Archiv für September 14, 2013

150 Häuser nach Hochwasser abbruchreif

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Deggendorf

Drei Monate nach der Katastrophe müssen in den Deggendorfer Stadtteilen Fischerdorf, Natternberg und Natternberg-Siedlung 150 Häuser abgerissen werden.

Deggendorf. Drei Monate nach der Hochwasserkatastrophe müssen in Deggendorf 150 Häuser abgerissen werden. Betroffen seien die Stadtteile Fischerdorf, Natternberg und Natternberg-Siedlung, sagte am Dienstag der Sprecher des Landratsamtes Degendorf, Josef Ehrl. Er bestätigte einen Bericht der „Passauer Neuen Presse“. „Es stehen noch einige Gutachten aus. Daher könnte die Zahl noch ansteigen“, betonte Ehrl.

Bei der Flutkatastrophe standen allein im Landkreis Deggendorf etwa 950 Häuser und Wohnungen teilweise bis unters Dach unter Wasser. Die Fassaden und Decken saugten sich mit Ölgemisch voll. „Da die Schadstoffe auch noch nach vielen Monaten heraustreten können, ist ein Abriss aus gesundheitlichen Gründen nicht zu vermeiden“, erläuterte Ehrl. Er versicherte, dass es bei den zugesagten staatlichen Hilfen von 80 Prozent bleibe. Im Landkreis belaufen sich die Schäden auf insgesamt 507 Millionen Euro.

Viele der betroffenen Familien wollen nach dem Abriss auf dem Grundstück einen Neustart wagen. Dafür müssten aber spezielle Auflagen erfüllt werden, betonte Ehrl. Statik, Elektrik und die Heizungsanlagen müssen so geplant werden, dass sie auch einem besonders starken Hochwasser standhalten.

Quelle: mittelbayerische.de

 

Bei den jüngsten Hochwassereinsätzen im Juni hat sich die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Kräfte bis auf kleine Kommunikationspannen erneut bewährt. Diese Ansicht vertrat der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberst Claus Körbi in einem dpa-Interview im Vorfeld eines Kongresses zur Hochwasserkatastrophe in Berlin. Auf allen Ebenen seien Verantwortungsträger hochmotiviert und engagiert gewesen und hätten die notwendigen Entscheidungen getroffen. Besonders und auch neu…
Wenn auch die Zusammenarbeit insgesamt gut funktioniert habe, könne Helfern mit einer besseren Kommunikation im Katastrophenfall viel unnützer Aufwand erspart werden, sagte Körbi. „Etwas, das uns wirklich sehr belastet hat hier im Stab, waren die Meldungen von angeblichen Deichdurchbrüchen. Wir haben über 30 solcher Meldungen erhalten, nach der Überprüfung vor Ort bleiben noch genau 7.“ Die Einrichtung eines entsprechenden Meldesystems hält Körbi für sinnvoll. Er sprach sich auch für mehr gemeinsame Übungen aus.

Bei dem Kongress des Deutschen Feuerwehrverbandes am Freitag und Samstag in Berlin zu Lehren aus der Hochwasserkatastrophe 2013 soll der Kommandeur über den Aspekt der zivil-militärischen Zusammenarbeit sprechen.

Quelle: focus.de

 

 

Ochtrup Der Hochwasserschutz war Thema im Ausschuss für Planen und Bauen am Dienstagabend. Das Planungsbüro Koenzen stellte die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz in den Ortsteilen Langenhorst und Welbergen vor. Um die entsprechende Förderung zu erlangen sollten Maßnahmen zum Hochwasserschutz immer mit ökologischen Maßnahmen kombiniert werden.

„Alle haben es gewusst, nur die Vechte nicht.“ Das Lachen wollte Hermann Holtmann bei der Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen am Dienstagabend in der Villa Winkel nicht so recht gelingen. Der Fraktionsvorsitzende der FDP bezog sich auf eine Aussage Hans-Peter Henters vom Planungsbüro Koenzen, wonach ein Hochwasser wie 2010 in Ochtrup – nur schwer zu verhindern sei. Solch ein Ereignis trete einmal in 100 Jahren auf. Es werde zwar in die Planungen für den Hochwasserschutz miteingerechnet, sei aber nicht maßgebend.

