

Herrenkrug: Ein Totalschaden nach dem anderen

Veröffentlicht: Juni 25, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Der Herrenkrug gilt als einer der schönsten Parks der Stadt Magdeburg. Ausgerechnet hier zeigte die Flut ihre hässlichste Seite. In weiten Teilen des Geländes steht noch immer Wasser. Wo es abzog, bleibt ein Grauschleier und vielfach Totalschaden zurück.

Wasser, so weit das Auge reicht. Auch 14 Tage nach der Flut, die den Park meterhoch überschwemmte, hat das Wasser die Parkanlage vor allem an tiefer gelegenen Stellen fest im Griff. Am stärksten noch immer betroffen: Das Gelände, das sich Golf-, Renn- und Reitverein teilen. Wo sonst zu Renntagen Tausende ihre Tippscheine abgeben, steht die Brühe noch knietief – und fängt an zu muffeln. „Wir tun, was wir können, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis das Wasser weg ist“, gibt Johannes Kempmann, Technik-Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg, eine vorsichtige Prognose ab

Derzeit haben die SWM alle verfügbaren Hochleistungspumpen im Einsatz und unterstützen das THW beim Trockenlegen des Herrenkrugs. Am Deich zur Umflut dröhnen deshalb die Motoren. Wulstige Schläuche befördern unter Hochdruck schaumiges Wasser in die Umflut.

Vorführplatz, Startbox und Wetthalle – alles unter Wasser

Ein paar Hundert Meter weiter werden mit jedem Zentimeter sinkenden Wassers die Schäden sichtbarer. Während das Herrenkrug-Hotel bis zum Herbst schließen musste (Volksstimme berichtete), ist für Golf- und Rennverein derzeit völlig unklar, wie es weiter geht. „Das Rennbahngebäude, Heimstätte für mehrere Vereine, steht schon wieder trocken, doch die Schäden gehen in die Zehntausende“, schätzt Johannes Kempmann, selbst Mitglied im Golfklub. Tresenanlagen, Fußbodenheizungen, Sanitäreinrichtungen – alles hinüber, manches schwamm sogar fast an der Zimmerdecke. Draußen vor der Tür steht noch bis zur Schwelle das Wasser. Mittendrin: Vorführplatz, Startbox und Wetthalle des Rennvereins.

300 Meter weiter ebenfalls ein trostloses Bild: Der Sportpark Herrenkrug. Drin stand das Wasser vor 14 Tagen bis 1,80 Meter, draußen steht es jetzt noch knöcheltief. Die Tennisplätze mutieren zum Sumpfgebiet. Traurig schauen sich immer wieder Passanten den Zustand an. Inhaber Jörg Düniß war gestern das erste Mal seit der Flut in seinem Sportpark. Ergebnis der Sichtung: „Ich rechne mit einem Schaden von mehreren Millionen Euro an Gebäude und Inventar. Zum Glück bin ich versichert, aber noch ist unklar, ob und was gezahlt wird.“ Für den Unternehmer, der den Sportpark zu neuer Blüte führte, so etwas wie ein wiedergekehrter Albtraum. 2002 ging er schon einmal in den Fluten unter. Damals als Untermieter von Teilflächen im Sportpark, nun erstmals als Chef des gesamten Areals.

Wenn es machbar ist, soll wieder geöffnet werden

Morgen soll es eine erste Begehung mit einem Versicherungsvertreter geben. Sportparkchef Jörg Düniß will aber nicht aufgeben. „Wenn es irgendwie machbar ist, werden wir wieder öffnen, vermutlich aber nicht mehr in diesem Jahr.“ Seine 18 festangestellten Mitarbeiter sind – wenn die Versicherung zahlt – zumindest finanziell abgesichert. Von seinen 27 Saisonkräften musste er sich notgedrungen trennen. Ausgesetzt sind auch die Verträge mit den 2000 Kunden des Sportparks. Beiträge werden nicht mehr eingezogen.Unterdessen laufen die Pumparbeiten weiter. Nach einem ausgeklügelten System wird das Wasser von einer Senke zur nächsten und dann schließlich übern Deich Richtung Umflut oder Elbe befördert. Besonders bitter: Mit jedem Zentimeter Trockenlegung wird ein Totalschaden nach dem anderen sichtbar.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1098001_Herrenkrug-Ein-Totalschaden-nach-dem-anderen.html

Magdeburgs Oberbürgermeister fordert Konzept gegen Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 25, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

Magdeburgs Oberbürgermeister, Lutz Trümper (SPD), fordert ein Gesamtkonzept gegen Hochwasser von Sachsen bis an die Nordsee. Es müsse über breitere Flächen für die Elbe und neue Schutzmaßnahmen nachgedacht werden, sagte er am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. Dafür sei ein Zusammenwirken des Bundes, der Länder und der Kommunen nötig. Magdeburg sei erst dabei, die entstandenen Schäden der Wirtschaft, aber auch an Straßen, Brücken und Parks sowie von Privatpersonen zu ermitteln. Die Schätzungen machten dreistellige Millionenbeträge aus, sagte Trümper. Die genaue Zahl werde bis zum 30. Juni nicht vorliegen. Bis zu dem Datum sollen die Kommunen ihre Schadensmeldungen eingereicht haben. (dpa/sa)

Quelle: fr-online.de

Aufräumen, ausbessern und – ja – und einfach mal ausschlafen. So sieht derzeit der Tagesablauf der Magdeburger THW-Helfer aus. Nach drei Wochen Dauerkampf gegen das Hochwasser fordert auch die Nachbereitung wie schon der Einsatz selbst alle Kräfte der insgesamt 110 Köpfe starken Truppe

Freitagabend, 19 Uhr. Ein Hof im Encke-Carré dicht an der Beimsiedlung. Während sich viele Magdeburger aufs Wochenende freuen, werkeln in dem Garagenkomplex der ehemaligen Kaserne eine Handvoll THW-Helfer an Maschinen. „Wir machen gerade mal eine Bestandsaufnahme unserer Technik“, sagt THW-Zugführer Falk Lepie im scharfen Schein der Abendsonne. Hinter ihm und seinen THW-Helfern liegen anstrengende Wochen. Groß Rosenburg, Schönebeck, Magdeburg und auch Fischbeck – hier und an vielen anderen hochwassergefährdeten Stellen haben die Magdeburger THWler mitgeholfen, dass die Fluten nicht noch mehr mit sich rissen als ohnehin schon.

„14.000 Einsatzstunden kamen zusammen“, rechnete Lepie aus und nickt, als der Reporter nachfragt. „Ja, es ist der größte Einsatz seit 2002“. Und er hat geschlaucht.

Der Magdeburger THW-Ortsverband ist aber hart im Nehmen und kennt sich aus mit Katastrophenfällen. Vor allem die Fachgruppen „Führung und Kommunikation“ und „Wassergefahren“ zählen zu den Einheiten, die immer wieder bei Notfällen „rausgeworfen“ werden. Bundesweit kommen dann Magdeburger Helfer zum Einsatz. Meist aber nicht so schlagzeilenträchtig wie in diesem Jahr. „Wenn wir irgendwo in Bayern unterwegs sind, dann interessiert das hier zu Hause in der Regel kaum jemand“, sagt Falk Lepie.

