Archiv für September 30, 2013

500.000 Euro für Hochwasser-Betroffene in der Region

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Spendenbereitschaft ist Vertrauensbeweis für die Bürgerstiftungen Berchtesgadener Land und Traunsteiner Land.

Mehr als 500.000 Euro für die Betroffenen des Juni-Hochwassers sind seit dem Spendenaufruf am 3. Juni bei den Bürgerstiftungen Berchtesgadener Land und Traunsteiner Land eingegangen. Über 1.600 Spenden mit einem Gesamtvolumen von 372.000 Euro konnte Stiftungsgeschäftsführer Rolf Hasslach verzeichnen. Dazu kommen 100.000 Euro aus dem Matching Funds der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, mit dem Spenden von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen verdoppelt wurden und weitere 28.000 Euro aus den Mitteln der Bürgerstiftungen.

 

Die große Welle der Hilfsbereitschaft ist für den Stiftungsgeschäftsführer ein Vertrauensbeweis gegenüber den Bürgerstiftungen. Sie bestätigt zudem das Stiftungskonzept, das finanzielle Engagement von Bürgern sowie Unternehmen zu bündeln und damit gezielt zu fördern und zu helfen. Mehr als 1.000 Spenden sind allein bei der Bürgerstiftung Berchtesgadener Land eingegangen. Aus den Spenden, den Mitteln der Bürgerstiftung und dem Anteil am Matching Funds der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost stehen für die Betroffenen des Hochwassers im Landkreis Berchtesgadener Land rund 353.000 Euro zur Verfügung.

Quelle: Reichenhaller Tagblatt

Dickes Dankeschön an Hochwasser-Helfer

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Prien – 500 Personen waren Anfang Juni an den Hochwassertagen in Prien fünf Tage lang im Einsatz, um größeren Schaden abzuwenden. Betroffene von den Wassermassen waren auch einige Mitglieder der Priener Wirte-Elf. Sie und die PrienPartner haben nun die 500 Helfer von 20 Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bauhof, Ortsvereinen, Priener Tourismusgesellschaft, Wasser- und Bergwacht sowie Privatleute zusammen mit der Chiemsee-Schifffahrt zu einem geselligen Abend an Bord von zwei Chiemsee-Schiffen im Hafen von Prien-Stock eingeladen.

In ihren Rückblicken erinnerten Peter Wulf von der Gastgeberseite, Priens Kommandant Stefan Pfliegl, Rosenheims Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer und Bürgermeister Jürgen Seifert an das erfolgreiche Zusammenwirken in den Hochwassertagen und -nächten. Insgesamt hatten 320 Einsätze koordiniert werden müssen, aus dem Landkreis gingen an vier Tagen 6500 Notrufe ein, die die Leitstelle in Rosenheim abarbeitete.

Wie Kreisbrandrat Ruhsamer sagte, waren in Prien insgesamt 28000 Sandsäcke notwendig. Als die Kräfte der Feuerwehrler und die Sandsäcke zu Ende gegangen seien, habe der Krisenstab im Feuerwehrhaus einen Aufruf an die Bevölkerung abgesetzt. Die Hoffnung sei gewesen, 25 Helfer zu bekommen. Am Ende seien dann dreimal so viele wie erhofft, nämlich 75 Jugendliche, Frauen und Männer, gekommen.

Anschließend gab es für die große Helferschar auf den Schiffen reichlich Kulinarisches vom Büffet und aus der Gulaschkanone der Familie Hoffmann. Auf verschiedenen Leinwänden wurden über 250 Fotos gezeigt, die die Hochwassertage in Erinnerung brachten.

