Archiv für November, 2013

Fluthelfer, Lebensretter und Vorbild

Veröffentlicht: November 29, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

In seinem Kroatienurlaub erreicht ihn ein Anruf seines Freundes: Die Hochwassersituation hat sich zugespitzt, der Ort Breese in Brandenburg wird ebenfalls betroffen sein.

Noch am gleichen Tag bricht der Uelzener Sascha Weiss seinen Urlaub ab und reist zurück nach Deutschland, um in Breese Hilfe zu leisten. Für Carola Rosenau ist Sascha Weiss deshalb der „Mensch 2013“.

Ähnlich wie er haben sicherlich noch weitere Uelzener ihre Freizeit dafür aufgewendet, um anderen Menschen zu helfen. Diese Freiwilligen wollen die AZ und die Sparkasse Uelzen/Lüchow-Dannenberg in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Zentrum Uelzen auszeichnen. Bis zum 20. Dezember werden noch weitere Vorschläge für „Mensch 2013“ angenommen.

Sascha Weiss versuchte, den Bauernhof seines Freundes mit Sandsäcken zu sichern, evakuierte den gesamten Tierbestand und errichtete provisorische Ställe, schreibt Carola Rosenau. „Als das Wasser kam und der Hof nicht zu retten war, war genau er derjenige, der allen Mut machte und eine Initiative ins Leben rief: Hilfe für Breese.“ Auch heute helfe er noch beim Wiederaufbau des alten Bauernhofs und der Stallanlagen und koordiniere den Einsatz weiterer Helfer und Sachspenden für das Dorf.

Noch weitere Helfer wurden für die Aktion vorgeschlagen. So berichtet Vanessa Schulz, wie ihr Verlobter Kevin Hübner aus Bad Bevensen in mehreren Fällen Erste Hilfe geleistet habe. So kümmerte er sich beispielsweise um einen Mann, der am Schnellenmarkt zusammengebrochen war. Dessen Frau habe dem Retter noch ein Jahr später ihren Dank ausgesprochen. Oder bei einem Bekannten habe Kevin Hübner schnell reagiert und somit dessen Leben gerettet. „Hätte mein Verlobter den Rettungswagen nicht gerufen, wäre er an einer Lungenembolie im Endstadium gestorben“, erklärt Vanessa Schulz.

Verdient hätte die Ehrung „Mensch 2013“ nach Ansicht von Bernd Katenkamp auch Hermann Billung-Meyer, der Geschäftsführer beim TuS Ebstorf ist und dabei das Wohl aller 1440 Mitglieder im Auge habe. „Er unterstützt und hilft in allen TuS-Sparten, wo die Ärmel aufgekrempelt werden müssen und Hilfe notwendig ist.“ Als Sportwart in der Basketballabteilung, als Erste-Hilfe-Person, als Organisator in der Leichtathletik, bei der Integrationsarbeit und sein Zuhause sei „ein ,Unterkunftsasyl’ geworden, wo außerörtliche Sportler nicht nur für eine Nacht eine Bleibe gefunden haben“. Hermann Billung-Meyer sei ein „Denkmal und Vorbild für ehrenamtliche Vereinsarbeit, wo immer der Mensch im Vordergrund steht“, schreibt Bernd Katenkamp.

Wer ist Ihr „Mensch 2013“? Genannt werden können Einzelpersonen und Gruppen aus dem Landkreis Uelzen, ohne Altersbeschränkung, die sich in diesem Jahr in einer Einrichtung oder auch als Einzelkämpfer ehrenamtlich engagiert haben. Vergessen Sie bitte nicht, Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer anzugeben.

Senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 20. Dezember an: Per Post: Allgemeine Zeitung „Mensch 2013“ Groß Liederner Straße 45 29525 Uelzen Per E-Mail: mensch2013@az-online.de

Quelle: az-online.de

Ab sofort können von Flutschäden betroffene Wohnungs- und Hauseigentümer eine kostenfreie Vor-Ort-Energieberatung im Rahmen notwendiger Sanierungsmaßnahmen in Anspruch nehmen.

BMWi übernimmt Eigenanteil für Verbraucher

Nach der Flut setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) auf Soforthilfe in den betroffenen Hochwassergebieten. So können Flugeschädigte im Vorfeld einer Haus- oder Wohnungssanierung eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen. Die Beratung selbst wird durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) organisiert und beinhaltet auch Detail-Checks zu speziellen Fragen, wie dem Umgang mit Feuchteschäden, dem Ersatz der Heizungsanlage oder die richtige Reihenfolge möglicher Sanierungsmaßnahmen. Den Eigenanteil für Verbraucher in Höhe von 45 Euro übernimmt im Rahmen der Soforthilfe das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler: „Hochwassergeschädigte können sich einen kostenlosen und unabhängigen Energieberater direkt ins Haus holen. Das hilft ganz praktisch und konkret vor Ort. Sanierungsmaßnahmen, die zu Energieeinsparungen bei den Bürgerinnen und Bürgern führen, helfen langfristig Geld zu sparen.“

Download der Beratungsgutscheine

10.000 kostenfreie Beratungsgutscheine können direkt bei den Verbraucherberatungsstellen oder über die Internetseite Verbraucherzentrale-energieberatung.de als Download bezogen werden.

Hinweise der Initiative EnergieEffizienz zu weiteren Fördermöglichkeiten

Gebäude- und Wohnungseigentümer haben unabhängig von der gemeinsamen Flutopferaktion des BMWi und des vzbv einen Förderanspruch im Rahmen einer Vor-Ort-Energiesparberatung. Vorraussetzung ist die Beratung durch einen zugelassenen Energieberater, der das Wohngebäude daraufhin untersucht, wie es unter Wirtschaftlichkeitsmaßstäben zu einem Effizienzhaus saniert werden kann.

Grundlage dieser Bezuschussung aus Bundesmitteln ist die Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort. Sie richtet sich an alle Gebäude- oder Wohnungseigentümer, sowie unter bestimmten Vorraussetzungen an selbständige Unternehmen und Einrichtungen mit gemeinnützigem, mildtätigem oder kirchlichem Charakter.

Die staatlichen Fördersätze für die  „Vor-Ort-Beratung“  fallen je nach Gebäudegröße und Zweck der Maßnahme unterschiedlich aus. So werden:

  • Ein- bis Zweifamilienhäuser mit bis zu 400 Euro,
  • Wohngebäude ab drei Wohneinheiten mit maximal 500 Euro,
  • eine zusätzliche Stromeinsparberatung mit 50 Euro,
  • und thermografische Untersuchung mit bis zu 100 Euro gefördert.

Dabei ist es die Aufgabe des Energieberaters den Förderantrag bereits vor Beginn seiner Beratung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einzureichen. Die Zuschüsse werden nach ihrer Bewilligung durch das Amt direkt an den Berater ausgezahlt.

