Archiv für September 24, 2013

„Wölfe“ beseitigen Hochwasser-Schäden

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Bewegung der anderen Art stand für die Fußball-Teams des VfL Wolfsburg auf dem Programm. Beim TSG Calbe südlich von Magdeburg beteiligten sie sich an den Restaurierungsarbeiten.

Bewegung der anderen Art stand für die Fußball-Teams des Männer-Bundesligisten und Frauen-Triple-Gewinners VfL Wolfsburg auf dem Programm. Beim TSG Calbe südlich von Magdeburg beteiligten sich die Niedersachsen im Rahmen einer Freiwilligen-Initiative an den Restaurierungsarbeiten nach dem Saale-Hochwasser im vergangenen Juni. Auch VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs und Männer-Cheftrainer Dieter Hecking packten mit an, auf dem Spielfeld sowie den Trainingsstätten die Schäden durch das vier Wochen lang bis zu 1,50 m hoch stehende Wasser zu beseitigen.

„Es ist eine ganz wichtige Sache, zu zeigen, dass man helfen möchte. Dass das nicht so professionell ist, was wir machen, steht nicht im Vordergrund, sondern das Signal, dass wir gemeinsam anreisen und gemeinsam etwas schaffen“, verdeutlichte Allofs.

Hecking bewertete die Maßnahme ähnlich: „Für uns Profisportler ist es auch mal gut, sich mit den ganz einfachen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Das ist keine lästige Pflichtaufgabe. Es ist wichtig, dass die Jungs, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, auch mal wieder ganz normale Dinge machen müssen. Ich glaube nicht, dass ganz viele meiner Spieler im letzten Jahr einen Pinsel in der Hand gehabt haben.“

Quelle: handelsblatt.com

Hochwasser-Folgen  43 Posten auf Schadensliste in Bernburg

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

Die Schäden des Juni-Hochwassers sind noch lange nicht aufgearbeitet. Der Salzlandkreis meldet in einem Maßnahmeplan die Schäden an kreiseigenen Gebäuden und Straßen an das Landesverwaltungsamt.

Bernburg „Wir könnten immer noch etwas nachmelden“, meinte Karin Pfeiffer, Fachdienstleiterin Kreisentwicklung, Bauen und Umwelt in der Bernburger Kreisverwaltung. Auf der Tagesordnung des Kreisausschusses stand der so genannte Maßnahmeplan des Salzlandkreises. Es geht dabei um eine Auflistung von Hochwasserschäden an kreiseigenen Immobilien und Kreisstraßen, die Mitarbeiter des Landratsamtes in den vergangenen Monaten auch fotografisch dokumentiert haben.

Richtlinie herausgegeben

Demnach ist das Aufbauhilfegesetz des Bundes am 19. Juli in Kraft getreten. Die zur Umsetzung notwendige Verordnung über die Verteilung der Mittel gilt seit 18. August. Inzwischen hat das Land Sachsen-Anhalt eine Richtlinie herausgegeben, die Anhaltspunkte geben soll über die Gewährung von Zuwendungen zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013. Diese Richtlinie ist auch im Internet einzusehen.

Die in der Richtlinie aufgeführten Einzelprogramme sind in acht Gruppen unterteilt. Die Gemeinden, Verbandsgemeinden und Landkreise sind aufgefordert, „alle notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung der Hochwasserschäden an der Infrastruktur“ nach dem Einzelprogramm E zu erfassen. Darunter sind gefasst die Hilfen zur Schadensbeseitigung bei der Infrastruktur in den Gemeinden und weiterer Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Dieses Programm setzt voraus, dass zuvor das genannte Maßnahmeplanverfahren durchgeführt wird. Die Gemeinden und Verbandsgemeinden waren gehalten, ihre Schäden an den Salzlandkreis bis zum 15. September zu melden. Die Kreisverwaltung prüft die Schäden und leitet sie dann bis 15. Oktober ans Landesverwaltungsamt weiter.

Land prüft die Angaben

Nach Angaben von Landrat Ulrich Gerstner (SPD) wird die Plausibilität der einzelnen Maßnahmen durch das Land geprüft. Damit stehe jedoch noch keineswegs fest, wann die Reparaturarbeiten durchgeführt werden.

Schäden des Salzlandkreises an Gebäuden, an Infrastruktur und an Kreisstraßen waren bis 15. September an das Landesverwaltungsamt zu melden. Diese Landesbehörde prüft wiederum die einzelnen Maßnahmen und den Maßnahmeplan nach der Kausalität und der Höhe des Schadens, außerdem den Zeitraum für die Umsetzung einer Maßnahme. Die Sportstätten werden nicht vom Landesverwaltungsamt geprüft.

