Archiv für die Kategorie ‘Dresden’

Stadt Dresden stellt Wiederaufbauplan nach Hochwasser vor

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in Dresden, Hilfe

Insgesamt 82,7 Millionen Euro erhält die Stadt Dresden vom Freistaat Sachsen für den Wiederaufbau nach dem Hochwasser im Juni 2013. Am Mittwoch hat Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann als Leiter des Hochwasser-Nachsorgestabes den konkreten Wiederaufbauplan vorgestellt.

Der vom Freistaat Sachsen bestätigte Plan enthält Schäden an Straßen und Brücken, dem DVB-Netz, Schulen, sowie Sportanlagen und Bädern sowie anderen Infrastruktureinrichtungen. Größter Einzelposten ist die Augustusbrücke, für die rund 16 Millionen Euro bereitgestellt werden. Für die rund 270 Maßnahmen müssen bis 30. Juni 2015 die entsprechenden Anträge auf Fördermittel bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. „Die Erfahrungen der letzten Hochwasserereignisse haben dafür gesorgt, dass alle Beteiligten mit hoher Professionalität zügig die erforderlichen Dokumentationen erbringen konnten“, so Vorjohann, der davon ausgeht, das bald mit der Beseitigung der Schäden gestartet werden kann.

Quelle: dnn-online.de

Benefizspiel für den Wohnhof Gohlis der Lebenshilfe Dresden

Mit einer außergewöhnlichen Aktion unterstützt der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus die Lebenshilfe Dresden bei der Sanierung des Wohnhofs Gohlis nach den schweren Hochwasserschäden: Am kommenden Mittwoch, den 9. Oktober tritt eine Auswahl von Tele Columbus Mitarbeitern zu einem Benefizspiel gegen eine Auswahl der SG Einheit Dresden Mitte an. Das Spiel findet um 17 Uhr auf dem Heimplatz des SG Einheit in der Eibenstocker Straße 1 statt. Für jedes erzielte Tor spendet Tele Columbus 500 Euro zugunsten der Sanierung von Hochwasserschäden. Der Eintritt zum Benefizspiel ist frei – um weitere Spenden für den Wohnhof Gohlis wird gebeten. In enger Partnerschaft mit den Dresdner Wohnungs¬unternehmen versorgt Tele Columbus mehrere zehntausend Haushalte in der Stadt mit analogem, digitalem und hochauflösendem Fernsehen, Telefon-Flatrates und superschnellem Internet bis zu 128 Megabit pro Sekunde.

Beim Hochwasser Anfang Juni waren die Kernregionen der Tele Columbus Gruppe, einem der führenden Kabelnetzbetreiber Deutschlands, schwer getroffen worden. Insbesondere in Dresden richtete die Flut gravierende Schäden an den Breitband-Kabelnetzen der Tele Columbus Gruppe wie auch an vielen privaten und öffentlichen Einrichtungen in der Stadt an. Unter anderem fiel auch der Wohnhof Gohlis der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung den Hochwasserfluten zum Opfer: Im Freizeithaus wurden die Holzfußböden, die Küche und der Gemeinschaftsraum im Keller zerstört, in der Wohnstätte unter anderem der Fußboden und die Heizung. Die Gebäude wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie bis heute nicht bewohnbar sind, und die zuletzt 36 Bewohner der Wohnstätte in Ausweichquartieren untergebracht werden mussten.

Um die Lebenshilfe bei der Aufarbeitung dieser Schäden zu unterstützen, tritt nun eine Auswahl von Mitarbeitern der Tele Columbus Gruppe aus der regionalen Niederlassung in Dresden sowie von den zentralen Standorten in Berlin und Hannover zu einem Benefiz-Fußballspiel gegen die SG Einheit Dresden Mitte an. Für jedes erzielte Tor zahlt Tele Columbus 500 Euro in die Spendenkasse zur Instandsetzung des Wohnhofs. „Bei einer solch existenziellen Katastrophe wie dem Hochwasser werden die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft immer am stärksten getroffen“, erklärt Dietmar Schickel, Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe, das Engagement des Kabelnetzbetreibers. „Deshalb möchten wir durch unser Benefizspiel so weit wie möglich helfen, dass die Bewohner des Wohnhofs schnell wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren können und die wichtige Betreuung in dieser Einrichtung wieder fortgesetzt werden kann.“

„Die enge Verbundenheit, die Tele Columbus durch diese Aktion mit der Stadt Dresden und ihren Bewohnern beweist, verdient wirklich große Anerkennung“, so Lothar Erler, Geschäftsführer der Lebenshilfe Dresden. „Die Unterstützung für den stark getroffenen Wohnhof Gohlis können wir wirklich dringend gebrauchen. Deswegen freuen wir uns gemeinsam mit unseren fußballbegeisterten Bewohnern auf ein torreiches Spiel – und auf viele Zuschauer, die mit einer kleinen Spende sogar noch zusätzlich helfen können.“

Mit von der Partie ist auch der langjährige Kapitän der DDR-Nationalmannschaft und Olympiasieger 1976, Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner. Er betreut die erste Mannschaft der SG Einheit Dresden Mitte seit Juli 2013 als Trainer und wird zum Benefizspiel gegen Tele Columbus selbst auflaufen. „Den guten Zweck dieses Spiels nehmen wir sehr ernst – das Benefizspiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fußball nicht nur Spaß und Unterhaltung bietet, sondern auch soziale Verantwortung übernehmen kann“, so Ralf Knauthe, Finanzvorstand der SG Einheit und gleichzeitig Vertriebsbeauftragter der Tele Columbus Gruppe am Standort Dresden. „Die dramatischen Bilder vom Wohnhof Gohlis haben uns alle sehr betroffen gemacht. Für die Initiative von Tele Columbus stehen wir mit unserer gesamten Mannschaft und dem gesamten Verein daher gerne zur Verfügung.“

Quelle: pressebox.de

de, das die Zahlen der 131 größten deutschen Städte verglich.

