Archiv für die Kategorie ‘finanzielle Hilfen’

Nach dem Wasser fließt das Geld

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Im Mai und Juni dieses Jahres führten extreme Regenfälle zu Hochwasser in vielen Regionen Deutschlands. Auch Teile Baden-Württembergs waren davon betroffen. Menschen, denen ihr Hab und Gut durch die Katastrophe zerstört wurde, können nun finanzielle Hilfe beim Land beantragen.

Baden-Württemberg habe 74 Millionen Euro für die Aufbauhilfe zur Verfügung, teilte Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Mittwoch in Stuttgart mit.

Härtefälle erhalten volle Summe

Bis Ende Juni 2015 können Geschädigte Anträge stellen. In der Regel seien die Regierungspräsidien dafür zuständig. Privatpersonen sollen sich an die Bürgermeisterämter der Stadtkreise und die Landratsämter als untere Verwaltungsbehörden wenden.

Die Zuschusshöhe soll meist bei 80 Prozent der förderfähigen Kosten liegen. In Härtefällen soll die volle Summe erstattet werden. Hilfen Dritter wie von Versicherungen würden aber angerechnet.

Quelle: swr.de

Erste Hochwasser-Hilfen an Landwirte gezahlt

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in Brandenburg, finanzielle Hilfen

Potsdam  Gut vier Monate nach dem Sommer-Hochwasser hat das Potsdamer Agrarministerium die ersten Hochwasserhilfen ausgezahlt. An 13 Landwirte sei Schadensausgleich in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro gezahlt worden, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch in Potsdam. Vorrangig wurden die Härtefälle aus den Havelpoldern bei Rhinow entschädigt, die einen wirtschaftlichen Totalausfall hatten.

„Das sind vor allem kleinere und mittlere Betriebe“, erläuterte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. Zu den Schäden gehörten neben Ernteausfällen die Kosten für Bergung der Tiere und für die Räumung der überfluteten Flächen. Insgesamt wurden nach Angaben des Ministeriums bis Mitte Oktober 318 Anträge auf Hochwasserhilfe mit einem Volumen von rund 20 Millionen Euro eingereicht. Davon seien bereits 55 Anträge mit einem Volumen von 5,3 Millionen Euro bewilligt.

Quelle: moz.de

Das Dorf gehörte zu den am stärksten von der Flut betroffenen Kommunen in Westsachsen. Keiner der vier Ortsteile blieb verschont.

Fraureuth. Das Hochwasser vom 2. Juni ist Geschichte, doch ein Großteil der Schäden sind in der Gemeinde Fraureuth noch immer sichtbar. Deren Beseitigung kann die Kommune nun schrittweise in Angriff nehmen. Dafür erhält die Gemeinde 2,5 Millionen vom Freistaat. Davon bekommt Fraureuth 1,95 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank, der Rest kommt vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. „Wir bekommen die Beseitigung aller von uns gemeldeten 25 Schäden in vollem Umfang bezahlt und erhalten sogar noch einen Zuschlag von zehn Prozent“, sagt Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU).

Von den bewilligten Vorhaben wurden acht Projekte in der Prioritätenliste als sehr hoch eingestuft. Dazu gehören die Instandsetzung des Mühlgrabens vom Einlass Neumarker Bach bis zur Ernst-Ahnert-Straße 23 im Ortsteil Gospersgrün sowie die Sanierung des Feuerlöschteiches am Wiesenweg in Römersgrün. Auf der Dringlichkeitsliste ganz oben stehen unter anderem auch die Beseitigung der Schäden, die das Hochwasser am Ruppertsbach im Bereich der Talstraße 34 sowie der Kleingartenanlage „Wiesengrund“ anrichtete. Mit dem vom Freistaat bewilligten Geld sollen unter anderem auch die Brücke zum „Steinbruch“, Ernst-Ahnert-Straße, repariert sowie der Beiersdorfer Bach im Bereich Dorfstra- ße 25 in Höhe der Feuerwehr grundhaft in Stand gesetzt werden.

Zu den Schwerpunktvorhaben in der Gemeinde gehört das Freibad Fraureuth. „Die Einrichtung wurde durch das Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen und musste nach der Flut für fast zwei Wochen geschlossen werden“, sagt der Bürgermeister. Durch den Dauerregen trat der sich hinter dem Bad am Waldesrand befindliche Vorstau über die Ufer. Die braune Brühe schoss den Hang hinunter in die Freizeiteinrichtung, floss in das Becken, vermischte sich mit dem Badewasser und verwandelte das Areal in eine Seenlandschaft. Dabei wurden unter anderem Spielplatz und Volleyballplatz weggespült. Ein Teil der Kanalisation, die unter dem Bad verläuft und durch die das Wasser des Vorstaus fließt, wurde zerstört. Was sich während der Flut besonderes negativ auswirkte: Die Gemeinde hatte 2011 in das Bad 20.000 Euro investiert und mit dem Geld unter anderem eine Pumpe installiert, mit deren Hilfe das Becken mit Nass in Trinkwasserqualität gefüllt wird. Auch diese Technik wurde durch die Flut beschädigt.

Gemeinden setzen Projekte um

Die Stadt Werdau hat 13,7 Millio- nen Euro für die Beseitigung der Hochwasserschäden bekommen. Das größte Bauvorhaben ist dabei die Instandsetzung der Ufermauer der Pleiße entlang der Turnhallenstraße. Diese Maßnahme kostet rund 1,7 Millionen Euro.

Crimmitschau erhielt 7,5 Millio- nen Euro und setzt damit 74 Maßnahmen um, unter anderem für Instandsetzungsarbeiten im Sahnpark.

Neukirchen bekam 3 Millionen Euro. Dafür soll zum Beispiel das Lehrschwimmbecken repariert werden.

Quelle: freiepresse.de

Hochwasser Sachsen-Anhalt: Fluthilfe fließt nur zögerlich

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Halle

Halle  – In Sachsen-Anhalt geraten offenbar Unternehmen in Existenznot, weil dringend benötigte Wiederaufbauhilfen nach dem Juni-Hochwasser vom Land noch nicht ausgezahlt werden können. Ursache dafür ist eine noch ausstehende Genehmigung der EU-Kommission für die Überweisung von Fluthilfen, berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). „Es gibt Firmen, die auf weitere Zahlungen nach der Soforthilfe angewiesen sind“, sagte der stellvertretende Leiter des Wiederaufbaustabes der Landesregierung, Theo Struhkamp, der Zeitung. Bislang habe das Wirtschaftsministerium maximal 200 000 Euro Soforthilfe je betroffener Firma gezahlt, „doch es kommt Druck auf von Betrieben, die mehr als diese 200 000 Euro benötigen“, so Struhkamp. Das Land warte daher händeringend auf eine Entscheidung der EU-Kommission.

Quelle: finanznachrichten.de

108 Millionen Euro Soforthilfe sind seit Anfang Juni an Hochwassergeschädigte in Bayern ausbezahlt worden. Zum 15. Oktober ist das Sofortgeld nun eingestellt worden. Die versprochene schnelle und unbürokratische Hilfe sei erfolgreich umgesetzt worden, so Bayerns Finanzminister Dr. Markus Söder am Mittwoch. In die Soforthilfeprogramme des Finanz-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministeriums flossen rund 85, 9 und 13 Millionen Euro. Auf die erste Hilfe folgen nun bundeseinheitliche Hilfen für den Wiederaufbau und Steuererleichterungen. Die Vereinbarkeit einer steuerlichen Sonderregelung für Sanierungsaufwendungen mit dem Europarecht muss noch bestätigt werden.

Quelle: trp1.de

800.000 Euro für Hochwasser-Opfer gespendet

Veröffentlicht: Oktober 15, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen

Spendengeld des Arbeiter-Samariter-Bundes geht direkt an betroffene Familien

Der Arbeiter-Samariter-Bund lässt den Hochwasseropfern in der Region Deggendorf Spendengelder in Höhe von 800.000 Euro zukommen. Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter nahm am Montag, 14. Oktober, den symbolischen Spendenscheck aus den Händen des bayerischen ASB-Landesvorsitzenden Hans-Ulrich Pfaffmann (MdL) sowie des ASB-Landesgeschäftsführers Thomas Klüpfel entgegen.

„Wir sind froh darüber, dass wir mit dem Landratsamt Deggendorf einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben“, sagte Pfaffmann. „Die Behörde hat vor Ort die beste Übersicht und kann das Geld am effektivsten an betroffene Familien weiterleiten. Viele Flutopfer hatten keine Versicherung – und genau diesen Menschen helfen wir.“

Der ASB werde regelmäßig an den Sitzungen der Deggendorfer Spendenkommission teilnehmen und den Vergabeprozess aktiv mitgestalten.

Quelle: idowa.de

30 000 Euro als Fluthilfe für Vietze

Veröffentlicht: Oktober 12, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Landkreis Lüchow-Dannenberg

Cuxhavener Zeitungen sammelten für Hochwassergeschädigte

Der Spendensegen für die vom Hochwasser Geschädigten in Vietze reißt nicht ab. Am Freitag übergaben der Landrat des Landkreises Cuxhaven, Vertreter des dortigen Lions-Clubs sowie der Niederelbe-Zeitung einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 30000 Euro.

Bereits über die im Raum Gartow eingesetzten Kreis-Feuerwehrbereitschaften hatten die Cuxhavener von den massiven Schäden in dem Elbeort erfahren. Die Tatsache, dass die Ehefrau des Landrats von Cuxhaven, Gerlinde Schulz-Bielefeld, ihr Abitur in Lüchow gemacht hatte und immer noch Beziehungen ins Wendland pflegt, sorgte mit dafür, dass schnell geklärt war, wohin die Spenden der Cuxhavener gehen sollten.

An der Nordsee gelegen, wissen die Menschen in Cuxhavener Umland sehr wohl, was es heißt, von einer Flut getroffen zu werden. »Wir mussten schon so manche Sturmflut überstehen», sagte Landrat Kai-Uwe Bielefeld in Vietze. »Da war den Menschen schnell klar, was es heißt, von einem Hochwasser überrollt zu werden.»

Die Spendenaktion der Niederelbe-Zeitung in Zusammenarbeit mit den Cuxhavener Nachrichten brachte rund 30000 Euro ein – 1500 Euro davon hatte der Lions-Club Cuxhaven Leuchtfeuer beigetragen, dessen Past-Präsidentin Gerlinde Schulz-Bielefeld ist. Die Stadt Otterndorf gab dann ein Übriges, um die 30000 Euro-Summe rund zu machen.

Höhbecks Bürgermeister Hans-Joachim Schenk freute sich sehr über die großzügige Spende der norddeutschen Nachbarn. Bei aller Dankbarkeit kam allerdings bei ihm etwas Frust über die verzögerte Abwicklung der zugesagten Landesgelder auf. »Die Spenden sind die ersten und bisher einzigen Gelder, die bei uns ankommen», hob Schenk bei der kleinen Dankesfeier im Dörfergemeinschaftshaus hervor. »Ich verstehe nicht, warum es so lange dauert, bis die von Land und Bund zugesagten Hilfsgelder ausgezahlt werden.» Für die Betroffenen sind die großzügigen Spenden deshalb enorm wichtig, um ihre Häuser vor dem Winter noch bewohnbar machen zu können.

»Es ist schön zu erleben, dass man nicht allein auf der Welt ist, dass uns so viel Hilfsbereitschaft zuteil wird», bedankte sich Schenk bei den Spenderinnen und Spendern – ein Dank, der von seinen Ratskolleginnen aus vollem Herzen bestätigt wurde.

Die großzügige Spende wird nun das Spendenkonto »Vietze» bei der Samtgemeinde Gartow noch einmal üppig bereichern. Verteilt wird es nach »Gerechtigkeitsprinzipien» an betroffene Flutopfer und soll darüber hinaus die Finanzierung der Planung eines Hochwasserschutzes für Vietze erleichtern, erläuterte Bürgermeister Schenk.

Quelle: ejz.de

Radebeul. Die Stadt Radebeul hat von der Sächsischen Staatskanzlei die Bestätigung ihres Wiederaufbauplans nach dem Hochwasser 2013 erhalten. Im Rahmen des Plans wurden insgesamt 33 Einzelmaßnahmen bestätigt, die ein Gesamtvolumen von rund 15,7 Millionen Euro haben. Von diesem Budget entfallen 7,8 Millionen Euro auf die Sächsische Aufbaubank, die übrigen 7,9 Millionen Euro auf das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV).

Die Einzelmaßnahmen verteilen sich mit etwa 9,5 Millionen Euro zum großen Teil auf die Stadt Radebeul. Größ- ter Posten auf dieser Liste ist die Instandsetzung der Oberen Johannis- bergstraße/Kottenleite zwischen Meiß- ner Straße und Ringstraße, für die 3,4 Millionen Euro zu Buche schlagen. 2,2 Millionen Euro werden außerdem für Arbeiten an der Kötzschenbrodaer Straße zwischen Am Gottesacker und Weintraubenstraße benötigt, weitere 1,3 Millionen Euro für den Ersatzneubau der Brücke und der Stützmauer „An der Jägermühle“.

