Archiv für Juni, 2014

Das Hochwasser im Juni 2013 brachte viele Handwerksbetriebe beinahe um ihre Existenz. Drei geschädigte Unternehmer berichten von ihrem langen Weg zurück zur Normalität.

Nicht enden wollende Regenfälle, gebrochene Dämme, überflutete Straßen. Im Juni 2013 wurden große Teile Deutschlands vom Hochwasser erfasst. Besonders in Bayern und dem Osten des Landes stand das Wasser meterhoch in den Städten. Die Fluten überraschten auch viele Handwerksbetriebe, von denen einige an den Rand ihrer Existenz gebracht wurden.

Ein Jahr nach der Katastrophe ist trotz öffentlicher Hilfen bei vielen betroffenen Handwerkern noch immer keine Normalität eingekehrt.

Beinahe drei Meter hoch stand das Wasser in den Innenräumen des Malerbetriebs von Gerhard Lallinger, eine Fläche von 3.000 Quadratmetern, das Mauerwerk war von Feuchtigkeit durchzogen. Auch Equipment und Geschäftsunterlagen wurden zerstört. Auf rund zwei Millionen Euro belief sich Lallingers Gesamtschaden.

Jahre des Wiederaufbaus nötig

Von betrieblichem Alltag ist bis heute nichts zu spüren. „Es ist eher alles Flickwerk“, sagt der Inhaber. Das Geschäftsgebäude ist bisher nur provisorisch wieder aufgebaut. Drei bis vier Jahre könnte es noch dauern, bis alles wieder auf dem Niveau wie vor dem Hochwasser ist, schätzt Lallinger. Das ebenfalls betroffene Wohngebäude der Familie wurde bis auf den Rohbau entkernt. Inzwischen sind drei Stockwerke wieder aufgebaut und die Renovierungsarbeiten im Innengebäude fast abgeschlossen. Demnächst will die Familie dort wieder einziehen.

Trotz des Wiederaufbaus sind die Auftragsbücher derzeit gut gefüllt. Für Lallinger und sein Team bedeutet das allerdings auch eine ständige Doppelbelastung. „Der Stress ist mehr geworden und dafür gibt es keine Entschädigung“, sagt er.

Auch in Thüringen wütete das Hochwasser. Tecosi, dem Funktechnikbetrieb von Bernd U. Beyer aus Gera und Bad Köstritz, ist ein Schaden von über 200.000 Euro entstanden. Der Nachrichtentechniker versucht, die immer noch verzwickte Situation mit Entspannung zu meistern. „Man muss sich einfach zurücklehnen und sich bewusst werden, dass es nicht an einem Tag zu schaffen ist“, sagt Beyer.

Die Thüringer Aufbaubank ist für die Hälfe des entstandenen Schadens aufgekommen. Derzeit beantragt er Hilfen beim Bund, der weitere 30 Prozent übernehmen könnte. Mindestens 20 Prozent des Schadens muss er selbst tragen.

In den Geschäftsräumen und in der Kabelfernsehanlage in Geras Stadtteil Untermhaus wurde von der Flut die komplette Technik wie Verstärker und Schaltschränke zerstört. Auch das Archiv im Keller stand voll Wasser. Beyer hat versucht, die Situation mit provisorischen Lösungen zu überbrücken. Verrottete Kabelanschlüsse, Abzweiger und Verteiler müssen noch ersetzt werden.

Damit der Betrieb wieder läuft, arbeiten er und seine Mitarbeiter deutlich mehr als früher. Sonderschichten sind keine Seltenheit, auch am Wochenende ist Beyer oft in seinem Büro. Immerhin musste er keinen seiner Angestellten entlassen.

Von der Flut wurde auch das Haus getroffen, in dem er mit insgesamt acht Mietparteien wohnt. Eine Woche waren der Strom und die Elektroverteilung im Keller ausgefallen, drei Wochen lang funktionierte die Heizung nicht, man behalf sich mit Notstromaggregaten.

Für die Zukunft wünscht sich Beyer einen besseren Informationsfluss zwischen Betrieben und öffentlichen Stellen. Zudem müssten weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, die so eine Katastrophe in Zukunft verhindern. „Ich hoffe, dass die Talsperren endlich wieder einheitlich reguliert werden“, sagt Beyer.