Beim Hochwasser dieser Tage war das anders. Der Dauereinsatz am Deich vor der Haustür hat alle Kräfte gefordert, aber auch alles an Freundlichkeit geboten. Lepie nennt Beispiele: „In Cracau kam einfach so eine 80-Jährige auf uns zu und packte aus ihrem Körbchen Kanne, Tassen, Kaffee, Besteck und Kuchen aus und sagte: Jungs, nun haut mal rein.“ Oder die Sache auf dem Werder. Falk Lepie: „Wir waren da im Einsatz. Plötzlich hielt ein Auto an. Der Fahrer leierte die Scheibe herunter und sagte einfach nur: Danke“. Lepie läuft selbst beim Erzählen noch die Gänsehaut den Rücken runter. Das sind die Momente, in denen die Helfer wissen: Wir haben uns für den richtigen Dienst entschieden, auch wenn die Flut nicht immer zu bändigen ist.

Wie aber geht THW? Das THW ist als Bundesbehörde dem Innenministerium unterstellt und eine weitgehend ehrenamtliche schnelle Eingreiftruppe für Katastrophenfälle. Erdrutsche, Regenfälle, Überschwemmungen, Flussverschmutzungen, schwere Unfälle. Das THW kommt immer dann zum Einsatz, wenn schwere Technik gebraucht wird. Bei uns ist alles etwas größer und für den längeren Einsatz ausgelegt, erklärt Lepie

„Länger“ hat’s diesmal gedauert. Drei Wochen kämpften die Helfer gegen die Fluten. Rund 60 Magdeburger THWler waren draußen im Einsatz. „Wir sind froh, über eine schlagkräftige Einheit zu verfügen“, freut sich Falk Lepie. Rund ein halbes Jahr dauert die Grundausbildung zum „Helfer“. Danach geht’s in eine Spezialisierung. Am Ende stehen Einsätze wie beim Hochwasser. Mal 10-mal, mal 30-mal im Jahr, vorhersehbar ist das nicht. Klar ist aber für Zugführer Lepie: „THW kann Hochwasser“. Die Bändigung von Wassermassen ist eines ihrer Spezialgebiete. Mit ihren Booten wurden die Maßnahmen rund um den Deichbruch bei Groß Rosenburg abgesichert. Mit ihrem Können wurden die Schuten für die Deichbruchstelle in Fischbeck fürs kontrollierte Versenken schon in Rothensee vorbereitet.

Und mit ihrer Anleitung wurden Tausende Meter Sandsackwälle korrekt verbaut. Oder auch das: Die überwältigende Hilfsbereitschaft der Magdeburger und anderer Einsatzkräfte nützt nur etwas, wenn sie koordiniert abläuft. Das THW hat mit seiner Führungsgruppe genau an diesem Punkt angesetzt.

Lepie: „Wir haben dafür ausgebildete Leute, die das Chaos beherrschen.“ Selbst Polizei und Zoll greifen regelmäßig auf die Magdeburger Helfer zurück. Wenn Großkontrollen anstehen, legt das Magdeburger THW mit seiner mobilen Führungsstelle die technischen Grundlagen für den Einsatz.

Doch der Einsatz fordert auch seinen Tribut. Bei den Leuten, die einfach ausgepowert sind, bei den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter wieder im Betrieb sehen wollen und bei der technischen Ausrüstung. Auf mehrere 10000 Euro beläuft sich der Schaden an Werkzeugen, Pumpen, Motoren und Fahrzeugen.

„Alles haben wir noch gar nicht gesehen“, sagt Falk Lepie. Tragischerweise sorgt also nun ausgerechnet eine Flut für Ebbe in der Ortsverbandskasse. „Wir werden zwar vom Bundesinnenministerium finanziert. Aber wie das mit einem Etat so ist: Steht plötzlich ein so großer Einsatz mit all seinen Folgen an, ist damit schon im Juni der Jahresetat aufgebraucht“, sagt Falk Lepie und fügt hinzu: „Wir müssen nun zusehen, wie wir die restlichen sechs Monate finanziert bekommen.“

In Gefahr ist beispielsweise die Fahrt der Jugendgruppe zum 20-jährigen Bestehen des Ortsverbandes im Herbst. „Da weiß ich im Moment nicht, wie ich’s bezahlen soll. Das geht eigentlich nur noch über Spenden“, sagt Lepie. Und noch ein Problem gibt es: Käme nächste Woche schon wieder ein Hochwasser, wäre die Ortsgruppe nur gut zur Hälfte einsatzbereit.

Auch um das zu ändern, werkelten die THW-Helfer am Freitagabend in ihrem Stützpunkt. „Aber trotz aller Anstrengung macht es uns Spaß“, versichert Falk Lepie und gesellt sich nach dem Volksstimme-Gespräch wieder zurück zu seinen Jungs an der Garage, die sich eben mal eine Pause gönnen. Die Abendsonne wirft unterdessen lange Schatten.

Kontakt zum THW: Offener Treffpunkt jeden Mittwoch 17-19 Uhr, An der Enckekaserne 7, www.ov-magdeburg.thw.de, Telefon 0391 – 734 84 80 (mittwochs 17-19 Uhr)

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1097424_Zwischen-Gaensehaut-und-Motorschaden-THW-Helfer-haben-nun-selber-Hilfe-noetig.html

Deich bei Heinrichsberg im Landkreis Börde sicher.

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Wie MDR SACHSEN-ANHALT meldet, ist der Deich bei Heinrichsberg im Landkreis Börde sicher. Nach Angaben des Katastrophenstabs besteht dort keine akute Gefahr, 200 Einsatzkräfte sichern den Ort aber weiter mit Sandsäcken. Am späten Mittwochabend hatten Bundeswehrhubschrauber große Sandsäcke abgesetzt, um den Elbe-Deich nördlich von Magdeburg zu sichern. Am Mittwoch hatte sich hier die Deichkrone abgesenkt.

http://www.mdr.de

Offener Brief vom Oberbürgermeister Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

Oberbürgermeister Trümper dankt in einem offenem Brief allen Helfern, die Magdeburg gegen die größte Flut in der Geschichte der Stadt verteidigten. Weit über 7.000 Helfer von Bundeswehr, Feuerwehren, THW und Hilfsorganisationen seien in der kritischsten Phase an der Seite der Magdeburger gewesen. Gleichzeitig bedankte er sich auch bei den Bewohnern der Stadt, die diese Helfe auf beeindruckende Weise unterstützt hätten – etwa durch Kaffee und Kuchen, selbstgeschmierte Brötchen, aber auch durch spontanes Mitanpacken oder durch das Anbieten von Bädern und Duschen.

Zudem kündigte der Politiker an, dass die Schulen am Freitag wieder öffnen werden. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten würden jetzt zügig die Aufräumarbeiten organisiert. Trümper bat die Bewohner allerdings um Verständnis dafür, dass das Abpumpen der Keller und das Einschalten der Stromanlagen nicht überall sofort möglich sei. Experten seien vor Ort, um einzuschätzen, wann Keller ausgepumpt werden könnten, ohne die Statik der Gebäude zu beeinträchtigen.

http://www.mdr.de

Brandenburg stellt Notunterkünfte zur Verfügung

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Brandenburg hilft Sachsen-Anhalt im Kampf gegen die Hochwasserfolgen. Nach Aussage von Regierungschef Platzeck werden in Brandenburg Notunterkünfte für mehr als 1.000 Menschen geschaffen, die ihre überfluteten Häuser im Landkreis Stendal verlassen müssen.

http://www.mz-web.de/hochwasser/hochwasser-in-sachsen-anhalt—liveticker-zum-hochwasser–,20642022,23110778.html#akt-button

Sachsen-Anhalt bittet Brandenburg um Hilfe

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Angesichts der dramatischen Entwicklung in Fischbeck nach einem Deichbruch hilft Brandenburg dem Nachbarland Sachsen-Anhalt. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) habe um Unterstützung bei der Evakuierung gebeten, sagte Brandenburgs Landeschef Matthias Platzeck (SPD) gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

http://www.mz-web.de/hochwasser/hochwasser-in-sachsen-anhalt—liveticker-zum-hochwasser–,20642022,23110778.html#akt-button

Aufräumarbeiten in Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Wie die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag in Magdeburg informiert, ist die Situation in Magdeburg weiter angespannt – in einigen Gebieten haben aber bereits Aufräumarbeiten begonnen.

