Archiv für die Kategorie ‘Hilfe’

Das Hochwasser im Juni 2013 hat bei vielen Gastwirten und Hoteliers an der Elbe zu drastischen wirtschaftlichen Einbußen geführt: Übernachtungsgäste stornierten ihren Sommerurlaub, viele Radtouristen und Wanderer mieden die Gegenden entlang der Elbe. Davon betroffen ist auch das Landhaus Elbufer in Gülstorf in der Gemeinde Amt Neuhaus, das sich mit seiner barrierefreien Einrichtung besonders auf Gäste mit Behinderungen eingestellt hat. Die Ochtmisser Firma Behne Entsorgungssysteme (BES) unterstützte das Landhaus jetzt mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. BES-Inhaber Jürgen Behne überreichte die Spende am Samstag, 26. Oktober, an Thomas Stock, den Geschäftsführer des Landhauses Elbufer.

Mit dabei war auch Landrat Manfred Nahrstedt, der sich über die großzügige Geste freut: „Der Hochwasser-Aufbauhilfefonds des Bundes enthält keinerlei Mittel für rein wirtschaftliche Einbußen durch Übernachtungs-Stornierungen“, so Nahrstedt. „Damit erhalten auch die Übernachtungsanbieter an der Elbe im Landkreis Lüneburg von staatlicher Seite keine Entschädigungen für den Gästemangel in diesem Sommer. Umso mehr ist es zu begrüßen, wenn private Initiativen die Hotels und Pensionen an der Elbe mit einem speziellen Angebot – wie dem des Landhauses Elbufer – unterstützen.“

Die Firma BES ist langjähriger Sponsor der Ochtmisser Sportvereine und sponsert seit 2011 den Jürgen Behne Cup, der in diesem Jahr wegen der Baumaßnahmen am Sportpark Ochtmissen nicht stattfinden konnte. Ochtmissens Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz hatte daher die Idee, stattdessen dem Landhaus Elbufer eine Spende zukommen zu lassen, das in seine behindertengerechte Einrichtung viel investiert hat und daher vom Hochwasser stark betroffen ist.

Quelle: lueneburg.de

Unterstützung für Hochwasser-Opfer

Veröffentlicht: Oktober 25, 2013 von fluthelfer in Fischerdorf, Hilfe

Der Oberpfälzer Volksliedkreis Cham übergab in Furth im Wald einen Scheck von 700 Euro für in Not geratene Menschen in Fischerdorf bei Deggendorf.

Dass die Hochwasseropfer von Fischerdorf bei Deggendorf nicht vergessen sind, zeigte ein Volksmusik_Nachmittag, den der Oberpfälzer Volksliedkreis Cham zusammen mit dem Auhof-Bauern Karl Schreiner in Furth im Wald initiierte. Mit viel Musik und Gesang verschiedener Gruppen aus der Region fand ein unterhaltsamer Nachmittag im Kolpinghaus statt. Dabei wurde zu Spenden für Fischerdorf aufgerufen.

Nun hat der Regionalvorsitzende des Oberpfälzer Volksliedkreises, Sepp Krems, zusammen mit Karl Schreiner und Elfriede Gebert aus der Vorstandschaft die Summe von 700 Euro an Johanna Plach übergeben, eine der Initiatoren der Aktion „Helfen und Begleiten“. Die Gruppe mit Angehörigen der Pfarreien Furth, Rimbach und Gleißenberg begleitet seit Anfang Juli viele Fischerdorfer und Natternberger.

„Wer meint, dass nun alles für die Leute wunderbar läuft, der täuscht sich schwer“, stellte Günther Plach fest. Bei jeder Fahrt fehlten mehr Häuser, fast jedes dritte Haus müsse abgerissen werden, viele Familien hätten bis jetzt nur wenig Geld erhalten.

Gerade der Winter stelle viele vor große Probleme. So sei der Bürgerbus, mit dem die Gruppe meistens unterwegs ist, auf jeder Fahrt nach Fischerdorf randvoll mit Möbeln, Kleidung, Werkzeug, Elektrogeräten und vielem mehr. „Wir sind für jede Unterstützung dankbar und geben Spenden sofort direkt an die Betroffenen weiter,“ so Johanna Plach.

Quelle: mittelbayerische.de

Ein Gemälde. Darauf eine liebliche Landschaft. Bäume, ein Bauernhaus, ein Bächlein. Hans-Peter Janitzka und seine Frau Marina halten das Bild fest in ihren Händen. Beide haben dabei Tränen in den Augen. Sie schweigen. Marina schweigt ohnehin häufiger, doch für Hans-Peter ist das ungewöhnlich. Er ist umtriebig und redet eigentlich gerne. Doch jetzt schweigt auch er. Im neuen Zuhause soll das Gemälde einmal einen Ehrenplatz bekommen. Beide hängen sehr daran. Aus gutem Grund: Das Kunstwerk ist der einzige Gegenstand, den die Janitzkas aus ihrem alten Zuhause retten konnten. Der einzige. Ansonsten wurde alles restlos zerstört – vom Hochwasser, das in dem alten Haus bis kurz unters Dach stand. Das Haus muss demnächst abgerissen werden, so wie viele weitere Häuser hier in Fischbeck, jenem Ort in Sachsen-Anhalt, der es Anfang Juni bundesweit zu einer traurigen Berühmtheit gebracht hat.

Filmreife Szenen in Fischbeck

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni brach der Elbedeich in Fischbeck auf einer Länge von rund 50 Metern. Gewaltige Wassermassen strömten ungebremst ins Land hinein. Binnen Minuten mussten die Janitzkas ihr Haus verlassen, nur mit dem, was sie am Leib trugen. Auch die 30 Kaninchen, die hinter dem Haus in ihren Ställen waren, musste die Familie zurücklassen. Tochter Christin war bereits zuvor evakuiert worden. Die 24-Jährige ist
schwer behindert.

Am gebrochenen Deich spielten sich in der Folgezeit filmreife Szenen ab. Szenen, die dem kompletten Gegenteil der lieblichen Landschaft auf Janitzkas Gemälde entsprachen: Während Polizeipanzer für eine apokalyptische Stimmung sorgten und ratternde Bundeswehr-Hubschrauber überdimensionale Sandsäcke ins Wasser warfen, wurden in einer spektakulären Aktion drei Frachtkähne gesprengt, um diese als riesige Stöpsel für die Deichbruchstelle zu verwenden.

Christin kam in einer Einrichtung der Lebenshilfe unter. Die Eltern richteten sich übergangsweise in einem nahen, leer stehenden Konsum-Supermarkt ein. Doch Vater Hans-Peter hielt die Ungewissheit nur wenige Tage aus: Er entschloss sich, zu seinem Haus zurückzukehren, um sich einen Überblick zu verschaffen. „Nachts bin ich erst einmal ein Stück durch den dunklen Wald gegangen. Doch um das Haus herum stand alles noch unter Wasser. Ich schwamm rund 100 Meter zum Haus – alles war zerstört. Von den Kaninchen war nichts mehr zu sehen, sie wurden weggeschwemmt.“ Das Haus stand zehn Tage unter Wasser, es wurde vollständig unterspült und ist einsturzgefährdet. Schnell war klar: Es bleibt nur der Abriss.

Vormieter hatten Pferde in der Wohnung

Von ihrem Notquartier im Supermarkt aus machten sich die Janitzkas auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Sie fanden es gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite: Eine Wohnung, die zuvor Mietnomaden bewohnt hatten und die sich in einem jämmerlichen Zustand befand. „Die Vormieter besaßen zwei Pferde“, sagt Hans-Peter Janitzka. „Und in der Hochwasserphase brachten sie die Tiere doch tatsachlich in der Wohnung unter.“ Mit dem Rückgang des Wassers habe sich dann auch die Familie mitsamt den Pferden davongemacht.

Die Janitzkas standen vor der Mammutaufgabe, ihre neue Bleibe bewohnbar zu machen. Hilfe fanden sie beim Arbeiter-Samariter-Bund. „Wir haben Handwerker angestellt, die Flutopfer beim Wieder- oder Neuaufbau kostenlos unterstützen“, erklärt Stefan Eichler vom ASB Altmark. Drei dieser sogenannten „mobilen Engel“ seien zwei Wochen lang bei den Janitzkas im Einsatz gewesen. Tapete abreißen, grundieren, tapezieren, neu streichen und die Vorbereitungsarbeiten für den Fliesenleger. Schon bald können die Janitzkas in die neue Wohnung einziehen.

„Wegen der hohen Auftragslage finden viele Menschen derzeit keine Handwerker“, sagt ASB-Fluthilfekoordinator Dirk Biereige. „Weil aber der Winter vor der Tür steht, kann der Wiederaufbau nicht warten. Daher sind wir schnell mit konkreter Hilfe aktiv geworden.“ Der ASB hat neben den Handwerkern auch weitere Mitarbeiter, die sich speziell um das seelische Wohl der Menschen kümmern – oder betroffene Familien bei der Kinderbetreuung unterstützen.

Fischbeck blickt nach vorne – auch dank des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Quelle: aktion-deutschland-hilft.de

Stadt Dresden stellt Wiederaufbauplan nach Hochwasser vor

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in Dresden, Hilfe

Insgesamt 82,7 Millionen Euro erhält die Stadt Dresden vom Freistaat Sachsen für den Wiederaufbau nach dem Hochwasser im Juni 2013. Am Mittwoch hat Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann als Leiter des Hochwasser-Nachsorgestabes den konkreten Wiederaufbauplan vorgestellt.

Der vom Freistaat Sachsen bestätigte Plan enthält Schäden an Straßen und Brücken, dem DVB-Netz, Schulen, sowie Sportanlagen und Bädern sowie anderen Infrastruktureinrichtungen. Größter Einzelposten ist die Augustusbrücke, für die rund 16 Millionen Euro bereitgestellt werden. Für die rund 270 Maßnahmen müssen bis 30. Juni 2015 die entsprechenden Anträge auf Fördermittel bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. „Die Erfahrungen der letzten Hochwasserereignisse haben dafür gesorgt, dass alle Beteiligten mit hoher Professionalität zügig die erforderlichen Dokumentationen erbringen konnten“, so Vorjohann, der davon ausgeht, das bald mit der Beseitigung der Schäden gestartet werden kann.

