Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Nach dem Hochwasser im Sommer war in Leipheim die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Jetzt investiert die Stadt.

Tagelang kam kein oder nur wenig Wasser aus dem Hahn, fast einen Monat lang musste man Wasser zum Trinken, Kochen und Spülen abkochen. Die Trinkwasserprobleme waren im Sommer eine Herausforderung für die Leipheimer, besonders für Eltern mit kleinen Kindern, Gewerbetreibende und die Industrie. Am Donnerstag hat der Stadtrat jetzt erste Maßnahmen beschlossen, um die Trinkwasserversorgung zu stabilisieren.

Beim Hochwasser im Juni war sie für mehrere Tage ausgefallen. Das schmutzige Wasser der Donau hatte die fünf Brunnen des dortigen städtischen Wasserwerks mit Kolibakterien verunreinigt. Sie mussten nach und nach abgestellt werden. Für solche Fälle hat die Stadt eigentlich noch zwei Brunnen auf dem Fliegerhorst. Doch diesen Sommer mussten die Verantwortlichen feststellen, dass die nicht mehr die Leistung bringen, die sie bringen müssten, um die ganze Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Bürgermeister Christian Konrad erklärte im Stadtrat: „Sie können derzeit 17 Liter pro Sekunde leisten, wir brauchen aber 20 Liter pro Sekunde.“ Das sei mit den Brunnen durchaus möglich, sagte Bauamtsleiter Jürgen Mößle: Die wasserrechtliche Genehmigung habe man sogar für 25 Liter pro Sekunde.

Um die Leistung wieder zu steigern und so die Notversorgung zu sichern, müssen die beiden Brunnen regeneriert werden. Das ist zum letzten Mal vor zehn Jahren durch die Bundeswehr geschehen. Den ersten Schritt dafür hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Eine Firma aus Küps (Oberfranken) wird die beiden Tiefbrunnen untersuchen. Dafür müssen Pumpen und sogenannte Saugstromsteuerleitungen ausgebaut werden, um dann diverse chemische Untersuchungen vornehmen zu können. Erst danach könne man sagen, ob eine Regenerierung sinnvoll ist, erklärte Mößle. Dieser erste Schritt kostet die Stadt 36 000 Euro – vorausgesetzt, es gibt keine Versandung und keine technischen Schwierigkeiten beim Ausbau.

Wenn sich nach dieser Untersuchung herausstellt, dass die beiden Tiefbrunnen regeneriert werden können – davon geht die Stadt aus –, dann werde der Stadtrat voraussichtlich in der Novembersitzung den Auftrag dazu vergeben, sagte Mößle. „So hätten wir bis Anfang 2014 wieder ein leistungsfähiges Wasserwerk auf dem Fliegerhorst.“

Gleichzeitig wird auch das Wasserwerk an der Donau untersucht. „Wir prüfen, wie wir die Durchhaltefähigkeit bei Hochwasser noch steigern können“, sagte der Bürgermeister. Dafür sei man schon im Gespräch mit mehreren Experten. Die Möglichkeiten sollen demnächst im Stadtrat vorgestellt werden.

Schon im Juni hatte Konrad klar gemacht, dass Leipheim kaum Alternativen zu seinen bestehenden Brunnen hat: Ein weiteres Wasserschutzgebiet für neue Brunnen sei im Stadtgebiet nicht möglich, eine Versorgung über andere Anbieter (zum Beispiel die Landeswasserversorgung oder die Stadtwerke Günzburg) sehr teuer. „Wir müssen die Wasserversorgung möglichst schnell in den Griff bekommen“, machte Konrad klar. „Damit uns so was wie im Sommer nicht wieder passiert.“ Der Stadtrat stimmte dann auch einstimmig für die Auftragsvergabe.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Dem-naechsten-Hochwasser-sollen-die-Brunnen-standhalten-id27171377.html

Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Dem-naechsten-Hochwasser-sollen-die-Brunnen-standhalten-id27171377.html
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