Zuvor hatte Henter die Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Koenzen vorgestellt. Darin wurde geprüft, ob und mit welchen Maßnahmen der Hochwasserschutz in Langenhorst und Welbergen gleichzeitig positive gewässerökologische Effekte erzielen könnte. Denn: Hochwasserschutz wird nur dann bis zu 80 Prozent gefördert, wenn er auch ökologische Maßnahmen enthält.

In der Studie berücksichtigt wurden die Vechte sowie der Feld- und der Farbbach. Der Gauxbach sei allgemein in einem relativ guten Zustand, so Henter. Alle anderen drei Flüsse sind zu schmal und müssen zum Schutz vor Hochwasser aufgeweitet werden. Außerdem sollen sogenannte Sekundär-Auen entstehen. Hierbei handelt es sich um Flächen mit naturnahem Auengebüsch oder Auenwäldern direkt am Ufer, die im Falle eines Hochwasser überflutet werden. Hier sieht Henter allerdings ein Problem. Denn: Nur wenige betroffene Flächen sind derzeit in öffentlicher Hand. Er forderte die Verwaltung auf, an dieser Stelle aktiv zu werden.

Ökologisch sinnvoll sind zudem eine Abflachung der Uferbereiche und die Anlage eines Uferstreifens. Außerdem soll die Durchgängigkeit der Flüsse wiederhergestellt werden. Dazu gehört beispielsweise auch die Anlage einer Fischaufstiegshilfe am Wasserkraftwerk in Langenhorst. „Hier muss etwas passieren“, machte Henter deutlich. Denn an dieser Stelle komme kein Tier hinauf oder herunter.

Eine weitere Maßnahme zum Schutz gegen Hochwassers ist ein Abschlag des Feld- in den Farbbach. So soll verhinder werden, dass das Wasser – wie im August 2010 – mit aller Macht in den Ortsteil Langenhorst strömt. Anhand eines Simulationsmodells zeigte Henter, dass die genannten Maßnahmen bei einem Hochwasser den Effekt hätten, dass deutlich weniger Gebiete als noch 2010 überflutet würden. Die Frage, wie lange es aber dauern werde, bis konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden, wusste Henter nicht zu beantworten. Er sprach von je einem Jahr für die weiteren Planungen und die Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde. „Unser Problem ist die Zeit“, machte Bürgermeister Kai Hutzenlaub deutlich. Ließ der anhaltende Regen der letzten Tage doch so manchen Bewohner der Ochtruper Ortsteile schon wieder besorgt gen Vechte, Feld- und Farbbach wandern. „Wir müssen so schnell wie möglich loslegen“, betonte der Verwaltungschef. Als nächsten Schritt wurde die Verwaltung beauftragt, mit den entsprechenden Grundstückseigentümern in Verhandlungen zu treten und das Planverfahren für den Hochwassserschutz aufzunehmen. „Es gibt viel zu tun. Fangen Sie schon jetzt an zu planen“, empfahl Henter.

Quelle: wn.de

 

Nach dem Donau-Hochwasser in Süddeuschland müssen alleine in der bayerischen Stadt Deggendorf mindestens 150 Häuser abgerissen werden. Grund sei vor allem, dass sich mit der Feuchtigkeit jede Menge Heizölreste in Gebäuden festgesetzt hatten. Sanierung unmöglich.

150 Häuser nach Hochwasser in Deggendorf vor Abriss | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/panorama/150-haeuser-nach-hochwasser-in-deggendorf-vor-abriss-id8425290.html#2096822399Nach dem Donau-Hochwasser in Süddeuschland müssen alleine in der bayerischen Stadt Deggendorf mindestens 150 Häuser abgerissen werden. Grund sei vor allem, dass sich mit der Feuchtigkeit jede Menge Heizölreste in Gebäuden festgesetzt hatten. Sanierung unmöglich.