Quelle: ovb-online.de

Nußdorfer Schiffleut spenden für vom Hochwasser betroffene Familien

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Bayern

Als in der Nacht auf den 3. Juni der Damm der Mangfall in Kolbermoor brach, waren bereits seit vielen Stunden unermüdlich Helfer im Einsatz. So auch Stephan Klimke und Wolfgang Draxinger von der Feuerwehr Kolbermoor. Sie halfen, obwohl ihre Familien selber vom Hochwasser stark betroffen waren. Szenenwechsel: Am 21. Juni feierten die Nußdorfer Schiffleute gut gelaunt ihr Jahresfest. Längst war das Hochwasser kein großes Gesprächsthema mehr. Schließlich hielten sich die Schäden in Nußdorf in Grenzen. In seiner Festansprache erinnerte der Vorsitzende der Schiffleute, Hans Dettendorfer, dennoch an das Hochwasser und deren Opfer. Und er betonte, dass sich der 1620 gegründete Schiffleutverein in der Fürsorge derjenigen sieht, die vom Unheil des Wassers getroffen wurden. Als noch auf dem Inn reger Handel betrieben und Waren mit Innplätten transportiert wurden, riskierten viele Schiffleute auf den Handelsfahrten ihre Gesundheit. Aus den Beiträgen, die von den Innschiffern in die Kasse des Schiffleutvereins gezahlt wurden, wurden Gelder zur Linderung der ärgsten Not an die vom Unheil betroffenen Familien gezahlt – ein erstes Modell einer Sozialversicherung. In Erinnerung daran schlug Dettendorfer vor, dass der Reinerlös des Festes Opfern der Hochwasserkatastrophe aus der Region zu Gute kommen soll. Bei einem Gespräch mit Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer kristallisierte sich heraus, dass es in Kolbermoor die Familien der Feuerwehrler Klimke und Draxinger besonders hart getroffen hat. Ihnen übergaben die Nußdorfer Schiffleut jetzt eine Spende von 3155 Euro. Anlässlich einer kleinen Feierstunde wurde im Beisein von Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo der Scheck übergeben.

Quelle: ovb-online.de

Ehrenzeichen für Hilfe gegen Hochwasser

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Potsdam  Fünf Feuerwehrleute aus dem Landkreis Märkisch-Oderland tragen seit Freitag das Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber an ihren Uniformen. Das teilt der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes MOL Hans-Dieter Kandzia mit.

Auf der zentralen Auszeichnungsveranstaltung des Brand- und Katastrophenschutzes des Landes Brandenburg mit Ministerpräsident Dietmar Woidke in Potsdam hätten sie dieses aus den Händen von Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) erhalten.

Für ihren Einsatz gegen das diesjährige Hochwasser wurden an diesem Tag aber nicht nur Ralf Gastegger von der Freiwilligen Feuerwehr Eggersdorf (Petershagen-E.), Klaus Kinzel von der FF Altlandsberg, Henry Elsner von der FF Trebnitz, Ralf-Tore Fabig von der FF Lebus und Fred Jacob von der FF Libbenichen geehrt.

Stellvertretend für die Brandschutzeinheit des Landkreises Märkisch-Oderland wurden zu diesem Anlass auch Kreisbrandmeister Willi Rossow und der Führer der Sondereinsatzgruppe Betreuung des DRK-Kreisverbandes MOL-Ost Michael Weckwerth geehrt. Sie sind einen Tag zuvor in die Ehrenchronik der Stadt Cottbus eingetragen worden.

Quelle: moz.de

Zuverlässige Hochwasser-Frühwarnung

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Die Hochwasser des Sommers 2013 haben wieder deutlich gemacht, wie wichtig Frühwarnsysteme für hochwassergefährdete Flüsse sind. Und das nicht nur für die Einsatzkräfte, sondern auch für die Bevölkerung, die gerade in solchen Zeiten eines braucht: Zuverlässigkeit.

Microtronics Engineering hat sich bereits seit 2006 auf kabellose Datenübertragung spezialisiert und zu diesem Zweck den Bürgerservice „wasserstand.info“ entwickelt. Die Wartung und Installation des Frühwarnsystems wird von Inaut Automation durchgeführt.

Die Pegelwerte werden dabei von einem Datenlogger zyklisch erfasst und an den Datenserver übertragen. Sobald die Werte kritisch werden, verkürzt der Datenlogger automatisch die Messintervalle. Im kritischsten Fall stellt er in den Online Modus um und meldet alle 5 Minuten die aktuellen Werte.

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ist dieses Frühwarnsystem von besonderer Bedeutung. Sie bestimmen, ab welchem Pegelstand eine Alarmierung an sie erfolgen soll. So ist eine ressourcenschonende Reaktion möglich schon bevor ein Sammelruf über die Bezirksalarmzentrale erfolgt. Nach erfolgter Erstalarmierung wird die Situation von den Einsatzkräften analysiert, vorbereitende Maßnahmen getroffen und entschieden, ob eine Warnung der Bevölkerung notwendig ist. Gegebenenfalls erhalten alle registrierten BürgerInnen einen Alarm per SMS.

