Neues Hochwasser-Rückhaltebecken soll Niederorschel schützen

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Thüringen

Niederorschel. In einem Punkt sind sich die Wetter-Experten einig: Der Regen nimmt zu. Die Hochwasser-Gefahr wächst.

In Niederorschel wurde reagiert. Innerhalb von elf Monaten erschufen Fachleute an der Ohne ein Dammbauwerk. Sie verwandelten eine Wiese, die so groß wie drei Fußballfelder war, in ein Hochwasser-Rückhaltebecken. Mit einem Fassungsvermögen von 30 000 Kubikmetern. Das Projekt ist beendet. Jetzt konnte es besichtigt werden. Etliche Niederorschler nutzten diese Gelegenheit.

„Eine Million Euro wurden hier verbuddelt“, erklärte Bürgermeister Hans Dannoritzer. Eine absolute Sicherheit im Hochwasserschutz werde es zwar nie geben, weiß der Ortschef, „aber hier haben wir ein Rückhaltebecken für den Notfall, das uns helfen wird, unser Dorf zukünftig besser zu schützen. Wir haben vorgesorgt.“

Gegen ein Jahrhundert-Hochwasser ist auch in Niederorschel kein Kraut gewachsen. Aber jene Überschwemmungen, wie sie alle zwei bis fünf Jahre zu erwarten sind, sollten künftig keine größeren Probleme mehr bereiten. „Wenn das Wasser kommt, dann wird es hier zwischengespeichert“, zeigte Bauingenieur Martin Kellner vom Damm auf das 300 Meter lange Rückhaltebecken. Während das Becken vollläuft, wird das Wasser kontrolliert und gedrosselt wieder abgelassen. Im Einlaufbereich ließen die Ingenieure die Sohle der Ohne ein wenig anheben. Um den Flussbewohnern keinen Kummer zu bereiten, errichteten sie hier eine Fisch-Treppe.

„Das letzte wirklich große Hochwasser erlebte Niederorschel vor 30 Jahren“, erinnerte sich Hans Dannoritzer. „Wir alle wünschen uns, dass wir dies nicht noch einmal durchstehen müssen.“ Die Birkunger Talsperre puffere schon viel ab, so der Bürgermeister. Aller Sorgen ledig ist die Ohne aber nicht. Auch in der Bauzeit brachte der Fluss phasenweise viel Wasser mit. So fehlten an einem Tag nur noch zwei Zentimeter, sonst wäre das Becken erstmals vollgelaufen.

Geplant wurde das Becken vom Mühlhäuser Ingenieurbüro Kellner. Die Firma ETG aus Walschleben führte den Bau aus. Hans Dannoritzers Dank galt auch dem Bauamt der VG.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

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