Archiv für Oktober 8, 2013

Deggendorf – Angst vor neuem Jahrhundert-Hochwasser

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Deggendorf

Auch Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe gibt es in den besonders schwer betroffenen Gebieten Fischerdorf und Natternberg-Siedlung viele Probleme. Immer mehr Häuser müssen abgerissen werden – aktuell liegt die Zahl bei rund 200.

Immer mehr Menschen entscheiden sich, gar nicht mehr an ihren früheren Wohnort zurückzukehren, sondern sich lieber ein Quartier in sicherer Höhenlage zu suchen. Denn die Angst vor einem weiteren, noch schlimmeren Hochwasser, gegen das auch die neuen Dämme machtlos sind, scheint zu wachsen.

Quelle: idowa.de

Behörden korrigieren Magdeburger Hochwasserrekord nach oben

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Madgeburg
Der historische Höchststand der Elbe ist während der Flut im Juni in Magdeburg ein Zentimeter höher gewesen als bislang angenommen. Das Maximum am Pegel Strombrücke habe nicht bei den bekannten 7,46 Metern gelegen, sondern bei 7,47 Metern, sagte der Direktor des Landesamts für Hochwasserschutz, Burkhard Henning. Der Wert müsse korrigiert werden, weil ein sensibles Messgerät den höheren Wert für rund eine Minute aufgezeichnet habe. „An dem 9. Juni ist das nicht aufgefallen, weil das…
Die öffentlich sichtbare Anzeige am Pegel Strombrücke habe auch nur 7,46 Meter angezeigt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg, das den Pegel Strombrücke betreibt, bestätigte am Dienstag die Angaben. Die Aufzeichnungen seien erst kürzlich ausgewertet worden; aus der Zeit der Flut habe es einen Wust von Daten gegeben.

Hydrologe Frank Goreczka vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz sagte zur Korrektur des Höchstwertes: „Im Grunde ist es bedeutungslos. Es geht nur um den amtlichen Wert.“ Der gehe etwa in das gewässerkundliche Jahrbuch ein.

Quelle: focus.de

Olching – Mit einem Bündel an Maßnahmen will die Stadt Olching künftige Hochwasser-Katastrophen an der Starzel vermeiden.

Jetzt hat die Stadtverwaltung einen Rechenschaftsbericht zu den bisherigen Schritten veröffentlicht. Demnach hat sich Bürgermeister Andreas Magg mit seinen Amtskollegen aus Eichenau und Alling darauf verständigt, am Starzelbach Pegelmessstellen zu installieren, um eine bestmögliche Frühwarnung zu erreichen. Zudem sollen weitere Retentionsräume ermittelt und geschaffen werden, also Flächen, die bei einem Hochwasser größere Mengen des Wassers aufnehmen können. Laut Stadtsprecherin Julia Henderichs werden die Kommunen dafür ein Planungsbüro beauftragen.

Wie berichtet, war es nach mehrtägigen Regenfällen Anfang Juni zu einem Hochwasser an der Starzel gekommen. In Eichenau, vor allem aber auch in Olching war es zu erheblichen Überschwemmungen gekommen. Das Wasser stand in zahlreichen Kellern. In Eichenau richtete das Hochwasser nicht so viel Schaden an, weil das vor einigen Jahren angeschaffte Hochwasserschutzsystem „Beaver“ zum Einsatz kam.

Wie Henderichs betont, werde nun auch in Olching erwogen, das Schlauchsystem für die Feuerwehr anzuschaffen. Die Sandsackbestände der Brandhelfer seien in der Zwischenzeit wieder aufgefüllt worden. Zudem verfügt die örtliche Feuerwehr nun über mehrere Hochleistungspumpen. Ferner überprüft die Stadtverwaltung laut Henderichs derzeit, ob die Betonbrücke, die rund 40 Meter südlich der Staatsstraße 2345 über die Starzel führt und den Wasserablauf beim letzten Hochwasser behindert hat, komplett entfernt werden kann.

