Hochwasser: Fraureuth erhält 2,5 Millionen Euro Aufbauhilfe

Veröffentlicht: Oktober 23, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Sachsen

Das Dorf gehörte zu den am stärksten von der Flut betroffenen Kommunen in Westsachsen. Keiner der vier Ortsteile blieb verschont.

Fraureuth. Das Hochwasser vom 2. Juni ist Geschichte, doch ein Großteil der Schäden sind in der Gemeinde Fraureuth noch immer sichtbar. Deren Beseitigung kann die Kommune nun schrittweise in Angriff nehmen. Dafür erhält die Gemeinde 2,5 Millionen vom Freistaat. Davon bekommt Fraureuth 1,95 Millionen Euro von der Sächsischen Aufbaubank, der Rest kommt vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. „Wir bekommen die Beseitigung aller von uns gemeldeten 25 Schäden in vollem Umfang bezahlt und erhalten sogar noch einen Zuschlag von zehn Prozent“, sagt Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU).

Von den bewilligten Vorhaben wurden acht Projekte in der Prioritätenliste als sehr hoch eingestuft. Dazu gehören die Instandsetzung des Mühlgrabens vom Einlass Neumarker Bach bis zur Ernst-Ahnert-Straße 23 im Ortsteil Gospersgrün sowie die Sanierung des Feuerlöschteiches am Wiesenweg in Römersgrün. Auf der Dringlichkeitsliste ganz oben stehen unter anderem auch die Beseitigung der Schäden, die das Hochwasser am Ruppertsbach im Bereich der Talstraße 34 sowie der Kleingartenanlage „Wiesengrund“ anrichtete. Mit dem vom Freistaat bewilligten Geld sollen unter anderem auch die Brücke zum „Steinbruch“, Ernst-Ahnert-Straße, repariert sowie der Beiersdorfer Bach im Bereich Dorfstra- ße 25 in Höhe der Feuerwehr grundhaft in Stand gesetzt werden.

Zu den Schwerpunktvorhaben in der Gemeinde gehört das Freibad Fraureuth. „Die Einrichtung wurde durch das Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen und musste nach der Flut für fast zwei Wochen geschlossen werden“, sagt der Bürgermeister. Durch den Dauerregen trat der sich hinter dem Bad am Waldesrand befindliche Vorstau über die Ufer. Die braune Brühe schoss den Hang hinunter in die Freizeiteinrichtung, floss in das Becken, vermischte sich mit dem Badewasser und verwandelte das Areal in eine Seenlandschaft. Dabei wurden unter anderem Spielplatz und Volleyballplatz weggespült. Ein Teil der Kanalisation, die unter dem Bad verläuft und durch die das Wasser des Vorstaus fließt, wurde zerstört. Was sich während der Flut besonderes negativ auswirkte: Die Gemeinde hatte 2011 in das Bad 20.000 Euro investiert und mit dem Geld unter anderem eine Pumpe installiert, mit deren Hilfe das Becken mit Nass in Trinkwasserqualität gefüllt wird. Auch diese Technik wurde durch die Flut beschädigt.

Gemeinden setzen Projekte um

Die Stadt Werdau hat 13,7 Millio- nen Euro für die Beseitigung der Hochwasserschäden bekommen. Das größte Bauvorhaben ist dabei die Instandsetzung der Ufermauer der Pleiße entlang der Turnhallenstraße. Diese Maßnahme kostet rund 1,7 Millionen Euro.

Crimmitschau erhielt 7,5 Millio- nen Euro und setzt damit 74 Maßnahmen um, unter anderem für Instandsetzungsarbeiten im Sahnpark.

Neukirchen bekam 3 Millionen Euro. Dafür soll zum Beispiel das Lehrschwimmbecken repariert werden.

Quelle: freiepresse.de

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