Gute Saison trotz Regenmonat und Hochwasser

Veröffentlicht: September 8, 2013 von fluthelfer in Bayern

Berchtesgaden – Die drei Berchtesgadener Freibäder verzeichneten eine sehr gute Saison, wenn es auch keine Rekordsaison mehr geworden ist. Auf einen verhaltenen Start in die Badesaison folgte das Hochwasser Anfang Juni. Doch dann änderte sich die Wetterlage urplötzlich und ein schöner Tag folgte dem anderen. Morgen schließen die Freibäder ihre Pforten und öffnen sie voraussichtlich am 10. Mai wieder.

Als erstes Bad eröffnete das Marktschellenberger Freibad am 4. Mai seine Pforten, das Schornbad folgte am 9. und das Naturbad Aschauer Weiher begann die Badesaison am 13. Mai. Punkt acht Uhr standen zehn Morgenschwimmer parat, auch wenn die Badetemperatur mit 15 Grad nicht unbedingt einladend war.

»Wenn die Badesaison so gut wird, wie gestern der Auftakt bei herrlichem Wetter, dann dürfen wir nach Langem wieder einmal auf eine besondere Saison hoffen«, befand Bischofswiesens Gemeindekämmerer Robert Mayr und sollte recht behalten. Denn trotz eines Schlechtwettereinbruchs gestaltete sich die Badesaison 2013 zur zweitbesten seit dem Umbau des Bades zum Naturbad im Jahr 2004.

Am vergangenen Sonntag beendete das Marktschellenberger Schwimmbad als erste Badeanstalt im Talkessel die Saison. Etwa 12 500 Besucher wurden bis dahin gezählt. Marktschellenbergs 3. Bürgermeister Volkhard Geiger sprach von einem guten Saisonergebnis, lobte die Verantwortlichen der Wasserwacht für die Durchführung der Schwimmkurse und sprach von Überlegungen für ein neues Energiekonzept.

Im Weiteren erteilte Geiger aber auch Bademeister Stefan Kandler und dessen Gattin Ute ein großes Lob für deren gute Arbeit: »Die beiden haben einen guten Job gemacht und sind mit den vielen Besuchern gut zurechtgekommen.«

Über 42 000 Eintritte

Über 42 000 Eintritte hat Kassier Erich Söll im Schornbad gezählt. Leicht rückläufig seien – wohl auch wegen des schlechten Wetters zu Sommerbeginn – die Saisonkarten gewesen. Chef-Bademeister Peter Tronicsek spricht von einer sehr guten Saison, die er mit seinen Mitarbeitern René Wachtel und Wolfgang Kruis sowie Erich Söll gut gemeistert hat.

Denn das Quartett sorgt im Schornbad für alle Arbeiten, die Vier putzen sogar, alles in Personalunion. Tronicsek fand auch den Sommerbeginn von den Besucherzahlen her gar nicht so schlecht. »Für viele war immer das Hochwasser im Gedächtnis, doch davor und vor allem danach hatten wir durchaus einige Badetage.« Beim herrlichen Wetter im Juli und im August zählte der Kassier stets über 1 000 Besucher pro Tag.

Heute Party im »Schorni«

Für heute ab 15 Uhr lädt Kioskbetreiber Bruno Graßl zum Saisonschluss zu einem Grillfest mit Musik von Kult-DJ Joe Kleffner ein. Ab Montag unterzieht das Bademeister-Quartett im Schornbad die gesamte Anlage einer Generalreinigung und Winterfestaktion.

Bademeister Michael Obraczka vom Naturbad Aschauerweiher kann 115 Betriebstage vorweisen, die er mit seinen Bademeister-Kollegen Robert Aschauer, Florian Buhr, Gerhard Müller, Karl-Heinz Stocker und Franz Wembacher völlig unfallfrei meisterte.

Sehr schlechter Saisonbeginn

Die Saison habe sehr schlecht begonnen und nach sechs Wochen Betrieb dachte man schon, vor der schlechtesten Saison überhaupt zu stehen. Doch weil der Sommer doch noch ein richtiger Sommer geworden war, entwickelte sich die Saison 2013 zur zweitbesten nach 2008. Damals waren es über 51 000 Besucher, heuer waren es gut 50 000.

Positive Rückmeldungen

Eine große Freude für den Chef-Bademeister ist immer wieder eine positive Rückmeldung der Gäste: »Es kommen oft Leute beim Verlassen des Bades zu mir und schwärmen von unserer Naturanlage. Es gibt auch viele Menschen, die nicht zum Baden kommen, sondern die Schönheit der Anlage und die Ruhe genießen. Unsere Gäste mögen Baden ohne Chemie. Uns besuchen sogar Badbetreiber, die sich Anregungen holen«, weiß Obraczka, der sich über einen Topwasserzustand während der gesamten Saison freut. Dies hänge auch mit der Wassertemperatur zusammen, die nie weit über 25 Grad steige. Wenn im Hochsommer die Wassertemperatur einmal über 25 Grad beträgt, wird sie mit Kaltwasser auf 23 Grad reduziert. Die Durchschnittstemperatur betrug 20,4 Grad.

Nach vier recht mageren Jahren zieht auch Aschauer Wirt Hannes Schneider ein sehr gutes Fazit der Badesaison: »Wir haben neben den Berchtesgadener Stammgästen viele Gäste aus dem Salzburger Land. Viele kommen im Sommer zum Baden und im Winter zum Langlaufen«, bilanziert der Wirt. Als Dank an ihre Stammgäste lädt das Wirte-Trio Mucki Köllhofer, Michaela Weinbuch und Hannes Schneider für heute ab 19 Uhr zu einem Abschlussabend mit einem kalt-warmen Büffet ein. Christian Wechslinger

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger

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