 

 

Nach dem Donau-Hochwasser in Süddeuschland müssen alleine in der bayerischen Stadt Deggendorf mindestens 150 Häuser abgerissen werden. Grund sei vor allem, dass sich mit der Feuchtigkeit jede Menge Heizölreste in Gebäuden festgesetzt hatten. Sanierung unmöglich.

 

150 Häuser nach Hochwasser in Deggendorf vor Abriss | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:

http://www.derwesten.de/panorama/150-haeuser-nach-hochwasser-in-deggendorf-vor-abriss-id8425290.html#2096822399

Hochwasser am Mehlemer Bach – Entlastung durch neue Kanäle

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz
BAD GODESBERG.  Wie geht es in Sachen Hochwasserschutz – vor allem in Mehlem – weiter? Mit dieser Frage hat sich die Verwaltung auf Wunsch der Politik beschäftigt. Und am Mittwochabend in der Sitzung der Bezirksvertretung erste Ergebnisse der Studie vorgestellt. Einstimmig sprachen sich die Politiker dafür aus, diese auch in einer Bürgerversammlung vorzustellen. Außerdem sollen das Schadenspotenzial festgestellt und eine interfraktionelle Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die sich auch mit den Wachtberger Politikern austauscht.

Die Zusammenarbeit in den Verwaltungen der beiden Kommunen laufe bereits sehr gut, hieß es von der Stadt. Und: Die erforderlichen Planungsmittel sollen bereitgestellt, mehr Personal bei der Problemlösung eingesetzt werden. Bisher ist für den Hochwasserschutz im Stadtgebiet nämlich nur ein städtischer Mitarbeiter zuständig.

Kanalengpässe des Mehlemer Bachs befinden sich laut Verwaltung an der Mainzer Straße, wo der Bach in den Mündungskanal eingeleitet wird, sowie an der Domhofstraße. Beide Stellen seien sanierungsbedürftig und seien zu klein, um den Bach im Fall eines extremen Unwetters aufzufangen. Wie berichtet, werden verschiedene Maßnahmen – unterteilt in vier Pakete – vorgeschlagen, um die Situation zu entschärfen.

Maximaler Hochwasserschutz könne nur erreicht werden, wenn ein Entlastungskanal an der Görresstraße gebaut, der Bachkanal saniert oder neu gebaut und die Bauwerke erneuert werden. Die beiden letzten Punkte müsse man mittelfristig ohnehin anpacken, so die Verwaltung. Und: Der Entlastungskanal werde nur geöffnet, wenn Bedarf bestehe. Dort fließe also nicht ständig Wasser. Weitere Vorschläge sind der Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens, der Neubau des Kanals entweder zwischen Mainzer Straße und Rhein oder zwischen Domhofstraße und Drachensteinpark. Welche Maßnahmen wann umgesetzt werden sollen, dazu könne man noch nichts sagen, das werde zunächst geprüft – auch in Zusammenarbeit mit Wachtberg. „Wir müssen zum Beispiel klären, wo überhaupt Rohre verlegt werden können.“

Denn es gibt noch andere Unwägbarkeiten. Da wären die privaten Grundstücke, die von den Arbeiten betroffen sind, weil zum Beispiel der Kanal unter Kellern entlanggeführt werden muss. Nach Angaben der Verwaltung sind das je nach Maßnahmenpaket zwischen zwölf und 68 Grundstücken, betroffen sind mindestens 17 und maximal 42 Eigentümer.