(02.07.2013 / IEE)

Quelle: stromeffizienz.de

Was Glück für die Hochwasser-Opfer bedeutet

Veröffentlicht: November 19, 2013 von fluthelfer in Fischbeck

„Glück“ ist in dieser Woche das Thema für die ARD. In Mitteldeutschland hatten in diesem Jahr viele Leute wenig Grund zum Glücklichsein: Hunderttausende waren im Juni vom schweren Hochwasser betroffen. Wie verändert sich der Blick auf Glück dadurch und was erfreut die Menschen trotz eines solchen Unglücks?

Bei Tangermünde schlängelt sich die Elbe friedlich durch ihr Flussbett – ein Ort zum Glücklichsein. Wirklich? Nur ein paar Kilometer weiter liegt Fischbeck. Der Ort war im Juni mehrere Wochen lang vom Hochwasser überschwemmt. Container stehen vor vielen Häusern. Immer noch sind die Erdgeschosse unbewohnbar. Manche Häuser wurden sogar abgerissen.

Glück mit „aber“

Doch auf einem Grundstück steht schon ein halb fertiger Neubau. Ursula Thieke und ihr Mann gehören wohl zu den schnellsten – macht sie das glücklich? „Naja, Glück… Weiß ich nicht… Ich bin froh und glücklich, dass wir wieder alles aufbauen. Aber – da ist immer ein ‚aber‘ dabei“, sagt Ursula Thieke. Es fällt ihr schwer, sich zu freuen, wenn sie sieht, wie auch die Nachbarn zu kämpfen haben. Aber es habe sie glücklich gemacht, dass von überall so viel Hilfe kam.

Das betont auch Bodo Ladwig, Bürgermeister der Gemeinde Fischbeck. In seinem Büro hängen die Wände voller Spendenschecks. Geld macht nicht glücklich – aber es hilft. Und ein Glück sei auch, dass beim Deichbruch niemand zu Tode gekommen ist: „Wenn man vier Monate nach dem Deichbruch durch den Ort geht und mit den Leuten spricht, hört man schon heraus: Es ist ein anderes Glücksgefühl, als es früher mal war. Heute ist man froh, wenn man einen Elektriker oder Fliesenleger bekommt, oder wenn das alles wie ein Zahnrad ineinander greift und man sein Haus sanieren kann. Man hat doch eine andere Wertvorstellung, glaube ich.“

Blumen für Schönhausen

Im fünf Kilometer entfernten Schönhausen lebt Pfarrer Ralf Euker. Für ihn als Seelsorger ist die Flut zu einem Schwerpunkt geworden. Von Glück ist da nicht viel zu hören: „Erst mal die Phase des Wartens in der Evakuierung, dann die Schockphase, in der die Betroffenen gesehen haben, was das Wasser angerichtet hat, und jetzt nach Monaten macht sich deutlich so etwas wie Ermüdung und Erschöpfung breit. Teilweise liegen die Nerven blank, weil alles nicht so schnell vorangeht, wie man sich das vorstellt.“ In Schönhausen sieht man das an vielen Häusern.

Aber in vielen Vorgärten blühen Blumen. Das habe einen besonderen Grund, erzählt eine Schönhausenerin: „Während der Flut kam eine Gärtnerei aus Seehausen und hat gesagt: Es sieht alles so trostlos aus, aber wir machen Ihnen jetzt eine Freude, wir bringen Blumen. Da haben sie jede Menge Blumen abgeladen, die wir jetzt wieder in die Vorgärten gepflanzt haben. Das war der erste Lichtblick.“ Nun hofft sie, Weihnachten wieder in ihr Haus ziehen zu können.

Wer so eine riesige Aufgabe bewältigt, der dürfte wieder glücklich werden. Das hofft auch Ursula Thieke aus Fischbeck: „Glück… Vielleicht empfindet man das, wenn man mal drin ist, wenn alles eingerichtet ist, wenn man wieder Zuhause ist.“

Fischbeck: 100 Tage seit dem Deichbruch

Fotogalerie

Quelle: mdr.de

Rund fünf Monate nach der Flutkatastrophe an der Elbe und ihren Nebenflüssen werden heute in Magdeburg die ersten Helfer fürs Mitmachen und Anpacken belohnt.
Die Männer und Frauen aus dem ganzen Land bekommen aus der Hand von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) eine Fluthelfernadel überreicht. Konkrete Vorschläge für die Auszeichnungen kamen aus den Kommunen. Das Kabinett hatte Ende August auf der ersten Sitzung nach der Sommerpause die Verleihung der Ehrennadeln beschlossen.Damit will das Land allen danken, die durch ihren Einsatz die gravierenden Hochwasserfolgen für Sachsen-Anhalt so gut es ging gemindert haben. Ihr Engagement müsse gewürdigt werden, hieß es zur Begründung. Insgesamt sollen zunächst rund 31 000 Fluthelfernadeln vergeben werden.

Auszeichnung für Lebensmittel-Verteiler

Veröffentlicht: November 16, 2013 von fluthelfer in Halle

Auf einem Empfang in der Magdeburger Staatskanzlei werden am Samstag die ersten Fluthelfer geehrt. Insgesamt sollen 51.000 Fluthilfenadeln und Bandspangen an zivile und uniformierte Helfer vergeben werden. Unter den Ausgezeichneten ist Ronnsen Behrens aus Halle, der im Juni mit Freunden Lebensmittel-Spenden organisiert hatte.

 

Die Reaktion eines Freundes ist Ronnsen Behrens im Gedächtnis geblieben. Ein Schrank von einem Mann, einer, den nichts umwirft, hatte plötzlich Tränen in den Augen. Er war beeindruckt von dem Anblick, der sich ihm im allein gelassenen halleschen Stadtteil Lettin geboten hatte – und von der Dankbarkeit der Menschen dort. „Du glaubst nicht, was da los ist, hat er gesagt“, erinnert sich Behrens. Juni 2013: Halle versank im Flutchaos. Und eine Armada von Freiwilligen stemmte sich gegen die Wucht der Saale.

Ronnsen Behrens, der heute als einer der ersten die Fluthelfer-Nadel des Landes erhält, gehörte mit seinen Freunden dazu. Männer, die ihre Freizeit üblicherweise Autos widmen. In Behrens kleiner privaten Werkstatt im Osten der Stadt steht unter anderem ein VW Derby, Baujahr 77. Der 30-Jährige baut alte Kisten wie diese wieder auf, fährt auf Tuning-Treffs und Messen, trifft sich mit Freunden, die ebenso vernarrt in Autos sind wie er. Als der Pegel der Saale stieg und stieg, trat das PS-starke Hobby aber wie vieles andere in den Hintergrund. „Natürlich hätten wir uns auch mit einer Tüte Chips vor den Fernseher setzen können“, sagt Behrens heute. „Aber wir haben uns nur angesehen und gewusst: Wir müssen irgendetwas tun.“ Was sie da noch nicht ahnten: Aus den ersten Einsätzen beim Ausräumen eines gefährdeten Hauses und auf dem Gimritzer Damm würde ein logistisches Mega-Projekt werden.