 

Demnach ist einerseits die Situation an den Deichen weiterhin stabil, kleinere Schadstellen werden sofort repariert. Im Salzlandkreis gibt es jedoch noch kritische Stellen an Deichen, die sich im Falle der Deiche am Elbpolder, in dem auch die ostelbischen Stadtteile und die Ortschaften Pechau und Randau-Caleneberg liegen, auf Magdeburg auswirken könnten. Deshalb kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Die Bewohner dieser Gebiete könnten daher noch nicht in ihre Häuser zurückkehren.

 

Zurückkehren können andererseits die Bewohner aus Rothensee und vom Werder. Die Städtischen Werke (SWM) weisen aber darauf hin, dass die Elektroanlagen von Fachleuten geprüft werden müssen, bevor der Strom wieder angeschaltet werden kann.

Derweil hat auch die Arbeitsgruppe „Hochwassernachsorge Rothensee“ ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll die Aufräumarbeiten vor Ort koordiniert. Das Technische Hilfswerk (THW) und die Feuerwehr sind weiterhin vor Ort. Mehrere Pumpen werden installiert, um das Wasser abzupumpen. Die Arbeiten sollen auch in den Nachtstunden fortgesetzt werden.

 

Die Feuerwehr unterstützt dabei auch das Abpumpen des Wassers aus privaten Häusern. „Die Bewohner werden um Eigeninitiative und Geduld gebeten, denn das Abpumpen kann nur in Abhängigkeit vom Rückgang der Wasserstände erfolgen, um Schäden an den Gebäuden zu vermeiden“, informiert die Magdeburger Stadtverwaltung. Die SWM sind vor Ort und entscheiden, wann der Strom wieder zugeschaltet werden kann.

Auch auf dem Werder und in der Bleckenburgstraße wird das Abpumpen des Wassers vorbereitet.

Das Schleinufer in der Altstadt ist wieder frei. Auch die Freigabe des August-Bebel-Dammes wird vorbereitet, derzeit werden die Sandsäcke von der Straße an die Ränder geräumt, danach wird die Straße gereinigt. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe MVB richten einen Schienenersatzverkehr nach Rothensee ein. Auch am Knoten Faulmannstraße und in Alt Salbke wird die Beräumung der Sandsäcke vorbereitet, damit die Straßen wieder freigegeben werden können.

Für den Pegel Strombrücke werden prognostiziert: 6,50 Meter am Mittwoch, 6,30 Meter am Donnerstag und 6,10 Meter am Freitag. Am Sonnabend könnte einer vorsichtigen Schätzung zufolge der Wert auf 5,90 Meter fallen.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sonderthemen/flut_2013/1090748_Aufraeumarbeiten-in-Magdeburg.html

Rothenseer und Werderaner können zurück

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Die Bewohner der Magdeburger Stadtteile Rothensee und vom Werder können zurück in ihre Wohnungen. Das hat der Katastophenschutzstab am Dienstagvormittag beschlossen. „Die Betroffenen sollten jedoch unbedingt die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) kontaktieren, ob die Stromversorgung in dem jeweiligen Haushalt wieder gewährleistet werden kann“, heißt es in einer Mitteilung der Magdeburger Stadtverwaltung. Die Rufnummern lauten (0391) 587-2050, -2072 und – 2079.

Die Menschen aus Ostelbien können dagegen noch nicht zurückkehren. Grund: Der Druck auf die Deiche sei wegen des Hochwassers noch immer zu groß. Nochmals macht die Magdeburger Stadtverwaltung auf das Betretungsverbot für alle Deichanlagen aufmerksam: „Alle Deiche im Stadtgebiet werden weiterhin rund um die Uhr bewacht. Das Betreten ist streng verboten. Bei Verstößen werden sofort bis zu 400 Euro fällig. Das Ordnungsamt kontrolliert.“

Unterdessen geht der Pegelstand der Elbe in Magdeburg weiter zurück. Er lag um 9 Uhr am Pegel der Magdeburger Strombrücke bei 6,84 Meter. Das allerdings ist immer noch ein Wetr über dem des Jahres 2002, als eine in ihren ausmaßen bis dahin unbekannte Flut die Elbe hianbgerollt war. Die Einsatzkräfte der Deichverteidigung und Gefahrenabwehr in der Landeshauptstadt bekämpfen im Stadtgebiet weiterhin an vielen Stellen das extreme Hochwasser. So wurden in den vergangenen zwölf Stunden erneut einige Sickerstellen an den Deichen bei Pechau und Randau gesichert. Derzeit sind im gesamten Stadtgebiet noch rund 3600 Einsatzkräfte vor Ort.

Wegen der sinkenden Pegelstände des Elbehochwassers tritt in den Hafenbecken des Rothenseer Industriehafens kein Wasser mehr über. Dagegen müssen weiter nördlich am Rothenseer Hansehafen die Uferkanten noch einige Zeit gesichert werden.

Am Vormittag wird das Schleinufer wieder geöffnet, da die Sperrungen nicht mehr notwendig sind.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sonderthemen/flut_2013/1090526_Rothenseer-und-Werderaner-koennen-zurueck.html

Deiche wie Pudding

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Sachsen-Anhalt will den Hochwasserschutz beschleunigen. Es geht um neue und höhere Deiche, um mehr Überflutungsflächen. Eigentümer- und Verbandsrechte könnten beschnitten werden.

Der Elbdeich bei Fischbeck ist gebrochen. Riesige Wassermengen strömen ins Land, Anwohner müssen ihre Häuser verlassen. Der Deich bei Hohengöhren ist weich wie Pudding, niemand gibt mehr Garantien.

Auch der Wall der Umflut um Magdeburg hat einige prekäre Stellen: Bei Pechau steht das Wasser höher als die Deichkrone, nur Sandsäcke verhindern ein Überströmen. Zum Glück ließ der Druck gestern nach. Des einen Glück ist des anderen Unglück: Das Wasser ging in Magdeburg schneller zurück als vorhergesagt, weil bei Klein Rosenburg ein Saaledeich dem Druck nicht mehr standhielt. „Es sind die alten, unsanierten Deiche, die betroffen sind“, sagt Burkhard Henning, Chef des Landesbetriebs für Hochwasserschutz. „Die neuen Deiche halten.“ Jedenfalls bis gestern.

Extremes Wetter, extreme Fluten

Die Hälfte der Deiche an der Elbe wurden seit 2002 saniert. An der Saale ist es erst ein Drittel. Noch am Beginn der Flut hatte Umweltminister Hermann Onko Aeikens stets betont, dass auch die nicht-sanierten Deiche nicht gleich unsicher seien. Das sagte er gestern so nicht mehr. „Eine Flut wie 2002 hätten die alten Deiche wohl auch noch mal ausgehalten – aber wir haben es jetzt mit der schlimmsten Flut seit Menschengedenken zu tun“, sagt jetzt Aeikens.

