Dahlemer Bauausschuss – Den Fluten auf den Grund gegangen

Veröffentlicht: September 19, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Das Unwetter vom 20. Juni ruft böse Erinnerungen wach. Durch die starken Regenfälle wurden Bäche zu reißenden Flüssen und sorgten für schwere Überflutungen. Der Dahlemer Bauausschuss hat nun nach Ursachen geforscht.

 

Das heftige Unwetter, das am Abend des 20. Juni über der Eifel tobte, werden viele Bewohner von Berk und Kronenburg so schnell nicht vergessen. Denn durch die starken Regenfälle wurden kleine Bäche zu reißenden Flüssen und sorgten für schwere Überschwemmungen. Der Dahlemer Bauausschuss betrieb nun bei einer Rundreise Ursachenforschung.

Erste Station war in Berk das Grundstück der Familie Klein. Es liegt direkt an der Berke, einem kleinen Bach. Matthias Klein berichtete den Politikern, wie der Bach in der Unglücksnacht binnen kurzer Zeit enorm anschwoll und Haus und Grundstück überflutete. Sein Vorschlag war, am Ufer einen Damm zu errichten, damit die Berke auch bei Hochwasser in ihrem Bett bleibt.

Diese Idee stieß auf wenig Gegenliebe. Denn nach dem Unwetter war die Berke so stark angestiegen, dass sie sogar die hinter dem Haus gelegene Brücke überschwemmte. „Man muss weiter oberhalb im Bachlauf nach einem Bereich suchen, der bei Hochwasser als Überflutungsbereich genutzt werden kann“, meinte Ausschussvorsitzender Dr. Heinz Rütz (CDU).

Gitter total verstopft

Dann ging es weiter zum Krombach. Auch er ist normalerweise ein kleines Bächlein, das am Ortsrand von Berk durch einen großen Bogen unter der Grundstückszufahrt von Ralf Dederichs herführt.

Ein rotes Metallgitter soll dafür sorgen, dass Äste und Laub die dahinter liegende Verrohrung nicht verstopfen.

Doch beim Unwetter im Juni führte der Krombach so viel Material mit, dass das Gitter total verstopfte und das Wasser über die Grundstückszufahrt floss. Die Flutwelle brach in dem Haus sogar Türen auf, 1,40 Meter hoch stand das Wasser in Wohnung und Garage.

Drei Autos, ein Motorrad, die Heizungsanlage sowie mehrere Haushaltsgeräte wurden beschädigt. In der Wohnung sammelten sich Wasser, Schlamm, Schnecken und Grünzeug. Der Anlieger beklagte einen Sachschaden von rund 50 000 Euro.

Beschwerden waren erfolglos

Doch nicht nur das: Auch über den oberhalb liegenden Alenweg war das gesamte Oberflächenwasser auf das Grundstück geflossen. Denn der Alenweg ist zwar asphaltiert, hat aber weder einen Bordstein noch eine Entwässerung. Frühere Beschwerden der Familie waren erfolglos geblieben. Dies soll sich nun ändern: Der Bauausschuss beschloss, dass im Alenweg ein Metallgitter installiert werden soll, durch das das Regenwasser ablaufen kann.

Auch in Kronenburg war es zu Überschwemmungen gekommen. Davon war zum Beispiel die SPD-Fraktionsvorsitzende Brigitte Brandenburg betroffen, die nun selbst an der Ortsbesichtigung teilnahm. Ihr Haus war von dem Klingelseifen überschwemmt worden. An seinem Bachlauf hat man schon reagiert. Denn auch dort wurde ein Gitter verstopft, das vor einer Verrohrung sitzt. Infolgedessen hatte sich der Klingelseifen einen anderen Weg gesucht.

Statt dieses Gitters wurden bereits mehrere Holzgitter weiter oberhalb des Rohrs in den Bachlauf gesetzt.

Wenn diese verstopfen, kann das Wasser immer noch außen herum an den Gittern vorbei und dann durch das Rohr fließen. Eine ähnliche Lösung soll nun auch am Krombach in Berk verwirklicht werden.

Quelle: ksta.de

 

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