Archiv für die Kategorie ‘Bayern’

Ein Jahr nach der Flut: „Der Schock ist überwunden“

Veröffentlicht: Mai 31, 2014 von fluthelfer in Bayern

Neubeginn nach der Katastrophe. Familie Schmid aus Fischerdorf freut sich, dass es auch den Kindern ein Jahr nach der Flut wieder besser geht.

Fischerdorf – Langsam kehrt die Normalität auch für Familie Schmid aus Fischerdorf zurück: Seit Weihnachten wohnen Heike (36), Alexander(39), Caroline (6) und Tobias (10) wieder in ihrem Haus, das von der Flut überschwemmt worden war. Ihr Vermieter hatte als einer der wenigen Immobilienbesitzer in diesem Deggendorfer Ortsteil eine Elementarschadenversicherung. Böden, Türen und Fliesen wurden bereits erneuert, nur die Außenfassade muss noch gemacht werden.

Besonders froh macht es die Eltern, dass ihre Kinder den Schock des Erlebten überwunden zu haben scheinen. „Das merken wir auch in der Schule. Da läuft es wieder so gut, dass unser Sohn im Sommer ohne Probleme auf das Gymnasium übertreten kann“, sagt Buchhalter Alexander Schmid glücklich. Auch die kleine Caroline hat ihre Fröhlichkeit wiedergefunden.

Trotzdem hat die Flut sich tief ins Bewusstsein der Familie gegraben: „Wenn es so wie jetzt mehrere Tage am Stück regnet, dann wird es einem schon mulmig“, gesteht der Familienvater und erzählt, dass die Bruchstelle am Damm zwar längst ausgebessert ist, die zweite Dammlinie aber erst in ein paar Jahren fertig gestellt werden wird. „Erst dann“, sagt er, „kann ich wirklich wieder ruhig schlafen.“

 

Quelle: abendzeitung-muenchen.de

Hochwasserschutz für Bürger und Bauherren

Veröffentlicht: Januar 20, 2014 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Das Überschwemmungsgebiet an der Donau bei Günzburg ist jetzt amtlich festgesetzt

Das Landratsamt Günzburg hat das Überschwemmungs-gebiet der Donau für den Bereich des Landkreises amtlich festgesetzt. Dies dient dem Schutz der Bürger vor Hochwasser. Bauherren sollen dadurch ebenfalls mehr Sicherheit bekommen. Denn Bauvorhaben und Geländeveränderungen bedürfen dort einer wasserrechtlichen Genehmigung. Da es bisher schon eine „vorläufige Sicherung“ gegeben hatte, ergeben sich für Grundstückseigentümer jetzt keine zusätzlichen Einschränkungen, teilt das Landratsamt mit.

Die Fotos der Hochwasserkatastrophe vom Juni 2013 hätten deutlich gemacht, wie gefährdet Menschen und Gebäude sind. Deshalb sei die Lenkung der baulichen Entwicklung ein wesentlicher Teil der Vorsorge gegen die Hochwassergefahren, so das Landratsamt. Nach der amtlichen Festsetzung brauchen Bauvorhaben und Geländeveränderungen im Überschwemmungsgebiet der Donau eine wasserrechtliche Genehmigung durch das Landratsamt beziehungsweise durch die Stadt Günzburg.

Peter Kaufmann vom Landratsamt erläutert: „Wichtig für die Entscheidung ist, ob ein Vorhaben bei Hochwasser Nachteile für andere Grundstücke oder die Allgemeinheit haben kann.“ Dies sei beispielsweise der Fall, wenn durch ein Gebäude oder eine Auffüllung Hochwasser auf andere Grundstücke umgeleitet wird. Bei der Prüfung gehe es aber auch darum, den Bauherrn selbst zu schützen. „So muss die Höhenlage von bewohnten Räumen an die zu erwartende Hochwasserkote angepasst werden“, erläutert Kaufmann.

Im festgesetzten Überschwemmungsgebiet gibt es Anforderungen und Prüfpflichten für Öltanks und andere Anlagen für wassergefährdende Stoffe. Kaufmann: „Öl-Havarien waren in der Vergangenheit oft die Folge von Hochwasser.“ Ein Öltank entwickle eine enorme Auf-triebskraft, wenn er von Hochwasser umspült wird. Der Tank könne schlimmstenfalls schwimmen wie ein Boot und zerdrückt werden. Kaufmann: „Die Hülle üblicher Tanks ist dünner, als man allgemein vermutet.“ (zg)

Die neue Verordnung kann man im Internet abrufen unter

http://www.landkreis-guenzburg.de

Unterlagen In Papierform gibt es die Verordnung und Planunterlagen bei den Städten Leipheim und Günzburg und der Verwaltungsgemeinschaft Offingen. Die 56 Seiten umfassende farbige „Hochwasserschutzfibel“ des Bundesverkehrsministeriums informiert, wie sich Gebäude vor Hochwasser schützen lassen. Sie steht kostenlos zum Download bereit unter http://www.bmvbs.de (Auswahl: Publikationen). Im Landratsamt (Landkreisbürgerbüro) und der Außenstelle Krumbach liegen auch gedruckte Exemplare zur Abholung bereit.


Hochwasserschutz für Bürger und Bauherren – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Hochwasserschutz-fuer-Buerger-und-Bauherren-id28501112.html

Hochwasserschutz für Bürger und Bauherren – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Hochwasserschutz-fuer-Buerger-und-Bauherren-id28501112.html

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Hochwasserschutz am Tegernsee – Jeder Tropfen zählt

Veröffentlicht: Januar 20, 2014 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Um die Anwohner am Tegernsee vor Hochwasser zu schützen, will das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim ein neues Wehr bauen. Es soll den Seespiegel bei Überschwemmungsgefahr um bis zu 30 Zentimeter absenken. Doch die Bürger befürchten schlimme Folgen der Baumaßnahme.

Andreas Scherzer kennt die vernichtende Kraft des Wassers, auch am Tegernsee gibt es Hausbesitzer, die nach der Flut vom vergangenen Juni noch immer mit Schäden zu kämpfen haben. Er weiß also, dass es eine existenzielle Frage für viele Menschen ist, ob der Tegernsee eine neue, bedeutendere Rolle im Hochwasserschutz übernehmen kann. Aber ihn und seine Mitstreiter von der Bürgerinitiative „Gegenwehr“ treibt auch diese Angst um, dass künftig irgendwo in einer Behörde jemand sitzt, der die Macht hat, Schicksal zu spielen. Der entscheiden kann, „ob die oben absaufen oder die unten“.

Ob also bei einem Hochwasser die Uferanlieger am Tegernsee das Wasser in den Wohnungen haben oder die Menschen an der Mangfall, die am Ausfluss des Sees entspringt und in Rosenheim in den Inn mündet. „Ein solches Instrument muss man nicht schaffen“, sagt Scherzer.

Das Instrument, das er meint, ist ein neues Wehr, dass das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim am Tegernsee bauen will. Es soll laut Auskunft der Behörde dazu dienen, den Seespiegel vor einem Hochwasser um bis zu 30 Zentimeter zu senken. Das sei technisch jetzt nicht möglich und werde im Falle einer neuen Flut den Anliegern ebenso zugute kommen wie den Menschen an der Mangfall, weil es einem Hochwasser hier wie dort eine dramatische Spitze nehmen könnte. Eine „Win-win-Situation“ nennt Behördenchef Paul Geisenhofer seine Pläne. Der See werde aber unter keinen Umständen zu einem künstlichen Rückhaltebecken wie etwa der Sylvensteinspeicher umgebaut. Und der Wasserspiegel werde auch künftig nicht höher steigen als das jetzt bei Hochwasser auch der Fall sei. „Da lassen wir die Finger davon. Der Tegernsee bleibt ein natürlicher See, ein ökologisches Kleinod“, sagt Geisenhofer. Aber er räumt auch ein, dass es „eine Gruppierung gibt, die uns das nicht glaubt“.

Die dramatischen Bilder von der Juni-Flut, bei der die Mangfall ein Rosenheimer Stadtviertel komplett unter Wasser setzte, aber auch der Tegernsee weit über die Ufer trat, sind erst ein halbes Jahr alt. Und der Hochwasserschutz steckt fest. Für die Menschen an der Mangfall in Kolbermoor oder Rosenheim sei diese Nachricht schade, aber nicht dramatisch, sagt Wasserwirtschaftsamts-Chef Geisenhofer. Viel wichtiger sei für sie, dass die Deiche saniert oder erhöht würden und das riesige Rückhaltebecken in Feldolling realisiert werde. Er hoffe, dass dafür Ende 2014 der Planfeststellungsbescheid ergehe und dann die etwa vierjährige Bauphase beginnen könne. „Feldolling ist in der Bedeutung für die Mangfall Champions-League, das neue Wehr am Tegernsee Kreisliga.“ In Zeiten sich verschärfender Hochwasser könne aber jeder Tropfen zählen.

„Wir wollen ja auch gerne ein neues Wehr“, sagt Gegenspieler Scherzer von der Bürgerinitiative. „Aber keines, das den See einen Meter oder mehr aufstauen kann.“ Warum müsse ein so monströser Bau das alte Schuhmacherwehr ersetzen, fragt er. Was passiere denn, wenn es bei einem Hochwasser am See einen Öltank zerreißt oder gleich mehrere, wie es im Juni zum Beispiel in Passau der Fall war? „Wir haben keinen Zugriff, was die mit diesem Wehr machen.“ Um mögliche Folgen von Eingriffen in den See zu untersuchen, gab die Bürgerinitiative ein limnologisches Gutachten in Auftrag. Beide Parteien interpretieren es zu ihrem Vorteil. Zu viele Eingriffe in den Wasserspiegel würden Schilf, Vögeln und Fischen schaden, sagt Scherzer. Die für die Natur so schädlichen Hochwasser würden durch das neue Wehr verringert, sagt das Wasserwirtschaftsamt.

Die Pläne für einen Neubau an Stelle des jetzigen Schuhmacherwehrs gibt es schon einige Jahre. Die fünf Gemeinden im Tegernseer Tal lehnten eine erste Variante, die sogar zwei Wehre vorgesehen hatte, schon erfolgreich ab. Die Talbürgermeister, für die als Hauptbetroffener in Sachen Wehr der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) spricht, sehen grundsätzlich das neue Wehr positiv. „Wenn es eine Lösung gibt, die uns oben im Tegernseer Tal und den Leuten unten an der Mangfall nützt, sind wir dafür.“ Nach einer Bürgerversammlung im vergangenen Sommer, in der das Wasserwirtschaftsamt die Sorgen der Menschen nicht zerstreuen konnte, warte er nun auf eine Reaktion.

Für seine Gemeinde Gmund müsse aber gelten: „Für die Menschen, die am Seeausfluss wohnen, darf es keine Verschlechterung geben.“ Diese müssten ohnehin mit bis zu fast eineinhalb Metern Betonmauern leben, die laut Wasserwirtschaftsamt bei einem neuen Wehr als Begrenzung der Mangfall nötig würden. Denn diese wird sich dann aus technischen Gründen höher aufstauen. Die Kommunen haben deshalb zwei Experten beauftragt, die die Pläne des Wasserwirtschaftsamts laufend prüfen. Wenn den neue kommen. „Momentan herrscht Stillstand“, sagt Bürgermeister Preysing.

Quelle: sueddeutsche.de

Nach dem Juni-Hochwasser ist die Thematik Flutpolder im östlichen Landkreis Regensburg wieder aktuell geworden.

Seit Jahren handelt es sich hier um ein brisantes Thema, das viele Fragen aufwirft. Fragen, die die Abgeordnete Tanja Schweiger nun in einem umfassenden Fragenkatalog an die Staatsregierung gestellt hat. Die Brisanz der Thematik ergibt sich nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Klimaveränderungen so Tanja Schweiger. Hochwässer werden immer öfter und immer stärker eintreten als bisher angenommen.

In drei schriftlichen Anfragen will die Abgeordnete unter anderem in Erfahrung bringen, welche seit 1999 projektierten Hochwasserschutzmaßnahmen bislang nicht umgesetzt wurden. Zudem möchte sie wissen, welche geologischen Erkundungen durchgeführt wurden und inwieweit die bisherigen Polderplanungen daraufhin untersucht worden, welche Mehrkosten, bzw. Entschädigungszahlungen durch ansteigenden Grundwasserpegel – auch in der weiteren Umgebung (Mintraching, Neutraubling) – erforderlich werden, insbesondere bei Gebäuden wie Öffentlichen Bauten, Privathäusern und Gewerbebauten, der Infrastruktur (Mero, Straßen) oder durch mögliche Nichtmehrbelegung von Friedhöfen.

In einer der Fragen erkundigt sie sich nach der Beurteilung der Staatsregierung in Bezug auf die Befürchtungen der IG gegen Flutpolder östlich Regensburgs, dass Trinkwasserbrunnen bei Polderflutung durch ins Hinterland drängende Grundwasser verschmutzt und damit unbrauchbar gemacht werden.

Auch den Widerspruch, wonach der Präsident des Landesamtes für Umwelt, Claus Kumutat 2007 mit den Worten: „gesteuerte Flutpolder sind dort gar nicht vorgesehen“ zitiert wurde, während in der regionalen Presse vom September 2013 Minister Marcel Huber erläutert, dass das Projekt „gesteuerte Flutpolder“ nun vorangetrieben werden muss, möchte sie geklärt haben.

Besonders wichtig findet sie Details in Bezug auf das Hochwasser im Juni 2013 und das entsprechende Schleusenmanagement oder die Frage, warum sich beim letzten Hochwasser in den geplanten und bereits fertig gestellten Retentionsräumen der Pfatter kein Wasser befand.

Nachfassen will die Abgeordnete auch im Bereich der Energieerzeugung, um zu erfahren an wie vielen Schleusen Strom erzeugt und bis zu welcher Höhe dort Wasser angestaut wird . Ebenso interessiert sich Tanja Schweiger für die Thematik Schöpfwerke um hieraus resultierende Antworten für die Donauanlieger auswerten zu können.

Aufgrund der Brisanz dieses Themas hat sich die Abgeordnete zudem direkt an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt. Eine Antwort wird in den nächsten drei Wochen erwartet.

Quelle: wochenblatt.de

Hochwasser-Spende an THW und Feuerwehr Rosenheim

Veröffentlicht: Oktober 25, 2013 von fluthelfer in Bayern

Die Sopranistin Sieglinde Zehetbauer war, wie viele Rosenheimer, im Juni vom Hochwasser betroffen.

