Archiv für die Kategorie ‘Kreis Lüneburg’

Das Hochwasser im Juni 2013 hat bei vielen Gastwirten und Hoteliers an der Elbe zu drastischen wirtschaftlichen Einbußen geführt: Übernachtungsgäste stornierten ihren Sommerurlaub, viele Radtouristen und Wanderer mieden die Gegenden entlang der Elbe. Davon betroffen ist auch das Landhaus Elbufer in Gülstorf in der Gemeinde Amt Neuhaus, das sich mit seiner barrierefreien Einrichtung besonders auf Gäste mit Behinderungen eingestellt hat. Die Ochtmisser Firma Behne Entsorgungssysteme (BES) unterstützte das Landhaus jetzt mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. BES-Inhaber Jürgen Behne überreichte die Spende am Samstag, 26. Oktober, an Thomas Stock, den Geschäftsführer des Landhauses Elbufer.

Mit dabei war auch Landrat Manfred Nahrstedt, der sich über die großzügige Geste freut: „Der Hochwasser-Aufbauhilfefonds des Bundes enthält keinerlei Mittel für rein wirtschaftliche Einbußen durch Übernachtungs-Stornierungen“, so Nahrstedt. „Damit erhalten auch die Übernachtungsanbieter an der Elbe im Landkreis Lüneburg von staatlicher Seite keine Entschädigungen für den Gästemangel in diesem Sommer. Umso mehr ist es zu begrüßen, wenn private Initiativen die Hotels und Pensionen an der Elbe mit einem speziellen Angebot – wie dem des Landhauses Elbufer – unterstützen.“

Die Firma BES ist langjähriger Sponsor der Ochtmisser Sportvereine und sponsert seit 2011 den Jürgen Behne Cup, der in diesem Jahr wegen der Baumaßnahmen am Sportpark Ochtmissen nicht stattfinden konnte. Ochtmissens Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz hatte daher die Idee, stattdessen dem Landhaus Elbufer eine Spende zukommen zu lassen, das in seine behindertengerechte Einrichtung viel investiert hat und daher vom Hochwasser stark betroffen ist.

Quelle: lueneburg.de

Manöverkritik nach Hochwasser

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg

Lüneburg/Hohnstorf. Die Nachwehen des Rekord-Hochwassers sind noch zu spüren: Für rund 570 000 Euro hat der Artlenburger Deichverband eine 80 Meter lange Spundwand am Hohnstorfer Deich einbringen lassen, die bis zu zwölf Meter tief ins Erdreich geht. Wegen der Bauarbeiten, die voraussichtlich noch mindestens bis Ende November andauern sollen, ist der Wohnmobilstellplatz in Hohnstorf/Elbe nicht nutzbar. Während der Artlenburger Deichverband auch unter den Eindrücken des Juni-Hochwassers an der Elbe eine Baustelle nach der anderen abarbeitet, betreibt der Landkreis Lüneburg seit Wochen Manöverkritik zum vergangenen Katastrophenmanagement während der Elbe-Flut.

Zuletzt trafen sich Landkreisvertreter in großer Runde mit Verantwortlichen von Deich- und Hilfsverbänden über Polizei und Bundeswehr bis zu Landesbehörden in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck. Nur die Gemeindebürgermeister waren nicht eingeladen. Etwas beizutragen hat beispielsweise Hohnstorfs Bürgermeister André Feit (CDU) dennoch, er sagt auf LZ-Nachfrage: “Dadurch, dass Bleckedes Bürgermeister Jens Böther und Scharnebecks Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn die ersten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr mit dem Deichverband selber in die Hand genommen hatten, fühlten wir uns vor Ort gut aufgehoben.” Der Landkreisführung wirft er hingegen “Dickfälligkeit” vor.

