Archiv für September 18, 2013

Hochwasser: Bis zu 80 Prozent der Jungstörche gestorben

Veröffentlicht: September 18, 2013 von fluthelfer in Tier Fluthilfe

Mit Blick auf die Störche ziehen Vogelschützer heuer eine gemischte Bilanz: Einerseits haben mehr als 320 Storchenpaare in Bayern ein Nest besetzt, das sind rund 50 mehr als im Rekordjahr 2012. Andererseits machte das Hochwasser vielen Jungtieren zu schaffen: Drei Viertel aller neugeborenen Störche überlebte die starken Regenfälle im Mai und Juni nicht, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Mittwoch in Hilpoltstein mitteilte.

Am schlimmsten betroffen waren Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz. „Hier betrugen die Brutausfälle zum Teil 80 Prozent“, erläuterte LBV-Storchenexpertin Oda Wieding. In Mittelfranken und Oberfranken sehe es mit rund 50 Prozent Verlust geringfügig besser aus. Durch das Hochwasser fanden die Altstörche zu wenig Nahrung für ihren Nachwuchs, zudem waren die Temperaturen für die durchnässten Küken zu kalt.

Wieding sprach vom „schlechtesten Bruterfolg seit Beginn der regelmäßigen Erfassung“ vor rund zwanzig Jahren. Rein rechnerisch hätten im vergangenen Jahr pro Nest noch 2,23 Jungstörche in Bayern überlebt – in diesem Jahr nur 0,6. Zwei Jungtiere pro Paar seien nötig, um den Bestand zu erhalten. Derzeit brechen die letzten Störche in ihre Winterquartiere auf. Wieding hofft, dass viele Altstörche gesund zurückkommen und sich die Population wieder erhöht

Quelle: .t-online.de

Rennclub Halle veranstaltet ersten Renntag nach Juni-Hochwasser

Veröffentlicht: September 18, 2013 von fluthelfer in Halle

 

Nur ein gutes Vierteljahr nach dem verheerenden Saale-Hochwasser können wieder Pferderennen auf den Passendorfer Wiesen stattfinden. Der Rennclub Halle veranstaltet am Samstag den ersten Renntag des Jahres 2013. In sieben Rennen werden 77 Vollblüter um die Sieg- und Platzprämien kämpfen. Die hallesche Trainerin Angelika Glodde schickt drei Pferde in die Startbox. «Wer noch weiß, wie hoch das Wasser der Saale im Frühsommer stand, hätte nie geglaubt, dass hier in diesem Jahr noch Galopp-Rennen ausgetragen werden», erklärte am Mittwoch der Präsident des Rennclubs, Gerd Vleugels.

Das Hauptereignis des Renntages ist ein mit 4800 Euro dotierter Ausgleich III über 2200 Meter. Die besten Chancen im neunköpfigen Feld auf die Siegprämie von 2800 Euro werden Electric Sound mit Champion-Jockey Eduardo Pedroza, der momentan Zweiter der deutschen Rangliste ist, eingeräumt. Neben dem 39-jährigen Reiter aus Panama kommen mit Daniele Porcu (3.), Jozef Bojko (4.), Alexander Pietsch (5.), André Best (8.) und Bayarsaikhan Ganbat (9.) fünf weitere Spitzenjockeys am Samstag auf die Passendorfer Wiesen

Quelle: mz-web.de

Deutscher Städtetag fordert mehr Hochwasserschutz

Veröffentlicht: September 18, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz
Das Präsidium des Deutschen Städtetages tagte am Mittwoch, 18. September, in Regensburg. Sie fordern vorbeugend den Hochwasserschutz zu verstärken und den Katastrophenschutz weiter zu entwickeln.

Angesichts der sich häufenden Hochwasserereignisse halten es die deutschen Städte für dringend notwendig, den Hochwasser- und Katastrophenschutz weiter zu entwickeln. Die Städte wollen sich mit ihren Kompetenzen dabei einbringen und erwarten, dass sie an der Entwicklung des nationalen Hochwasserschutzprogramms beteiligt werden, das die Umweltminister der
Länder erarbeiten wollen. Das erklärte der Präsident des Deutschen Städtetages, der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, heute nach einer Präsidiumssitzung des kommunalen Spitzenverbandes in Regensburg.

 

Nationales Hochwasserschutzprogramm 

„Wir begrüßen die gemeinsamen Hochwasserhilfen von Bund und Ländern sowie das Vorhaben der Umweltministerkonferenz, ein
nationales Hochwasserschutzprogramm zu erarbeiten. Die dramatischen Bilder des Hochwassers in diesem Jahr haben sich eingeprägt und sehr deutlich gemacht: Es reicht für einen vorbeugenden Hochwasserschutz nicht allein aus, Deiche zu bauen oder zu erhöhen. Hochwasser auslösende Extremwetterlagen werden auch im Binnenland mit dem Klimawandel weiter zu nehmen. Deshalb müssen der Hochwasser- und Katastrophenschutz unbedingt weiter entwickelt werden“, sagte Maly.