Als Nächstes werden Vermessungsleistungen und Gutachten eingeholt, mit allen Eigentümern gesprochen und für alle Bausteine eine Vorplanung vergeben. „Damit wir nicht irgendwann dastehen und wieder von vorne anfangen müssen, weil irgendwas nicht geht“, so die Verwaltung. Zeitlicher Rahmen und Kosten könnten nicht seriös angegeben werden. Da aber die Politiker hartnäckig nachfragten, gab es zumindest eine Prognose: Ähnliche Projekte dauerten ungefähr fünf bis 20 Jahre, allein die Baukosten schlügen mit bis zu 13 Millionen Euro zu Buche.

Eines aber wurde schon jetzt klar: Einem Hochwasserrückhaltebecken steht man skeptisch gegenüber: „Je höher es liegt, desto weniger bringt es für Bonn“, so die Verwaltung. Soll heißen, dass der Bau eines solchen Beckens in Wachtberg für Mehlem quasi keine Entlastung bringen würde. Im Gegenteil. „Wenn das Wasser dort lange gehalten wird, kann es je nach Unwetterlage sogar kontraproduktiv sein.“

Quelle: general-anzeiger-bonn.de

Nach dem Hochwasser: Jeder Euro zählt

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen, Thüringen

Zwei vom Hochwasser betroffene Familien erhalten finanzielle Hilfe vom Rotary-Club Schmalkalden. Dank einer bundesweiten Spendenaktion.

Schmalkalden/Asbach – Angesichts der Hochwasserkatastrophe im Frühjahr hatte auch Rotary Deutschland zu einer Spendenaktion aufgerufen. 22 120 Euro sind auf das Konto des Rotary Deutschland Gemeinwesen e. V. (RDG) eingegangen. Über den gemeinnützigen Verein werden die Spenden der deutschen Rotarier für Zwecke der Rotary Foundation sowie distrikt- und clubeigener Aktionen abgewickelt. Bedarf an Hilfe hatte auch der Rotary Club Schmalkalden angemeldet. Der Entscheidungsausschuss, dem Governor Bernd Koobs, Foundationsbeauftragte Barbara Graser sowie Rolf Rimpo, Governor 2012/2013, hat entschieden, diese Summe anteilmäßig den Bedürftigen zukommen zu lassen, heißt, dass die Clubs Altenburg, Gera, Neustadt/Aisch und Schmalkalden jeweils 5530 Euro erhalten.

Schmalkaldens Rotarier haben beschlossen, mit der Familie Roth aus Asbach und Anna Maria Pirker vom Schmalkalder Stiller Tor 30, zwei Familien zu unterstützen, die besonders hart vom Hochwasser betroffen sind, sagt Präsident Ralf Luther. Beide erhalten jeweils 2765 Euro. Das Schicksal der Familien ist auch den Lesern der Heimatzeitung hinlänglich bekannt, konnten sie doch durch die überaus große Spendenbereitschaft der Leser ebenfalls einen hohen Betrag in Empfang nehmen.

Familie Roth wird nun bald mit dem Wiederaufbau der von den Fluten der Asbach weggerissenen Ufermauer auf einer Länge von etwa 20 Metern beginnen können. Die Genehmigung ist inzwischen erteilt, die Baufirma beauftragt. Roberto Roth und seine Frau freuen sich sehr über die finanzielle Hilfe. Und „wir werden künftig auch spenden, wenn die Not von Menschen groß ist“, hat sich der Asbacher vorgenommen.

Auch Anna Maria Pirker ist dankbar für die Hilfe. Denn die Versicherung übernimmt die durch das Wasser angerichteten Schäden an ihrem Haus am Stiller Tor 30 nicht, da ihr erst kürzlich verstorbener Mann einen hohen Selbstbehalt abgeschlossen hatte. 

Quelle: insuedthueringen.de

Die Hilfe kommt an

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hilfe

Gestern brachte das BRK 52000 Euro in Form von Werkzeugsets nach Deggendorf. Die Hilfe aus Neuburg war enorm

In den vergangenen drei Monaten ist der Spendenbetrag des BRK-Kreisverbandes für die Hochwasseropfer in Deggendorf auf 47000 Euro gestiegen. Vom BRK Deggendorf wurde er auf 52000 Euro aufgerundet. Gestern erreichte die Welle der Hilfsbereitschaft aus Neuburg 120 hochwassergeschädigte Familien vor Ort. Dazu starteten die Helfer um Organisator Bernhard Pfahler um 7 Uhr und verteilten ab 10 Uhr Werkzeugpakete.