Dieses Messsystem von Microtronics kann von Gemeinden ganz einfach für jeden hochwassergefährdeten Fluss eingesetzt werden. Die Pegelstation, die die Messungen vornimmt, wird fix und fertig geliefert und muss nur noch an einer Brücke montiert werden. Die Station besteht aus einem Radarsensor (Messbereich bis 15m), einem Solarpanel (besonders robust durch Panzerverglasung), dem integrierten Übertragungsgerät und einer Brückenhalterung zur einfachen Selbstmontage. Inaut Automation sorgt dabei für die Wartung des Systems sowie Unterstützung bei Installation und Integration beim Kunden vor Ort. Feuerwehrtechnische Fragen wie Angaben zu den Schwellwerten, Bestimmung der Ansprechpartner etc. werden geklärt und das System dementsprechend installiert.

Auf wasserstand.info werden die Daten in Echtzeit grafisch dargestellt. Aber auch der Zugriff auf historische Daten ist möglich. BürgerInnen können sich hier für die kostenlose SMS-Alarmierung registrieren. Der Bürgerservice selber kann wiederum in die Website von Gemeinden integriert und auch über die Hochwasserfrüherkennung hinaus eingesetzt werden. Eine Ausweitung auf beispielsweise Wetterdaten, Wasserqualität, Ozonwerte, Pollen- oder Strahlenbelastung ist mit den flexiblen und international einsetzbaren Datenübertragungs- und Datenvisualisierungstools von Microtronics ebenfalls möglich.

Interview mit Ing. Harald Hömstreit von Inaut Automation

Inaut Automation ist der Ansprechpartner für alle Gemeinden, die ihren BürgerInnen zusätzliche Services anbieten möchten.Ing. Harald Hömstreit von Inaut Automation ist selber Feuerwehrmann und hat sein Expertenwissen mit uns geteilt.

Microtronics Redaktionsteam: Was macht den Bürgerservice wasserstand.info für Gemeinden so interessant?
Harald Hömstreit: Das System kann ein Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung durch die direkte und aktuelle Information in Unwettersituation schaffen. Darüber hinaus bietet es durch seine Vielseitigkeit aber auch eine Informationsplattform für weitere interessante Umweltfaktoren. Auch Fremdsysteme wie bestehende Pegel lassen sich einbinden.

MR: Welche Vorteile bietet wasserstand.info für Einsatzkräfte?
HH: Der größte Vorteil ist die objektive Information über das tatsächliche Bedrohungsbild vor Ort. Dieses Monitoring ermöglicht durch die ständige Verfügbarkeit einen deutlichen Zeitgewinn im Ernstfall. Dadurch können Einsatzkräfte sparsamer eingesetzt und Vorbereitungen früher eingeleitet werden.

MR: Was hat sich seit der Verwendung von wasserstand.info für Einsatzkräfte verändert?
HH: Wir bekommen durch die Messdaten ein gutes Bild der Lage und deren Tendenzen. Bevor noch erste Einsatzorte gemeldet werden sind wir bereits bestens gerüstet.

MR: Können Einsatzkräfte nun schneller reagieren und wenn ja welche Zeitersparnis bietet wasserstand.info konkret?
HH: Die Zeitersparnis besteht durch die gewonnene Vorlaufzeit. Wir können dadurch besser planen und uns gezielt auf eine bevorstehende Situation vorbereiten.

MR: Konnten damit auch finanzielle Einsparungen verbucht werden?
HH: Es gibt diesbezüglich keine konkreten Zahlen. Die Information über die Lage ermöglicht aber sowohl Einsatzkräften als auch der Bevölkerung schützende Maßnahmen einzuleiten, und dadurch bereits im Vorfeld einen möglichen Schaden zu minimieren.

MR: Wie einfach ist wasserstand.info in der Handhabung? Benötigt man irgendeine Art von Vorwissen?
HH: Der Zugriff auf die Messdaten findet über eine einfache, übersichtliche Webseite per Computer oder Smartphone statt. Es sind weder Vorkenntnisse noch Registrierung erforderlich.

MR: Wie kann ich wasserstand.info für meine Gemeinde nutzen?
HH: Der Bürgerservice kann problemlos international in allen aufgeschlossenen Gebieten eingesetzt werden. Vereinfacht kann man sagen, wo das Handy funktioniert, dort klappt’s auch mit dem Bürgerservice.