Beeindruckt von der erlebten Hilfsbereitschaft von Feuerwehr und THW organisierte sie in der Kirche Heilig Blut ein Benefizkonzert für die Helfer (wir berichteten). Jetzt übergab Zehetbauer den Erlös von 1700 Euro zu gleichen Teilen an die Rosenheimer Feuerwehren und das THW. Zehetbauer dankte dabei allen, die das Konzert möglich gemacht hatten, vor allem Pastoralreferentin Birgit Hölper-Wendling, Dekan Daniel Reichel, dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden von Heilig Blut, Georg Weiß sowie den Künstlern, die das Konzert mit ihr zusammen gestaltet hatten. Bei der Scheckübergabe dabei waren (von links) THW-Ortsbeauftragter Harald Feckl, THW-Schatzmeister Siegfried Schlosser, Sieglinde Zehetbauer, der Vorstand der THW-Helfervereinigung Stefan Veith, Stadtbrandrat Hans Meyrl und der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Georg Weiß

Quelle: ovb-online.de

Neue Pumpen fürs nächste Hochwasser

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in Bayern

Wartenberg – Die Marktgemeinde gibt 43 000 Euro aus, um die Feuerwehr für die nächste Flut zu wappnen. Außerdem wird der Kanal in Pesenlern verbessert.

Die Feuerwehr Wartenberg soll für den nächsten Hochwassereinsatz optimal ausgerüstet sein. Daher billigte der Marktgemeinderat Anschaffungen im Wert von insgesamt 43 000 Euro. „Die Aktiven haben festgestellt, dass die Pumpen nicht so sehr geeignet sind, Schmutzwasser zu pumpen. Alle fünf Minuten hat die Pumpe wieder zugemacht“, berichtete Bürgermeister Manfred Ranft über die Erfahrungen der Juni-Flut. Dabei sei die Tragkraftspritze aus dem Jahr 1962 sogar kaputt gegangen. Ein Ersatz dafür schlägt allein mit über 9000 Euro zu Buche.

Außerdem werden Wassersauger, Schmutzwasserpumpen, ein Notstromaggregat und ein Lichtsatz angeschafft. Auf der Liste steht auch eine mobile Lautsprecheranlage, die mit einem Magneten aufs Autodach montiert werden kann (gut 5000 Euro). Damit soll die Bevölkerung gewarnt werden können.

Mit einer Beförderungsleistung von 12 000 Liter pro Minute soll eine Zapfwellen-Kolben-Pumpe ein wichtiger Bestandteil der technischen Ausstattung sein (8000 Euro). Sie kann an ein landwirtschaftliches Fahrzeug montiert werden. „Mit einer solchen Pumpe hätten wir Pesenlern retten können“, sagte Ranft über den Ortsteil, der nicht nur bei der Jahrhundert-Flut unter hochsteigendem Grundwasser zu leiden hatte. Eine solche Investition sei dann eventuell sinnvoller, als einen teuren Schacht in Pesenlern zu bauen.

Der Landkreis habe drei solcher Pumpen angeschafft, berichtete Ranft. Die Wartenberger müssten dann überlegen, ob sie das Gerät als offizielles Einsatzmittel melden. So wäre es im Alarmfall eventuell woanders im Landkreis im Einsatz. „Dann haben wir wieder nichts davon“, erklärte der Bürgermeister. Alle Ausrüstungsgegenstände sollen in den Haushalt 2014 aufgenommen werden. Für die Tragkraftspritze sind Zuschüsse zu erwarten.

Das hohe Grundwasser soll auch mit einer erneuerten Kanalisation in Pesenlern bekämpft werden. Der Marktgemeinderat hat die Aufträge für den Bau einer neuen Druckentwässerung vergeben. Der Beschluss über die auf insgesamt 92 000 Euro geschätzten Arbeiten fiel einstimmig. „Ich denke, dass die Firmen nächste Woche anfangen“, erklärte Ranft.

Zum Dank für den Einsatz Anfang Juni haben ein paar Pesenlerner der Feuerwehr Geld gespendet. Knapp 1100 Euro gingen an die Retter, berichtete der Bürgermeister.

Quelle: merkur-online.de

In der Gemeinde in der Reischenau könnte ein Schaden von bis zu acht Millionen Euro entstehen

Dinkelscherben Die Wassermassen im Falle eines Jahrhunderthochwassers würden die Region um Dinkelscherben akut bedrohen: Über 30 Prozent der bebauten Fläche wäre davon betroffen. Diplom-Iingenieur Frank Steinbacher berichtete vor besorgten Bürgern im Vereinsheim von Häder, wie es um den geplanten Schutz für das Gebiet um Zusam und Kleiner Roth steht. Dabei übten die Anwesenden Kritik an der Politik vor rund 40 Jahren, als die Gewässer begradigt wurden.

Speziell der Gedanke an ein „Jahrhunderthochwasser“, also an extreme Überflutungen, wie sie im Schnitt nur alle 100 Jahre einmal stattfinden, macht einigen Dinkelscherbern zu schaffen. Eine solche, von Fachleuten „HQ 100“ genannte Katastrophe würde über ein Drittel, also rund 150 Gebäude im Bereich der Zusam und Kleinen Roth, unter Wasser setzen. Viele Bewohner fürchten um ihre flussnah gelegenen Häuser.

Auch dieses Jahr wurde es kritisch, als im Juni der Pegel der Zusam bei Fleinhausen die Marke von 1,50 Metern erreichte – bei einem Normalwert von 40 Zentimetern. Die Betroffenen hatten damals Glück, der Regen setzte mehrfach aus: „Wenn das über Nacht so weitergegangen wäre, wäre der Gemeindebereich überschwemmt worden“, warnte Peter Kraus (FW), zweiter Bürgermeister von Dinkelscherben. Er betonte Dinkelscherben „ist massiv gefährdet“.

Diplom-Ingenieur Frank Steinbacher, Hauptreferent des Abends präzisierte vor den rund 20 Besuchern in Hädern die Folgen des verheerenden Hochwassers vom Juni für weite Teile Bayerns und Ostdeutschland. „Die Schäden werden immer größer“, so der für seine lasergestützte Vermessung von Binnengewässern aus der Luft bereits mit dem österreichischen Businesspreis „i2b-Award“ prämierte Steinbacher.

Beispiele für die extreme Macht großer Wassermengen gibt es auch im Landkreis. Wie der Referent ausführte, war auch Welden dieses Jahr betroffen, nicht von Wasser der Laugna, sondern durch starken Regen. „20 Zentimeter ist dort das Wasser über den Waldboden geschossen. Falls die Kanalisation die Massen nicht mehr aufnehmen kann, laufen die Keller voll.“ Frank Steinbacher sieht allein in Dinkelscherben ein Schadenspotenzial von 7,5 bis 8 Millionen Euro – Grund genug für den Freistaat, um zu handeln. Bis 2020 wird Bayern „2,3 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investieren“. In der Reischenau sollen zwei Rückhaltebecken bei Siefenwang und Ziemetshausen dafür sorgen, dass sich die Zusam im Fall eines Jahrhunderthochwassers nicht in ein reißendes Gewässer verwandelt. Ebenfalls geplant ist ein Becken, damit aus der Kleinen Roth keine Gefahr wird. Die Gemeinde bemüht sich, Flächen zu tauschen, die im Rückstaugebiet liegen. Dabei gilt es eine Reihe Auflagen des Freistaats zu berücksichtigen, vor allem im Bereich des Umweltschutzes.

Steinbacher erklärte: „Man versucht nicht mehr, so stark in die Natur einzugreifen.“ „Das durfte man aber in den 70ern“, bemerkte einer der Anwesenden während der abschließenden Diskussion. Es sei vor rund 40 Jahren ein falscher Weg gewesen, die Gewässer zu begradigen. Kritisiert wurde von den Bürgern auch, dass anliegende Grundstücke damals zur Bebauung freigegeben worden seien. Wenn so eine Planung aktuell umgesetzt werden sollte, müsste man jedoch viele Auflagen beachten.

Alle im Vereinsheim waren sich einig, dass der Schutz vor einer möglichen Naturkatastrophe nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfe. Wie es Gemeinderat Stefan Steinbacher, der Vater des Experten, auf den Punkt sagte: „Wenn das Hochwasser kommt, ist Dinkelscherben ein Betteldorf.“

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Wenn das Hochwasser kommt, ist Dinkelscherben ein „Betteldorf“ – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Wenn-das-Hochwasser-kommt-ist-Dinkelscherben-ein-Betteldorf-id27482392.html

Wenn das Hochwasser kommt, ist Dinkelscherben ein „Betteldorf“ – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Wenn-das-Hochwasser-kommt-ist-Dinkelscherben-ein-Betteldorf-id27482392.html

108 Millionen Euro Soforthilfe sind seit Anfang Juni an Hochwassergeschädigte in Bayern ausbezahlt worden. Zum 15. Oktober ist das Sofortgeld nun eingestellt worden. Die versprochene schnelle und unbürokratische Hilfe sei erfolgreich umgesetzt worden, so Bayerns Finanzminister Dr. Markus Söder am Mittwoch. In die Soforthilfeprogramme des Finanz-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministeriums flossen rund 85, 9 und 13 Millionen Euro. Auf die erste Hilfe folgen nun bundeseinheitliche Hilfen für den Wiederaufbau und Steuererleichterungen. Die Vereinbarkeit einer steuerlichen Sonderregelung für Sanierungsaufwendungen mit dem Europarecht muss noch bestätigt werden.

Quelle: trp1.de

Gemeinde muss Lösung für Peretshofen erarbeiten

Veröffentlicht: Oktober 19, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Dietramszell – Der Augraben, der Peretshofen entwässert, kann nicht so bleiben. Das hat sich spätestens beim Hochwasser im Juni gezeigt. Damals hat er die Staatsstraße 2072 überflutet.

Seit der Überschwemmung drängen das Wasserwirtschaftsamt und das Landratsamt die Gemeinde, tätig zu werden. Am einfachsten wäre es, wenn der Augraben als Wildbach eingestuft würde. In diesem Fall würde das Wasserwirtschaftsamt Weilheim die Planungen übernehmen. Die Frage ist noch nicht endgültig geklärt, aber in Weilheim gibt es Zweifel, ob der Augraben wirklich ein reißendes Gewässer darstellt. „Wir wollen keine Zeit verlieren, wir planen parallel“, erklärte Bürgermeisterin Leni Gröbmaier.

Die Möglichkeiten, die die Gemeinde hat, skizzierte Max Weiß vom Ingenieurbüro Kokai. Variante eins: Das Geschiebe, das sich seit Jahren im Augraben sammelt, wird entfernt, der Graben saniert, das marode Rückhaltebecken aus den 1960 Jahren zurückgebaut. Die Kosten lägen bei etwa 180 000 Euro. Variante zwei: Das Rückhaltebecken wird aufwändig saniert, die Ufer werden befestigt, und eine Flutmulde verhindert, dass die Staatsstraße und die Anwesen bei Hochwasser wieder in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Kosten: 480 000 Euro. Im Idealfall erstattet der Freistaat 65 Prozent der Summe, so dass für die Gemeinde noch 140 00 Euro blieben.

Bei solchen Summen wurde den Gemeinderäten mulmig. Den Tenor der Wortemeldungen brachte Stephan Ailler auf den Punkt: „Alle zwei Lösungen sind finanziell für uns zu teuer. Alles steht und fällt mir der Förderfähigkeit.“ Mit 14:2 Stimmen sprach sich der Gemeinderat dafür aus, dass zunächst einmal die Fördermöglichkeiten ermittelt werden. Auf Antrag von Leonhard Burger wird der Bauhof das gröbste Geschiebe im Augraben beseitigen.

Quelle: merkur-online.de

Der Friedberger Bauausschuss war nach aktuellen Informationen zuversichtlich, dass Bachern und Rederzhausen künftig besser vor Hochwasser geschützt werden können.

Bachern Der Bau des südlich des Stadtteils vorgesehenen Rückhaltebeckens wird weiter für 2015 angepeilt. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagte dazu Bürgermeister Peter Bergmair. Ein Ingenieurbüro arbeitet derzeit noch an Details der Planung, die bis zum Jahreswechsel endgültig vorliegen soll. Damit könnte dann 2014 das Genehmigungsverfahren laufen. Zurzeit wird der geplante Dammbau noch mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Naturschutz abgestimmt. Eine konkrete Kostenberechnung liegt derzeit noch nicht vor. Zuvor gilt es beispielsweise noch zu klären, wie die Standsicherheit des Damms nachgewiesen werden kann. Eine Untersuchung des Baugrunds ergab schwierige Bodenverhältnisse.

Vorgesehen ist südlich von Bachern ein 60 Meter langer Damm im Talquerschnitt. Die Staatsstraße nach Ried wird er um 80 Zentimeter überragen. Um die Straßenböschung vor Durchnässung zu schützen, soll dort eine Lehmschicht aufgebracht werden. Gegenüber dem ursprünglichen Gelände könnte höchstens drei Meter hoch gestaut werden. Davon verspricht man sich, dass etwa die Hälfte der bisherigen Durchflussmenge bei einem größeren Hochwasser zurückgehalten werden könnte. „Ich bin froh, dass etwas vorangeht“, sagte Bacherns Stadträtin Wally Walkmann (SPD).

Rederzhausen Mehr Sicherheit auch entlang des Rederzhauser Grabens verspricht sich Bürgermeister Bergmair. Stadträtin Herta Widmann (CSU) erinnerte daran, wie lange dort die Rederzhauser Angst vor Unwetter haben: „Das zieht sich seit zehn Jahren.“ Nun sprach der Bürgermeister von einer „gewissen Hoffnung“, zu einer gütlichen Lösung mit dem Grundstückseigentümer kommen zu können. Angedacht ist, im Bereich des Rederzhauser Grabens beim Hochstallerweg zusätzlich etwa 2200 Kubikmeter Erdreich abzutragen. Damit entstünde zwar kein Rückhaltebecken im klassischen Sinne. Bei Hochwasser wäre es trotzdem weniger gefährlich: Das Wasser könnte sich mehr ausbreiten. Die Fließgeschwindigkeit würde sich verringern.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Damm kommt in Sichtweite – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Damm-kommt-in-Sichtweite-id27398222.html

Damm kommt in Sichtweite – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Damm-kommt-in-Sichtweite-id27398222.html

800.000 Euro für Hochwasser-Opfer gespendet

Veröffentlicht: Oktober 15, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen

Spendengeld des Arbeiter-Samariter-Bundes geht direkt an betroffene Familien

Der Arbeiter-Samariter-Bund lässt den Hochwasseropfern in der Region Deggendorf Spendengelder in Höhe von 800.000 Euro zukommen. Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter nahm am Montag, 14. Oktober, den symbolischen Spendenscheck aus den Händen des bayerischen ASB-Landesvorsitzenden Hans-Ulrich Pfaffmann (MdL) sowie des ASB-Landesgeschäftsführers Thomas Klüpfel entgegen.

„Wir sind froh darüber, dass wir mit dem Landratsamt Deggendorf einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben“, sagte Pfaffmann. „Die Behörde hat vor Ort die beste Übersicht und kann das Geld am effektivsten an betroffene Familien weiterleiten. Viele Flutopfer hatten keine Versicherung – und genau diesen Menschen helfen wir.“

Der ASB werde regelmäßig an den Sitzungen der Deggendorfer Spendenkommission teilnehmen und den Vergabeprozess aktiv mitgestalten.