 

Beispielsweise sollten zusätzliche Ausbreitungsflächen für Überschwemmungen und Polder geschaffen oder bestehende erweitert werden, etwa durch Deichrückverlegung oder angepasste Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern in Uferbereichen. Die Flächenversiegelung sollte minimiert werden. Außerdem könne der Bau von Deichen und anderen technischen Bauten für den Hochwasserschutz weiter optimiert sowie der Hochwasser- und Katastrophenschutz besser verzahnt werden. Zudem sollte überlegt werden, wie Hochwasserschutzmaßnahmen beschleunigt umgesetzt werden können.

 

Hochwassschutz erfordert „beträchtliche Investitionen“

„In jedem Fall muss der vorbeugende Hochwasserschutz ausgeweitet werden und erfordert beträchtliche Investitionen. Um diese Ausgaben für einen besseren Hochwasserschutz finanzieren zu können, brauchen die Kommunen mehr finanzielle Unterstützung durch den Bund und die Länder. Möglicherweise lässt sich das analog zum Küstenschutz regeln“, so Maly weiter. Ein integrierter und vorsorgeorientierter Hochwasserschutz müsse allerdings auch die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger und
Unternehmen einbeziehen.

 

Die deutschen Städte begrüßen ausdrücklich, dass sich Bund und Länder zügig auf eine Soforthilfe für Flutgeschädigte und einen gemeinsamen Hilfefonds für betroffene Kommunen und Unternehmen geeinigt und die Regularien dafür festgelegt haben. „Die Menschen in den von der Flut betroffenen Städten brauchen die Hilfe ebenso wie die betroffenen Städte selbst. Dringend notwendige Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten gerade auch an der kommunalen Infrastruktur werden damit geplant und bereits ausgeführt“, sagte Maly.

 

Dank an die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer

Die Städte danken den vielen Einsatzkräften und freiwilligen Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement bei der Flutkatastrophe in den betroffenen Regionen an Elbe und Donau und deren Nebenflüssen geholfen haben. „Sie haben freiwillig und in vielfältigster Form mitgeholfen, Enormes geleistet und noch Schlimmeres verhindert. Sie haben Gemeinsinn und Verantwortungsbewusstsein bewiesen. Dafür sagen wir danke“, so der Städtetagspräsident.

 

Quelle: wochenblatt.de

Benefizkonzert hat ordentlich gerockt

Veröffentlicht: September 18, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Siggi Queck und Freunde spielten zur Unterstützung für Betroffene vom Hochwasser. Klassiker von City bis Chuck und Bob brachten das Publikum auf dem Köthener Marktplatz in die richtige Stimmung.

Köthen Zwar liegt die Flut an Elbe, Saale und Taube nun schon einige Wochen zurück, doch nach wie vor ist der Wunsch groß, den durch das Hochwasser Betroffenen möglichst viel Hilfe zukommen zu lassen. Die Möglichkeiten, dafür Mittel einzuwerben, sind breit gestreut – die Form eines Benefizkonzerts ist eine davon. Allerdings eine, die berühmte Vorläufer hat: „Solche Veranstaltungen stehen in einer langen Tradition und wurden 1971 von George Harrison mit seinem legendären Concert for Bangladesh begründet“, erläuterte Horst-Peter Lämmler, der als Moderator durch ein Benefizkonzert führte, das auf dem Köthener Marktplatz stattfand.

Und bei dem Musiker auf der Markt-Bühne standen, die in dieser Besetzung vorher noch nie gespielt, ja nicht einmal miteinander geprobt hatten. Dennoch gab es eine geballte Ladung an hochkarätiger Rockmusik der 60er und 70er Jahre auf die Ohren. Der Initiator und Spiritus Rector der Veranstaltung, Siggi Queck, der nicht nur die Leadgitarre, sondern auch Mandoline spielte, ein ehemaliger Köthener, der jetzt in Krefeld lebt, brachte noch zwei Musiker mit; den Bassisten Ludger Költgen, der mit seinen Läufen der Band den Groove gab, und Sänger Alex Oelke, dessen charismatische Stimme das Publikum immer wieder aufhorchen ließ.

rockige Stones-Titel begeisterten

Zuvor hatte man bei einem Konzert im Jazzkeller Krefeld bereits 300 Euro gesammelt und dem Jugendclub in Aken gespendet. Die Werner-Bäder-GmbH Duisburg unterstützte die Band bei der Anreise; Musiker und Technik durften im Firmenkleintransporter kostenlos fahren. Quecks Bruder Detlef aus Aken spielte die 12-saitige Gitarre und wusste sowohl mit Beatles-Balladen als auch mit rockigen Stones-Titeln zu begeistern. Am Schlagzeug saß Rhythmus gebend der Hallenser Musikstudent Alexander Glatz, der ebenfalls Köthener Wurzeln hat. Am Piano und mit unterschiedlichen Mundharmonikas zauberte Andreas Lawitschka einen aufregenden Klangteppich.