Quelle: dnn-online.de

Benefizspiel für den Wohnhof Gohlis der Lebenshilfe Dresden

Mit einer außergewöhnlichen Aktion unterstützt der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus die Lebenshilfe Dresden bei der Sanierung des Wohnhofs Gohlis nach den schweren Hochwasserschäden: Am kommenden Mittwoch, den 9. Oktober tritt eine Auswahl von Tele Columbus Mitarbeitern zu einem Benefizspiel gegen eine Auswahl der SG Einheit Dresden Mitte an. Das Spiel findet um 17 Uhr auf dem Heimplatz des SG Einheit in der Eibenstocker Straße 1 statt. Für jedes erzielte Tor spendet Tele Columbus 500 Euro zugunsten der Sanierung von Hochwasserschäden. Der Eintritt zum Benefizspiel ist frei – um weitere Spenden für den Wohnhof Gohlis wird gebeten. In enger Partnerschaft mit den Dresdner Wohnungs¬unternehmen versorgt Tele Columbus mehrere zehntausend Haushalte in der Stadt mit analogem, digitalem und hochauflösendem Fernsehen, Telefon-Flatrates und superschnellem Internet bis zu 128 Megabit pro Sekunde.

Beim Hochwasser Anfang Juni waren die Kernregionen der Tele Columbus Gruppe, einem der führenden Kabelnetzbetreiber Deutschlands, schwer getroffen worden. Insbesondere in Dresden richtete die Flut gravierende Schäden an den Breitband-Kabelnetzen der Tele Columbus Gruppe wie auch an vielen privaten und öffentlichen Einrichtungen in der Stadt an. Unter anderem fiel auch der Wohnhof Gohlis der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung den Hochwasserfluten zum Opfer: Im Freizeithaus wurden die Holzfußböden, die Küche und der Gemeinschaftsraum im Keller zerstört, in der Wohnstätte unter anderem der Fußboden und die Heizung. Die Gebäude wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie bis heute nicht bewohnbar sind, und die zuletzt 36 Bewohner der Wohnstätte in Ausweichquartieren untergebracht werden mussten.

Um die Lebenshilfe bei der Aufarbeitung dieser Schäden zu unterstützen, tritt nun eine Auswahl von Mitarbeitern der Tele Columbus Gruppe aus der regionalen Niederlassung in Dresden sowie von den zentralen Standorten in Berlin und Hannover zu einem Benefiz-Fußballspiel gegen die SG Einheit Dresden Mitte an. Für jedes erzielte Tor zahlt Tele Columbus 500 Euro in die Spendenkasse zur Instandsetzung des Wohnhofs. „Bei einer solch existenziellen Katastrophe wie dem Hochwasser werden die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft immer am stärksten getroffen“, erklärt Dietmar Schickel, Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe, das Engagement des Kabelnetzbetreibers. „Deshalb möchten wir durch unser Benefizspiel so weit wie möglich helfen, dass die Bewohner des Wohnhofs schnell wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren können und die wichtige Betreuung in dieser Einrichtung wieder fortgesetzt werden kann.“

„Die enge Verbundenheit, die Tele Columbus durch diese Aktion mit der Stadt Dresden und ihren Bewohnern beweist, verdient wirklich große Anerkennung“, so Lothar Erler, Geschäftsführer der Lebenshilfe Dresden. „Die Unterstützung für den stark getroffenen Wohnhof Gohlis können wir wirklich dringend gebrauchen. Deswegen freuen wir uns gemeinsam mit unseren fußballbegeisterten Bewohnern auf ein torreiches Spiel – und auf viele Zuschauer, die mit einer kleinen Spende sogar noch zusätzlich helfen können.“

Mit von der Partie ist auch der langjährige Kapitän der DDR-Nationalmannschaft und Olympiasieger 1976, Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner. Er betreut die erste Mannschaft der SG Einheit Dresden Mitte seit Juli 2013 als Trainer und wird zum Benefizspiel gegen Tele Columbus selbst auflaufen. „Den guten Zweck dieses Spiels nehmen wir sehr ernst – das Benefizspiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fußball nicht nur Spaß und Unterhaltung bietet, sondern auch soziale Verantwortung übernehmen kann“, so Ralf Knauthe, Finanzvorstand der SG Einheit und gleichzeitig Vertriebsbeauftragter der Tele Columbus Gruppe am Standort Dresden. „Die dramatischen Bilder vom Wohnhof Gohlis haben uns alle sehr betroffen gemacht. Für die Initiative von Tele Columbus stehen wir mit unserer gesamten Mannschaft und dem gesamten Verein daher gerne zur Verfügung.“

Quelle: pressebox.de

Lager mit Spenden für Flutopfer noch reichlich gefüllt

Veröffentlicht: Oktober 6, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Sachsen-Anhalt
Die Spendenbereitschaft während des Hochwassers im Juni 2013 war groß. Auch Monate nach der Flut sind die Spendenlager für Hochwasser-Geschädigte noch reichlich gefüllt mit Kleidung, Elektrogeräten und Möbeln.

Fischbeck/Schönebeck/Halle Niemand hat die Spenden registriert und gezählt – fest steht nur: Auch mehr als drei Monate nach der Flut sind viele Lager noch reichlich gefüllt mit Kleidung, Elektrogeräten, Geschirr und Möbeln. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. „Die Spendenlager sind immer noch proppenvoll“, sagte der Spendenkoordinator der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land, Werner Meinschien. „Es wird immer wieder nachgeliefert aus allen Richtungen.“

Der große Bedarf an Spenden sei auf der anderen Seite inzwischen etwas abgeebbt. Grundsätzlich sei er aber noch auf Monate da – schließlich müssten viele Familien den Winter in Notwohnungen verbringen, weil ihre Häuser noch nicht wiederhergestellt sind.

Lager jetzt auch offen für andere Bedürftige

Weil die Lager so voll seien, könnten sich inzwischen nicht mehr nur Flutopfer bei der Kleidung bedienen, sondern seit gut einer Woche auch andere Bedürftige wie Hartz-IV-Empfänger, sagte Meinschien. Bei neu angebotenen Spenden achte die Gemeinde genau darauf, dass nur sehr gut erhaltene Ware oder ganz Neues angeliefert werde. Zur Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land gehören unter anderem die Gemeinden Klietz, Kamern, Schönhausen und Wust-Fischbeck.

Der Spendenkoordinator der Einheitsgemeinde Stadt Barby, Thomas Scheunemann, sagte: „Unser Spendenlager in Groß Rosenburg platzt aus allen Nähten.“ Insgesamt habe die Gemeinde Spenden in der Größenordnung von rund 20 40-Tonnen-Lastern erhalten. Das meiste sei vergeben. Noch immer kämen jeden Tag Menschen, um Gegenstände abzuholen.

Immer noch neue Spenden in Groß Rosenburg

Auch in Groß Rosenburg können sich alle Bedürftigen bedienen. „Das gilt aber nur für Gebrauchtwaren, und wir achten darauf, dass niemand fünf Kaffeemaschinen abholt oder jeden Tag Kleidung“, schilderte Scheunemann. Neuware, von der Couch bis zum Kühlschrank, bleibe den Flutopfern vorbehalten. Weil viele mit dem Bauen noch nicht fertig seien, sei reservierte Ware eingelagert.

Vereinzelt gingen auch immer noch Spenden ein, sagte Scheunemann. Kürzlich habe er Waschmaschinen, Schrankwände und Betten entgegengenommen. Mindestens bis Ende des Jahres soll das Lager in einer leerstehenden Schule in Groß Rosenburg betrieben werden.

Internet-Spendenbörse für große Möbel

Der Salzlandkreis will sein Sachspendenlager in Schönebeck nur noch bis zum 18. Oktober betreiben. „Es sind noch ausreichende Bestände an Kleidung, Wäsche und Geschirr vorhanden“, teilte ein Sprecher mit. Was aus den übriggebliebenen Spenden wird, sei noch nicht geklärt. Möbel nahm der Kreis früh schon nicht mehr an – die Lagerkapazitäten waren schlicht nicht da. Eine Internet-Spendenbörse für große Möbel gibt es bis heute. Dort können Spender Schränke und Couchgarnituren mit Foto, Beschreibung und Standort einstellen.

Weiter elbaufwärts in Aken ist im Spendenlager noch sehr viel Kleidung vorhanden, sagte Stadtrat Klaus Hummel. Der Großteil der Möbel sei im Laufe des Monats August abgeholt worden, als viele Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt seien. Das Spendenlager in Aken werde voraussichtlich noch bis Ende Oktober geöffnet bleiben. Was dann noch übrig sei, werde in ein Lager nach Köthen gebracht.

Spendenlager in Halle aufgelöst

In Halle hatte die Caritas zahlreiche Spenden gesammelt, das Spendenlager allerdings inzwischen aufgelöst. „Wir haben nur rund 30 Familien versorgt“, sagte Mirjam Heeger. Weil das Interesse nicht größer gewesen sei, habe die Caritas die Spenden weiter verteilt an gemeinnützige Einrichtungen wie das Obdachlosenheim oder Tierheime.

In Magdeburg gibt es auch noch ein Spendenlager, Spenden gehen laut einer Stadtsprecherin aber nicht mehr ein. Rund 200 Menschen hätten bislang Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, Spielzeug und Hygieneartikel abgeholt. „Das Lager soll maximal bis Ende November geöffnet bleiben“, hieß es weiter. Es würden schon Telefonate mit vom Hochwasser stark betroffenen Gebieten über verbliebene Spenden geführt.

Das Deutsche Rote Kreuz hat vor allem die Sachspenden koordiniert, als die Flut noch die Orte, Felder und Straßen überschwemmte. DRK-Landesgeschäftsführer Rainer Kleibs betonte: „Die Wiederaufbauphase beginnt gerade erst. Es ist damit zu rechnen, dass bei bestimmten Artikeln der Bedarf noch die nächsten Monate vorhanden ist, etwa bei Möbeln.“

Quelle: mz-web.de

Hochwasser-Spende – Erlös geht an die Grundschule

Veröffentlicht: September 27, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Sachsen-Anhalt

Jörg Betke, Fleischermeister in Jüterbog bei Edeka, spendet Geld für Schüler in Elster, das er gesammelt hat. Die Schüler hoffen nun auf neues Spielzeug für die Hofpausen und die Reperatur der durch das Hochwasser beschädigten Töpferei.

