Eine Umleitung für die Sturzbäche

Veröffentlicht: Oktober 25, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Hier wird der Hochwasserschutz für Alfter-Ort schon einmal konkret sichtbar: Baubeginn für den Schlossweg-Entlastungsgraben, der bei künftigen Starkregen Sturzbäche vom Ortskern ablenken soll.

ALFTER.  Hier wird der Hochwasserschutz für Alfter-Ort schon einmal konkret sichtbar: Baubeginn für den Schlossweg-Entlastungsgraben, der bei künftigen Starkregen die Sturzbäche aus Schloss- und Buchholzweg sowie vom nördlichen Villehang zwischen Friedhof und Hof Mandt vom Ortskern ablenken soll. Nach dem symbolischen ersten Spatenstich gestern soll das rund 800000 Euro teure Projekt bis Ende März fertig werden.

Während Planer, Ingenieure und Bauunternehmer zuversichtlich ans Werk gehen, gab es bis gestern bei manchen Laien, darunter auch Bürgermeister Rolf Schumacher, einige Skepsis: Das vom Hang herabstürzende Wasser soll, so sieht es vor Ort für Nichtfachleute aus, von der Kreuzung Schlossweg/Buchholzweg aus offenbar erst einmal ein Stück den Schlossweg in Richtung Roisdorf wieder hinaufrauschen.

Tatsächlich wird der Graben nördlich der Kreuzung und unterhalb des Schlossweges so tief quer in den Hang geschnitten, dass das Wasser nicht klettern muss, sondern bis zur Gemeindegrenze fließen kann und dann noch fast 800 Meter hangabwärts bis zum Alfter-Bornheimer Bach seinen Weg finden soll. Noch in der Nacht zuvor hatte die Baugrube nach Gewitter voller Wasser gestanden; hätte es stärker geregnet, hätte sich die Flut möglicherweise wie schon oft talwärts zur Kronenstraße und dann über sie in den tieferliegenden Ortskern ergossen.

Dieser Wasserfall bis zum Görresbach soll ab Frühjahr 2014 Geschichte sein: Der Entlastungsgraben soll wie eine Ortsumgehung für Oberflächenwasserfluten wirken und Wasser und Schlamm längs der nördlichen Gemeindegrenze dem Alfter-Bornheimer Bach zuführen. Auch hierbei gab es Skeptiker, aber in Fachleute-reihen: Der Alfterer Fachbereichsleiter Artur Volkmann und Diplomingenieur Rolf Ingo Grünefeld (Regionalgas Euskirchen) haben nach Bürgermeister-Darstellung energisch für das Projekt bei Bauaufsicht und auch bei Bahnbetreiber HGK kämpfen müssen. Auch dort waren „kletterndes Wasser“ und steiler Abfluss in den Alfter-Bornheimer Bach neben den Stadtbahngleisen zunächst nicht geheuer. Die Projektvorkämpfer schafften es geduldig, zu überzeugen und die Baugenehmigungen für den Graben zu erhalten.

„Nicht nur langersehnt“, nannte Rolf Schumacher das Vorhaben, sondern auch „ein anspruchsvolles Projekt“ und ausdrücklich „dringend erforderlich“. Denn wenn mal in Alfter die Sonne nicht scheine, dann liege der Kernortsteil Alfter in einem „Trichter“ der Hänge und bekomme hier mehr Starkregenfluten ab als andere Vorgebirgsorte.

Ortsvorsteher Werner Jaroch sorgte sich um die Sicherheit der Kinder aus benachbarten Schulen und Kindergärten. Er erfuhr, dass die Grabengestaltung grundsätzlich wie ein Straßengraben nicht gesichert werde. Aber planmäßig tiefe Grabenabschnitte – auch mit im Flutfall tiefem Wasserstand – werden durch Geländer gegen Zutritt gesichert, ebenso wie Querdämme und Wasserbausteine im unteren Graben-teil eine Schussfahrt des Wassers vermeiden sollen .

Quelle: rundschau-online.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s