In den vergangenen Monaten haben der Kreiswirtschaftsbetrieb und der Fachdienst Gebäudemanagement die Schäden an Einrichtungen des Salzlandkreises erfasst und in dem Maßnahmeplan zusammengefasst. Wichtig ist dabei, dass die Reihenfolge in der Liste bereits Auskunft geben soll zum geplanten Beginn der Umsetzung.

Quelle: mz-web.de

Idee von Klaus Schultheiß – Prototyp für Burghauser Hochwasserschutz

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Bayern
Um Burghausens Altstadt besser vor Hochwasser zu schützen, hat Klaus Schultheiß eine mobile Mauererhöhung erdacht

Das Gedanke an das Juni-Hochwasser lässt viele Burghauser noch immer erschaudern. Damals stand die Salzach nur noch knapp unter der Mauer an der Salzlände. Mit nicht befestigten Sandsäcken wurde versucht, einen noch höheren Wasserstand abzuhalten – zum Glück trat der Testfall nicht ein. Denn ob diese Säcke gehalten hätten, ist fraglich.

 

Gleich in der ersten Stadtratssitzung nach dem Hochwasser wurden Ideen für einen verbesserten Hochwasserschutz gesucht. Stadtrat Klaus Schultheiß kündigte schließlich an, er werde nach der Sommerpause etwas gefunden haben und vorstellen.

 

Gesagt, getan. Am Dienstag, 24. September, wurde der Presse der Prototyp für die Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Salzlände präsentiert! Es handelt sich um verschweißte Winkelhalterungen aus IPE 100 Doppel-Eisenträgern mit einer Wand aus massiven Kanthölzern. Diese 2 Meter breiten und 40 Zentimeter hohen mobilen Steckteile werden über die Ufermauer gestülpt und nicht verschraubt. Damit gibt es keinen baulichen Eingriff in die Ufermauer, die dem Staatlichen Wasserwirtschaftsamt untersteht.

 

Von der Salzachseite her können bis zu drei Lagen Sandsäcke zur Abdichtung der Erhöhung gestapelt werden, möglicherweise würde sogar eine Lage ausreichen. Damit wäre die Burghauser Altstadt mit 40 Zentimeter vor Hochwasser geschützt.

 

Die Kosten pro Bauteil belaufen sich auf ca. 300 Euro. Bei einer Ufermauerlänge von ca. 500 Metern würden damit auf die Stadt Burghausen Kosten von ca. 150.000 Euro zukommen – ein vergleichsweise kleiner Beitrag für ein großes Plus an Hochwasserschutz.

 

Einen ausführlichen Bericht dazu sowie über die Pläne der Stadt für weitere Schutzmaßnahmen in Häusern entlang der Salzach, lesen Sie im nächsten Wochenblatt.

Quelle: wochenblatt.de

Nach der Flut ist die Stadt Passau größtenteils wieder auf den Beinen. Dennoch will man das Hochwasser im Juni nicht so schnell vergessen. Der Hochwasserschutz soll Thema eines öffentlichen Informationsabends sein, den Oberbürgermeister Jürgen Dupper ins Leben gerufen hat.

Sechs Referenten werden am Donnerstag den 26. September Maßnahmen gegen das Hochwasser erläutern und Erfahrungsberichte aus anderen betroffenen Regionen geben. Anschließend stehen die Redner für Fragen in einer offenen Diskussionsrunde zur Verfügung.

Die Stadt Passau lädt alle interessierten Bürger und Bürgerinnen ein, teilzunehmen. Beginn der Veranstaltung ist um 16 Uhr im Großen Rathaussaal des Alten Rathauses.

Quelle: mediendenk.de

Schutz vor Hochwasser wird teurer

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

 

Potsdam (MOZ) Rund 2000 Hausbesitzer in Brandenburg erhalten in diesen Tagen Post von ihrer Versicherung. Die Allianz teilt darin mit, dass sich Kunden mit DDR-Altverträgen in Hochwassergebieten auf höhere Kosten einstellen müssen.

 

Die letzte große Flut ist erst drei Monate her, nun reagiert die Allianz und ändert Alt-Verträge für Gebäudeversicherungen. Mehr zahlen müssen zum Beispiel viele Menschen im Oderbruch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat sogenannte Gefährdungsklassen ermittelt. In der höchsten Klasse vier ist demnach statistisch aller zehn Jahre mit einem Hochwasser zu rechnen, in Klasse drei aller zehn bis 50 Jahre.

Das Angebot der Allianz sieht nun so aus: Hausbesitzer in der Gefährdungsklasse drei müssen eine Beitragserhöhung um 100 Euro pro Jahr und eine Selbstbeteiligung von 1500 Euro im Schadensfall akzeptieren. Wer sein Haus in der Zone vier hat, zahlt 150 Euro Jahresprämie mehr und wird mit einem Selbstbehalt bis 3000 Euro zur Kasse gebeten. Die Deckungssummen bleiben gleich.

