Archiv für September 26, 2013

Elster im Landkreis Wittenberg soll künftig besser vor Hochwassern geschützt sein. Am Mittwoch wurde in der Nähe des Ortes am Zusammenfluss von Elbe und Schwarzer Elster mit dem Bau eines Deiches und dem Aufstellen von Spundwänden begonnen.

2,5 Millionen für ersten Bauabschnitt

Wie die Magdeburger Staatskanzlei mitteilte, soll in einem ersten Bauabschnitt ein 1,6 Kilometer langer Deich entstehen. An Stellen, an denen kein Damm errichtet werden kann, werden Spundwände gesetzt. 2,5 Millionen Euro fließen den Angaben zufolge in das Projekt, das zu 80 Prozent mit EU-Mitteln finanziert wird. Der Rest kommt von Bund und Land. Der erste Bauabschnitt soll im Oktober 2014 fertig sein.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte beim Baustart: „Wir haben seit 2002 rund 500 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert und 525 Kilometer Deiche DIN-gerecht erneuert.“ Ziel sei es, bis 2020 nahezu alle Deiche in Sachsen-Anhalt in einen DIN-gerechten Zustand zu bringen. Auch der Gewinn von Überschwemmungsflächen sei ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz, erklärte der CDU-Politiker.

Knapp sieben Kilometer Deiche und Spundwände

Im kommenden Jahr soll in Elster mit dem zweiten Bauabschnitt der Hochwasserschutzanlage begonnen werden. Insgesamt entsteht dort eine Deich- und Spundwandlinie von rund 6,6 Kilometern Länge. Auch die Ortschaften Iserbegka und Listerfehrda sollen auf diese Weise einen Hochwasserschutz erhalten.

Bisher gab es rund um Elster überhaupt kein Hochwasserschutzsystem. Der rund 2.600 Einwohner zählende Ort in der Einheitsgemeinde Zahna-Elster war sowohl bei der Juni-Flut in diesem Jahr als auch beim Hochwasser 2002 komplett überflutet worden.

Quelle: mdr.de

Hilfskonto wird aufgestockt

Veröffentlicht: September 26, 2013 von fluthelfer in Hilfe, Wittenberg

Die Stadtfest-Plaketten und viele Aktionen bringen 22.670 Euro Spenden für vom Juni-Hochwasser betroffene Anwohner im Landkreis Wittenberg. Das Geld wurde am Mittwoch übergeben und soll nun den Menschen helfen.

Der Spendentopf für Betroffene des Juni-Hochwassers im Landkreis Wittenberg ist um ein beträchtliches Stück gewachsen. 22.670,40 Euro wurden am Mittwoch übergeben, zum einen von der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH (ehemals WittenbergKultur), zum anderen von der Tourist-Information Wittenberg.

Das Geld stammt zum größten Teil von nicht zurückgegebenen Plaketten aus dem Vorverkauf des ausgefallenen Stadtfestes. Als angekündigt war, dass diese Einnahmen dem Hochwasserkonto gespendet werden, „hatten wir eine große positive Resonanz“, sagte GmbH-Geschäftsführer Johannes Winkelmann. Man habe sich bewusst entschieden, es nicht nur einer einzigen Einrichtung zukommen zu lassen. Weitere Spenden stammen von Baustellenführungen und Spenden von Stadtführern, so Tourismus-Frau Kristin Ruske. Und auch die Auktion der „Kunstwege“ hatte 1.400 Euro eingebracht. Zuvor waren bereits knapp 70.000 Euro auf dem Spendenkonto des Landkreises eingegangen, zum Teil zweckgebunden.

Quelle: mz-web.de