Insgesamt rund fünf Millionen Euro verteilen sich auf Maßnahmen, die die Stadtentwässerung nach der Juni-Flut durchführen muss, etwa bei der Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlage in Radebeul-Naundorf. Der Eigenbetrieb Städtische Bäder- und Freizeitanlagen benötigt 484 000 Euro, um Schäden an der Sporthalle „An der Festwiese 1“ sowie an den Böschungen und Stützmauern des Lößnitzbades zu beseitigen.

Im Wiederaufbauplan ebenfalls bestätigt sind 356 400 Euro für die Dresdner Verkehrsbetriebe, die Arbeiten an der Gleisschleife Radebeul-West durchführen müssen, 143 000 Euro für das Ökumenische Kinderhaus Am Gottesacker, 75 900 Euro für das Familienzentrum Altkötzschenbroda sowie 64 900 Euro für die Stiftung Hoflößnitz, wo Stützmauern beschädigt worden sind.

„Auf der Grundlage des bestätigten Wiederaufbauplans können nunmehr die notwendigen Einzelförderanträge bei den jeweiligen Bewilligungsbehörden gestellt werden“, heißt es aus dem Rathaus.

Quelle: dnn-online.de

Hilfe für Hochwasser-Geschädigte in Mühringen

Veröffentlicht: Oktober 10, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Horb – Privatpersonen, deren Eigentum beim Hochwasser im Mai/Juni beschädigt wurde, haben diesen Monat noch die Möglichkeit, Soforthilfe zu beantragen. Geschädigte sollten sich möglichst bald an Monika Fuhl wenden.

Die Stadtverwaltung Horb hat zu Wochenbeginn vom Landratsamt Freudenstadt mitgeteilt bekommen, dass für Privatpersonen, deren Hab und Gut bei der Hochwasserlage im Mai/Juni 2013 in Mühringen beschädigt wurde, Soforthilfemittel des Landes in Höhe von insgesamt 75.000 Euro bereitgestellt wurden.

Die Bewilligung und Abwicklung der Landeshilfe muss bis zum 29. Oktober erfolgt sein und ist an enge Kriterien gebunden, berichtet die Stadtverwaltung. Geschädigte Privatpersonen sollten sich wegen der Soforthilfe sowie der zu erfüllenden Kriterien umgehend direkt an Mühringens Ortsvorsteherin Monika Fuhl wenden.

Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, wird derzeit eine Verwaltungsvorschrift zur Abwicklung der Hilfen aus dem Aufbauhilfefonds für Hochwassergeschädigte erarbeitet. Sobald hierzu genauere Angaben vorliegen, will die Stadtverwaltung gesondert informieren.

Weitere Informationen:

Monika Fuhl, Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr in der Ortschaftsverwaltung Mühringen, Spielstraße 6, Mühringen, Telefon 0152/08540053, E-Mail: muehringen@horb.de

Quelle: schwarzwaelder-bote.de

EU verteilt 360 Milliarden für Flutschäden

Veröffentlicht: Oktober 6, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Das Hochwasser im Sommer hat verheerende Schäden angerichtet. Für Notreparaturen und Unterkünfte musste der Staat Geld in die Hand nehmen. Einen Teil davon könnte Deutschland aus Brüssel bekommen.

Bei der Bewältigung der schweren Hochwasserschäden aus dem Sommer kann Deutschland auf mehr als 360 Millionen Euro EU-Mittel hoffen. Das teilte EU-Regionalkommissar Johannes Hahn am Donnerstag in Brüssel mit. Das Europaparlament und die EU-Staaten müssten den Vorschlag seiner Behörde aber noch billigen. Deutschland hatte den Gesamtschaden auf rund acht Milliarden Euro beziffert.

Das Geld soll helfen, Kosten für Aufräumarbeiten, Reparaturen an zerstörter Infrastruktur oder für Notunterkünfte zu tragen. Auch die weniger stark betroffenen Nachbarländer Österreich und Tschechien sollen finanzielle Unterstützung erhalten.

„Mit dieser Entscheidung stellt Europa unter Beweis, dass es Ländern und Regionen helfen kann, nach einer Naturkatastrophe wieder auf die Beine zu kommen“, sagte Hahn.
Das Geld kommt aus dem Europäischen Solidaritätsfonds. Dieser soll Ländern helfen, zum Beispiel die Folgen von Stürmen oder Überflutungen zu bewältigen. Der EU-Fonds wurde nach den schweren Überschwemmungen im Jahr 2002 eingerichtet. Deutschland hatte ebenso EU-Geld zum Wiederaufbau bekommen wie nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Sommer kann Deutschland Hilfe beantragen, wenn der Schaden durch Naturkatastrophen höher als 3,67 Milliarden Euro liegt. Deutschland hatte Ende Juli um die Unterstützung gebeten.

Österreich und Tschechien sollen nach dem Willen der EU-Kommission insgesamt rund 37,5 Millionen Euro bekommen. Die Schäden dort waren ebenfalls gewaltig, aber weniger gravierend als in Deutschland. Sie beliefen sich nach Angaben der nationalen Behörden auf rund 1,5 Milliarden Euro. Auch Ungarn hatte Hilfe beantragt, kann aber nicht auf Unterstützung hoffen: Der dortige Schaden war nach Angaben der Kommission zu gering.

Quelle: rundschau-online.de

Hochwasser-Soforthilfe im Saale-Orla-Kreis abgeschlossen

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Insgesamt wurde eine Summe von rund 350.000 Euro im Saale-Orla-Kreis für Schäden aus 127 Anträgen bewilligt.

Schleiz. Im Saale-Orla-Kreis sind die Bewilligungen der durch den Freistaat Thüringen bereitgestellten Mittel infolge des Hochwassers im Juni dieses Jahres abgeschlossen. Insgesamt gingen 127 Anträge von Privathaushalten, Kleinunternehmen und Kommunen im Landratsamt ein, teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit.

Eine Summe von 347″259,54 Euro wurde vom Land Thüringen über den Landkreis an die Betroffenen weitergereicht.

Für private Haushalte und Kleinunternehmen im Saale- Orla-Kreis stellte die Soforthilfe Thüringen insgesamt 500″000 Euro zur Verfügung, heißt es weiter. 57 Privatleute hatten Anträge auf Soforthilfe gestellt. An sie wurden insgesamt 63″150 Euro ausgezahlt. Zudem beantragten 17 Kleinunternehmen ­finanzielle Förderung – hier wurden insgesamt 34″000 Euro ausgezahlt.

53 Kommunen haben Anträge für Mittel aus dem Soforthilfe-Fonds eingereicht – für sie wurden Gelder in Höhe von 250″109,54 Euro bewilligt. Da der Freistaat Thüringen für Kommunen des Saale-Orla-Kreises im Vorfeld eine Summe von 200″000 Euro vorgesehen hatte, beantragte der Landkreis eine Nachforderung in Höhe von 50″109,54 Euro, die vom Land auch gezahlt wurde.

Nicht verbrauchte Fördermittel in Höhe von 402″850 Euro, die dem Landkreis dank der „gemeinsamen Richtlinie des Thüringer Innenministeriums und des Thüringer Finanzministeriums zur Gewährung der Soforthilfe Thüringen für private Haushalte und Kleinunternehmen“ (Soforthilfe Thüringen) zur Verfügung gestellt, aber nicht benötigt wurden, werden an den Freistaat zurückgeführt, teilt die Kreisverwaltung mit.

Quelle: otz.de

Flutopfer bekommen 15.000 Euro aus Spendentopf

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in Deggendorf, finanzielle Hilfen

In Deggendorf ist am Freitag (27.09.13) über die Verwendung eines Teils der Spendengelder für die Hochwasseropfer beraten worden. Die Spendenkommission hat beschlossen: in bestimmten Fällen bekommen Betroffene 15.000 Euro.

Mehr als 200 Häuser in und um Deggendorf müssen wegen der Flut komplett abgerissen werden. Davon Betroffene ohne Versicherung bekommen aus dem Spendentopf eine Pauschale von 15.000 Euro.

„In der Zwischenzeit muss man sich eine andere Bleibe suchen, muss Miete bezahlen. Das lässt sich nicht über staatliche Hilfen abdecken. Das ist so ein typischer Fall, in dem wir Spenden verteilen.“

Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter

Allein für Flutopfer in Stadt und Landkreis Deggendorf stehen mehrere Millionen Euro Spendengelder zur Verfügung. Ein Teil davon stammt aus dem Erlös des großen Fluthilfetags des Bayerischen Rundfunks, bei dem insgesamt rund zehn Millionen Euro zusammengekommen sind.

Oberste Gebote der Spendenkommission sind höchstmögliche Transparenz und höchstmögliche Gerechtigkeit, so Kommissionssprecher und Landrat Christian Bernreiter. Der Kommission gehören Vertreter aller betroffenen Kommunen sowie Vertreter zehn großer Hilfsorganisationen, wie Arbeiter-Samariter-Bund, Rotes Kreuz, Caritas und Malteser, an.

Quelle: br.de

Bislang mehr als 1700 Anträge auf Fluthilfe

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Sachsen-Anhalt
Magdeburg – Knapp vier Monate nach dem Hochwasser läuft der Wiederaufbau vielerorts auf Hochtouren. Bei der Investitionsbank in Sachsen-Anhalt sind bisher mehr als 1700 Anträge für Geld aus dem Wiederaufbaufonds eingegangen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Erste Gelder wurden auch schon genehmigt. Bund und Länder hatten sich nach der Rekordflut verständigt, bis zu acht Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.
Die landeseigene Investitionsbank übernimmt in Sachsen-Anhalt die Prüfung der Anträge von Bürgern und Unternehmen. „Das Antragsverfahren für die Wiederaufbauhilfen ist über die Investitionsbank gut angelaufen“, erklärte Sprecher Rainer Metke.

Von den 1700 Anträgen fällt der größte Teil auf Privatleute. 1100 Anträge im Bereich Wohngebäude und Hausrat wurden bislang gezählt. In 251 Fällen wurde auch schon Hilfe bewilligt.

Im Bereich der Landwirtschaft wurden bislang 365 Anträge gezählt, davon wurden bislang 150 bewilligt. Die kleinste Zahl – aber mit oftmals auch größeren Summen – kommt aus der Wirtschaft mit 236 Anträgen. Hier muss vor einer Genehmigung noch eine Freigabe durch die EU abgewartet werden, die spätestens Anfang Oktober erwartet wird.

Von dem Wiederaufbaufonds soll nach vorläufigen Berechnungen der größte Anteil auf Sachsen-Anhalt entfallen, weil hier die Regionen an Elbe und Saale am stärksten von der Flut betroffen waren. Schätzungen gingen von rund 2,7 Milliarden Euro Schäden aus. Für die Hilfe nimmt der Bund neue Schulden auf, die Bundesländer sollen für ihren Beitrag dafür in den kommenden Jahren weniger Finanzzuweisungen erhalten. Ein Teil des Geldes soll auch für einen besseren Schutz vor künftigen Fluten investiert werden.

Unabhängig von der Wiederaufbauhilfe hatte die Landesregierung nach der Flut auch Soforthilfen ermöglicht. Diese sind in Höhe von 70,2 Millionen Euro inzwischen fast komplett ausgezahlt, wie die Staatskanzlei erläuterte. Zudem kamen auf einem Spendenkonto der Landesregierung rund 700 000 Euro zusammen, die unter anderem für besondere Härten genutzt werden sollen.
Quelle: focus.de

500.000 Euro Spendengelder für Hochwasser geschädigte Bio-Höfe

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Überschwemmtes Weideland, verdorbene Futtermittel, zerstörte Gewächshäuser, Ernteausfälle – diese und weitere teils massive Schäden gehörten zur traurigen Bilanz vieler ökologischer Landwirtschaftsbetriebe nach der „Jahrhundertflut“ im späten Frühjahr. Eine kurzfristig ins Leben gerufene Fluthilfe-Aktion sollte den betroffenen Höfen schnell und unbürokratisch helfen. Jetzt können die Initiatoren insgesamt fast 500.000 Euro Zuwendungen an die Bio-Bauern vergeben, gespendet durch Privatpersonen, Biounternehmen und weitere Organisationen. 20.000 Euro stellte die GLS Bank bereit.

Organisiert hat die Fluthilfe-Aktion die Zukunftsstiftung Landwirtschaft (ZSL) der GLS Treuhand e.V. zusammen mit den Bioverbänden Bioland, Biopark, Biokreis, Demeter, Gäa, Naturland und dem Verbund Ökohöfe. Schwerpunktmäßig hatte die Flut Bio-Höfe in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt getroffen – bei gut einem Viertel der über 100 geschädigten Betriebe waren die Schäden gar existenzbedrohend. Um die Not zu lindern, koordinierte die ZSL die Fluthilfe gemeinsam mit den Bioverbänden. Nach nur zehn Tagen waren schon 150.000 Euro im Spendentopf.