Bislang galt die 2002er Flut als Maß: Pegelmaximum plus ein Meter drauf – so wurden die Wälle saniert. Reicht das noch? „Wir müssen darüber reden“, meint Aeikens. Ebenso über die Bauverfahren, die oft viel zu lange dauern. „Wir brauchen mehr Überflutungsflächen, wo sich der Fluss ausdehen kann.“ Doch die meisten dieser Projekte stecken in der Planphase fest. Eigentümer, Denkmalschützer, Landwirte – es gibt viele Ein- und Widersprüche. „Ich bin auch für Denkmalschutz“, sagt Aeikens. „Aber wenn ich sehe, dass Leute nach 2002 zum zweiten Mal absaufen, dann bekomme ich dazu ein anderes Verhältnis.“ Die Verfahren sollen beschleunigt werden. „Dann geht es auch um die Beschneidung von Bürger- und Verbandsrechten. Aber die Güterabwägung müssen wir treffen.“

Deichbrüche torpedieren auch andere Schutzaktionen. Beispiel Fischbeck. Da aus dem gebrochenen Damm das Wasser Richtung Havel strömt, müssen die gerade erst geöffneten Polder bei Havelberg wieder geschlossen werden, erklärt Henning. Andernfalls würde das System kollabieren. Die Überflutungsflächen sind eigentlich dazu da, Elbe-Wasser aufzunehmen, das derzeit in die Havel drückt. Die Äcker und Wiesen könnten ein Wassermenge aufnehmen, die doppelt so groß ist wie die Rappbodetalsperre. Damit könnten sie die Flut flussabwärts mildern. Könnten.

Die Zeit drängt, meint Aeikens. Die nächste große Flut komme bestimmt. „Offenbar haben die Klimaforscher recht: Wir müssen mit größeren Wetter-Extremen rechnen.“

1994 erwischte es den Harz. 1999 die Anrainer an der Oder. 2002 Tausende an Elbe und Mulde. Die Elbe-Hochwasser im April 2006 und Januar 2011 reichten fast an die 2002er Pegel heran. Die Flut 2013 übertrifft sie an vielen Orten um mehr als einen halben Meter.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1090290_Deiche-wie-Pudding.html

Eichsfelder helfen in Magdeburg im Hochwassergebiet

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg, Thüringen

Aus dem Eichsfeld sind 39 Kräften von Feuerwehr, DRK und Malteser in der Nähe von Magdeburg im Einsatz. Sie gehören zu den etwa 1000 Kräften, die aus Thüringen am Wochenende alarmiert worden sind.

Eichsfeld/Magdeburg. Diesmal muss alles ganz schnell gehen. Um 16 Uhr hat das Landesverwaltungsamt Thüringen Alarm geschlagen, etwa drei Stunden später die Mitglieder des Eichsfelder Katastrophenschutzes sowie des Sanitäts- und Betreuungszuges Eichsfeld am Samstagabend nach Magdeburg aufgebrochen. Dort spitzt sich in der Nacht zu Sonntag die Lage dramatisch zu, Dämme drohen zu brechen und ein Umspannwerk steht kurz vor der Überflutung. Hunderte Helfer aus allen Teilen der Republik sind in der Nacht nach Magdeburg aufgebrochen. Dort fehlt es so ziemlich an allem – vor allem an Sand und Sandsäcken, um die aufgeweichten Deiche zu sichern.

Sanitätszug muss stundenlang warten

Die Eichsfelder erreichen mit 39 Kräften von DRK, Maltesern und Feuerwehr die Stadt gegen Mitternacht. Während der Sanitätszug zunächst im Bereitstellungsraum auf Order wartet, ist für die Kameraden der Feuerwehr des Einsatzzuges 1 an eine Pause nicht zu denken. Gegen 1 Uhr steuern sie Pechau an, ein kleiner Ort in unmittelbarer Nähe des Bereitstellungsraumes. In den Stunden danach heißt es allerdings: „Warten, warten, warten.“ Kommt ein Einsatz oder muss abgebrochen werden. Erst gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen kommt Bewegung rein, da sind die Eichsfelder allerdings bereits fünf Stunden außerhalb des Bereitsstellungsraumes unterwegs. „Wir sind nach Randau verlegt worden“, schildert Zugführer Manuel Fasse in einem Telefonat mit der TLZ. Dort heißt es allerdings zunächst erneut warten, weil die Sandsäcke zur Neige gegangen sind, Nachschub steht nicht zur Verfügung.

Im Bereitstellungsraum, wo sich alle Einsatzkräfte sammeln, liegen die Nerven unterdessen fast blank. Nicht nur die Eichsfelder Sanitätskräfte warten darauf, zu helfen. Einen Einsatzbefehl aber bekommen sie bis zum Sonntagnachmittag nicht. „Für unseren Sanitäts- und Betreuungszug ist es der erste Einsatz in einem Katastrophenfall“, sagt im TLZ-Gespräch der Eichsfelder DRK-Bereitschaftsleiter Stefan Jankowski, der froh ist, dass sich zahlreiche Eichsfelder Kräfte für diesen Einsatz gefunden und ein Mitglied des Zuges sogar eigens am Samstagnachmittag von seinem Studienort Hamburg angereist ist, um mitzufahren. „Viele haben bei uns als Jugendrotkreuz-Mitglieder angefangen“, erklärt Stefan Jankwoski. In den vergangenen Jahren hätte der Zug zwar den ein oder anderen Einsatz absolviert, sei noch nie vollständig im Katastrophenfalls ausgerückt. Dass es allerdings notwendig ist, eine solche Einsatzgruppe zu haben, zeige der aktuelle Fall Magdeburg.

Bis zum Sonntagnachmittag warten die Sanitäter allerdings weiter darauf, endlich helfen zu können. Die Kameraden der Feuerwehr versuchen unter der Leitung der Berufsfeuerwehr Erfurt unterdessen, den Deich bei Randau zu sichern, was ihnen zumindest bis zum Nachmittag auch gelingt. Ein Teil der Kräfte kommt dann mehr als 16 Stunden nach der Abreise zur Ruhe. Die Verpflegung im Feld, sagt Zugführer Manuel Fasse, sei dabei alles andere als optimal gewesen. Man habe sich allerdings selbst geholfen, so gut es eben ging. Als die Sandsäcke eingetroffen waren, konnte man zumindest am Deich versuchen, diesen zu stabilisieren.

Einsatz könnte Tage dauern

Für den Katschutzzug „Retten“ ist es binnen weniger Tage der zweite Einsatz. Bis Freitag habe man sich eingestellt, sagt der Dingelstädter Wehrführer Ansgar Nolte, der ebenfalls zur Unterstützung mit nach Magdeburg gefahren ist. Wie lange es allerdings dauert, das wird sich wohl erst in den kommenden Tagen entscheiden. „Der zweite Zug des Katastrophenschutzes steht derzeit noch im Eichsfeld“, sagt der Mitarbeiters des Sachgebietes Katastrophenschutz beim Landkreis, Dominik Dietrich, auf TLZ-Nachfrage. Bisher habe es auch keine Abforderung gegeben, erklärt er.

