Die Zeit drängt – Hochwasserschutz: Verwaltung will mit Eigentümern sprechen

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

 

 

Ochtrup Der Hochwasserschutz war Thema im Ausschuss für Planen und Bauen am Dienstagabend. Das Planungsbüro Koenzen stellte die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz in den Ortsteilen Langenhorst und Welbergen vor. Um die entsprechende Förderung zu erlangen sollten Maßnahmen zum Hochwasserschutz immer mit ökologischen Maßnahmen kombiniert werden.

„Alle haben es gewusst, nur die Vechte nicht.“ Das Lachen wollte Hermann Holtmann bei der Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen am Dienstagabend in der Villa Winkel nicht so recht gelingen. Der Fraktionsvorsitzende der FDP bezog sich auf eine Aussage Hans-Peter Henters vom Planungsbüro Koenzen, wonach ein Hochwasser wie 2010 in Ochtrup – nur schwer zu verhindern sei. Solch ein Ereignis trete einmal in 100 Jahren auf. Es werde zwar in die Planungen für den Hochwasserschutz miteingerechnet, sei aber nicht maßgebend.

Zuvor hatte Henter die Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Koenzen vorgestellt. Darin wurde geprüft, ob und mit welchen Maßnahmen der Hochwasserschutz in Langenhorst und Welbergen gleichzeitig positive gewässerökologische Effekte erzielen könnte. Denn: Hochwasserschutz wird nur dann bis zu 80 Prozent gefördert, wenn er auch ökologische Maßnahmen enthält.

In der Studie berücksichtigt wurden die Vechte sowie der Feld- und der Farbbach. Der Gauxbach sei allgemein in einem relativ guten Zustand, so Henter. Alle anderen drei Flüsse sind zu schmal und müssen zum Schutz vor Hochwasser aufgeweitet werden. Außerdem sollen sogenannte Sekundär-Auen entstehen. Hierbei handelt es sich um Flächen mit naturnahem Auengebüsch oder Auenwäldern direkt am Ufer, die im Falle eines Hochwasser überflutet werden. Hier sieht Henter allerdings ein Problem. Denn: Nur wenige betroffene Flächen sind derzeit in öffentlicher Hand. Er forderte die Verwaltung auf, an dieser Stelle aktiv zu werden.

Ökologisch sinnvoll sind zudem eine Abflachung der Uferbereiche und die Anlage eines Uferstreifens. Außerdem soll die Durchgängigkeit der Flüsse wiederhergestellt werden. Dazu gehört beispielsweise auch die Anlage einer Fischaufstiegshilfe am Wasserkraftwerk in Langenhorst. „Hier muss etwas passieren“, machte Henter deutlich. Denn an dieser Stelle komme kein Tier hinauf oder herunter.

Eine weitere Maßnahme zum Schutz gegen Hochwassers ist ein Abschlag des Feld- in den Farbbach. So soll verhinder werden, dass das Wasser – wie im August 2010 – mit aller Macht in den Ortsteil Langenhorst strömt. Anhand eines Simulationsmodells zeigte Henter, dass die genannten Maßnahmen bei einem Hochwasser den Effekt hätten, dass deutlich weniger Gebiete als noch 2010 überflutet würden. Die Frage, wie lange es aber dauern werde, bis konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden, wusste Henter nicht zu beantworten. Er sprach von je einem Jahr für die weiteren Planungen und die Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde. „Unser Problem ist die Zeit“, machte Bürgermeister Kai Hutzenlaub deutlich. Ließ der anhaltende Regen der letzten Tage doch so manchen Bewohner der Ochtruper Ortsteile schon wieder besorgt gen Vechte, Feld- und Farbbach wandern. „Wir müssen so schnell wie möglich loslegen“, betonte der Verwaltungschef. Als nächsten Schritt wurde die Verwaltung beauftragt, mit den entsprechenden Grundstückseigentümern in Verhandlungen zu treten und das Planverfahren für den Hochwassserschutz aufzunehmen. „Es gibt viel zu tun. Fangen Sie schon jetzt an zu planen“, empfahl Henter.

Quelle: wn.de

 

Nach dem Donau-Hochwasser in Süddeuschland müssen alleine in der bayerischen Stadt Deggendorf mindestens 150 Häuser abgerissen werden. Grund sei vor allem, dass sich mit der Feuchtigkeit jede Menge Heizölreste in Gebäuden festgesetzt hatten. Sanierung unmöglich.

150 Häuser nach Hochwasser in Deggendorf vor Abriss | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/panorama/150-haeuser-nach-hochwasser-in-deggendorf-vor-abriss-id8425290.html#2096822399Nach dem Donau-Hochwasser in Süddeuschland müssen alleine in der bayerischen Stadt Deggendorf mindestens 150 Häuser abgerissen werden. Grund sei vor allem, dass sich mit der Feuchtigkeit jede Menge Heizölreste in Gebäuden festgesetzt hatten. Sanierung unmöglich.

 

 

Nach dem Donau-Hochwasser in Süddeuschland müssen alleine in der bayerischen Stadt Deggendorf mindestens 150 Häuser abgerissen werden. Grund sei vor allem, dass sich mit der Feuchtigkeit jede Menge Heizölreste in Gebäuden festgesetzt hatten. Sanierung unmöglich.

 

150 Häuser nach Hochwasser in Deggendorf vor Abriss | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:

http://www.derwesten.de/panorama/150-haeuser-nach-hochwasser-in-deggendorf-vor-abriss-id8425290.html#2096822399

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