Am 12. September fand die erste Vergabesitzung statt, zusammengesetzt aus Vertretern der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, der GLS Bank sowie der Bioverbände Bioland, Demeter, Gäa und Naturland. Der Mittelvergabe voraus ging eine individuelle, sachliche Prüfung jedes einzelnen Antrags. 49 Biohöfe werden nun Hilfsgelder erhalten. Die verteilten Zuwendungen pro Betrieb liegen dabei zwischen 1.000 Euro und 30.000 Euro. Alleine für die acht am schwersten betroffenen Betriebe werden über 200.000 Euro bereitgestellt. Weitere Vergabesitzungen sind geplant.

Eine besondere Herausforderung bei der Entscheidung, welcher Hof welche Gelder bekommt, lag laut der Zukunftsstiftung Landwirtschaft darin, die Höhe der finanziellen Schäden ins Verhältnis zur Betriebsgröße und –art zu setzen. Auch die zu erwartenden staatlichen Entschädigungen mussten bei der Entscheidung mit in Betracht gezogen werden, um eine Überkompensation der Schäden zu vermeiden.

Da einige Höfe noch weitere Hilfe benötigen, sind auch weiterhin Spenden sehr willkommen. Informationen sowie ein Online-Spendenformular gibt es unter www.zs-l.de und www.gls-treuhand.de.

Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Konto: 30005444
BLZ: 430 609 67 bei der GLS Bank
Stichwort: „Fluthilfe“

Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

Quelle: topagrar.com

Die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt hat vom Hochwasser betroffenen Vereinen und Einrichtungen im Land mit insgesamt einer Million Euro unter die Arme gegriffen. Das teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Magdeburg mit. Den Angaben zufolge wurden seit Juni 207 Anträge auf Hochwasserhilfe bewilligt. So bekamen im Salzlandkreis 48 Vereine und Einrichtungen insgesamt 284 000 Euro, in die Stadt Magdeburg gingen 165 000 Euro und nach Halle 154 000 Euro. 92 000 Euro bekamen Vereine und Einrichtungen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, 83 000 Euro gingen in den Burgenlandkreis. Den Angaben zufolge stammen die Lotterie-Fördermittel aus Spieleinsätzen.

Quelle: t-online.de

33 000 Euro für Opfer von Hochwasser

Veröffentlicht: September 19, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen
KREIS AHRWEILER.  Die Caritasverbände Koblenz und Rhein-Mosel-Ahr haben Spenden in Höhe von fast 33 000 Euro für Hochwasseropfer in Passau und Dresden übergeben.

Beide Verbände hatten gemeinsam mit den entsprechenden Dekanaten die Bevölkerung zur Solidarität mit den Menschen in den Hochwassergebieten aufgerufen. Dabei ging es insbesondere um die Überschwemmungsgebiete Dresden und Passau, wo die Koblenzer Caritas in direktem Kontakt mit den örtlichen Schwesterverbänden gestanden hatte.

Bis Ende August waren fast 33 000 Euro zusammengekommen. Das Geld ist ausschließlich für Soforthilfen eingesetzt worden. „Das Engagement der Bürger ist beeindruckend“, freute sich der Geschäftsführer der Caritas Ahrweiler, Richard Stahl. Den Scheck nahmen Hellmut Puschmann, Vorsitzender des Caritasverbandes für das Bistum Dresden-Meißen, Matthias Mitzscherlich, Diözesan-Caritasdirektor im Bistum Dresden-Meißen, und Mechthild Gatter von der Koordination Fluthilfe entgegen.

„In unserer Region haben viele Menschen zum zweiten Male innerhalb von elf Jahren alles verloren. Diese Spende ist ein überwältigendes Zeichen der Solidarität“, bedankte sich Mitzscherlich für die Hilfe aus Rheinland-Pfalz.

Quelle: general-anzeiger-bonn.de

Nach dem Hochwasser: Jeder Euro zählt

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Zwei vom Hochwasser betroffene Familien erhalten finanzielle Hilfe vom Rotary-Club Schmalkalden. Dank einer bundesweiten Spendenaktion.

Schmalkalden/Asbach – Angesichts der Hochwasserkatastrophe im Frühjahr hatte auch Rotary Deutschland zu einer Spendenaktion aufgerufen. 22 120 Euro sind auf das Konto des Rotary Deutschland Gemeinwesen e. V. (RDG) eingegangen. Über den gemeinnützigen Verein werden die Spenden der deutschen Rotarier für Zwecke der Rotary Foundation sowie distrikt- und clubeigener Aktionen abgewickelt. Bedarf an Hilfe hatte auch der Rotary Club Schmalkalden angemeldet. Der Entscheidungsausschuss, dem Governor Bernd Koobs, Foundationsbeauftragte Barbara Graser sowie Rolf Rimpo, Governor 2012/2013, hat entschieden, diese Summe anteilmäßig den Bedürftigen zukommen zu lassen, heißt, dass die Clubs Altenburg, Gera, Neustadt/Aisch und Schmalkalden jeweils 5530 Euro erhalten.

Schmalkaldens Rotarier haben beschlossen, mit der Familie Roth aus Asbach und Anna Maria Pirker vom Schmalkalder Stiller Tor 30, zwei Familien zu unterstützen, die besonders hart vom Hochwasser betroffen sind, sagt Präsident Ralf Luther. Beide erhalten jeweils 2765 Euro. Das Schicksal der Familien ist auch den Lesern der Heimatzeitung hinlänglich bekannt, konnten sie doch durch die überaus große Spendenbereitschaft der Leser ebenfalls einen hohen Betrag in Empfang nehmen.

Familie Roth wird nun bald mit dem Wiederaufbau der von den Fluten der Asbach weggerissenen Ufermauer auf einer Länge von etwa 20 Metern beginnen können. Die Genehmigung ist inzwischen erteilt, die Baufirma beauftragt. Roberto Roth und seine Frau freuen sich sehr über die finanzielle Hilfe. Und „wir werden künftig auch spenden, wenn die Not von Menschen groß ist“, hat sich der Asbacher vorgenommen.

Auch Anna Maria Pirker ist dankbar für die Hilfe. Denn die Versicherung übernimmt die durch das Wasser angerichteten Schäden an ihrem Haus am Stiller Tor 30 nicht, da ihr erst kürzlich verstorbener Mann einen hohen Selbstbehalt abgeschlossen hatte. 

Quelle: insuedthueringen.de

Charivari-Fluthilfe: Insgesamt 36000 Euro!

Veröffentlicht: August 31, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen

Rosenheim/Landkreis – 25000 Euro waren schon überwiesen auf die Konten der Fluthilfe Rosenheim, jetzt kamen noch einmal 10000 Euro dazu: Nach dem Hochwasser Anfang Juni hatte Radio Charivari zu Spenden für die Hochwasseropfer in der Region aufgerufen. Unter anderem gab es eine eigene „Spendennacht“, in der sich Hörer gegen eine Spende einen Musiktitel vom Charivari-Team wünschen durften.

Als 25000 Euro zusammengekommen waren, dachten die Radioleute eigentlich, die Aktion sei beendet, doch die Spendenbereitschaft war ungebrochen. Beinahe täglich trudelten noch kleinere, mittlere und auch größere Beträge von Charivari-Hörern auf dem Konto „Leuchtfeuer“ der Diakonie Rosenheim ein. 10000 Euro konnten nun von Radio Charivari noch einmal auf die OVB-Fluthilfe-Konten von Stadt- und Landkreis Rosenheim überwiesen werden.

Aufgerundet 1000 Euro kamen außerdem noch speziell nach einem Charivari-Bericht über die Hochwasserschäden in der Orthopädischen Kinderklinik in Aschau. Dieses Geld wurde direkt an die Klinik weitergeleitet.

Quelle: ovb-online.de

Fluthilfe für das „Zwergenland“

Veröffentlicht: August 30, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Gemeinde Langenorla erhält Gelder aus Hilfsfonds, um vom Hochwasser zerstörte Kläranlage ihres Kindergartens zu erneuern

Kleindembach. Das Hochwasser Anfang Juni im Orlatal ist 13 Wochen nach dem Ereignis nach wie vor in lebendiger Erinnerung. „Das Wasser blieb wenige Zentimeter vor der Türschwelle des Kindergartens stehen“, schildert Georg Graven (Bündnis für Langenorla), Bürgermeister der Gemeinde Langenorla, die damals angespannte Situation am Kindergarten „Zwergenland“ im Ortsteil Kleindembach. Dennoch blieben teils massive Schäden nicht aus. Um diese beheben und die notwendigen Investitionen und Arbeiten vor allem finanzieren zu können, hat die Gemeinde Langenorla als Träger des Kindergartens „Zwergenland“ jetzt Gelder aus dem gemeinsamen Fluthilfefonds des Landkreises Saale-Orla, der Kreissparkasse Saale-Orla und des DRK-Kreisverbandes Saale-Orla erhalten.

„Für uns sind solche Summen immens“, verdeutlichte Steffi Mudrich, Leiterin des Kindergartens „Zwergenland“, welche Herausforderung die Schäden für die Kindereinrichtung und die Gemeinde darstellen. Finanzielle Unterstützung in Höhe von 800 Euro hatte die Gemeinde beantragt und diese wird ihr in vollem Umfang aus dem Fonds ausgezahlt. Die entsprechende Bestätigung überreichte Landrat Thomas Fügmann (CDU) am Mittwochnachmittag vor Ort dem Bürgermeister.

Mit der Summe ist die Instandsetzung der vollbiologischen Kläranlage des Kindergartens finanziert. „Die Kläranlage ist durch das Hochwasser zu 100 Prozent geschädigt worden. Sie musste kurzfristig und schnell erneuert werden“, berichtete Georg Graven. Die Gemeinde hatte die Investition trotz angespannter Haushaltslage vorfinanziert und kann die Summe nun wieder ihrem Haushalt zuführen.

Insgesamt seien lediglich knapp zehn Anträge im Landratsamt auf finanzielle Unterstützung aus dem Fluthilfefonds eingegangen. Davon habe ein Antrag abgelehnt werden müssen, weil der Schaden nicht durch Hochwasser verursacht sein kann, wie es hieß. „Bis auf diesen können wir alle Anträge positiv bescheiden“, so Thomas Fügmann . Im Ergebnis werden derzeit insgesamt 15 000 Euro ausgereicht.

Knapp 90 000 Euro liegen momentan auf dem Konto des Fluthilfefonds, informierte Helmut Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Saale-Orla. „Daraus erwächst auch die Verpflichtung, dass die Mittel im Saale-Orla-Kreis bleiben“, sagte er. Denn die Gelder haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen aus dem Landkreis gespendet. Mit 40000 Euro habe dabei ein deutschlandweit anerkanntes Unternehmen, das nicht genannt werden möchte, die größte Spende eingezahlt. Die Kreissparkasse hatte mit 25 000 Euro die Anschubfinanzierung übernommen. Die Schadenssumme im Landkreis liege, sowohl die kommunalen als auch die privaten Schäden berücksichtigt, bei insgesamt zwei Millionen Euro, sagte der Landrat.

„Das Geld, das übrig ist, werden wir zweckgebunden auf einem Konto aufbewahren, weil uns ein solches Ereignis wieder passieren kann“, kündigte Thomas Fügmann einen sorgsamen Umgang mit den Spenden an. Die Idee eines solchen Rücklagenkontos begrüßte Georg Graven, „denn wir können davon ausgehen, dass wir langfristig nicht gefeit sind vor neuen Hochwasserereignissen“, sagte er und bedankte sich herzlich für die gerade selbst erfahrene Hilfe für die Gemeinde.

Ein Dankeschön an die spendenfreudigen Bürgerinnen und Bürger sprach Helmut Schmidt aus. „Die Spendenbereitschaft ist ein Zeichen, dass noch Anteil genommen wird am Schicksal anderer“, schätzte er ein.

Quelle: otz.de

Hochwasser 2013: Alle in einem Boot

Veröffentlicht: August 30, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

WEMAG spendet Gemeinde Neu Kaliß 15.000 Euro für Behebung der Flutschäden

Rund 3000 Einsatzkräfte und ehrenamtliche Helfer waren in der Gemeinde Neu Kaliß bei der diesjährigen Elbflut im Einsatz. Das berichtete Bürgermeister Burkhart Thees, der sich über eine großzügige Spende der WEMAG freute.

Gemeinsam mit einem seiner Anteilseigner, der ebenfalls kommunalen Thüga AG, unterstützt der Energieversorger WEMAG die vom Hochwasser betroffene Gemeinde mit einem Betrag in Höhe von 15.000 Euro. „Ich finde es wichtig, dass wir nicht nur in den schweren Tagen der Flut, sondern auch darüber hinaus gemeinsam Verantwortung für unsere Region übernehmen. Wir sitzen alle in einem Boot. Die WEMAG ist mit ihren Netzen Teil der Infrastruktur. Wir sind dankbar dafür, dass durch das Engagement der vielen Helferinnen und Helfer die Deiche in der Gemeinde gehalten haben. So blieben wir von größeren Schäden verschont“, so WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart bei der symbolischen Scheckübergabe am 29. August in Dömitz.