Möglicherweise fährt der Zug allerdings noch zur Ablösung für die bereits in Magdeburg befindlichen Eichsfelder los. „Wir haben uns auf mehrere Tage eingestellt“, sagt Manuel Fasse. Er hatte mit dem Trupp nachmittags noch die Stellung von Randau nach Pechau gewechselt. In dem Ort sind die Bewohner bereits evakuiert. „Wenn hier die Sirene geht, dann müssen auch wir weg“, sagt er 23 Stunden nach der Abfahrt im Feuerwehrzentrum in Wintzingerode. An ein paar Stunden Schlaf am Stück war für die Kameraden der Feuerwehr, die mit Kräften aus Suhl, Sömmerda und Erfurt in Pechau in Bereitschaft sind, bis zum Abend nicht zu denken. Allenfalls mal eine halbe Stunde im Auto sei möglich gewesen, beschreibt der Zugführer.

Quelle: otz.de

 

„Mit den Tagen komme ich etwas durcheinander“, sagt Oliver Tittmann, Einsatzleiter der Duisburger Feuerwehr. Gemeinsam mit rund 150 Kräften aus den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg ist er seit Samstagnacht um 2 Uhr in Magdeburg vor Ort, um gegen das Jahrhundert-Hochwasser anzukämpfen. Hauptaufgabe ist die Sicherung eines Umspannwerkes gegen Wassereinbruch, da bei Ausfall des Werkes die Entwässerungspumpen der Stadt auszufallen drohen. Dann würde auch die Magdeburger Altstadt überflutet werden.

„Umspannwerk kein Problem mehr“

Soweit wird es aber wohl nicht kommen und das ist auch der Verdienst von Tittmann, seines Teams und tausender Helfer, die ganze Arbeit geleistet haben: „Wir haben den Schutzdamm komplett fertiggestellt und noch einmal kontrolliert“, sagt der Einsatzleiter im Gespräch mit unserer Redaktion. „Das Umspannwerk sollte also kein Problem mehr werden.“

Bis Montagmittag waren die Duisburger nahezu im Dauereinsatz. Rund 50.000 Sandsäcke und 100 sogenannte „Big Bags“, größere, mit Kies befüllte Säcke, wurden verbaut. „Der Kies wurde von der Bundeswehr aus einem nahe gelegenem Kieswerk in die großen Säcke gefüllt und dann mit 18 Fahrzeugen zum Einsatzort gebracht“, erzählt Tittmann. Rund 1000 Helfer waren nach Schätzungen des Einsatzleiters am Bau des etwa 4,5 Kilometer langen Deiches beteiligt. Zeit zum Verschnaufen gab es aber erst, als der massive Schutzwall fertiggestellt war. „Wir sind jetzt in Alarmbereitschaft, können also jederzeit angefordert werden, wenn Hilfe benötigt wird“, sagt Tittmann. Zudem ist die Hochleistungspumpe (kurz HFS), die die Duisburger mitgebracht hatten, weiter im Dauereinsatz. Mit ihr können große Mengen an Wasser gefördert und abgepumpt werden. Auch der von der Duisburger Feuerwehr errichtete Bereitstellungsraum ist rund um die Uhr besetzt.

Zeltlager im Freibad

Hoffen lässt indes auch der sinkende Pegelstand. „Das Wasser geht um etwa zwei Zentimeter pro Stunde zurück“ erklärt Tittmann. „Das gibt uns die Gelegenheit jetzt mal zu duschen, zu essen oder zu schlafen.“ Untergebracht ist die Truppe im Freibad Ovelstedt, wo ein Zeltlager errichtet wurde. „Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiter des Freibads, die sofort bereit waren, uns aufzunehmen“, sagt Tittmann. „Sie stehen jederzeit, auch in der Nacht, für uns parat und unterstützen uns mit einer freundlichen Selbstverständlichkeit.“

Begeistert ist der Einsatzleiter auch von den vielen, zum Großteil ehrenamtlichen Helfern und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. „Das ist hier dramatisch. Für viele Leute geht es um ihr Hab und Gut, um ihr Überleben. Und trotzdem ist jeder unglaublich hilfreich und freundlich. Das ist alles hoch emotional und ganz toll, was hier geleistet wird.“ Es werde Kuchen verteilt, Getränke ausgeschenkt und sogar für Sonnenmilch sei gesorgt. Ein Schnellrestaurant liefere den hungrigen Helfern zudem 200 Burger aus. „So absurd das klingt, aber so macht die Arbeit hier auch einfach Spaß“, sagt Tittmann.

Bis Freitag eingeplant

Noch bis kommenden Freitag sind die Einsatzkräfte aus Duisburg im Kampf gegen das Hochwasser eingeplant. Ob sie auch weiterhin am Umspannwerk eingesetzt werden, steht nicht fest. „Diese Entscheidung treffen wir nicht, das ist Sache des Innenministeriums. Aber wenn Hilfe benötigt wird, sind wir da“, verspricht Tittmann. Bis dahin darf auch jeder mal ein oder zwei Augen zudrücken. Sie haben es verdient.

http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/hochwasser-was-hier-passiert-ist-unglaublich-1.3457177

Magdeburg kämpft um Umspannwerk

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Das Hochwasser der Elbe wandert unaufhörlich weiter. Vor allem Sachsen-Anhalt ist derzeit betroffen. In Magdeburg bedroht die Flut ein Umspannwerk, die Stromversorung für die eine Abwasser-Pumpstation liefert.

Auch Norddeutschland bereitet sich auf das Schlimmste vor.

Die Flutwelle der Elbe bewegt sich weiter Richtung Norden und bricht dabei immer neue Rekorde. In Magdeburg stieg der Pegelstand am Sonntag auf die historische Höchstmarke von 7,46 Metern. Am frühen Montagmorgen entspannte sich die Lage in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt minimal, die Pegel zeigten 7,24 Meter an. Im Landkreis Stendal brach allerdings ein Deich. Mehr als 1000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

In Magdeburg war weiterhin ein Umspannwerk von den Wassermassen bedroht.

Die Anlage im Stadtteil Rothensese ist für die Stromversorgung einer Pumpstation, die das Abwasser der Stadt in eine nahe gelegene Kläranlage befördert, von entscheidender Bedeutung. „Man tut alles, um das Umspannwerk trocken zu halten“, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs der Landesregierung. Der Druck auf die Deiche sei aber weiterhin enorm.

Im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt brach gegen Mitternacht ein Deich auf einer Länge von rund 50 Metern. Nach Angaben des Krisenstabs mussten mehr als 1400 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die Lage war in der Nacht jedoch teils unübersichtlich.

Auch in Brandenburg spitzte sich die Lage wegen des Deichbruchs zu. Am Montagmorgen sollten rund 450 Feuerwehrleute und Soldaten der Bundeswehr damit beginnen, in Nähe der Landesgrenze einen Notdeich zu errichten. Damit soll verhindert werden, dass die Wassermassen in die Havel fließen können. „Da werden wir in der Früh alle Kräfte reinwerfen müssen“, sagte ein Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement. Menschen seien dort aber noch nicht gefährdet.

Unterdessen steigen auch die Pegelstände der Elbe in Brandenburg unaufhörlich. In Wittenberge erreichte der Fluss am Sonntagnachmittag einen historischen Höchststand von 7,85 Metern. Am Montag wird ein Wasserstand von 8 Metern erwartet, bis Dienstag sollen es 8,20 Meter sein – so viel wie nie zuvor. 2002 bei der Jahrhundertflut wurde am Pegel in Wittenberge ein Wert von 7,34 erreicht.