Die Freude war groß bei Schulleiterin Yvonne Höhne, als sie jüngst einen Anruf von Jörg Betke erhielt. Er arbeitet als Fleischermeister in Jüterbog bei Edeka. Sein Chef Holger Habedank sprach ihn an: „Ihr seid doch in Elster fürchterlich vom Hochwasser gezeichnet. Unser Briefkasten für den guten Zweck ist voll.“ Hier können Kunden ihre Flaschen-Bons hinein tun, wenn sie eine soziale Einrichtung mit einer Spende unterstützen möchten.

Es ist nicht die erste Spende, die der Händler verteilt. Wichtig ist Holger Habedank und seinen Kollegen, dass sie immer Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Jörg Betke übergab immerhin, nachdem Holger Habedank aufgerundet hatte, vier niegelnagelneue 100-Euro-Scheine an die Kinder. Einige wünschen sich jetzt Spielzeug für die Hofpausen, die meisten aber, dass sie wieder in der Töpferei kreativ werden können, die durch das Hochwasser geschädigt wurde.

Quelle: mz-web.de

Spendenlager in Köthen stellt Arbeit ein

Veröffentlicht: September 27, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Sachsen-Anhalt

Das wegen des Juni-Hochwassers eingerichtete Spendenlager in der Augustenstraße in Köthen wird seine Arbeit einstellen. Nach Angaben der Landeskreisverwaltung enden die Arbeit ab dem 01. Oktober. Künftiger Ansprechpartner werde dann der Deutsche Förderverein für Sanitätswesen sein.

Das während des Hochwassers 2013 eingerichtete Spendenlager in der Augustenstraße in Köthen stellt ab dem 1. Oktober seine Arbeit ein. Darüber informierte die Landkreisverwaltung in einer Pressemitteilung.

Als Ansprechpartner steht auch künftig der Deutsche Förderverein für Sanitätswesen zur Verfügung, der bei Bedarf über die Rufnummer 03496/50 89 99 erreichbar ist. „Über die weitere sinnvolle Verwendung der noch vorhandenen Sachen und Gegenstände wird im Nachgang entschieden“, hieß es in der Mitteilung.

Quelle: mz-web.de

Hilfskonto wird aufgestockt

Veröffentlicht: September 26, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Wittenberg

Die Stadtfest-Plaketten und viele Aktionen bringen 22.670 Euro Spenden für vom Juni-Hochwasser betroffene Anwohner im Landkreis Wittenberg. Das Geld wurde am Mittwoch übergeben und soll nun den Menschen helfen.

Der Spendentopf für Betroffene des Juni-Hochwassers im Landkreis Wittenberg ist um ein beträchtliches Stück gewachsen. 22.670,40 Euro wurden am Mittwoch übergeben, zum einen von der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH (ehemals WittenbergKultur), zum anderen von der Tourist-Information Wittenberg.

Das Geld stammt zum größten Teil von nicht zurückgegebenen Plaketten aus dem Vorverkauf des ausgefallenen Stadtfestes. Als angekündigt war, dass diese Einnahmen dem Hochwasserkonto gespendet werden, „hatten wir eine große positive Resonanz“, sagte GmbH-Geschäftsführer Johannes Winkelmann. Man habe sich bewusst entschieden, es nicht nur einer einzigen Einrichtung zukommen zu lassen. Weitere Spenden stammen von Baustellenführungen und Spenden von Stadtführern, so Tourismus-Frau Kristin Ruske. Und auch die Auktion der „Kunstwege“ hatte 1.400 Euro eingebracht. Zuvor waren bereits knapp 70.000 Euro auf dem Spendenkonto des Landkreises eingegangen, zum Teil zweckgebunden.

Quelle: mz-web.de

„Wölfe“ beseitigen Hochwasser-Schäden

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Bewegung der anderen Art stand für die Fußball-Teams des VfL Wolfsburg auf dem Programm. Beim TSG Calbe südlich von Magdeburg beteiligten sie sich an den Restaurierungsarbeiten.

Bewegung der anderen Art stand für die Fußball-Teams des Männer-Bundesligisten und Frauen-Triple-Gewinners VfL Wolfsburg auf dem Programm. Beim TSG Calbe südlich von Magdeburg beteiligten sich die Niedersachsen im Rahmen einer Freiwilligen-Initiative an den Restaurierungsarbeiten nach dem Saale-Hochwasser im vergangenen Juni. Auch VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs und Männer-Cheftrainer Dieter Hecking packten mit an, auf dem Spielfeld sowie den Trainingsstätten die Schäden durch das vier Wochen lang bis zu 1,50 m hoch stehende Wasser zu beseitigen.

„Es ist eine ganz wichtige Sache, zu zeigen, dass man helfen möchte. Dass das nicht so professionell ist, was wir machen, steht nicht im Vordergrund, sondern das Signal, dass wir gemeinsam anreisen und gemeinsam etwas schaffen“, verdeutlichte Allofs.

Hecking bewertete die Maßnahme ähnlich: „Für uns Profisportler ist es auch mal gut, sich mit den ganz einfachen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Das ist keine lästige Pflichtaufgabe. Es ist wichtig, dass die Jungs, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, auch mal wieder ganz normale Dinge machen müssen. Ich glaube nicht, dass ganz viele meiner Spieler im letzten Jahr einen Pinsel in der Hand gehabt haben.“

Quelle: handelsblatt.com

Baden-Württemberg: Antragstellung für Hochwasser-Soforthilfe läuft an

Veröffentlicht: September 21, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Nachdem das Land Baden-Württemberg am 9. September 2013 die Verwaltungsvorschrift Hochwasser-Soforthilfe in Kraft gesetzt hat, die die finanziellen Hilfen für die vom Juni-Hochwasser betroffenen Unternehmen der Landwirtschaft sowie des Gartenbaus regelt, läuft nun das Antragsverfahren an. „Betriebe, die bereits eine Schadensmeldung abgegeben haben, erhalten in den nächsten Tagen einen Förderantrag zugesandt. Nach den bisher vorliegenden Zahlen können in Baden-Württemberg rund 1.000 landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe mit einer finanzieller Unterstützung rechnen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am 19. September in Stuttgart.

Hintergrundinformationen:
Die Finanzmittel für die Hochwasser-Soforthilfe stammen aus dem von Bund und Ländern vereinbarten Aufbauhilfefonds. Der Zuschuss beträgt bis zu 50% der hochwasserbedingten Aufwuchs- und Ernteschäden und bis zu 80% für sonstige betriebliche Hochwasserschäden. Der Zuwendungshöchstbetrag liegt bei 50.000 Euro je Antragsteller, in begründeten Härtefällen können auch höhere Ausgleichszahlungen gewährt werden.

Die Hilfe wird allen Landwirten und Gartenbaubetrieben gewährt, die bereits eine Schadensmeldung abgegeben und als Folge des Hochwasserereignisses Schäden von mindestens 1.000 Euro erlitten haben. Die hochwasserbedingten Schäden umfassen alle Schäden, die durch Ausuferung von oberirdischen Gewässern oder durch Druckwasser infolge des Hochwassers verursacht wurden. Als Schäden gelten insbesondere Aufwuchs- und Ernteschäden, nicht versicherbare Schäden an Gebäuden, Einrichtungen, Anlagen und landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, am Vieh sowie die Kosten für Aufräumarbeiten und für die Schadensermittlung. Die Anträge müssen bis zum 31. Oktober 2013 beim zuständigen Landratsamt eingehen. Fehlende Unterlagen können noch bis zum 30. November 2013 nachgereicht werden.

Voraussetzung für die Beantragung einer Zuwendung für hochwasserbedingte Schäden in der Landwirtschaft ist die vollständige Abgabe einer Schadensmeldung auf dem hierzu vorgesehenen Meldeformular bei dem für den Betriebssitz zuständigen Landratsamt bis zum 31. Juli 2013.

Die Antragsformulare können ab 23. September 2013 auch im Internet unter der Adresse www.landwirtschaft-bw.info heruntergeladen werden. Unter der gleichen Adresse finden betroffene Unternehmen auch weitere Informationen.

Quelle: gabot.de

Benefizkonzert hat ordentlich gerockt

Veröffentlicht: September 18, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Siggi Queck und Freunde spielten zur Unterstützung für Betroffene vom Hochwasser. Klassiker von City bis Chuck und Bob brachten das Publikum auf dem Köthener Marktplatz in die richtige Stimmung.

Köthen Zwar liegt die Flut an Elbe, Saale und Taube nun schon einige Wochen zurück, doch nach wie vor ist der Wunsch groß, den durch das Hochwasser Betroffenen möglichst viel Hilfe zukommen zu lassen. Die Möglichkeiten, dafür Mittel einzuwerben, sind breit gestreut – die Form eines Benefizkonzerts ist eine davon. Allerdings eine, die berühmte Vorläufer hat: „Solche Veranstaltungen stehen in einer langen Tradition und wurden 1971 von George Harrison mit seinem legendären Concert for Bangladesh begründet“, erläuterte Horst-Peter Lämmler, der als Moderator durch ein Benefizkonzert führte, das auf dem Köthener Marktplatz stattfand.