“Diesen Schuh ziehe ich mir nicht an”, sagt Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) zum Vorhalt, zu spät den Katastrophenalarm wegen des drohenden Jahrhunderthochwassers ausgelöst zu haben. Das war am Morgen des 5. Juni: Da waren bereits Feuerwehren aus anderen Teilen Niedersachsens auf der Durchfahrt in den Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg, der einen Tag früher um Hilfe gerufen hatte. Nahrstedt: “Aber Lüchow-Dannenberg ist auch Oberlieger und wir haben darauf geachtet, was die machen und haben keine 15 Stunden später ebenfalls den Alarm ausgelöst – und damit rechtzeitig.” Und: “Alle Helfer haben einen tollen Job gemacht und haben bis zur Erschöpfung gekämpft.”

Solche und andere Diskussionen rund um die Bewältigung der Hochwasserkrise des Landkreises führt Nahrstedt in den vergangenen Wochen häufiger – und das wird auch weiterhin so bleiben. Gesprächsrunden gab es bereits mit der Polizeidirektion, mit Feuerwehren, hauptamtlichen Bürgermeistern und eben zuletzt in großer Runde in Scharnebeck. Nahrstedt: “Wir wollen aufarbeiten, was die einzelnen Teilnehmer gut fanden, und feststellen, wo wir noch besser werden können.”

Verbesserungsbedarf gibt es aus Sicht von Lüneburg Kreisbrandmeister Torsten Hensel bei der Kommunikation: “Es hakte etwas zwischen den Einsatzabschnitten und der Technischen Einsatzleitung, kurz TEL, aber auch zwischen dem Stab des Landkreises und der Polizeidirektion.” Und auch die personelle Besetzung der TEL sei aus heutiger Sicht für den Schichtdienst mit weniger als 40 Leuten zu dünn besetzt gewesen. Hensel: “Wir brauchen einen größeren Personalstamm, 60 Leute wären wünschenswert. Wir sind auf der Suche.”

Manch andere Lehre wurde bereits gezogen, neben der Einlagerung übriggebliebener Sandsäcke sollen laut Landrat Nahrstedt etwa Geräte angeschafft werden, die das Abfüllen von Sandsäcken per Hand erleichtern sollen.

Und die Manöverkritik geht schrittweise noch bis Mitte Januar weiter: Zunächst will sich die Lüneburger Kreisspitze am 5. November mit den Bürgermeistern an der Elbe im Landkreis zusammensetzen. Und Mitte November folgt dann ein Treffen der länderübergreifenden “Kommunalen Arbeitsgemeinschaft” mit den Landräten der Elb-Anrainer von Harburg über Lüneburg und Ludwigslust-Parchim bis Prignitz. Dort sollen laut Landrat Nahrstedt auch die Themen Deicherhöhung und Schaffung von Überflutungsflächen besprochen werden.

Quelle: landeszeitung.de

Lehre aus dem Hochwasser: Bäume müssen weg

Veröffentlicht: September 25, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Kreis Lüneburg

Es ist ein alter Streit zwischen Naturschützern, Landwirten und Behörden: Die Verbuschung an den Ufern von Flüssen. Auch im Elbvorland im Landkreis Lüneburg wird seit Jahren darüber gestritten. Während die einen die natürliche Vegetation in der Elbtalaue erhalten wollen, warnen die anderen vor den Gefahren des Hochwassers. Seit diesem Sommer aber hat sich etwas verändert. Und jetzt werden Konsequenzen gezogen. Denn die Ausmaße des Elbehochwassers haben Spuren hinterlassen, sagt Klaus-Jürgen Steinhoff von der Biosphärenreservatsverwaltung in Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg). „Auch der Naturschutz muss sich der Tatsache stellen, dass Gehölze, selbst wenn diese in unsere Region gehören, zu Abflusshindernissen werden können“, sagt Steinhoff.