Von Beginn an war es der Wunsch des BRK-Teams, dass die Spende aus der Ottheinrichstadt nicht in einen großen Topf, sondern in konkrete Projekte fließt. Und dazu haben der Kreisgeschäftsführer Robert Augustin und Bernhard Pfahler vor zwei Wochen in Deggendorf besprochen, was am dringendsten gebraucht wird. Die Empfehlung, Werkzeug zu besorgen, war eine klare Ansage. So wurden 120 Sets, bestehend aus Schlagbohrmaschine, Akkuschrauber und Werkzeugkoffer beschafft.

Mit diesen Paketen wurde der 7,5-Tonner des BRK am Donnerstagabend und Freitagfrüh beladen. Gegen 10 Uhr kam der Konvoi in Deggendorf an. Erwartet wurden die Neuburger zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Staatssekretär Bernd Siebler, der zugleich BRK-Kreisvorsitzender von Deggendorf und Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes ist, bedankte sich für die Hilfe, die direkt dort ankomme, wo sie gebraucht wird. Bernd Pfahler erinnerte sich, dass die Initialzündung für den Spendenaufruf in Neuburg von Sonja und Ernst Kaltenstadler gekommen sei. „Wir haben selbst erlebt, wie schlimm einem so ein Hochwasser treffen kann“, sagt der Bäckermeister. Durch den Verkauf von Neuburg-Taschen sind bei den Kaltenstadlers 3500 Euro zusammengekommen. 5000 Euro kamen von der Donau-Classic, 2500 Euro von den Caterern Göbel & Deiml, 2000 von der Galerie Nassler, 1000 Euro vom Personalrat der Stadt und dazu noch viele Einzelspenden. „Respekt und nochmals einen Dankeschön“, so Pfahler.

500 Familien hatten Bedarf angemeldet

Dass sich all die Aktionen gelohnt haben, bestätigte sich gestern für Pfahler, Robert Augustin, dessen Stellvertreter Anton Gutmann und Hans Räuschl bei der Verteilung der Werkzeugsets. Die Empfänger hatten Berechtigungsscheine erhalten, die vom Landratsamt geprüft worden waren. 120 Familien haben so Hilfe erfahren. Insgesamt hatten 500 Familien Bedarf angemeldet.

Pfahler erzählt, dass manche Familien noch immer nicht in ihre Häuser zurückkehren konnten: „Manche erfahren erst noch in diesen Tagen von einem Gutachter, ob ihr Haus saniert werden kann oder abgerissen werden muss.“

Abgerundet wurde der gestrige Tag für die Neuburger BRKler bei einer Dankeschönfeier für alle Hochwasserhelfer.

Quelle: augsburger-allgemeine.de


Die Hilfe kommt an – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Die-Hilfe-kommt-an-id26988636.html

Die Hilfe kommt an – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Die-Hilfe-kommt-an-id26988636.html

Hochwasser bleibt in Ostelbien Thema

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, Madgeburg

Stadtrat befürwortet Herauslösung der Alten Elbe, Zollelbe und Umflut aus dem FFH-Gebiet 

Der Stadtrat hat erste Entscheidungen zum Hochwasserschutz getroffen.
Darunter auch die Herauslösung der Alten Elbe, Zollelbe und Umflut aus
dem FFH-Gebiet.

Magdeburg. Auf einem Forum des SPD-Stadtverbandes und SPD-Ortsvereins Magdeburg-Ost im Alten Theater äußerte sich Oberbürgermeister Lutz Trümper am Dienstagabend zu geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Doch viel Neues gab es vom Stadtoberhaupt nicht zu hören. Das Hilfspaket von Bund und Ländern sei beschlossen. Der Stadtrat habe erste Entscheidungen zum Hochwasserschutz und zur Beantragung von Finanzhilfen getroffen.