Und bei dem Musiker auf der Markt-Bühne standen, die in dieser Besetzung vorher noch nie gespielt, ja nicht einmal miteinander geprobt hatten. Dennoch gab es eine geballte Ladung an hochkarätiger Rockmusik der 60er und 70er Jahre auf die Ohren. Der Initiator und Spiritus Rector der Veranstaltung, Siggi Queck, der nicht nur die Leadgitarre, sondern auch Mandoline spielte, ein ehemaliger Köthener, der jetzt in Krefeld lebt, brachte noch zwei Musiker mit; den Bassisten Ludger Költgen, der mit seinen Läufen der Band den Groove gab, und Sänger Alex Oelke, dessen charismatische Stimme das Publikum immer wieder aufhorchen ließ.

rockige Stones-Titel begeisterten

Zuvor hatte man bei einem Konzert im Jazzkeller Krefeld bereits 300 Euro gesammelt und dem Jugendclub in Aken gespendet. Die Werner-Bäder-GmbH Duisburg unterstützte die Band bei der Anreise; Musiker und Technik durften im Firmenkleintransporter kostenlos fahren. Quecks Bruder Detlef aus Aken spielte die 12-saitige Gitarre und wusste sowohl mit Beatles-Balladen als auch mit rockigen Stones-Titeln zu begeistern. Am Schlagzeug saß Rhythmus gebend der Hallenser Musikstudent Alexander Glatz, der ebenfalls Köthener Wurzeln hat. Am Piano und mit unterschiedlichen Mundharmonikas zauberte Andreas Lawitschka einen aufregenden Klangteppich.

Lämmler führte nicht nur souverän durch das Programm, sondern überraschte das Publikum auch mit literarischen Einlagen. Begleitet wurde er dabei von Hannes Donath auf der Konzertgitarre. Als Überraschungsgast trat Michael Barakowski auf, der 1985 mit der Gruppe „Perl“ in allen DDR-Hitparaden auf Platz 1 war mit seinem Hit „Zeit, die nie vergeht“. Und wie man schnell feststellte, war der Ohrwurm noch nicht aus dem Gedächtnis der Köthener verschwunden. Im Laufe des Abends kam noch Martin Delainy aus Halifax, der sich im Publikum aufhielt, auf die Bühne und verwandelte den Köthener Marktplatz mit „Johnny B. Good“ von Chuck Berry in eine Rock’n’Roll-Arena.

Es war ein Abend voller Überraschungen, den auch Violinist und Musiklehrer Manfred Apitz – als klassischer Geiger und Kirchenmusiker allen Köthenern wohlbekannt – bereicherte. „Am Fenster“ von City sein Beitrag, dessen von der Leipziger Lyrikerin Hildegard Maria Rauchfuß geschriebenen Text Hannes Donath überzeugend sang. Das 1977 veröffentlichte „Am Fenster“ gehört zu den DDR-Rockklassikern schlechthin und war als einziger Song zwölf Wochen im Rockpalast notiert.

Höhepunkt „Knockin on heaven“s door“

Apitz war auf der Bühne nicht widerzuerkennen. Er entfachte ein regelrechtes Feuerwerk auf seinem Instrument und wurde zum Teufelsgeiger von Köthen. Standing ovation war die Antwort des Publikums. Gegen Mitternacht kam das große Finale mit dem Bob-Dylan-Song „Knockin on heaven“s door“.

Trotz wenig Werbung hatten sich doch durch Mund-zu-Mund-Propaganda über 150 Leute auf dem Marktplatz eingefunden, die nicht enttäuscht wurden. Die Queck-Company rockte im wahrsten Sinne des Wortes den Köthener Marktplatz ohne Pause, ohne Discoeinlagen nonstop und erspielte sich viele Sympathien, die sich in der Frage widerspiegelten: „Wann seid ihr wieder da?“

Auf dem Benefizkonzert wurden insgesamt 200 Euro an Spenden eingesammelt, wie Veranstalter Axel Bangnowski informierte.

Quelle: mz-web.de

Die Hilfe kommt an

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Gestern brachte das BRK 52000 Euro in Form von Werkzeugsets nach Deggendorf. Die Hilfe aus Neuburg war enorm

In den vergangenen drei Monaten ist der Spendenbetrag des BRK-Kreisverbandes für die Hochwasseropfer in Deggendorf auf 47000 Euro gestiegen. Vom BRK Deggendorf wurde er auf 52000 Euro aufgerundet. Gestern erreichte die Welle der Hilfsbereitschaft aus Neuburg 120 hochwassergeschädigte Familien vor Ort. Dazu starteten die Helfer um Organisator Bernhard Pfahler um 7 Uhr und verteilten ab 10 Uhr Werkzeugpakete.

Von Beginn an war es der Wunsch des BRK-Teams, dass die Spende aus der Ottheinrichstadt nicht in einen großen Topf, sondern in konkrete Projekte fließt. Und dazu haben der Kreisgeschäftsführer Robert Augustin und Bernhard Pfahler vor zwei Wochen in Deggendorf besprochen, was am dringendsten gebraucht wird. Die Empfehlung, Werkzeug zu besorgen, war eine klare Ansage. So wurden 120 Sets, bestehend aus Schlagbohrmaschine, Akkuschrauber und Werkzeugkoffer beschafft.

Mit diesen Paketen wurde der 7,5-Tonner des BRK am Donnerstagabend und Freitagfrüh beladen. Gegen 10 Uhr kam der Konvoi in Deggendorf an. Erwartet wurden die Neuburger zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Staatssekretär Bernd Siebler, der zugleich BRK-Kreisvorsitzender von Deggendorf und Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes ist, bedankte sich für die Hilfe, die direkt dort ankomme, wo sie gebraucht wird. Bernd Pfahler erinnerte sich, dass die Initialzündung für den Spendenaufruf in Neuburg von Sonja und Ernst Kaltenstadler gekommen sei. „Wir haben selbst erlebt, wie schlimm einem so ein Hochwasser treffen kann“, sagt der Bäckermeister. Durch den Verkauf von Neuburg-Taschen sind bei den Kaltenstadlers 3500 Euro zusammengekommen. 5000 Euro kamen von der Donau-Classic, 2500 Euro von den Caterern Göbel & Deiml, 2000 von der Galerie Nassler, 1000 Euro vom Personalrat der Stadt und dazu noch viele Einzelspenden. „Respekt und nochmals einen Dankeschön“, so Pfahler.

500 Familien hatten Bedarf angemeldet

Dass sich all die Aktionen gelohnt haben, bestätigte sich gestern für Pfahler, Robert Augustin, dessen Stellvertreter Anton Gutmann und Hans Räuschl bei der Verteilung der Werkzeugsets. Die Empfänger hatten Berechtigungsscheine erhalten, die vom Landratsamt geprüft worden waren. 120 Familien haben so Hilfe erfahren. Insgesamt hatten 500 Familien Bedarf angemeldet.

Pfahler erzählt, dass manche Familien noch immer nicht in ihre Häuser zurückkehren konnten: „Manche erfahren erst noch in diesen Tagen von einem Gutachter, ob ihr Haus saniert werden kann oder abgerissen werden muss.“

Abgerundet wurde der gestrige Tag für die Neuburger BRKler bei einer Dankeschönfeier für alle Hochwasserhelfer.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Die Hilfe kommt an – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Die-Hilfe-kommt-an-id26988636.html

Die Hilfe kommt an – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Die-Hilfe-kommt-an-id26988636.html

Hilfe aus Georgenthal für Hochwasser-geschädigte Familie in Berga

Veröffentlicht: September 2, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Spende für Flutopfer in der Elsterstadt

Berga „Uns hat das Schicksal von Günter und Ramona Kutschenreuter so sehr berührt, dass wir beschlossen zu helfen“, sagte am Sonnabend Sebastian Böhm, Wehrführer der Feuerwehr aus Nauendorf. Kurz nach der Flut hatten er und die Feuerwehrmänner des Zuges aus Georgental in Berga geholfen. Dabei waren sie auch auf die Familie Kutschenreuter gestoßen, denen sie halfen, die Wohnung leerzuräumen und Möbel und ähnliches hinauszubringen. Die Situation erschwerte, dass Günter Kutschenreuter seit einigen Jahren im Rollstuhl sitzt.

„Als Dank haben wir ihnen damals Tassen geschenkt, die mein Mann Günter bemalt hat“, erklärt Ramona Kutschenreuter. „Nun haben wir beschlossen, diese gefüllt wieder mit herzubringen“, sagte Ronny Prohaska, Ortsbrandmeister aus Georgental. „Gesammelt haben wir zuerst unter den Kameraden“, ergänzte Prohaska. Außerdem habe man die Chance eines Kurkonzerts in Georgental genutzt, um bei den Einwohner noch einmal um Unterstützung zu bitten. 385″Euro kamen zusammen, die Kutschenreuters bewegt entgegennahmen.

„Wir tun uns nach dem Hochwasser noch ein wenig schwer“, gab Ramona Kutschenreuter zu, „aber wir sind auf dem Weg. Es wird langsam.“ Ihr altes Heim musste die Familie jedoch wegen der Flutschäden verlassen. „Wir sind in Berga umgezogen, aber das neue Haus ist sehr schön.“

Quelle: otz.de

Engagement der Braunschweiger Feuerwehr hat Menschen in Magdeburg in großer Not geholfen

Mit insgesamt 455 Einsatzkräften, überwiegend aus den ehrenamtlichen Ortswehren, hat die Feuerwehr Braunschweig vom 4. bis 10. Juni die Einsatzkräfte aus der Partnerstadt Magdeburg bei der Bekämpfung des schweren Elbe-Hochwassers unterstützt.

Im Industriehafen in Magdeburg-Rothensee wurde unter Braunschweiger Leitung eine 2.400 Meter lange Hochwasserbarriere aus Sandsäcken errichtet, gesichert und unter zum Teil dramatischen Bedingungen nach einem Durchbruch wieder geschlossen. Für diesen aufopferungsvollen Einsatz hat Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann den Einsatzkräften heute bei einem Hoffest auf der Südwache gedankt.

„Mit ihrem Engagement haben Sie unbestritten einen großen Anteil daran, dass unsere Partnerstadt Magdeburg im Juni einer ganz großen Katastrophe entgangen ist“, sagte Dr. Hoffmann. „Auf die Braunschweiger ist Verlass“, dies hätten die Kräfte eindrucksvoll wieder unter Beweis gestellt, sagte der OB, der an den Einsatz in Wörlitz, insbesondere zur Rettung des Wörlitzer Gartenreichs, in 2002 erinnerte. Dr. Hoffmann ist Ehrenvorsitzender der Gesellschaft des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches.