Es begann mit vier Wasserkästen und ein paar Pappbechern auf dem Marktplatz, direkt an der Sandsack-Füllstation. „Es war warm, die Helfer hatten Durst und Hunger“, so Behrens. Seine kleine Spende potenzierte sich schnell. Kaufhäuser brachten Kaffee, wildfremde Menschen Töpfe mit warmem Essen und Platten mit selbst gebackenem Kuchen. „Nach ein paar Stunden brauchten wir schon einen Tisch.“ Pavillons kamen dazu, um die Lebensmittel vor der Sonne zu schützen. Und irgendwann, erinnert sich Behrens, war das kleine Projekt mit Wasserkästen aus dem Kofferraum zur Top-Versorgungsstelle für Halles Fluthelfer angewachsen. Getränkehersteller fuhren palettenweise Ware herbei, Großbäckereien kündigten Lieferungen an. Seine Handynummer habe im Internet gestanden, Hilfsorganisationen oder die Freiwilligenagentur hätten an ihn verwiesen, wenn es um Versorgung ging, so der angestellte Karosseriebauer.

Er und seine Freunde zogen von nun an Fäden: Zu Gaststätten, in denen die Brote von den Bäckereien geschmiert wurden. Zu einem DJ. Zu Feuerwehr und Polizei und zur Stadt, die half, als die jungen Leute über Nacht nicht wussten, wohin mit all dem, was nach Tag eins an Spenden übrig war – acht Transporter voll. Die im Kern 15 Mann starke Gruppe hatte ansonsten alles, was nötig war: Strategen, Anpacker, Leute mit Technik – zusammengeknüpft zu einem riesigen Spinnennetz, wie es Behrens beschreibt. Aufhören, selbst wenn sie gewollt hätten, kam nicht mehr in Frage. „Auf einmal hatten wir ja auch Verantwortung für die Spenden“, sagt Sebastian Grumbach, einer, der durch Zufall auf die Runde stieß. Eine Hilfsorganisation hatte ihn weggeschickt, weil er im Rollstuhl sitzt. „Ich hatte aber Zeit und Elan.“ Und zwei gesunde Arme, um Essen und Getränke zu verteilen.

Ronnsen Behrens und Sebastian Grumbach ist von diesen Tagen einiges in Erinnerung geblieben. Die „Nudel-Mutti“, wie sie die Frau nannten, die mit einem Riesentopf ankam und sogar fragte, was sie am nächsten Tag kochen solle. Die alte Dame mit Gehhilfe. Menschen, die ihnen begeistert Geld in die Hand drückten, was neben Pfandeinnahmen half, Mülltüten, Teller oder Besteck zu besorgen. Einer wollte sogar 500 Euro geben. Vor allem aber wusste Behrens schnell: „Auf meine Freunde ist Verlass.“

Die meisten hatten inzwischen ihre Arbeitgeber um Freistellung gebeten – in der Regel erfolgreich. Selbst ein Lokführer bekam das Okay der Deutschen Bahn. Ein Lkw-Fahrer aus Behrens’ Freundeskreis kam mit einem 40-Tonnen-Kühllaster, von dem aus ab Tag zwei des Versorgungsprojektes rund um die Uhr Spenden auf dem Sandsackfüllplatz in der Heide verteilt wurden. „Wir konnten allein an einem Tag 2.000 Leute versorgen“, so Behrens. Und zudem mit Lieferwagen an Brennpunkte fahren – nach Lettin oder in die überflutete Talstraße und Tage später, als sich die Lage in Halle beruhigte, nach Köthen und Aken. „Da war ich emotional am Boden“, sagt der Karosseriebauer. Aken war offiziell evakuiert. „Eine Geisterstadt, in der Motorräder und Couchgarnituren auf Garagendächern standen, kein Spatz mehr auf dem Dach zwitscherte. Das war wie im Film.“

Am Ende haben sie in Halle auch noch beim Aufräumen geholfen, zum Großteil nach der Arbeit, im Schichtsystem. Drei, vier Wochen waren Behrens und seine Freunde so dabei. Es war eine Zeit, in der es nicht nur positive Erfahrungen gab. Er habe sich auch geärgert, über Firmen zum Beispiel, die für ihre Spende zwingend Werbung erwarteten, sagt der 30-Jährige. Sich selbst sieht er als einen Menschen, der so erzogen worden ist, anderen zu helfen – ohne auf Gegenleistungen oder Auszeichnungen zu schielen. „Und ich wollte zeigen, dass das jeder kann.“

Was bleibt? Auch etwas, was Ronnsen Behrens wichtig ist: neue Freunde wie Sebastian Grumbach.

Quelle: mz-web.de

Erholen vom Hochwasser

Veröffentlicht: November 14, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Weihnachten steht vor der Tür und das Jahrhundert-Hochwasser im Sommer scheint weit zurückzuliegen. Doch mit den Folgen hat auch Deggendorf noch immer zu kämpfen. Einigen betroffenen Deggendorfern ein sorgenfreies Wochenende zu bereiten, ist Kitzingens Ziel, wenn 50 Gäste aus dem Süden Bayerns am Samstag anreisen. Wie es in der Pressemitteilung der Touristinfo Kitzingen heißt, wurde für sie mithilfe vieler Unterstützer ein kostenfreies Programm zusammengestellt.

Andrea und Burkhard Finger vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Kitzingen waren im Juni als Kriseninterventionsberater vor Ort. Andrea Finger ist zudem eine von Kitzingens Gästeführerinnen und trug die Idee des Erholungswochenendes an das Team der Touristinfo heran.

Hofrat Walter Vierrether und sein Team kontaktierten nach eigenen Angaben Kitzinger Hotels, Gastronomen, Weinhändler, das neue Deutsche Fastnachtmuseum und viele mehr. Diese sagten laut Mitteilung ohne Ausnahme ihre Bereitschaft und Sponsoring zu.

Zum Programm gehört auch der Gottesdienst am Sonntag, 17. November, um 9.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche. Hierzu sind alle Bürger eingeladen.

Quelle: infranken.de

Das Juni-Hochwasser hat viele Menschen hart getroffen – besonders jene, die nicht versichert waren. Doch das hat nicht immer was mit „wollen“ zu tun: Viele wurden von der Versicherung mit Hinweis auf das hohe Risiko abgelehnt – wer nah am Wasser baut, lebt gefährlich. Das soll sich ändern: Die Justizminister der Länder beraten heute über eine Versicherungspflicht, die auch bei sogenannten Elementarschäden eintritt. Der Thüringer Justizminister Holger Poppenhäger hatte den Auftrag, die rechtlichen Möglichkeiten dafür zu prüfen. Uns hat er exklusiv vorab erläutert, dass eine solche Versicherungspflicht möglich ist und es dafür gute Argumente gibt.

