Archiv für September 20, 2013

500.000 Euro Spendengelder für Hochwasser geschädigte Bio-Höfe

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Überschwemmtes Weideland, verdorbene Futtermittel, zerstörte Gewächshäuser, Ernteausfälle – diese und weitere teils massive Schäden gehörten zur traurigen Bilanz vieler ökologischer Landwirtschaftsbetriebe nach der „Jahrhundertflut“ im späten Frühjahr. Eine kurzfristig ins Leben gerufene Fluthilfe-Aktion sollte den betroffenen Höfen schnell und unbürokratisch helfen. Jetzt können die Initiatoren insgesamt fast 500.000 Euro Zuwendungen an die Bio-Bauern vergeben, gespendet durch Privatpersonen, Biounternehmen und weitere Organisationen. 20.000 Euro stellte die GLS Bank bereit.

Organisiert hat die Fluthilfe-Aktion die Zukunftsstiftung Landwirtschaft (ZSL) der GLS Treuhand e.V. zusammen mit den Bioverbänden Bioland, Biopark, Biokreis, Demeter, Gäa, Naturland und dem Verbund Ökohöfe. Schwerpunktmäßig hatte die Flut Bio-Höfe in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt getroffen – bei gut einem Viertel der über 100 geschädigten Betriebe waren die Schäden gar existenzbedrohend. Um die Not zu lindern, koordinierte die ZSL die Fluthilfe gemeinsam mit den Bioverbänden. Nach nur zehn Tagen waren schon 150.000 Euro im Spendentopf.

Am 12. September fand die erste Vergabesitzung statt, zusammengesetzt aus Vertretern der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, der GLS Bank sowie der Bioverbände Bioland, Demeter, Gäa und Naturland. Der Mittelvergabe voraus ging eine individuelle, sachliche Prüfung jedes einzelnen Antrags. 49 Biohöfe werden nun Hilfsgelder erhalten. Die verteilten Zuwendungen pro Betrieb liegen dabei zwischen 1.000 Euro und 30.000 Euro. Alleine für die acht am schwersten betroffenen Betriebe werden über 200.000 Euro bereitgestellt. Weitere Vergabesitzungen sind geplant.

Eine besondere Herausforderung bei der Entscheidung, welcher Hof welche Gelder bekommt, lag laut der Zukunftsstiftung Landwirtschaft darin, die Höhe der finanziellen Schäden ins Verhältnis zur Betriebsgröße und –art zu setzen. Auch die zu erwartenden staatlichen Entschädigungen mussten bei der Entscheidung mit in Betracht gezogen werden, um eine Überkompensation der Schäden zu vermeiden.

Da einige Höfe noch weitere Hilfe benötigen, sind auch weiterhin Spenden sehr willkommen. Informationen sowie ein Online-Spendenformular gibt es unter www.zs-l.de und www.gls-treuhand.de.

Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Konto: 30005444
BLZ: 430 609 67 bei der GLS Bank
Stichwort: „Fluthilfe“

Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

Quelle: topagrar.com

Ein schwerer Schicksalsschlag

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, Saale

Anfang Juni dieses Jahres sucht sich die Saale ihren Weg über die Wiesen nach Uichteritz. Die erfahrenen Einwohner wissen: „Wir saufen ab“. In einer Nacht- und Nebelaktion befüllen sie Sandsäcke und bringen sie an die kritischen Stellen des Ortes, die ihnen noch aus der Vergangenheit bekannt sind. Eines der am schlimmsten von der Flut betroffenen Häuser ist das Gebäude der Familie Breitbarth. Es liegt so ziemlich an der tiefsten Stelle des Ortes. Gerhard und Brunhilde Breitbarth können ihr Zuhause nur noch mit geliehenen Wathosen verlassen. Zu hoch steht das Wasser. Aufgebockte Möbel versinken in der Saale. Das komplette Erdgeschoss, erst kürzlich vollständig saniert, muss noch mal völlig neu aufgebaut werden. Seitdem wohnt das Rentnerpaar in einem Provisorium – und das, obwohl es gesundheitlich angeschlagen ist.

Quelle: mz-web.de

Donaupegel – Wieder Hochwasser in Kelheim

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Gut 100 Tage nach der Jahrhundertflut gibt es schon wieder eine Hochwasserwarnung für die Donau. Schuld daran sind die starken Regenfälle der letzten Tage.