Die Verwaltung geht auch auf die Kritik am Einsatz der Feuerwehr und am Zustand der Starzel ein, die nach dem Hochwasser laut wurde. So hatten Bürger eine mangelnde Bachpflege beklagt. Gemäß eines Gewässerentwicklungsplanes von 2005 werde der Bach regelmäßig einmal pro Jahr gesäubert, sagt Henderichs. Zudem habe die Stadt als eine der ersten Maßnahmen nach dem Hochwasser einen größeren Wurzelstock aus dem Bachlauf entfernt. Die von vielen Seiten geforderten Ausholzungsmaßnahmen könnten aufgrund der Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes erst ab Oktober durchgeführt werden.

Bezüglich des Vorwurfs von Bürgern, die Feuerwehr hätte das Oberflächenwasser nicht in die Kanalisation gepumpt, verweist Henderichs auf Informationen des Amperverbandes. Demnach drohte ein Rohrbruch, weil das Kanalsystem im Verbandsgebiet bereits massiv überlastet war. „Aus diesem Grund ist strikt untersagt, Oberflächenwasser in die Kanalisation zu pumpen“, so Henderichs.

Quelle: merkur-online.de

Weggerissene Straße vor Pouch wird repariert

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Bitterfeld

Nach dem Hochwasser im Juni wird nun die zerstörte Straße zwischen Löbnitz in Sachsen und Pouch in Sachsen-Anhalt ausgebessert. Der 300 Meter lange Straßenabschnitt, den die Wassermassen fortgerissen hatten, müsse komplett erneuert werden. Das teilte das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit. Bauarbeiter räumten zunächst Bauschutt und Treibgut weg. Die Kosten für die Sanierung von 900.000 Euro würden vom Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt getragen. Ende Oktober soll die Straße wieder befahrbar sein.

Quelle: mdr.de

Derzeit ist der Wendische Berg in Zeitz für drei Tage komplett gesperrt. Denn im Eingang der Parzellenstraße, am oberen Wendischen Berg und in der Wendischen Straße werden zusätzliche Kanäle eingebaut, um ein weiteres Hochwasser bei Starkregen in der Innenstadt verhindern.

 

Die Einrichtung der Baustelle an der Einmündung Wendischer Berg in Zeitz hat begonnen. Zwei Schilder machen schon deutlich, was ab Mittwoch auf die Autofahrer zukommt: Eine weitere Baustelle mit Vollsperrung des Wendischen Berges für drei Tage. „In diesem Bereich, Eingang Parzellenstraße, oberer Wendischer Berg und Wendische Straße werden zusätzliche Kanäle eingebaut“, sagt Bernd Schirmer, Leiter des Eigenbetriebes Abwasser der Stadt Zeitz, „es wird Einschränkungen geben, aber wir wollen damit vor allem eines erreichen: Eine Situation wie im Sommer vor einem Jahr, als das Wasser in der Fußgängerzone stand, sicher ausschließen.“

Das wird vermutlich jeder in Zeitz begrüßen. Die neuerliche Änderung der Verkehrsführung in der aktuellen Situation verlangt dagegen schon etwas mehr Verständnis. Doch hinter dem, was für Autofahrer wie eine weitere Horrormeldung klingt, verbirgt sich eine nötige Baumaßnahme. Besser gesagt, die Beendigung der 2012 begonnenen Kanalbauarbeiten im Bereich oberer Wendischer Berg. „Baubeginn ist offiziell am 7. Oktober, da wird die Baustelle eingerichtet“, sagt Gerald Glück, Teamleiter technische Dienstleistung der Stadtwerke Zeitz GmbH, „Bauende soll etwa Mitte Dezember sein, wenn die Witterung mitspielt.“ Während der Realisierung werde es zu einzelnen Einschränkungen im Straßenverkehr kommen, fügt er an. Doch es sind auch verschiedene konkrete Bereiche betroffen.