Doch Frank Hoffmann, Vorsitzender des Stadtverbandes der Dresdner  artenfreunde, stehen trotz dieser erfreulichen Zahlen tiefe Sorgenfalten auf der Stirn. Denn viele Kleingärten in Dresden wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben – sie müssen der Elbe Platz machen. Frank Hoffmann rechnet mit mindestens 120 Gärten, die wohl künftig aufgegeben werden müssen. Konkret betrifft das Parzellen in der Spitze der Kleingartenanlage „Ostragehege“, in der Anlage „An dem Zschierbach I“, im Verein „Die Ufergärten“ in Lockwitz sowie große Teile der Anlage „Leubener Wiesen“, weil sie im Hochwasserfall im Durchströmungs- oder im Abflussbereich der Elbe liegen. Betroffen waren im Juni dieses Jahres vom Hochwasser bzw. vom dadurch  verursachten Anstieg des Grundwassers insgesamt rund 1500 Gärten. Eine konkrete Forderung der Stadt, die Gärten zu beseitigen, gibt es  allerdings noch nicht

. „Die Stadt wird uns auch nicht kündigen, weil sie uns nicht entschädigen kann“, ahnt der Chef der Kleingärtner. Und trotzdem werden die Gärten weichen müssen. Zum Beispiel weil nach der Flut 2002 erteilte, aber bis 30. Juni 2014 befristete  wasserrechtliche Sondergenehmigungen zur Reparatur bzw. zum Wiederaufbau von Lauben mit großer Wahrscheinlichkeit nicht verlängert werden. „Das Umweltamt will keine Verlängerung pro forma vergeben.“ Das hat Hoffmann schon schriftlich. Er geht davon aus, dass die
Lauben abgerissen werden müssen. Zur Disposition stehen allein dadurch 83 Gartenhäuschen in den Anlagen „Elbtal II“, „Berchtesgadener Straße“, „Altleuben“, „Neu-Leuben“ und „An dem Zschierbach I“.

„Zudem dürfen weitere Lauben, die jetzt durch das Hochwasser im Juni beschädigt oder zerstört wurden, nicht mehr repariert, geschweige denn aufgebaut werden“, weiß Hoffmann aus einem Schreiben des Umweltamtes Dresden. „Es wurde auch darauf hingewiesen, dass im Gewässerrandstreifen – beidseitig zehn Meter ab  Löschungsoberkante – keine Gehölze angepflanzt und Baulichkeiten oder andere Abflusshindernisse errichtet werden dürfen.“ Dadurch werden weitere Kleingärten in den Vereinen „Ostragehege“, „An dem Zschierbach I“, in den „Leubener Wiesen“ und in den „Ufergärten“ keine Zukunft haben. In manchen Gartenanlagen entstehe dadurch ein Flickenteppich. In der Kleingartenanlage „Ostragehege“  werden von 79 Gärten voraussichtlich nur 19 erhalten bleiben. Gegenwärtig tourt der Vorsitzende des Stadtverbandes der Kleingärtner durch die betroffenen Vereine, um mit den Pächtern der Parzellen über die Zukunft zu diskutieren. 120 Kleingärtner warfen schon von sich aus das Handtuch.

Sie kündigten ihren Pachtvertrag, weil sie keine Kraft mehr haben, wieder von vorn anzufangen. „Die Stadt hat uns ihre Bereitschaft zugesagt,
die Beräumung der aufgegebenen Gärten zu übernehmen“, ist Frank Hoffmann froh. Doch das reicht ihm und den Dresdner Kleingärtnern nicht. „Meine Forderung an die Stadt ist, den Dresdner Kleingärtnern Ersatzflächen zur Verfügung zu stellen.“

Quelle: dnn-online.de

Dorint hilft, wo es am nötigsten gebraucht wird: Das Dorint Hotel Dresden ermöglicht den Hortkindern der 95. Grundschule „Caroline Neuber“ neuen Platz zum Spielen. Die Einrichtung im Stadtteil Laubegast hatte das Hochwasser im Juni besonders stark getroffen. Schulgelände und Kellerräume waren nahezu komplett überflutet, in der Turnhalle stand das Wasser bis zu einem halben Meter hoch.

Als Übergangslösung waren die Kinder in umliegenden Schulen untergebracht worden. Jetzt wurde in den Ferien unter Hochdruck daran gearbeitet, die Flutschäden im Schulgebäude und auf dem Außen- und Spielgelände zu beheben.
Nach der ersten Krisenmeldungen von Oder und Neiße hat Dorint nicht lange gezögert, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen. 5.000€ der gesammelten Spenden durfte heute Hoteldirektor Michael Mollau, dessen Haus glücklicherweise nicht von der Flut betroffen war, Hortleiterin Carola Pietruschka zur Verfügung stellen. „Wir haben uns sehr über die große Solidarität der Menschen gefreut und möchten uns noch einmal herzlich bei all den unermüdlichen Helfern und großzügigen Spendern bedanken. Die Kinder sollten am wenigstens unter den Folgen der Fluten leiden und ihren Spaß nach der Schule haben“, sagte Michael Mollau anlässlich der Spendenübergabe auf dem Schulgelände.

Zusätzlich bedankte Michael Mollau sich bei drei Fluthelfern, die aktiv unter Beweis gestellt haben, wie Zusammenhalt gelebt werden kann. Als kleine Entschädigung für ihren unermüdlichen Einsatz, ihren

Verzicht auf Komfort und Schlaf erhielten sie Gutscheine für Kurzurlaube in den Dorint Hotels in Bad Brückenau, Ostseebad Wustrow und am Nürburgring.