„Wenn also ein Schaden von 100 000 Euro eintritt, was bei einem Haus leicht passieren kann, muss der Eigentümer 3000 Euro zahlen. Das finde ich fair“, sagt Allianz-Sprecherin Claudia Herrmann. Sie verweist darauf, dass dem Konzern wegen des jüngsten Hochwassers allein in den neuen Ländern 40 000 Schäden gemeldet worden seien. Bundesweit werde man 600 Millionen Euro an die Kunden auszahlen.

Im Gegenzug sei es notwendig, die DDR-Verträge zu verändern. Die Allianz hatte 1990 die DDR-Policen übernommen – Hochwasserschutz inklusive. Bisher wurden alle Schäden zu 100 Prozent ersetzt. „Es gibt in den alten Verträgen keine Selbstbeteiligung im Schadensfall und keine Stafflung der Kosten nach Risiko. Beides sind heute aber Selbstverständlichkeiten“, erklärt Allianz-Sprecherin Claudia Herrmann.

Sie betont, dass die Police auch künftig im Vergleich zu denen anderer Anbieter preiswert sei. Auch Verbraucherschützer verweisen darauf, dass es für Hausbesitzer in Risikogebieten zunehmend schwierig sei, überhaupt einen neuen Vertrag zu bekommen, und wenn, dann nur mit noch höheren Selbstbehalten.

Heike Pestka, Allianz-Kundin aus dem Oderbruch, ist mit dem Vorstoß des Konzerns dennoch nicht einverstanden. „Wir sind Stammkunden, haben alle unsere Versicherungen bei der nicht gerade preisgünstigen Allianz abgeschlossen, vor allem wegen dieses einen guten Altvertrags“, sagt sie. „Ich finde es nicht gut, dass wir nun mehr zahlen müssen.“ Heike Pestka ist sich bewusst, dass sie im Risikogebiet wohnt – 700 Meter vom Oderdeich entfernt. „Wir hatten dreimal Hochwasser, aber noch keinen Schadensfall“, gibt sie zu bedenken. Mit den 3000 Euro Selbstbeteiligung im Schadensfall könne sie leben. „Wenn nach einer Flut alles weg ist, fällt diese Summe nicht so stark ins Gewicht.“ Aber die jährlich 150 Euro mehr würden ihr weh tun. „Das ist viel Geld.“

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erneuerte angesichts des Allianz-Vorhabens seinen Appell an sämtliche Hausbesitzer, sich mit einer Elementarschadenversicherung gegen die wachsende Gefahr von Naturkatastrophen abzusichern. Bislang hätten lediglich 28 Prozent der märkischen Eigenheimbesitzer einen solchen Schutz, hieß es.

Quelle: moz.de

Angst vor weiterem Hochwasser bleibt

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

RMD und Wasserwirtschaftsamt informierten Stadtrat über Schutzmaßnahmen

Die geplanten Maßnahmen, die für Deggendorf und alle Stadtteile einen Schutz vor 100-jährlichen Hochwasser bieten sollen, standen auf der Tagesordnung der Sondersitzung des Stadtrats. Für den Endausbau der Hochwasserschutzmaßnahmen von Straubing bis Deggendorf läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren.

Frühestens im ersten Quartal 2014 seien die Pläne auslegungsreif, so Dr. Schmautz von der RMD. „Wenn wir es sehr optimistisch betrachten, dauert das Planfeststellungsverfahren mindestens zwei Jahre.“ „Die Betroffenen müssen jetzt über zwei Jahre mit der Angst leben, dass das Hochwasser bei einem ähnlichen Ereignis von der Isar wiederkommen kann“, meinte Renate Franzel (Grüne).

Quelle: http://www.idowa.de

Zwei Becken zum Schutz vor Hochwasser

Veröffentlicht: September 24, 2013 von fluthelfer in Bayern

Wasser der Lohe soll zurückgehalten werden können – Arbeiten kommen gut voran

Kräftige Erdbewegungen waren in den letzten Wochen an der Kreuzung bei Neuhausen und an der Straße von Haidenkofen nach Büchling zu beobachten. Im Rahmen der Flurbereinigung Haidlfing V entstehen dort ökologische Flächen, die Hochwasser entlang der Lohe verhindern sollen. Ausgeschoben wurden in den beiden Becken rund 15 000 Kubikmeter Erdreich durch die Firma Terratop Landshut. Die Erde wurde auf dem Gebiet des ehemaligen Flugplatzes – das Lager Ganacker – ausgebracht. In den dadurch entstandenen Senken soll Hochwasser aufgefangen werden.