MR: Wie kann das Früherkennungssystem integriert und angewendet werden?
HH: Inaut ist Ihr kompetenter Partner für die Integration des Bürgerservice.

MR: Was passiert wenn das Messsystem ausfällt?
HH: Die Messstationen sind unabhängig vom Stromnetz und der Server hat eine hohe Ausfallsicherheit. Falls dennoch ein Problem auftreten sollte, wird ein Techniker sofort und automatisch informiert. Dadurch können – sollte es tatsächlich dazu kommen – mögliche Störungen rasch analysiert und behoben werden.

MR: Welche Vorteile bietet wasserstand.info für BürgerInnen?
HH: Die BürgerInnen bekommen die Informationen kostenlos und überall. Dadurch kann sich jeder schützen und informieren. Denn wir wissen, dass die Einsatzkräfte im Ernstfall nicht an jedem Ort gleichzeitig eingreifen können.

MR: Wie beurteilen Sie als Experte wasserstand.info? Warum sollten Gemeinden auf diesen Bürgerservice setzen?
HH: Die Gefahr von Unwettern wird mit Sicherheit nicht geringer. Mit dem Bürgerservice stehen jedem die Informationen der Einsatzkräfte zur persönlichen Sicherheit zur Verfügung. Abseits von Gefahrensituationen bietet die Plattform interessante regionale Messdaten.

Quelle: funkschau.de

Nach der Flut-Katastrophe vom Juni sollte der Hochwasserschutz in Bayern vorangetrieben werden, etwa durch neue Polder. In Regensburg machen Landrat, Bürgermeister und Donau-Anrainer schon jetzt dagegen mobil.

Im Landkreis Regensburg gibt es noch gar keine konkreten Planungen für einen Flutpolder – dennoch wehren sich der Regensburger Landrat, Bürgermeister und Donau-Anrainer gegen die Polder-Pläne.

Rechtsanspruch auf Flut-Polder

Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter kündigte im Bayerischen Rundfunk an, prüfen zu wollen, ob die Donau-Unterlieger einen Rechtsanspruch auf Flutpolder bei den Oberliegern haben. Bernreiter sagte, der Landkreis Deggendorf mache seine Hausaufgaben, erwarte das aber auch von allen anderen an der Donau.

Polder lässt Grundwasserspiegel steigen

Regensburgs Landrat Herbert Mirbeth (CSU) wehrt Kritik vorsorglich ab: Unsolidarisch mit den Donau-Unterliegern in Deggendorf oder Passau sei er keinesfalls. Es seien allein fachliche Gründe, warum Lokal-Politiker und Anrainer gegen einen Flutpolder an der Donau sind, betont Mirbeth. So würde ein Polder im östlichen Landkreis Regensburg den ohnehin schon hohen Grundwasserspiegel steigen lassen. Nasse Keller und überflutete Äcker könnten die Folge sein, fürchten der Landrat sowie Markus Hörner von einer Interessensgemeinschaft gegen Flutpolder.

Hochwasser an Überläufen bekämpfen

Hörner spricht von „Gigantomanie“ an der Donau. Sinnvoller sei es, Hochwasser schon an den Oberläufen der Donauzuflüsse zu bekämpfen, also etwa an Isar und Inn, meint er. Wasserbau-Experten, wie Hans Helmut Bernhart von der Uni Karlsruhe, halten die Regensburger Polder-Gegner für unsolidarisch. Bernhart sagte dem Bayerischen Rundfunk, die „Egoismen“ der Oberlieger seien im Hochwasserschutz schon immer das Problem gewesen.

Josef Feuchtgruber vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg verspricht, dass man steigendes Grundwasser durch einen Flutpolder in den Griff bekommen könne. Schäden an landwirtschaftlichen Flächen in einem Poldergebiet würden ohnehin entschädigt, so Feuchtgruber. Die Donau-Unterlieger sind – wie zu erwarten – enttäuscht von der Haltung im Landkreis Regensburg.

Mit Regensburger Kollegen reden

Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (CSU) kündigte im Bayerischen Rundfunk an, mit seinem Regensburger Kollegen und Parteifreund Mirbeth reden zu wollen. Er sagt: „Es kann nicht sein, dass sich jemand ausklinkt.“

Die Diskussion um mögliche Flutpolder beschäftigte den Landkreis Regensburg bereits vor mehreren Jahren. Sie ging vom Regionalen Planungsverband aus und mündete im Jahr 2006 in einem Kreistagsbeschluss, mit dem Vorranggebiete für Flutpolder abgelehnt wurden. Die Akteure von damals (Landrat, Bürgermeister im östlichen Landkreis, „Interessengemeinschaft gegen Flutpolder“) treten jetzt erneut gemeinsam auf.

