AG Hochwasser tagt mit Betroffenen aus Untermhaus und Debschwitz

Veröffentlicht: September 27, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Thüringen

Vielzahl der Hinweise und Vorschläge werden ausgewertet und fließen bis spätestens Anfang 2014 in Hochwasserschutzplan ein

Die Geschehnisse der Hochwasserkatastrophe in diesem Jahr im Juni werden derzeit intensiv durch die Arbeitsgruppe Hochwasser der Stadt aufgearbeitet und ausgewertet, um Schlussfolgerungen für etwaige künftig auftretende ähnliche Schadensereignisse zu ziehen. Nach den beiden Auftaktberatungen im Juli und August fand nun die vierte Regionalberatung mit Bürgern und Unternehmern aus Debschwitz und Untermhaus statt. Zuvor tagten am 9. September Betroffene aus Zwötzen und Liebschwitz, am 12. September aus Thieschitz, Milbitz und Rubitz und am 16. September aus Heinrichsgrün, Langenberg und Stublach. Der Vorschlag für die Mitarbeit in einer AG entstand durch die Bürger selbst auf der öffentlichen Hauptausschusssitzung am 25. Juni.

Unter Leitung von Holger Steinbach, Leiter der Unteren Wasserbehörde, berieten die AG-Teilnehmer am 25. September im Dezernat Bau und Umwelt in der Amthorstraße gemeinsam mit Fachdienstleiter für Brand- und Katastrophenschutz Ludwig Geiger, Fachdienstleiter Umwelt Konrad Nickschick, Jürgen Kroll von der OTWA GmbH und Patricia Reißhauer von der TLUG Jena über Sofortmaßnahmen in Sachen Hochwasserschutz. Besonders das Interesse der Unternehmer aus Untermhaus war groß. Sie waren alle vom letzten Hochwasser stark betroffen, hatten in den kritischen Tagen mit hoher Einsatzbereitschaft nicht nur sich selbst versucht zu schützen, sondern Seite an Seite mit den Bewohnern und gemeinsam mit ihrer Belegschaft, unter Einsatz der eigenen Technik gegen die Fluten gekämpft. Ob Ronny Laudenbach von der Bäckerei + Konditorei Laudenbach GmbH und Co. KG, Uwe Meißner von der Adelheid Meißner GmbH Gera, Martin Grötsch von der Grötsch Fensterbau GmbH, René Starke von STARKE Möbeltransporte, Jutta Bensch-Klabunde und Frank Klabunde von der JFK Rings GmbH, die Bürger Reinhard Schmalwasser aus Untermhaus sowie Dieter Neuhold und Tilo Wetzel aus Debschwitz, sie alle brachten ihre Vorschläge in die über dreistündige Diskussionsrunde ein.

Auf dem Tisch lagen zwei große Karten von jeweils Debschwitz und Untermhaus, auf denen sie akribisch versuchten, den Weg des Wassers in ihrem Stadtteil nachzuvollziehen. Die entsprechenden Stellen wurden farblich markiert. Da ging es um solche Schwachstellen wie Vertiefungen in Dämmen, wie man mit Hilfe von Sandsäcken dem Wasser wo Einhalt gebieten könnte und welche Plätze sich im Katastrophenfall für die Zwischenlagerung von Sandsäcken eignen würden. Wenn der Greizer Pegel steigt, haben die Geraer noch etwa sechs Stunden Zeit, um Maßnahmen zu ergreifen. Die müssen zielgerichtet genutzt werden. Bitte der Teilnehmer auch: Bei einem künftigen Hochwasser sollte die Polizei Schaulustige, die im Juni die Wege verstopften und die Arbeiten behinderten, von den Hochwasserschwerpunkten fernhalten

„Wir tragen all diese vielen Hinweise und Erkenntnisse zusammen. Sie sind in den kommenden Wochen die Grundlage für die Überarbeitung des Hochwasserschutzplanes. Aus der Vielzahl der übermittelten Ereignisse und aus dem Vergleich mit Zeit, Ort und Pegelständen werden konkrete Maßnahmen abgeleitet. Es gibt auch noch Ortsbegehungen mit der OTWA GmbH in Debschwitz und Liebschwitz. Bis Ende 2013 / Anfang 2014 soll der Plan stehen. Dann werden wir die Regionalarbeitsgruppen Hochwasser erneut einladen und zu den Ergebnissen informieren. Allen Bürgern und Unternehmen, allen Betroffenen, die bisher so engagiert mitgearbeitet haben, ein großes Dankeschön“, so Holger Steinbach.

Quelle: gera.de

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