Überall nach den Jahrhundertfluten 2002, 2006 und 2011 hat die Elbe im WEMAG-Netzgebiet neue Höchstmarken gesetzt. „Wir hatten großes Glück. Dass lediglich punktuell einzelne Hausanschlüsse und Stromkreise in Dömitz und Umgebung außer Betrieb genommen werden mussten, ist der Umsicht und Tatkraft unserer Kollegen in der Netzdienststelle Perleberg aber auch der Aufmerksamkeit der vielen spontanen Helfer hier vor Ort zu verdanken „, meint Andreas Casper, Koordinator des Krisenstabes der WEMAG Netz GmbH.

„Es ist von großer Bedeutung für uns, dass wir das Geld jetzt schnell einsetzen können. Viele Gehwege und Straßen haben bei uns während der Flut großen Schaden genommen. Die Spendenmittel können wir in den Wiederaufbau der Infrastruktur gut investieren“, erklärte Bürgermeister Thees zum Ende des Treffens.

Eine Spendenzahlung in gleicher Höhe erhielt auch die Gemeinde Breese. Insgesamt nehmen WEMAG und Thüga 40.000 Euro in die Hand, um Hochwasserhilfe im Netzgebiet der WEMAG zu leisten.

Über Thüga:

450 Städte und Gemeinden haben aus Verantwortung für den Lebensraum von rund acht Millionen Menschen ihre 100 kommunalen Energie- und Wasserversorgungsunternehmen in die Thüga-Gruppe eingebunden. Ziel ist, durch Zusammenarbeit Mehrwert für den einzelnen Lebensraum zu schaffen und kommunale Werte nachhaltig zu sichern. Insgesamt arbeiten 18.100 Mitarbeiter in der Thüga-Gruppe. Diese versorgen knapp 3,6 Millionen Kunden mit Strom, gut 2,1 Millionen Kunden mit Erdgas und 0,9 Millionen Kunden mit Trinkwasser. Der Umsatz des Thüga-Netzwerks lag 2012 bei 22,3 Milliarden Euro. Die Thüga-Gruppe ist deutschlandweit das größte kommunale Netzwerk lokaler und regionaler Energieversorger. In der Thüga-Gruppe sind die Rollen klar verteilt: Die 100 Partner sorgen für die aktive Marktbearbeitung mit ihren lokalen und regionalen Marken. Thüga – Kapitalpartner der Städte und Gemeinden und in dieser Funktion Minderheitsgesellschafter bei den Partnerunternehmen – ist als Kern der Gruppe mit der unternehmerischen Entwicklung beauftragt: Gewinnung neuer Partner, Wertsicherung und -entwicklung des einzelnen Unternehmens, Koordination und Moderation von Projekten sowie Steuerung der Zusammenarbeit in der Gruppe.

Quelle: pressebox.de

Fluthilfe-Spendenaktion erfolgreich

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Dennree bedankt sich für das gute Ergebnis des Spendenaufrufs zur Fluthilfe. Durch die hohe Spendenbereitschaft der Kunden ist eine Summe von 29.315,37 € zusammengekommen, die von Dennree verdoppelt wird. Somit kann die Zukunftsstiftung BioMarkt in ihrem ersten offiziellen Projekt insgesamt 58.630,74 € zur Fluthilfe der Bio-Betriebe beitragen.

Der gesamte Betrag wird an die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand zur Mittelvergabe übergeben. Die Zukunftsstiftung BioMarkt wurde von den Mitgliedern der BioMarkt-Verbundgruppe und der dennree Gruppe ins Leben gerufen. Seit der Gründung im Jahr 2013 unterstützt die Zukunftsstiftung BioMarkt nachhaltige und zukunftsweisende Projekte, Initiativen sowie Programme für die Weiterentwicklung der ökologischen Bewegung, insbesondere der ökologischen Landwirtschaft.

Quelle: bio-markt.info

Erfurt. Das Gros des Geldes aus dem Fluthilfefonds zum Wiederaufbau nach dem Juni-Hochwasser geht an die Kommunen. Sie erhalten aus dem Thüringer Fonds, in dem einschließlich der Soforthilfen rund 238 Millionen Euro stecken, 60,4 Millionen Euro.

Das Geld sei für den Wiederaufbau ihrer Infrastruktur bestimmt, sagten Finanzminister Wolfgang Voß und Bauminister Christian Carius (beide CDU) am Dienstag in Erfurt. Zuvor hatte sich die Landesregierung auf die Verteilung des Geldes verständigt, das nun per Antrag abrufbar sei.

Als weitere Posten stehen 49,5 Millionen Euro für die Wirtschaft, 33 Millionen Euro für Privathaushalte und Wohnungsunternehmen oder 23,4 Millionen Euro für die Infrastruktur des Landes zur Verfügung. Auch die entsprechenden Kriterien, nach denen das Geld vergeben wird, stünden fest, hieß es.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Hilfsprogramm wird gut angenommen

Veröffentlicht: August 27, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen

Seit knapp drei Wochen können Flutopfer Hilfen aus dem Bund-Länder-Aufbauprogramm beantragen. In den vom Juni-Hochwasser betroffenen Städten und Gemeinden wird das Programm gut angenommen.

Alleine bei der Stadt Passau sind in den letzten Tagen knapp 120 Anträge für die Aufbauhilfe eingegangen. Die ersten Bescheide wurden schon bewilligt.

Mehr als 380.000 Euro ausgezahlt

Mehr als 380.000 Euro wurden bereits ausgezahlt, teilte eine Sprecherin mit. Das Programm ist speziell für die Beseitigung von Gebäudeschäden gedacht. Bis zu 80 Prozent der Instandsetzungskosten werden aus dem Topf bezahlt. Für die restlichen 20 Prozent können Hochwasseropfer übrigens Darlehen bei der Förderbank Bayern-Landesbodenkreditanstalt zu einem Zinssatz von 0,25 Prozent beantragen.

Tausend Anträge in Passau erwartet

In Passau rechnen die Verantwortlichen damit, dass in den kommenden Wochen insgesamt bis zu 1.000 Anträge für die Aufbauhilfe eingehen werden. Im Landratsamt Deggendorf sind bereits mehr als 350 Anträge aufgelaufen, in dieser Woche soll hier das erste Geld fließen. In der Stadt Regensburg werden bis zu 100 Anträge erwartet, rund ein Fünftel davon ging bereits ein.

Allerdings zeigen sich jetzt auch erste Schwierigkeiten: Zahlreiche Unterlagen wurden unvollständig abgegeben und mussten zurückgeschickt werden, hieß es bei den Verantwortlichen in Deggendorf oder auch in Regensburg.

Quelle: br.de

Kleingärtner in Dessau erhalten Soforthilfe

Veröffentlicht: August 24, 2013 von fluthelfer in Dessau, finanzielle Hilfen
Nach dem Hochwasser flossen viele Spenden, jetzt gilt es die Summen auf die Betroffenen aufzuteilen. In Dessau erhalten Kleingärtner 350 Euro Soforthilfe. Das hat die Spendenkommission bei ihrer ersten Beratung beschlossen.

34 besonders von der Flut betroffene Kleingärtner sollen vom städtischen Hochwasser-Spendenkonto eine nicht zurückzahlbare Soforthilfe von 350 Euro bekommen. Das hat die Spendenkommission Hochwasser beschlossen, die sich in dieser Woche unter Leitung vom Dessau-Roßlauer Sozialdezernenten Gerd Raschpichler konstituiert hat. Der Kommission gehören vor allem Stadträte an. Auf der nächsten Tagung am 19. September sollen aber auch Vertreter von Wohlfahrtsverbänden beratend teilnehmen.

Mit Datum vom 20. August waren auf dem Hochwasser-Spendenkonto der Stadt 84 258,58 Euro eingegangen. Davon wurden 4 568,97 Euro zweckgebunden eingezahlt, so dass insgesamt 79 689,61 Euro als Spendenmittel aufgeteilt werden können. Die Summe wurde von 549 Spendern aufgebracht.

Grundsätzlich hat sich die Kommission darauf verständigt, dass das Spendengeld für Härtefälle verwendet werden soll, bei denen andere Förderprogramme und Hilfe nicht zum Tragen kommen. „Für alle Antragsteller gilt, zuerst die verfügbaren staatlichen Programme auszuschöpfen, die zusätzlich noch durch Zahlungen von Wohlfahrtsverbänden aufgestockt werden können“, verdeutlichte Stadtsprecher Carsten Sauer. „Es soll auf diese Weise sichergestellt werden, dass die Spenden nur an die ausgezahlt werden, bei denen andere Hilfen nicht greifen“, erläuterte Raschpichler das Verfahren. Über den Weg des Zuwendungsbescheides soll eine Rückzahlung vereinbart werden, wenn der Geschädigte noch auf anderem Wege finanzielle Unterstützung erhält.

Insgesamt sind bei der Stadt bislang 88 Anträge auf Hilfe eingegangen. 34 stellten Pächter aus Kleingartensparten, die nun eine Soforthilfe erhalten, trotzdem aber bei der weiteren Verteilung der Spenden berücksichtigt werden. Schon jetzt sei, so Sauer, absehbar, dass die Spendensumme nicht ausreichen wird, um alle Härtefälle auszugleichen. „Wer den Hochwasseropfern noch finanziell unter die Arme greifen möchte“, appellierte deshalb Raschpichler, „kann dies auch jetzt noch tun.“

Das Spendenkonto ist bei der Stadtsparkasse Dessau eingerichtet. Die Kontonummer ist 115009558, die Bankleitzahl 80053572. Der Betreff ist „Spendenkonto Hochwasser 2013“

Quelle: mz-web.de

Über 840 Geld-Überweisungen sind eingegangen.

Greiz. Von den über 77.000 Euro Fluthilfe-Spenden, die bislang beim Landkreis Greiz eingegangen sind, wurde noch nichts ausgereicht. „Mit der Freigabe der Mittel aus dem Flut­hilfefonds von Land und Bund müssen wir schauen, welche Eigenmittel wir letztlich zum Beispiel für die Sanierung un­serer Bergaer Schulen oder unserer Brücken brauchen – erst dann ist über die Einsatz der Spenden zu entscheiden“, teilte Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) gestern auf Nach­frage mit. Die Spenden sollen also „zur Verstärkung der Eigenmittel“ eingesetzt werden. Im Detail wird der Kreis- und Finanzausschuss des Kreistages beraten und entscheiden – wann, sei noch nicht absehbar. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass die Mittel, die auf unserem Spendenkonto ein­gehen, für die Wiederherstellung der kreislichen Infrastruktur, für Schulen und Kulturgüter des Landkreises ein­gesetzt werden. Daran hat sich nichts ge­ändert“, so die Landrätin.

 

Über 840 Überweisungen wurden auf dem Landkreis-Spendenkonto gezählt. Weit mehr als die Hälfte der Spender seien Privatpersonen. Der kleinste überwiesene Betrag waren zwei Euro, der größte 2213 Euro. Größere Summen hätten vor allem Firmen aus der Region überwiesen, aber nicht nur. Das Landratsamt teilte lediglich drei Spendernamen mit: die Fa. CAB Produkttechnik aus Sömmerda, die dem Landkreis mit 2000 Euro hilft; der Förder­verein der Grundschule Am Stollen aus Ilmenau, der 2016 Euro als Erlös eines Hoch­wasser-Spendenlaufs der dritten und vierten Klassen überwies; der Verein der Freunde und Förderer der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule aus Düsseldorf, der sich mit 1500 Euro groß­zügig zeigte. Schweinsburg dazu: „Wir sind dankbar für jede Spende, ob sie nun bei zwei Euro liegt oder bei 2000 Euro. Jeder Betrag hilft“und beweist die Anteil­nahme des Einzelnen am Geschehen bei uns.“

Quelle: otz.de

Hilfen zum „Wiederaufbau Hochwasser“ rollen an

Veröffentlicht: August 17, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Hochwasser und Unwetter hatten im Mai und Juni im Landkreis Schmalkalden-Meiningen Millionenschäden verursacht. Bereits im Juli erfolgte die Auszahlung von Soforthilfen an Private Haushalte, Kleinunternehmen und Gemeinden.

Vom Bundestag und Landtag ist nun das Programm für den „Wiederaufbau Hochwasser“ auf den Weg gebracht worden. Am Montag, den 19.08.2013 werden entsprechende Richtlinien des Landes Thüringen zum Vollzug für das Aufbauhilfeprogramm zur Beseitigung von Schäden an Wohngebäuden und Hausrat und zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden infolge des Hochwassers im Thüringer Staatsanzeiger veröffentlicht.

Im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen findet in diesem Zusammenhang am Dienstag den 20.08.2013 eine Informationsveranstaltung für die Gemeinden zum Vollzug der Richtlinien statt.

