DETTELBACH – Schutz vor Hochwasser geht ins Geld – Alternativen vorgestellt

Veröffentlicht: Januar 15, 2014 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Eine Stadt am Fluss, das ist auch immer mal wieder eine Stadt am oder schlimmstenfalls im Hochwasser. So idyllisch die Lage Dettelbachs am Main auch ist, der Fluss bleibt ein unberechenbarer Geselle. Zwar gibt es technische Hilfen, um im Fall der Fälle die Fluten einigermaßen im Zaum zu halten, doch braucht es dafür einiges an Geld – wobei die Qualität des Hochwasserschutzes natürlich auch den Preis bestimmt.

Welche Möglichkeiten es gibt, Häuser und Bewohner in der Stadt Dettelbach und im auf der anderen Flussseite liegenden Mainsondheim zu schützen, darüber informierte in der jüngsten Stadtratssitzung Markus Schiffler vom Tiefbautechnischen Büro Glückert. Schiffler unterschied zwischen einem Hochwasser-Basisschutz sowie Vorkehrungen gegen fünf-, 20- und 50-jähriges Hochwasser. Überlegungen zu einem Schutz vor 100-jährigem Hochwasser dürften demnach wohl ausscheiden – der Kosten wegen, die eine Studie des Wasserwirtschaftsamtes Aschaffenburg im vergangenen Jahr auf 7,6 Millionen Euro beziffert hatte.

Die Maßnahmen darunter liegen jedoch offenbar im Bereich des Möglichen. Dabei geht es vor allem um Veränderungen an Kanaldeckeln oder Regenüberläufen sowie um vergleichsweise überschaubare Bauarbeiten beispielsweise im Bereich der Dettel. Den Basisschutz für Dettelbach bezifferte Schiffler mit 99 000 Euro, die Zusatzkosten auf 46 000 Euro (fünfjähriges Hochwasser), 15 000 Euro (20-jähriges) und 54 000 Euro (50-jähriges). Insgesamt würden für die Stadt also 214 000 Euro für den Schutz vor einem 50-jährigen Hochwasser anfallen.

Schwieriger gestaltet sich die Sache in Mainsondheim. „Kostengünstig“ im fünfstelligen Eurobereich sei hier nur eine sogenannte Binnenentwässerung zu haben, bei der es lediglich um die Ableitung von Wasser geht, das sich im geschützten Bereich sammelt. Ein Gebäudeschutz sei wegen der geografischen Lage schwierig – und teuer. Um die flussnahen Gebäude Mainsondheims zu schützen, müsse ein 450 Meter langer mobiler Hochwasserschutz eingerichtet werden, dessen Kosten Schiffler mit 460 000 Euro angab. Allerdings reiche dieser Schutz auch nur für ein 20-jähriges Hochwasser.

Wie es nun weitergeht, ist offen. Bürgermeisterin Christine Konrad wollte in der Sitzung die Ausführungen Schifflers zunächst nur als Information verstanden wissen.

Quelle: mainpost.de

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