Lämmler führte nicht nur souverän durch das Programm, sondern überraschte das Publikum auch mit literarischen Einlagen. Begleitet wurde er dabei von Hannes Donath auf der Konzertgitarre. Als Überraschungsgast trat Michael Barakowski auf, der 1985 mit der Gruppe „Perl“ in allen DDR-Hitparaden auf Platz 1 war mit seinem Hit „Zeit, die nie vergeht“. Und wie man schnell feststellte, war der Ohrwurm noch nicht aus dem Gedächtnis der Köthener verschwunden. Im Laufe des Abends kam noch Martin Delainy aus Halifax, der sich im Publikum aufhielt, auf die Bühne und verwandelte den Köthener Marktplatz mit „Johnny B. Good“ von Chuck Berry in eine Rock’n’Roll-Arena.

Es war ein Abend voller Überraschungen, den auch Violinist und Musiklehrer Manfred Apitz – als klassischer Geiger und Kirchenmusiker allen Köthenern wohlbekannt – bereicherte. „Am Fenster“ von City sein Beitrag, dessen von der Leipziger Lyrikerin Hildegard Maria Rauchfuß geschriebenen Text Hannes Donath überzeugend sang. Das 1977 veröffentlichte „Am Fenster“ gehört zu den DDR-Rockklassikern schlechthin und war als einziger Song zwölf Wochen im Rockpalast notiert.

Höhepunkt „Knockin on heaven“s door“

Apitz war auf der Bühne nicht widerzuerkennen. Er entfachte ein regelrechtes Feuerwerk auf seinem Instrument und wurde zum Teufelsgeiger von Köthen. Standing ovation war die Antwort des Publikums. Gegen Mitternacht kam das große Finale mit dem Bob-Dylan-Song „Knockin on heaven“s door“.

Trotz wenig Werbung hatten sich doch durch Mund-zu-Mund-Propaganda über 150 Leute auf dem Marktplatz eingefunden, die nicht enttäuscht wurden. Die Queck-Company rockte im wahrsten Sinne des Wortes den Köthener Marktplatz ohne Pause, ohne Discoeinlagen nonstop und erspielte sich viele Sympathien, die sich in der Frage widerspiegelten: „Wann seid ihr wieder da?“

Auf dem Benefizkonzert wurden insgesamt 200 Euro an Spenden eingesammelt, wie Veranstalter Axel Bangnowski informierte.

Quelle: mz-web.de

Baustart – Neuer Hochwasserschutz für Havelberg

Veröffentlicht: September 18, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Havelberg bekommt einen besseren Schutz gegen Hochwasser. Der historische Stadtkern wird mit einer neuen Schutzwand ausgestattet. Die Bauarbeiten haben am Mittwoch begonnen, nachdem sie wegen des Juni-Hochwassers verschoben worden waren.

Haseloff: Optimaler Schutz vor künftigen Fluten

Zum Baubeginn kam auch Ministerpräsident Reiner Haseloff. Ihm zufolge ist Havelberg mit dem neuen System bei künftigen Hochwassern bestmöglich geschützt. Die Bauarbeiten sollen rechtzeitig vor Beginn der Bundesgartenschau 2015 abgeschlossen sein. Zudem sollen Eingriffe in vorhandenen Bewuchs so weit wie möglich vermieden werden.

Insgesamt werden in den Hochwasserschutz für die Stadt rund 1,1 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln investiert. Damit werden auf rund 300 Metern mit Klinkern verblendete Stahlspundwände errichtet. Außerdem wird künftig eine 230 Meter lange ortsgebundene mobile Hochwasserschutzwand zur Verfügung stehen.

Auf 110 Metern erfolgen zudem Geländeanpassungen wie die Verlängerung eines Walles und die Anhebung eines Gehweges. Drei Treppenabstiege zur Havel werden erneuert. Mit den Ausbesserungen soll dann auch eine neue Flaniermeile an der Havel entstehen.

Neuer Schutz bietet 50 Zentimeter Luft zum Juni-Höchststand

Das Baugelände umfasst die Ufer der Altstadtinsel und Teile der Südvorstadt westlich der Bundesstraße 107. Mit der Umsetzung wird Hochwasserschutz bis zu 26,60 Meter über Normalhöhennull gewährleistet. Das sind 50 Zentimeter mehr als der Höchststand des Juni-Hochwassers.

Quelle: mdr.de