Initiiert wurde die Spendenaktion von den Dorint Hotel & Resorts mit Sitz in Köln. Insgesamt 10.000 Euro kamen zusammen, die jetzt verschiedenen Einrichtungen in den Hochwasserregionen zu Gute kommen. Darüber hinaus freuen sich über 50 Flut-Helfer auf die Einladung von Dorint zu einem Kurzurlaub in eines der 41 Dorint Hotels & Resorts im Gesamtwert von rund 15.000 Euro.

Quelle: pregas.de

Stadt probt für das nächste Hochwasser

Veröffentlicht: August 24, 2013 von fluthelfer in Dresden

Wegen eines Testaufbaus der Fluttore am Ostra-Ufer und in der Weißeritzstraße kommt es am Sonntag zu Straßensperrungen und Umleitungen für Autofahrer. Zwischen 6.30 Uhr und 16 Uhr ist die Kreuzung Ostra-Ufer/Weißeritzstraße/Pieschener Allee komplett dicht. Die Umleitung führt über die Magdeburger Straße, Kleine Packhofstraße, Ostra-Allee und Maxstraße. Das Ostragehege ist nur über die Schlachthofstraße erreichbar. Nötig ist der Probeaufbau, weil die Anlagen nach dem Juni-Hochwasser noch einmal gereinigt und gewartet werden sollen. Außerdem ist der Test für die Mitarbeiter der Stadt wichtig, um im Katastrophenfall alle Handgriffe schnell ausführen zu können. Die 20 Meter langen, zwei bis drei Meter hohen und 20 Tonnen schweren Flutschutztore aus Stahl sind die technisch kompliziertesten Teile des Hochwasserschutzes in der Altstadt. Die Tore sind normalerweise in geschlossenen Kammern an der Straße untergebracht. Bei Hochwassergefahr werden sie elektrisch auf Laufschienen ausgefahren. Im Notbetrieb können die Tore auch ohne Strom geschlossen werden. (SZ/win)

Quelle: sz-online.de

Nach Juni-Hochwasser – Elbe in Dresden wird weiter ausgebaggert

Veröffentlicht: August 8, 2013 von fluthelfer in Dresden

Nach dem Hochwasser muss die Elbe in Dresden an einigen Stellen weiter ausgebaggert werden. Die Flut habe große Mengen von Sand und Kies in den Fluss gespült, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Dresden am Donnerstag mit. Dadurch sei die Tiefe der Fahrrinne mancherorts um bis zu 80 Zentimeter verringert worden. Betroffen sind laut WSA vor allem Abschnitte rund um Albert- und Augustusbrücke. Wegen Baggerarbeiten ist der für stromaufwärts fahrende Schiffe vorgesehene Bogen der Augustusbrücke gesperrt. „Wer durch die eine Öffnung hindurch will, muss sich per Funk abstimmen“, sagte ein WSA-Sprecher.

Die Arbeiten werden voraussichtlich noch einige Tage dauern. Die aus der Elbe gebaggerten Kiesmassen werden zunächst auf Zwischenlager gebracht und an tieferen Stellen der Elbe wieder abgekippt.

Quelle: lvz-online.de

Hochwasser-Benefizabend bei den Filmnächten am Elbufer

Veröffentlicht: August 2, 2013 von fluthelfer in Dresden

Die Filmnächte am Elbufer haben am Mittwoch zu einem Hochwasser-Benefizabend eingeladen. Den Auftakt machte Jazzsängerin Marion Fiedler mit ihrer Band

Die Künstlerin lebt in Pillnitz und war selbst vom Hochwasser im Juni betroffen. Die Ereignisse inspirierten sie zum Flut-Song „It’s Raining Now“, der allen Opfern und Helfern Mut machen soll.

Im Anschluss lief der Film „Beast of the Southern Wild“, der die Flutkatastrophe in Louisiana thematisiert.

Alle Einnahmen des Abends wollen die Filmnächte für die Unterstützung von Flutgeschädigten spenden. Das Sommerkino war in diesem Jahr selbst Flutopfer, zweimal wurde der Beginn wegen dem Elbehochwasser verschoben.

Quelle: dresden-fernsehen.de

Dresden wirbt mit Plakaten um Gäste – Flaute nach Hochwasser

Veröffentlicht: Juli 16, 2013 von fluthelfer in Dresden

Dresden befürchtet nach dem verheerenden Hochwasser der Elbe eine Flaute an Touristen und verstärkt deshalb die Werbung.

Am Dienstag wurden deshalb in allen 73 deutschen ICE-Bahnhöfen Plakate geklebt. Man wolle mit dieser Aktion viele Menschen auf Dresden als attraktives Reiseziel aufmerksam machen, erklärte Bettina Bunge, Chefin der Dresden Marketing GmbH. Außerdem soll in ausgewählten Städten plakatiert werden, die per Direktflug mit Dresden verbunden sind, so in Köln und Stuttgart. Zahlen über Stornierungen hat die Tourismusbranche bisher noch nicht zusammengefasst. Es gebe weniger Anfragen als sonst, heißt es allgemein.

 

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte am Dienstag in einem Beitrag der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN) dazu aufgerufen, den Sommerurlaub in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten an Elbe, Mulde oder Donau zu verbringen. „Das wird bestimmt nicht nur ein schöner Urlaub, sonder ist zugleich gelebte Solidarität“, erklärte er. Laut DNN macht Rösler selbst allerdings derzeit in Boltenhagen an der Ostsee Urlaub.