In Kelheim steht der Pegel Freitagmorgen (20.09.13) bei 4,72 Metern, damit ist Meldestufe eins erreicht. Der Prognose zufolge soll das Wasser in den kommenden Stunden noch leicht steigen.

Auch Deggendorf sind die Pegel erhöht, mit steigender Tendenz, eine Hochwasserwarnung gibt es hier noch nicht.

Bereits am Donnerstagnachmittag wurde für die Stadt Passau Meldestufe 1 ausgegeben. Der Donaupegel hatte dort einen Stand von 7,22 Metern überschritten. In der Nacht ist der Wasserstand hier allerdings wieder zurückgegangen. Aktuell gibt es für Passau keine Hochwasserwarnung.

Quelle: br.de

Sonderplenum zum Hochwasser

Veröffentlicht: September 20, 2013 von fluthelfer in Bayern

In Landshut findet am Freitagnachmittag (20.09.13) ein Sonderplenum statt, in dem es um das Hochwasser im Juni geht. Dabei wird es nicht nur um finanzielle Hilfen gehen.

Die Stadtwerke werden ein Gutachten vorstellen. Damit soll geklärt werden, ob die Kanalbaumaßnahmen in der Breslauer Straße die Lage im Stadtteil Mitterwöhr verschärft haben.

Deichsanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen

Die Gutachter kommen offenbar zu dem Ergebnis, dass dies nicht der Fall ist. Die Stadtverwaltung wird außerdem den aktuellen Stand der Deichsanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen vorstellen.

Info-Veranstaltung für betroffene Bürger

Am Abend lädt Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) alle vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus Mitterwöhr zu einer Info-Veranstaltung ein. Vor Ort will der OB gemeinsam mit seinen Referenten unter anderem über die Kanalbaumaßnahme, Stromversorgung, Zuschüsse und Spendenverteilung sprechen.

Quelle: br.de

Auf einige Hausbesitzer in Hochwassergebieten könnten höhere Kosten zukommen. Die Allianz-Versicherung will die DDR-Altverträge zum Hochwasserschutz umwandeln. Die Prämien steigen und es wird ein Selbstbehalt eingeführt.

Die vom Hochwasser betroffenen Versicherten der Allianz-Versicherung müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, um ihre Gebäude weiterhin gegen Elementarschäden abzusichern.

Die Allianz hatte nach 1990 die DDR-Versicherungsverträge übernommen, in denen der Schutz gegen Hochwasser mitversichert war. Bisher wurden alle Schäden daraus zu 100 Prozent ersetzt. Dies soll sich nun ändern.

Etwa 15.000 der 450.000 Versicherten mit Altverträgen haben jetzt ein Umwandlungsangebot der Allianz erhalten. Darin wurden die Prämien angehoben und ein Selbstbehalt von bis zu 3.000 Euro eingeführt.

„Die Selbstbehalte sind damit gleich wie in anderen Regionen in der Bundesrepublik auch. Damit haben wir immer noch ein sehr gutes Angebot, das wir den Kunden machen können. Wer mit den Offerten, die wir jetzt ausstellen, nicht einverstanden ist, der kann sich natürlich umsehen und schauen, ob er anderswo die Deckungen kriegen würde. Wenn dem so wäre, dann könnte er wechseln“, sagte Allianzvorstand Moser am Freitag im rbb. Die Deckungssummen für die Gebäude blieben gleich, hieß es.

Als Gründe für die Veränderungen nannte der Allianzvorstand Häufung und Ausmaß von Wetter-Ereignissen mit darauffolgenden Hochwasser. Die „Solidarität unter den Versicherten“ dürfe nicht „überstrapaziert“ werden.

Politk fordert besseren Versicherungsschutz

Die Politik hat nach dem Sommerhochwasser einen besseren Versicherungsschutz für die Betroffenen gefordert.

Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) hatte Anfang September angesichts der immensen Schäden beim letzten Hochwasser für einen besseren Versicherungsschutz vor Elementarschäden plädiert. Bei Naturkatastrophen sollte er gesetzlich geregelt sein, so Tack.

Für Häuser in Hochwasserregionen sei der Elementarschutz oft schwer zu bekommen, betonte sie. Schäden durch Naturkatastrophen würden heute vor allem durch staatliche Ad-hoc-Maßnahmen und private Spenden reguliert. Dafür gäbe es jedoch keinen Rechtsanspruch, hieß es.

Quelle: rbb-online.de