Schleichende Schäden

Elektroinstallateur Christian Vogl war mit seinem Betrieb in Passau während des Hochwassers fast eine Woche von der Außenwelt abgeschnitten. Hof und Lager waren überflutet, der Gebäudeschaden beläuft sich mittlerweile auf weit über 200.000 Euro.

Von den bisher eingereichten Kostenrechnungen für Reparaturen wurden 80 Prozent übernommen, die restlichen 20 Prozent musste der Betrieb selbst aufbringen.

„Wir befinden uns nach wie vor in der Instandsetzung“, sagt Vogl. Dabei offenbaren sich nach und nach weitere böse Überraschungen. So macht sich in den Büroräumen inzwischen doch Feuchtigkeit im Boden bemerkbar, der nun ausgetauscht werden muss. Im Lagergebäude zeigen sich Risse in der Wand. Wie hoch diese Sanierungskosten sein werden und ob er staatliche Hilfe dafür bekommen wird, weiß der Elektro­installateur bisher noch nicht. Derzeit ist nur einer der drei Betriebsräume nutzbar, alle Arbeiten müssen auf engstem Raum stattfinden.

Mit dem Krisenmanagement während des Hochwassers war Vogl nicht ganz zufrieden. „Immer kamen neue Warnungen“, sagt er. Aber Vogl weiß, dass es auch die anderen Betriebe der Region erwischt hat. Einen Schuldigen möchte er nicht ausmachen, weil alle mit der Situation überfordert waren.

Wie viele andere hofft Vogl vor allem auf eines: bauliche Vorkehrungen, damit sich eine solche Katastrophe nicht mehr wiederholen kann.

 

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de

Wiedereröffnungen in Passau nach Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 29, 2014 von fluthelfer in Passau

Gleich zwei beliebte Passauer Restaurants und Kultureinrichtungen öffnen an diesem Wochenende (27./28.06.14) zum ersten Mal wieder ihre Türen – über ein Jahr nach der großen Hochwasserkatastrophe von 2013.

Zum einen startet am Freitag (27.06.14) das Traditionswirtshaus „Grüner Baum“ – eine Institution in der von Künstlerateliers und kleinen Läden gesäumten „Höllgasse“. Die Straße war bei dem Hochwasser im vergangenen Jahr besonders stark betroffen – das Wasser stand hier teilweise bis in den ersten Stock der Häuser. Rund 115.000 Euro Schaden hatte der „Grüne Baum“ zu verzeichnen.

Jazzclub Passau

Ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen worden war das „Café Museum“ mit seinem Jazzclub Passau, untergebracht im Erdgeschoss des Museums Moderner Kunst. Ein Jahr haben die Sanierungs- und Reparaturarbeiten hier gedauert. Ab Samstag (28.06.14) lockt das Lokal nun wieder Jazzfreunde aus der gesamten Region zum gemeinsamen Musikhören- und genießen.

„Jazz am Russenkai“

Zur Wiedereröffnung ab 20 Uhr startet das „Café Museum“ gleich voll durch – mit seinem regelmäßigen Sommerfestival „Jazz am Russenkai“. Dabei finden bis zum 30. August mehr als 50 Konzerte unter freiem Himmel statt. Spielt das Wetter nicht mit, werden die Konzerte nach drinnen verlegt. Den Auftakt macht an diesem Samstag Zakiya Hooker, die Tochter des großen Bluesmusikers John Lee Hooker.

Jazz for free

Im wunderschönen Ambiente des Rathausinnenhofes findet am Freitag (04.07.14) die Premiere des Jazzfests Passau – Jazz im Rathausinnenhof statt. Dann werden dort zwei Gratiskonzerte gegeben. Jazz im Rathausinnenhof lädt bewusst die erstklassigen lokalen und regionalen Jazzbands ein, die einen internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Bei Schlechtwetter finden die Konzerte im Rathaussaal statt.

Quelle: br.de

Fluthelfer-Orden für 88 Polizisten aus Sachsen

Veröffentlicht: Juni 29, 2014 von fluthelfer in Sachsen
88 sächsische Polizisten sind am Freitag mit dem Fluthelfer-Orden des Freistaats ausgezeichnet worden.

