Volksbank ehrt Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr

Veröffentlicht: September 27, 2013 von fluthelfer in Dessau
Die Volksbank Dessau-Anhalt hat im Kernhaus 103 Freiwillige Feuerwehren für ihren Einsatz beim Hochwasser geehrt geehrt. 200 Euro gab es für jede Freiwillige Feuerwehr von Gommern über die Doppelstadt bis hin nach Griebo im Landkreis Wittenberg.

Dessau Es gibt Zahlen, die können selbst noch einen Bankvorstand beeindrucken. Die 103 zum Beispiel. „Ich hätte im Einzugsgebiet der Volksbank Dessau-Anhalt vielleicht mit 60 bis 80 Freiwilligen Wehren gerechnet. Aber 103 hat mich dann doch überrascht“, sagt Manfred Bähr. Vor allem ließ ihn das auch tiefer als erwartet in die Ertragskasse seines Instituts greifen. Denn nach dem jüngsten Hochwasser im Juni stand für seine Bank schnell fest, dass man ein finanzielles Zeichen der Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz an vorderster Front leisten wollte. 200 Euro sollte es für jede Freiwillige Feuerwehr von Gommern über die Doppelstadt bis hin nach Griebo im Landkreis Wittenberg geben. Aus den veranschlagten 12.000 bis 16.000 sind am Ende 20.600 Euro geworden. Doch jeden einzelnen Euro sieht Bähr gut angelegt. Am Donnerstagabend lud die Volksbank zur Ehrung und stellvertretenden Scheckübergabe an elf Wehrleiter und Bürgermeister sowie Ortsbürgermeister in das Kornhaus.

„Den Ort haben wir ganz bewusst gewählt“, so Bankvorstand Bähr in seiner Ansprache zur Ehrung. Zuerst 2002 und dann in diesem Juni zum zweiten Mal, mit teils noch heftigerer Wucht, haben die Elbe und zahlreiche andere Gewässer gezeigt, wie trügerisch die Idylle dieser Tage sein kann. Denn vor vier Monaten hieß es hier Land unter. Bis auf vielleicht eine Stufe stand die gesamte Treppe am Kornhaus unter Wasser. Als Roland Schneider, der Chef der Dessau-Roßlauer Berufsfeuerwehr, diesen Scheitel am Donnerstag markierte, wurde schnell deutlich, dass die neue sichtbare Hochwassermarke die von 2002 locker übertrumpfen würde.

„Sie haben ihren Mann und ihre Frau gestanden“

Und doch ist Dessau-Roßlau, anders als viele andere Orte, mit einem blauen Auge davon gekommen. Einzelschicksale von zerstörten Kleingartenanlagen und Vereins- sowie Gasthäusern sind freilich diesmal nicht ausgeblieben. Doch haben die Deiche vor erheblicheren Schäden geschützt. Wo diese Maßnahmen alleine nicht ausreichten, haben viele Bürger mit angepackt und vor allem auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren. „Sie haben in erster Reihe uneigennützig und mit einem bewundernswerten Engagement ihren Mann und ihre Frau gestanden“, lobt Bähr. Der ehrenamtliche Dienst an der Gesellschaft in der Freiwilligen Feuerwehr, für den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Dessau-Anhalt ist es „ein Ehrenamt, das mit dem Risiko für das eigene Leben verbunden, etwas Außergewöhnliches ist und deswegen unsere uneingeschränkte Hochachtung verdient“.

Diese lebensgefährlichen Situationen sind dem Akener Bürgermeister Hansjochen Müller noch lebhaft in Erinnerung. „Viele waren irgendwann nervlich am Ende, aber haben sich gegenseitig am Ärmel gepackt und das durchgestanden“, bewundert Müller den ungebrochenen Einsatzwillen. Selbst wenn das eigene Haus Opfer der Fluten wurde, kümmerten sich sehr viele erst um andere. „In dieser Situation haben die Bürger begriffen, wie wertvoll die Feuerwehr ist“, so der Akener Bürgermeister.

Auch Jürgen Dornblut, der Stadtwehrleiter von Zerbst, ist vom Engagement beeindruckt. „Wir haben maximale Pumpleistungen gefahren, um nicht evakuieren zu müssen. Bis auf wenige Häuser ist uns das glücklicherweise gelungen. Dafür haben viele bis zur Erschöpfung gearbeitet und sind manchmal an ihren Pumpstationen eingeschlafen“, erinnert er sich. Doch es bleiben ihm auch sehr andere beeindruckende Bilder im Gedächtnis. Von der Bevölkerung, die größtenteils auch uneigennützig mit anpackte, wo Hilfe nötig war, und vor allem von den Jugendlichen.

Quelle: mz-web.de

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