Quelle: idowa.de

Einzigartige Wetterstation soll präzise vor Hochwasser warnen

Veröffentlicht: Oktober 14, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Der Deutsche Wetterdienst nimmt bei Memmingen seine einzige Radaranlage in der Region in Betrieb. Die Kosten belaufen sich auf 2,8 Millionen Euro

Fast wie ein überdimensionaler Morchel-Pilz sieht sie aus: Mitten im Wald zwischen den Unterallgäuer Gemeinden Niederrieden und Holzgünz auf Memminger Flur wurde nun die neueste Wetterradarstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) offiziell in Betrieb genommen. Mit 55 Metern Höhe ist sie eine der höchsten Wetterstationen Deutschlands. Sie misst in einem Umkreis von 150 Kilometern alle vorkommenden Niederschläge. Mit dieser 17. Anlage bei Memmingen wird nun die letzte Lücke in der meteorologischen Radarüberwachung Deutschlands geschlossen.

Daten auch für die Klimaforschung vewendbar

„Damit können wir in Echtzeit und flächendeckend sagen, wie viel Niederschläge, in welcher Zeit und an welchem Ort in der Bundesrepublik fallen“, erklärt der zuständige Abteilungsleiter des (DWD), Dr. Tilman Holfelder. Die Daten seien Grundlagen für die Arbeit der Wasserwirtschaftsämter – aber auch, zum Beispiel bei Extremniederschlägen, für die Katastrophenschutzbehörden, die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen. „Natürlich sind die Daten auch für die Klimaforschung von großer Wichtigkeit“, ergänzt Holfelder.

Für die Allgäuer Region bedeute dies, dass bessere Vorhersagen auch für die Hochwasser von Iller, Lech und Wertach getroffen werden können. Schwabens Vizeregierungspräsident, Josef Gediga, und Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh zeigten sich sehr angetan von diesem technischen Fortschritt. Voll des Lobes waren alle Beteiligten zudem über die gute Zusammenarbeit zwischen dem DWD und den Landesbehörden. Die 17 Beobachtungsnetze überschneiden und ergänzen sich in ihren Wirkungskreisen auch mit denen der Nachbarstaaten.

Anlage funktioniert automatisch

Bis 2014 sollen alle deutschen Wetterradarstationen auf den neusten Stand der Technik gebracht sein und damit den modernsten Dienst dieser Art in Europa darstellen. Personal gibt es auf dem „Wetterturm“ bei Memmingen allerdings nicht – nur einen regelmäßigen Wartungsdienst.

Die Anlage funktioniere automatisch und wird von der Offenbacher Zentrale des DWD aus gesteuert. Dort werden die Daten aller Radarstationen ausgewertet. Keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe übrigens laut Prüfung der Bundesnetzagentur durch die Radarstrahlen der Anlage. Diese gebe es theoretisch nur an der Spitze des Turmes unmittelbar vor der Antenne. Doch da kommt der normale Bürger nicht hin.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Einzigartige Wetterstation soll präzise vor Hochwasser warnen – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Einzigartige-Wetterstation-soll-praezise-vor-Hochwasser-warnen-id27297222.html

Einzigartige Wetterstation soll präzise vor Hochwasser warnen – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Einzigartige-Wetterstation-soll-praezise-vor-Hochwasser-warnen-id27297222.html

Besserer Schutz – Deich an der Donau wird saniert

Veröffentlicht: Oktober 12, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth wird einen etwa 1,7 Kilometer langen Deichabschnitt an der Donau sanieren. An dem drei Meter hohen Deich kam es beim Hochwasser Anfang Juni zu starken Sickerwasseraustritten am Deichfuß und einem starken Aufweichen des Bodens auf einer Länge von rund einhundert Meter (wir berichteten). Nur durch umgehende Sofortmaßnahmen durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth konnte zum damaligen Zeitpunkt ein Deichbruch verhindert werden, schreibt die Behörde.

Die oberhalb und unterhalb liegenden Deichabschnitte in den Landkreisen Donauwörth und Dillingen sind bereits in den vergangenen Jahren verbessert worden. Nun soll mit der Sanierung dieses Teils zwischen der Bartlstockschwaige und der Grenze zum Landkreis Donau-Ries das letzte Deichstück an die aktuellen Sicherheitsanforderungen angepasst werden.

Dafür werden die Deichkrone sowie die landseitige Böschung verbreitert und der Deichfuß durch einen Auflastfilter verstärkt. Dieser dient im Hochwasserfall als Zufahrt zur Deichverteidigung. Die Maßnahme kostet rund eine halbe Million Euro, teilt das Wasserwirtschaftsamt mit.

Aufgrund der Lage in einem naturschutzfachlich sensiblen Gebiet wurden die Arbeiten mit den Naturschutzbehörden abgestimmt. Durch die Verbreiterung des Deiches kann sich zukünftig auf einer größeren Fläche ein extensiver Magerrasen einstellen.

Der zu sanierende Deich besteht laut Wasserwirtschaftsamt bereits seit dem 19. Jahrhundert. Er bietet Schutz vor kleinen Hochwasserereignissen und steht zum Teil noch auf privaten Grundstücken. Für die anstehende Sanierung werden zusätzliche Flächen benötigt. Diese wurden bereits in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit Grunddienstbarkeiten gesichert. Im Rahmen des laufenden Flurbereinigungsverfahrens soll der Deich in öffentliches Eigentum übergehen, die Eigentümer werden Ersatzgrundstücke erhalten.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Besserer Schutz – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Besserer-Schutz-id27347942.html

Krüner müssen keinen Cent bezahlen

Veröffentlicht: Oktober 10, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Krün – Das Juni-Hochwasser hat ganze Arbeit geleistet: Um den Kranzbach zu bändigen, werden ersten Schätzungen zufolge rund 850000 Euro fällig. Kosten, die Krün nicht treffen.

Hochwasserschutz ist wichtig – aber auch teuer. So musste Krün vor bald zehn Jahren 175 000 Euro für notwendige Sicherungsmaßnahmen am Kranzbach hinblättern. Bei einem Investitionsbudget von damals 726 000 Euro ein ordentlicher Batzen.

Nun muss erneut nachgebessert werden. Schätzungen zufolge schlägt die geplante Verbauung mit rund 850 000 Euro zu Buche. Doch diesmal treibt es dem Bürgermeister und den Krüner Gemeinderäten keine Sorgenfalten auf die Stirn. Warum auch? Das gesamte Projekt wird im Rahmen der Hochwasser-Hilfe komplett – und nicht wie ursprünglich vorgesehen mit 80 Prozent – von Bund und Land finanziert. Mit anderen Worten: Kein Cent muss diesmal aus dem Krüner Gemeindesäckel bezahlt werden. Kein Wunder, dass das Votum einstimmig ausfiel.

„Das Geld liegt bereit“, informierte Rathauschef Thomas Schwarzenberger (CSU). Und zwar bei der Regierung von Oberbayern. „Daher ist auch keine lange Vorfinanzierung nötig.“ Was im Falle Klais sehr wichtig ist. Denn dort ist rasches Handeln gefragt. So fraß sich während des Juni-Hochwassers der Kranzbach an einigen neuralgischen Stellen bis zu 40 Zentimeter in den Erdboden. Besonders prekär: Nahe einiger Klaiser Anwesen haben die Wassermassen die vorhandene Uferverbauung völlig unterspült. „Da liegt der Großteil der Flussbausteine in der Luft“, beschreibt Schwarzenberger die Situation. Nicht auszudenken, wenn der Hochwasserschutz dort vor einem Jahr nicht modifiziert worden wäre. Dann hätte die Flut erst recht leichtes Spiel gehabt und womöglich an einem angrenzenden Haus die Terrasse weggerissen. Doch allein diese komplizierte Sanierung – die Steine müssen erst raus, die Uferböschung gesichert und die Steine dann wieder eingebaut werden -, verschlingt wahrscheinlich 200 000 Euro. Die Maßnahme genießt oberste Priorität und soll noch heuer in Angriff genommen werden.

Sorgen bereitet aber auch die sogenannte Flutmulde – eine ungefähr zwei Kilometer lange Rinne zwischen Krün und Wallgau. Bei einer Flut befördert sie überschüssiges Kranzbachwasser ins Finzbett. Zwei Brücken, die für die Landwirte dort von Bedeutung sind, haben die Wassermassen im Juni den Rest gegeben. Sowohl der Übergang bei der Schutzmantel-Madonna als auch der bei Wallgau müssen abgerissen und neu gebaut werden.

Damit im Katastrophenfall noch mehr Wasser durch die Flutmulde laufen kann, soll bei den neuen Brücken der Mittelpfeiler entfernt werden. Daher muss die freitragende, fünf Meter breite und bis zu elf Meter lange Variante samt Geländer weitaus dicker ausfallen – statt 30 bis zu 70 Zentimeter. Eine Brücke könnte dann bis zu 240 000 Euro kosten. „Da müssen wir wirklich froh sein, dass es hier eine Förderung gibt“, betont Schwarzenberger.

Quelle: merkur-online.de

Aisch-Hochwasser soll bald schneller abfließen

Veröffentlicht: Oktober 9, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Die Gemeinde Adelsdorf lässt an der Laufer Mühle Wiesenflächen am Aischufer abtragen. Dadurch soll das Hochwasser der Aisch in Zukuknft schneller abfließen.

„Wir haben in unserer Gemeinde überlegt, wie wir der Laufer Mühle nach dem Hochwasser im Frühsommer am Besten helfen können“, erklärte Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW), als er die Baumaßnahmen an der unteren Aisch in Augenschein nahm. Der Gemeinderat Adelsdorf kam dabei zu dem Ergebnis, durch den gemeindeeigenen Bauhof Wiesenflächen abtragen zu lassen, damit das Hochwasser an der Laufer Mühle künftig schneller abfließen kann und nicht noch einmal so große Schäden an der Therapieeinrichtung anrichtet wie vor einigen Monaten.

Durch die Überschwemmungen der vergangenen Jahre haben sich nämlich an den Uferflächen der Aisch große Sandbänke angehäuft, die den Abfluss des Wassers behindern und damit auch die Zufahrtsstraße zum Therapiezentrum unpassierbar machen, heißt es in einer Pressemitteilung der Laufer Mühle. „Gerade diese Zufahrtsstraße ist aber nicht nur für die Laufer Mühle, sondern auch für die Bürger aus dem Ortsteil Lauf und der Ortschaft Haid eine wichtige Verbindungsstrecke, die durch diese Maßnahmen bei zukünftigem Hochwasser wieder schneller befahrbar wird“, erläuterte Fischkal.

Michael Thiem, Gesamtleiter des Aischgründer Sozialzentrums, berichtete, dass dieser Straßenabschnitt bisher an 60 Tagen im Jahr nicht befahrbar ist. „Durch die Bauarbeiten erhöhen wir die zukünftige Befahrbar- und damit Erreichbarkeit enorm“, meinte Thiem. „Bisher mussten die Anwohner rund um die Laufer Mühle bei Hochwasser oftmals Umwege von zehn Kilometern über Förtschwind und Zentbechhofen in Kauf nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen“, ergänzte der Vorsitzende des Freundeskreises der Laufer Mühle, Reinhard Lugschi.

Quelle: infranken.de

 

Die Hochwasser-Bilanz

Veröffentlicht: Oktober 9, 2013 von fluthelfer in Bayern

Indersdorf – Vor vier Monaten waren viele Teile Indersdorfs überflutet – das Junihochwasser hat auch die Marktgemeinde getroffen. Wie schwer die Schäden waren, hat jetzt ein Bericht im Hauptausschuss gezeigt.

42 300 Euro. Das bedeutet das Junihochwasser für die Gemeinde Indersdorf in Zahlen. Trotzdem sagt Geschäftsleiter Klaus Mayershofer: „Da sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Zum einen, weil er weiß, dass es andere Landkreis Gemeinden wie Bergkirchen viel schlimmer erwischt hat, zum anderen, weil die Gemeinde nicht auf den Kosten sitzenbleibt. Der Freistaat wird voraussichtlich die Ausgaben übernehmen.

Zu den Kosten kam es in vier Bereichen: bei der Kläranlage, im Bereich Straßen und Wege, für die Entsorgung der Sandsäcke und für die Feuerwehreinsätze. Bei der Kläranlage wurden die Pumpenwerke überschwemmt, große Motoren mussten ausgetauscht werden. Schaden: 11 500 Euro. Für die kaputten Wege, Straßen und Gehsteige mussten vor allem die Männer des Bauhofs ran, die Kosten belaufen sich auf 20 000 Euro. Die Entsorgung des Sands aus den Schutzsäcken schlug mit 2000 Euro zu Buche. Einsätze der Feuerwehr und die Dinge, die während der Arbeiten kaputt gingen, kosteten die Gemeinde 8 800 Euro. Zudem stellten rund 100 Indersdorfer einen Antrag auf Hochwassersoforthilfe, dazu eine Handvoll Gewerbetreibende. Für sie alle hat die Gemeinde 173 000 ausbezahlt – auch diesen Betrag übernimmt jedoch der Freistaat. 1500 Euro gab es für Privatleute, 5000 Euro für Firmen.

Schlimm hat es vor allem das Sportgelände erwischt. An die 160 000 Euro Schaden entstanden dem TSV. Doch auch der Verein bekam finanzielle Unterstützung.

Klaus Mayershofer ist froh, dass das Hochwasser für Indersdorf im Vergleich zu anderen Teilen Bayerns relativ glimpflich verlief. Zudem lobte er die Hilfen Freisstaats.

Quelle: merkur-online.de

Olching – Mit einem Bündel an Maßnahmen will die Stadt Olching künftige Hochwasser-Katastrophen an der Starzel vermeiden.

Jetzt hat die Stadtverwaltung einen Rechenschaftsbericht zu den bisherigen Schritten veröffentlicht. Demnach hat sich Bürgermeister Andreas Magg mit seinen Amtskollegen aus Eichenau und Alling darauf verständigt, am Starzelbach Pegelmessstellen zu installieren, um eine bestmögliche Frühwarnung zu erreichen. Zudem sollen weitere Retentionsräume ermittelt und geschaffen werden, also Flächen, die bei einem Hochwasser größere Mengen des Wassers aufnehmen können. Laut Stadtsprecherin Julia Henderichs werden die Kommunen dafür ein Planungsbüro beauftragen.

Wie berichtet, war es nach mehrtägigen Regenfällen Anfang Juni zu einem Hochwasser an der Starzel gekommen. In Eichenau, vor allem aber auch in Olching war es zu erheblichen Überschwemmungen gekommen. Das Wasser stand in zahlreichen Kellern. In Eichenau richtete das Hochwasser nicht so viel Schaden an, weil das vor einigen Jahren angeschaffte Hochwasserschutzsystem „Beaver“ zum Einsatz kam.