Eine Antragstellung von betroffenen privaten Haushalten ist ab nächster Woche in den Gemeindeverwaltungen möglich.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

Der Bundesrat hat in einer Sondersitzung den Weg für die Fluthilfe-Milliarden zur Beseitigung der Hochwasserschäden freigemacht – zwei Tage nach dem schwarz-gelben Bundeskabinett. Die Länderregierungen verabschiedeten einstimmig eine Verordnung über die Aufteilung und Verwendung der acht Milliarden Euro für den Wiederaufbau. Der Fonds war im Eilverfahren eingerichtet worden.

Ministerpräsidenten der betroffenen Länder danken

„Danke Deutschland, im Namen Sachsen-Anhalts sage ich das von ganzem Herzen“, sagte Reiner Haseloff, der Ministerpräsident des vom Hochwasser am schwersten betroffenen Bundeslandes. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich bezeichnete das Juni-Unwetter, in dessen Folge im Süden und Osten des Deutschlands Flüsse über die Ufer getreten waren, als „Katastrophe nationalen Ausmaßes“.

Die CDU-Politiker Tillich und Haseloff sowie die brandenburgische Umweltministerin Anita Tack forderten mit Blick auf künftige Unwetter einen verstärkten Hochwasserschutz. „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser“, sagte die Politikerin der Linken, Tack. Sie sprach sich ebenso wie Haseloff für eine Elementarschäden-Versicherungspflicht in den gefährdeten Gebieten aus, um die öffentliche Hand bei künftigen Katastrophen zu entlasten.

Stufenweise Auszahlung beginnt

Nun kann die Auszahlung aus dem Milliarden-Fluthilfefonds beginnen. Seit Juni flossen bereits Soforthilfen. Zusätzlich werden voraussichtlich rund 360 Millionen Euro aus dem EU-Solidaritätsfonds erwartet, die Bund und Ländern zur Hälfte zugutekommen sollen. Geplant ist eine stufenweise Auszahlung der Gelder aus dem Fluthilfefonds, da die endgültige Schadenssumme noch nicht feststeht.

Von der Auszahlung der ersten Raten von zunächst insgesamt rund 3,25 Milliarden Euro entfallen auf Basis vorläufiger Schadensmeldungen 40 Prozent auf Sachsen-Anhalt. Es folgen Sachsen mit rund 29 Prozent sowie Bayern mit rund 20 Prozent. Berücksichtigt werden muss aber noch die Verrechnung von Soforthilfen. Der Bund finanziert den Fonds vor und erhöht entsprechend seine Neuverschuldung. Die Länder zahlen die Fondsmittel bis zum Jahr 2033 ab.

Quelle: tagesschau.de

Äußerlich ist alles wieder in Ordnung, von dem Hochwasser, das die Menschen Anfang Juni tagelang hier in Atem gehalten hat, ist nichts mehr zu sehen. Aber nur äußerlich. In den Wohnungen selbst kämpfen viele noch immer mit den Folgen der Flut.

Wände sind noch nicht ausgetrocknet, Zimmer noch nicht wieder bewohnbar, neue Möbel noch nicht abbezahlt. Die Menschen hier haben zwar unmittelbar danach Soforthilfe erhalten. Die Summen, die dabei flossen, konnten aber bei vielen die Gesamtschäden nicht abdecken.

Jetzt gibt es für sie weitere Hilfen. In der nächsten Woche sollen die Mittel aus dem bundesweiten Aufbauhilfefonds verteilt werden. Heute beschließt der Bundesrat in einer Sondersitzung das Programm, in der nächsten Woche können die Anträge auf Hilfe gestellt werden. Bis zu 80 Prozent der Schäden – unter Anrechnung der Soforthilfe natürlich – sollen erstattet werden. Selbstverständlich müssen die Schäden auch nachgewiesen werden. Anträge dazu kann man bei der Gemeinde stellen, sie sollen von Dienstag an aber auch im Internet zum Herunterladen bereit stehen. Am Montag will das zuständige Bauministerium die Richtlinien dazu veröffentlichen.

Man habe bewusst Tempo gemacht, damit die Menschen möglichst zügig in den Genuss der Hilfen kommen, unterstrich Thüringens Bundesratsministerin Marion Walsmann (CDU). Deshalb komme die Länderkammer auch zu einer Sondersitzung zusammen. Man habe nicht auf die reguläre Sitzung im September warten wollen. „Wir wollen, dass die betroffenen Menschen schnell und auf sicherer Rechtsgrundlage finanzielle Hilfe für ihre Hochwasserschäden bekommen“, sagt Walsmann.

Abgestuftes Verfahren

Für die Verteilung ist ein gestuftes Verfahren vorgesehen: Da bisher nur vorläufige Erhebungen der Schäden vorliegen, wird die erste Hälfte der Gelder für den Wiederaufbau in den Ländern nach einem zwischen Bund und Ländern abgestimmten Schlüssel verteilt. Thüringen erhält davon 6,76 Prozent, das sind rund 210 Millionen Euro. In einer weiteren Stufe können bis zu 30 Prozent nach einem anderen Schlüssel verteilt werden, wenn dies der bis dahin ermittelten Schadensverteilung besser gerecht wird. Und spätestens bis zum 1. März 2016 wird in einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern die Verteilung der Restmittel festgelegt – dann auf der Grundlage der endgültigen Schadensbilanz.

In den Genuss der Gelder können Privathaushalte, die gewerbliche und freiberufliche Wirtschaft, die Land- und Forstwirtschaft, Vereine und Stiftungen, kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen und anerkannte Religionsgemeinschaften ebenso kommen wie die Kommunen, denen Schäden an der öffentlichen Infrastruktur ersetzt werden. Berücksichtigt werden auch die Kosten für Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die unmittelbar vor oder während der Hochwasserkatastrophe getroffen wurden.

Entsprechend dieser großen Gruppe von Empfängern wird es in Thüringen auch sechs Richtlinien geben, die alle diese unterschiedlichen Gruppen berücksichtigen. Darin sind auch unterschiedliche Prozentsätze für die Aufbauhilfe festgelegt. Während Privathaushalte bis zu 80 Prozent ersetzt bekommen, sollen nach Informationen unserer Zeitung beispielsweise die Kommunen 100 Prozent der an der Infrastruktur entstandenen Schäden bezahlt erhalten.

Insgesamt umfasst der bundesweite Aufbaufonds acht Milliarden Euro. Der Bund trägt dabei allein die Kosten für die Bundesinfrastruktur in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Die verbleibenden 6,5 Milliarden werden je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. An der landesinternen Umsetzung der Fluthilfe wird schon seit Wochen intensiv gearbeitet. Federführend ist dabei das Bauministerium.

Regionale Aufbauteams

Thüringen hat mit allen anderen Ländern am 2. August mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung zur Verteilung der Gelder unterzeichnet. Das Landeskabinett hatte am 31. Juli die Richtlinien zur Umsetzung der Hochwasserhilfe beschlossen, die dann am 20. August in Kraft treten. Für den 27. August hat das Bauministerium eine Thüringer Kommunalkonferenz einberufen, zu der neben den Städten und Gemeinden und Kreisen auch die Wirtschaftskammern sowie die Wohlfahrts- und Zweckverbände eingeladen sind. Bereits in der vergangenen Woche hatten enge Abstimmungen mit den Thüringer Städten stattgefunden.

Bauminister Christian Carius (CDU) hatte bereits Anfang des Monats angekündigt, dass in den vier am schwersten vom Hochwasser betroffenen Regionen regionale Aufbauteams etabliert werden. Das gilt für Gera und die Kreise Saale-Holzland, Greiz und Altenburger Land. Die Schäden in Thüringen an Straßen, Gebäuden Deichen, in Wohnungen sowie Wirtschaft und Landwirtschaft summieren sich auf etwa 450 Millionen Euro.

Quelle: otz.de

Genau 77 035,67 Euro wurden auf das Flutopfer-Spendenkonto des Landkreises Greiz eingezahlt. Das verkündete Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) gestern Abend auf dem Unternehmer-Grillfest des Landkreises Greiz in der Vereinsbrauerei in Greiz.

Zur Kontaktpflege in lockerer Atmosphäre bei einem „Greizer“ wurden rund 150 Unternehmer sowie Kommunalpolitiker, Verbandsvertreter und Behördenleiter eingeladen, bewusst aber auch etwa 35 Hochwasser­helfer, insbesondere Feuerwehrleute, sowie Spender größerer Beträge auf das Flutopfer-Konto des Landkreises. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Jung- und Kleinunternehmerpreises 2013 des Landkreises Greiz. Dieser ging an Carsten Schmidt, In­haber von Schmidt Elektro­technik aus Auma. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert – gestiftet von der Sparkasse Gera-Greiz.

Quelle: otz.de

Nach der Hochwasserkatastrophe ist in Deggendorf die erste Fluthilfe aus dem Bund-Länder-Fonds ausgezahlt worden. Eine vierköpfige Familie, deren Wohnung komplett überflutet wurde und noch immer unbewohnbar ist, hat am Mittwoch 45 000 Euro erhalten. Das Geld werde die Familie in den Wiederaufbau für Wohnung und Möbel einsetzen, sagte Landrat Christian Bernreiter (CSU).
Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin stellte am Mittwoch die Weichen für eine rasche Auszahlung der Milliarden-Hilfen an Opfer des Juni-Hochwassers. Der Bundesrat soll an diesem Freitag in einer Sondersitzung den Rahmen abschließend beraten. Nach den Soforthilfen können dann noch im August Fondsgelder fließen. Der Bund finanziert den Fonds von bis zu acht Milliarden Euro vor und erhöht entsprechend seine Neuverschuldung. Der Freistaat Bayern hat die Mittel bereits vorgestreckt, damit schon jetzt die ersten Gelder ausbezahlt werden können. Später wird dann mit dem Bund abgerechnet.

Allein im Landkreis Deggendorf waren nach Angaben Bernreiters 954 Häuser und Wohnungen teilweise bis unters Dach geflutet. „Etwa 100 Häuser sind von dem öligen Wasser derart beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen“, erläuterte der Landrat. Die Schäden belaufen sich auf insgesamt 507 Millionen Euro. „Wir rechnen mit etwa 1400 Anträgen auf Fluthilfe“, sagte Bernreiter.

Quelle: focus.de

Fluthilfe Deggendorf Hochwasseropfer bekommen Geld

Veröffentlicht: August 14, 2013 von fluthelfer in Deggendorf, finanzielle Hilfen

Am Dienstagabend (13.08.13) wurde in Deggendorf der erste Bescheid für Hochwasserhilfe aus dem großen Bund-Länder Fluthilfefonds erlassen. Damit soll ein Großteil der Privatschäden nach der Flutkatastrophe abgedeckt werden.

Die Koalition in Berlin hat die Weichen für eine rasche Auszahlung der Milliarden-Hilfen an Hochwasser-Opfer gestellt. Das Kabinett beschloss am Mittwoch die Verordnung zu dem bis zu acht Milliarden Euro schweren Aufbauhilfefonds, mit der die Verteilung und Verwendung der Gelder geregelt wird. Der Bundesrat soll an diesem Freitag in einer Sondersitzung den Rahmen abschließend beraten.

Bayern streckt Mittel vor

Bayern hat die Mittel dafür bereits vorgestreckt, damit schon jetzt die ersten Gelder ausbezahlt werden können. Später wird dann mit dem Bund abgerechnet.

Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter überreichte den ersten Bescheid an Monika und Harald Gach. Die Wohnung der Familie mit zwei Kindern wurde komplett geflutet und kann noch immer nicht genutzt werden.

40.000 Euro für die Familie

40.000 Euro fließen als erste Tranche aus dem Fluthilfefonds noch am Mittwoch (14.08.13) auf das Konto der Familie. Monika Gach sprach bei der Entgegennahme des Bescheides von einem der ersten großen Lichtblicke nach der Flutkatastrophe. Das Geld investiert die Familie in den Wiederaufbau von Wohnung und Haushalt. Einige hundert Anträge auf Unterstützung aus dem Fluthilfefonds wurden seit Montag vergangener Woche bereits gestellt. Noch immer aber nicht alle, beklagt Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter.

Quelle: br.de

Außig. Es ist sicher keine Schande, wenn man nicht weiß, an welcher Stelle die Gemeinde Lauchringen auf der Deutschland-Karte zu finden ist. Weit im Süden, fast am Rhein, bevor dieser in den Bodensee fließt. In der Gemeinde Cavertitz und in Außig weiß man das recht gut. Bereits nach dem Hochwasser 2002 kam Hilfe von dort.

Daniela und Uwe Knötzsch, die eine Reihe Verwandter in Außig, Schirmenitz und Treptitz haben, schauten sich auch in diesem Jahr nicht nur die Fernsehbilder an, sondern mobilisierten Hilfe. „So wie ich das mitbekommen hatte, konnten viele bewegliche Güter rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Deshalb haben wir uns auf das Sammeln von Geldspenden konzentriert“, schildert Daniela Knötzsch ihre Aktion, die vom Lauchringer Bürgermeister Thomas Schäuble ausdrücklich unterstützt wurde.