Quelle: br.de

Hochwasser: Urkunden und Party für die Helfer

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Witzenhausen. „Diejenigen, die geholfen haben, sollen heute im Blickpunkt stehen“, hatte sich Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer bei der Helferparty am Samstag in der Deula zum Ziel gesetzt.

So gab es keine großen Reden, und der Dank an die Helfer beim Hochwasser im Sommer in Witzenhausen ließ nicht lange auf sich warten. „Schauen sie, wie viel Platz wir hier vorn gelassen haben, mal gucken, wie viele sich beteiligt haben“, hatte Fischer den Marathon gestartet, bei dem sie jeweils einen Vertreter eines Vereins oder einer Institution nach vorn bat, um eine Dankurkunde zu überreichen. Damit das Ganze keinen ermüdenden Charakter bekam, hatte sie von den Gästen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Witzenhausens Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Koschel-Naahs gebeten, die Urkunden zu verteilen, während die Bürgermeisterin Schlag auf Schlag die Namen verlas, sodass sich schnell der Halbkreis vorn geschlossen hatte. Natürlich versäumte die Bürgermeisterin nicht, Stefan Fross von der VR-Bank Werra-Meißner zu danken, dem noch während des Hochwassers auf dem Weg zur Arbeit der Gedanke gekommen war, eine Spende für eine Helferparty bereitzustellen. Damit war der Grundstein gelegt, ein solches Treffen zu organisieren.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung leisteten Dr. Joachim Krug von der Reitanlage am Sande und die Stadtwerke Witzenhausen, sodass mit der Zusage von Geschäftsführer Henry Thiele, die Räumlichkeiten der Deula-Lehranstalt für die Helferparty zur Verfügung zu stellen, der Veranstaltung nichts mehr im Wege stand. So durften sich die Hochwasser-Einsatzkräfte an diesem Nachmittag am Grill sowie an der Kuchen- und Getränketheke nach Herzenslust bedienen. Bei herrlichem Spätsommerwetter hatte sich die Party auf das Freigelände der Deula verlagert.

Ökumenischer Gottesdienst

Mit einem ökumenischen Gottesdienst hatten Dekanin Ulrike Laakmann und ihr katholischer Kollege Hans-Jürgen Wenner die Helferparty begonnen. „Ora et labora“ (bete und arbeite) sei das Motto der schweren Stunden während Hochwassers gewesen, erinnerte die Dekanin. Beten, dass der Deich hält, und arbeiten, um das Überfluten in Grenzen zu halten.

Quelle: hna.de

DLRG ehrt ihre Helfer für Einsatz beim Hochwasser

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Der neue Pinneberger Wasserrettungszug bestand seine Bewährungsprobe. Die in Lauenburg eingesetzten Kräfte stammten aus Pinneberg, Wedel, Elmshorn, Barmstedt, Quickborn, Norderstedt und Kaltenkirchen.

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hat sich bei ihren 150 Helfern, die im Juni in Lauenburg und Schönebeck (Sachsen-Anhalt) im Hochwassereinsatz waren, mit einer Sonderauszeichnung bedankt. Unter den Geehrten befinden sich auch zahlreiche DLRG-Helfer aus dem Kreis Pinneberg, die in Lauenburg die Deiche gegen das Elbehochwasser verteidigt hatten.

„Der Wasserrettungszug Pinneberg, der landesweit erste seiner Art, hat dabei seine Feuertaufe bestanden, und es ist deutlich geworden, dass die Wasserrettung aus Hochwassergefahrenlagen nicht wegzudenken ist“, sagte Landesverbandspräsident Christoph Mager während der Feierstunde im DLRG-Landeszentrum in Eckernförde. Die neu aufgestellte Einheit ist als Einheit des Katastrophenschutzes im Kreis Pinneberg anerkannt. Sie ist gegliedert in einen Zugtrupp, zwei Bootsgruppen, eine Rettungstauchgruppe und zwei Fachgruppen und umfasst etwa 40 Einsatzkräfte. Die in Lauenburg eingesetzten Kräfte aus diesem Zug stammten aus den Städten Pinneberg, Wedel, Elmshorn, Barmstedt, Quickborn, Norderstedt und Kaltenkirchen.