Wie Henderichs betont, werde nun auch in Olching erwogen, das Schlauchsystem für die Feuerwehr anzuschaffen. Die Sandsackbestände der Brandhelfer seien in der Zwischenzeit wieder aufgefüllt worden. Zudem verfügt die örtliche Feuerwehr nun über mehrere Hochleistungspumpen. Ferner überprüft die Stadtverwaltung laut Henderichs derzeit, ob die Betonbrücke, die rund 40 Meter südlich der Staatsstraße 2345 über die Starzel führt und den Wasserablauf beim letzten Hochwasser behindert hat, komplett entfernt werden kann.

Die Verwaltung geht auch auf die Kritik am Einsatz der Feuerwehr und am Zustand der Starzel ein, die nach dem Hochwasser laut wurde. So hatten Bürger eine mangelnde Bachpflege beklagt. Gemäß eines Gewässerentwicklungsplanes von 2005 werde der Bach regelmäßig einmal pro Jahr gesäubert, sagt Henderichs. Zudem habe die Stadt als eine der ersten Maßnahmen nach dem Hochwasser einen größeren Wurzelstock aus dem Bachlauf entfernt. Die von vielen Seiten geforderten Ausholzungsmaßnahmen könnten aufgrund der Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes erst ab Oktober durchgeführt werden.

Bezüglich des Vorwurfs von Bürgern, die Feuerwehr hätte das Oberflächenwasser nicht in die Kanalisation gepumpt, verweist Henderichs auf Informationen des Amperverbandes. Demnach drohte ein Rohrbruch, weil das Kanalsystem im Verbandsgebiet bereits massiv überlastet war. „Aus diesem Grund ist strikt untersagt, Oberflächenwasser in die Kanalisation zu pumpen“, so Henderichs.

Quelle: merkur-online.de

500.000 Euro für Hochwasser-Betroffene in der Region

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Spendenbereitschaft ist Vertrauensbeweis für die Bürgerstiftungen Berchtesgadener Land und Traunsteiner Land.

Mehr als 500.000 Euro für die Betroffenen des Juni-Hochwassers sind seit dem Spendenaufruf am 3. Juni bei den Bürgerstiftungen Berchtesgadener Land und Traunsteiner Land eingegangen. Über 1.600 Spenden mit einem Gesamtvolumen von 372.000 Euro konnte Stiftungsgeschäftsführer Rolf Hasslach verzeichnen. Dazu kommen 100.000 Euro aus dem Matching Funds der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, mit dem Spenden von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen verdoppelt wurden und weitere 28.000 Euro aus den Mitteln der Bürgerstiftungen.

 

Die große Welle der Hilfsbereitschaft ist für den Stiftungsgeschäftsführer ein Vertrauensbeweis gegenüber den Bürgerstiftungen. Sie bestätigt zudem das Stiftungskonzept, das finanzielle Engagement von Bürgern sowie Unternehmen zu bündeln und damit gezielt zu fördern und zu helfen. Mehr als 1.000 Spenden sind allein bei der Bürgerstiftung Berchtesgadener Land eingegangen. Aus den Spenden, den Mitteln der Bürgerstiftung und dem Anteil am Matching Funds der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost stehen für die Betroffenen des Hochwassers im Landkreis Berchtesgadener Land rund 353.000 Euro zur Verfügung.

Quelle: Reichenhaller Tagblatt

Dickes Dankeschön an Hochwasser-Helfer

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Prien – 500 Personen waren Anfang Juni an den Hochwassertagen in Prien fünf Tage lang im Einsatz, um größeren Schaden abzuwenden. Betroffene von den Wassermassen waren auch einige Mitglieder der Priener Wirte-Elf. Sie und die PrienPartner haben nun die 500 Helfer von 20 Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bauhof, Ortsvereinen, Priener Tourismusgesellschaft, Wasser- und Bergwacht sowie Privatleute zusammen mit der Chiemsee-Schifffahrt zu einem geselligen Abend an Bord von zwei Chiemsee-Schiffen im Hafen von Prien-Stock eingeladen.

In ihren Rückblicken erinnerten Peter Wulf von der Gastgeberseite, Priens Kommandant Stefan Pfliegl, Rosenheims Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer und Bürgermeister Jürgen Seifert an das erfolgreiche Zusammenwirken in den Hochwassertagen und -nächten. Insgesamt hatten 320 Einsätze koordiniert werden müssen, aus dem Landkreis gingen an vier Tagen 6500 Notrufe ein, die die Leitstelle in Rosenheim abarbeitete.

Wie Kreisbrandrat Ruhsamer sagte, waren in Prien insgesamt 28000 Sandsäcke notwendig. Als die Kräfte der Feuerwehrler und die Sandsäcke zu Ende gegangen seien, habe der Krisenstab im Feuerwehrhaus einen Aufruf an die Bevölkerung abgesetzt. Die Hoffnung sei gewesen, 25 Helfer zu bekommen. Am Ende seien dann dreimal so viele wie erhofft, nämlich 75 Jugendliche, Frauen und Männer, gekommen.

Anschließend gab es für die große Helferschar auf den Schiffen reichlich Kulinarisches vom Büffet und aus der Gulaschkanone der Familie Hoffmann. Auf verschiedenen Leinwänden wurden über 250 Fotos gezeigt, die die Hochwassertage in Erinnerung brachten.

Quelle: ovb-online.de

Nußdorfer Schiffleut spenden für vom Hochwasser betroffene Familien

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Als in der Nacht auf den 3. Juni der Damm der Mangfall in Kolbermoor brach, waren bereits seit vielen Stunden unermüdlich Helfer im Einsatz. So auch Stephan Klimke und Wolfgang Draxinger von der Feuerwehr Kolbermoor. Sie halfen, obwohl ihre Familien selber vom Hochwasser stark betroffen waren. Szenenwechsel: Am 21. Juni feierten die Nußdorfer Schiffleute gut gelaunt ihr Jahresfest. Längst war das Hochwasser kein großes Gesprächsthema mehr. Schließlich hielten sich die Schäden in Nußdorf in Grenzen. In seiner Festansprache erinnerte der Vorsitzende der Schiffleute, Hans Dettendorfer, dennoch an das Hochwasser und deren Opfer. Und er betonte, dass sich der 1620 gegründete Schiffleutverein in der Fürsorge derjenigen sieht, die vom Unheil des Wassers getroffen wurden. Als noch auf dem Inn reger Handel betrieben und Waren mit Innplätten transportiert wurden, riskierten viele Schiffleute auf den Handelsfahrten ihre Gesundheit. Aus den Beiträgen, die von den Innschiffern in die Kasse des Schiffleutvereins gezahlt wurden, wurden Gelder zur Linderung der ärgsten Not an die vom Unheil betroffenen Familien gezahlt – ein erstes Modell einer Sozialversicherung. In Erinnerung daran schlug Dettendorfer vor, dass der Reinerlös des Festes Opfern der Hochwasserkatastrophe aus der Region zu Gute kommen soll. Bei einem Gespräch mit Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer kristallisierte sich heraus, dass es in Kolbermoor die Familien der Feuerwehrler Klimke und Draxinger besonders hart getroffen hat. Ihnen übergaben die Nußdorfer Schiffleut jetzt eine Spende von 3155 Euro. Anlässlich einer kleinen Feierstunde wurde im Beisein von Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo der Scheck übergeben.

Quelle: ovb-online.de

Nach der Flut-Katastrophe vom Juni sollte der Hochwasserschutz in Bayern vorangetrieben werden, etwa durch neue Polder. In Regensburg machen Landrat, Bürgermeister und Donau-Anrainer schon jetzt dagegen mobil.

Im Landkreis Regensburg gibt es noch gar keine konkreten Planungen für einen Flutpolder – dennoch wehren sich der Regensburger Landrat, Bürgermeister und Donau-Anrainer gegen die Polder-Pläne.

Rechtsanspruch auf Flut-Polder

Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter kündigte im Bayerischen Rundfunk an, prüfen zu wollen, ob die Donau-Unterlieger einen Rechtsanspruch auf Flutpolder bei den Oberliegern haben. Bernreiter sagte, der Landkreis Deggendorf mache seine Hausaufgaben, erwarte das aber auch von allen anderen an der Donau.

Polder lässt Grundwasserspiegel steigen

Regensburgs Landrat Herbert Mirbeth (CSU) wehrt Kritik vorsorglich ab: Unsolidarisch mit den Donau-Unterliegern in Deggendorf oder Passau sei er keinesfalls. Es seien allein fachliche Gründe, warum Lokal-Politiker und Anrainer gegen einen Flutpolder an der Donau sind, betont Mirbeth. So würde ein Polder im östlichen Landkreis Regensburg den ohnehin schon hohen Grundwasserspiegel steigen lassen. Nasse Keller und überflutete Äcker könnten die Folge sein, fürchten der Landrat sowie Markus Hörner von einer Interessensgemeinschaft gegen Flutpolder.

Hochwasser an Überläufen bekämpfen

Hörner spricht von „Gigantomanie“ an der Donau. Sinnvoller sei es, Hochwasser schon an den Oberläufen der Donauzuflüsse zu bekämpfen, also etwa an Isar und Inn, meint er. Wasserbau-Experten, wie Hans Helmut Bernhart von der Uni Karlsruhe, halten die Regensburger Polder-Gegner für unsolidarisch. Bernhart sagte dem Bayerischen Rundfunk, die „Egoismen“ der Oberlieger seien im Hochwasserschutz schon immer das Problem gewesen.

Josef Feuchtgruber vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg verspricht, dass man steigendes Grundwasser durch einen Flutpolder in den Griff bekommen könne. Schäden an landwirtschaftlichen Flächen in einem Poldergebiet würden ohnehin entschädigt, so Feuchtgruber. Die Donau-Unterlieger sind – wie zu erwarten – enttäuscht von der Haltung im Landkreis Regensburg.

Mit Regensburger Kollegen reden

Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (CSU) kündigte im Bayerischen Rundfunk an, mit seinem Regensburger Kollegen und Parteifreund Mirbeth reden zu wollen. Er sagt: „Es kann nicht sein, dass sich jemand ausklinkt.“

Die Diskussion um mögliche Flutpolder beschäftigte den Landkreis Regensburg bereits vor mehreren Jahren. Sie ging vom Regionalen Planungsverband aus und mündete im Jahr 2006 in einem Kreistagsbeschluss, mit dem Vorranggebiete für Flutpolder abgelehnt wurden. Die Akteure von damals (Landrat, Bürgermeister im östlichen Landkreis, „Interessengemeinschaft gegen Flutpolder“) treten jetzt erneut gemeinsam auf.

Quelle: br.de

Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Nach dem Hochwasser im Sommer war in Leipheim die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Jetzt investiert die Stadt.

Tagelang kam kein oder nur wenig Wasser aus dem Hahn, fast einen Monat lang musste man Wasser zum Trinken, Kochen und Spülen abkochen. Die Trinkwasserprobleme waren im Sommer eine Herausforderung für die Leipheimer, besonders für Eltern mit kleinen Kindern, Gewerbetreibende und die Industrie. Am Donnerstag hat der Stadtrat jetzt erste Maßnahmen beschlossen, um die Trinkwasserversorgung zu stabilisieren.

Beim Hochwasser im Juni war sie für mehrere Tage ausgefallen. Das schmutzige Wasser der Donau hatte die fünf Brunnen des dortigen städtischen Wasserwerks mit Kolibakterien verunreinigt. Sie mussten nach und nach abgestellt werden. Für solche Fälle hat die Stadt eigentlich noch zwei Brunnen auf dem Fliegerhorst. Doch diesen Sommer mussten die Verantwortlichen feststellen, dass die nicht mehr die Leistung bringen, die sie bringen müssten, um die ganze Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Bürgermeister Christian Konrad erklärte im Stadtrat: „Sie können derzeit 17 Liter pro Sekunde leisten, wir brauchen aber 20 Liter pro Sekunde.“ Das sei mit den Brunnen durchaus möglich, sagte Bauamtsleiter Jürgen Mößle: Die wasserrechtliche Genehmigung habe man sogar für 25 Liter pro Sekunde.

Um die Leistung wieder zu steigern und so die Notversorgung zu sichern, müssen die beiden Brunnen regeneriert werden. Das ist zum letzten Mal vor zehn Jahren durch die Bundeswehr geschehen. Den ersten Schritt dafür hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Eine Firma aus Küps (Oberfranken) wird die beiden Tiefbrunnen untersuchen. Dafür müssen Pumpen und sogenannte Saugstromsteuerleitungen ausgebaut werden, um dann diverse chemische Untersuchungen vornehmen zu können. Erst danach könne man sagen, ob eine Regenerierung sinnvoll ist, erklärte Mößle. Dieser erste Schritt kostet die Stadt 36 000 Euro – vorausgesetzt, es gibt keine Versandung und keine technischen Schwierigkeiten beim Ausbau.

Wenn sich nach dieser Untersuchung herausstellt, dass die beiden Tiefbrunnen regeneriert werden können – davon geht die Stadt aus –, dann werde der Stadtrat voraussichtlich in der Novembersitzung den Auftrag dazu vergeben, sagte Mößle. „So hätten wir bis Anfang 2014 wieder ein leistungsfähiges Wasserwerk auf dem Fliegerhorst.“

Gleichzeitig wird auch das Wasserwerk an der Donau untersucht. „Wir prüfen, wie wir die Durchhaltefähigkeit bei Hochwasser noch steigern können“, sagte der Bürgermeister. Dafür sei man schon im Gespräch mit mehreren Experten. Die Möglichkeiten sollen demnächst im Stadtrat vorgestellt werden.

Schon im Juni hatte Konrad klar gemacht, dass Leipheim kaum Alternativen zu seinen bestehenden Brunnen hat: Ein weiteres Wasserschutzgebiet für neue Brunnen sei im Stadtgebiet nicht möglich, eine Versorgung über andere Anbieter (zum Beispiel die Landeswasserversorgung oder die Stadtwerke Günzburg) sehr teuer. „Wir müssen die Wasserversorgung möglichst schnell in den Griff bekommen“, machte Konrad klar. „Damit uns so was wie im Sommer nicht wieder passiert.“ Der Stadtrat stimmte dann auch einstimmig für die Auftragsvergabe.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Dem-naechsten-Hochwasser-sollen-die-Brunnen-standhalten-id27171377.html

Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Dem-naechsten-Hochwasser-sollen-die-Brunnen-standhalten-id27171377.html

Der Hochwasserschutz geht alle an und betrifft nicht nur einzelne Kommunen, wurde bei der Informationsveranstaltung in der Stadthalle, zu der Experten und Planer des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der RMD Wasserstraßen GmbH geladen waren, besonders deutlich.