Die Übergabe des Schecks aus Lauchringen an Bürgermeisterin Gabriele Hoffmann (parteilos) ist ein freudiger und emotionaler Moment. Als Louise Specht, älteste Außiger Einwohnerin, ihre Fluterlebnisse schildert und ihre Hoffnung ausdrückt, so etwas nie wieder erleben zu müssen, kullern in der Runde einige Tränen.

Quelle: oaz-online.de

Limlingerode (Kreis Nordhausen). Bei der Hochwasser Katastrophe im Juni 2013 wurde in Friedeburg an der Saale die Kindertagesstätte „Spatzennest“ überflutet.

Das im Keller ausgelaufene Heizöl beschädigte das gesamte Gebäude stark. Bis zu der Flut wurden in der Kindertagesstätte ca. 50 Kinder zwischen 1 bis 6 Jahren betreut. Zwei Mitglieder des Limlingeröder Schützenvereins e.V. halfen dort am 14. Juni beim Aufräumen. Bei dem diesjährigen Schützenfest in Limlingerode startete der Schützenverein einen Spendenaufruf zum Wiederaufbau der Kindertagesstätte „Spatzennest“ in Friedeburg.

Im Verlauf des Schützenfestes wurde eine Summe von 1.531 Euro gespendet, der Limlingeröder Schützenverein e. V. rundete diesen Betrag auf 2.000 Euro auf. Der Verein bedankt sich bei allen Besuchern für ihre Spendenbereitschaft. Am 12. August übergaben Mitglieder des Vereins den Spendenscheck der Kindertagesstättenleiterin Frau Eulenberg. Das Team des Kindergarten und die Kinder bedankten sich recht herzlich für die Spende und hoffen das der Kindergarten im Oktober diesen Jahres wieder bezogen werden kann.

Quelle: otz.de

Anträge auf Soforthilfe noch bis 15. August

Veröffentlicht: August 12, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Sachsen-Anhalt

Die Stadt Zeitz zahlte bereits über 300.000 Euro aus. Mit einem Runderlass hat das Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt die Antragsfrist über die Gewährung von Soforthilfen vor rund einem Monat verlängert.

Noch bis Donnerstag können vom Hochwasser Betroffene Anträge auf Soforthilfe stellen. Die Stadtverwaltung Zeitz erinnert noch einmal an diesen Termin, damit ihn niemand, der die Voraussetzungen dafür erfüllt, verstreichen lässt.

Mit einem Runderlass hat das Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt die Antragsfrist über die Gewährung von Soforthilfen zur Unterstützung der vom Juni-Hochwasser 2013 direkt betroffenen Einwohner und Eigentümer vor rund einem Monat verlängert.

Entsprechende Anträge können demnach noch bis zum 15. August bei der Stadt Zeitz abgegeben werden. Der Postweg ist ebenso möglich wie die Abgabe im Bürgerbüro oder dem Briefkasten der Stadt. Für Rückfragen sind die Mitarbeiter im Servicebüro Hochwasser im Rathaus für die Bürger da. Anträge stehen auch zum Download auf der Internetseite der Stadt Zeitz bereit. Das Bürgerbüro ist am Mittwoch und Donnerstag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr, geöffnet.

Mittlerweile wurde schon eine erhebliche Summer an Soforthilfe nach dem Hochwasser in der Stadt Zeitz ausgezahlt. „521 Anträge wurden bisher beschieden“, nennt Pressesprecher Thomas Sagefka die aktuellen Zahlen vom Montag, „die gewährte Soforthilfe beläuft sich damit auf 308 683,49 Euro.“ Die bisherigen Rückzahlungen belaufen sich dabei auf 7 435 Euro.

86 Anträge gab es bisher auf Soforthilfe für Gebäude im Stadtgebiet. Die gewährte Soforthilfe beläuft sich bislang auf 159 300 Euro. Rückzahlungen seien noch nicht erfolgt, so Sagefka.

Rückzahlungen müssen erfolgen, wenn ein Betroffener den Schaden von der Versicherung ersetzt bekommt, dann gilt die Soforthilfe als Darlehen.

Quelle: mz-web.de

Oberbürgermeister Jürgen Dupper übergibt ersten Förderbescheid

Gut eine Woche nachdem die Richtlinien für das neue Fluthilfeprogramm für private Hauseigentümer in Kraft getreten ist, hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper gestern Mittag den ersten Förderbescheid übergeben.

Auch das Anwesen von Ruthilde und Peter Paul in der Freyunger Straße wurde durch das Hochwasser beschädigt. Die Eigentümer haben in dieser Woche den entsprechenden Antrag bei der Stadt Passau gestellt. Nach zwei Tagen Bearbeitungszeit konnte bereits heute der erste Förderbescheid aus diesem Hilfsprogramm
übergeben werden.

Oberbürgermeister Dupper:

„Ich freue mich sehr, dass wir bereits gut eine Woche nach Inkrafttreten des Programms heute den ersten Förderbescheid übergeben konnten.

Die Stadtverwaltung Passau hat sich im Vorfeld auf dieses Hilfsprogramm eingestellt und eine eigene Dienststelle mit 10 Mitarbeitern im Laufe der vergangenen Wochen zusammengestellt. Deshalb war es uns möglich, bereits vier Tage nach dem Start der neuen Dienststelle den ersten Förderbescheid auszustellen und zu übergeben.

Wir fühlen uns verpflichtet, den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt schnellstmöglich die entsprechenden Mittel zukommen zu lassen. Die Vorgehensweise, bereits im Vorfeld die organisatorischen und personellen Strukturen im Rathaus zu schaffen, hat sich damit bewährt. Der große Andrang in der Dienststelle zeigt, wie wichtig dieses Programm für die Passauerinnen und Passauer ist, damit die geschädigten Hausbesitzer endlich belastbare Aussagen darüber haben, mit welchen Fördermitteln sie rechnen können.“

Quelle: hessen-tageblatt.com/

Hochwasser schlug gleich zweimal zu

Veröffentlicht: August 9, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Rotary-Club Bonndorf startete Hilfsaktion für Bäckermeister Jungkurt in Sachsen / Jetzt konnten 15 000 Euro übergeben werden.

Große Freude herrschte bei Bäckermeister Jungkurt in Penig/Sachsen, als eine Abordnung des Rotary-Clubs Bonndorf eine Spende in Höhe von 15 000 Euro überbrachte. Das Geld, das von Bonndorfern und dem Umland, von Bürgern und Geschäften, sowie dem Rotary-Club selbst gespendet wurde, will Bäckermeister Jungkurt, dessen Geschäft beim jüngsten Hochwasser völlig zerstört wurde, für eine gebrauchte Ladeneinrichtung nutzen.

Nach der Hochwasserkatastrophe Anfang Juni dieses Jahres war für den Rotary-Club Bonndorf unter der Leitung der Präsidentin Dagmar Hosp klar: „Hier muss geholfen werden.“ Über Regina Folkerts, die Kontakte nach Sachsen hat, wurde der Rotary Club auf Bäckermeister Jungkurt in Penig aufmerksam, den das Schicksal mit doppelter Härte traf. Nachdem 2002 schon einmal „Land unter“ in seiner Backstube war, erlitt der 39-Jährige im Januar einen Schlaganfall in seiner Backstube. Tagelang lag der Bäcker im Koma, nur mühsam erholte er sich von dem Leiden. Als er im Rollstuhl sitzend aus der Reha-Klinik entlassen wurde, schlug das Schicksal zwei Tage später erneut zu. Das Hochwasser der Zwickauer Mulde setzte seine Backstube samt Ladengeschäft bis unter die Decke unter Wasser und zerstörte sämtliche Maschinen und die Inneneinrichtung. Den Schaden beziffert Sven Jungkurt auf 250 000 Euro im Innenbereich, weitere 150 000 Euro beträgt der Gebäudeschaden.

Ans Aufhören dachte der junge Unternehmer jedoch nie. Er will das Familienunternehmen in dritter Generation wiederbeleben. Dass hierzu jede Hilfe willkommen ist, war auch dem Rotary-Club Bonndorf klar. Er machte die Situation von Familie Jungkurt öffentlich (die Badische Zeitung berichtete) und bat die Bürger von Bonndorf und den umliegenden Gemeinden um Spenden. Dass diese sich so großzügig zeigten, überraschte auch die Präsidentin Dagmar Hosp. Mit insgesamt 15 000 Euro in der Tasche machte sie sich am vergangenen Samstag zusammen mit Vize-Präsident Thomas Laubis und Rotarier Markus Hosp nach Penig auf, um der gebeutelten Familie den Geldsegen persönlich zu überreichen.

Herzlich empfing die Bäckerfamilie Jungkurt die Rotarier aus Bonndorf und führte sie durch die Bäckerei, so dass sich die Delegation ein Bild des Schadens machen konnte. Der Putz ist in der ganzen Backstube und dem Ladengeschäft heruntergeschlagen, fünf Trockner versuchen Tag und Nacht, das Gebäude auszutrocknen. Das Herzstück der Bäckerei, der Backofen im Wert von 60 000 Euro, steht komplett zerstört in den Räumen und muss demnächst entsorgt werden.

Auch im angrenzenden Garten der Familie war nichts, wie es vorher war. Die Gartenmöbel wurden einfach weggespült und auch die sechsjährige Tochter Anika braucht einen neuen Sandkasten und neues Sandelspielzeug.

Thomas Eulenberger, der Bürgermeister der Stadt Penig, ließ es sich nicht nehmen, bei der Scheckübergabe dabei zu sein und von Seiten der Stadt ein herzliches Dankeschön für die unerwartete Hilfe „von wildfremden Menschen aus Baden“ auszusprechen. Als Dank für diese Geste führte der Bürgermeister die Rotarier an seinem freien Samstag durch „seine“ Stadt Penig und lud die Bonndorfer abschließend ein, sich ins goldene Buch der Stadt einzutragen.

Auf ihrer Rückreise am Sonntag konnten die Rotarier das Fazit ziehen: „Hier haben wir mit Hilfe unserer Bürger von Bonndorf und dem Umland ein wirklich gutes Werk getan, die Hilfe kam da an, wo sie dringend gebraucht wird. “

Quelle: badische-zeitung.de

Berlin kämpft mit einem steigenden Grundwasserspiegel. An 77 öffentlichen Gebäuden und zahlreichen Privathäusern bestehen bereits oder drohen Schäden. Doch Mittel aus dem Fluthilfefonds gibt es nicht.

Der Berliner Senat sieht keine Möglichkeit, wegen des steigenden Grundwassers in der Hauptstadt Geld aus dem Fluthilfefonds zu erhalten.

Zu den Voraussetzungen gehöre, dass „nur hochwasserbedingte Schäden, die während des Hochwassers im Zeitraum vom 18. Mai bis zum 4. Juli 2013 entstanden sind“, berücksichtigt werden, heißt es in der Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Anfrage der CDU. „In Berlin sind jedoch keine hochwasserbedingten Schäden gemeldet worden“, so Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) weiter. Das Grundwasser steige wegen der ungünstigen Lage des Urstromtals.

Teilweise reicht es in Berlin bis wenige Zentimeter unter das Bodenniveau. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) hatte im Juli entsprechende Zahlungen gefordert.

An 77 öffentlichen Gebäuden und zahlreichen Privathäusern bestehen oder drohen Schäden durch das Grundwasser. Betroffen sind neben dem Konzerthaus unter anderem das Rote Rathaus, mehrere Senatsverwaltungen, Finanzämter, die Bezirksämter Reinickendorf und Mitte sowie das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und das Kulturhaus Palais Podewil.

Da der Wasserverbrauch in Berlin seit 20 Jahren rückläufig ist, stieg gleichzeitig der Grundwasserspiegel und beschädigte so viele Keller.

Quelle: morgenpost.de

Mit dem „Zuschussprogramm zur Behebung der vom Hochwasser im Mai/Juni 2013 verursachten Schäden an überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden und an Hausrat“ gewährt der Freistaat Bayern über die bereits laufenden Soforthilfe- und Sofortgeldprogramme hinaus weitere Hilfen. Darunter fällt auch die Wiederbeschaffung von Hausrat.

Antragsberechtigt für eine Förderung von überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden sind private Eigentümer und Wohnungsunternehmen sowie Kommunen. Kosten für Abriss-/Aufräumarbeiten können nur gefördert werden, wenn sie im unmittelbaren Zusammenhang mit der Beseitigung der durch das Hochwasser verursachten Schäden stehen. Antragsteller müssen den Anträgen Kostenschätzungen über die notwendigen Maßnahmen beilegen. Die Zuwendung beträgt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Hochwasserschäden, zu deren Beseitigung Kosten von weniger als 1500 Euro je Nutzungseinheit anfallen, sind nicht förderfähig.