„Besonders bemerkenswert finde ich, dass der Großteil der Kräfte von der Freiwilligen Feuerwehr kam. „Sie haben ihre Freizeit und ihre ganze Einsatzkraft unter schweren, sehr anstrengenden Bedingungen in den Dienst der Menschen unserer Partnerstadt gestellt. Dafür danke ich Ihnen.“ Dies zeige einmal mehr, wie wichtig ehrenamtliches Engagement – auch in einer Großstadt mit Berufsfeuerwehr – sei. „Selbstverständlich ist es nicht und ich freue mich darüber, dass die Zusammenarbeit der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr in unserer Stadt problemlos läuft – quasi im Schulterschluss“

All dies habe die Feuerwehr nur wenige Tage nach den Überschwemmungen in Braunschweig selbst geleistet, die ebenfalls eine Herausforderung gewesen seien und außergewöhnlichen Arbeitseinsatz erfordert hätten. Er hoffe, dass dieser vorbildliche Einsatz und das ehrenamtliche Engagement Signalwirkung hätten, insbesondere für junge Leute. „Hier wird deutlich: Jeder kann etwas bewirken und Menschen in großer Not helfen.“ Hoffmann dankte auch den Führungskräften der Berufsfeuerwehr für ihre umsichtige und souveräne Arbeit in diesen schwierigen Tagen des Braunschweiger und des Elbehochwassers.

Im Anschluss ehrte Dr. Hoffmann Peter Meier, langjähriges ehrenamtliches Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr (Ortsfeuerwehr Wenden). Die Ernennung zum Ehrenbrandmeister hatte der Rat der Stadt beschlossen. Dies ist eine besondere Auszeichnung, denn unter den etwa 1.100 Freiwilligen Feuerwehrleuten gibt es bisher nur 14 Ehrenbrandmeister.

Weiterhin wurden dann von Stadtbrandmeister Wolfgang Schulz mehrere Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbands und des Feuerwehrverbands Braunschweig Stadt e.V. verliehen.

Quelle: hessen-tageblatt.com

 

Sachsen: Jetzt kann die Fluthilfe fließen

Veröffentlicht: August 31, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Sachsen

Die sächsische Landesregierung gab gestern grünes Licht für die Hochwasserentschädigung. Bis zu 80 Prozent der Gesamtschäden schießt das Land zu. Anträge können jetzt gestellt werden.

Mit der gestern von der Landesregierung verabschiedeten Förderrichtlinie „Hochwasserschäden 2013“ sind die finanziellen Hilfen für vom Juni-Hochwasser betroffene Unternehmen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie des Gartenbaus neu geregelt. Der Zuschuss zur Schadensbeseitigung bei Unternehmen beträgt nach der neuen Richtlinie 80 Prozent der Gesamtschäden. Bei bereits eingereichten Anträgen auf finanzielle Hilfen werden die neuen Entschädigungssätze berücksichtigt.

 „Bisher sind bei der Sächsischen Aufbaubank nur wenige Anträge auf Förderung gestellt worden. Nun haben die Betriebe aber Klarheit über die endgültigen Förderkonditionen. Ich hoffe, dass die Anträge nun zügig gestellt werden und dass der nachhaltige Wiederaufbau schnell vorankommt“, so Staatsminister Frank Kupfer.

Was wird entschädigt?

Gefördert wird die Beseitigung aller Schäden, die unmittelbar durch das Hochwasser entstanden sind. Das schließt auch Schäden durch wild abfließendes Wasser, Sturzfluten, aufsteigendes Grundwasser, überlaufende Regen- und Mischwasserkanäle sowie durch Hangrutsche ein, soweit sie unmittelbar durch das Hochwasser verursacht wurden. Als Schäden gelten neben Schäden an Kulturpflanzen unter anderem auch Ausgaben für den Wiederaufbau, für Reparaturen, die Wiederbeschaffungskosten von Nutztieren, Vorräten und Lagerbeständen sowie die Kosten für Aufräumarbeiten und für die Schadensermittlung.

er Mindestschaden muss 5.000 Euro betragen. Im Bereich der Forstwirtschaft gilt eine Förderobergrenze von 200.000 Euro, in der Binnenfischerei liegt diese derzeit bei 30.000 Euro, jeweils nach den Bestimmungen des Europäischen Beihilferechts. Der Freistaat Sachsen hat bei der EU-Kommission eine Öffnung der Förderobergrenze für die Binnenfischerei beantragt. Zu Ermittlung der Schadenshöhe ist ein Gutachten erforderlich.

Zuschuss für Kleingärten

Die Förderrichtlinie regelt auch die Förderung der Schadensbeseitigung in Kleingärten und Kleingartenvereinen. Als Schäden gelten hier unter anderem Ausgaben für die Reparatur und den Wiederaufbau von Vereinsanlagen und Gartenlauben sowie die Kosten für die Schadensermittlung. Vereine bekommen einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der Schäden, wenn diese über 2 000 Euro liegen. Bei Kleingärtnern liegt der Mindestschaden bei 5 000 Euro. Auch hier ist zur Ermittlung der Schadenshöhe ein Gutachten erforderlich.

Quelle: agrarheute.com

Charity-Aktion bringt 22.500 Euro Ecom hilft Hochwasser-Opfern

Veröffentlicht: August 26, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Mit einer Spende von 50 Euro für jeden verkauften PC der Eigenmarke Captiva unterstützt Ecom die Opfer des Juni-Hochwassers.

Mit deutschen PCs gegen die Hochwasserschäden: Nachdem das Hochwasser im Juni tausenden Menschen in Deutschland die Existenz geraubt hatte, beschloss die Ecom Trading GmbH, sich an der Wiederaufbauhilfe zu beteiligen. In den letzten Wochen spendete der Komponenten-Distributor für jeden verkauften PC der in München assemblierten Eigenmarke Captiva 50 Euro. Insgesamt sind auf diesem Wege in den letzten Wochen 22.500 Euro zusammen gekommen, die nun an Hilfsverbände verteilt werden konnten.

»Für unser Unternehmen mit Sitz in Bayern ist es selbstverständlich, den Löwenanteil der Summe den Betroffenen in der Region zukommen zu lassen«, unterstrich Gerhard Ellinger, geschäftsführender Gesellschafter von Ecom, die Heimatverbundenheit seines Unternehmens. 15.000 Euro werden deshalb an die Fluthilfe-Aktion der regionalen Tageszeitung »Passauer Neue Presse« überwiesen, die sich besonders um Flutopfer in den Landkreisen Passau und Deggendorf kümmert.

Aber auch der nicht-bayerische Teil Deutschlands soll nicht vergessen werden, weshalb das restliche Drittel von 7.500 Euro laut Ellinger an die landesweit agierende »Aktion Deutschland hilft« gespendet werden.

Quelle: crn.de

Fluthilfe ja, aber nicht für Hausrat

Veröffentlicht: August 20, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Sachsen

Bürger, Kommunen und Unternehmen warten auf Fördergeld. Sachsen hat jetzt die Hochwasserhilfen geregelt – und zeigt sich auch dort wie üblich sparsam

Dresden. Trotz der nahenden Bundestagswahl gibt Sachsen das Wiederaufbaugeld nach dem verheerenden Juni-Hochwasser nicht mit vollen Händen aus. Kommunen wie Privatleute werden genau abwägen müssen, wie sie mit dem Geld aus dem nationalen Wiederaufbaufonds umgehen. Finanzielle Hilfen für die Wiederbeschaffung zerstörten Hausrates gibt es in Sachsen nicht. Kommunen müssen sich, um 100 Prozent der Schäden ersetzt zu bekommen, gegen künftige Hochwasserschäden versichern.

 

 

 

Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU) verwies am Dienstag bei der Vorstellung der vom Kabinett verabschiedeten Richtlinie darauf, dass Sachsen mit dem vom Bund zugebilligten Geld auskommen wolle. Der Freistaat rechnet mit gut 1,7 Milliarden Euro. „Die Wiederherstellung der Infrastruktur und der Bewohnbarkeit von Häusern haben absoluten Vorrang“, sagte Beermann. Beim Hausrat etwa gehe der Freistaat bewusst andere Wege als andere Länder. Ein hoher Versicherungsgrad, Soforthilfen und reichlich fließende Spenden seien einige Argumente gegen einen Schadenersatz für Hausrat.

 

 

 

Bürger, Unternehmen und Vereine können bis zu 80 Prozent der Schäden ersetzt werden. Beermann geht davon aus, dass das der Regelfall sein wird. Wer sein zerstörtes Haus an anderer Stelle wieder aufbauen möchte, kann einen zinslosen Kredit vom Land in Höhe von 20 Prozent des Schadens bekommen. Über eine Änderung der Gemeindeordnung soll es den Kommunen ermöglicht werden, Betroffenen Grundstücke unter dem eigentlichen Wert zur Verfügung zu stellen. Ein separates Programm zur Umsiedlung von Betroffenen werde es nicht geben. „Der Wiederaufbau eines Hauses an anderer Stelle ist die freie Entscheidung des Einzelnen“, sagte Beermann.

 

 

 

 

Aufwendige Antragstellung

 

 

 

Aktuell liegen bei der Sächsischen Aufbaubank knapp 300 Förderanträge von Unternehmen, Privathaushalten und Vereinen vor. Deren Schäden summieren sich auf knapp 16 Millionen Euro. Die Antragstellung ist aufwendig, weil im Gegensatz zur Soforthilfe zum Beispiel Gutachten eingeholt werden müssen. Nach bisherigen Schätzungen hatte das Hochwasser in Sachsen einen Schaden von rund 1,9 Milliarden Euro verursacht. Schlimmer hatte es das Nachbarland Sachsen-Anhalt mit rund 2,7 Milliarden Euro Schäden getroffen.

 

 

Widerstand gegen Hochwasserschutzmaßnahmen soll in Sachsen künftig schwieriger werden. Das Kabinett verabschiedete den Entwurf eines sogenannten Begleitgesetzes, mit dem mehrere Landesgesetze in punkto Hochwasserschutz geändert werden. So sollen Grundstückseigentümer unkomplizierter gezwungen werden können, Land etwa für Deichbauten herzugeben. Zudem ist unter anderem beabsichtigt, generelle Bauverbote in Naturschutzgebieten zugunsten des Hochwasserschutzes aufzuheben.