Die Zollstraße soll eine durchgehende Ufermauer erhalten. Eine Glas-Stahl-Konstruktion als Hochwasserschutz sei für das Schleinufer denkbar. Mobile Spundwände schließt Trümper hingegen aus. Diese seien für die Stadt finanziell nicht realisierbar. Die Hochwasserschutz-Wände können zudem nicht überall aufgebaut werden. Da sie hohen Druck aushalten müssen, brauchen sie ein Fundament.

Auch sieht Magdeburgs Oberbürgermeister keine Lösung darin, den Umflutkanal auszubauen, damit er größere Wassermengen aufnehmen kann. Dies bedeute nur eine Gefahr für die anderen Städte, die dann mit noch mehr Wassermassen aus Richtung Magdeburg rechnen müssen. Der linke Deich des Umflutkanals soll jedoch im kommenden Jahr saniert werden. Jedoch sei hier das Land in der Verantwortung.

„Für den Brückenneubau würden wir auch einen Kredit aufnehmen.“

Deutlich machte Trümper, dass die Stadt schnellstmöglich klar erkennbare Maßnahmen ergreifen wird. Neben der Sicherung des Werders vor Überflutung stehe auch der Brückenneubau auf der Prioritätenliste. Hier wäre die Stadt sogar bereit einen Kredit aufzunehmen, wenn keine Fördermittel fließen. Jedoch machte Trümper deutlich, dass dies ein Prozess sei, der nicht von heute auf morgen fertiggestellt sei. Die Hochwasser-Arbeitsgruppe arbeite an verschiedenen Konzepten für einen künftigen verbesserten Hochwasserschutz in Magdeburg.

Doch das Ausbaggern der Alten Elbe bleibt der Aufreger Nummer eins. Die Bürger pochen weiterhin darauf, dass die Alte Elbe zukünftig wieder ausgebaggert werden soll. Welchen Effekt aber ein Ausbaggern der Alten Elbe auf Pegelstände hätte, darüber streiten durchaus die Gelehrten. „Die Tatsachen liegen doch auf dem Tisch“, äußerte sich Klaus-Dieter Arendt von der Bürgerinitiative Furtlake/B1 und verwies auf eine Studie der Uni Dresden.

Fazit: Die vorhandenen Verlandungen in der Alten Elbe bewirken keine äquivalente Anhebung des Wasserspiegels, sondern erhöhen den Wasserstand nur um wenige Zentimeter. Dennoch sollte langfristig ein Abtrag der Verlandungszonen (vorzugsweise auf natürlichem Wege durch Mobilisierung während Hochwasserereignissen) angestrebt werden.

Die Flusslandschaft an dieser Stelle ist jedoch durch die Europäische Union als Fauna- und Florahabitat geschützt. Einfach loszulegen und Sand und Bewuchs zu entfernen, geht folglich nicht.

„Warum wird die alte Eisenbahnbrücke nicht abgerissen?“

Trümper verwies aber darauf, dass der Stadtrat am Montag beschlossen habe, ein Antragsverfahren bei den zuständigen Landes- und EU-Behörden einzuleiten, mit dem Ziel, die Wasserläufe von Alter Elbe, Zollelbe und Umflut aus dem EU-Naturschutzgebiet herauszulösen.

Die Ostelbier forderten am Dienstagabend auch den Abriss der alten Eisenbahnbrücke über die Alte Elbe. Anscheinend kein Problem, stünden nicht die Abrisskosten im Raum. Der Brücken-Eigentümer wehrt sich nicht gegen den Abriss – doch wer soll die Kosten tragen.