In den ersten drei Tagen ab Mittwoch wird im oberen Teil des Wendischen Berges gearbeitet. Das ist nur unter Vollsperrung möglich. Weiterhin beginnen die Arbeiten im Bereich der Einmündung Weberstraße. Dort steht bereits eine Warnbake, weil die Straße an dieser Stelle nicht befahrbar ist. Bereits bei den Straßenbauarbeiten im letzten Jahr gab es Probleme mit dem Untergrund: Im Juli 2012 war oberhalb des Wendischen Berges ein Stück Straße abgesackt – ein paar Zentimeter, auf einer Fläche, etwas größer als ein Kanaldeckel und gegenüber einer Baustelle, wo Mischwasserkanäle verlegt wurden. Allerdings war das Loch zwei Meter tief. Hier wird, wie Schirmer erläutert, noch einmal Boden ausgetauscht, um den schwierigen Untergrund in den Griff zu bekommen. Dann wird eine neue Bitumenschicht Richtung Wendische Straße aufgebracht. Die Kanalarbeiten gehen weiter in Richtung Neumarktstraße und in der Wendischen Straße. Hier sind dann auch archäologische Untersuchungen nötig. Vollsperrungen soll es dann allerdings nur noch zeitweilig geben, die Zufahrten zu Neumarktstraße und Parzellenstraße sollen gegeben sein, ebenso die Erreichbarkeit aller Geschäfte im Baustellenbereich.

Die örtliche Umleitungsstrecke vom 9. bis 11. Oktober ist ausgeschildert, stadteinwärts ist der Wendische Berg ohnehin gesperrt. Stadtauswärts geht es aus der August-Bebel-Straße über die Schützenstraße, Tröglitzer Straße und Freiligrathstraße zum Fuß des Wendischen Bergs.

Quelle: mz-web.de

Besserer Schutz gegen die Fluten im südlichen Saalekreis

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Saalekreis

In den nächsten Jahren sollen mindestens 9,5 Millionen Euro in den Neubau oder die Rekonstruktion von Hochwasserschutzanlagen im südlichen Saalekreis fließen. Dazu gehören auch Hohenweiden und Merseburg. Für den geplanten Deichneubau zwischen Rattmannsdorf und Benkendorf ist die Finanzierung mittlerweile gesichert.

Es ist eine wichtige Botschaft vor allem für die Menschen, die an Saale und Weißer Elster wohnen. Das Land Sachsen-Anhalt will in den nächsten Jahren mindestens 9,5 Millionen Euro im südlichen Saalekreis in den Neubau oder die Rekonstruktion von Hochwasserschutzanlagen investieren. Fast 8,5 Millionen Euro stammen dabei aus der regulären Haushaltsplanung im Landesbetrieb für Hochwasserschutz (LHW); weitere 1,125 Millionen Euro kommen aus verschiedenen Töpfen zur Beseitigung von Hochwasserschäden. „Es handelt sich bei den Projekten um keine Lippenbekenntnisse. Das Geld steht zur Verfügung“, sagte Frank Friedrich, Sachbereichsleiter im LHW, auf der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses des Kreises.

Die wichtigsten Projekte 

„Hochwasserfluten der Saale waren bislang eher Winterereignisse, wenn Schneeschmelze und Niederschläge aufeinandertreffen“, sagt Friedrich. Ansonsten habe der Fokus – gerade der Landespolitik – zumeist auf Elbe, Mulde und Schwarzer Elster gelegen. Das hat sich geändert. Für den geplanten vier Kilometer langen Deichneubau zwischen Rattmannsdorf und Benkendorf ist die Finanzierung mittlerweile gesichert. 4,577 Millionen Euro soll der Schutzwall kosten. Der LHW hat Einigung mit der Deutschen Bahn über die notwendigen Flächen erzielt – das Gelände hatte der Konzern für Ausgleichsmaßnahmen belegt, die durch die neue ICE-Strecke notwendig werden.