Zwei klare Signale gingen am Montagabend von der Informationsveranstaltung zum Hochwasserschutz in der Stadthalle Osterhofen aus: Die Bürgerinnen und Bürger wollen sachlich diskutieren. Unter dem Eindruck des verheerenden Hochwassers vom Frühjahr schauen sie aber auch besonders genau hin und hinterfragen die Detailplanung.

Quelle: idowa.de

Idee von Klaus Schultheiß – Prototyp für Burghauser Hochwasserschutz

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Bayern
Um Burghausens Altstadt besser vor Hochwasser zu schützen, hat Klaus Schultheiß eine mobile Mauererhöhung erdacht

Das Gedanke an das Juni-Hochwasser lässt viele Burghauser noch immer erschaudern. Damals stand die Salzach nur noch knapp unter der Mauer an der Salzlände. Mit nicht befestigten Sandsäcken wurde versucht, einen noch höheren Wasserstand abzuhalten – zum Glück trat der Testfall nicht ein. Denn ob diese Säcke gehalten hätten, ist fraglich.

 

Gleich in der ersten Stadtratssitzung nach dem Hochwasser wurden Ideen für einen verbesserten Hochwasserschutz gesucht. Stadtrat Klaus Schultheiß kündigte schließlich an, er werde nach der Sommerpause etwas gefunden haben und vorstellen.

 

Gesagt, getan. Am Dienstag, 24. September, wurde der Presse der Prototyp für die Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Salzlände präsentiert! Es handelt sich um verschweißte Winkelhalterungen aus IPE 100 Doppel-Eisenträgern mit einer Wand aus massiven Kanthölzern. Diese 2 Meter breiten und 40 Zentimeter hohen mobilen Steckteile werden über die Ufermauer gestülpt und nicht verschraubt. Damit gibt es keinen baulichen Eingriff in die Ufermauer, die dem Staatlichen Wasserwirtschaftsamt untersteht.

 

Von der Salzachseite her können bis zu drei Lagen Sandsäcke zur Abdichtung der Erhöhung gestapelt werden, möglicherweise würde sogar eine Lage ausreichen. Damit wäre die Burghauser Altstadt mit 40 Zentimeter vor Hochwasser geschützt.

 

Die Kosten pro Bauteil belaufen sich auf ca. 300 Euro. Bei einer Ufermauerlänge von ca. 500 Metern würden damit auf die Stadt Burghausen Kosten von ca. 150.000 Euro zukommen – ein vergleichsweise kleiner Beitrag für ein großes Plus an Hochwasserschutz.

 

Einen ausführlichen Bericht dazu sowie über die Pläne der Stadt für weitere Schutzmaßnahmen in Häusern entlang der Salzach, lesen Sie im nächsten Wochenblatt.

Quelle: wochenblatt.de

Nach der Flut ist die Stadt Passau größtenteils wieder auf den Beinen. Dennoch will man das Hochwasser im Juni nicht so schnell vergessen. Der Hochwasserschutz soll Thema eines öffentlichen Informationsabends sein, den Oberbürgermeister Jürgen Dupper ins Leben gerufen hat.

Sechs Referenten werden am Donnerstag den 26. September Maßnahmen gegen das Hochwasser erläutern und Erfahrungsberichte aus anderen betroffenen Regionen geben. Anschließend stehen die Redner für Fragen in einer offenen Diskussionsrunde zur Verfügung.

Die Stadt Passau lädt alle interessierten Bürger und Bürgerinnen ein, teilzunehmen. Beginn der Veranstaltung ist um 16 Uhr im Großen Rathaussaal des Alten Rathauses.

Quelle: mediendenk.de

Zwei Becken zum Schutz vor Hochwasser

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Bayern

Wasser der Lohe soll zurückgehalten werden können – Arbeiten kommen gut voran

Kräftige Erdbewegungen waren in den letzten Wochen an der Kreuzung bei Neuhausen und an der Straße von Haidenkofen nach Büchling zu beobachten. Im Rahmen der Flurbereinigung Haidlfing V entstehen dort ökologische Flächen, die Hochwasser entlang der Lohe verhindern sollen. Ausgeschoben wurden in den beiden Becken rund 15 000 Kubikmeter Erdreich durch die Firma Terratop Landshut. Die Erde wurde auf dem Gebiet des ehemaligen Flugplatzes – das Lager Ganacker – ausgebracht. In den dadurch entstandenen Senken soll Hochwasser aufgefangen werden.

Sonderplenum zum Hochwasser

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in Bayern

In Landshut findet am Freitagnachmittag (20.09.13) ein Sonderplenum statt, in dem es um das Hochwasser im Juni geht. Dabei wird es nicht nur um finanzielle Hilfen gehen.

Die Stadtwerke werden ein Gutachten vorstellen. Damit soll geklärt werden, ob die Kanalbaumaßnahmen in der Breslauer Straße die Lage im Stadtteil Mitterwöhr verschärft haben.

Deichsanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen

Die Gutachter kommen offenbar zu dem Ergebnis, dass dies nicht der Fall ist. Die Stadtverwaltung wird außerdem den aktuellen Stand der Deichsanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen vorstellen.

Info-Veranstaltung für betroffene Bürger

Am Abend lädt Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) alle vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus Mitterwöhr zu einer Info-Veranstaltung ein. Vor Ort will der OB gemeinsam mit seinen Referenten unter anderem über die Kanalbaumaßnahme, Stromversorgung, Zuschüsse und Spendenverteilung sprechen.

Quelle: br.de

Schulterschluss gegen das Hochwasser

Veröffentlicht: September 19, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Freising – Der Ausbau des Lohwegs und des Eichenwegs in Sünzhausen wurde auf 2014 verschoben. Vielleicht waren deswegen nur rund 25 Zuhörer bei der Bürgerversammlung.

Allzu viel Neues gab es auch nicht zu berichten. Neu war das Hochwasser im Juni. Man sei gerade dabei, Versickerungsflächen zu sichern – auch in Absprache mit den Gemeinden Kranzberg und Kirchdorf. Solche Maßnahmen seien auch für Sünzhausen notwendig, sagte der Rathauschef. Da werde man noch auf die Landwirte zukommen.

Berichten konnte Eschenbacher von dem Siegerentwurf des Kombibades, der nicht nur aus architektonischen, sondern auch aus Kostengründen für den Bau und späteren Betrieb auf den ersten Platz gesetzt wurde.

In Sachen Umbau der Hauptstraße samt Moosachöffnung sagte Eschenbacher, im Herbst dieses Jahres werde man die Ergebnisse des derzeit laufenden Architektenwettbewerbs haben und auswählen. Wenn hier der Siegerentwurf feststehe, werde man „zum ersten Mal sehen, wie es dann wirklich einmal ausschauen wird.“

Für die Eishalle liefen gerade die Ausschreibungen. Theoretisch könnte man deshalb noch heuer mit dem Bau beginnen, was aber denkbar unsinnig wäre. Denn dann würde man im Winter, also während der Eislaufsaison, bauen und den Eisplatz nicht benutzen können. Und im Sommer, nach dem Ende der Eissaison, wäre man dann fertig. Nein, da beginne man lieber gleich erst 2014 im Frühjahr mit dem Bau.

Das „bis Sonntag sehr aktuelle“ Thema Westtangente streifte Rathaus-Chef Eschenbacher nur am Rande: Man werde sehen, wie der Bürgerentscheid am Sonntag ausgehe: „Ob wir sie bauen oder sie nach 42 Jahren doch gestorben ist“. Ein Sünzhausener griff das Thema allerdings nochmals auf: Die Fragestellung des Bürgerentscheids, bei der man mit „Nein“ antworten müsse, wenn man für die Westtangente sei, sei doch „irreführend“. OB Eschenbacher gab zu, dass es „umständlich formuliert“ sei.

Aber: Genau so habe das Aktionsbündnis „Besser ohne Westtangente“ die Frage formuliert und eingebracht. Und so müsse sie auch gestellt werden. Außerdem, so Tobias Eschenbacher, habe er „sehr großes Vertrauen, dass die Leute auch durchlesen, über was sie abstimmen.“ (zz)

Quelle: merkur-online.de

Von Hochwasser auf Damm eingeschlossen

Veröffentlicht: September 19, 2013 von fluthelfer in Bayern

Dießen – Hochwasser hat zwei Starnberger auf einem Damm am Ammersee-Ufer eingeschlossen. Ein Hubschrauber musste zur Rettung gerufen werden.

Nach Polizeiangaben waren die beiden jungen Männer aus dem Landkreis Starnberg (25 und 27 Jahre) auf dem Damm der neuen Ammer in Richtung Ammersee spaziert, um zu fotografieren. Kurz vor der Einmündung der Ammer wurde der Damm hinter den Männern plötzlich wetterbedingt von Wassermassen überspült. Das Wasser strömte über den Damm in einen so genannten Altwassersee. Die Männer waren auf einer Anhöhe des Damms eingeschlossen und konnten weder vor noch zurück.

Per Handy setzten sie einen Notruf ab. Wasserpolizei, Wasserwacht und Rotes Kreuz wurden alarmiert. Weil die Eingeschlossenen mit einem Boot nicht angefahren werden konnten, wurde der Rettungshubschrauber „Christoph“ herbeigerufen. Nachdem die jungen Männer mit der Seilwinde vom Damm geholt worden waren, wurden sich sicherheitshalber ärztlich untersucht. Sie waren aber unversehrt.

Quelle: tz-online.de

Hochwasser in Passau geht wieder zurück

Veröffentlicht: September 19, 2013 von fluthelfer in Bayern
Zum ersten Mal seit dem Jahrtausendhochwasser im Juni hat die Donau in Passau wieder die Meldestufe 1 erreicht.

Der Pegel der Donau stieg am Donnerstag auf 7,20 m an. Dies entsprach der Hochwasser-Meldestufe 1. Kurzzeitig mussten die Fritz-Schäffer-Promenade sowie die Anwohnerparkplätze im Ort für den Verkehr gesperrt werden.

 

Am Abend konnte die Meldestufe 1 wieder aufgehoben werden. „Das Wasser ist Gott sei Dank wieder da, wo es hin gehört,“ postete die Stadt Passau auf ihrer offiziellen Facebook-Seite.

 

Aktuelle Pegelstände können im Internet unter www.hnd.bayern.de abgerufen werden.

Quelle: wochenblatt.de

Haldenwang – Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz

Veröffentlicht: September 8, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Im Ortsteil Eichenhofen fließt das Wasser unkontrolliert ab. Schwachstelle in Hafenhofen ist die Ortseinfahrt. Eine Kostenschätzung soll bei der Entscheidung helfen, welche Hochwasserschutzmaßnahmen letztendlich umgesetzt werden

Das Landratsamt Günzburg weist derzeit alle Kommunen im Landkreis auf ihre Zuständigkeit für Hochwasserschutzmaßnahmen an Gewässern III. Ordnung hin. Für Haldenwangs Bürgermeister Georg Holzinger war dies Anlass, seinem Gemeinderat in der Sitzung am Mittwochabend die hochwassergefährdeten Stellen in allen Ortsteilen der Gemeinde vor Augen zu führen. Handlungsbedarf wird vor allem in Haldenwang gesehen. Von einem Fachbüro soll nun zuerst einmal eine Gesamtkostenschätzung für die Entschärfung der Hochwassersituation an den bekannten Problempunkten vorgenommen werden.

Die Hochwasserereignisse vom Juni und frühere Hochwasser zeigten nach Einschätzung des Landratsamtes vor allem auf, dass viele Gewässer nicht für den Hochwasserabfluss ausreichten, diese oft durch Weiher ohne Notüberlauf führten, Durchlässe oft durch Treibgut beziehungsweise Ablagerungen verstopften oder ganz einfach eine Hochwasserrückhaltung vor Ort ganz fehle. Landrat Hubert Hafner ruft deshalb die Gemeinde auf, eine Gesamtbetrachtung der aktuellen Situation vorzunehmen. Bei der Erstellung eines „integralen Rückhaltekonzeptes“ könne man von einem Zuschuss von 75 Prozent ausgehen. Wenn ein solches Konzept zugrunde liege, könne auch die spätere Umsetzung mit bis zu 65 Prozent gefördert werden.

Da zu erwarten sei, dass die immer extremer werdende Witterung auch der Gemeinde Haldenwang, die bisher von großen Schäden verschont geblieben war, gefährlich werde, sei es gerade auch angesichts der großen Zuschüsse an der Zeit, geeignete Schutzmaßnahmen ins Auge zu fassen. Am wenigsten gefährdet sieht Bürgermeister Holzinger den Ortsteil Konzenberg wegen seiner Berglage. Gefahr bringe lediglich der kleine Angerbach am Schützenheim, wenn der Abfluss nicht funktioniere. Es komme zwar vor, darauf wiesen Gemeinderäte hin, dass bei großen Regenereignissen die Kanäle überliefen, dies sei jedoch, kommentierte Bürgermeister Holzinger, leider nicht zu verhindern, da es keine Kanäle gebe, die bei Jahrhundertereignissen ausreichten. Die Schäden würden sich jedoch in diesen Fällen in Grenzen halten.

Wasser fließt über einen kleinen Bach nach Haldenwang hinein

In Eichenhofen staue sich das Hochwasser vor der Kirche und fließe dann oft unkontrolliert über unterliegende Anwesen ab. Abhilfe könnte das Installieren von Querriegeln im Westen des Ortsteiles bringen. Eine Schwachstelle in Hafenhofen ist die Ortseinfahrt von Konzenberg her. Die Ausspülungen des Grabens im Norden des Ortes bekam man bereits mit dem Einbringen von Wurzelstöcken in Griff. Größte Probleme gibt es im Osten des Ortsteiles Haldenwang, wo aus rund 300 Hektar Ackerflächen die Wassermassen in die unten gelegenen Weiher strömen und sich über einen kleinen Bach in die Ortschaft hinein ergießen. Wenn beim letzten Hochwasser, zeigt sich Bürgermeister Holzinger sicher, nicht die Feuerwehr eingegriffen hätte, wäre ein Teil von Haldenwang „abgesoffen“.

Bei geschätzten Planungskosten von circa 30000 Euro, rechnete Bürgermeister Holzinger vor, verblieben der Gemeinde 7500 Euro Eigenanteil, bei geschätzten Baukosten von 200000 Euro müsste die Gemeinde noch 70000 Euro draufzahlen. Das Gemeindegremium war sich am Schluss einig, auf jeden Fall durch ein Ingenieurbüro eine Kostenschätzung machen zu lassen und danach erst über die Realisierung geeigneter Hochwasserschutzmaßnahmen zu entscheiden. Denn wenn eine Planung mit Zuschüssen erstellt werde, stellte Holzinger klar, müsse danach auch die Durchführung erfolgen.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Handlungsbedarf-beim-Hochwasserschutz-id26877001.html

Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Handlungsbedarf-beim-Hochwasserschutz-id26877001.html

Gute Saison trotz Regenmonat und Hochwasser

Veröffentlicht: September 8, 2013 von fluthelfer in Bayern

Berchtesgaden – Die drei Berchtesgadener Freibäder verzeichneten eine sehr gute Saison, wenn es auch keine Rekordsaison mehr geworden ist. Auf einen verhaltenen Start in die Badesaison folgte das Hochwasser Anfang Juni. Doch dann änderte sich die Wetterlage urplötzlich und ein schöner Tag folgte dem anderen. Morgen schließen die Freibäder ihre Pforten und öffnen sie voraussichtlich am 10. Mai wieder.