Es ist erst wenige Monate her, da stand das Wasser in Gößnitz über einen Meter hoch und zerstörte das Hab und Gut der Gößnitzer: „Mobiliar, Akten, alles mögliche. Schönen großen Container hingestellt, da fliegt jetzt alles hinein“ – „Das muss alles weg, das ist Sperrmüll. Das muss saubergemacht werden.“ Manche Bürger bekamen Hilfe von ihrer Versicherung – andere aber nicht, so wie Andre Peter: „Da kriegen wir überhaupt nichts ersetzt. Das wird nicht versichert, wenn man im Hochwassergebiet lebt. Das sind 20.000 bis 30.000 Euro Schaden, auf dem wir sitzenbleiben.“

Zu viele Gebäude noch ungeschützt

Das wollen die Justizminister der Länder nun ändern, sagt Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger im Gespräch mit MDR INFO: „Für uns kommt es darauf an, dass der Teil der Gebäude, der zur Zeit von der Versicherungswirtschaft nicht versichert wird, zumindest versicherbar ist. Und das ist im Moment für tausende Gebäude nicht gewährleistet.“

Die Lösung soll eine Pflichtversicherung sein – für alle Hausbesitzer. Poppenhäger hat geprüft und sagt jetzt: So eine Regel ist rechtlich möglich. Dabei soll es nicht nur um Hochwasser gehen, sondern zum Beispiel auch um Erdrutsche: „Wir können nicht ganze Landstriche, ganze Städte und Gemeinden aufgeben. Wir müssen die Risiken vernünftig versichern, dann ist allen geholfen.“

Versicherer mit Vorbehalten

Organisiert werden soll die Versicherung nicht vom Staat, sondern privat wie die Autohaftpflicht: Man muss eine haben – wo man sie abschließt, ist aber egal. Allerdings sind die Versicherungskonzerne bislang noch überhaupt nicht begeistert von der Idee. Sie befürchten: Wenn es eine Versicherungspflicht gibt, werden die Bauherren risikofreudiger und bauen an Stellen, die viel zu gefährlich sind.

Poppenhäger will dieses Argument nicht gelten lassen: Wo gebaut werden darf, müssten die Kommunen regeln. Er hofft, die Versicherungen von dem neuen Modell noch überzeugen zu können: „Ich glaube, dass die Erfahrung in anderen Bereichen durchaus deutlich macht, dass es nicht zwingend ein Verlustgeschäft für die Versicherungswirtschaft sein muss – und ich glaube, dass weiß die Versicherungswirtschaft auch. Man muss jetzt über die Bedingungen reden.“

Termin ist noch unklar

Für die Versicherungen mag sich das Ganze am Ende lohnen. Bezahlen müssen nämlich die Hausbesitzer – auch die, die weit entfernt von Flüssen wohnen. Ist das nicht ungerecht? Der Thüringer Justizminister meint: „Nein. Wenn wir Hochwasserkatastrophen haben – was die letzten Jahre ja öfter vorkam – und der deutsche Steuerzahler im Wesentlichen für die Schäden aufkommt, dann ist jeder betroffen. Ich glaube, dass eine Versicherungslösung die Risiken und auch die Kosten gerechter verteilt.“

Wann die Versicherungspflicht kommt, ist aber noch offen. Die Justizminister wollen heute beraten, wie es weiter geht. Über so eine Versicherung sprechen nämlich auch Union und SPD bei den Koalitionsverhandlungen.

Quelle: mdr.de

Google macht Werbung mit Fluthelfern

Veröffentlicht: November 5, 2013 von fluthelfer in Halle

Seine größte Werbekampagne in Deutschland startet der Internet-Riese mit einer Geschichte aus Halle. Seit diesem Freitag läuft der Spot überall im Fernsehen. Der 89 Sekunden lange Film erinnert an den Kampf gegen das Juni-Hochwasser in Halle – und beschreibt eine besondere Idee, die die 16-jährige Isabell Pflieger und ihr acht Jahre älterer Bruder Lars damals hatten.

Der Internet-Gigant Google hat ein Geschwister-Paar aus Halle zu den Hauptfiguren seiner neuen bundesweiten Werbekampagne gemacht. Seit Freitag laufen die Spots im Fernsehen und bald sogar als Werbeblock im Kino. Der 89 Sekunden lange Film erinnert an den Kampf gegen das Juni-Hochwasser in Halle – und beschreibt eine besondere Idee, die die 16-jährige Isabell Pflieger und ihr acht Jahre älterer Bruder Lars damals hatten: Auf einer Karte im Internet markierten beide Hilfsangebote und Brennpunkte und unterstützten so vor allem die Tausenden Helfer.

Film über Halle ist Teil einer großen Werbekampagne

„Halle ist unsere Heimatstadt. Wir sind hier groß geworden“, sagt Isabell ganz zu Beginn des Spots. Der Film wird die Stadt, die Hilfsbereitschaft ihrer Einwohner in den Tagen der Flut, vor allem aber Isabell und ihren Bruder deutschlandweit bekanntmachen. Denn er ist Teil der bisher größten Werbekampagne des Internet-Giganten Google in Deutschland.

Die Geschichte von der interaktiven Hochwasser-Informationskarte der Geschwister aus Halle ist der erste von fünf geplanten Spots, die Google während der nächsten Monate in Deutschland, Großbritannien und Frankreich startet. Im Internet, wo der Film heute bis 10 Uhr freigeschaltet werden soll, heißt er „Lars und Isa: Zwei gegen die Flut“. Aus insgesamt 1 100 möglichen Internet-Projekten hatte Google die Geschichte von Lars und Isabell Pflieger als erste ausgewählt.

„Als Anfang Juni die Hochwasser-Katastrophe ausgerufen wurde, war alles total chaotisch“, sagt Lars Pflieger. Aber Informationen seien doch nun mal das Wichtigste in so einer Situation, fand er. „Zunächst wollte ich mir nur selbst einen Überblick verschaffen.“ Und was tut ein angehender 24-jähriger Maschinenbau-Ingenieur heutzutage, wenn er Ordnung ins Chaos bringen will? Er baut sich eine Internetkarte, ganz simpel, beim Kartendienst Google-Maps in diesem Fall. Und dort zeichneten er und seine Schwester aktuelle Hochwasser-Informationen ein: Wo werden Spenden benötigt? Wo Helfer? Gibt es genug Schippen? Welche Straßen sind gesperrt?

Es war wie ein Spiel – zunächst, sagt Lars. Ein einfaches Zusammentragen aller Informationen, derer sie habhaft werden konnten – allerdings bis zum frühen Morgen. „Diese Karte haben wir zunächst ja nur mit Freunden und Bekannten geteilt“, erzählt Isa im Film.

http://www.youtube.com/watch?v=AJtQIyiFtVM

Manchmal aber entwickeln sich die Dinge rasend schnell. „Am nächsten Tag war die Karte fast eine Viertelmillion Mal angeklickt worden.“ Lars kann es immer noch nicht richtig glauben. Aber beide hatten eine Lücke geschlossen im chaotischen Informationsnetz der Willigen mit Schippe und Smartphone. Das Heer der Helfer, das sich an den Sandsack-Füllstationen drängte, die Tausenden, die auf der Suche nach Orten waren, wo sie gebraucht wurden, hatten plötzlich ein zusätzliches Informationsportal zu den Nachrichten aus den Medien.