Noch in diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Baubeginn könnte 2015 sein. „So lange halten wir noch durch. Für uns ist es ein wichtiges Signal, dass nach der langen Zeit des Wartens nun endlich gebaut wird“, meint Bernhard Riesner, Chef der Wasserwacht in der Einheitsgemeinde Schkopau. Auch an der Weißen Elster will der LHW tätig werden. So sind Reparaturen am Hubschütz Döllnitz und am Süddeich vorgesehen – aber kein Neubau, um den kleinen Ort zu schützen. „Hier ist zukünftig vor allem der Katastrophenschutz gefordert“, erklärt Friedrich.

Es ist ein Pilotprojekt. Zum ersten Mal in Sachsen-Anhalt beteiligen sich Anwohner auf freiwilliger Basis finanziell am Hochwasserschutz – mit einem Euro pro Quadratmeter Grundstück. Der Plan sieht vor, den alten Winddeich am Mittelkanal (von der B 181 bis zur Werderstraße) zu ertüchtigen. Es folgt ein Mix aus neuem Deich, Mauer und mobilen Elementen. So sollen der Wohnbereich um die Werder- und Krautstraße sowie der Neumarkt gegen künftige Saalefluten gesichert werden. Die Unterlagen für das 1,172 Millionen Euro teure Vorhaben sind beim Landesverwaltungsamt zur Prüfung eingereicht; Baubeginn soll schon in 2014 sein. Der geschützte Bereich wird dann von einem Überschwemmungs- zum Risikogebiet. Baurecht für weitere Häuser soll es dennoch nicht geben.

Hier besteht akuter Handlungsbedarf. 2014 soll der alte Saaledeich auf einer Länge von 450 Metern in Höhe und Standsicherheit den Erfahrungen der jüngsten Flut angepasst werden (800 000 Euro). Weiteres Geld fließt beispielsweise in die Instandsetzung des Siels Vesta. Auch der Dammabschnitt von Goddula nach Vesta zeigt Schwächen. Auch dieser Deich soll angefasst werden. Was genau erforderlich ist, soll eine Planung (100 000 Euro) ergeben. Fest eingestellt sind bereits 540 000 Euro für die Rekonstruktion des Deichverteidigungswegs zwischen Ostrau und Wölkau. Der Talsperrenbetrieb des Landes will den Speicher umbauen. So soll die Wasserabgabe bei Hochwasser von derzeit 14,5 Kubikmeter pro Sekunde auf dann 2,5 Kubikmeter gedrosselt werden – was das Umland deutlich entlasten soll.

Quelle: mz-web.de

Benefizspiel für den Wohnhof Gohlis der Lebenshilfe Dresden

Mit einer außergewöhnlichen Aktion unterstützt der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus die Lebenshilfe Dresden bei der Sanierung des Wohnhofs Gohlis nach den schweren Hochwasserschäden: Am kommenden Mittwoch, den 9. Oktober tritt eine Auswahl von Tele Columbus Mitarbeitern zu einem Benefizspiel gegen eine Auswahl der SG Einheit Dresden Mitte an. Das Spiel findet um 17 Uhr auf dem Heimplatz des SG Einheit in der Eibenstocker Straße 1 statt. Für jedes erzielte Tor spendet Tele Columbus 500 Euro zugunsten der Sanierung von Hochwasserschäden. Der Eintritt zum Benefizspiel ist frei – um weitere Spenden für den Wohnhof Gohlis wird gebeten. In enger Partnerschaft mit den Dresdner Wohnungs¬unternehmen versorgt Tele Columbus mehrere zehntausend Haushalte in der Stadt mit analogem, digitalem und hochauflösendem Fernsehen, Telefon-Flatrates und superschnellem Internet bis zu 128 Megabit pro Sekunde.