Niedersachsen erwartet den Hochwasser-Scheitel der Elbe ebenfalls noch. In Schnackenburg und Hitzacker wurden schon am Sonntag neue Rekordwerte erreicht. Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker wurde bis Sonntagabend evakuiert, rund 280 Anwohner verließen ihre Wohnungen. Dort und in anderen Gemeinden fällt wegen des Hochwassers am Montag an zahlreichen Schulen der Unterricht aus.

Auch in Schleswig-Holstein bereiten sich die Menschen auf den Scheitelpunkt des Elbe-Hochwassers vor. Bis Montagfrüh sollte die hochwassergefährdete Unterstadt von Lauenburg geräumt werden. Nach offiziellen Angaben hatten bereits am Sonntag viele der rund 400 betroffenen Anwohner das Gebiet verlassen.

Die Behörden haben den erwarteten Höchststand am Sonntag noch einmal um fünf Zentimeter nach oben korrigiert. Am Donnerstag soll der Pegel in Hohnstorf (Landkreis Lüneburg) auf der anderen Elbeseite von Lauenburg bei 10,15 Meter stehen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf waren 9,88 Meter.

Die neuerlichen Überschwemmungen in Sachsen-Anhalt wirkten sich auch auf den Bahnverkehr aus: Auf der Strecke Hannover – Berlin wurde in der Nacht die Eisenbahn-Elbebrücke bei Hämerten (Landkreis Stendal) gesperrt. ICE- und IC-Verbindungen sind davon betroffen, nach Angaben der Deutschen Bahn sind mögliche Verzögerungen und Verspätungen allerdings noch nicht vorauszusehen.

Die Grünen fordern indessen als Konsequenz aus dem Jahrhunderthochwasser die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen entlang der Flüsse als Überschwemmungsgebiete. „Die Massenevakuierungen von Zehntausenden in Magdeburg zeigen: Immer neue Jahrhunderthochwasser können wir nicht nur mit Deichbauten bekämpfen. Wir benötigen mehr Raum für unsere Flüsse“, sagte Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin der „Passauer Neuen Presse“.

URL: http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/magdeburg-kaempft-

um-umspannwerk-1.3456608

Der Nervenkrieg von Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

 

Der Elbpegel in Magdeburg sinkt, Grund sind mehrere Dammbrüche. Doch die Gefahr in der Stadt ist längst nicht vorüber: Im Lagezentrum der Bundeswehr blickt man mit Sorge auf die Deiche.

Niemand hatte damit gerechnet, dass das Wasser der Elbe in Magdeburg so schnell so hoch steigen würde. 7,46 Meter. Rekord. Seit Sonntagnacht geht der Pegel nun zurück, am Montagmorgen war er schon auf 7,13 Meter gesunken. Diesen Unterschied sehen die Menschen auf den Straßen deutlich, die Erleichterung ist spürbar. Das Schlimmste, so scheint es vielen, sei überstanden.

Doch wer das Lagezentrum des Landeskommandos Sachsen-Anhalt der Bundeswehr besucht, bekommt ein anderes Bild. Es verbirgt sich in einem unscheinbaren, vierstöckigen Kastenbau in Magdeburg, im vierten Stock haben sie den militärischen Krisenstab eingerichtet: ein Raum mit sehr vielen Landkarten, Rechnern, Telefonen. Fünf Mann arbeiten hier pro 12-Stunden-Schicht.

Die Stimmung im Raum steht in krassem Gegensatz zur Situation an den Fronten der Flut. Draußen an den Deichen schreien Vorgesetzte ihre Befehle heraus, Soldaten und Helfer schmeißen sich Zehn-Kilo-Sandsäcke zu, Schweiß fließt. Drinnen im Lagezentrum geht es ruhig zu: Die Soldaten besprechen sachlich die aktuellsten Meldungen. Die Gespräche, die Telefonate, die Computerarbeit – alles läuft ohne Hektik.

Die Soldaten sitzen an Schreibtischen in U-Form, sie alle haben freien Blick auf das Zentrum der Krise: eine riesige Landkarte des Landes, vom Fußboden bis unter die Decke gespannt, darüber eine Folie gelegt, auf der jederzeit die neuesten Entwicklungen eingetragen werden können.

Gefahr im Norden – und Magdeburg

Wann wurde im Burgenlandkreis Katastrophenalarm ausgelöst (3. Juni, 16 Uhr)? Wann wurde er wieder aufgehoben (8. Juni, 9.45 Uhr)? Welche Einheit ist wo im Einsatz?

Durch diesen Überblick kann Schichtführer Bertram Schuster die Lage einschätzen. Er weiß, dass es im Land weit mehr Wasser gab als 2002. Er weiß auch, dass der Elbpegel in Magdeburg binnen Stunden um 25 Zentimeter zurückgegangen ist – und dass dies auch Entwarnung für das bedrohte Umspannwerk im Stadtteil Rothensee bedeutet. Hier war die Stromversorgung für 30.000 Haushalte in Gefahr.

Die Beruhigung in Magdeburg liege aber nur daran, dass in Groß-Rosenburg und bei Fischbeck Deiche gebrochen seien, sagt Schuster. Die Bundeswehr verlegt weitere Kräfte in die Region im Landkreis Stendal, Tausende Menschen mussten dort in Sicherheit gebracht werden. Der Krisenstab der Landesregierung hat die Führung für das Katastrophengebiet übernommen. Insgesamt sind von den Evakuierungen in Sachsen-Anhalt mittlerweile rund 38.000 Menschen betroffen.

Deichverteidigung, Evakuierung, Aufräumarbeiten

Auch in Magdeburg sei die Gefahr noch längst nicht vorüber, sagt Schuster: Die Wassermassen würden noch tagelang auf die Deiche drücken und diese gefährden. Die Schutzwälle seien teilweise „wie Pudding“: Selbst wenn nur zwei Personen diese betreten würden, könne das eine Katastrophe auslösen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper kündigte an, Magdeburg bleibe auch in den kommenden Tagen „eine Stadt im Ausnahmezustand“.

Seine Informationen bekommt der militärische Krisenstab in Magdeburg von aktiven Reservisten in den jeweiligen Krisenstäben der einzelnen Landkreise. Sie berichten, in welchen Teilen des Landes welche Mittel benötigt werden: Hubschrauber, Transporter für Sandsäcke, Personal. Pro Tag laufen hier bis zu 60 Anträge ein, per Mail, Fax oder Telefon. In Berlin fällt dann die Entscheidung, welcher befürwortet wird.

Zu Beginn der Hochwasserkrise in Sachsen-Anhalt seien die rund 9000 Soldaten im Land vor allem mit der Deichverteidigung beauftragt worden, sagt Schuster. Während der besonders kritischen Phase kämen dann verstärkt Anfragen zur Unterstützung der Evakuierung – denn in einige der überfluteten Gebiete kommt man im Zweifelsfall nur noch mit Spezialfahrzeugen. Wenn das Hochwasser abnimmt, helfe die Bundeswehr vor allem bei der Beseitigung von gefährlichen Gütern, die mitgeschwemmt wurden, beispielsweise Stahlträgern oder Öltanks.