Quelle: sz-online.de

Mit Rosenheim-Ansichten Geld für Hochwasser-Geschädigte

Veröffentlicht: August 19, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hilfe

Der 74 Jahre alte Rosenheimer Horst Baur ist Musiker, doch er malt auch mit Leidenschaft.

Seine bunten Rosenheim-Bilder auf Leinwand verkauft er normalerweise nicht, stellt sie aber gerne aus, etwa im Amtsgericht oder bei Danone. Ermutigt durch viel positive Resonanz hat er sich jetzt entschlossen, einige Werke zugunsten der Hochwasser-Geschädigten zu verkaufen. Diese Ansicht mit dem Nepomuk-Brunnen im Vordergrund, rund 80 mal 50 Zentimeter, bietet er für 400 Euro an; Näheres unter Telefon 0151/10447876.

Quelle: ovb-online.de

Hochwasser-Benefizkonzert – Abend der Emotionen in Elster

Veröffentlicht: August 19, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Sachsen-Anhalt

Ein Stelldichein der Künstler begeisterte das Publikum im Freizeitpark in Elster. Über 700 Menschen waren gekommen, um Musik zu hören und zu spenden. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Gruppe „Karussel“.

elster Die Eindrücke vom Junihochwasser waren bei den Elsteranern noch frisch. Das Benefizkonzert am Freitagabend im Freizeitpark der Elbestadt, dazu die eingespielten Filmsequenzen zum Hochwasser – all dies ließen die Emotionen noch mal hochkommen.

Lob für die Organisatoren

Werner und Anke Zschau aus der Wiesenbachstraße vermochten beim Anblick der Bilder nur mit Mühe ihre Tränen zu unterdrücken. Erst seit drei Jahren in Elster wohnend, mussten sie erleben, wie ihr Haus von den Fluten eingeschlossen wurde und viele Möbel nur noch Sperrmüll waren. „Wir finden es dennoch toll, dass sich Künstler bereit fanden, ohne Gage in Elster aufzutreten“, so ihr Kommentar. Der war zugleich ein Kompliment an die Organisatoren Raik Buchta und Rene Stepputis, die es schafften, sogar die bekannte Gruppe Karussell für das Event in Elster zu gewinnen.

„Manchmal helfen eben alte Verbindungen und Netzwerke. Es war nicht schwer, selbst hochkarätige Stars für diese gute Sache zu gewinnen. Am Ende genügte ein Anruf “, meinte der Trebitzer Buchta. Wenn es so etwas wie eine typische Elsteraner Mentalität gebe, so sei es der Zusammenhalt.

Bürgermeister Peter Müller lobte die Bürger des Elbestädtchens: „Auf meine Elsteraner kann ich mich stets verlassen. In Notsituationen hilft einer dem anderen“, so das Stadtoberhaupt. Zu den meistbetroffenen Orten Aken und Fischbeck zählte beim Junihochwasser 2013 auch Elster. „Die Hilfsbereitschaft nach dieser Naturkatastrophe war anschließend enorm. Die Fernsehbilder gingen um die Welt und sprachen für sich, so dass selbst aus den USA Spenden eingingen“, erinnerte sich Müller an die bewegenden Tage im Juni.

Rundfunkmoderator Andre Damm führte durch das Programm. Auch für den gebürtigen Wittenberger, der als MDR-Berichterstatter viele Tage über die Ereignisse an der Elbe vor Ort berichtete, war dieser Freitagabend auf der Bühne keineswegs Routine. Schließlich kannte er eine Reihe von Einzelschicksalen. „Das hat auch mich betroffen gemacht.“

Einmal die Katastrophe vergessen. Einfach nur Dankeschön sagen zu all denen, die tatkräftig Solidarität mit den Betroffenen übten – das war auch dem Bürgermeister ein Herzensbedürfnis. Passend zum Motto des Abends: „Tu alles, was gut tut“ – hieß es schließlich in einem Udo-Jürgens-Song, gesungen von Stefan Schultz. Als bekennender Jürgens-Fan stand er seinem großen Vorbild in Mimik und Interpretation kaum nach.

„Klempo“ alias Dietrich Klemp, der sächselnde Koch aus Leipzig, strapazierte die Lachmuskeln. Kaum eine Lebenssituation sparte der Komiker alter Schule aus – dabei immer wieder das Publikum einbeziehend. Die junge Tänzerin Juliane Preuß führte mit ihren Darbietungen mit anmutigen Bewegungen in den Orient. Sängerin Natalie Lament bewies ihr Talent mit Helene-Fischer-Titeln, mit denen sie sich gern identifiziert. Demnächst möchte sie gern mit Stefan Schultz ein gemeinsames Tourneeprogramm bestreiten.

Sonderzug an die Elbe

Der Sonderzug ging diesmal nicht nach Pankow, er endete in Elster. Mister Panik, der als Udo-Lindenberg-Double tourt, erinnerte mit der gewissen Schnodderigkeit an die unvergleichbare Art seines Meisters. Das Publikum war entzückt von den Verwandlungskünstlern und Musikkomikern „Drixi“ und „Remmi & Demmi“, die in atemberaubenden Tempo die Elsteraner zu Lachsalven animierten und ebenso für Stimmung sorgten wie die Gruppe „Karussell“. Beim Auftritt der DDR-Rocklegende hielt es keinen mehr auf den Plätzen. Den Schlussapplaus, in Dezibel kaum messbar, hatten sich die Leipziger (Joe Raschke, Reinhard Huth, Benno Jähnert, Hans Graf, Jan Kirsten und Wolf-Rüdiger Raschke) mehr als verdient.

Wie viel Geld genau beim Benefizkonzert zusammengekommen ist, wird erst in den nächsten Tagen feststehen, sagte gestern Abend Organisator Raik Buchta.

Quelle: mz-web.de

Eine Spende in Höhe von 10.000 Euro für den Wiederaufbau des Spielovals im Hofwiesenpark in Gera übergaben am heutigen Montag Geschäftsführer Daniel Tänzler und Projektleiterin Anke Graf von der Daten Management Service GmbH (DMS) Gera an Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos), teilte die Stadt mit.

Gera. Hahn dankte für das großzügige Engagement. „Das Hochwasser Anfang Juni war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte unserer Stadt. Ausdruck der großen Solidarität in und mit unserer Stadt ist die beeindruckende Spendenbereitschaft. Damit ist es uns auch möglich, die Gesamtkosten von 20.000 Euro für den Wiederaufbau des Spielovals im Hofwiesenpark zu finanzieren“.

Der aktuelle Stand auf den Spendenkonten der Stadt Gera beträgt insgesamt 164.332,29 Euro.

Unmittelbar nach dem Hochwasser hatten Mitarbeiter der Lebenshilfe und der Arbeitsfördergesellschaft Otegau das Spieloval von Schlamm befreit. Auf einer Fläche von 250 Quadratmetern musste Rindenmulch ersetzt werden. Auch die Perlkiesfläche vor der Kletterwand war zu erneuern. Bäume, Sträucher und Hecken mussten von angeschwemmtem Material befreit und gereinigt werden. Die Elektronik für die Beleuchtung der Tunnel im Huhn und für die Wasserspritztiere musste repariert werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Auf einer Fläche von über 600 Quadratmetern wurden kontaminierter Sand entfernt und fast 350 Tonnen frischer Sand eingebaut. Holzspielgeräte, deren Fundamente vom Hochwasser weggespült worden waren, sind wieder stabil aufgestellt worden.

Über die 10.000-Euro-Spende der Firma DMS für das Spieloval im Hofwiesenpark hinaus unterstützten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens den Wiederaufbau der Kindertagesstätten „Zur Märchenbuche“ in Caaschwitz sowie „Kleine Strolche“ in Zeitz. Hier spendeten sie den Erlös des Frühstücksbasars, den u.a. Projektleiterin Anke Graf initiiert hatte, in Höhe von 2.093,91 Euro.

Quelle: tlz.de

Rockpiraten enterten das Rathaus in Weimar

Veröffentlicht: August 15, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Thüringen

Weimar. Der Kassensturz ist vollzogen: 1500 Euro hat der Benefiz-Sonntag im Uhrenwerk zu Gunsten von Menschen in der Region eingespielt, die im Juni von Unwetter und Hochwasser besonders betroffen waren.

Rund 400 Gäste sind am vergangenen Wochenende dem Ruf in Weimars Norden gefolgt, um dort einen bunten Familiennachmittag sowie Live-Auftritte von Andreas Max Martin, Borderline, Der Philipp Solo, Passat und Rockpirat zu erleben und mit einem Obolus Gutes zu tun.

Zwar hätten sich die Organisatoren einige Besucher mehr gewünscht. Neben der Urlaubszeit mussten sie sich die Gunst des Publikums allerdings auch mit den großen Thüringer Festivals „SonneMondSterne“ und „Party.san“ sowie in Weimar selbst mit dem Fassadenspektakel „Genius Loci“ teilen.

Die Musiker von Rockpirat hatten sich gestern zum ersten Mal überhaupt im Rathaus angesagt. Schließlich wollte auch OB Stefan Wolf als Schirmherr des Benefiz-Sonntags wissen, wie viel Geld die Aktion einbrachte. Immerhin gehören zwei Vereine der Stadt zu den Begünstigten. 500 Euro kommen den Handwerk-Keglern zugute, deren Bahn in Oberweimar durch das Hochwasser Schaden genommen hatte. Die gleiche Summe soll an den Hundesportverein Weimar gehen, dessen Vereinsgelände überflutet war. Die dritten 500 Euro erfüllen ihren guten Zweck im Weimarer Land.

„Als das Hochwasser wütete, waren wir gerade unterwegs zu einem Konzert. Wie schlimm die Situation wirklich war, ist uns erst bewusst geworden, als wir im Radio von den vielen Straßensperrungen hörten“, sagte Rockpirat-Sänger Stefan Heinz. Angesichts des Schadensmaßes sei es Musikern wichtig gewesen, selbst einen helfenden Beitrag zu leisten. Ihren Verbündeten fanden sie in Martin Mendel von der Agentur Soundrausch.