 

Dresden war vom Hochwasser der Elbe betroffen. Der Fluss erreichte einen Höchststand von 8,76 Meter – normal sind etwa zwei Meter. Bei der Jahrhundertflut im August 2002 war ein Rekordwert von 9,40 Meter gemessen worden.

Quelle: sz-online.de

Dresden bittet um Mithilfe

Veröffentlicht: Juli 4, 2013 von fluthelfer in Dresden

Hochwasser 2013

Liebe Dresdnerinnen und Dresdner, die Sie vom Hochwasser betroffen waren, sich als Helfer eingesetzt oder die Hochwassertage dokumentiert haben, bitten wir um Mithilfe bei der Hochwasserdokumentation und Schadenserfassung:

  • Im Themenstadtplan von Dresden wird die maximale Ausdehnung der „Vorläufigen Überschwemmungsgebiete 2013″ bereitgestellt. Sie haben die Möglichkeit, nach eigenem Kenntnisstand Korrekturen einzureichen und diese mit Ihren Hinweisen und einem Foto an das Umweltamt zu senden. Die Korrekturen gelangen direkt in den Datenbestand des Umweltamtes. Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung werden die Zuarbeiten von einem externen Büro geprüft und aufbereitet. Dann werden aus den „vorläufigen“ geprüfte Überschwemmungsgebiete.
  • Gern möchten wir Ihre Fotos vom Hochwasser im Juni 2013 mit nutzen. Dafür wurde ein Formular programmiert, welches Ihnen sowohl das Hochladen als auch die inhaltliche Zuordnung der Fotos ermöglicht. Fotos von Überschwemmungen, von Schäden, Sandsackverbauen oder auch von freiwilligen Helfern dokumentieren die Tage des Hochwassers und erleichtern den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, das Schadenspotenzial zu erfassen, die Ereignisse für die Öffentlichkeit zu dokumentieren und vor allem die Hochwasserabwehr weiter zu verbessern.
  • Eine wirksame Eigenvorsorge ist der wichtigste Ansatz für eine Reduzierung der Schäden infolge von Überschwemmungen, ansteigendem Grundwasser oder Einstau aus der Kanalisation. Im nachfolgenden Faltblatt sind Informationsportale der Kommunen und Länder sowie Zugänge zu einer Vielzahl von allgemeinen und speziellen Merkblättern und Publikationen dafür zusammengestellt. Dort können Sie sich über potentielle Hochwassergefahren informieren, um geeignete Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und im Hochwasserfall richtig zu handeln.

Die Landeshauptstadt Dresden bietet zur Unterstützung ihrer Bürger bei der Hochwassereigenvorsorge an dieser Stelle umfangreiche Informationsmöglichenkeiten an. Neben den vielfältigen Online-Angeboten zu Hochwassergefahren im Allgemeinen werden auf Anfrage auch grundstücksbezogene Auskünfte zu potenziellen Hochwassergefahren erteilt. Des Weiteren wird über Maßnahmen der öffentlichen Hochwasservorsorge im Stadtgebiet berichtet.

http://www.dresden.de/de/08/03/c_054.php

Filmnächte am Elbufer bauen nach Hochwasser Bühne wieder auf

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Dresden
Die Dresdner Filmnächte am Elbufer bauen nach dem neuerlichen Hochwasser in der Vorwoche ihre Bühne wieder auf. An diesem Donnerstag soll es mit einem Konzert von Mark Knopfler endlich losgehen.
„Es reicht langsam allen mit dem Regen und dem Wasser, und ich bin mir sicher, dass uns da alle Dresdner nur zustimmen können“, sagte Pressesprecherin Viktoria Franke am Dienstag. Das Sommerkino hofft nun auf reichlich Zuspruch, um zusätzliche Kosten aufzufangen. Ursprünglich sollte Peter Maffay am vergangenen Freitag den Auftakt bestreiten. Die Bühne musste wegen eines neuen Hochwassers aber wieder abgebaut und das Konzert in die Messe verlegt werden. Die Filmnächte bezifferten den Aufwand auf 100 000 Euro. Das Sommerkino- und Konzertfestival unter freiem Himmel war zum wiederholten Mal ein Opfer der Fluten geworden.
Quelle: focus.de

Verband sieht Tourismussaison durch Hochwasser nicht verloren

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Dresden

Dresden. Das Juni-Hochwasser und seine Folgen belasten nach Angaben des Landestourismusverbandes Sachsen die gesamte Saisonbilanz 2013. „Aber noch ist nicht alles verloren“, sagte Präsident Andreas Lämmel am Mittwoch in Dresden. Konkrete Angaben dazu seien erst im Winter möglich. „Das Hochwasser ist weg, es gibt natürlich Schäden an der Infrastruktur, aber alle Urlaubsregionen können bereist werden“, betonte Lämmel. Von der Flut betroffene Gastgeber versuchten, die Zahl der Stornierungen so gering wie möglich zu halten. Andere machten provisorisch auf und verlegten die Generalsanierung in den Winter, berichtete Lämmel.

 

„Einschränkungen werden mit Kreativität und Initiative umschifft“, sagte er. Das erste Quartal sei trotz schlechter Witterung mit 1,3 Millionen Gästen und 3,4 Millionen Übernachtungen besser als im Rekordjahr 2012 gewesen. „Nach dem Hochwasser nun ist es wichtig, entsprechend Gas zu geben.“

 

Abgesehen von der Natur hätten Betriebe auch Probleme damit, Fachkräfte zu gewinnen. Laut den Zwischenergebnissen einer aktuellen Analyse kann jedes zweite Unternehmen offene Stellen nicht besetzen, erläuterte Lämmel. „Es gibt mittlerweile zu wenig Interessenten.“ Dabei sei bedenklich, dass nur ein Viertel der Befragten selbst ausbilde. „Wir müssen die Branche attraktiv für junge Menschen machen.“ Nötig seien auch Arbeitszeitmodelle für Familien und ältere Mitarbeiter. (dpa)

Quelle: sz-online.de

Aus Sandsäcken werden Handtaschen

Veröffentlicht: Juni 21, 2013 von fluthelfer in Dresden

Können Sandsäcke modische Accessoires sein? In Dresden geht das: Vor wenigen Tagen schützten sie die Menschen noch vor den Wassermassen, nun werden die Beutel zu Handtaschen umgenäht – und für einen symbolischen Preis verkauft.