Man sei hier bestens vorbereitet, so der Schichtführer, es sei klar gewesen, dass die Flut kommt. „Aber mit diesen extremen Pegelständen hat niemand gerechnet. Das ist eine Intensität, die wir nicht kannten.“ Wie es nun weitergeht? Die Scheitelwelle bewegt sich nach Niedersachsen, dort und in Schleswig-Holstein wird sie ab Mitte der Woche erwartet. „Aber wie hoch die in Hamburg noch ist“, sagt Schuster, „das ist Kaffeesatzleserei.“

http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-magdeburg-der-pegel-sinkt-deiche-unter-druck-a-904826.html

Umspannwerk Magdeburg-Rothensee gesichert

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Das Umspannwerk im Magdeburger Stadtteil Rothensee, das 30.000 Haushalte und eine Pumpstation mit Strom versorgt, sei gesichert, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. „Wir haben einen sinkenden Pegelstand, der auch unmittelbaren Einfluss auf das Umspannwerk hat.“ Die Soldaten seien momentan Herr der Lage. Nach Angaben des Sprechers ist die Bundeswehr mit 1500 Soldaten in der Landeshauptstadt Magdeburg im Einsatz, im gesamten Bundesland Sachsen-Anhalt seien es 9000.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Hochwasser-Lage in Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Die Hochwasser-Lage in Magdeburg hat sich in der Nacht zum Montag leicht entspannt. Ein Umspannwerk im Stadtteil Rothensee, das 30.000 Haushalte und eine Pumpstation mit Strom versorgt, sei gesichert, sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag im ZDF-Morgenmagazin. „Wir haben einen sinkenden Pegelstand, der auch unmittelbaren Einfluss auf das Umspannwerk hat.“ Die Soldaten seien momentan Herr der Lage. Nach Angaben des Sprechers ist die Bundeswehr mit 1500 Soldaten in der Landeshauptstadt Magdeburg im Einsatz, im gesamten Bundesland Sachsen-Anhalt seien es 9000.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Magdeburg bringt 23.000 Einwohner in Sicherheit

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Das Rekordhochwasser der Elbe trifft Magdeburg stärker als erwartet. Mehrere Stadtteile im Norden und Osten mussten geräumt werden. Auch die Stromversorgung ist bedroht. Der Druck auf die Deiche wird immer größer.

 

Das Hochwasser der Elbe hat Magdeburg noch wesentlich stärker getroffen als befürchtet und überflutete allmählich Teile der Stadt. Die Pegel stiegen am Sonntag auf historische Rekordstände. Die Bundeswehr versuchte mit 700 Soldaten, das Umspannwerk im Stadtteil Rothensee und damit die Stromversorgung in Betrieb zu halten. Rund 23.000 Bewohner in östlichen Stadtteilen wurden am Sonntagnachmittag aufgefordert, vorsorglich ihre Wohnungen zu verlassen. Betroffen sind rund zehn Prozent der Bevölkerung Magdeburgs.

Am Sonntag lag der Pegelstand an der Strombrücke in der Innenstadt von Magdeburg bei rund 7,45 Meter. Das sind 25 Zentimeter mehr als erwartet und rund 70 Zentimeter höher als beim Jahrhunderthochwasser 2002. Experten gingen von einem weiteren Anstieg um fünf bis zehn Zentimeter bis zum Abend aus.

Der Stadtteil Rothensee war zuvor bereits wegen des eindringenden Wassers geräumt worden. Davon waren 3000 Bewohner betroffen. Die Bundeswehr brachte einige Menschen noch mit Transportpanzern in Sicherheit und errichtete rund um das Umspannwerk einen Deich. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) bat die Bürger, den Aufforderungen zur Räumung von einzelnen Stadtteilen Folge zu leisten. „Wir müssen auf alles gefasst sein“, schrieb er in einem offenen Brief. Auch der Stadtteil Werder, der auf einer Insel in der Elbe liegt, war schwer von dem Hochwasser getroffen. Die Pumpen liefen dort auf Hochtouren.

In den Stadtteilen im Osten der Stadt hofften die Menschen, dass Deiche an einem Umflutungskanal halten und das Hochwasser nicht über die Kanalisation eindringt. Die Stadt richtete Notquartiere ein, zahlreiche Straßen waren gesperrt, Straßenbahnlinien eingestellt.

Am Sonntagnachmittag drohten Unbekannte zudem Anschläge auf Deiche an. Der Krisenstab der Landesregierung in Sachsen-Anhalt bestätigte die Existenz entsprechender Schreiben. Darin werde angekündigt, Dämme und Deiche in Sachsen-Anhalt mit dem Ziel beschädigen zu wollen, bundesweit Menschen zu schaden. „Wir nehmen das in der jetzigen Situation ernst“, sagte Landesinnenminister Holger Stahlknecht im MDR. Die Deiche würden aus der Luft und am Boden stärker überwacht. Die Drohung stammt demnach von einer Gruppe, die sich „Germanophobe Flutbrigade“ nennt.

Flut rollt in Richtung Norden

Die gewaltige Flutwelle rollt nun auf Brandenburg und Norddeutschland zu. An mehreren Orten entlang der Elbe in Niedersachsen bereiten sich die Einsatzkräfte auf die für Dienstag und Mittwoch erwarteten Rekordwasserstände vor, nachdem die Wassermassen in der Nacht stärker zugenommen hatten als erwartet. Zur Entlastung der Hochwasserregion rund um Wittenberge in Nordbrandenburg werden Polder an der Havel geflutet. Stück für Stück werden die Wehre ähnlich wie Garagentore heruntergelassen, dadurch fließe das Wasser der höher liegenden Elbe in die Havel, erläuterte Kurt Augustin, Abteilungsleiter Wasser beim Landesumweltministerium. Die Flächen liegen etwa 30 Kilometer vor Wittenberge bei Neuwerben.

In Lauenburg an der Elbe haben die Bewohner der hochwassergefährdeten Unterstadt ihre Häuser verlassen. Einsatzteams aus Polizei, Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Seelsorgern gingen von Haus zu Haus, um Hilfe anzubieten. Ältere oder gehbehinderte Bürger wurden mit Pendelbussen zu einer Sporthalle gebracht. Von den gut 400 betroffenen Bewohnern hätten viele jedoch den gefährdeten Bereich bereits verlassen, sagte der für die Evakuierung zuständige Abschnittsleiter des DRK, Stefan Behrens. Der Krisenstab hatte am Sonnabend beschlossen, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/hochwasser-in-deutschland-magdeburg-evakuiert-einwohner-1.1691816

Ost-Magdeburg wird komplett geräumt

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Das Rekordhochwasser der Elbe hat die Lage in Sachsen-Anhalt dramatisch zugespitzt. 23.000 Einwohner der Landeshauptstadt Magdeburg wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Im besonders bedrohten Stadtteil Rothensee gab es Zwangsevakuierungen. Am Samstagabend waren dort bereits 3000 Anwohner evakuiert worden. Betroffen sind auch Menschen in den Ortschaften Pechau und Randau-Calenberge sowie allen ostelbischen Stadtteilen.

Die Lage in Magdeburg ist besonders kritisch, weil sich laut Hochwasserzentrale der Scheitel des Elbehochwassers über eine Länge von 40 Kilometern erstreckte. Dies sei der längste jemals in Deutschland gemessene Hochwasserscheitel. Die Deiche würden dadurch mehrere Tage belastet.