Nächstes Konzert schon morgen in Ettersburg

Keyboarder Steffen Schüßler dankte zudem der Stadt und den umliegenden Verwaltungsgemeinschaften, die es gestatteten, dass die Veranstalter gratis für den Benefiz-Sonntag plakatieren durften. Ansonsten sei es für Rockpirat allerdings eher schwierig, die eigenen Konzerte im Stadtgebiet bewerben zu können. „Das ist auch ein Grund, weshalb wir in Weimar so selten spielen“, so SchüßlerDas nächste Mal legen die Rockpiraten am 9. November in der Kulturstadt los, dann wieder im Uhrenwerk. Gleich vor den Toren Weimars sind sie aber schon am morgigen Freitagabend zu hören. In Ettersburg spielt die Band zur Kirmesparty.

Quelle: otz.de

Hilfe für Hochwasseropfer, denen sonst keiner hilft

Veröffentlicht: August 15, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Thüringen
Ilmkreis. Der Arbeiter-Samariter-Bund im Ilmkreis greift mit Raumentfeuchtern und Geld unter die Arme.
Sicherlich ist nicht nur denen, die Schäden an ihren Häusern und Grundstücken zu verzeichnen hatten, das Maihochwasser noch gut in Erinnerung. Man staunt aber, dass es trotz der heißen und trockenen Tage immer noch Häuser gibt, aus deren Keller die Feuchtigkeit nicht vertrieben werden konnte. Dafür bietet der Arbeiter-Samariter-Bund Hilfe an.
Der Erfurter Dirk Biereige wurde berufen, in allen betroffenen deutschen Regionen die Mittel zu verteilen, die dem ASB in einer beispiellosen Spendenaktion zugingen. Im Rahmen der Aktion „Deutschland hilft“, zu der sich im Jahr 2001 zehn renommierte Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben, wurden jetzt dem Ilmkreis 30 Raumentfeuchter zur Verfügung gestellt, die ab sofort unentgeltlich genutzt werden können.
Sogar Stromkostenbeihilfen für den enormen Energiehunger der Geräte sind möglich. Darüber hinaus stehen auch finanzielle Mittel bereit, um Hochwasseropfern zu helfen.
Es gibt für die Inanspruchnahme eine wichtige Bedingung: Diese Hilfen werden nur nachrangig ausgereicht. Das heißt, nur an diejenigen, die über Versicherungen oder staatliche/kommunale Programme keine oder nicht ausreichende Mittel zur Schadensbeseitigung zur Verfügung gestellt bekommen haben.
„In vielen Fällen haben es Versicherungen in den vergangenen Jahren abgelehnt, Bewohner gefährdeter Gebiete zu versichern oder die Prämien so extrem angehoben, dass eine Versicherung nicht bezahlbar war. In solchen Fällen wollen wir helfen“, sagt Dirk Biereige. Das Hilfsangebot gelte aber nicht nur Privatpersonen, sondern auch Vereinen und Organisationen und Gewerbetreibenden, kurzum allen, die vom Hochwasser betroffen waren und die die Hilfsbedingung erfüllen, ergänzt Hans-Werner Eschrich, Geschäftsführer des ASB im Ilmkreis. Die hiesige Kreisorganisation ist es auch, die die Anträge entgegennimmt und die Hilfen nach Einzelfallprüfung unbürokratisch und schnell ausreicht.
Wenn nachgewiesen werden kann, dass die Wassereinträge infolge der Starkregenereignisse im Mai entstanden sind, können in Einzelfällen auch Hilfen für Schicht- und Grundwasserschäden ausgereicht werden. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich beim ASB zu melden und das Schadensformular auszufüllen. Grundsätzlich, so Dirk Biereige, stünde die Beseitigung an selbst genutzten Wohngebäuden im Vordergrund. Aber man werde auch andere Fälle prüfen.
Der ASB, der in Arnstadt in der Lindenallee unmittelbar neben der Gera sein Domizil hat, war vom Hochwasser selbst nicht betroffen. Mit Hans-Jürgen Behringer, Leiter Rettungsdienst, war aber ein Mitglied des Kreisverbandes (mit Dirk Biereige) Teil des Lagezentrums, das in Erfurt den Thüringer Hochwassereinsatz koordinierte. Mit drei Fahrzeugen und sechs Mann Besatzung half der ASB Ilmkreis direkt in Altenburg aus.
Infos und Anträge zur Hochwasserhilfe: ASB , Tel. (03628) 588410, E-Mail: info@asb-arnstadt.org
Quelle: otz.de

Die Awo-Kindertagesstätte „Zur Märchenbuche“ in Caaschwitz hatte mit dem Hochwasser den neuen Krippenbereich, Spielzeug-Schuppen und Klettergerüst verloren. Durch zahlreiche Spenden kann vieles wieder aufgebaut werden.

Caaschwitz. Auch heute noch ist das Hochwasser in der Awo-Kita „Zur Märchenbuche“ in Caaschwitz präsent. Fast täglich kommen die Kleinen mit ihren Erzieherinnen auf die Überflutung Anfang Juni zu sprechen, denn noch immer ist hier nichts, wie es vorher war. Den gesamten Krippenbereich, erst vor drei Jahren in einem neuen Anbau eingerichtet, hatte das dreckige Elsterwasser überspült. Die kleinen Bettchen standen im Wasser, die Spielsachen schwammen durch die Gegend. Auch im Garten, in der sich strömend die Weiße Elster ihr altes Flussbett suchte, war nichts mehr dort, wo es hingehörte. Der Spielzeug-Schuppen, das Hochbeet mit den Küchenkräutern, der Sandkasten – alles futsch.

Gestapelte Sandsäcke und mit Folie verdichtete Türen und Fenster hatten nichts genützt, das Wasser hatte sich seinen Weg gesucht.

Erst nach drei Tagen hatte Kita-Leiterin Gabriele Zepnik wieder einen Fuß in ihren Kindergarten setzen können. „Wir haben eine ganze Woche lang nur kaputte Sachen und Unrat rausgeschafft. Zwar haben wir versucht, einige Spielsachen zu reinigen, doch vieles wurde einfach nicht sauber. Und da die Kinder damit in Kontakt kommen, wollten wir kein Risiko eingehen, haben also vieles weggeschmissen“, sagt sie.

Eine Woche habe man den Kita-Betrieb nur eingeschränkt in einem Ausweichquartier realisieren können, doch die Eltern hatten großes Verständnis gezeigt und selbst mit angepackt. Selbst in diesen Tagen ist die große Gruppe im Gemeinderaum der freiwilligen Feuerwehr untergebracht und die Kleinen sind ins Obergeschoss gezogen.

Gabriele Zepnik hofft nun, den großen Garten ab September wieder voll nutzen zu können. Der Spielsand im Sandkasten und der Fallschutzkies ist durch Max Bögl bereits ausgetauscht worden. Die Kita-Kinder sind bereits jetzt schon ganz ungeduldig, endlich wieder auf ihrem geliebten Klettergerüst spielen zu dürfen. „Das ist noch aus DDR-Zeiten. Ihm galt die erste Frage der Kinder, als sie nach dem Hochwasser wieder herkamen. Zum Glück hat es die Flut überstanden“, erzählt Zep­nik. Der der Flut zum Opfer gefallene Kletterturm aus Holz soll im kommenden Jahr ersetzt werden.

Ohne die außerordentlich große Spendenbereitschaft der Menschen, sei ein Wiederaufbau der Kita unmöglich, sagt die Kita-Chefin. Noch immer ist sie überwältigt, wie viel und von wo ihnen überall finanzielle Unterstützung zuteil wurde: 17″380 Euro überwies die Stadt Sondershausen von ihrem Fluthilfe-Spendenkonto, 28″000 Euro Sonneberg von einem Benefizkonzert, Geld kam auch von der Daten Management Service GmbH und der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Triebeser Awo-Kita, von Mitarbeitern des Eisenberger Waldkrankenhauses und aus dem Jugendclub Töppeln. Auch den Kindern der großen Gruppe ist das bewusst. „Sie basteln mit Freude für jeden Spender ein Plakat“, sagt Gabriele Zepnik. Ein solches Dankeschön überreichten sie in der vergangenen Woche auch an Thomas Schick von Leo Pharma. Das Neu-Isenburger Unternehmen hatte über Klaus Winzer aus Gera von der verwüsteten Kita erfahren und brachte einen Scheck über 3000 Euro mit. „Für uns, die wir so weit weg sind von Ostthüringen, ist es unvorstellbar, wie schlimm es die Menschen hier teilweise erwischt hat“, sagte Schick. Auch dank ihnen kann der Krippenbereich mit einem Herbstfest bald neu eröffnet werden. Darauf freuen sich nicht nur die 43 Kita-Kinder, sondern auch die neun Erzieherinnen hoffen, dass dann endlich wieder so etwas wie Normalität einziehen kann.Kommentar

Quelle: otz.de

Reha-Klinik schickt Transporter mit Flut-Spenden nach Gera

Veröffentlicht: August 14, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Thüringen

Bad Langensalza. In den vergangenen Wochen sammelten die Mitarbeiter Fahrräder, Möbel und Kleidung, um Betroffene der Flut zu unterstützen.

Der Morgen begann gestern für einige Mitarbeiter der Reha-Klinik an der Salza auf eine eher ungewöhnliche Weise: Denn es galt, Fahrräder, Stühle, Tische und Kartons voll Kleidung und Geschirr aus dem Verwaltungskeller zu tragen und in einen Transporter zu stapeln. Rund zwei Wochen hatten die Mitarbeiter in dem Keller alles gesammelt, was sie im eigenen Haushalt nicht mehr benötigten. Die Spende erhalten Flutopfer in Gera. Verteilt wird sie von der Caritas, die am Donnerstag vier Spendenhallen in Gera öffnet.

„Ich habe heute extra noch einmal mein ganzes Geschirr durchgesehen und Salatschüsseln aussortiert“, sagte Chefarzt Enrico Kahl im Gespräch mit unserer Zeitung. 2002 sei sein eigenes Haus in der Nähe des sächsischen Freibergs vom Hochwasser überschwemmt worden.