Bei der Förderung von Hausrat sind natürliche Personen als private Eigentümer und Mieter von Wohnraum antragsberechtigt. Förderfähig sind Reparaturen von beschädigten Hausratsgegenständen, soweit deren Aufwendungen den Wert der jeweiligen Sache nicht übersteigen, oder die Wiederbeschaffung zerstörter oder beschädigter Hausratsgegenstände, sofern eine Reparatur unwirtschaftlich ist. Ersetzt wird in der Regel nur der Wert der zerstörten oder beschädigten Hausratsgegenstände und nicht der Wert für eine gleichartige neue Sache. Bereits gewährte Soforthilfen, insbesondere Sofortgeld, werden angerechnet. Die Zuwendungen werden zu 100 Prozent ausbezahlt, es fallen keine Bearbeitungskosten an. Soweit Maßnahmen, insbesondere unaufschiebbare bauliche Sanierungsmaßnahmen, vor Bewilligung bereits begonnen oder durchgeführt wurden, können sie gefördert werden, soweit sie sparsam und zweckmäßig ausgeführt werden. (pm)

Anträge sind bis spätestens 30. Mai 2015 in zweifacher Ausfertigung beim Landratsamt Dillingen einzureichen. Zuwendungen aus dem Bayerischen Zuschussprogramm können ab sofort bei der Wohnungsbauförderstelle des Landratsamtes Dillingen, Telefon 09071/51-175 oder -176, beantragt werden.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Hochwasser: Freistaat gewährt Hilfen – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Hochwasser-Freistaat-gewaehrt-Hilfen-id26570121.html

Hochwasser: Freistaat gewährt Hilfen – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Hochwasser-Freistaat-gewaehrt-Hilfen-id26570121.html

Spenden-Übergabe nach langer Anfahrt

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Sachsen-Anhalt
Das Unternehmen Beko Techniologies aus Neuss spendet 5 000 Euro für die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Elbspatzen“ in Elster.

Eine weite Reise nahmen Monique Aleeds-Koch, Geschäftsführerin der Beko Technologies GmbH aus Neuss, und ihre Mitarbeiterin Mareen Stein auf sich und im Gepäck hatten sie 5 000 Euro. Die wurden an die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Elbspatzen“ in Elster übergeben.

Ihr Unternehmen sei sehr sozial eingestellt, erzählte die Geschäftsführerin. Schulen und Kindereinrichtungen in der Umgebung würden davon jährlich profitieren. Schließlich gehe es dabei um die Zukunft, so Monique Aleeds-Koch. Als sie von den Verwüstungen und den verheerenden Schäden hörte, die das Hochwasser anrichtete, war klar, hier kann man nicht abseits stehen. Es erging ein Aufruf an alle Mitarbeiter und Außendienstler: Wer eine entsprechende Einrichtung oder Institution kenne, die besonders gelitten habe, möge sich bei ihr melden.

Die erste war Mareen Stein, gebürtige Wittenbergerin. Sie war zur Hochwasserzeit in ihrer Heimat, hat dort beim Säckefüllen geholfen und vom Schicksal der Elsteraner Kindereinrichtung gehört. Das erzählte sie ihrer Chefin und sofort war klar, dorthin geht das Geld. Allerdings wollte man sich nicht einer gemeinnützigen Organisation bedienen, sondern den Scheck selbst überbringen. So setzten sich die zwei Frauen ins Auto, fuhren 550 Kilometer und nahmen in Wittenberg Quartier.

Freitag überreichten sie nicht nur das Geld, das übrigens für Spielzeug und Bastelmaterial eingesetzt werden soll, sondern auch einige Werbeartikel. Danach wollten sie sich die Lutherstadt ansehen. Die zwei Frauen versprachen, nicht das letzte Mal in Elster gewesen zu sein. Spätestens zur Wiedereinweihung kommen sie erneut.

Quelle: mz-web.de

 

Die Anträge für staatliche Hochwasserhilfe aus dem Bund-Länder Fluthilfefonds liegen ab Montag (05.08.13) im Landkreis Deggendorf aus. Bis zu acht Milliarden Euro stehen für das Hochwasser-Hilfsprogramm zur Verfügung.

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Bis zu 80 Prozent der Privatschäden sollen durch das gemeinsame Programm von Bund und Ländern abgedeckt werden. Die Flutopfer müssen diese Hilfe allerdings beantragen.

Die Formulare dafür liegen ab Montag in den Rathäusern des Landkreises Deggendorf sowie im Landratsamt aus. Die ersten Gelder aus dem Fluthilfefonds sollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch im August ausgezahlt werden.

Formular auch online erhältlich

Hochwasser-Modalitäten lassen weiter auf sich warten

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Das Ministerium nennt jetzt den 20. August, an dem die Richtlinien in Kraft treten sollen. „Voraussichtlich“.

Die zeitliche Lücke zwischen Soforthilfe gegen Hochwasserschäden und staatlichem Hilfsprogramm ist immer noch nicht geschlossen.

Wie das Thüringer Bauministerium gestern mitteilte, sollen die Richtlinien zur Umsetzung der Hochwasser-Hilfsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, private Haushalte, Wirtschaft, Landwirtschaft und Kultur voraussichtlich am 20. August 2013 in Kraft treten.

Den Angaben zufolge können danach auch Privathaushalte die Anträge zur Regulierung unter www.tmblv.de downloaden. Zurzeit befinden sich die Richtlinien „Kommunale Infrastruktur“ und „Schäden an Wohngebäuden/Hausrat“ in der Abstimmung mit dem Rechnungshof und den kommunalen Spitzenverbänden, sagte Ministeriumssprecher Fried Dahmen.

Privathaushalte müssen ihren Schadensantrag von der zuständigen Stadt- oder Gemeinde­verwaltung amtlich bestätigen lassen. In den besonders betroffenen Gebieten werden zurzeit regionale Wiederaufbauteams eingerichtet, die vor Ort helfen. Dazu zählen die Ostthüringer Landkreise Saale-Holzland, Greiz und Altenburger Land sowie Gera.

Bundes- und Landesregierung hatten betont, dass noch im August die Auszahlung der staatlichen Hilfsgelder beginnen soll. Der Fluthilfefonds umfasst acht Milliarden Euro. Auf Thüringen entfallen 6,8 Prozent.

Quelle: otz.de

Unabhängige Hilfsgelder für Hochwasser-Opfer

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen
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Neue Zuschussprogramme sollen die Schäden des Hochwassers bis zu 80 Prozent abdecken. Versicherung und Hochwasserzonen spielen für die Förderung dabei keine Rolle.

Ein neues Zuschussprogramm soll den Betroffenen des Hochwassers im Juni dieses Jahres den Neustart erleichtern: Unabhängig von der Versicherbarkeit oder einer Einordnung in eine sogenannte „ZÜRS-Zone“ sollen nun die Hilfsgelder fließen, wie die OVB-Heimatzeitungen berichten. Hausbesitzer und Mieter sollen so die Möglichkeit erhalten, bis zu 80 Prozent der Schäden zu ersetzen. Die restlichen 20 Prozent könnten über Spenden finanziert werden.

Anspruch auf diesen neuen Zuschuss hat jeder, der direkt vom Hochwasser betroffen war. Abgezogen werden dann bereits erhaltene Zuschüsse aus Sofortgeldern und Versicherungsleistungen. Im Antrag wird ebenfalls nach erhaltenen Spendengeldern gefragt, wie das OVB in seiner Mittwochsausgabe schreibt.

Anträge für das Zuschussprogramm

In Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Traunstein stehen die Anträge bei den Gemeindeämtern und auf den Webpräsenzen der jeweiligen Gemeinden zur Verfügung.

Auch die Stadt Freilassing und die Gemeinde Laufen stellen die Anträge zum Zuschussprogramm auf ihrer Homepage sowie vor Ort bereit. Antragsfrist für die Sofortgelder ist in Freilassing der 30. Dezember 2013. In der Gemeinde Laufen können Anträge bis zum 30. September 2013 abgegeben werden, wobei anschließend der Spendentopf der Stadt ausgeschüttet wird. Laufen will die Regelung der Sofortgelder unkompliziert und möglichst unbürokratisch halten. Für einen genehmigten Antrag in Freilassing sind dagegen Nachweise wie Rechnungen bei Haushaltsschäden oder Kostenvoranschläge bei Gebäudeschäden vorzuzeigen. Für Schäden, die vom Staat nicht gedeckt werden, können auch hier Anträge auf Spendengelder gestellt werden.

Quelle: rosenheim24.de

Hochwasser-Modalitäten lassen weiter auf sich warten

Veröffentlicht: August 7, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Das Ministerium nennt jetzt den 20. August, an dem die Richtlinien in Kraft treten sollen. „Voraussichtlich“.

Erfurt. Die zeitliche Lücke zwischen Soforthilfe gegen Hochwasserschäden und staatlichem Hilfsprogramm ist immer noch nicht geschlossen.

 

Wie das Thüringer Bauministerium gestern mitteilte, sollen die Richtlinien zur Umsetzung der Hochwasser-Hilfsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, private Haushalte, Wirtschaft, Landwirtschaft und Kultur voraussichtlich am 20. August 2013 in Kraft treten.

 

Den Angaben zufolge können danach auch Privathaushalte die Anträge zur Regulierung unter http://www.tmblv.de downloaden. Zurzeit befinden sich die Richtlinien „Kommunale Infrastruktur“ und „Schäden an Wohngebäuden/Hausrat“ in der Abstimmung mit dem Rechnungshof und den kommunalen Spitzenverbänden, sagte Ministeriumssprecher Fried Dahmen.

 

Privathaushalte müssen ihren Schadensantrag von der zuständigen Stadt- oder Gemeinde­verwaltung amtlich bestätigen lassen. In den besonders betroffenen Gebieten werden zurzeit regionale Wiederaufbauteams eingerichtet, die vor Ort helfen. Dazu zählen die Ostthüringer Landkreise Saale-Holzland, Greiz und Altenburger Land sowie Gera.

 

Bundes- und Landesregierung hatten betont, dass noch im August die Auszahlung der staatlichen Hilfsgelder beginnen soll. Der Fluthilfefonds umfasst acht Milliarden Euro. Auf Thüringen entfallen 6,8 Prozent.

Quelle: otz.de

Treuener Baufirma Goldbeck GmbH übergibt die Hochwasserspende an den Lions Club der Stadt

Greiz. Ein Steinmetz, ein Dölauer Anlagenbauer und andere Firmen, die durch das Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, sollen von der 5000-Euro-Spende der Goldbeck Bauelemente Treuen GmbH beim Wiederaufbau unterstützt werden. Das kündigte Wilhelm Wüstner an, der als Präsident des Lions Club Greiz die Spende in Empfang nahm.

 

Das 3000 Mitarbeiter starke Unternehmen Goldbeck, so der Treuener Geschäftsführer Lars Luderer, habe in acht Niederlassungen in Deutschland je 10 000 Euro für Hochwasseropfer bereitgestellt. Über den Treuener Standort landete dieses Geld zu gleichen Teilen in Weischlitz und in Greiz. Das sei zum einen länderübergreifende Hilfe, zum anderen eine Pflege des „Clubkontakts“, sagt Luderer, der bei den Lions in Auerbach Mitglied ist und einen guten Draht nach Greiz habe.

Quelle: otz.de

Die Spendenaktion im Rahmen des 79. Internationalen Schleizer Dreieckrennen der Interessengemeinschaft Gespannrennen e.V. (IGG) für den vom Hochwasser schwer gezeichneten Ort Wünschendorf gestaltete sich zu einem vollen Erfolg für alle Beteiligten.

Schleiz. Das ganze Wochenende über wurde mittels einer Tombola, einer Versteigerung und eines T-Shirt-Verkauf Geld für die Sanierung der 3000 Einwohner Gemeinde gesammelt. Auch der Erlös der gefragten Taxi-Fahrten in einem Renngespann kam der Aktion zugute. Insgesamt kam die stolze Summe von 4550,10 Euro zusammen, da auch der gastgebende MSC Schleizer Dreieck die Startgelder aus dem traditionellen Fußballturnier nochmals aufrundete und komplett beisteuerte.

 

Wünschendorf war Anfang Juni nach dem Hochwasser schwer gezeichnet. Rund eine Million Euro Schaden hatte die Gemeinde, die an den beiden Flüssen Elster und der Weida gelegen ist, Schäden in der Infrastruktur zu verzeichnen. Noch weitaus höher, zwischen 6 bis 8 Millionen Euro, lagen die Schadensmeldungen im privaten Bereich. Und genau dorthin sollen sämtliche Spendengelder ausschließlich fließen. Der stellvertretende Bürgermeister Harald Caba nahm dankend einen symbolischen Scheck von der IGG in Empfang und zeigte sich nicht nur von der Aktion der Gespannfahrer beeindruckt, sondern äußerte auch sein wieder erwecktes Interesse am Schleizer Dreieck.

Quelle: otz.de

Erfurt. Eine halbe Million Euro. So viel Geld haben Leser unserer und der Ostthüringer Zeitung in ihrer gemeinsamen Aktion bislang für die Opfer der Jahrhundertflut gespendet. Eine Zahl, die viel über die Bereitschaft der Thüringer erzählt, zu helfen, wenn Nachbarn in Not geraten.