Als erstes Bad eröffnete das Marktschellenberger Freibad am 4. Mai seine Pforten, das Schornbad folgte am 9. und das Naturbad Aschauer Weiher begann die Badesaison am 13. Mai. Punkt acht Uhr standen zehn Morgenschwimmer parat, auch wenn die Badetemperatur mit 15 Grad nicht unbedingt einladend war.

»Wenn die Badesaison so gut wird, wie gestern der Auftakt bei herrlichem Wetter, dann dürfen wir nach Langem wieder einmal auf eine besondere Saison hoffen«, befand Bischofswiesens Gemeindekämmerer Robert Mayr und sollte recht behalten. Denn trotz eines Schlechtwettereinbruchs gestaltete sich die Badesaison 2013 zur zweitbesten seit dem Umbau des Bades zum Naturbad im Jahr 2004.

Am vergangenen Sonntag beendete das Marktschellenberger Schwimmbad als erste Badeanstalt im Talkessel die Saison. Etwa 12 500 Besucher wurden bis dahin gezählt. Marktschellenbergs 3. Bürgermeister Volkhard Geiger sprach von einem guten Saisonergebnis, lobte die Verantwortlichen der Wasserwacht für die Durchführung der Schwimmkurse und sprach von Überlegungen für ein neues Energiekonzept.

Im Weiteren erteilte Geiger aber auch Bademeister Stefan Kandler und dessen Gattin Ute ein großes Lob für deren gute Arbeit: »Die beiden haben einen guten Job gemacht und sind mit den vielen Besuchern gut zurechtgekommen.«

Über 42 000 Eintritte

Über 42 000 Eintritte hat Kassier Erich Söll im Schornbad gezählt. Leicht rückläufig seien – wohl auch wegen des schlechten Wetters zu Sommerbeginn – die Saisonkarten gewesen. Chef-Bademeister Peter Tronicsek spricht von einer sehr guten Saison, die er mit seinen Mitarbeitern René Wachtel und Wolfgang Kruis sowie Erich Söll gut gemeistert hat.

Denn das Quartett sorgt im Schornbad für alle Arbeiten, die Vier putzen sogar, alles in Personalunion. Tronicsek fand auch den Sommerbeginn von den Besucherzahlen her gar nicht so schlecht. »Für viele war immer das Hochwasser im Gedächtnis, doch davor und vor allem danach hatten wir durchaus einige Badetage.« Beim herrlichen Wetter im Juli und im August zählte der Kassier stets über 1 000 Besucher pro Tag.

Heute Party im »Schorni«

Für heute ab 15 Uhr lädt Kioskbetreiber Bruno Graßl zum Saisonschluss zu einem Grillfest mit Musik von Kult-DJ Joe Kleffner ein. Ab Montag unterzieht das Bademeister-Quartett im Schornbad die gesamte Anlage einer Generalreinigung und Winterfestaktion.

Bademeister Michael Obraczka vom Naturbad Aschauerweiher kann 115 Betriebstage vorweisen, die er mit seinen Bademeister-Kollegen Robert Aschauer, Florian Buhr, Gerhard Müller, Karl-Heinz Stocker und Franz Wembacher völlig unfallfrei meisterte.

Sehr schlechter Saisonbeginn

Die Saison habe sehr schlecht begonnen und nach sechs Wochen Betrieb dachte man schon, vor der schlechtesten Saison überhaupt zu stehen. Doch weil der Sommer doch noch ein richtiger Sommer geworden war, entwickelte sich die Saison 2013 zur zweitbesten nach 2008. Damals waren es über 51 000 Besucher, heuer waren es gut 50 000.

Positive Rückmeldungen

Eine große Freude für den Chef-Bademeister ist immer wieder eine positive Rückmeldung der Gäste: »Es kommen oft Leute beim Verlassen des Bades zu mir und schwärmen von unserer Naturanlage. Es gibt auch viele Menschen, die nicht zum Baden kommen, sondern die Schönheit der Anlage und die Ruhe genießen. Unsere Gäste mögen Baden ohne Chemie. Uns besuchen sogar Badbetreiber, die sich Anregungen holen«, weiß Obraczka, der sich über einen Topwasserzustand während der gesamten Saison freut. Dies hänge auch mit der Wassertemperatur zusammen, die nie weit über 25 Grad steige. Wenn im Hochsommer die Wassertemperatur einmal über 25 Grad beträgt, wird sie mit Kaltwasser auf 23 Grad reduziert. Die Durchschnittstemperatur betrug 20,4 Grad.

Nach vier recht mageren Jahren zieht auch Aschauer Wirt Hannes Schneider ein sehr gutes Fazit der Badesaison: »Wir haben neben den Berchtesgadener Stammgästen viele Gäste aus dem Salzburger Land. Viele kommen im Sommer zum Baden und im Winter zum Langlaufen«, bilanziert der Wirt. Als Dank an ihre Stammgäste lädt das Wirte-Trio Mucki Köllhofer, Michaela Weinbuch und Hannes Schneider für heute ab 19 Uhr zu einem Abschlussabend mit einem kalt-warmen Büffet ein. Christian Wechslinger

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger

Der CSU-Ortsverband Traunstein setzt sich für einen verbesserten Hochwasserschutz an der Traun ein. Vor allem beim DJK-Vereinsheim müsse nachgebessert werden, so der CSU-Ortsvorsitzende.
Bei einer Besichtigung des Vereinsgeländes der DJK Traunstein erklärte CSU-Ortsvorsitzender Dr. Christian Hümmer: „Die Hochwasserschutzmaßnahmen nach dem Hochwasser 2002 haben sich bei dem jüngsten Hochwasser im Juni zwar bewährt, allerdings gibt es noch einige Stellen, an denen noch nachgebessert werden muss. Der Schutz des DJK-Vereinsheims gehört sicher dazu.“ Insbesondere am DJK-Gelände gibt es Nachholbedarf, da das Vereinsheim der DJK nicht gegen Hochwasser geschützt ist. Jedes größere Hochwasser an der Traun führt dazu, dass das Vereinsheim überflutet wird.

 

„Leider hört der Hochwasserschutz hinter dem Viadukt auf, so dass wir nicht mehr geschützt sind. Wir benötigen auf Höhe des Vereinsheims einen Schutz, der ca. 50-60 cm hoch ist. Es handelt sich also um keine monströse Verbauung, sondern um einen schonenden Eingriff, der der DJK aber sehr nützen würde. Wir hoffen hier sehr auf die Unterstützung durch die Politik“, erklärte Gerald Berger, 2. Vorstand der DJK Traunstein. Zweiter Bürgermeister Hans Zillner versprach, das Anliegen in die CSU-Stadtratsfraktion einzubringen und sich dafür einzusetzen: „Wir verstehen, dass die DJK eine Verbesserung möchte. Die CSU will für alle Anlieger einen möglichst optimalen Hochwasserschutz.“

 

Beeindruckt hat die Besucher das Engagement der Vereinsmitglieder beim diesjährigen Hochwasser. Insgesamt haben fast 80 Vereinsmitglieder ehrenamtlich dazu beigetragen, dass sich der Schaden in Grenzen gehalten hat und die Aufräumarbeiten am gesamten Vereinsgelände zügig vorangingen. Manche Vereinsmitglieder waren am 1./2. Juni 2013 Tag und Nacht im Einsatz.

Quelle: wochenblatt.de

Bester Schutz vor Hochwasser: Dem Wasser Raum geben

Veröffentlicht: September 2, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Wer vor Hochwasser schützen will, muss dem Wasser Raum geben. So lautete das Fazit der Radtour entlang der Isar, zu der MdL Christian Magerl (Grüne) vor kurzem eingeladen hatte.

Die Teilnehmer starteten an der Isarbrücke bei Mintraching. Dort führte Magerl kurz in das Thema ein. Die heftigen Starkregenfälle Anfang Juni, hätten gezeigt, dass die von den Klimaforschern vorhergesagten Extremereignisse immer häufiger Realität würden. Einige Pegel in Bayern erreichtenWerte, bei denen man vom inzwischen vierten „Jahrhunderthochwasser“ seit dem Pfingsthochwasser 1999 sprechen müsse.

Als erster Besichtigungspunkt stand dann die Deichsanierung bei Hallbergmoos auf dem Programm. Diese zeigte ein negatives Beispiel. Magerl zitierte aus dem Genehmigungsbescheid des Jahres 2010: „Das Gesamtkonzept Isar 2020 sieht in diesem Teilabschnitt eine großräumige Deichrückverlegung bis nahe der S-Bahn-Trasse zum Flughafen vor. Damit kann neuer Rückhalteraum für zirka eine Million Kubikmeter geschaffen werden.“ Er bedauerte, dass diese ursprüngliche Planung nicht weiter verfolgt wurde: „Hier wurde eine riesige Chance vertan, neuen Retentionsraum zu schaffen. Stattdessen wurde der Deich auf der Trasse des alten Deichs neu gebaut.“ Bei Oberhummel und in der Nähe von Rosenau hingegen konnten die Radfahrer zwei Beispiele besichtigen, wo in den vergangenen Jahren neue Rückhalteräume entstanden sind. Die Deichrückverlegung schaffte dort Platz für insgesamt 400 000 Kubikmeter Wasser.

Ziel der Radtour war es zu zeigen, dass ökologischer Hochwasserschutz möglich ist. Dort, wo Uferabbrüche und Aufweitungen des Flussbettes der Isar mehr Raum geben, kann auch das Hochwasser ausweichen.

Quelle: merkur-online.de

Nationales Schutzprogramm

Veröffentlicht: September 2, 2013 von fluthelfer in Bayern

Überschwemmungen machen an Ländergrenzen nicht halt – Hochwasserschutz schon. Damit sich das ändert, dafür haben die Umweltminister von Bund und Ländern ein Programm beschlossen.

Anfang Juni ließ anhaltender Regen die Flüsse über die Ufer treten – betroffen waren vor allem die Regionen an Donau, Elbe und Saale. Überall versuchten lokale und regionale Krisenstäbe, das Schlimmste zu verhindern. Doch was in der akuten Notsituation erforderlich ist, sollte in der vorbeugenden Arbeit vermieden werden: Die kleinteilige Konzentration nur auf das eigene Gebiet. Deshalb liegt heute bei der Umweltministerkonferenz die Idee eines nationalen Schutzprogramms auf dem Tisch.

Es geht ums Geld und um Ländereien

Bisher ist der Hochwasserschutz Ländersache. Damit das anders wird, müssen Zuständigkeiten und vor allem Finanzierungsfragen neu geregelt werden. Und da gibt es Streit – zum einen ums Geld, zum anderen aber auch um die erforderlichen Maßnahmen. Experten fordern, mehr natürliche Überschwemmungsgebiete vorzuhalten und Deiche zurückzuversetzen.

„Wir brauchen nicht nur die Aktionspläne, wir brauchen auch eine länderübergreifende Verbindlichkeit. Die gibt es heute noch nicht.“

Otto Schaaf, DWA-Vorsitzender.

Ziel müsse es sein, den Flüssen mehr Raum zu geben und so den Hochwasserscheitel abzusenken, sagte Otto Schaaf. Er ist Vorsitzender der Deutschen Vereinigung Wasserwirtschaft (DWA). In vielen Aktionsplänen gebe es schon ganz konkrete Vorschläge, wo Überschwemmungsräume zur Verfügung gestellt werden könnten. Trotzdem würden diese Vorschläge dann vor Ort nicht umgesetzt.

Quelle: br.de

 

Mit einer B-Elf hat Rekordmeister FC Bayern  ein Benefizspiel für die Opfer der jüngsten Hochwasser-Katastrophe klar für sich entschieden.

Passau – Ohne die meisten seiner Stammkräfte hat Triple-Sieger FC Bayern ein Benefizspiel für die Opfer der jüngsten Hochwasser-Katastrophe gewonnen. Vor 12 000 Zuschauern siegte Bayern unter den Augen von Trainer Pep Guardiola gegen eine Regionalauswahl mit 5:1 (3:0).

Die Tore für die Münchner erzielten Mitchell Weiser (2. Minute), Christian Derflinger (23./77.), Xherdan Shaqiri (45.+1) und Tobias Schweinsteiger per Foulelfmeter (84.). Zuvor hatte der älterer Bruder des verletzten Vize-Kapitäns Bastian Schweinsteiger aus elf Metern verschossen (62.), Auswahl-Torwart Andreas Rixinger hielt.

Den Ehrentreffer für die Regionalauswahl erzielte Michael Pillmeier (89.).

Wichtiger als das Ergebnis war die Aktion vor dem Anpfiff: Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Vereinspräsident Uli Hoeneß überreichten einen Spendenscheck über 250 000 Euro.

Quelle: .abendzeitung-muenchen.de

Charivari-Fluthilfe: Insgesamt 36000 Euro!

Veröffentlicht: August 31, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen

Rosenheim/Landkreis – 25000 Euro waren schon überwiesen auf die Konten der Fluthilfe Rosenheim, jetzt kamen noch einmal 10000 Euro dazu: Nach dem Hochwasser Anfang Juni hatte Radio Charivari zu Spenden für die Hochwasseropfer in der Region aufgerufen. Unter anderem gab es eine eigene „Spendennacht“, in der sich Hörer gegen eine Spende einen Musiktitel vom Charivari-Team wünschen durften.

Als 25000 Euro zusammengekommen waren, dachten die Radioleute eigentlich, die Aktion sei beendet, doch die Spendenbereitschaft war ungebrochen. Beinahe täglich trudelten noch kleinere, mittlere und auch größere Beträge von Charivari-Hörern auf dem Konto „Leuchtfeuer“ der Diakonie Rosenheim ein. 10000 Euro konnten nun von Radio Charivari noch einmal auf die OVB-Fluthilfe-Konten von Stadt- und Landkreis Rosenheim überwiesen werden.

Aufgerundet 1000 Euro kamen außerdem noch speziell nach einem Charivari-Bericht über die Hochwasserschäden in der Orthopädischen Kinderklinik in Aschau. Dieses Geld wurde direkt an die Klinik weitergeleitet.