„Danach mangelt es an allem“, sagte Kahl. In einer Spendenhalle habe er sich nach der Flut eine Schaufel mitgenommen, um Schlamm zu beseitigen. „Das Wasser hatte mein gesamtes Werkzeug aus der Garage weggespült.“

Hochwasser von 2002 noch in Erinnerung

Ein dreiviertel Jahr habe es 2002 gedauert, bis Kahls Familie alles, was die Flut zerstörte, renoviert und ersetzt hatte. „Vielen ist die Katastrophe vielleicht schon nicht mehr im Bewusstsein. Für die Betroffenen aber ist die Sache noch längst nicht abgeschlossen“, sagte Kahl.

Deshalb sollen in den nächsten Wochen auch bis zu drei Psychologen der Reha-Klinik für einen Tag in Gera vor Ort sein. Bei der Caritas sollen sie eine offene Sprechstunde anbieten.

„Die Gespräche sind als Erstberatung gedacht“, erklärte Verwaltungsleiterin Silke Kliem. Die Mitarbeiter der Klinik könnten aber dann an entsprechende Stellen weitervermitteln.

Direkt nach dem Unglück schaffe es kaum einer, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und sie zu verarbeiten, sagte Kahl. „Da muss erst einmal wieder das Haus bewohnbar gemacht werden, das familiäre Umfeld stabil sein.“ Erst kürzlich habe die Klinik in Bad Langensalza einen Patienten entlassen, der zu Hause wegen des Hochwassers noch weder Strom noch Wasser hatte. „Wir mussten ihm einen späteren Termin bei uns geben“, schilderte gestern Verwaltungsleiterin Kliem.

Zwei Menschen, die besonders schwer vom Hochwasser getroffen wurden, möchte die Klinik für 14 Tage einladen. „Wer dafür in Frage kommt, muss die Caritas in Gera entscheiden“, sagte Kliem. Die Idee zu helfen, sei kurz nach der Flut im kleinen Führungskreis entstanden.

Zwei Drittel der 150 Mitarbeiter beteiligten sich. Die Kurgäste habe man nicht in die Aktion miteinbezogen, sagte Kliem. „Die kommen meist nicht aus der unmittelbaren Umgebung.“

Dass sich das Klinikpersonal in der Stadt Gera engagiert, sei mehr oder weniger Zufall gewesen, sagte Kliem. Das Team habe entschieden, sich innerhalb Thüringens zu engagieren. „Den Ansprechpartner bei der Geraer Caritas haben wir dann vom Ministerium in Erfurt erhalten.“

Einen Transporter stellte das Autohaus Glinicke in Bad Langensalza. In Hauptgesellschafter Patrick Aldorf sei schnell ein Fahrer gefunden worden, der die Fracht nach Gera bringt.

„Für mich war es 2002 unglaublich ermutigend, zu merken, dass sich andere Menschen engagieren und mit uns zusammenstehen“, betonte Chefarzt Kahl – selbst wenn es nur um eine Schaufel gegangen sei.

Quelle: otz.de

Sechs Familien verreisen für eine Woche.

Caaschwitz. Thomas und Marleen Riedel werden gemeinsam mit ihren Kindern Florian (9) und Haley (5) demnächst als eine von sechs Familien im Landkreis Greiz im Ahorn-Berghotel in Friedrichroda zu Gast sein. Auf Einladung der Hausleitung genießen vom Hochwasser schwer betroffene Familien aus Caaschwitz, Neumühle, Berga, Wünschendorf, und Bad Köstritz eine gesponserte Erholungswoche.

„Familie Riedel ist erst vor drei Jahren in den Ort gezogen. Wir denken, bei ihnen ist dieser Gutschein bestens aufgehoben“, sagte Dieter Dröse, Bürgermeister von Caaschwitz. Gemeinsam mit Landrätin Martina Schweinsburg überreichte er das Geschenk. „Wir werden den Reise-Gutschein mit unseren Kindern noch in den Sommerferien einlösen. Zu Hause ist es so oder so noch provisorisch, weil alles noch trocknen muss“, sagte Marleen Riedel.

Quelle: otz.de

„Eine Mikrowelle wäre gut, unsere haben wir verloren“. Mit ihrem Mann Dieter gehörte Thea Reitz zu den sechs Geraer Familien aus Thieschitz, Heinrichsgrün und Untermhaus, denen am Freitag Gerhard Günther, Präsident des DRK-Landesverbandes, Haushaltsgeräte überreichte.

Gera. Mikrowellen, Kaffeekocher, Kaffeemaschinen, Bügeleisen hatte Tschibo dem DRK für die Fluthilfe zur Verfügung gestellt. Gerhard Günther versicherte : „Ich weiß, dass die materiellen Verluste und die psychischen Belastungen, an denen Sie alle noch tragen, viel viel höher sind. Diese Geste soll Ihnen zeigen, dass auch zwei Monate nach der Flut keiner vergessen ist.“ So informierte er, dass der DRK-Landesverband Thüringen bisher 64 000 Euro Spendengelder an 53 flutgeschädigte Thüringer Haushalte ausgezahlt habe. Die Inanspruchnahme der Mittel halte sich in Grenzen. Auch bei seinen Gesprächspartnern wie Heidrun Hinzke aus Heinrichsgrün, die im Obergeschoss ihres Hauses neben dem Schreibtisch auf einem Campingtisch die Kochplatte stehen hat und im Provisorium lebt: „Wir haben alle noch so viele Sorgen und Wege und keiner möchte Bittsteller sein.“ Die Schausteller-Familie Reitz lebt immer noch bei der Nachbarin. Thea Reitz freute sich sehr über die Mikrowelle.

Quelle: otz.de

12 000 Euro für Opfer der Flutkatastrophe an der Elbe

Veröffentlicht: August 3, 2013 von fluthelfer in Hilfe
Regelschüler aus Treffurt organisierten Spendenlauf und wollen das Geld demnächst in Fischbeck in Sachsen-Anhalt übergeben.

Treffurt. Beim Spendenlauf der Regelschule für Opfer der Flutkatastrophe sind über 12 000 Euro zusammengekommen. Darüber berichtete Bürgermeister Michael Reinz (pl) im jüngsten Stadtrat. „Das ist ein fantastisches Ergebnis“, kommentierte der passionierte Läufer. Voraussichtlich am 28. August wird eine Delegation aus Feuerwehrleuten, Regelschülern und Bürgermeister nach Fischbeck in Sachsen-Anhalt fahren, das besonders vom Hochwasser der Elbe betroffen war. Die Treffurter wollen das Geld vor Ort übergeben.

Quelle: otz.de

Geduld ist jetzt das Wichtigste für Hochwasseropfer aus Treben

Veröffentlicht: August 2, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Thüringen

Reinhard Schimmelpfennig aus Treben im Altenburger Land erhält 1500 Euro von der Flutopferhilfe „Thüringen hilft“.

Treben. „Sind da nicht ganz andere dran, die es mehr getroffen hat“, ist die erste Reaktion von Reinhard Schimmelpfennig aus Treben, als ihm Christoph Schmidt von der Diakonie Mitteldeutschland 1500 Euro aus der Aktion „Thüringen hilft“ übergibt. Und wie zur Bestätigung seiner Zweifel berichtet der Trebener von einer Bekannten, bei der das Wasser bis zwei Meter hoch ins Haus geschossen sei. In der Wohnung von Schimmelpfennig habe die stinkende Brühe des zum reißenden Fluss gewordenen Gerstenbachs dagegen 97 Zentimeter hoch gestanden. Doch in Zentimetern ist Hilfsbedürftigkeit nicht messbar und kaum ein Fall gleicht dem anderen. Allein in Treben beklagen Privatleute fast drei Millionen Euro Schaden. 86 Betroffene des 1254-Seelen-Dorfes stehen auf der Schadensliste. Im ganzen Altenburger Land sind es über 18 Millionen Euro Flutfolgen in privaten Haushalten.

Bemerkt habe er die Gefahr erst, als er in der Nacht von Sonntag, 2. Juni, auf Montag aufstand und mit den Beinen im Wasser landete, sagt er. Mit dem Zollstock hat Schimmelpfennig die Höhe gemessen und Fotos gemacht, damit er das Unglaubliche später beweisen kann.

Der Mann brauche jetzt ein ordentliches Bett, in dem er schlafen kann und er braucht Hausrat, sagt Christoph Schmidt von der Diakonie. Seit seinem Herzinfarkt könne der Trebener nur noch schlecht Treppen steigen, bekomme schwer Luft. Und so war der 63-Jährige erst gut eine Woche vor der Flut von der ersten Etage ins Erdgeschoss seines Hauses gezogen. Ein Umzug für mehr Wohlbefinden. Doch davon ist nichts mehr zu sehen. Die Tapeten sind abgenommen, der Holzfußboden raus. Die Wände präsentieren eine alles umlaufende Staunässe. Die Möbel sind hin. „Alles Schrott“, sagt Schimmelpfennig und sitzt vor einem Plastikkasten mit zusammengekramtem Geschirr. 35 000 Euro Gebäudeschaden seien aufgenommen, etwa 10 000 Euro würde eine Neueinrichtung der Wohnung kosten. „Das ist ganz schön viel“, ist er fast selbst erschrocken. Aber es fehlt vom Kühlschrank, Stuhl und Tisch bis zur Waschmaschine alles für ein normales Leben. Der Steinfußboden müsse 20 Zentimeter heraus, die Fliesen im Bad werden abgehackt. Derweil läuft ein Trockengerät rund um die Uhr, das er von der Diakonie ausgeliehen hat und das Wasser aus den Wänden zieht. Auch die Heizung müsse neu gemacht werden, sagt Schimmelpfennig. Dafür soll das Geld verwendet werden, das die Versicherung zahlt – nach ärgerlichen Aus-einandersetzungen, schiebt er nach.

Der Trebener sieht sich in seiner Wohnung um, die jetzt eher einem nass gewordenen Rohbau gleicht. So gesehen, sind 1500 Euro aus der Flutopferhilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber Schimmelpfennig ist dankbar für jede Unterstützung.

Wenngleich er nun erst einmal Geduld haben muss. Er muss warten bis die Wände trocknen – und abwarten, ob die Aufbauhilfe des Landes zu einem Wiederaufbau reicht.

Quelle: otz.de