Vorbeugung durch groß angelegten Rückschnitt

Daher stimmte die Naturschutzbehörde einer groß angelegten Rückschnittaktion beidseitig der Elbe zu. „Als Vorbereitung auf das nächste Hochwasser“, wie Steinhoff betont. Dabei kann es gar nicht schnell genug gehen. Dank einer Ausnahmegenehmigung durfte in diesem Jahr schon im August mit dem Rückschnitt begonnen werden und nicht erst im Oktober, wie es das Gesetz vorsieht. Auf insgesamt 13,5 Kilometern hat Baggerführer Marco Heinemann von der beauftragten Firma bereits Büsche und jungen Bäumen entfernt, mehr als 30 Elbkilometer liegen noch vor ihm. „Wenn mir das Hochwasser keinen Strich durch die Rechnung macht, sollte das bis zum Ende des Winters klappen“, sagt Heinemann.

Aus dem Gehölz werden Pellets

Mit Hilfe gigantischer Schneidewerkzeuge zupft Heinemann Busch für Busch aus der Elbe. Totholz und junge Bäume zerlegt der Bagger an Ort und Stelle in seine Einzelteile. So türmen sich entlang der Elbe in regelmäßigen Abständen hohe Berge aus Gehölz. „Das verarbeiten wir später zu Pellets“, erzählt Heinemann. Aus Angst vor Belastungen durch Dioxin aus dem Boden werden Bäume und Büsche nicht mit ihrer Wurzel entfernt. Wie mit dem Nachwuchs in den nächsten Jahren umgegangen wird, dazu gebe es aber auch schon Ideen, sagt Naturschützer Steinhoff: „Im Gespräch ist zum Beispiel eine Beweidung.“

Resolution zu Schnittbestimmungen

Der Kreistag Lüneburg hat unterdessen mehrheitlich für eine weitere Resolution zum Gehölzrückschnitt an der Elbe gestimmt. Unter anderem fordern die Parteien, den Zeitraum für die Rückschnittarbeiten grundsätzlich zu erweitern. Die Resolution geht nun an das Land Niedersachsen.

Quelle: ndr.de

Sie waren Tag und Nacht im Einsatz, um die Einwohner des Landkreises Lüneburg vor den Wassermassen zu schützen: die zahlreichen Helferinnen und Helfer aus Stadt und Landkreis Lüneburg. Der Landkreis Lüneburg veranstaltet deswegen am Freitag, den 30. August 2013, ab 18 Uhr eine Helferparty im Kulturforum Gut Wienebüttel. „Die Menschen haben unermüdlich gegen die Flut gekämpft, dafür wollen wir jetzt einfach mal Danke sagen“, erklärt Landrat Manfred Nahrstedt.

Eingeladen sind die Helferinnen und Helfer von Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, DRK, ASB, THW, DLRG, weiteren Hilfsorganisationen, den Deichverbänden und dem NLWKN, also die Verbände und Organisationen, die im Katastrophenfall auch offiziell mit dem Landkreis Lüneburg zusammenarbeiten. „Die besondere Situation während des Hochwassers hat allen Beteiligten sehr viel abverlangt, und das nicht nur organisatorisch“, meint der Landrat. Über 4.800 Menschen waren in Höchstzeiten parallel im Einsatz und haben dafür gesorgt, dass die Deiche gehalten haben. „Was die Menschen in dem fast zweiwöchigen Katastrophenalarm körperlich und mental geleistet haben, verdient höchste Anerkennung“, so Nahrstedt.

Deswegen freut er sich ganz besonders, dass auch Ministerpräsident Stephan Weil zur Helferparty nach Lüneburg kommen wird. „Wir wollen uns in dem Rahmen ganz offiziell für den Einsatz bedanken. Gleichzeitig wollen wir den Abend auch nutzen, um mit den zahlreichen Helferinnen und Helfern ins Gespräch zu kommen.“ Denn neben dem erfolgreichen Einsatz gegen das Hochwasser dürfe man nicht die Augen vor dem verschließen, was zukünftig besser laufen könne.