Außerdem kritisierten die Vertreter der Bürgerinitiative Furtlake/B1 Wolfgang Herms und Klaus-Dieter Arendt die Verzögerung des ostelbischen Grabenausbaus. Sie hatten am Dienstag kein Verständnis mehr dafür, warum die Bauarbeiten nicht voranschreiten und das notwendige Planfeststellungsverfahren und das dringend benötigte Schöpfwerk auf sich warten lassen

.Laut Trümper soll die Baumaßnahme in ein bis zwei Jahren abgeschlossen sein. Zudem wolle er prüfen, ob ein gleichzeitiges Arbeiten am Ober- und Unterlauf möglich sei. Das Stadtoberhaupt bat jedoch um Nachsicht: für einen rechtssicheren Antrag zum Planfeststellungsverfahren benötige es einfach Zeit.

Quelle: volksstimme.de

 

Generationenaufgabe Hochwasserschutz: Viele Orte weiter schutzlos

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

 

Trotz Millioneninvestitionen in den Hochwasserschutz können viele Orte in Sachsen auf absehbare Zeit nicht vor neuen „Jahrhundertfluten“ geschützt werden. Darauf verwies der Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung (LTV), Axel Bobbe, in der „Leipziger Volkszeitung“ (Freitag). Hunderte Orte seien solchen Fluten auch künftig schutzlos ausgeliefert. „Wir verbauen jedes Jahr 60 bis 70 Millionen Euro, aber das reicht bei weitem nicht, um in den kommenden Jahrzehnten…
Als Beispiel nannte Bobbe das nordsächsische Glaucha: „Wer wie Glaucha auf der sächsischen Prioritätenliste für Hochwasserschutz auf Platz 580 von 1600 Vorhaben steht, ist auf absehbare Zeit chancenlos, vor einem erneuten Jahrhundert-Hochwasser geschützt zu werden.“

Die Prioritäten würden anhand einer Kosten-Nutzen-Analyse und des Gefahrenpotenzials festgelegt. „In Grimma beispielsweise werden insgesamt 40 Millionen Euro investiert, um Hochwasserschäden von 400 Millionen Euro abzuwenden. Für ein Dorf wie Glaucha ist das Verhältnis genau umgekehrt: Einem unbestrittenen Nutzen steht ein zehnfacher Aufwand von über sechs Millionen Euro gegenüber“, sagte Bobbe. Die Wahrheit tue oft weh. „Aber ich schenke den Leuten lieber reinen Wein ein.“

Der Sprecher des sächsischen Umweltministeriums, Frank Meyer, bezeichnete den Hochwasserschutz als eine „Generationenaufgabe“. „Wir sind schon sehr weit gekommen – das sieht man in Dresden oder Eilenburg. Natürlich wurde noch nicht alles geschafft. Das war aber auch nicht zu erwarten.“

Quelle: focus.de

Der Deich steht nur für die Übungen eine Zeit lang in Leer. Helfer haben in Ostfriesland ansonsten kein Gelände, um den Ernstfall zu proben.

Für den Kampf gegen Hochwasser gibt es bald ein richtiges Übungsgelände in Ostfriesland. Beim Technischen Hilfswerk in Leer entsteht in den nächsten Monaten eine Anlage, auf der realistische Einsätze zum Hochwasserschutz und zur Deichverteidigung geübt werden können.

Herzstück des Geländes ist ein drei Meter hoher und knapp 60 Meter langer Übungsdeich. Darauf sollten mögliche Schadenssituationen gezeigt und ihre Abwehr sowie Reparatur geübt werden, sagte ein THW-Sprecher am Freitag beim ersten Spatenstich.

