Neue Pumpen fürs nächste Hochwasser

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in Bayern

Wartenberg – Die Marktgemeinde gibt 43 000 Euro aus, um die Feuerwehr für die nächste Flut zu wappnen. Außerdem wird der Kanal in Pesenlern verbessert.

Die Feuerwehr Wartenberg soll für den nächsten Hochwassereinsatz optimal ausgerüstet sein. Daher billigte der Marktgemeinderat Anschaffungen im Wert von insgesamt 43 000 Euro. „Die Aktiven haben festgestellt, dass die Pumpen nicht so sehr geeignet sind, Schmutzwasser zu pumpen. Alle fünf Minuten hat die Pumpe wieder zugemacht“, berichtete Bürgermeister Manfred Ranft über die Erfahrungen der Juni-Flut. Dabei sei die Tragkraftspritze aus dem Jahr 1962 sogar kaputt gegangen. Ein Ersatz dafür schlägt allein mit über 9000 Euro zu Buche.

Außerdem werden Wassersauger, Schmutzwasserpumpen, ein Notstromaggregat und ein Lichtsatz angeschafft. Auf der Liste steht auch eine mobile Lautsprecheranlage, die mit einem Magneten aufs Autodach montiert werden kann (gut 5000 Euro). Damit soll die Bevölkerung gewarnt werden können.

Mit einer Beförderungsleistung von 12 000 Liter pro Minute soll eine Zapfwellen-Kolben-Pumpe ein wichtiger Bestandteil der technischen Ausstattung sein (8000 Euro). Sie kann an ein landwirtschaftliches Fahrzeug montiert werden. „Mit einer solchen Pumpe hätten wir Pesenlern retten können“, sagte Ranft über den Ortsteil, der nicht nur bei der Jahrhundert-Flut unter hochsteigendem Grundwasser zu leiden hatte. Eine solche Investition sei dann eventuell sinnvoller, als einen teuren Schacht in Pesenlern zu bauen.

Der Landkreis habe drei solcher Pumpen angeschafft, berichtete Ranft. Die Wartenberger müssten dann überlegen, ob sie das Gerät als offizielles Einsatzmittel melden. So wäre es im Alarmfall eventuell woanders im Landkreis im Einsatz. „Dann haben wir wieder nichts davon“, erklärte der Bürgermeister. Alle Ausrüstungsgegenstände sollen in den Haushalt 2014 aufgenommen werden. Für die Tragkraftspritze sind Zuschüsse zu erwarten.

Das hohe Grundwasser soll auch mit einer erneuerten Kanalisation in Pesenlern bekämpft werden. Der Marktgemeinderat hat die Aufträge für den Bau einer neuen Druckentwässerung vergeben. Der Beschluss über die auf insgesamt 92 000 Euro geschätzten Arbeiten fiel einstimmig. „Ich denke, dass die Firmen nächste Woche anfangen“, erklärte Ranft.

Zum Dank für den Einsatz Anfang Juni haben ein paar Pesenlerner der Feuerwehr Geld gespendet. Knapp 1100 Euro gingen an die Retter, berichtete der Bürgermeister.

Quelle: merkur-online.de

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