Quelle: ovb-online.de

Passau bekommt Gratis-WLAN als Fluthilfe

Veröffentlicht: August 29, 2013 von fluthelfer in Bayern

Passau bekommt ein kostenfreies WLAN-Netz. Das Unternehmen The Cloud Networks sponsert das City-WiFi und trägt damit zum Wiederaufbau der vom Hochwasser 2013 stark getroffenen Kommune bei. Rund 25 Outdoor-Zugangspunkte im Innenstadtbereich sowie 50 Indoor Access Points bei lokalen Standortpartnern wie Ärzten, Restaurants oder Frisören sollen für eine optimale Funkabdeckung in der historischen Innenstadt sorgen.

Gesponsert wird das Stadtnetz Passau auch durch die Einnahmen aus den bereits existierenden Stadtnetzen „München wireless“ und „Berlin wireless“. Berliner und Münchener Bürger, die sich in diesem Zeitraum in ihr Stadtnetz einloggen, können sich mit einem Online-Kauf eines Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreszugangs an der Aktion beteiligen und die Stadt Passau bei dem Aufbau ihres WiFis unterstützen.

„Es war uns ein Anliegen, den von der Flut betroffenen Städten und Bürgern zu helfen. Auf Basis unserer langjährigen Expertise im Bereich Public WiFi entstand der Gedanke, durch den Aufbau eines kostenfreien und ganzheitlich konzipierten City WiFi nachhaltig zum Wiederaufbau einer Stadt und Stärkung ihrer Wirtschaft beizutragen“, so Achim Möhrlein, CEO bei The Cloud Networks Germany GmbH.

Quelle: mittelstandswiki.de

Hochwasser-Schäden: Wieder Abriss in Natternberg

Veröffentlicht: August 29, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserfolgen

Schnelle Entscheidung wegen statischen Gründen – Ölgeschädigte warten seit Wochen

Karl Marchl junior war ein halbes Jahr alt, als er in Natternberg-Siedlung in das Anwesen Pappelweg 4 einziehen konnte. Vor 47 Jahren haben seine Eltern Karl Marchl (74) und Maria Marchl (71) dieses Haus gekauft und zu einem Nest für die damals junge Familie ausgebaut.

Vor einigen Jahren haben die Marchls dann unmittelbar hinter diesem Haus neu gebaut. Seither wohnen sie gemeinsam mit der Familie der Tochter Martina in diesem „Neubau“. Marchl jun. bewohnt seither das alte Haus alleine und hat es für seine Bedürfnisse umgebaut und gepflegt. Das Hochwasser hat die Familie nun zweifach getroffen. Das ältere Gebäude musste aus statischen Gründen jetzt abgerissen werden. Das neuere war schon höher gebaut, so dass das Erdgeschoss nicht ganz überflutet war. Es ist mit Sanierungsmaßnahmen ohne Abriss zu sanieren.

Während dem Abriss des Marchl-Hauses berichteten Passanten, die selbst betroffen sind, dass sie massive Probleme hätten, weil sie Gutachter brauchen würden, die ihnen den Ölschaden bestätigen. Doch die Gutachter sind gegenwärtig ausgelastet.

Quelle: idowa.de

Ein Fest für 2200 Hochwasser-Helfer

Veröffentlicht: August 29, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Im Landkreis hatten Feuerwehren, DLRG, THW und andere Helfer vielerorts das Schlimmste verhindert. Dafür gibt es am 4. September in Sünching ein Dankeschön

Sünching. Anfang Juni 2013 wurde der Landkreis Regensburg von einem der schlimmsten Hochwässer seit dem Jahr 2002 heimgesucht. Wegen der bedrohlichen Situation rief das Landratsamt am 4. Juni der Katastrophenfall aus. Zu diesem Zeitpunkt waren erstmals alle größeren Flüsse gleichzeitig von Hochwasser betroffen. Rund 2200 Helfer waren in diesen Tagen im Landkreis gefordert. Allein am 4. Juni waren es rund 400 Menschen an den Brennpunkten im Einsatz. Dazu kamen 70 Bundeswehrsoldaten, deren Mithilfe erst durch den Katastrophenfall möglich wurde.

Auch der technische Aufwand war beträchtlich. So beförderten im Landkreis in Spitzenzeiten über 50 Pumpen bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute aus den Flutbereichen. Rund 60000 Sandsäcke wurden befüllt und in Position gebracht.

Die erste Bilanz des Landratsamts am 7. Juni fiel deshalb insgesamt positiv aus. Es sei richtig gewesen, den Katastrophenfall auszurufen, urteilten stellvertretender Landrat Otto Ga-scher und Kreisbrandrat Waldemar Knott damals. Sorgenkinder gab es mehrere im Landkreis. Zu ihnen gehörte Matting, wo mehrere denkmalgeschützte Häuser in Gefahr waren, überflutet zu werden. Bei Regendorf wurde die Straße nach Lorenzen unterspült, so dass sich die Teerdecke um 20 Zentimeter hob. Allein dort wurden 8000 Sandsäcke verbaut.

Die Zufahrt nach Ebenwies an der Naab war komplett abgesoffen, dort fiel zeitweise die Wasserversorgung aus. Beim Gasthaus Krieger in Mariaort stand das Wasser bis zur Türschwelle. Dramatisch entwickelte sich zeitweise die Lage in Sulzbach, wo die Helfer versuchten, den Otterbach mit Dämmen zurückzuhalten. Entgegen den Prognosen überflutete das Wasser auch in Kleinprüfening die Durchgangsstraße. Die Häuser auf beiden Straßenseiten mussten Wasser auspumpen.

Dass Sinzing und Donaustauf diesmal so glimpflich davonkommen seien, liege an dem verbesserten Hochwasserschutz, hieß es in der Bilanz des Landratsamts. Die Schäden im Landkreis blieben nach Einschätzung des Krisenstabs insgesamt überschaubar. So habe es keine Probleme mit Öltanks gegeben, die zu zusätzlichen Umweltgefährdungen führen hätten können.

Quelle: mittelbayerische.de

Landkreis Regensburg lädt zum Helferfest

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in Bayern

Zwei Monate nach der Hochwasserkatastrophe hat auch der Landkreis Regensburg sein Helferfest: Landrat Herbert Mirbeth lädt die Helfer als Dank für ihr Engagement am Mittwoch (04.09.13) ab 17 Uhr ins Festzelt nach Sünching ein.

Mehr als 2.000 Helfer werden erwartet, von Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) über die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Polizei bis hin zu Behörden. Ihnen sei es zu verdanken, dass der Landkreis von noch größeren Schäden verschont geblieben sei, so Landrat Herbert Mirbeth (CSU).

Der Landkreis Regensburg hatte während des Hochwassers im Juni Katastrophenalarm ausgerufen. Besonders betroffen waren die Gemeinden Bach a. d. Donau, Donaustauf, Regenstauf, Zeitlarn, Lappersdorf, Kallmünz, Duggendorf, Pielenhofen, Pettendorf, Nittendorf, Pentling und Sünching.

Quelle: br.de

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Die bayerische Staatsregierung hat nach dem verheerenden Hochwasser 1999 ein Aktionsprogramm auf den Weg gebracht. 1,6 Milliarden Euro sind seitdem in den Hochwasserschutz investiert worden – bis 2020 waren insgesamt Investitionen von 2,3 Milliarden Euro geplant, nach der Jahrhundertflut Anfang Juni ist die Summe auf 3,4 Milliarden aufgestockt worden.

Doch in vielen Regionen haben die Investitionen den Menschen nicht geholfen, als es vor knapp drei Monaten tagelang durchregnete. Gewaltige Flutwellen haben ganze Landstriche vernichtet und Existenzen zerstört. Ist das Geld in die falschen Maßnahmen geflossen?

Nein, sagt Daniel Skublics. Er forscht am Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU München und betont: „Ohne die Investitionen wäre es in einigen Regionen noch viel schlimmer gekommen. Das Aktionsprogramm war ein guter Wurf.“ Die Münchner beispielsweise seien von der Flut weitgehend verschont geblieben, berichtet Skublics. Wasserspeicher wie der Sylvensteinspeicher sind verbessert worden, Dämme verstärkt und Rückhaltepolder eingerichtet worden. Auch im Raum Deggendorf ist seit der letzten Flut viel passiert. Aber als Forscher sagt er auch: „Man kann nicht genug investieren.“ Entlang der Donau seien die Menschen noch relativ wenig geschützt, dort sei bisher zu wenig passiert, es müsse dringend vorangehen.

Genau das fordert auch der Bund Naturschutz Bayern immer wieder – nicht erst seit der Flutkatastrophe 2013. Während des jahrelangen Streits zum Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen sei viel Zeit verschwendet worden, sagt der BN-Regionalmanager Kurt Schmid. „Der Hochwasserschutz hätte unabhängig von der Diskussion um den Ausbau vorangehen müssen.“

Er kritisiert außerdem, dass zu viel Geld in technische Maßnahmen fließe. Der natürliche Hochwasserschutz, zum Beispiel durch Flussauen und Rückhaltebecken, sei grundsätzlich die bessere Methode.

„Extreme Wetterlagen werden durch den Klimawandel immer häufiger auftreten“, sagt Schmid. „Das Thema Hochwasserschutz darf nicht wieder in den Hintergrund rücken, sobald die Katastrophe vorbei ist.“ Und das, sagt er, war in der Vergangenheit eben immer wieder der Fall.

Quelle: ovb-online.de

Hilfsprogramm wird gut angenommen

Veröffentlicht: August 27, 2013 von fluthelfer in Bayern, finanzielle Hilfen

Seit knapp drei Wochen können Flutopfer Hilfen aus dem Bund-Länder-Aufbauprogramm beantragen. In den vom Juni-Hochwasser betroffenen Städten und Gemeinden wird das Programm gut angenommen.

Alleine bei der Stadt Passau sind in den letzten Tagen knapp 120 Anträge für die Aufbauhilfe eingegangen. Die ersten Bescheide wurden schon bewilligt.

Mehr als 380.000 Euro ausgezahlt

Mehr als 380.000 Euro wurden bereits ausgezahlt, teilte eine Sprecherin mit. Das Programm ist speziell für die Beseitigung von Gebäudeschäden gedacht. Bis zu 80 Prozent der Instandsetzungskosten werden aus dem Topf bezahlt. Für die restlichen 20 Prozent können Hochwasseropfer übrigens Darlehen bei der Förderbank Bayern-Landesbodenkreditanstalt zu einem Zinssatz von 0,25 Prozent beantragen.

Tausend Anträge in Passau erwartet

In Passau rechnen die Verantwortlichen damit, dass in den kommenden Wochen insgesamt bis zu 1.000 Anträge für die Aufbauhilfe eingehen werden. Im Landratsamt Deggendorf sind bereits mehr als 350 Anträge aufgelaufen, in dieser Woche soll hier das erste Geld fließen. In der Stadt Regensburg werden bis zu 100 Anträge erwartet, rund ein Fünftel davon ging bereits ein.

Allerdings zeigen sich jetzt auch erste Schwierigkeiten: Zahlreiche Unterlagen wurden unvollständig abgegeben und mussten zurückgeschickt werden, hieß es bei den Verantwortlichen in Deggendorf oder auch in Regensburg.

Quelle: br.de

Kabarettisten erobern die Passauer Ortsspitze zurück

Veröffentlicht: August 23, 2013 von fluthelfer in Bayern

Passau nach der Flut: Ein Benefizabend mit Dieter Hildebrandt, Ottfried Fischer, Martina Schwarzmann und anderen. Aufnahme vom Eulenspiegelfestival am 17. Juli 2013 in Passau.

Der traditionelle Benefizabend beim Eulenspiegelfestival an der Ortspitze Passau – heuer aus gegebenem Anlass auch zugunsten der Fluthilfe – ist bekannt als improvisierter, lockerer und bunter Kleinkunst-Abend. Es passieren dort jedes Jahr viele spontane Sachen.

Aber auch wer schon mal dort war an diesem idyllischen Fleckchen Erde am Zusammenfluss von Donau und Inn, selbst der wird stets aufs Neue überrascht. Oft wissen die Kabarettisten ja selber nicht, was alles passiert. Nur Moderator Hannes Ringlstetter, der auch regelmäßig Gastgeber der TV-Sendung „Vereinsheim Schwabing – Bühnensport mit Hannes Ringlstetter“ ist, weiß: Auch dieser Abend mit Alfred Dorfer, Dieter Hildebrandt, Martina Schwarzmann, Michael Sailer, Martin Frank und vielen anderen, die diesmal auf ihre Gage verzichtet haben, wird voller Überraschungen sein, vielfältig und wild. Unter anderen stand auch Ottfried Fischer auf der Bühne, und das kurz vor seinem 60.!

Quelle: br.de

Mit Rosenheim-Ansichten Geld für Hochwasser-Geschädigte

Veröffentlicht: August 19, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hilfe

Der 74 Jahre alte Rosenheimer Horst Baur ist Musiker, doch er malt auch mit Leidenschaft.

Seine bunten Rosenheim-Bilder auf Leinwand verkauft er normalerweise nicht, stellt sie aber gerne aus, etwa im Amtsgericht oder bei Danone. Ermutigt durch viel positive Resonanz hat er sich jetzt entschlossen, einige Werke zugunsten der Hochwasser-Geschädigten zu verkaufen. Diese Ansicht mit dem Nepomuk-Brunnen im Vordergrund, rund 80 mal 50 Zentimeter, bietet er für 400 Euro an; Näheres unter Telefon 0151/10447876.

Quelle: ovb-online.de

Ettenbeuren Starkregen und damit verbunden auch Hochwasser machten zuletzt einigen Kommunen im Landkreis zu schaffen. Das stellt an viele Gemeinden auch verstärkte Anforderungen beim Hochwasserschutz. Dauerregen führte auch im Kammeltal zu vollgelaufenen Kellern und Straßenüberflutungen. Besonders betroffen waren der Ortsteil Goldbach aufgrund der geografischen Lage als auch das Baugebiet Südost in Ettenbeuren.

Bei einer Ortsbegehung konnten sich die Gemeinderäte im Kammeltal ein Bild von der Situation vor Ort machen. Eine Kanalisation sei in den gefährdeten Gebieten oft nicht vorhanden, sodass der Regen als Oberflächenwasser einfach den Berg herunterschieße, bemerkte ein Anlieger am Goldbacher Scheibenberg. Ebenso ist die Situation im Baugebiet Südost in Ettenbeuren. Die von den Böden nicht mehr aufgenommenen Wassermassen fließen von der Anhöhe südöstlich der Gemeinde in das neue Baugebiet.

Eine entsprechende Kanalisation koste Geld, sogar viel Geld, stellte Bürgermeister Christian-Konrad Wiesner fest. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob das den betroffenen Bürgern zuzumuten ist, da ein Großteil der Kosten auf die Anlieger umgelegt werden muss“, sagte er.

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth habe aus Kostengründen zu einer Teillösung im Baugebiet Südost in Ettenbeuren geraten: Das Regenwasser soll über einen entsprechend dimensionierten Graben entlang der Fluren vor dem Baugebiet in die Kammel abgeleitet werden.