„Uns ist daran gelegen, möglichst zeitnah zum Einsatz allen Einsatzkräften unabhängig von der Dauer und der Art ihres Einsatzes unsere Anerkennung zukommen zu lassen, damit die Motivation, wieder Hilfe zu leisten nicht nachlässt. Die DLRG hat dazu unabhängig von allen Ehrungen durch Bund und Ländern, die in den nächsten Monaten vergeben werden, eine Auszeichnung ausgelobt“, so Mager weiter. Für die Zukunft forderte er, dass das Land Schleswig-Holstein die Wasserrettung vollständig in den Katastrophenschutz integriert, um auf die Gefahren durch Hochwasser umfassender reagieren zu können.

Quelle: abendblatt.de

Neue Verträge und höhere Preise nach Hochwasser

Veröffentlicht: September 30, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Das Juni-Hochwasser hat jetzt auch für Versicherte mit DDR-Verträgen ein Nachspiel. Die Versicherungsgesellschaft Allianz will neue Kontrakte mit höherer Selbstbeteiligung.

Das Juni-Hochwasser hat jetzt für Versicherte mit DDR-Verträgen ein teures Nachspiel. Die Allianz setzt auf neue Kontrakte bei der Wohngebäudeversicherung, die unter dem Strich deutlich kostspieliger wird. Je nach Vertrag können sich die Mehrkosten pro Jahr auf 100 Euro und mehr belaufen. Bis zu 15 000 Haushalte sind vermutlich betroffen, schätzungsweise rund 8 000 davon in Sachsen-Anhalt.

Kritik von Haseloff

Obwohl die Allianz in einer Stellungnahme beteuert, dass der Gebäudeversicherungsschutz für alle bezahlbar bleibt, stößt das Vorhaben auch in Sachsen-Anhalt auf Unverständnis. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) spricht von „einem verheerenden Signal an die Eigenvorsorge“. Das Land werbe bei potenziellen Flutopfern für umfassenden Versicherungsschutz. Durch eine solche Aktion, so Hase-loff, würden diese Bemühungen aber konterkariert und die Menschen vor den Kopf gestoßen. „Zudem werden bis 2020 in Sachsen-Anhalt nahezu alle Deiche den Normen entsprechen.“ Auch deshalb bestehe für die Allianz kein Grund die Verträge zu kündigen, sagte Haseloff am Sonntag der MZ.

Die Allianz-Briefe sollen die Kunden schon in den kommenden Tagen erreichen. Diese Post bedeutet praktisch eine Vertragskündigung. Damit müssen nun alle rechnen, die in besonders hochwassergefährdeten Gebieten wohnen. Bislang gelten für diesen Kundenkreis die nach Expertenmeinung vergleichsweise günstigen Vereinbarungen aus DDR-Zeiten.

Nun sollen die Betroffenen neue Vertragsangebote erhalten, wie sie im Kern in den alten Bundesländern schon lange üblich sind. Auffälligste Änderung: Künftig gibt es eine Selbstbeteiligung in Schadensfällen – Medienberichten zufolge zwischen 1 500 bis zu 3 000 Euro. Auch die Beiträge insgesamt werden spürbar steigen. Die Verbraucherzentrale Brandenburg geht – als Faustregel – von einem Preisanstieg von bis zu 50 Prozent aus.

Bis spätestens 31. Oktober sollen die Kunden den Vertragsentwurf zu den neuen Bedingungen unterschrieben zurück an die Allianz schicken. Wer die enthaltenen Änderungen nicht akzeptieren will oder den Termin stillschweigend verstreichen lässt, verzichtet damit künftig auf den Allianz-Schutz.

Verbraucherzentralen helfen

Gabriele Emmrich von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt rät den Betroffenen, die Post ernst zu nehmen. „Rechtlich lässt sich gegen die Änderungskündigung nichts ausrichten, so lange sie vertrags- und fristgemäß erfolgt“, erklärte sie. Emmrich zufolge sollte die Zeit genutzt werden, um nach günstigeren Policen zu suchen. Dabei könne die Verbraucherzentrale helfen. Es werde sich aber nicht immer eine bessere Lösung finden lassen, vor allem, wenn das Haus in der höchsten Gefährdungszone liege.

Quelle: mz-web.de