Es wurde dann zum Selbstläufer. Wie ein Schneeball-System“, sagt Lars. „Und da mussten wir natürlich weitermachen“, ergänzt Isabell. Die heutige Elftklässlerin am Giebichenstein-Gymnasium hatte wie viele andere schulfrei bekommen, um helfen zu können. Man hatte die 16-Jährige aber zunächst überall wieder weggeschickt, es gab schlicht zu viele Helfer. Also ging sie zurück an den Computer, um die Verkehrsnachrichten in ihrer Karte zu aktualisieren. „Wir haben alles eingetragen, was wir im Internet, in den sozialen Netzwerken und auf der Stadtseite an Infos fanden. Vor allem der Hochwasserticker der Mitteldeutschen Zeitung war sehr hilfreich“, erinnert sich Lars. Drei Tage fütterten die Geschwister im Zimmer von Isabell, zwischen Aquarium und Meerschwein-Käfig, ihre Hochwasser-Informationsseite. „Deichgraf“ haben die Eltern ihren Sohn irgendwann gerufen. Stolz sind Sven und Jeannette Pflieger auf ihre beiden Kinder, das kann man in dem Werbe-Film unschwer erkennen.

Drei Tage lang Dreharbeiten in Halle

Drei Tage lang haben die Google-Leute schließlich in Halle für den TV-Spot gedreht. Auf dem Markt, an der Saale auf der Burg Giebichenstein und zu Hause bei den Pfliegers. Dafür haben die beiden auch Geld bekommen. Vierstellig, sagt Lars. „So viel jedenfalls, dass eine Schülerin und ein Student sich sehr darüber freuen“.

Aber natürlich war Geld nie die Motivation, ihre Karte ins Netz zu stellen. „Wir wollten damit tatsächlich nur unserer Stadt helfen“, sagt Lars Pflieger am Ende des Films. „Lars und Isa, Deichgrafen“, steht dann ganz am Schluss im Abspann. Obwohl beide nie auf einem Deich gestanden haben.

Die Karte findet man immer noch im Netz. Inzwischen hat sie mehr als 536 800 Klicks. Es könnten noch ein paar mehr werden.

Quelle: mz-web.de

Das Hochwasser im Juni 2013 hat bei vielen Gastwirten und Hoteliers an der Elbe zu drastischen wirtschaftlichen Einbußen geführt: Übernachtungsgäste stornierten ihren Sommerurlaub, viele Radtouristen und Wanderer mieden die Gegenden entlang der Elbe. Davon betroffen ist auch das Landhaus Elbufer in Gülstorf in der Gemeinde Amt Neuhaus, das sich mit seiner barrierefreien Einrichtung besonders auf Gäste mit Behinderungen eingestellt hat. Die Ochtmisser Firma Behne Entsorgungssysteme (BES) unterstützte das Landhaus jetzt mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. BES-Inhaber Jürgen Behne überreichte die Spende am Samstag, 26. Oktober, an Thomas Stock, den Geschäftsführer des Landhauses Elbufer.

Mit dabei war auch Landrat Manfred Nahrstedt, der sich über die großzügige Geste freut: „Der Hochwasser-Aufbauhilfefonds des Bundes enthält keinerlei Mittel für rein wirtschaftliche Einbußen durch Übernachtungs-Stornierungen“, so Nahrstedt. „Damit erhalten auch die Übernachtungsanbieter an der Elbe im Landkreis Lüneburg von staatlicher Seite keine Entschädigungen für den Gästemangel in diesem Sommer. Umso mehr ist es zu begrüßen, wenn private Initiativen die Hotels und Pensionen an der Elbe mit einem speziellen Angebot – wie dem des Landhauses Elbufer – unterstützen.“

Die Firma BES ist langjähriger Sponsor der Ochtmisser Sportvereine und sponsert seit 2011 den Jürgen Behne Cup, der in diesem Jahr wegen der Baumaßnahmen am Sportpark Ochtmissen nicht stattfinden konnte. Ochtmissens Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz hatte daher die Idee, stattdessen dem Landhaus Elbufer eine Spende zukommen zu lassen, das in seine behindertengerechte Einrichtung viel investiert hat und daher vom Hochwasser stark betroffen ist.

Quelle: lueneburg.de

Hochwasser beschädigt das neue Haus

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Grimma

FLUTHILFE Siefersheimer Landfrauen helfen Familie in Grimma

Tief beeindruckt von den Bildern der Flutkatastrophe in Ostdeutschland hatten die Siefersheimer Landfrauen beschlossen, eine betroffene Familie aus Grimma mit einer Spendenaktion zu unterstützen.

Nun war es soweit, dass eine Delegation der Siefersheimer Landfrauen in Richtung Grimma starten konnte und dort das gesammelte Geld der Familie übergeben konnte. Unterstützt wurden die Frauen dabei von der Mercedes Benz Niederlassung in Mainz, die ihnen einen Kleinbus für die Fahrt zur Verfügung stellte. „Auf den ersten Blick machte das Städtchen Grimma einen sehr aufgeräumten Eindruck. Saubere Straßen, frisch verputze Häuser in einladend, hellen Farben machten Lust auf einen Spaziergang durch die Stadt. Doch schon nach den ersten Metern zeigte sich die traurige Wirklichkeit“, fasst Annerose Kinder im Gespräch mit der AZ zusammen.

Auch Elke Zydziun, die diese Aktion ins Leben gerufen hatte, berichtet, was die Landfrauen in Grimma erlebten: „In den unteren Stockwerken der Häuser entlang der von Hochwasser betroffenen Straßen waren Fenster und Türen geöffnet, überall hingen Abluftrohre von Trocknungsgeräten aus den Fenstern. Putz war abgeklopft, Kabel und Leitungen hingen von den Decken, Fußböden waren herausgerissen. Ein modriger Geruch nach feuchtem Holz und Erdreich lag in den Straßen. Kaum ein Geschäft war geöffnet. Im Elektroladen standen aufgetürmte Waschmaschinen, die vom Wasser unbrauchbar geworden waren, ein Haushaltswarengeschäft bot die Hochwasserware in Kisten für 10 bis 50 Cent das Stück an“, fasst Zydziun zusammen.

Besonders in Erinnerung behalten werden die Siefersheimerinnen dabei aber auch die Botschaften der Bewohner, die sie in den Fenstern der Häuser entdeckten. Diese reichten nämlich von einem hoffnungsvollen „Wir machen weiter“, „Vielen Dank allen Helfern“, bis hin zu resignierten Aussagen wie dieser: „Das Wasser hat uns den Mut genommen.“

„Noch beeindruckt von unserem Rundgang empfing uns dann Familie Trautner. Die junge Familie hatte das Haus erst vor drei Jahren gekauft und gerade die Renovierung abgeschlossen, als das Hochwasser die untere Etage völlig zerstörte. Hier bot sich das gleiche Bild. Das untere Stockwerk musste völlig entkernt werden. Bad, Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Türen, Fenster, Kachelofen alles war unbrauchbar geworden“, beschreiben die Landfrauen, die Situation der jungen Familie.