Beim Hochwasser Anfang Juni waren die Kernregionen der Tele Columbus Gruppe, einem der führenden Kabelnetzbetreiber Deutschlands, schwer getroffen worden. Insbesondere in Dresden richtete die Flut gravierende Schäden an den Breitband-Kabelnetzen der Tele Columbus Gruppe wie auch an vielen privaten und öffentlichen Einrichtungen in der Stadt an. Unter anderem fiel auch der Wohnhof Gohlis der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung den Hochwasserfluten zum Opfer: Im Freizeithaus wurden die Holzfußböden, die Küche und der Gemeinschaftsraum im Keller zerstört, in der Wohnstätte unter anderem der Fußboden und die Heizung. Die Gebäude wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie bis heute nicht bewohnbar sind, und die zuletzt 36 Bewohner der Wohnstätte in Ausweichquartieren untergebracht werden mussten.

Um die Lebenshilfe bei der Aufarbeitung dieser Schäden zu unterstützen, tritt nun eine Auswahl von Mitarbeitern der Tele Columbus Gruppe aus der regionalen Niederlassung in Dresden sowie von den zentralen Standorten in Berlin und Hannover zu einem Benefiz-Fußballspiel gegen die SG Einheit Dresden Mitte an. Für jedes erzielte Tor zahlt Tele Columbus 500 Euro in die Spendenkasse zur Instandsetzung des Wohnhofs. „Bei einer solch existenziellen Katastrophe wie dem Hochwasser werden die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft immer am stärksten getroffen“, erklärt Dietmar Schickel, Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe, das Engagement des Kabelnetzbetreibers. „Deshalb möchten wir durch unser Benefizspiel so weit wie möglich helfen, dass die Bewohner des Wohnhofs schnell wieder in ihre vertraute Umgebung zurückkehren können und die wichtige Betreuung in dieser Einrichtung wieder fortgesetzt werden kann.“

„Die enge Verbundenheit, die Tele Columbus durch diese Aktion mit der Stadt Dresden und ihren Bewohnern beweist, verdient wirklich große Anerkennung“, so Lothar Erler, Geschäftsführer der Lebenshilfe Dresden. „Die Unterstützung für den stark getroffenen Wohnhof Gohlis können wir wirklich dringend gebrauchen. Deswegen freuen wir uns gemeinsam mit unseren fußballbegeisterten Bewohnern auf ein torreiches Spiel – und auf viele Zuschauer, die mit einer kleinen Spende sogar noch zusätzlich helfen können.“

Mit von der Partie ist auch der langjährige Kapitän der DDR-Nationalmannschaft und Olympiasieger 1976, Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner. Er betreut die erste Mannschaft der SG Einheit Dresden Mitte seit Juli 2013 als Trainer und wird zum Benefizspiel gegen Tele Columbus selbst auflaufen. „Den guten Zweck dieses Spiels nehmen wir sehr ernst – das Benefizspiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fußball nicht nur Spaß und Unterhaltung bietet, sondern auch soziale Verantwortung übernehmen kann“, so Ralf Knauthe, Finanzvorstand der SG Einheit und gleichzeitig Vertriebsbeauftragter der Tele Columbus Gruppe am Standort Dresden. „Die dramatischen Bilder vom Wohnhof Gohlis haben uns alle sehr betroffen gemacht. Für die Initiative von Tele Columbus stehen wir mit unserer gesamten Mannschaft und dem gesamten Verein daher gerne zur Verfügung.“

Quelle: pressebox.de

Mehr Raum für den Fluss Weida

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Sachsen-Anhalt

Das Baurecht für das Rückhaltebecken der Querne bei Querfurt liegt noch nicht vor. Dafür wird in Schraplau ab 2015 die Weida ausgebaut. Der Plan sieht einen Ausbau auf einer Länge von rund zwei Kilometern vor.