Quelle: nwzonline.de

Nach dem Hochwasser Stück für Stück zurück ins Paradies

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Deggendorf

Der erste Eindruck, den Traudl Wenzel von ihrem Haus und Garten nach dem Hochwasser hatte, war: „Es sieht aus wie nach dem Krieg, alles verwüstet.“ Der zweite Eindruck war der üppig pink blühende Rosenstrauch im Garten. Dieser Anblick hat sich in das Gedächtnis der 70-Jährigen gebrannt: „Wenn die Natur uns das Zeichen gibt, dass es aufwärts geht, dann haben auch wir die Pflicht, den Garten und unser Haus wieder herzurichten.“

Am ehemaligen Forsthaus in Scheuer sind kaum noch Spuren des Hochwassers zu finden. Die Außenwände sind inzwischen getrocknet, neu gekalkt und in strahlendem Weiß getüncht. Drei Monate ist es her, dass das Wasser tagelang rund 1,50 Meter hoch im Haus stand. Auch in der Wohnstube sind seitdem fast alle sichtbaren Spuren der Katastrophe verschwunden. Wenzels kleines Anwesen ist ein Paradies. Wieder.

„Wir haben in den vergangenen Monaten eine neue Bescheidenheit kennen und schätzen gelernt und das Wissen, dass man auch mit sehr wenig auskommen kann“, erklärt der 77-jährige Hans Wenzel. Trotz der großen Schäden, die das Wasser angerichtet hat, hätten sie großes Glück gehabt. „Wir haben gearbeitet, wie die Tiere, um alles aufzuräumen. Endlich sehen wir Licht am Ende des Tunnels. Gejammert haben wir dennoch nie, denn es würde auch nichts ändern und andere, wie unsere Nachbarn, hat es noch viel, viel schlimmer getroffen“, sagt Traudl Wenzel.

Das rüstige Ehepaar ist vor allem dankbar, dass es die Katastrophe und die Aufräumarbeiten gesundheitlich unbeschadet überstanden hat. Und die beiden sind den vielen Helfern, ob Familie, Feuerwehr Pankofen, den Bundeswehrsoldaten oder Nachbarn aus Schiltorn, unendlich dankbar – „das Entgegenkommen und Zusammenhalten hat uns die Kraft gegeben, das alles überhaupt durchzustehen“, betont Traudl Wenzel.

Lange hatte sich das Ehepaar geweigert, sein Haus zu verlassen, selbst als das Wasser bereits so hoch stand, dass Hans Wenzel, von kleiner untersetzter Statur, kaum mehr aus den Fluten herausschauen konnte. „So konnten wir wenigstens die meisten Sachen vor dem Wasser in den ersten Stock retten“, erklärt Wenzel, der leidenschaftlicher Antiquitätensammler ist. Über die Jahre hat sich das Haus in ein Raritätenkabinett verwandelt. Ohne Verluste ging es dennoch nicht. Der Biedermeier-Kachelofen, aus Lehm gebaut, hat sich im Wasser aufgelöst und war nicht mehr zu retten.

Quelle: pnp.de

Hochwasserbroschüre erschienen

Veröffentlicht: September 14, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

Drei Monate ist es nun schon her, dass das Extremhochwasser der Elbe den Landkreis erreichte. Noch immer sind an einigen Stellen die Folgen zu spüren. Eine Dokumentation über die Ereignisse während der Juni-Flut gibt nun Auskunft darüber, was in den 13 Tagen des Katastrophenalarms passiert ist.

 

Leider ist es für viele Helferinnen und Helfer während eines solchen Ausnahmezustandes kaum möglich, einen Überblick über die Gesamtsituation im Landkreis zu bekommen. Dafür sind zu viele Dinge an verschiedenen Orten parallel geschehen.

 

Um darzustellen, was alles in der Zeit des Katastrophenalarms passiert ist, wurde die Broschüre: „ELBEHOCHWASSER Juni 2013 – eine Dokumentation“ erstellt. Diese Broschüre wurde bereits an Feuerwehren, THW, DRK, DLRG und weitere Organisationen, die den Landkreis bei der Bewältigung diese Ausnahmezustandes geholfen haben, verteilt.

Zudem liegt die Dokumentation kostenlos in den Rathäusern und im Kreishaus aus. Alle Interessierten können sich gern bedienen. Unter www.luechow-dannenberg.de/hochwasser steht die Broschüre außerdem zum Download bereit.

 

Quelle: http://wendland-net.de