Stadt Zerbst: Maßnahmenplan für Landesmittel zur Schadensbeseitigung Erhebliche Schäden durch das Hochwasser

Veröffentlicht: Oktober 6, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

Das Juni-Hochwasser hat am städtischen Eigentum erheblichen finanziellen Schaden angerichtet. Mit einem Maßnahmenplan bemüht sich die Stadt Zerbst nun um Landesmittel zur Beseitigung dieser Schäden.

Zerbst l „Hochwasserschäden Sachsen-Anhalt vom 2. August 2013“ lautet der sachliche Titel einer Richtlinie des Landes Sachsen-Anhalt, die für die Einheitsgemeinde Stadt Zerbst von großer Bedeutung ist. Gemäß dieser Richtlinie werden vom Land Zuwendungen für Maßnahmen zur Beseitigung von Hochwasserschäden gewährt. Und diese sind im Bereich Zerbst teilweise erheblich.

Die Verwaltung hat den geforderten Maßnahmenplan bereits erarbeitet und dem Landkreis übermittelt, der nun im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss erörtert wurde. Zwölf Einzelmaßnahmen umfasst der Plan, davon sind einige Maßnahmen in mehreren Varianten gefasst. Gravierenste Maßnahmen sind der Elberadweg zwischen Steutz und Steckby sowie die Sportanlage in Walternienburg.

„Am Beispiel des Elberadweges ist die teuerste Variante auch die flutsicherste“, erklärte Bernd Köhler, Leiter Bauverwaltung, das Papier. Hier wird von einer Schadenshöhe von 861 641 Euro ausgegangen. Die zweite Variante, ein Ersatzneubau an anderer Stelle, schlägt mit 375 911 zu Buche. Variante 3, die die Wiederherstellung des Weges vorsieht, würde sich auf 127 484 Euro belaufen. „Für die Sportanlage in Walternienburg ist ebenso zu überlegen, ob eine Verlegung nicht sinnvoller wäre“, ergänzte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD). Daher seien für diese Maßnahme auch zwei Varianten im Maßnahmeplan enthalten. Zum einen ein Ersatzneubau an anderer Stelle mit einer Schadenshöhe von 509 518 Euro oder die Wiederherstellung von Anlage und Sportlerheim (161 264 Euro).

„Allerdings hat dieses Verfahren noch seine Tücken.“

Bürgermeister Andreas Dittmann

„Der Landkreis wird nun die Plausibilität der Maßnahmen und Varianten prüfen“, erklärte Köhler das weitere Prozedere. Infolge dessen wird der Landkreis für alle kommunalen Maßnahmen im Sinne der Richtlinie eine Übersicht erstellen und diese dem Landesverwaltungsamt vorlegen.

Im kommenden Jahr sei dann mit einer Auskunft zu rechnen, ob und welche Maßnahmen gefördert werden. „Wenn Land und Landkreis Ja zur Plausibilität sagen, würde die detaillierte Planung der Maßnahmen erfolgen“, erklärte Köhler auf Nachfrage.

„Allerdings hat auch dieses Verfahren noch seine Tücken“, erklärte Dittmann. Beispielsweise wäre beim Neubau der Walternienburger Sportanlage ein neues Bebauungsplanverfahren notwendig. Dafür wäre eine Finanzierungszusage des Landes ein Muss.

Bei einem Mitwirkungsverbot stimmten zehn Ausschussmitglieder diesem Maßnahmenplan zu. Zwingend notwendig ist jedoch der Stadtratsbeschluss. Dieser muss so schnell wie möglich gefasst werden.

Quelle: volksstimme.de

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