„Das alles sind keine langfristigen Lösungen“, bemerkte Gemeinderat Max Schmid. „Wir sollten ein Gutachten in Auftrag geben, um ein klares Bild von der Situation und den zu erwartenden Kosten für Maßnahmen zu bekommen.“ Gemeinderat Wolfgang Dehling bekräftige diesen Vorschlag, dem letztlich der Gemeinderat gesamtheitlich zustimmte.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

Hochwasser: Starkregen macht Probleme – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Hochwasser-Starkregen-macht-Probleme-id26681061.html

Hochwasser: Hilfe für Management-Plan

Veröffentlicht: August 17, 2013 von fluthelfer in Bayern

Einen Hochwasser-Managementplan sollen Städte und Kommunen aufstellen. Dazu erstellt ein Arbeitskreis des Landesamts für Umweltschutz eine Handlungsanleitung für Kommunen. Osterhofens Bürgermeisterin Liane Sedlmeier ist Mitglied in dem hochkarätig besetzten Gremium, dem Vertreter weiterer Kommunen sowie bayerischer Ministerien angehören.

Der Leitfaden zeigt die verschiedenen Handlungsfelder auf, die die Kommunen entweder zur Vorbereitung erledigen können oder während eines Katastrophenfalls ergreifen müssen. Dazu werden die verschiedenen Szenarien betrachtet: häufig auftretendes Hochwasser, hundertjährliches und sogar extremes Hochwasser. Wann werden Mensch, Umwelt, Kultur oder Wirtschaft beeinträchtigt, wie hoch ist das Risiko dafür? Die Handlungsanleitung hilft, diese Szenarien für den eigenen Ort strukturiert zu analysieren und zu bewerten.

Derzeit erfolgt die Endabstimmung für die Handlungsanleitung. Zudem werden bis Ende des Jahres neue Hochwasserrisiko-Karten erstellt. Danach können die Kommunen anhand des Leitfadens ihre Pläne für das Hochwasserrisiko-Management erstellen.

Quelle: pnp.de

Eine braune Brühe schießt durch die Straßen. Das Wasser steht kniehoch und flutet Wiesen, Höfe und Gassen. Hochwasser in Vallried. Das hat es noch nie gegeben, bis in diesem Jahr die Unwetter kamen. Robert Reth aus Vallried sieht zwei Probleme: erstens die neuen Regenrückhaltebecken im Osten der Gemeinde Richtung Zusmarshausen – in den drei Becken steht das Wasser. Zweitens das neue Becken auf der anderen Seite, das im Norden der Autobahn gebaut werden soll. „Die fluten das Dorf“, sagt der Anwohner – und meint damit die Autobahnbauer.

Bei dem Gewitter Anfang August lief das Wasser an den Becken vorbei die Straße hinunter bis zum ersten Haus. Ein Bagger musste den Schlamm entfernen. Bürgermeister Albert Lettinger kann das erklären, er war nach dem Unwetter mit Vertretern der Bauarge, die von der Betreibergesellschaft der Pansuevia beauftragte Firmengemeinschaft, vor Ort. „Das Rohr, das das Wasser zu den Becken lenken sollte, war gerissen.“ Das Wasser schoss aus dem Rohr hinaus und die Straße hinab. 15 Minuten Gewitterschauer reichten dafür aus. Die Bauarge, sagt Lettinger, habe versprochen, den Defekt zu beheben. Die Becken seien in Ordnung. Projektleiter Carsten Wolf von der Bauarge betont, ein Regenrückhaltebecken müsse nicht immer trocken sein. Lettinger ergänzt, dass die Becken im Fall einer Überflutung das Wasser gezielt über eine gepflasterte Stelle ins nächste Becken geben. Zum Schluss soll das Wasser in den Hornbach fließen. Der war verstopft, doch daran werde gearbeitet.

Am Ende des Ortes, im Westen, ist das andere Problem. Auch in die Binsengasse schoss Wasser, als es so heftig regnete. Am nördlichen Ende der Gasse, auf der anderen Seite der Autobahn, soll ein neues Regenrückhaltebecken entstehen. Das Wasser, das sich auf der Autobahn sammelt, soll von dort aus über einen Graben entlang der Binsengasse in den Hornbach laufen. Der Graben ist beim Gewitter aber übergelaufen, das Wasser lief wie ein reißender Fluss direkt in den Ort hinein. Der 32-jährige Vallrieder Reth sagt, der Graben, der Löcher hat, voller Laub und Dreck ist, könne das nicht leisten. „Der soll ein 100-jähriges Hochwasser aufhalten. Der hält doch nicht mal ein Gewitter.“ Das Dorf werde einfach geflutet. Diese Sorge teilen die Vallrieder, die sich bei einer Veranstaltung von SPD/Aktives Bürgerforum im Ort gemeldet hatten (wir berichteten). Bürgermeister Lettinger sagt, die Autobahnbauer seien am Zug und wollten Abhilfe schaffen. Projektleiter Wolf sagt, bei dem Gewitter sei die Entwässerung kollabiert. „Das Regenrückhaltebecken ist aber noch nicht fertig – und die Autobahn auch nicht.“ Bis dahin müsse man mit Unwettern leben. Die kleine Rinne durch das Waldstück und entlang der Binsengasse werde noch angepasst. Die Marktgemeinde ihrerseits müsste vielleicht ihr Entwässerungssystem prüfen, die Kanäle spülen oder mit Kameras befahren. „Unsere Planung beruht auf dem Planfeststellungsverfahren“, betont Wolf. Das wiederum hat Gesetzescharakter, betont Julia Feger, kaufmännische Geschäftsführerin der Pansuevia. „Wir machen nur die Detailplanung.“

Reth findet, das Regenrückhaltebecken läuft in die falsche Richtung ab. Zur anderen Seite hin sei so viel Ausgleichsfläche gekauft worden, „da könnte man den Hooverdamm bauen“. Das Wasser werde aus dem neuen Regenrückhaltebecken aber nur in der Trockenphase und nur nach und nach abgegeben, betont Gernot Rodehack, Dienststellenleiter der Autobahndirektion Südbayern. „Es wird bei der Planung auch geprüft, ob das geht und auf den Fluss, den Hornbach, abgestimmt.“ Das Wasser müsse immer zum Fluss fließen, eben dem Hornbach. Dass das nicht funktioniert hat, könne am Zwischenstand der Bauarbeiten liegen oder eben an einem extremen Unwetter. „Die Pansuevia hat nicht unerhebliche Schäden wegen Unwettern, das haben wir normalerweise auch nicht“, so Rodehack.

Der Graben selbst dürfe nicht überschwemmt werden. Flora und Fauna seien auf das Rinnsal eingestellt und dürfen nicht kaputtgehen, betont der Dienststellenleiter. „Es gibt Sondersituationen, die man nicht planen kann. Ein 100-jähriges Hochwasser schon, aber kein 150-jähriges oder ein 300-jähriges.“ Vor allem aber sei das Becken noch gar nicht gebaut. Projektleiter Wolf versucht zu trösten: „Es kann derzeit nicht schlechter werden, sondern nur noch besser.“

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Plötzlich Hochwasser – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Ploetzlich-Hochwasser-id26664571.html

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Hochwasser: Jetzt muss Geld fließen

Veröffentlicht: August 17, 2013 von fluthelfer in Bayern

Wenn das Hochwasser abgeflossen ist, kommt die Zeit für Bestandsaufnahmen und Versprechen. Damit waren Bayerns Politiker diesmal besonders schnell.

Ob Horst Seehofer, Markus Söder oder Martin Zeil – alle haben sie angesichts der verheerenden Lage spontan versichert: „Jeder, der Hilfe braucht, bekommt sie auch. Am Geld wird die Beseitigung der Schäden nicht scheitern.“

Zwei Monate sind vergangen seit den Tagen der großen Juni-Flut. Die benötigten Summen, um deren Zerstörungen zu beseitigen, sind beträchtlich. Im Freistaat werden es nach ersten, vorsichtigen Schätzungen über 1,3 Milliarden Euro sein – allein in Passau mehr als 100 Millionen Euro.

Noch höher fällt die Summe im Landkreis Deggendorf aus. Der Ortsteil Fischerdorf war verwüstet, die Felder verschlammt, die Ernte vernichtet. Bayerns Landwirtschaft sind Schäden von schätzungsweise über 100 Millionen Euro entstanden. 65000 Hektar Acker- und Grünland sowie knapp 2500 Hektar gartenbauliche Kulturen waren vom Hochwasser betroffen – das sind zwei Prozent der agrarisch genutzten Fläche im Freistaat.

Klagen über zu viel Bürokratie oder schleppende Abwicklung bei der Soforthilfe wurden bislang nicht laut. Offenbar funktionierte die Verteilung dieses Mal ganz ordentlich. In den Antragsformularen für die weitere Schadensregulierung müssen die Betroffenen nun zwar durchaus penibel über ihre Schäden und ihre Finanzlage Auskunft geben, aber dies ist absolut nachvollziehbar. Es gilt, Betrügern das Wasser abzugraben, was bei der Soforthilfe nicht in jedem Fall gelungen ist.

Am Freitag stimmte der Bundesrat nun der Auszahlung der Milliarden aus dem Fluthilfefonds von Bund und Ländern erwartungsgemäß zu. Jetzt muss Geld fließen. Die Betroffenen haben es dringend nötig, denn sie müssen die Handwerker bezahlen, die seit Wochen im Einsatz sind. Bisher sieht es tatsächlich so aus, als hätten die Politiker den Mund nicht zu voll genommen. Im niederbayerischen Fischerdorf erzählen die Menschen, sie seien gut informiert worden, die Anträge könnten auch von Nichtjuristen ausgefüllt werden.

Alles in allem sind die bürokratischen Hürden niedriger als bei früheren Katastrophen. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Flut für die Opfer zu einem vergleichsweise günstigen Zeitpunkt kam: im Wahljahr. Man kann aber auch zugunsten von Politik und Verwaltung annehmen, dass diese dazugelernt haben. Aus dem letzten Hochwasser müssen aber noch weitere Lehren gezogen werden. Sie lassen sich kurz in einem Dreiklang zusammenfassen: mehr natürlicher Flutschutz, mehr länderübergreifende Projekte, mehr Investitionen in Deiche.

Die Schwachstellen an den Dämmen sind schnellstmöglich zu beseitigen. Gleichzeitig sollten Kommunen darauf verzichten, Bauland in klassischen Überschwemmungsgebieten auszuweisen. Denn nach allem, was wir wissen, werden aufgrund des Klimawandels auch in Mitteleuropa extreme Wetterphänomene wie Starkregen und Hochwasserprobleme häufiger auftreten.

Ob dann die Solidarität der Menschen genauso groß sein wird wie diesmal? Die positive Erkenntnis des Hochwassers ist: In der Not stehen die Menschen auch in unserer stark zerfaserten Gesellschaft zusammen. Wer erleben durfte, mit welcher Dynamik die ungezählten Freiwilligen halfen, war tief beeindruckt. Schon in der Bibel zeigt sich, dass der Mensch bisweilen Katastrophen braucht, um zur Besinnung zu kommen. Noch schöner wäre es jedoch, wenn das auch ohne gelänge.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Hochwasser: Jetzt muss Geld fließen – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/meinung/Kommentare/Hochwasser-Jetzt-muss-Geld-fliessen-id26662506.html

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3,36 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert

Veröffentlicht: August 13, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Das Gesamtprojekt in Langenneufnach ist nun abgeschlossen und eingeweiht worden. Seine erste Bewährungsprobe hat der neue Schutzdamm bereits erfolgreich bestanden

Viele Bewohner in den Stauden denken noch immer mit einem mulmigen Gefühl an Überflutungen in den Jahren 2002 und 2005 zurück. Damals gab es noch keinen Hochwasserschutz an der Neufnach und die Regengüsse hatten für die Bürger verheerende Auswirkungen. Das hat sich geändert. Am Ortsrand von Langenneufnach entstand nach 20-monatiger Bauzeit ein Schutzdamm, der seine erste Bewährungsprobe bereits bestanden hat. Anfang Juni stand das Wasser dort 1,60 Meter hoch und der Damm sorgte dafür, dass Hochwasser keine Schäden in den umliegenden Gemeinden anrichtete (wir berichteten).

Einfach war das Projekt nicht. Langenneufnachs Bürgermeister Josef Böck bewies Beharrlichkeit und Ausdauer, die zur Planfeststellung im Februar 2010 führte. Allerdings musste tief in die Tasche gegriffen werden, um das Konzept Wirklichkeit werden zu lassen. 3,36 Millionen Euro waren nötig an Baukosten inklusive ökologischer Verbesserung am Gewässer.

Bei der offiziellen Einweihung betonte Bürgermeister Böck, wie viele Hände nötig waren, um dem Wasser seine Schrecken zu nehmen. „Der Mensch kann vieles, aber nicht das Wetter beeinflussen. Es ist unsere Aufgabe, das Hab und Gut unserer Bewohner zu schützen. Dafür haben wir das Geld investiert“, so Böck. Er dankte unter anderem auch dem Markt Fischach, der sich finanziell an dem Bauvorhaben beteiligte und so ebenso zum Gelingen des Bauvorhabens beigetragen hat.

Europapolitiker Markus Ferber sagte, dass bereits 50 Millionen Euro für den Hochwasserschutz in der Region bereitgestellt wurden: Es habe sich gezeigt, dass alle Maßnahmen zur Hochwasservermeidung, die bisher in Schwaben durchgeführt wurden, dazu beigetragen haben, dass wesentlich weniger Wasser zur Donau fließt. Daher sei es absolut richtig, dass Hochwasserschutzdämme und Rückhaltebecken bewerkstelligt werden.

Landrat Martin Sailer hob den langen Atem aller am Bauvorhaben Beteiligten hervor: „Es ist nicht selbstverständlich, sich ein so großes Projekt vorzunehmen und durchzuführen. Die extremen Niederschläge haben uns alle erschüttert und gezeigt, wie wichtig Hochwasserschutz ist“, so Sailer.

Ralph Neumeier, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth, meinte: Bäche und Flüsse seien wichtig für Mensch und Natur, aber leider gingen von ihnen auch Gefahren aus. „Es muss uns immer bewusst sein, dass wir Demut vor der Natur und den Naturereignissen zeigen müssen.“ Demut vor der Natur: Das spürten die Teilnehmer während des Festaktes, als sie zwar nicht mit Hochwasser zu kämpfen hatten, jedoch für einen Moment mit kräftigen Windböen. Die Natur ist eben immer noch stärker als der Mensch. Daher segneten Pater Georg und Pfarrerin Gertraud Mair den Hochwasserschutzdamm. Petrus sollte gnädig gestimmt sein und künftig Unwetter vermeiden. Und falls nicht, Langenneufnach und die Region Stauden ist nun für die Zukunft bestens gerüstet.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


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