Die Familie lebe nun seit Juni mit beiden Kindern im oberen Stockwerk des Hauses mit provisorischer Koch- und Waschgelegenheit. „Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Aber sie sind guten Mutes. Mit großer Freude nahmen sie die Spende von 2.015 Euro ent gegen. Als lieben Gruß aus Siefersheim hatten wir noch eine Geschenkkiste mit Wein und Spezialitäten im Gepäck, die Kinder freuten sich über ein Paket mit Kleidung und ganz besonders über zwei Kuscheltiere“, berichtet Zydziun.

Quelle: allgemeine-zeitung.de

Nach dem Hochwasser wieder Alltag in der Pfarrmühle

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Am 31. Mai dieses Jahres stand das Wasser der Rauda teilweise zwei Meter hoch in den Räumen der Pfarrmühle. Dank der Freiwilligen Feuerwehr Weißenborn und treuer Kunden herrscht mittlerweile wieder Alltag im Mühltal.

Mühltal. Ein paar Monate sind seit dem Juni-Hochwasser, das auch im Eisenberger Mühltal wütete, vergangen. „Uns geht es wieder gut“, sagt Martina Seidemann, Inhaberin des Wald­hotels Pfarrmühle. Anderthalb Meter stand das Wasser am 31. Mai dieses Jahres in der ­Küche, zwei Meter im Keller, der Biergarten – überflutet.

„Man hat nur noch die Oberfläche der Tische gesehen“, erinnert sie sich, während sie aus dem Fenster schaut. Eine Katze habe darauf gesessen, wusste nicht, wie sie mit trockenen Pfoten ins Haus kommen soll. „Wir haben den Bach immer im Auge ­gehabt“, erzählt Martina Seidemann. Einen Tag zuvor war noch eine Wandergruppe zu ­Besuch, pitschnass vom damals einsetzenden Regen.

Nach einem letzten Kontrollgang legen sich die Wirtsleute schlafen. „Es war ja noch alles in Ordnung.“ Nach ein paar Stunden wird Martina Seidemann wach: „Ich habe aus dem Fenster gesehen, da ist schon alles rund ums Haus geschwommen und der Bach war zum reißenden Fluss geworden.“ Erst versagt die Außenbeleuchtung, später auch der Strom im Haus. ­Gegen 3″Uhr in der Nacht kommt die Feuerwehr, schaut, ob evakuiert werden muss. „Wir hatten ja auch Hausgäste.“

Zum Glück weicht das Wasser schnell, schon tags darauf kann die Familie mit dem Aufräumen beginnen. Die Feuerwehr aus Weißenborn kehrt am Morgen ebenfalls ins Mühltal zurück. „Die haben ganz tolle Arbeit geleistet, alles ab­gepumpt, bis nicht mal mehr der Schlamm in den Räumen war“, ist Martina Seidemann noch immer dankbar. Die Einsatzkräfte zersägen auch große Baumstämme und an­deres Treibgut, das sich rund um das Mühlengelände an den Zäunen sammelt.

Die Schäden schätzt die Chefin auf rund 50 000 Euro. Ein Haus, in dem sich unter anderem Lagerräume befinden, wurde großflächig unterspült und drohte abzusacken. Das Wehr wurde zerschlagen, eine Brücke beschädigt, auch das Mühlrad nimmt Schaden. Teils notdürftig wird repariert, damit der Betrieb weitergehen kann. „Unser großer Vorteil war, dass wir weitermachen konnten, auch wenn das Tal teilweise nicht erreichbar war“, erzählt Martina Seidemann. „Andere Betriebe standen ja teil­weise wochenlang still.“ Die treue Kundschaft hilft während dieser schwierigen Zeit ebenfalls: „Wir wollen auch keine Spenden, wer uns unterstützen möchte, der kommt einfach bei uns in der Pfarrmühle vorbei.

Quelle: otz.de

Hochwasser: Neue Flächen finden

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes Würzburg und des Landratsamtes Kitzingen ergründen zurzeit die möglichen Ursachen für das jüngste Hochwasser. Ende Mai führten der Castellbach und der Silberbach urplötzlich riesige Wassermengen aus dem nahen Steigerwald mit sich und überschwemmten in Schwarzach das Gewerbegebiet und Wohnbereiche.

Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes Würzburg und des Landratsamtes Kitzingen ergründen zurzeit die möglichen Ursachen für das jüngste Hochwasser. Ende Mai führten der Castellbach und der Silberbach urplötzlich riesige Wassermengen aus dem nahen Steigerwald mit sich und überschwemmten in Schwarzach das Gewerbegebiet und Wohnbereiche.

Bürgermeister Lothar Nagel (FCW) informierte den Marktgemeinderat über die Ergebnisse einer Ortseinsicht mit den Verantwortlichen der beiden Behörden, an dem auch er teilnahm. Ins Visier der Inspekteure gerieten großflächige Aufschüttungen auf zwei Grundstücken östlich des Gewerbegebiets in Richtung Düllstadt. Außerdem wurde festgestellt, dass an der neuen Umgehungsstraße nur ein Durchlass zum Main hin errichtet wurde, der die Wassermassen nicht aufnehmen konnte. Der Gemeinderat hatte laut Nagel beim damaligen Planfeststellungsverfahren in Anbetracht der prekären Hochwassersituation in Schwarzach drei Durchlässe gewünscht.

Einstimmig stimmte das Gremium einer aufwändigen „Geländeaufnahme“ zu, bei der die Höhenverhältnisse entlang der Bäche festgestellt werden. Außerdem findet am 5. November eine Sitzung der Dorfschätze-Gemeinden statt, bei der neue Retentionsflächen im Oberlauf der Bäche gefunden werden sollen. Nagel erachtet die Maßnahmen im Oberlaufbereich für dringend notwendig, „damit den Letzten nicht die Hunde beißen“.

Weitere Punkte aus dem Gemeinderat:

• Schwarzenau wird in das umfassende Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Ergebnisse des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) und des erweiterten Vitalitätschecks für die Ortsteile zeitnah umzusetzen. Bei der Stärken- und Schwächenanalyse war bei Schwarzenau ein besonderer Handlungsbedarf angezeigt. Die Wartezeit bis zur Realisierung der Dorferneuerung beträgt laut Nagel zurzeit etwa vier Jahre.

• Der Regionale Planungsverband Würzburg hat für das Gemarkungsgebiet Schwarzach keine Vorrang- und Vorhaltsgebiete für Windkraftanlagen vorgeschlagen. Laut Bürgermeister Lothar Nagel wird es künftig keine Ansammlungen von Windrädern in der Gemeinde geben. Einzelanlagen seien allerdings vorstellbar.