Die Spenden-Initiative „Alles Jute“ näht in Dresden Handtaschen aus Sandsäcken. „Schon jetzt haben wir 150 Vorbestellungen“, sagt ein Sprecher der Initiative. Auch aus Duisburg, Hamburg und Bremen seien Anfragen eingegangen

350 Sandsäcke haben die Helfer bereits gesammelt und gewaschen, weitere werden noch gesucht. Verwendet werden können nur solche, die nicht mit dem verschmutzten Hochwasser in Berührung kamen.

Von nächster Woche an soll es die Taschen über einen Online-Shop bei „Alles Jute“ zu kaufen geben. Die Taschen kosten 8,76 Euro – das entspricht dem Höchststand der Elbe in Dresden mit 8,76 Metern in der ersten Juniwoche.

Der Großteil der Einnahmen soll kleinen, privaten Kulturvereinen zugutekommen, die von der Flut geschädigt wurden. Auch wenn die Nachfrage groß ist, bleibt die Zahl der Handtaschen limitiert: „Spätestens bei 876 Stück ist Schluss.“

Die Hochwasserlage entspannt sich unterdessen weiter. Die heftigen Unwetter haben die Pegelstände der Flüsse im besonders vom Hochwasser betroffenen Sachsen-Anhalt nicht wieder steigen lassen. Nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung sinken die Pegelstände von Elbe und Havel.

wit/dpa

Mann aus der Elbe gerettet

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Dresden

 Bereitschaftspolizisten aus Bochum haben am Dienstag einen alten Mann aus der Elbe gerettet. Der 81-Jährige trieb im sächsischen Riesa im Hochwasser und drohte in der starken Strömung zu versinken, wie die Polizeidirektion in Dresden berichtete. Drei Beamte sprangen kurzerhand in die nur zwölf Grad kalten Fluten, schwammen zu dem Mann und zogen ihn aus dem Wasser. Der Riesaer war stark unterkühlt und kam ins Krankenhaus.

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/polizisten-retten-81-jaehrigen-aus-der-elbe-1.3459377

Therapeutische Hilfe für Hochwasseropfern

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Dresden

 

Dresdner Uni-Klinik bietet Hochwasseropfern therapeutische Hilfe an. Betroffene können in der Trauma-Ambulanz der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie zeitnah einen Termin vereinbaren. Hilfe sei dann notwendig, wenn die Gedanken an die Ereignisse mit starken körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Herzrasen oder Kreislaufproblemen einhergingen. Hinzu kämen häufig seelische Symptome wie extreme Reizbarkeit oder Alpträume. Die Uni-Klinik warnt, dass unbehandelte Störungen chronisch werden können.

http://www.mdr.de/nachrichten/schaeden-durch-dauerregen120.html

Katastrophenalarm in Dresden aufgehoben

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Dresden

 

Nach einer Woche hat die Stadt Dresden den Katastrophenalarm wieder aufgehoben. Zuvor war der Pegelstand der Elbe von der höchsten Alarmstufe 4 auf Stufe 3 gesunken. Der Katastrophenalarm war am vergangenen Montagvormittag ausgelöst worden. Auf ihrem Scheitelpunkt hatte die Elbe vergangene Woche einen Wasserstand von 8,76 Metern erreicht. Normal sind knapp 2 Meter, bei der Jahrhundertflut 2002 waren 9,40 Meter gemessen worden. Pro Stunde falle der Pegelstand um zwei bis drei Zentimeter, teilte die Stadt mit. Der aktuelle Pegelstand in Dresden liegt bei 6,65 Meter.

http://www.n-tv.de/panorama

Pegel der Elbe bei Dresden noch lange nicht normal

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Dresden

 

Die Lage in Dresden ist in den vergangenen Stunden ganz aus dem Fokus gerückt – doch auch dort sinkt der Wasserstand der Elbe nur langsam. Derzeit liegt der Elbpegel bei 7,17 Meter und damit etwa eineinhalb Meter unter dem Rekord vom Donnerstag – normalerweise steht das Wasser in Dresden zwei Meter hoch.

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

So teuer wird die Flut für Dresden und Halle

Veröffentlicht: Juni 6, 2013 von fluthelfer in Dresden, Halle

 

Dresden bangt, Halle versinkt: Das Hochwasser hat Deutschland weiter fest im Griff. Auf die Bundesländer kommen Milliardenkosten zu. Während der Bundestag heute über Hilfen berät, kämpfen Sachsen-Anhalt und Bayern weiter gegen die Wassermassen. In Niedersachsen steht das Schlimmste wohl noch bevor.

Sachsen rechnet mit Hochwasserschäden in Milliardenhöhe. Der Leiter des neuen Wiederaufbaustabs in der Staatskanzlei, Fritz Jaeckel, geht von zwei bis 2,5 Milliarden Euro aus.

Der Stab will sich um Geld aus dem EU-Solidaritätsfonds für Katastrophenfälle bemühen. Voraussetzung sei eine nationale Schadenssumme von mindestens 3,67 Milliarden Euro. Das komme in Sachsen, Bayern, Thüringen und Brandenburg gemeinsam zusammen.

