Archiv für September 29, 2013

Hochwasser-Soforthilfe im Saale-Orla-Kreis abgeschlossen

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Insgesamt wurde eine Summe von rund 350.000 Euro im Saale-Orla-Kreis für Schäden aus 127 Anträgen bewilligt.

Schleiz. Im Saale-Orla-Kreis sind die Bewilligungen der durch den Freistaat Thüringen bereitgestellten Mittel infolge des Hochwassers im Juni dieses Jahres abgeschlossen. Insgesamt gingen 127 Anträge von Privathaushalten, Kleinunternehmen und Kommunen im Landratsamt ein, teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit.

Eine Summe von 347″259,54 Euro wurde vom Land Thüringen über den Landkreis an die Betroffenen weitergereicht.

Für private Haushalte und Kleinunternehmen im Saale- Orla-Kreis stellte die Soforthilfe Thüringen insgesamt 500″000 Euro zur Verfügung, heißt es weiter. 57 Privatleute hatten Anträge auf Soforthilfe gestellt. An sie wurden insgesamt 63″150 Euro ausgezahlt. Zudem beantragten 17 Kleinunternehmen ­finanzielle Förderung – hier wurden insgesamt 34″000 Euro ausgezahlt.

53 Kommunen haben Anträge für Mittel aus dem Soforthilfe-Fonds eingereicht – für sie wurden Gelder in Höhe von 250″109,54 Euro bewilligt. Da der Freistaat Thüringen für Kommunen des Saale-Orla-Kreises im Vorfeld eine Summe von 200″000 Euro vorgesehen hatte, beantragte der Landkreis eine Nachforderung in Höhe von 50″109,54 Euro, die vom Land auch gezahlt wurde.

Nicht verbrauchte Fördermittel in Höhe von 402″850 Euro, die dem Landkreis dank der „gemeinsamen Richtlinie des Thüringer Innenministeriums und des Thüringer Finanzministeriums zur Gewährung der Soforthilfe Thüringen für private Haushalte und Kleinunternehmen“ (Soforthilfe Thüringen) zur Verfügung gestellt, aber nicht benötigt wurden, werden an den Freistaat zurückgeführt, teilt die Kreisverwaltung mit.

Quelle: otz.de

Flutopfer bekommen 15.000 Euro aus Spendentopf

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in Deggendorf, finanzielle Hilfen

In Deggendorf ist am Freitag (27.09.13) über die Verwendung eines Teils der Spendengelder für die Hochwasseropfer beraten worden. Die Spendenkommission hat beschlossen: in bestimmten Fällen bekommen Betroffene 15.000 Euro.

Mehr als 200 Häuser in und um Deggendorf müssen wegen der Flut komplett abgerissen werden. Davon Betroffene ohne Versicherung bekommen aus dem Spendentopf eine Pauschale von 15.000 Euro.

„In der Zwischenzeit muss man sich eine andere Bleibe suchen, muss Miete bezahlen. Das lässt sich nicht über staatliche Hilfen abdecken. Das ist so ein typischer Fall, in dem wir Spenden verteilen.“

Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter

Allein für Flutopfer in Stadt und Landkreis Deggendorf stehen mehrere Millionen Euro Spendengelder zur Verfügung. Ein Teil davon stammt aus dem Erlös des großen Fluthilfetags des Bayerischen Rundfunks, bei dem insgesamt rund zehn Millionen Euro zusammengekommen sind.

Oberste Gebote der Spendenkommission sind höchstmögliche Transparenz und höchstmögliche Gerechtigkeit, so Kommissionssprecher und Landrat Christian Bernreiter. Der Kommission gehören Vertreter aller betroffenen Kommunen sowie Vertreter zehn großer Hilfsorganisationen, wie Arbeiter-Samariter-Bund, Rotes Kreuz, Caritas und Malteser, an.

Quelle: br.de

Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Nach dem Hochwasser im Sommer war in Leipheim die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Jetzt investiert die Stadt.

Tagelang kam kein oder nur wenig Wasser aus dem Hahn, fast einen Monat lang musste man Wasser zum Trinken, Kochen und Spülen abkochen. Die Trinkwasserprobleme waren im Sommer eine Herausforderung für die Leipheimer, besonders für Eltern mit kleinen Kindern, Gewerbetreibende und die Industrie. Am Donnerstag hat der Stadtrat jetzt erste Maßnahmen beschlossen, um die Trinkwasserversorgung zu stabilisieren.