Innenminister Markus Ulbig (CDU) überreichte die Medaille für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe 2013, wie das Innenministerium mitteilte. Unter anderem halfen die Beamten bei Evakuierungen, der Beseitigung von Schäden und der Sicherung von Eigentum in den geräumten Gebieten. So waren etwa zahlreiche Polizisten im Einsatz, als in Zeithain (Landkreis Meißen) der Damm auf einer Länge von 150 Metern brach und die Anwohner in Sicherheit gebracht werden mussten. Jeder Helfer, der mindestens 24 Stunden bei der Bewältigung der Flutkatastrophe im Einsatz war, kann mit der silberfarbenen Medaille ausgezeichnet werden. Vorschläge können noch bis Ende 2015 eingereicht werden. Bis Ende Mai sind in Sachsen rund 27 000 Helfer mit dem Sächsischen Fluthelfer-Orden ausgezeichnet worden.

 

Quelle: focus.de

Hochwasser-Kommunen bekommen Kosten für Einsatz erstattet

Veröffentlicht: Juni 29, 2014 von fluthelfer in Sachsen

Dresden. Ein Jahr nach dem Hochwasser an Elbe, Mulde und Nebenflüssen können betroffene Landkreise und Kommunen nun ihre Einsatzkosten geltend machen. Am Dienstag beschloss das Kabinett in Dresden dazu eine Richtlinie. Innenminister Markus Ulbig (CDU) sprach von einer für die Kommunen kommoden Lösung. Insgesamt stehen 27,5 Millionen Euro bereit. Die Summe soll Kosten für Nothilfemaßnahmen abdecken. Dazu gehören Einsätze von Feuerwehr und Katastrophenschutz, Notunterkünfte, Verpflegung und medizinische Versorgung. Auch das Säubern betroffener Regionen und die Entsorgung der Abfälle werden bezahlt. Das Geld stammt aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union für das Hochwasser 2013.

 

Quelle: sz-online.de

 

Das Projekt „Elbsack“ von Nadine Teicher kam auf der Kulturellen Landpartie so gut an, dass die Dortmunder Designerin nun stolze 480 Euro Spenden an den Dannenberger Deichverband überweisen konnte.

Die 31-jährige fertigt unter dem Label ELBSACK Taschen und Accessoires aus den
benutzten Sandsäcken der Flutkatastrophe im Juni 2013. Sie verkaufte die Produkte ihrer ersten
Kollektion erstmalig auf der vergangenen Kulturellen Landpartie (KLP) in Seedorf. 20% des Verkaufserlöses hielt sie als Spende für den hiesigen Deichverband zurück. Jetzt, nach Ablauf der KLP, konnte sie dem Deichverband im ersten Gang 480€ als Spende übergeben. In den nächsten
Ausschüttungen sollen dann auch die anderen Deichverbände des Landkreises berücksichtigt werden.

„Das Geld soll in die Anschaffung einer Sandsackabfüllmaschine für den Dannenberger Deichverband investiert werden“, berichtet die Dortmunderin stolz. „Dann kommt es genau da an, wo es Sinn macht!“ Alle Besucher, die ihren Stand und die Produkte begutachtet haben, waren begeistert von ihrer Idee und der Umsetzung. Viele positive Rückmeldungen haben sie in den 10 Tagen erreicht.

„Viele Besucher der KLP waren auch durch Medienberichte auf meinen Stand aufmerksam
geworden“, sagt Teicher weiter. „Manchmal kamen sie aus den entferntesten Ecken des Landkreises, weil sie davon gelesen hatten und sich unbedingt die Taschen anschauen wollten“.

In Dannenberg fand sich im Café „Sprechzimmer“ ein Partner, der ab sofort eine kleine Auswahl von ELBSACK-Produkten verkauft. Auch auf dem Online-Portal www.echt.land, welches sich derzeit noch im Aufbau befindet, sollen die Produkte demnächst angeboten werden.

Teicher sucht nun nach weiteren Märkten und ortsnahen Geschäften, in denen die Sandsack-
Kollektion verkauft werden sollen. Bis dahin kann man sie auch weiterhin auf der Website
www.elbsack.de erwerben.

Foto: Freut sich, dass sie eine Spendenüberweisung von 480,- Euro tätigen konnte: die Designerin Nadine Teicher hat Erfolg mit ihren Sandsackprodukten.

 

Quelle: wendland-net

Landrätin überreicht Einsatzmedaille Hochwasser 2013

Veröffentlicht: Juni 17, 2014 von fluthelfer in Deutsche Fluthilfe

Marburg. In Anerkennung der während des Elbe-Hochwassers im Juni 2013 erbrachten Leistungen hat das Land Brandburg den Helferinnen und Helfern des heimischen Katastrophenschutzes die „Einsatzmedaille Hochwasser 2013“ verliehen.