• In Hörblach wird zwischen der Einmündung der Kitzinger Straße in die Umgehungsstraße und dem Beginn der Großlangheimer Straße eine neue Straßenleuchte aufgestellt. Die Gemeinde hatte zu dem Vorhaben die Anlieger befragt, nur einer hatte ablehnend geantwortet. Der Kostenanteil für die Anwohner von 1062 Euro wird auf sieben Grundstücke umgelegt. Die Maßnahme wurde notwendig, weil dieser Straßenbereich auf einer Länge von 90 Meter nicht ausgeleuchtet ist.

• Der Gemeinderat hat dem Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald für das kommende Jahr zugestimmt. Revierförster Max Bartholl prognostizierte einen Überschuss von etwa 2 500 Euro. Er rechnet mit Einnahmen aus dem Holzverkauf von 24 120 Euro und Fördergeldern in Höhe von 10 500 Euro. Die Ausgaben für Pflege und Aufforstungen belaufen sich auf insgesamt 32 145 Euro.

Quelle: infranken.de

Bad Dürrenberg rüstet auf

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Am Floßplatz wird eine stationäre Pumpenanlage errichtet. Der Barfußteich soll saniert werden. Drei wichtige Deiche werden umfassend stabilisiert. Im südlichen Saalekreis will das Land mindestens 9,5 Millionen Euro investieren.

 

Noch gut kann sich Bad Dürrenbergs Bürgermeister, Arpad Nemes (CDU), an das Hochwasser im Juni dieses Jahres erinnern. Das Wasser stand fast überall fünf Zentimeter vor der Deichkrone, in Vesta hingegen lief es sogar schon darüber, so dass der Deich erhöht werden musste. Über die jetzt dringend notwendigen Arbeiten in Sachen Hochwasserschutz sowie Schutz vor Druckwasser und Vernässung sprach die MZ mit dem Bürgermeister und Bauamtsleiter René Schaar.

Deiche

Das Land Sachsen-Anhalt will in den nächsten Jahren mindestens 9,5 Millionen Euro im südlichen Saalekreis in den Neubau oder die Rekonstruktion von Hochwasserschutzanlagen investieren. Akuter Handlungsbedarf besteht in Kirchfährendorf. Dort hat sich auch eine Bürgerinitiative gegründet, die jüngst zu einem Gespräch beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz war. Im kommenden Jahr soll der Abschnitt vom Denkmal in der Kirchfährendorfer Straße bis zur Saalebrücke in Höhe und Standsicherheit den Erfahrungen der jüngsten Flut angepasst werden. Die bereits existierenden Planungen werden überarbeitet. Eingeplant sind für den Bau 800 000 Euro. Auch das Siel in Vesta soll im kommenden Jahr neu aufgebaut und der Deich in Teilabschnitten stabilisiert werden. Und nicht zuletzt wird der Deich zwischen Ostrau und Wölkau angefasst. Für die Rekonstruktion des Deiches und des Deichverteidigungswegs sind laut LHW 540 000 Euro eingeplant. Für die Sanierung dieses Deiches im Bereich des Floßplatzes zwischen der Straßen- und der Eisenbahnbrücke im Ortsteil Klein-Ostrau macht sich ebenfalls eine vor kurzem gegründete Bürgerinitiative stark. Beide Initiativen werden in ihrem Anliegen, so schnell wie möglich etwas für die Sicherheit der Gebäude und der Menschen zu tun, vom Bürgermeister unterstützt.

Floßplatz

Um die Probleme mit dem Druckwasser im Bereich Floßplatz bis Ostrauer Straße zu entschärfen, wird auf dem Floßplatz eine stationäre Pumpenstation errichtet. Mit Pumpen am Floßplatz hatte man bereits während des Hochwassers eine Entspannung erreicht. Nemes verspricht sich davon auch eine Entspannung im Bereich des Sportplatzes, wo das Haus einer Familie beim Hochwasser überflutet wurde. Mit dem Bau soll in Kürze begonnen werden, die Kosten dafür trägt die Stadt.

An der Mauer

Eine neue Leitung mit größerem Durchmesser, die das Wasser von den Feldern in Richtung Saale ableiten soll, soll entlang den Straßen An der Mauer, Am Berge, Schreberstraße gebaut werden. Dort ist noch eine zweite Maßnahme im Gespräch, worüber die Stadt, die Untere Wasserbehörde, der Unterhaltungsverband und die Agrargenossenschaft diskutieren. In den Feldbereichen oberhalb der Straße „An der Mauer“ sollen Rückhaltebecken errichtet werden, um bei extremen Witterungsverhältnissen die Wassermassen zurückzuhalten. Fördermittel für den Bau der Leitung sind vom Unterhaltungsverband beantragt worden. In Zusammenarbeit mit der Stadt erfolgen jetzt die Planungen.

In Goddula sollen im Rahmen des Förderprogramms Vernässung der Barfußteich sowie seine Zu- und Abläufe saniert werden, um bei extremen Wettersituationen sowie bei Druckwasser das Oberflächenwasser schnellstmöglich in die Saale abzuleiten beziehungsweise zu stauen. Für diese geplanten Arbeiten sind die Ausschreibungen schon erfolgt. Die Auftragsvergabe soll im November stattfinden.

Eisenbahnbrücke

Nachdem beim Hochwasser im Juni die Straße sowie die Straßenbahnschienen überschwemmt waren, soll darüber nachgedacht werden, ob ein ehemaliger Graben hinter der Eisenbahnbrücke, der das Wasser in Richtung Kröllwitz ableiten könnte, zur Gefahrenabwehr wieder aktiviert wird. Dazu sind unter anderem auch Gespräche mit der Stadtverwaltung Leuna erforderlich.

Quelle: mz-web.de

Bei jedem Starkregen tritt Marlies Franke vor ihr Haus im Hinterhof 4 in Bohlingen und schaut besorgt zum Galgenberg. Die Furcht vor einem erneuten Hochwasser verfolgt sie seit über vier Jahren, damals im Juni 2009 traf es sie innerhalb von zwei Wochen faustdick. Zwei schwere Unwetter zogen durchs Aachtal und überschwemmten in deren Folge die Kellerräume ihres Hauses im Hinterhof 4. Die braunen Wassermassen strömten vom Galgenberg ins Tal und sammelten sich am östlichen Ortsausgang Richtung Moos. Seit diesem Vorfall steht vor dem Doppelhaus der Familien Franke/Winkler eine Bake am Straßenrand, damit im erneuten Ernstfall ein Ablaufschacht sofort geöffnet werden kann. „Eigentlich ist diese Bake grotesk“, beschwert sich Marlies Franke, zum Schutz hat sie selbst bauliche Maßnahmen am Haus ausführen lassen. Nach dem Hochwasser 2009 habe der damalige OB Ehret Hilfe zugesagt und neben der Straße sei ein 100 Meter langer Erdwall als Sofortmaßnahme aufgeschüttet worden, um die Wassermassen auf dem nahen Maisfeld künftig aufzuhalten. Doch die besorgten Anwohner warten noch immer auf Informationen zu einem konkreten Hochwasserschutz des Hangwassers vom Galgenberg.