Beim Hochwasser im Juni war sie für mehrere Tage ausgefallen. Das schmutzige Wasser der Donau hatte die fünf Brunnen des dortigen städtischen Wasserwerks mit Kolibakterien verunreinigt. Sie mussten nach und nach abgestellt werden. Für solche Fälle hat die Stadt eigentlich noch zwei Brunnen auf dem Fliegerhorst. Doch diesen Sommer mussten die Verantwortlichen feststellen, dass die nicht mehr die Leistung bringen, die sie bringen müssten, um die ganze Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Bürgermeister Christian Konrad erklärte im Stadtrat: „Sie können derzeit 17 Liter pro Sekunde leisten, wir brauchen aber 20 Liter pro Sekunde.“ Das sei mit den Brunnen durchaus möglich, sagte Bauamtsleiter Jürgen Mößle: Die wasserrechtliche Genehmigung habe man sogar für 25 Liter pro Sekunde.

Um die Leistung wieder zu steigern und so die Notversorgung zu sichern, müssen die beiden Brunnen regeneriert werden. Das ist zum letzten Mal vor zehn Jahren durch die Bundeswehr geschehen. Den ersten Schritt dafür hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Eine Firma aus Küps (Oberfranken) wird die beiden Tiefbrunnen untersuchen. Dafür müssen Pumpen und sogenannte Saugstromsteuerleitungen ausgebaut werden, um dann diverse chemische Untersuchungen vornehmen zu können. Erst danach könne man sagen, ob eine Regenerierung sinnvoll ist, erklärte Mößle. Dieser erste Schritt kostet die Stadt 36 000 Euro – vorausgesetzt, es gibt keine Versandung und keine technischen Schwierigkeiten beim Ausbau.

Wenn sich nach dieser Untersuchung herausstellt, dass die beiden Tiefbrunnen regeneriert werden können – davon geht die Stadt aus –, dann werde der Stadtrat voraussichtlich in der Novembersitzung den Auftrag dazu vergeben, sagte Mößle. „So hätten wir bis Anfang 2014 wieder ein leistungsfähiges Wasserwerk auf dem Fliegerhorst.“

Gleichzeitig wird auch das Wasserwerk an der Donau untersucht. „Wir prüfen, wie wir die Durchhaltefähigkeit bei Hochwasser noch steigern können“, sagte der Bürgermeister. Dafür sei man schon im Gespräch mit mehreren Experten. Die Möglichkeiten sollen demnächst im Stadtrat vorgestellt werden.

Schon im Juni hatte Konrad klar gemacht, dass Leipheim kaum Alternativen zu seinen bestehenden Brunnen hat: Ein weiteres Wasserschutzgebiet für neue Brunnen sei im Stadtgebiet nicht möglich, eine Versorgung über andere Anbieter (zum Beispiel die Landeswasserversorgung oder die Stadtwerke Günzburg) sehr teuer. „Wir müssen die Wasserversorgung möglichst schnell in den Griff bekommen“, machte Konrad klar. „Damit uns so was wie im Sommer nicht wieder passiert.“ Der Stadtrat stimmte dann auch einstimmig für die Auftragsvergabe.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Dem-naechsten-Hochwasser-sollen-die-Brunnen-standhalten-id27171377.html

Dem nächsten Hochwasser sollen die Brunnen standhalten – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Dem-naechsten-Hochwasser-sollen-die-Brunnen-standhalten-id27171377.html

Das Hochwasser im Juni 2013 war verheerend. In Sachsen-Anhalt ist nun auch das Ausmaß der Naturkatastrophe für die Wälder bekannt geworden. Laut Umweltministerium seien 20.000 Hektar überschwemmt gewesen.

Vernässte Stämme, abgeknickte Äste und brachliegende Wurzeln: Die Hochwasserkatastrophe von Juni hat die Baumbestände im Land stark beschädigt. Etwa 20.000 Hektar Wald seien überschwemmt gewesen, teilte das Umweltministerium in Magdeburg mit. Besonders betroffen seien mit 12.000 Hektar vor allem private Wälder. In einigen Gebieten der einstigen Hochwasserregionen im Land müssten Bäume wieder aufgeforstet werden. Das gesamte Ausmaß könne erst mit der kommenden Vegetationszeit im Frühjahr abgeschätzt werden.

Quelle: mz-web.de

Bislang mehr als 1700 Anträge auf Fluthilfe

Veröffentlicht: September 29, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Sachsen-Anhalt
Magdeburg – Knapp vier Monate nach dem Hochwasser läuft der Wiederaufbau vielerorts auf Hochtouren. Bei der Investitionsbank in Sachsen-Anhalt sind bisher mehr als 1700 Anträge für Geld aus dem Wiederaufbaufonds eingegangen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Erste Gelder wurden auch schon genehmigt. Bund und Länder hatten sich nach der Rekordflut verständigt, bis zu acht Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.
Die landeseigene Investitionsbank übernimmt in Sachsen-Anhalt die Prüfung der Anträge von Bürgern und Unternehmen. „Das Antragsverfahren für die Wiederaufbauhilfen ist über die Investitionsbank gut angelaufen“, erklärte Sprecher Rainer Metke.