Landrätin Kirsten Fründt überreichte am Samstagnachmittag gemeinsam mit Kreisbrandmeister Bodo Schmidt, seinem Stellvertreter Peter Schaller und Feuerwehrkommandant Sylvio Rische als Vertreter des brandenburgischen Elbe-Elster-Kreises, im Rahmen einer Feierstunde am Marburger Landratsamt die Auszeichnungen.

Vor rund einem Jahr waren mehr 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Feuerwehr, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in Sachsen und Brandenburg im Einsatz, um dabei zu helfen, die Folgen des verheerenden Hochwassers der Elbe zu mildern. Die heimischen Katastrophenschützer kamen dabei rund um die Stadt Mühlberg zum Einsatz, wo Deiche zu brechen drohten. In einer stundelangen Aktion und einem Kräfte zehrenden Nachteinsatz gelang es schließlich gemeinsam mit einheimischen Einsatzkräften und Soldaten der Bundeswehr die bedrohten Deiche, unter anderem unweit des Mühlberger Stadtteils Fichtenberg mit Zehntausenden Sandsäcken zu stabilisieren und eine Katastrophe abzuwenden.

„Den ehrenamtlichen Einsatzkräften gebührt für diese Leistungen großer Dank, Respekt und Anerkennung“, betonte Landrätin Kirsten Fründt. Es sei keineswegs selbstverständlich, dass Menschen hier alles stehen und liegen lassen und sich auf den Weg machen, um anderen Menschen zu in großer Not zu helfen und beizustehen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir bei unseren Hilfsorganisationen hier im Landkreis Marburg-Biedenkopf auf Menschen zählen können, die nicht lange diskutieren sondern dort anpacken, wo es nötig ist“, so die Landrätin.

„Unseren Einsatzkräften sind nicht nur die Eindrücke aus dieser Situation in Erinnerung geblieben. Auch an die professionelle Arbeit der einheimischen Einsatzkräfte aus Mühlberg und Umgebung, die reibungslose Zusammenarbeit und an die freundliche Aufnahme erinnern wir uns gerne zurück“, stellte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer fest. Das, was dort geleistet wurde, sei echte Team-Arbeit gewesen – hessische und brandenburgische Einsatzkräfte sowie Soldaten der Bundeswehr hätten Hand in Hand gearbeitet, was eine beeindruckende Erfahrung gewesen sei. „Zum Schluss des Einsatzes waren wir auch ein wenig stolz, dass wir mithelfen konnten, eine brenzlige Situation zu entschärfen“, erklärte Lars Schäfer.

Hintergrund des Einsatzes im Juni 2013 war zunächst ein Hilfeersuchen des Landes Sachsen an die hessische Landesregierung, die unter anderem die Einsatzkräfte aus Marburg-Biedenkopf in Marsch setzte. Innerhalb weniger Stunden waren mehr als 100 Helferinnen und Helfer zunächst auf dem Weg nach Dresden. Von dort wurden sie dann nach Mühlberg an der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze beordert und waren dort mehrere Tage im Einsatz. (pm)

 

Quelle: nh24.de

Den grenzüberschreitenden Hochwasser- und Katastrophenschutz wollen die Woiwodschaft Lebuser Land (Lubuskie) und Brandenburg enger verzahnen.

Das sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Mittwoch nach seiner eintägigen Visite im Nachbarland. Als Themen nannte er Deichbau, Datenaustausch und Vorwarnzeiten. Beim Katastrophenschutz sei unter anderem vereinbart worden, den beteiligten Rettern Sprachhilfen an die Hand zu geben. „Es geht auch darum, Szenarien durchzuspielen und zu sehen, wie reagieren wir gemeinsam“, sagte Woidke nach einem Gespräch mit dem Woiwoden Jerzy Ostrouch. „Wir sind auf gutem Weg, müssen aber gut vorbereitet sein.“ Grenzschutz und Polizei hätten ihm versichert, dass sie den Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität deutlich verstärkt hätten, sagte Woidke, der auch Polen-Beauftragter der Bundesregierung ist. Er bat das Nachbarland, das deutsch-polnische Polizeiabkommen rasch zu ratifizieren. „Die Zusammenarbeit wird dadurch deutlich unkomplizierter und effektiver werden“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Davon bin ich fest überzeugt. Die polnische Seite sieht dies auch so.“

