Hochwasser: Allianz verteuert DDR-Versicherungsverträge

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Auf einige Hausbesitzer in Hochwassergebieten könnten höhere Kosten zukommen. Die Allianz-Versicherung will die DDR-Altverträge zum Hochwasserschutz umwandeln. Die Prämien steigen und es wird ein Selbstbehalt eingeführt.

Die vom Hochwasser betroffenen Versicherten der Allianz-Versicherung müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, um ihre Gebäude weiterhin gegen Elementarschäden abzusichern.

Die Allianz hatte nach 1990 die DDR-Versicherungsverträge übernommen, in denen der Schutz gegen Hochwasser mitversichert war. Bisher wurden alle Schäden daraus zu 100 Prozent ersetzt. Dies soll sich nun ändern.

Etwa 15.000 der 450.000 Versicherten mit Altverträgen haben jetzt ein Umwandlungsangebot der Allianz erhalten. Darin wurden die Prämien angehoben und ein Selbstbehalt von bis zu 3.000 Euro eingeführt.

„Die Selbstbehalte sind damit gleich wie in anderen Regionen in der Bundesrepublik auch. Damit haben wir immer noch ein sehr gutes Angebot, das wir den Kunden machen können. Wer mit den Offerten, die wir jetzt ausstellen, nicht einverstanden ist, der kann sich natürlich umsehen und schauen, ob er anderswo die Deckungen kriegen würde. Wenn dem so wäre, dann könnte er wechseln“, sagte Allianzvorstand Moser am Freitag im rbb. Die Deckungssummen für die Gebäude blieben gleich, hieß es.

Als Gründe für die Veränderungen nannte der Allianzvorstand Häufung und Ausmaß von Wetter-Ereignissen mit darauffolgenden Hochwasser. Die „Solidarität unter den Versicherten“ dürfe nicht „überstrapaziert“ werden.

Politk fordert besseren Versicherungsschutz

Die Politik hat nach dem Sommerhochwasser einen besseren Versicherungsschutz für die Betroffenen gefordert.

Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) hatte Anfang September angesichts der immensen Schäden beim letzten Hochwasser für einen besseren Versicherungsschutz vor Elementarschäden plädiert. Bei Naturkatastrophen sollte er gesetzlich geregelt sein, so Tack.

Für Häuser in Hochwasserregionen sei der Elementarschutz oft schwer zu bekommen, betonte sie. Schäden durch Naturkatastrophen würden heute vor allem durch staatliche Ad-hoc-Maßnahmen und private Spenden reguliert. Dafür gäbe es jedoch keinen Rechtsanspruch, hieß es.

Quelle: rbb-online.de

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