Kampf gegen Hochwasser: Am Starzelbach werden künftig die Pegel gemessen

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Olching – Mit einem Bündel an Maßnahmen will die Stadt Olching künftige Hochwasser-Katastrophen an der Starzel vermeiden.

Jetzt hat die Stadtverwaltung einen Rechenschaftsbericht zu den bisherigen Schritten veröffentlicht. Demnach hat sich Bürgermeister Andreas Magg mit seinen Amtskollegen aus Eichenau und Alling darauf verständigt, am Starzelbach Pegelmessstellen zu installieren, um eine bestmögliche Frühwarnung zu erreichen. Zudem sollen weitere Retentionsräume ermittelt und geschaffen werden, also Flächen, die bei einem Hochwasser größere Mengen des Wassers aufnehmen können. Laut Stadtsprecherin Julia Henderichs werden die Kommunen dafür ein Planungsbüro beauftragen.

Wie berichtet, war es nach mehrtägigen Regenfällen Anfang Juni zu einem Hochwasser an der Starzel gekommen. In Eichenau, vor allem aber auch in Olching war es zu erheblichen Überschwemmungen gekommen. Das Wasser stand in zahlreichen Kellern. In Eichenau richtete das Hochwasser nicht so viel Schaden an, weil das vor einigen Jahren angeschaffte Hochwasserschutzsystem „Beaver“ zum Einsatz kam.

Wie Henderichs betont, werde nun auch in Olching erwogen, das Schlauchsystem für die Feuerwehr anzuschaffen. Die Sandsackbestände der Brandhelfer seien in der Zwischenzeit wieder aufgefüllt worden. Zudem verfügt die örtliche Feuerwehr nun über mehrere Hochleistungspumpen. Ferner überprüft die Stadtverwaltung laut Henderichs derzeit, ob die Betonbrücke, die rund 40 Meter südlich der Staatsstraße 2345 über die Starzel führt und den Wasserablauf beim letzten Hochwasser behindert hat, komplett entfernt werden kann.

Die Verwaltung geht auch auf die Kritik am Einsatz der Feuerwehr und am Zustand der Starzel ein, die nach dem Hochwasser laut wurde. So hatten Bürger eine mangelnde Bachpflege beklagt. Gemäß eines Gewässerentwicklungsplanes von 2005 werde der Bach regelmäßig einmal pro Jahr gesäubert, sagt Henderichs. Zudem habe die Stadt als eine der ersten Maßnahmen nach dem Hochwasser einen größeren Wurzelstock aus dem Bachlauf entfernt. Die von vielen Seiten geforderten Ausholzungsmaßnahmen könnten aufgrund der Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes erst ab Oktober durchgeführt werden.

Bezüglich des Vorwurfs von Bürgern, die Feuerwehr hätte das Oberflächenwasser nicht in die Kanalisation gepumpt, verweist Henderichs auf Informationen des Amperverbandes. Demnach drohte ein Rohrbruch, weil das Kanalsystem im Verbandsgebiet bereits massiv überlastet war. „Aus diesem Grund ist strikt untersagt, Oberflächenwasser in die Kanalisation zu pumpen“, so Henderichs.

Quelle: merkur-online.de

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