Wenn auf der Querfurter Platte der Schnee schmilzt und das Wasser von den Hängen bei Gatterstädt und Lodersleben in die Querne stürzt, wird das Flüsschen zur Furie. Mit Urgewalt bahnt es sich dann seinen Weg vom Ziegelrodaer Forst über Querfurt, Obhausen (ab da heißt das Gewässer dann Weida), Esperstedt bis Schraplau. „Hochwasser kennen wir auch. Ich schlafe schlecht, wenn es im Winter taut“, sagt Querfurts Bürgermeister Peter Kunert (FDP) und spricht von Flutkatastrophen, als das Wasser 1,50 Meter hoch durch die Stadt schwappte. Zwei millionenschwere Bauprojekte sollen die Sicherheit entlang von Querne und Weida erhöhen: ein Hochwasserrückhaltebecken bei Querfurt und der Gewässerausbau in Schraplau.

Der Querne-Speicher – zwischen Lodersleben und Querfurt sanft in die Landschaft integriert – soll bei Hochwasser den maximalen Abfluss des Baches auf sieben Kubikmeter pro Sekunde drosseln. Dazu nutzt der Talsperrenbetrieb des Landes als Bauherr das natürliche Geländeprofil und baut außerdem einen 140 Meter langen, sieben Meter hohen und 60 Meter breiten, begrünten Damm. Das Rückhaltevolumen kann bis zu 385 000 Kubikmeter Wasser betragen. Ein Betonbauwerk an der Querne reguliert den Abfluss. Wann gebaut werden kann, ist unklar. Joachim Schimrosczyk, stellvertretender Geschäftsführer im Talsperrenbetrieb, will sich nicht festlegen. „Dafür benötigen wir das Baurecht, und das liegt noch nicht vor“, sagt er. Unter anderem müssten im Rahmen des Genehmigungsverfahrens noch Einwände gegen das Projekt erörtert werden. Zudem wurde in der Baustellenzufahrt eine Kammmolchpopulation entdeckt. Die Lurche sind streng geschützt. „Ich denke aber nicht, dass der Molch zu einem K.o.-Kriterium wird“, erklärt Schimrosczyk und hält einen Baustart im nächsten oder übernächsten Jahr für realistisch. Die Kosten liegen im siebenstelligen Euro-Bereich. Ohne Hochwasser wird der Speicher als solcher nur kaum zu erkennen sein.

Die Finanzierung ist indes ebenso abgesichert wie bei dem großen Eingriff in Schraplau. 1,6 Millionen Euro will der Landesbetrieb für Hochwasserschutz (LHW) ab 2015 verbauen lassen. Die dafür notwendigen Unterlagen sollen im November an die zuständige Fachabteilung im Landesverwaltungsamt eingereicht werden.

Der Plan sieht einen Ausbau der Weida auf einer Länge von rund zwei Kilometern vor. Das Hauptaugenmerk konzentriert sich dabei auf eine Wehranlage am Bahnhof sowie die Ertüchtigung der alten Weida und des Umfluters. Sie sollen die Fluten aufnehmen, damit der Fluss nicht ausufert. Die Stadt selbst ist mit 80 000 Euro an der Finanzierung beteiligt. Unter anderem müssen die städtischen Brücken in der Weida-Straße und am Kindergarten abgerissen und komplett erneuert werden.

„Die Brücken haben sich stets als Hindernis erwiesen. Bei Hochwasser stauen sie das Wasser auf“, erzählt Bürgermeister Frank Birke (CDU). Daher bestünde immer die Gefahr, dass die Brühe durch die Stadt laufe. „Meines Wissens nach war die Innenstadt das letzte Mal in den 1980er Jahren richtig schlimm überflutet“, sagt der Bürgermeister. Für die Stadt sei die Investition wichtig. Viele Einwohner hätten ihre Häuser saniert und neu gebaut. „Diese Werte müssen geschützt werden.“

Quelle: mz-web.de

Erinnerung an Strapazen bei Dankeschön-Veranstaltung

Veröffentlicht: Oktober 8, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Die Feuerwehr aus Gorsdorf-Hemsendorf lud engagierte Helfer zu einem Dankeschön-Fest in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Eingeladen waren alle Helfer, die im Juni gegen das Hochwasser der Schwarzen Elster gekämpft hatten.