Partner der Aktion ist die Diakonie Mitteldeutschland. Die Diakonie machte für viele Betroffene bereits schnelle Ersthilfe möglich, während die Mühlen staatlicher Bürokratie zuweilen langsam mahlen. Zwar haben vorige Woche Bund und Länder eine Vereinbarung unterzeichnet, die Finanzhilfen für die Reparatur von Hochwasserschäden in sieben Sonderprogrammen regelt. Erste Zahlungen sollen noch im August fließen. Doch mit wie viel staatlicher Hilfe am Ende der Einzelne wirklich rechnen kann, ist immer noch unklar.

 

Klar ist die Gesamtsumme von acht Milliarden. Beschlossen ist auch seit Ende Juli, dass private Eigentümer Kosten für Reparaturen an Haus und Einrichtung bis zu 80 Prozent erstattet bekommen können.

 

Doch die genaue Höhe wird von den Ländern festgelegt. Denn auch von der Flut betroffene Betriebe, Landwirte und Forschungseinrichtungen haben ein Recht auf Zuschüsse aus diesem Fonds. Außerdem werden Versicherungsleistungen und andere Hilfen angerechnet.

 

Zusätzliches Geld könnte auch aus Brüssel fließen. Die EU hat Deutschland 350 Millionen in Aussicht gestellt. Doch auch das wird dauern.

 

Schnelle Hilfe in den ersten Wochen

Doch erst wenn Betroffene genau wissen, welche Hilfen sie erwarten, können sie planen, wie es weitergehen soll. Die Diakonie mahnte deshalb erneut schnelle Klarheit über die staatlichen Hilfen an.

 

Der Alltag kann aber nicht immer so lange warten. Aus den Spendengeldern der Aktion „Thüringen hilft“ zahlte die Diakonie Mitteldeutschland deswegen bislang viele sofortige Haushaltsbeihilfen von bis zu 1500 Euro. So konnte dank der Spenden unserer Leser unter anderen schon geholfen werden:

  • Martha und Rudi Paul aus Wünschendorf
  • Familie Christoph aus Gera
  • dem Ehepaar Lunow mit ihren acht Kindern aus Berga
  • Familie Wolter aus Wünschendorf
  • Michael und Daniela Haubold aus Gößnitz
  • Rolf-Dieter Gebhardt aus Gera-Untermhaus

Insgesamt 85 Familien wurden bereits bedacht. Schnelle und unbürokratische Hilfen, mit denen das Notwendigste für den Alltag – wie ein Kühlschrank oder Kleidung – gekauft werden konnte. Außerdem finanzierte die Diakonie bisher 300 Trockner aus den Spenden.

 

Der Großteil des Spendengeldes, erklärt Diakonie-Chef Eberhard Grüneberg, werde ausgezahlt, wenn feststeht, wie viel Geld von den Versicherungen und vom Staat fließt. Die Spenden der Leser sollen vor allem dort helfen, wo andere Hilfen nur spärlich fließen.

 

Die teuerste Naturkatastrophe der deutschen Geschichte

Das Hochwasser vom Juni hat für einen neuen Negativ-Rekord gesorgt. Noch nie war der volkswirtschaftliche Schaden einer Naturkatastrophe derart hoch. Zu dieser Einschätzung kommt die Versicherungswirtschaft.

 

Nach einer ersten Bilanz entstanden rund 180.000 versicherte Schäden in Höhe von fast 2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Elbe-Flut 2002 verursachte versicherte Schäden von 1,8 Milliarden.

 

Ursache für das Hochwasser 2013 waren heftige Regenfälle. Dadurch sind viele Schäden weitab großer Flüsse entstanden – sowie in Regionen, in denen es sonst nur äußerst selten zu Hochwasser kommt.

Quelle: otz.de

Nach dem Juni-Hochwasser der Elbe muss der Werkenraum wiederhergerichtet werden.

Behringen. Vertreter verschiedener Vereine haben sich entschieden, den Erlös des Sommerfestes aus dem letzten Jahr einer vom Hochwasser betroffenen Schule zu spenden.

In Anbetracht des Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehren Behringen und Wenigenlupnitz im Hochwassergebiet fiel die Entscheidung auf die Grundschule in Wust. Anfang August machten sich einige Vertreter der beteiligten Vereine auf den Weg. Wust ist ein kleiner Ort in Sachsen-Anhalt in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land ganz in der Nähe von Stendal. Der Werkenraum der Grundschule soll mit der Spende wieder hergerichtet werden, denn dieser wurde vom Juni-Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen.

Quelle: otz.de

Dem vom Hochwasser stark betroffenen Unternehmen wird erneut finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.

Eisenberg. In einer Pressemitteilung stellt das Thüringer Wirtschaftsministerium für die beim Juni-Hochwasser stark betrof­fene Stahlgießerei Silbitz Guss erneut Hilfen in Aussicht.

 

Das Unternehmen könne in Kürze Unterstützung aus dem Aufbauhilfefonds beantragen, den Bund und Länder gemeinsam finanzieren, heißt es. „Vergangene Woche wurde er vom Thüringer Kabinett verabschiedet, jetzt muss er in Brüssel no­tifiziert werden“, sagte die stell­vertretende Pressesprecherin des Wirtschaftsministerium, ­Larissa Schulz-Trieglaff.

 

Der Fonds stellt unter anderem Hilfen für Unternehmen und wirtschaftsnahe Infrastruktur zur Verfügung. „Sobald der mit insgesamt acht Milliarden Euro ausgestattete Aufbauhilfefonds zur Verfügung steht, kann das Unternehmen finanzielle Hilfen beantragen.“

 

Landesbürgschaft wurde nicht benötigt

Das Thüringer Wirtschafts­ministerium und die Thüringer Aufbaubank (TAB) stünden ­darüber hinaus in engem Kontakt mit den Geschäftsführern von Silbitz Guss. Wirtschafts­minister Matthias Machnig (SPD) hatte dem Unternehmen bei seinem Besuch im Juni Unterstützung mittels einer Landesbürgschaft angeboten, die Silbitz aber nicht in Anspruch nehmen wollte, da das Unternehmen von seiner Versicherung Geld für den Produktionsausfall und zur Besei­tigung der Hochwasserschäden bekommen sollte, so die Pressesprecherin. Der TAB-Vorstandsvorsitzende Matthias Wierlacher sei das erste Mal sofort nach Beginn des Hochwassers und kurze Zeit später ein weiteres Mal bei dem Unternehmen gewesen, um Hilfe anzubieten und zu beraten.

 

Soforthilfeprogramm traf nicht auf Unternehmen zu

Der Thüringer Wirtschafts­minister hatte in Abstimmung mit den Kammern und Verbänden der Wirtschaft ein Sofort­hilfeprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro initiiert, das am 17. Juni in Kraft getreten ist. „Leider konnte Silbitz davon nicht profitieren, da das Unternehmen nicht zu den Kleinunternehmen und Mittelständlern zählt“, so Larissa Schulz-Trieglaff.

Quelle: otz.de

Weitere Agrarbetriebe erhalten Hochwasser-Soforthilfe

Veröffentlicht: August 3, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Erfurt. Nach einer Erfurter Gärtnerei haben in dieser Woche auch mehrere landwirtschaftliche Betriebe ihre Zuwendungsbescheide aus der Hochwasser-Soforthilfe für Agrar- und Forstbetriebe erhalten.

Thüringens Agrarstaatssekretär Roland Richwien überreichte jetzt einen Bescheid an den landwirtschaftlichen Familienbetrieb Hagel in Reinsdorf (Kyffhäuserkreis). Richwien sagte, der Freistaat arbeite derzeit mit Hochdruck an einer weiteren Richtlinie Wiederaufbau Landwirtschaft und Fischerei.

Der Landwirtschaftsbetrieb Hagel baut auf 205 Hektar Getreide und Raps an. Der Schaden durch das Hochwasser beträgt nach Feststellung des Landwirtschaftsamts Bad Frankenhausen knapp 88.000 Euro. Dieser Schaden wird zunächst zu 50 Prozent nach der Soforthilfe-Richtlinie durch den Freistaat Thüringen mit finanzieller Beteiligung des Bundes ausgeglichen. Insgesamt haben inzwischen 16 landwirtschaftliche Betriebe Zuwendungsbescheide über insgesamt 389.000 Euro erhalten.

Der Staatssekretär zeigte sich zufrieden, dass es seinem Ministerium gelungen sei, innerhalb kürzester Zeit die erforderlichen Abstimmungen auf Bundes- und Landesebene zu führen, ein wirksames und möglichst unbürokratisches Hilfsprogramm zu organisieren und vor allem den Betroffenen schnell die dringend benötigten Zahlungen gewährleisten zu können.

Derzeit wird auf Landesebene ein „Aufbauhilfeprogramm zur Beseitigung von Schäden infolge des Hochwassers in der Landwirtschaft und der Fischerei“ vorbereitet. „Ich gehe davon aus, dass noch im August die Wiederaufbaurichtlinie Landwirtschaft und Fischerei in Kraft treten wird“, sagte der Staatssekretär. Dann könnten ab September vom Hochwasser geschädigte Landwirtschafts-, Gartenbau- und Fischereibetriebe für Ihre entstandenen Schäden einen weiteren Schadensausgleich in Höhe von bis zu 80 Prozent erwarten. Bereits erhaltene Soforthilfen würden angerechnet.

 Quelle: otz.de

 

Thüringer Landesregierung einigt sich auf Regeln, wer welche Leistungen aus dem Fonds für Hochwasseropfer erhält.

Erfurt. Vom Hochwasser geschädigte Gemeinden erhalten die Wiederherstellung ihrer Infrastruktur voll gefördert. Und auch Privatpersonen können auf Unterstützung hoffen – unabhängig vom Einkommen.

„Wir haben uns im Kabinett darauf verständigt, bei der Infrastruktur der Gemeinden die Wiederherstellungskosten zu 100 Prozent zu tragen“, sagte Thüringens Bauminister Christian Carius (CDU) der OTZ. Das gelte auch für die anfallenden Planungskosten. Carius zufolge ist vorgesehen, dass die betroffenen Kommunen einen Maßnahmekatalog inklusive Zeitplan aufstellen, der vom Land bewilligt wird. Zur Verfügung stehen etwa 100 Millionen Euro. „Der Wiederaufbau wird keine Frage von Wochen, sondern von Jahren“, sagte der Minister.

Für Privatpersonen sehen die Pläne vor, Schäden an der Infrastruktur zu maximal 80 Prozent zu decken. Der Zuschuss soll bei 25.000 Euro pro Wohnung begrenzt werden. „In Einzelfällen sind höhere Beträge möglich. Dafür erfolgt aber eine gesonderte Begutachtung der Gebäude“, erläuterte Carius.

Auch für Hausratsschäden gilt, dass der Hilfsfonds 80 Prozent beisteuert. Ein-Personen-Haushalte sollen maximal 4000 Euro erhalten. Zwei-Personen-Haushalte bekommen 6000 Euro und für jede weitere Person 1500 Euro, so die Vorlage. Anders als die Soforthilfen des Landes ist die Leistung nicht einkommensabhängig.

Bereits gezahlte Soforthilfen und Versicherungsleistungen werden angerechnet. Eine kulante Regelung soll für Geschädigte bestehen, deren Versicherungen nicht den kompletten Schadensbetrag gezahlt haben: Beträgt die Versicherungs­leistung mindestens 20 Prozent der Schadenssumme, wird ein Vollausgleich gewährt.

Bis zum 19. August sollen die Regeln endgültig feststehen. Derzeit läuft die Anhörung des Rechnungshofes und des Gemeinde- und Städtebundes. Die Antragsformulare erheben Informationen, um dem Missbrauch vorzubeugen. „Die Hilfe ist eine große Solidaritätsleistung aller Steuerzahler, so dass wir sicherstellen möchten, dass nur die wirklich Geschädigten davon profitieren“, sagte Carius. Er kündigte an, dass beispielsweise auch die Etage der Wohnung geprüft und bei Versicherungen nachgefragt werde.

Die Regelungen gelten nicht für Gebäude in Kleingärten. „Ziel ist es, den Menschen in Not zu helfen“, sagte Carius. Es gebe aber Gespräche, die Wiederherstellung von Gemeinschaftsanlagen in Kleingartenanlagen zu unterstützen.

Das Landesamt für Bau und Verkehr soll die Anträge bearbeiten. Jeweils zwei bis drei Mitarbeiter werden in regionale Servicestellen nach Gera, in den Saale-Holzland-Kreis, den Landkreis Greiz und das Altenburger Land entsandt, um bürgernah Anträge entgegenzunehmen und Fragen zu beantworten. Derzeit werde mit den Kommunen über zentral gelegene Büros für die Aufbauteams gesprochen, sagte der Minister.

Nach der Flutkatastrophe ist bislang im Freistaat ein Gesamtschaden von 452 Millionen Euro registriert worden. In Summe soll Thüringen aus dem Hochwasserfonds des Bundes 200 Millionen Euro erhalten.

Quelle: otz.de