Ortsvorsteher Stefan Dunaiski versteht die Ängste der Bewohner, er macht aber Hoffnung auf eine baldige Verwirklichung des Hochwasserschutzkonzeptes, das mit dem neuen Baugebiet Hinter Hof 3 kommen sollte. Bei der Erschließung dieses künftigen Baulandes im östlichen Anschluss an den Hinterhof ist es vorgesehen, Maßnahmen des zwischenzeitlich mehrmalig überarbeiteten Hochwasserschutzes zu integrieren. So könnten z. B. großzügig dimensionierte Kanalisationsrohre das Hangwasser vom Galgenberg beim Kreisverkehr besser aufnehmen. Ortsvorsteher Stefan Dunaiski stellte im Gespräch mit dieser Zeitung aber unmissverständlich klar, wie wichtig das neue Baugebiet für Bohlingen im doppelten Sinne sei. „Sollte es beim Aufkauf der Baugrundstücke jetzt zu Verzögerungen kommen, dann müsste die Stadt Singen beim Hochwasserschutz für den Statdteil Bohlingen anderweitig tätig werden.“

Quelle: suedkurier.de

Manöverkritik nach Hochwasser

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg

Lüneburg/Hohnstorf. Die Nachwehen des Rekord-Hochwassers sind noch zu spüren: Für rund 570 000 Euro hat der Artlenburger Deichverband eine 80 Meter lange Spundwand am Hohnstorfer Deich einbringen lassen, die bis zu zwölf Meter tief ins Erdreich geht. Wegen der Bauarbeiten, die voraussichtlich noch mindestens bis Ende November andauern sollen, ist der Wohnmobilstellplatz in Hohnstorf/Elbe nicht nutzbar. Während der Artlenburger Deichverband auch unter den Eindrücken des Juni-Hochwassers an der Elbe eine Baustelle nach der anderen abarbeitet, betreibt der Landkreis Lüneburg seit Wochen Manöverkritik zum vergangenen Katastrophenmanagement während der Elbe-Flut.

Zuletzt trafen sich Landkreisvertreter in großer Runde mit Verantwortlichen von Deich- und Hilfsverbänden über Polizei und Bundeswehr bis zu Landesbehörden in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck. Nur die Gemeindebürgermeister waren nicht eingeladen. Etwas beizutragen hat beispielsweise Hohnstorfs Bürgermeister André Feit (CDU) dennoch, er sagt auf LZ-Nachfrage: “Dadurch, dass Bleckedes Bürgermeister Jens Böther und Scharnebecks Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn die ersten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr mit dem Deichverband selber in die Hand genommen hatten, fühlten wir uns vor Ort gut aufgehoben.” Der Landkreisführung wirft er hingegen “Dickfälligkeit” vor.

“Diesen Schuh ziehe ich mir nicht an”, sagt Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) zum Vorhalt, zu spät den Katastrophenalarm wegen des drohenden Jahrhunderthochwassers ausgelöst zu haben. Das war am Morgen des 5. Juni: Da waren bereits Feuerwehren aus anderen Teilen Niedersachsens auf der Durchfahrt in den Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg, der einen Tag früher um Hilfe gerufen hatte. Nahrstedt: “Aber Lüchow-Dannenberg ist auch Oberlieger und wir haben darauf geachtet, was die machen und haben keine 15 Stunden später ebenfalls den Alarm ausgelöst – und damit rechtzeitig.” Und: “Alle Helfer haben einen tollen Job gemacht und haben bis zur Erschöpfung gekämpft.”

Solche und andere Diskussionen rund um die Bewältigung der Hochwasserkrise des Landkreises führt Nahrstedt in den vergangenen Wochen häufiger – und das wird auch weiterhin so bleiben. Gesprächsrunden gab es bereits mit der Polizeidirektion, mit Feuerwehren, hauptamtlichen Bürgermeistern und eben zuletzt in großer Runde in Scharnebeck. Nahrstedt: “Wir wollen aufarbeiten, was die einzelnen Teilnehmer gut fanden, und feststellen, wo wir noch besser werden können.”

Verbesserungsbedarf gibt es aus Sicht von Lüneburg Kreisbrandmeister Torsten Hensel bei der Kommunikation: “Es hakte etwas zwischen den Einsatzabschnitten und der Technischen Einsatzleitung, kurz TEL, aber auch zwischen dem Stab des Landkreises und der Polizeidirektion.” Und auch die personelle Besetzung der TEL sei aus heutiger Sicht für den Schichtdienst mit weniger als 40 Leuten zu dünn besetzt gewesen. Hensel: “Wir brauchen einen größeren Personalstamm, 60 Leute wären wünschenswert. Wir sind auf der Suche.”

Manch andere Lehre wurde bereits gezogen, neben der Einlagerung übriggebliebener Sandsäcke sollen laut Landrat Nahrstedt etwa Geräte angeschafft werden, die das Abfüllen von Sandsäcken per Hand erleichtern sollen.

Und die Manöverkritik geht schrittweise noch bis Mitte Januar weiter: Zunächst will sich die Lüneburger Kreisspitze am 5. November mit den Bürgermeistern an der Elbe im Landkreis zusammensetzen. Und Mitte November folgt dann ein Treffen der länderübergreifenden “Kommunalen Arbeitsgemeinschaft” mit den Landräten der Elb-Anrainer von Harburg über Lüneburg und Ludwigslust-Parchim bis Prignitz. Dort sollen laut Landrat Nahrstedt auch die Themen Deicherhöhung und Schaffung von Überflutungsflächen besprochen werden.

Quelle: landeszeitung.de

Nach dem Wasser fließt das Geld

Veröffentlicht: November 2, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Im Mai und Juni dieses Jahres führten extreme Regenfälle zu Hochwasser in vielen Regionen Deutschlands. Auch Teile Baden-Württembergs waren davon betroffen. Menschen, denen ihr Hab und Gut durch die Katastrophe zerstört wurde, können nun finanzielle Hilfe beim Land beantragen.

Baden-Württemberg habe 74 Millionen Euro für die Aufbauhilfe zur Verfügung, teilte Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Mittwoch in Stuttgart mit.

Härtefälle erhalten volle Summe

Bis Ende Juni 2015 können Geschädigte Anträge stellen. In der Regel seien die Regierungspräsidien dafür zuständig. Privatpersonen sollen sich an die Bürgermeisterämter der Stadtkreise und die Landratsämter als untere Verwaltungsbehörden wenden.

Die Zuschusshöhe soll meist bei 80 Prozent der förderfähigen Kosten liegen. In Härtefällen soll die volle Summe erstattet werden. Hilfen Dritter wie von Versicherungen würden aber angerechnet.

Quelle: swr.de