Geschäftsfrau strahlt wieder – Hair-Trend nach Hochwasser wieder geöffnet

Veröffentlicht: Oktober 6, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Heidrun Grille begrüßt seit Mittwoch wieder Kunden in ihrem Friseurgeschäft „Hair-Trend“ an der Pforte in Weißenfels. Das Hochwasser stand in den Räumen des Salons bis zu 20 Zentimeter hoch.

 

Wahrscheinlich zeigte Heidrun Grille am Mittwoch das schönste Lächeln ihres Lebens – sie hatte auch allen Grund dazu: Ihr Friseurgeschäft „Hair-Trend“ An der Pforte in Weißenfels hat wieder geöffnet. Seit dem Hochwasser der Saale Anfang Juni war das Geschäft geschlossen. Damit die 52-Jährige und ihre acht Mitarbeiterinnen diese Zeit nicht vergessen, hat sie eigens in einer kleinen Fotosammlung das Geschehen festgehalten. „Gut 20 Zentimeter hoch stand das Wasser in unseren Räumen, rings um das Gebäude gab es nur Wasser. Wir waren quasi komplett eingeschlossen“, sprach sie.

Friseurbücher lagen im Wasser

Vergessen könne sie diese schwere Zeit sowieso nicht. Dass gleich zu Beginn des Dramas schnell noch Sandsäcke rings um das Haus gestapelt wurden, habe eigentlich nicht viel gebracht. Es sah verheerend aus: Friseurbücher lagen im Wasser, der Fußbodenbelag musste komplett raus und neuer Beton eingebracht werden. „Was tun? Das war damals eine gute Frage“, berichtete die Geschäftsfrau. Anfangs sei sie fast täglich dagewesen, um die Arbeiten mit allen Beteiligten abzustimmen. Selbst heute gäbe es noch Mängel, aber das seien kleinere Sachen, die sich leicht beheben lassen, vier Steckdosen würden beispielsweise immer noch nicht funktionieren.

Vielleicht waren die Baufirmen damals ein bisschen überfordert, blickt die Weißenfelserin zurück und auch mit der Versicherung sei nicht alles optimal gelaufen. Der Gutachter sei zwar nett gewesen, aber von ihrer Versicherung halte sie immer noch keine Endrechnung in den Händen. In der nächsten Woche soll ein abschießendes Gespräch stattfinden. Ob es bei dem bisherigen Versicherungsbeitrag bleibe, könne die Weißenfelserin nicht sagen, vielleicht erhöhe sich der.

Doch nun sei alles geschafft: „Ich bin optimistisch, dass wir bald wieder viele Kunden bei uns begrüßen können“, erklärte sie strahlend. Wenige Tage zuvor hatte Heidrun Grille übrigens ihre ehemaligen Lehrlinge zu einem Treffen in die Saalestadt eingeladen: Von 24 Lehrlingen kamen 16, die bei der Obermeisterin der Innung Weißenfels-Hohenmölsen innerhalb der letzten 20 Jahre das Handwerk erlernt hatten. „Es hat mich gefreut, dass so viele der Einladung gefolgt sind.“ Außer einer Frau seien alle anderen nach wie vor in dem Beruf tätig – und das unter anderem in Magdeburg, Leipzig, Oldenburg bis hin nach München.

Quelle: mz-web.de

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