Der EU-Haushaltskommissar Janusz Lewandowski hatte angesichts laufender Haushaltsverhandlungen in Brüssel jedoch gewarnt, diese Kasse sei leer: «Wir sind ohne Mittel, auf jeden Fall für den Solidaritätsfonds», sagte der Kommissar.

Bundestag berät, Städtetag fordert Soforthilfe

Die Flutkatastrophe beschäftigte am Donnerstag den Bundestag. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte den von Flutschäden Betroffenen weitere Unterstützung zu, die über die Soforthilfe des Bundes von 100 Millionen Euro hinaus gehen soll. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sagte: «Wir lassen die betroffenen Menschen nicht allein.»

Im Bundestag diskutierten die Fraktionen am Vormittag über die Folgen und Konsequenzen der Rekordflut. Schäuble sagte, es werde alles getan, um die langfristigen Schäden zu beheben. «Darauf können sich alle verlassen.» Lammert dankte wie Schäuble den Helfern vor Ort, insbesondere den vielen Freiwilligen. Erneut werde die Erfahrung gemacht, dass Not und Leid einhergingen mit Tatkraft und Hilfe sowie einer «eindrucksvollen menschlichen Zuwendung».

Der Deutsche Städtetag hält angesichts der enormen Schäden in den Hochwasser-Regionen weitere Hilfen des Bundes für unumgänglich. «Die 100 Millionen Euro des Bundes sind als Soforthilfe angekündigt und als solche wichtig zur kurzfristigen Unterstützung», sagte Städtetagspräsident Ulrich Maly der Saarbrücker Zeitung. Die Schäden würden voraussichtlich aber deutlich höher sein.

Flutwelle rollt auf Niedersachsen zu

Indes hat das Hochwasser auf Elbe, Donau und Saale weite Teile Deutschlands weiter fest im Griff. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern drohten in der Nacht noch Überflutungen, auch wenn das Wasser der Flüsse teilweise schon wieder sank.

Auch in Sachsen blieb die Lage in den Elbkommunen kritisch. In Niedersachsen steht in den Regionen rund um die Elbe das Schlimmste noch bevor: Zum Wochenende wird mit einem kräftigen Anstieg des Wassers gerechnet. Weil die Pegelstände der Elbe nicht genau vorhergesagt werden können, ist die Lage oft nur schwer berechenbar.

BRANDENBURG: Hier zittert besonders der 4000-Einwohner-Ort Mühlberg im Elbe-Elster-Kreis. Ein Pflegeheim in der Altstadt wurde bereits am Mittwoch evakuiert, rund 2100 Anwohner wurden von den Behörden aufgefordert, freiwillig ihre Wohnungen zu verlassen. Auch der Landkreis Prignitz bereitet sich auf den Ernstfall vor. «Wir wissen auch dort nicht, wie hoch das Wasser stehen wird», sagte ein Sprecher des Krisenstabs in Potsdam. In Nordbrandenburg wird der Höhepunkt der Flutwelle am Wochenende erwartet.

NIEDERSACHSEN: Vom heutigen Donnerstag an bis zum Wochenende wird mit einem Anstieg der Elbe gerechnet. Tausende Einsatzkräfte und Anlieger entlang des Flusses bereiten sich bereits auf die kritische Phase vor. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg werden ab heute Deichwachen Tag und Nacht eingesetzt. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) will sich zudem zusammen mit seinem Amtskollegen aus Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), ein Bild von der Lage in den Hochwassergebieten machen.

SACHSEN-ANHALT: Die Wassermassen hielten auch am Donnerstagmorgen besonders denRaum Bitterfeld und die Stadt Halle im Griff. «Wir hoffen, dass die Deiche halten», sagte eine Sprecherin des Krisenstabs inMagdeburg. InBitterfeld drohte der angrenzende Goitzschesee über die Ufer zu treten und die Stadt zu überfluten. EinDeich wurde daher gesprengt, um die Dämme zu entlasten. Entwarnung konnte noch nicht gegeben werden.

Auch in Halle wurde wegen der steigenden Gefahr von Dammbrüchen an der Saale eine mögliche Evakuierung geplant, von der im schlimmsten Fall 30.000 Einwohner betroffen sein könnten. Teile der Altstadt wurden bereits überschwemmt und Häuser geräumt, darunter nach Angaben der Stadt Halle zwölf Altenheime. Insgesamt mussten in Sachsen-Anhalt bislang 2511 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwassers verlassen.

BAYERN: Aufgeweichte Deiche, die zu brechen drohen, stehen auch im Süden im Mittelpunkt: In Straubing und Deggendorf kämpften Einsatzkräfte die ganze Nacht, um die Dämme zu stabilisieren. «Es ist alles im Einsatz», sagte ein Sprecher der Stadt Straubing, wo das Hochwasser auf der Donau bereits langsam zurückgeht. Entwarnung gebe es aber trotzdem noch keine – ebenso wenig wie in Deggendorf, wo erst im Laufe des Tages mit sinkenden Wasserständen gerechnet wird. Am Morgen wird dort auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erwartet. Er will sich an mehreren Orten über das Donau-Hochwasser informieren.

SACHSEN: Die Menschen in Sachsen blicken gebannt nach Tschechien, von woher die Elbe-Scheitelwelle anrollt. Brennpunkte blieben in der Nacht zum Donnerstag Dresden und die Elbkommunen in der Sächsischen Schweiz, so ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums. Der Scheitel der Elbe wurde für Dresden bereits für den Mittag erwartet. Dabei werde aber der Pegelstand der Jahrhundertflut von 2002 wohl nicht übertroffen. In der Sächsischen Schweiz sind viele Touristenorte überflutet, darunter Pirna, Meißen und Riesa. Dort werde das Wasser erst am Wochenende den Höchststand erreichen.