 

„Wir wollen einfach nur Danke sagen.“ Mit diesen Worten begrüßte Michael Beck, Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gorsdorf-Hemsendorf, die Gäste zu einer Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus. Eingeladen war jeder, der seinen ganz persönlichen Beitrag zur Abwehr des Hochwassers der Schwarzen Elster Anfang Juni geleistet hatte. Seien es Kameraden von anderen Wehren oder Zivilisten, die spontan zu Schaufel und Spaten griffen, um Sandsäcke zu füllen und damit zum Teil marode Deichabschnitte am Fluss zu sichern, der den Ort und die Umgebung bedrohte. Das gemeinsame Werk gelang durch unermüdlichen Einsatz, am Tag und in der Nacht.

Per E-Mail um Hilfe gebeten

Sieben Tage dauerte die Aktion, große Mengen an Sandsäcken wurden benötigt (mehr dazu unter „Tausende Sandsäcke gefüllt“) und entlang der Deiche aufgeschichtet. Nicht nur Wehren aus der unmittelbaren Umgebung kamen, um zu helfen. Auch Kameraden aus dem Amt Schlieben folgten dem Hilferuf, von der Schwarzen Elster per E-Mail abgesetzt, wie sich Michael Beck erinnerte. Tatkräftig unterstützten Landwirte mit technischem Gerät. „Es hat alles wunderbar geklappt“, resümierte Rainer Zeidler, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Schützberg. Mitarbeiter der zbo Bau GmbH Jessen bauten am Kienberg in kürzester Zeit einen befestigten Weg in Richtung Schwarze Elster, auf dem Einsatzfahrzeuge und nicht nur schwere Traktoren fahren konnten. Mitglieder vom Technischen Hilfswerk, dem DRK und vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz waren im Einsatz oder organisierten, im Hintergrund agierend, Hilfsmaßnahmen.

Neben Dankeschön auch Kritik

Besonders gefährdet waren mehrere Dammabschnitte zwischen dem Kienberg Richtung Grabo und dem Pumpwerk nahe Schützberg. Es gab zahlreiche Sickerstellen, die beobachtet und immer wieder abgedichtet werden mussten. An einzelnen Abschnitten floss bereits Wasser über die Deichkrone. Höhepunkt der Gefahrensituation war der Moment, als die Flutscheitel von Elbe und Schwarzer Elster zusammentrafen. Trotzdem gelang es mit vereinten Kräften, Gorsdorf und Hemsendorf vor der Überflutung zu bewahren. „Umso mehr tat es weh, als wir machtlos mit ansehen mussten, wie drei Gehöfte vor dem Deich nahe der Elsterbrücke regelrecht absoffen“, so der Ortswehrleiter.

Bei der Dankeschönveranstaltung wurde auch Kritik laut: Es gibt seit Jahren Pläne zur Sanierung und Verstärkung der Elster-Dämme im Raum Gorsdorf-Hemsendorf. „Warum wird nicht gebaut?“, fragte Jessens Bürgermeister Dietmar Brettschneider (CDU), vor allem mit Blick auf den Landesbetrieb für Hochwasserschutz. Brettschneider bedankte sich ebenfalls bei allen Helfern. „Dass Gorsdorf und Hemsendorf trocken geblieben sind, war ein beispielloses Gemeinschaftswerk. Darauf können wir mit Recht stolz sein“, sagte er anerkennend. Und er lobte in diesem Zusammenhang – was bekanntlich selten vorkommt – sogar den Landkreis: „Zum ersten Mal hat die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Jessen und der Behörde in Wittenberg geklappt.“

