Hochwasser: Neue Flächen finden

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes Würzburg und des Landratsamtes Kitzingen ergründen zurzeit die möglichen Ursachen für das jüngste Hochwasser. Ende Mai führten der Castellbach und der Silberbach urplötzlich riesige Wassermengen aus dem nahen Steigerwald mit sich und überschwemmten in Schwarzach das Gewerbegebiet und Wohnbereiche.

Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes Würzburg und des Landratsamtes Kitzingen ergründen zurzeit die möglichen Ursachen für das jüngste Hochwasser. Ende Mai führten der Castellbach und der Silberbach urplötzlich riesige Wassermengen aus dem nahen Steigerwald mit sich und überschwemmten in Schwarzach das Gewerbegebiet und Wohnbereiche.

Bürgermeister Lothar Nagel (FCW) informierte den Marktgemeinderat über die Ergebnisse einer Ortseinsicht mit den Verantwortlichen der beiden Behörden, an dem auch er teilnahm. Ins Visier der Inspekteure gerieten großflächige Aufschüttungen auf zwei Grundstücken östlich des Gewerbegebiets in Richtung Düllstadt. Außerdem wurde festgestellt, dass an der neuen Umgehungsstraße nur ein Durchlass zum Main hin errichtet wurde, der die Wassermassen nicht aufnehmen konnte. Der Gemeinderat hatte laut Nagel beim damaligen Planfeststellungsverfahren in Anbetracht der prekären Hochwassersituation in Schwarzach drei Durchlässe gewünscht.

Einstimmig stimmte das Gremium einer aufwändigen „Geländeaufnahme“ zu, bei der die Höhenverhältnisse entlang der Bäche festgestellt werden. Außerdem findet am 5. November eine Sitzung der Dorfschätze-Gemeinden statt, bei der neue Retentionsflächen im Oberlauf der Bäche gefunden werden sollen. Nagel erachtet die Maßnahmen im Oberlaufbereich für dringend notwendig, „damit den Letzten nicht die Hunde beißen“.

Weitere Punkte aus dem Gemeinderat:

• Schwarzenau wird in das umfassende Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Ergebnisse des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) und des erweiterten Vitalitätschecks für die Ortsteile zeitnah umzusetzen. Bei der Stärken- und Schwächenanalyse war bei Schwarzenau ein besonderer Handlungsbedarf angezeigt. Die Wartezeit bis zur Realisierung der Dorferneuerung beträgt laut Nagel zurzeit etwa vier Jahre.

• Der Regionale Planungsverband Würzburg hat für das Gemarkungsgebiet Schwarzach keine Vorrang- und Vorhaltsgebiete für Windkraftanlagen vorgeschlagen. Laut Bürgermeister Lothar Nagel wird es künftig keine Ansammlungen von Windrädern in der Gemeinde geben. Einzelanlagen seien allerdings vorstellbar.

• In Hörblach wird zwischen der Einmündung der Kitzinger Straße in die Umgehungsstraße und dem Beginn der Großlangheimer Straße eine neue Straßenleuchte aufgestellt. Die Gemeinde hatte zu dem Vorhaben die Anlieger befragt, nur einer hatte ablehnend geantwortet. Der Kostenanteil für die Anwohner von 1062 Euro wird auf sieben Grundstücke umgelegt. Die Maßnahme wurde notwendig, weil dieser Straßenbereich auf einer Länge von 90 Meter nicht ausgeleuchtet ist.

• Der Gemeinderat hat dem Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald für das kommende Jahr zugestimmt. Revierförster Max Bartholl prognostizierte einen Überschuss von etwa 2 500 Euro. Er rechnet mit Einnahmen aus dem Holzverkauf von 24 120 Euro und Fördergeldern in Höhe von 10 500 Euro. Die Ausgaben für Pflege und Aufforstungen belaufen sich auf insgesamt 32 145 Euro.

Quelle: infranken.de

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