Von den 1700 Anträgen fällt der größte Teil auf Privatleute. 1100 Anträge im Bereich Wohngebäude und Hausrat wurden bislang gezählt. In 251 Fällen wurde auch schon Hilfe bewilligt.

Im Bereich der Landwirtschaft wurden bislang 365 Anträge gezählt, davon wurden bislang 150 bewilligt. Die kleinste Zahl – aber mit oftmals auch größeren Summen – kommt aus der Wirtschaft mit 236 Anträgen. Hier muss vor einer Genehmigung noch eine Freigabe durch die EU abgewartet werden, die spätestens Anfang Oktober erwartet wird.

Von dem Wiederaufbaufonds soll nach vorläufigen Berechnungen der größte Anteil auf Sachsen-Anhalt entfallen, weil hier die Regionen an Elbe und Saale am stärksten von der Flut betroffen waren. Schätzungen gingen von rund 2,7 Milliarden Euro Schäden aus. Für die Hilfe nimmt der Bund neue Schulden auf, die Bundesländer sollen für ihren Beitrag dafür in den kommenden Jahren weniger Finanzzuweisungen erhalten. Ein Teil des Geldes soll auch für einen besseren Schutz vor künftigen Fluten investiert werden.

Unabhängig von der Wiederaufbauhilfe hatte die Landesregierung nach der Flut auch Soforthilfen ermöglicht. Diese sind in Höhe von 70,2 Millionen Euro inzwischen fast komplett ausgezahlt, wie die Staatskanzlei erläuterte. Zudem kamen auf einem Spendenkonto der Landesregierung rund 700 000 Euro zusammen, die unter anderem für besondere Härten genutzt werden sollen.
Quelle: focus.de

Niederorschel. In einem Punkt sind sich die Wetter-Experten einig: Der Regen nimmt zu. Die Hochwasser-Gefahr wächst.

In Niederorschel wurde reagiert. Innerhalb von elf Monaten erschufen Fachleute an der Ohne ein Dammbauwerk. Sie verwandelten eine Wiese, die so groß wie drei Fußballfelder war, in ein Hochwasser-Rückhaltebecken. Mit einem Fassungsvermögen von 30 000 Kubikmetern. Das Projekt ist beendet. Jetzt konnte es besichtigt werden. Etliche Niederorschler nutzten diese Gelegenheit.

„Eine Million Euro wurden hier verbuddelt“, erklärte Bürgermeister Hans Dannoritzer. Eine absolute Sicherheit im Hochwasserschutz werde es zwar nie geben, weiß der Ortschef, „aber hier haben wir ein Rückhaltebecken für den Notfall, das uns helfen wird, unser Dorf zukünftig besser zu schützen. Wir haben vorgesorgt.“

Gegen ein Jahrhundert-Hochwasser ist auch in Niederorschel kein Kraut gewachsen. Aber jene Überschwemmungen, wie sie alle zwei bis fünf Jahre zu erwarten sind, sollten künftig keine größeren Probleme mehr bereiten. „Wenn das Wasser kommt, dann wird es hier zwischengespeichert“, zeigte Bauingenieur Martin Kellner vom Damm auf das 300 Meter lange Rückhaltebecken. Während das Becken vollläuft, wird das Wasser kontrolliert und gedrosselt wieder abgelassen. Im Einlaufbereich ließen die Ingenieure die Sohle der Ohne ein wenig anheben. Um den Flussbewohnern keinen Kummer zu bereiten, errichteten sie hier eine Fisch-Treppe.

„Das letzte wirklich große Hochwasser erlebte Niederorschel vor 30 Jahren“, erinnerte sich Hans Dannoritzer. „Wir alle wünschen uns, dass wir dies nicht noch einmal durchstehen müssen.“ Die Birkunger Talsperre puffere schon viel ab, so der Bürgermeister. Aller Sorgen ledig ist die Ohne aber nicht. Auch in der Bauzeit brachte der Fluss phasenweise viel Wasser mit. So fehlten an einem Tag nur noch zwei Zentimeter, sonst wäre das Becken erstmals vollgelaufen.

Geplant wurde das Becken vom Mühlhäuser Ingenieurbüro Kellner. Die Firma ETG aus Walschleben führte den Bau aus. Hans Dannoritzers Dank galt auch dem Bauamt der VG.

Quelle: thueringer-allgemeine.de