 

http://www.news.de

Dresden bangt, Halle erlebt Rekordflut

Veröffentlicht: Juni 5, 2013 von fluthelfer in Dresden, Halle

 

Während in Passau das Gröbste überstanden ist und die Aufräumarbeiten beginnen, bangen andere Orte angesichts steigender Pegelstände weiter. Halle an der Saale hat so viel Wasser wie seit 400 Jahren nicht mehr. 30.000 Menschen sollen ihre Häuser verlassen. Auch Dresden reagiert mit Evakuierungen auf die Flut.

In weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands heißt es weiterhin «Land unter». Während einige Hochwassergebiete bereits die Schäden sichten können, sind andere noch akut von den Wassermassen bedroht.

Am frühen Mittwochmorgen war die Lage vor allem in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern angespannt. In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden wurden weitere Evakuierungen vorbereitet, auch im bayerischen Landkreis Deggendorf wurden Menschen in Sicherheit gebracht. In Passau scheint das Schlimmste hingegen überstanden.

In der schwer getroffenen Dreiflüssestadt ist das Wasser der Donau zwar fast drei Meter zurückgegangen – entlang der Ufer seien aber immer noch einige Straßen überflutet, teilte ein Sprecher mit. Auch die Innenstadt sei nach wie vor abgeschnitten. Das Gröbste sei aber überstanden: «Langsam kommen wir weg von der Katastrophe und hin zum Hochwasser.»

Deggendorf ist eine Insel

Der vom Donauhochwasser teilweise überschwemmte Landkreis Deggendorf ist nach der Teilsperrung der Autobahn 92 fast vollständig vom Umland abgeschnitten. Die Region sei nur noch über einige wenige Straßen für Helfer und Fahrzeuge zu erreichen, erklärte eine Landkreissprecherin am Mittwochmorgen.

In der Nacht wurden weitere Häuser evakuiert – 50 bis 80 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der Region Deggendorf und Straubing mussten bereits am Dienstag rund 6000 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwassers verlassen.

Pegel der Elbe steigt

In Dresden bereitet die Elbe zunehmend Sorge. «Da steigt der Pegel langsam, aber kontinuierlich», sagte Stadtsprecherin Heike Großmann. Am Mittwochmittag lag er bei 8,43 Metern. Mehr als 600 Menschen sollten vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. Die Vorsichtsmaßnahme hatte am Vortag begonnen. Vor allem im Osten der Stadt könnten weitere Evakuierungen hinzukommen. Außerdem sei in einigen Straßenzügen der Strom abgeschaltet worden.

Das Landeshochwasserzentrum erwartet für Donnerstagmittag bis zu 8,80 Meter, normal sind etwa zwei Meter. Das Hochwasser der Elbe werde aber dort die Dimension der Flutkatastrophe von 2002 nicht ganz erreichen. «Wir gehen von neun Meter plus aus, die 9,40 Meter sind inzwischen ausgeschlossen», sagte der Referatsleiter im Umweltministerium, Martin Socher, am Mittwoch.

Um nicht nur Touristen zielgenau zu informieren, hat die Tourismus Marketing-Gesellschaft die aktuelle Lage in den Regionen auf ihrem Internetportal zusammengefasst.

Halle erlebt Rekordflut

Auch in Halle an der Saale spitzt sich die Hochwasserlage gefährlich zu: Rund 30.000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Die Saale hatte einen Wasserstand von 8,07 Meter erreicht. Das war der höchste seit 400 Jahren in der Stadt in Sachsen-Anhalt, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Normal liegt der Pegelstand dort bei knapp 2 Metern.

Vom Hochwasser bedroht sind fünf große Gebiete. Notquartiere wurden eingerichtet. Die Dämme seien durchgeweicht, Einsatzkräfte versuchten, diesen mit Sandsäcken zu stabilisieren. Dennoch trete an Sickerstellen Wasser aus und teils über die Deiche. «Das Wasser läuft auf die ersten Häuser zu», sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) zur Situation am Gimritzer und Passendorfer Damm. Der Druck auf diese beiden Hauptdeiche sei extrem hoch

In Brandenburg steigen die Pegelstände der Elbe zwar an, trotzdem ist die Lage noch weitgehend entspannt: «Ganz so heftig ist es noch nicht», sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwochmorgen. Entlang der Elbe sei die höchste Warnstufe noch nicht erreicht – mit der für die nächsten Tage angekündigten Hochwasserwelle aber würden die Pegelstände deutlich steigen.

Thüringen atmet auf

Unterdessen entspannte sich die Hochwasserlage in Thüringen mit fallenden Pegelständen weiter. Nachdem der Katastrophenalarm am Dienstagabend bereits für den Landkreis Greiz zurückgenommen wurde, gilt der Katastrophenfall in Thüringen nur noch für den Saale-Holzland-Kreis. In den meisten Landesteilen haben die Aufräumarbeiten begonnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Flutopfern bei einem Besuch in Greiz am Dienstag finanzielle Hilfe zugesagt. Das 100-Millionen-Euro-Soforthilfeprogramm des Bundes solle auch Privatleuten und Gewerbetreibenden zugutekommen. Sie würden nicht alleingelassen, sagte Merkel.

Das Deutsche Rote Kreuz warnte unterdessen eindringlich davor, in den Hochwassergebieten die Deiche zu betreten. «Es besteht Lebensgefahr!» hieß es in einer Mitteilung des DRK-Landesverbandes Dresden. «Auch wenn das Interesse an den Wassermassen sehr groß ist, sollten Schaulustige sich und andere nicht unnötig in Gefahr bringen», hieß es.