Ministerpräsident Stephan Weil ist es wichtig, persönlich zur Helferparty zu kommen: „Die vielen tausend ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer haben während des Hochwassers in Niedersachsen Großartiges geleistet. Ihrer harten Arbeit ist es zu verdanken, dass Niedersachsen vergleichsweise glimpflich die Naturkatastrophe überstanden hat. Im Namen des ganzen Landes möchte ich deshalb den Frauen und Männern Dank sagen für die durchgearbeiteten Tage und Nächte, für das klaglose Hinnehmen von Schwielen und Blasen an den Händen, für die dramatischen Einsätze unter Zeitdruck, auch für die kräftezehrende Bereitschaftszeit – und vor allem für die gelebte Solidarität mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Die Helferinnen und Helfer haben es verdient, dass man sie feiert.“

Etwas weniger dramatisch verlief ein weiterer Einsatz im Frühjahr dieses Jahres – der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. Auch diejenigen, die quer durch den Landkreis gefahren sind um die gesundheitliche Gefährdung durch die Raupe einzudämmen, wurden zur Helferparty eingeladen.

Quelle: .lueneburg.de

Fluthelfer-Party nach Hochwasser

Veröffentlicht: August 2, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg

Mit einer Fluthelfer-Party im Bardowicker Feuerwehrhaus hat die Samtgemeinde Bardowick (Kreis Lüneburg) nun den Helfern der neun Ortsfeuerwehren in der Gemeinde gedankt. Sie hatten rund 8.100 Einsatzstunden in zwölf Tagen geleistet.

“Ihr habt bemerkenswerte Arbeit geleistet, die Samtgemeinde ist stolz auf ihre Feuerwehr”, meint Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann während der Veranstaltung. Die Feuerwehr habe gezeigt, was sie leisten könne, so Luhmann. 224 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Während ihres Hochwasser-Einsatzes musste unter anderem die Versorgung der Helfer umstrukturiert werden. Nach vier Tagen war der Landkreis Lüneburg an Grenzen bei der Versorgung der Einsatzkräfte gestoßen. Die Feuerwehren versorgten sich kurzerhand selbst.

Quelle: feuerwehrmagazin.de

Nach der Flut ist vor der Flut

Veröffentlicht: Juni 28, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg, Landkreis Lüchow-Dannenberg

Erfahrungen und Konsequenzen aus dem Hochwasser

Am Dienstag Nachmittag trafen sich in Bleckede Vertreter aus Niedersachsen, Mecklenburg-Holstein, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, um sich über die Erfahrungen und Konsequenzen des gerade überstandenen Hochwassers auszutauschen. Staatssekretärin Almut Kottwitz (NMU) drängte dabei auf schnelle Maßnahmen zum Hochwasserschutz, denn „im Herbst könne schon das nächste Hochwasser“ kommen.

Zu dem Treffen waren auch die Landräte von Lüneburg und Lüchow-Dannenberg gekommen, die ministeriellerseits noch einmal ausdrücklich dafür gelobt wurden, dass sie den Katastrophenalarm so früh ausgelöst hatten. „Nun geht es allerdings darum, so schnell wie möglich vorbeugende Maßnahmen im Hochwasserschutz zu beschließen und umzusetzen,“ so Staatssekretärin Kottwitz. Denn nicht nur sie befürchtet, dass man sich bereits im Herbst mit dem nächsten Hochwasser beschäftigen muss.

Im Fokus stehen dabei auch die immer noch unbefriedigenden Prognosen. In der Woche vor dem Eintreffen des Flutscheitels mussten sich die Einsatzleitungen mit der nervenaufreibenden Situation auseinandersetzen, dass an einem Tag die Wasserstände katastrophal hoch prognostiziert wurden, um am nächsten Tag wieder nach unten relativiert zu werden. Erst kurz vor Eintreffen des Hochwasserscheitels näherten die Werte sich an. „Eine Konsequenz muss sein, dass die Prognosesituation sich verbessert,“ so Staatssekretärin Kottwitz. Kritik übte sie dabei konkret an der Arbeit der Hochwasserzentrale in Magdeburg. „Wir dürfen nicht nur die Technik verbessern, sondern die Erfahrung der Menschen muss auch mitgenommen werden,“ betonte die Staatssekretärin.