Pegel sinkt leicht

Am späten Nachmittag sank der Pegel in Magdeburg um rund zwei Zentimeter, wie das Landesamt für Hochwasserschutz mitteilte. Für Prognosen sei es aber noch zu früh. Der Leiter des Katastrophenstabes der Stadt, Holger Platz, sagte: „Ich denke, es spricht auch einiges dafür, dass wir jetzt den Scheitel erreicht haben.“ Dies sei aber noch kein Befreiungsschlag. Deiche könnten auch bei sinkenden Pegelständen noch brechen. „Man kann keine Entwarnung geben, noch nicht.“

Am Mittag stand die Elbe in Magdeburg noch bei 7,50 Meter. Bei dem verheerenden Hochwasser 2002 lag der höchste Pegelstand bei 6,72 Meter. Am Vormittag war es zudem zu zwei Deichbrüchen außerhalb der Stadt gekommen.

http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_63774670/hochwasser-2013-weitere-stadtteile-von-magdeburg-werden-geraeumt.html

Prognosen für Magdeburg haben Auswirkungen

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Die neuen Prognosen für Magdeburg haben Auswirkungen auf Schleswig-Holstein: In Lauenburg an der Elbe beginnt am Mittag die Evakuierung gefährdeter Bereiche. Am Donnerstag wird bei Lauenburg ein Wasserstand von 10,10 Metern erwartet. Dem Landrat zufolge stünden dann die tief gelegenen Teile der Stadt mehr als einen Meter hoch unter Wasser.

http://www.mdr.de/nachrichten/schaeden-durch-dauerregen120.html

Hochwassereinsatz in Schönebeck (Elbe

Veröffentlicht: Juni 8, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Helfer aus NRW arbeiten ebenfalls fieberhaft. Drei Feuerwehrmänner aus Ratingen bestücken derzeit die Sandsackfüllanlage des Kreises Mettmann im Hochwassereinsatz in Schönebeck (Elbe) südlich von Magdeburg. Die Situation ist sehr angespannt, weiterhin werden große Mengen Sandsäcke gefüllt. Die Säcke werden dann mit LKW, Transportern, etwaigen Anhängern und sogar mit Linienbussen und Hubschraubern an ihre Einsatzorte gebracht.

http://www.rp-online.de

Magdeburg 8.6.13

Veröffentlicht: Juni 8, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

+++ 9.12 Uhr: In Magdeburg hat sich die Hochwasserlage an der Elbe am Samstagmorgen weiter zugespitzt. Nach Angaben der Stadt hat das Wasser an der Strombrücke inzwischen eine Höhe von 7,30 Metern erreicht. Vor allem in Magdeburg-Werder ist die Lage kritisch. An der Zollstraße drücken die Fluten gegen die Ufermauer, auch der Grundwasserstand bereitet hier Probleme. Ein Altenpflegeheim wurde bereits evakuiert. Nach Angaben eines Sprechers müssen sich auch die restlichen Bewohner in dem Bereich darauf einstellen, ihre Häuser zu verlassen. Sie würden aber rechtzeitig informiert. In einigen Straßen musste auch die Elektrizität abgestellt werden

http://www.rp-online.de

Magdeburg 8.6. 2013

Veröffentlicht: Juni 8, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

07.00 Uhr: Der Pegel der Elbe in Magdeburg steigt weiter. Am Morgen werden 7,29 Meter gemessen. Beim Hochwasser 2002 war ein Höchststand von 6,72 Metern erreicht worden. Üblich sind für den Fluss in Magdeburg knapp zwei Meter. In der Zollstraße auf dem Werder gewinnt die Lage stündlich an Dramatik. Dort drückt das Wasser der Elbe gegen die Ufermauer. Auch Grundwasser steigt vermehrt auf. Die Helfer evakuieren ein Altenheim in der Uferzone der Stadt.

02.10 Uhr: Der Sportplatz von Pechau außerhalb Magdeburgs wurde zum Retter-Stützpunkt umfunktioniert. Große Sandmengen werden angeliefert, unter Flutlicht arbeiten Bagger und Kipper, um das Material Richtung Damm zu bringen. Helikopter sind im Einsatz, sie werfen aus der Luft Big-Packs in den schwächelnden Damm. Es geht hier um die Rettung Magdeburgs. Nur wenn an dieser Stelle der Umflutkanal gesichert wird, bleibt der große, ostelbische Stadtteil Cracau trocken. Pechau, gut 500 Einwohner, sonst in der Nacht wohl sehr still, dunkel und ruhig, ist zum beleuchteten und belebten Zentrum der Krise geworden. Kolonnen von Wagen der Feuerwehr, des THW, der Wasserwacht und des Roten Kreuzes parken hier, Blaulicht kreist, Funkgeräte knacken. Die Bundeswehr hat Soldaten in Bussen in den Vorort gebracht. Der Einsatz dauert die ganze Nacht an, Entspannung ist nicht in Sicht, der Pegel der Elbe steigt weiter – obwohl er längst Rekordhöhe hat.

 

http://www.focus.de/

Pegelstand der Elbe in Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 7, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

+++7.28 Uhr: Der Pegelstand der Elbe hat in Magdeburg die Marke des Hochwassers von 2002 überstiegen. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der Höchststand von 6,72 Metern beim damaligen Jahrhunderthochwasser am Donnerstagabend überschritten. Inzwischen liegt er bei 6,97 Metern. Er soll weiter steigen. Der Scheitel wird erst für Sonntag erwartet. Normal sind für die Elbe in Magdeburg knapp 2 Meter.

Quelle: http://www.rp-online.de

Hannovers Helfer bleiben länger in Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 6, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Die Hochwasserhelfer aus Hannover werden deutlich länger in Magdeburg bleiben als zunächst angenommen. Der Einsatz wird voraussichtlich noch eine ganze Woche andauern.

„Wir werden vermutlich bis zum Ende kommender Woche im Einsatz bleiben“, sagte am Donnerstag Einsatzleiter Dieter Rohrberg. Grund dafür ist das späte Eintreffen des Scheitelpunkts der Elbe. Die größte Flutwelle wird laut neuesten Prognosen wohl erst am Sonntag oder Montag eintreffen. „Es kann sein, dass die Hochwasserlage dann bis zu fünf Tage benötigt, um abzuklingen“, sagte Rohrberg. So lange müssten die Helfer vor Ort bleiben.

Zusammen mit seinem Stab koordiniert Rohrberg derzeit rund 800 Helfer aus Berlin, Wolfsburg, Braunschweig, dem Landkreis Goslar und Hannover. Die rund 130 Einsatzkräfte von den Feuerwehren aus Stadt und Region Hannover waren am Dienstagmorgen um 8 Uhr die ersten an der Einsatzzentrale auf dem Magdeburger Messegelände, von wo aus der nördliche Teil der Stadt gesichert wird.

Seit Einsatzbeginn ist das Kontingent der Helfer stetig angewachsen. „Wir haben innerhalb von zwei Tagen alle wesentlichen Aufgaben bewältigen können“, sagte der Einsatzleiter. 70.000 Sandsäcke wurden ebenso in Deichen verbaut wie 5000 so genannte Big Bags – riesige Sandsäcke, die pro Stück jeweils eine Tonne wiegen.

„Am Freitagabend werden wir die Einsatzkräfte austauschen“, kündigte Rohrberg an. Wegen der hohen Arbeitsbelastung könnten die Helfer nur im Schichtbetrieb arbeiten. Außerdem bestehen die Hilfskräfte zu rund 80 Prozent aus ehrenamtlichen Helfern, sagte Rohrberg. Diese müssten sich in vielen Fällen wieder bei ihren Arbeitgebern melden.

 

http://www.haz.de/Nachrichten