Kurt Walther, Ortsteilbeiratsvorsitzender der Doppelgemeinde in der Stadt Jessen, und zahlreiche andere Beteiligte lobten die reibungslose und unbürokratische Kooperation zwischen dem Krisenstab in Jessen, der Stadtwehrleitung und den Helfern vor Ort: „Säcke und Sand waren stets ausreichend vorhanden, anders als beim Hochwasser im August 2002.“ Der Bürgermeister habe nicht vom grünen Tisch aus agiert, sondern sei mehrfach mit Vertretern der Stadtwehrleitung vor Ort gewesen, um sich selbst ein Bild zu verschaffen. Kurt Walther sagte auch, dass in derartig akuten Gefahrensituationen keine Zeit zum Diskutieren und Lamentieren sei. „Da kann eben mal die Demokratie kurzzeitig außer Kraft gesetzt werden, im Vordergrund steht das Handeln.“ Sogar Busse wurden organisiert, mit denen Helfer an den Einsatzort gebracht wurden. Gezählt und erfasst hat sie niemand. „Es tat uns wirklich leid, aber manchmal mussten wir einige wieder nach Hause schicken, weil es zu viele waren“, bedauerte Michael Beck.

Einwohner fordern Messpunkt

Er verwies aber noch auf ein anderes Problem: „Gorsdorf braucht unbedingt einen eigenen Wasserstandspegel. Der in Löben nutzt uns wenig, weil hier im Mündungsgebiet in die Elbe völlig andere Verhältnisse herrschen.“ Aktivitäten wären wohl bereits in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz in Gange, ergänzte er.

Im Anschluss an den offiziellen Teil war genügend Zeit, im Dorfgemeinschaftshaus noch einmal die ereignisreichen Tage Revue passieren zu lassen und geknüpfte Kontakte mit andren Helfern aufzufrischen. Für das leibliche Wohl sorgten Kameradinnen und Kameraden vom Betreuungszug des DRK Jessen. Sie waren mit der Feldküche angerückt und servierten deftiges Kesselgulasch.

Quelle: mz-web.de

Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich hat dem Magistrat der Stadt Bad Soden-Salmünster einen Förderbescheid über 28.530 Euro für eine Hochwasserschutzmaßnahme am Klingbach überreicht. Dies geschieht im Rahmen des Landesprogramms für Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz. „Die Hessische Landesregierung hat in den vergangenen zehn Jahren rund 230 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Einen großen Stellenwert nimmt dabei die Förderung kommunaler Hochwasserschutzmaßnahmen ein“, sagte Lucia Puttrich.

Der Klingbach ist ein 8,6 Kilometer langer Zufluss der Kinzig im Main-Kinzig-Kreis. Die Stadt Bad Soden-Salmünster beabsichtigt in der Ortslage von Salmünster die linksseitige Ufermauer zu sanieren. Gleichzeitig soll eine Erhöhung der Mauer den Hochwasserschutz verbessern. Auch die rechtsseitige Ufermauer soll um etwa 50 Zentimeter erhöht werden. Hierdurch wird eine bebaute Fläche von 9.600 Quadratmetern, auf der etwa 18 Gebäude stehen, vor einer Überschwemmung bei einem Hochwasserereignis geschützt, welches rund alle hundert Jahre auftreten kann.

Bei den baulichen Veränderungen der Ufermauern handelt es sich um eine vorbeugende Hochwasserschutzmaßnahme. Die förderfähigen Gesamtaufwendungen dafür belaufen sich auf insgesamt 76.840 Euro. Die Landesregierung gewährt hierzu im Rahmen des Landesprogramms zur Förderung von Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz eine Zuwendung in Höhe von insgesamt 28.530 Euro. Dies entspricht einer Förderquote von 37,1 Prozent. „Ein funktionierender Hochwasserschutz ist unerlässlich. Bad Soden-Salmünster schützt mit der Erhöhung der Ufermauern seine Bürger vor einem möglichen Hochwasser“, so die Ministerin abschließend

Quelle: osthessen-news.de