Lob für die gute Zusammenarbeit

Viel besser als im Jahre 2006 lief allerdings die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Katastrophenbewältigung, da waren sich alle Anwesenden einig. Im Hochwasserschutzes müssen allerdings deutlich verbesserte länderübergreifende Konzepte entwickelt und verbindlich umgesetzt werden – auch da waren sich alle einig. damit die Deichverbände und Kommunen nicht alleine mit dem Problem da stehen. „Es kann nicht angehen, dass die Unterlieger den Preis für die Fehler der Oberlieger zahlen,“ war aus der Runde zu hören. „Wir müssen überlegen, wie wir die Oberlieger bei der Umsetzung effektiver Hochwasserschutzmaßnahmen unterstützen können,“ so die elegante Formulierung von Staatssekretärin Kottwitz. Denn nach ihrer Aussage sind zum Beispiel von den im Jahre 2006 verabredeten 20 Flutungspoldern längs der Elbe bisher lediglich die Hälfte umgesetzt worden.

In Sachen Verbuschung setzt bei der (grünen) Landesregierung offenbar ein Umdenken ein. „Wir werden bei der Verbuschung mit dem Naturschutz reden, denn wir dürfen nicht gegen EU-Regeln verstoßen,“ so Kottwitz. „Und von daher werden wir gemeinsam mit dem Naturschutz Konzepte entwickeln, wie durch Abbau der Verbuschung ein möglichst ungestörter Abfluss gewährleistet werden kann.“

Finanzen für die Hochwasserhilfe stehen bereit

 

Almut Kottwitz, aber auch Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Finanzministerium , betonten, dass die Grundlagen für die Auszahlung der Soforthilfen sowie anderer Hochwasserhilfen geschaffen sind. „Bereits nächste Woche könnten die ersten Auszahlungen laufen,“ so Almut Kottwitz. Und: das Land wird bis zur Hälfte der Kosten für die Beseitigung der Sandsäcke übernehmen, damit niemand auf den Kosten sitzen bleiben muss. Unklar bleibt vorerst, ob dieses Angebot nur den Deichverbänden zu Gute kommt oder ob Gemeinden davon auch profitieren können.

Die Gelder für die Soforthilfe (Übersicht gibts hier!) sin d ebenfalls bereit gestellt, so dass bereits in der nächsten Woche mit der Auszahlung begonnen werden könnte, so Doods. Einerseits sollen die Soforthilfen so unbürokratisch wie möglich ausgezahlt werden, andererseits, so Doods, müsste die Organisation aber „so aufgesetzt werden, dass es zu guten Ergebnissen führt“.

In der Struktur wird es wohl ein Nebeneinander von Soforthilfen und dem Hochwasser-Fonds geben. Wie dieser inhaltlich ausgestattet sei bzw. wie sich die beiden Hilfsinstrumente voneinander abgrenzen, dass sei noch nicht geklärt, so Doods.

Grundsätzlich, so Doods weiter, müsse die Landesregierung sich die Frage stellen, welche Gelder mobilisiert werden müssen, um effektiven Hochwasserschutz zu realisieren? Vor dem Hintergrund, dass man sich regelmäßig auf hohe Hochwasser einstellen müsse, gewinne diese Frage zunehmend an Bedeutung. In diesem Zusammenhang verwies Lüchow-Dannenbergs 1. Kreisrat Claudius Teske darauf, dass das Bemessungshochwasser dringend neu festgelegt werden müsse. Dies müsse dann als Grundlage für einen noch zu entwickelnden „Masterplan Elbe“ genommen werden.