 

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Eine Stadt packt an

Veröffentlicht: Juni 5, 2013 von fluthelfer in Dresden

Aus Dresden berichtet Fabienne Kinzelmann

Dresdens Bürger stemmen sich gegen die Flut. Tausende Freiwillige helfen, um das Hochwasser in der Elbmetropole einzudämmen. Der Zusammenhalt ist groß – werden die Schutzmaßnahmen reichen?

Daniel Neumanns Namen kennt unter den Fluthelfern kaum jemand. Dennoch ist er der Dreh- und Angelpunkt: Seit Sonntagabend betreut der 26-jährige Vertriebler die Facebook-Seite „Fluthilfe Dresden“, über die sich die freiwilligen Helfer organisieren. Neumann und zwei seiner Freunde beantworten nun fast rund um die Uhr Anfragen, leiten Hilfsangebote und Hilfegesuche weiter und informieren über den aktuellen Stand an den Einsatzorten. Es sei ihm wichtig, zu helfen, sagt Daniel Neumann – schließlich sei Dresden seine Heimat. In der vergangenen Nacht hat er sich nur drei Stunden Schlaf gegönnt. Gerade ist er auf dem Sprung zur Leipziger Straße im Stadtteil Altpieschen. Bis zum Morgen wurden hier 7000 Säcke gestapelt, auch jetzt stehen wieder mehrere hundert Menschen bereit, um die neuen Lieferungen schnell zu verbauen. 80 Tonnen Sand aus Zwickau werden erwartet, den Daniel und sein Team organisiert haben.

Deichbau für Anfänger

Die Solidarität in Dresden ist hoch. Vor allem Studenten gehören zu den Helfern. Doch auch Schüler und Berufstätige sind vor Ort und packen mit an. Viele pendeln seit Stunden zwischen den Einsatzorten im Stadtkern oder gönnen sich auf den Sandsackdämmen in der Mittagssonne das erste Bier. Gebraucht würden sie momentan vor allem in den Gebieten außerhalb der Stadt – doch die sind ohne Auto schlecht erreichbar.

Ordentlich müssen die Säcke geschichtet werden, nur ja keine Lücken und Folie dazwischen: „Eben wie beim Dach“, sagt Johannes Krautmar. Der 23-jährige Veranstaltungstechniker und seine Kollegen haben schnell gelernt, wie ein vernünftiger Damm funktioniert – seit Sonntagabend sind sie im Einsatz und sichern den Studentenclub Bärenzwinger am Dresdner Terrassenufer. Über die sozialen Netzwerke riefen sie um Hilfe, ihr Post wurde 20.000-mal geteilt, ab halb sechs am Montagmorgen stapelten die Helfer Sandsäcke. Weil die Elbe weiter steigt, campieren Krautmar und seine Kollegen mittlerweile vor dem Bärenzwinger, um im Notfall vor Ort zu sein.

Weit mehr als 6000 Helfer der Feuerwehr, der Bundeswehr, der Polizei, des THW und des DRK sind neben den mehreren tausend Freiwilligen in Dresden heute im Einsatz. Der Rektor der Technischen Universität Dresden verschickte eine Mail, in der er Studenten zum Helfen anhielt, Dozenten sollten auf eine eingeschränkte Anwesenheit in den nächsten Tagen Rücksicht nehmen. Auch der Uni-Sport wird in dieser Woche entfallen: In den Sporthallen sind Fluthelfer untergebracht.

Die „verzogene Jugend“ hat geholfen

„Es ist unglaublich, was die Dresdner Bürger leisten“, sagt ein Feuerwehrmann anerkennend. Er ist aus Dresdens Partnerstadt Hamburg mit 170 Mann angerückt, weitere 76 Kollegen werden erwartet. „Anpacken, Brötchen schmieren, Getränke verteilen – jeder Dresdner hilft, wo er kann.“ Dicht drängt sich die Masse um das Hotel Terrassenufer nahe der Altstadt. In das Hotel selbst wird die Flut eindringen, doch die Helfer türmen fleißig Sand vor einem Wohnhaus. Die Feuerwehr hofft, dass man hier die Stromversorgung gewährleisten kann.

Noch sieht es gut für das Wohnhaus aus, die Stimmung ist fröhlich. Dennoch: So manch ein Helfer ist traurig, dass die Arbeit voriger Tage an anderen Stellen nutzlos war. Unterhalb der Augustusbrücke reichte ein knapp zwei Meter hoher Sandsack-Damm nicht aus. Auch andere Plätze sind überschwemmt. Gerüchte, dass der Pegel auf über zehn Meter – und damit höher als 2002 – steigen könnte, sind unter den Helfenden weit verbreitet. Das treibt den Adrenalinpegel nach oben.

Die Situation werde jedoch keinesfalls dramatischer als zur Jahrhundertflut, so das Landeshochwasserzentrum. Der Pegel wird in Dresden mit maximal 8,45 bis 8,70 Meter erwartet, der Scheitel soll am Donnerstagnachmittag erreicht sein. Doch wie der Krisenstab rechnet auch Social-Media-Fan Daniel Neumann nicht mit einer Entspannung der Lage in den nächsten Tagen. Sekündlich bekommt er neue Nachrichten, über 31.000 Fans hat seine Seite mittlerweile und animiert vor allem die Jungen, sich mit Gummistiefeln und Schaufeln auf den Weg zu machen.

Das schönste Feedback bekamen Neumann und sein Team bisher von einem Altenheim aus Zschachwitz: „Über hundert Helfer, 15.000 Säcke und insgesamt über 100 Tonnen Sand – und es war zu 95 Prozent die ‚verzogene Jugend‘, die geholfen hat.“

URL: http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-dresden-buerger-kaempfen-gegen-die-flut-a-903968.html