Die Universität Grünberg (Zielona Gora) will nach Worten von Woidke 2015/16 die Ausbildung von Medizinern aufnehmen. „Sie wollen dringend mit Brandenburg kooperieren“, sagte Woidke. Geplant ist, dass Studenten Praktika und klinische Ausbildung in märkischen Krankenhäusern absolvieren. „Das ist eine Sache, die uns sehr entgegenkommt“, betonte er. Auch bei der Bekämpfung von Krebserkrankungen solle enger kooperiert werden.

Beide Seite kritisierten, dass die polnische Staatsbahn den Zug zwischen Breslau (Wroclaw) und Berlin einstellen will. „Das ist das falsche Signal zur falschen Zeit. Wir hoffen, dass wir das noch korrigieren können“, sagte Woidke und kündigte den Ausbau der Strecke Berlin-Landsberg (Gorzow) an.

Quelle: Focus

Gedenklauf der Bürgerinitiative „Hochwasser Aken (Elbe)“

Veröffentlicht: Juni 9, 2014 von fluthelfer in Aken

Mit einem Staffellauf und der Enthüllung eines Gedenksteines erinnert Bürgerinitiative „Hochwasser in Aken“ an die Katastrophe von 2013. Fast 300 Einwohner von Aken und Gäste nahmen an der Enthüllung teil.

 

Zehn Kilometer Elbdeich haben Feuerwehren, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk und zahlreiche freiwillige Helfer im Juni 2013 in der Gemarkung Aken gegen die über ihre Ufer getretene Elbe verteidigt. Genau ein Jahr nach dem Deichbruch bei „Mutter Sturm“ im Dessauer Busch und der Evakuierung der Elbestadt hat am Sonnabend die Bürgerinitiative „Hochwasser Aken (Elbe)“ mit einem Staffellauf an das Geschehen in jenen Tagen und an den heldenhaften Einsatz der Helfer erinnert, aber auch daran, dass es immer noch so manche kritische Stelle im Deich gibt.

Der Staffellauf mit 100 Teilnehmern hat die beiden kritischsten Deichabschnitte miteinander verbunden: Die Stelle bei Obselau, an der der Deich während des Hochwassers abgerutscht war und nur durch große Kraftanstrengung von Soldaten des Logistikbataillons 172 Beelitz gehalten werden konnte, und den Ort an der B 185 in Richtung Dessau, wo Mitarbeiter der Firma Jägerbau, die Freiwillige Feuerwehr Aken und Angehörige der Bundeswehr in schier übermenschlichem Einsatz innerhalb weniger Stunden einen Notdeich errichtet hatten. An jener Stelle steht nun ein Gedenkstein, der an diese Katastrophe erinnert.

Fast 300 Einwohner von Aken, Gäste aus der Partnerstadt Erwitte, Vertreter des Technischen Hilfswerkes aus Lübben, Fußballer aus Hamburg und viele weitere, seit dem Hochwasser mit der Stadt Aken verbundene Menschen nahmen an dessen Enthüllung teil. Akens Bürgermeister Hansjochen Müller (SPD) blickte noch einmal auf jene Tage im Juni vor einem Jahr zurück, dankte den vielen Helfern, sparte aber auch nicht mit Kritik an Landesregierung und Landesbetrieb für Hochwasserschutz. Nach seinen Worten seien noch immer nicht alle zum Schutz der Bürger nötigen Arbeiten abgeschlossen oder in Angriff genommen worden.

 

Quelle: mz-web.de

Erfurt (dpa) – Thüringens Justizminister Poppenhäger (SPD) sieht gute Chancen für eine Pflichtversicherung gegen Naturgefahren wie Hochwasser. Man wolle zur Justizministerkonferenz im Herbst ein Modell dafür präsentieren, sagte Poppenhäger der Nachrichtenagentur dpa. Mit der deutschen Versicherungswirtschaft würden derzeit verschiedene Varianten diskutiert. Eine Überlegung dabei sei, durch einen staatlichen Zuschuss den in der Regel hohen finanziellen Eigenanteil der Versicherten zu verringern. Thüringen ist bei diesem Thema eines der federführenden Länder in der Justizministerkonferenz.

Quelle: T-online