Vier neuralgische Punkte in Lüchow-Dannenberg

Nach der Flut von 2002 wurde in Lüchow-Dannenberg einiges in den Hochwasserschutz investiert. Viele Deiche wurden saniert, modernisiert oder völlig neu gebaut. So gab es dieses Jahr an vielen Stellen keine Probleme. Auch der mobile Deich in Hitzacker hielt dem massiven Druck stand – allerdings um den Preis, dass unzählige Helfer Tag und Nacht damit beschäftigt waren, Treibgut von der Spundwand fern zu halten, um Schäden durch Anprall zu verhindern.

Nach ersten Analysen der Ereignisse zeichnen sich für das Ministerium vier neuralgische Punkte ab, an denen der Hochwasserschutz dringend verbessert werden muss:

  • eine Deichstrecke von 14 km bei Hitzacker
  • Neu Darchau
  • Gartower Raum (Minderhöhen/Deichanschluss Am Helk)
  • Vietze („Ganz wichtig“ – Zitat Kottwitz)

Die Vertreterin der Landesregierung die Deichverbände und Kommunen darum, ihre Schäden so schnell wie möglich festzustellen und zu melden, damit möglichst bald ein Überblick über die tatsächliche Schadenshöhe vorliegt.

Quelle: wendland-net.de

Noch werden viele  der rund vier Millionen Sandsäcke gebraucht, die allein in Niedersachsen entlang der Elbe lagen und noch liegen.. Da der Pegelstand immer noch weit vom Normalniveau entfernt ist, müssen sie weiterhin die Deiche stabilisieren. Von den Deichkronen haben die Helfer aber schon etliche Sandsäcke abtransportiert. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg werden sie zu Sammelstellen gebracht. Der Sand kann nach Angaben einer Landkreis-Sprecherin weiterverwendet werden. Mit dem Abtransport seien vor allem die Deichverbände und die Samtgemeinden betraut.

Abtransport im Juli

Bis die Jutesäcke verrotten, vergeht etwa ein halbes Jahr, so die Sprecherin. Aber auch Plastiksäcke kamen zum Einsatz. Der Landkreis Lüneburg überlegt, diese eventuell für künftige Hochwassereinsätze einzulagern, sagte Wolfgang Kallweit, Fachbereichsleiter Ordnung und Umwelt beim Landkreis Lüneburg. Noch sei es aber zu früh, die Säcke von den Deichen herunterzuholen, sagte Kallweit. Er rechnet damit, dass dies Anfang Juli geschehen könnte. Dann solle möglicherweise wieder ein Aufruf an freiwillige Helfer gestartet werden.

Quelle: ndr.de

Neu Bleckede – Einsatzkräfte bestohlen: Motorflex weg

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg

 

Selbst die Flutkatastrophe hält einige nicht davon ab, Helfer zu beklauen: Zwischen dem 10. – 12. 6. stahlen Unbekannte eine Motorflex der Betriebsfeuerwehr Bielefeld im Bereich der Sandladestation am Elbedeich in Neu-Bleckede.

Die Diebe hatten eine verschlossene Seitentür eines Einsatzfahrzeugs geöffnet und die Motorflex Stihl mitgenommen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hundert Euro. Hinweise nimmt die Polizei Neuhaus, Tel. 038841-20732, entgegen.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/neu-bleckede-einsatzkraefte-bestohlen-motorflex-weg-51006

Kreis Lüneburg verlässt sich der Katastrophenschutz auf….

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg

Im Kreis Lüneburg verlässt sich der Katastrophenschutz dagegen auf die offiziellen Berechnungen aus Magdeburg. Ob die rund 9000 Einwohner zählende Kleinstadt Bleckede evakuiert werden müsse, sei noch völlig offen, sagte eine Sprecherin. „Das hängt ab vom Zustand der Deiche und von der Gesamtlage, wie lange das Hochwasser andauern wird. Da gibt es nicht eine konkrete Pegelstands-Zahl, ab der evakuiert wird“, sagte die Sprecherin.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert