Neustart nach Brand und Hochwasser – „Schultheiß“-Wirt kehrt zurück an den Weißenfelser Markt

Veröffentlicht: Oktober 15, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Thomas Hartmann lässt sich nicht unterkriegen. Nachdem erst ein Brand und nun auch das Hochwasser seine Lokale zerstörten, kehrt er jetzt auf den Weißenfelser Markt zurück. In der zentralen Lage hofft er auf zusätzliches Laufpublikum. Sein neues Lokal öffnet er am nächsten Dienstag

 

Zuerst im Weißenfelser Schultheiß abgebrannt und fast ein Jahr später im Saalestrand abgesoffen. Doch Thomas Hartmann lässt nichts anbrennen und taucht wieder auf. Obwohl dem 43-jährigen Markwerbener und seiner Familie angesichts der Schäden in Höhe eines sechsstelligen Betrages das Wasser bis zum Halse stand – und zu den Katastrophen noch drei private Schicksalsschläge hinzukamen – schaut er nach vorn und konzentriert sich auf seinen Neustart. Der ist am kommenden Dienstag, 22. Oktober, um 11 Uhr im angestammten Lokal „Schultheiß“ am Marktplatz.

Dort brennt seit Tagen schon das Licht und Wochenmarktbesucher schauen erwartungsvoll durch die Fenster. Wann es endlich wieder weitergeht, wollen sie wissen und erkundigen sich auch am Hintereingang Fischgasse, wo Handwerksfirmenautos stehen. „Ich freue mich über das Interesse“, sagt der Wirt. Nein, das Lachen hat Thomas Hartmann nicht verlernt, erklärt er zwischen Stühlen, Tellern, Tassen und Gläsern, die sich in der Gaststube stapeln und einer Speisekarte, die er gerade neu überarbeitet. Unterstützt von Mutter Gisela und Schwester Silke Hartmann, ist der gelernte Koch in diesen Tagen von der früheren und traditionsreichen Gaststätte „Saalestrand“ wieder ins Zentrum gezogen.

„Der Saalestrand hat mich über Wasser gehalten“, schätzt Hartmann nach einem knappen Jahr ein, in dem er in der kleinen Kneipe in der Leipziger Straße 100 vorübergehend Küchenchef und Wirt sein durfte. Dafür sei er dem Hauseigentümer und ehemaligen Gastronom Walter Illig dankbar. Inzwischen haben Dachdecker, Fliesen- und Fußbodenleger, Elektriker und Klempner mittelständischer Unternehmen der Region im Schultheiß gewirkt und die Brandschäden vergessen lassen. Neue Küchengeräte und Möbel wurden angeschafft, Geschirr ebenso, denn dreiste Diebe hatten nach dem Brand im vergangenen Juli lange Finger gemacht und alles mitgehen lassen, was sie kriegen konnten, blickt Hartmann zurück. Jetzt hoffe er, dass nicht nur die Stammkunden zu ihm halten, sondern auch wieder Laufkundschaft den kurzen Weg zu schätzen weiß.

Im vom Zentrum abgelegenen Saalestrand habe er den Unterschied schon deutlich gemerkt – vor allem um die Mittagszeit sei viel weniger los gewesen als im Schultheiß. Und nach der Saaleflut im Juni, Juli und August habe er bei schönem Sommerwetter dicht machen müssen und – reichlich acht Wochen verloren.

Seine Gäste will Hartmann mit ein paar neuen Gerichten und bewährten Krimi-Dinner-Angeboten überraschen. „Besucherflauten im Saalestrand hatten auch ihr Gutes“, blickt er zurück. „Ich hatte den Kopf frei für frische Ideen, die sich auf unserer Speisekarte wiederfinden werden“, kündigt der Herr der Töpfe und Pfannen an.

Quelle: mz-web.de

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