Trotz Flaute wurde in der Elbaue investiert

Veröffentlicht: September 5, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

In der Elbaue gibt es nach dem Juni-Hochwasser und der darauffolgenden Mückenplage einen leichten Aufwärtstrend. Seit August sind wieder steigende Gästezahlen in Klöden und Umgebung zu verzeichnen.

Irgendwie hat sie etwas Besonders, die Zufahrt zur Pension „Auf der Tenne“ in Klöden. Sie führt über eine von jungen Bäumen gesäumte Allee, an deren Ende sich ein Blick auf eine große, saftig grüne Wiese eröffnet. Ihr ist nicht anzusehen, dass hier auch Zelte stehen oder Wohnanhänger ihren Platz finden. Das einzige sichtbare Gebäude ist eben jene Pension, deren Inhaber Dietmar Wartenburger heißt.

Auf einer ebenfalls mit Gras bewachsenen Terrasse unter einem gewaltigen Apfelbaum stehen rustikale Tische und Bänke, laden zum Verweilen ein. Kurz, alles ist einfach idyllisch, ruhig. Hier kann man sich sicher gut entspannen, vom Alltagsstress erholen.

Neuer Anstrich

Wer dagegen mit seinem Fahrrad von der Straße her zur Pension kommt, der denkt, hier auf einen Bauernhof, wie es in Klöden viele gibt, gestoßen zu sein, und liegt zumindest von der Geschichte her nicht falsch. Auffallend ist ein offensichtlich neu gestrichenes Seitengebäude. Hier war, wie Dietmar Wartenburger zu erzählen weiß, einmal ein Stallgebäude. Das ist natürlich nicht mehr zu erkennen. Mit Mitteln aus dem Leader-Programm der Europäischen Union wurde die Außenanlage neu gestaltet. Neben der Fassade fallen ein Balkon und zwei Terrassen auf. Ebenfalls zum Vorhaben gehört eine Ferienwohnung, die in der oberen Etage entstanden ist.

Im Erdgeschoss wurde, ausschließlich mit eigenem Kapital, eine behindertengerechte Ferienwohnung ausgebaut. Das helle und freundliche Zimmer und eine kleine Küche laden zum Verweilen ein. Auch der Sanitärbereich ist großzügig gestaltet.

Bei Familientreffen und anderen Feiern sind oft auch ältere Menschen dabei, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, so der Pensionsinhaber. An sie habe er bei diesem Umbau insbesondere gedacht. Mit der Gestaltung des Seitenflügels sei seine „Tenne“ noch attraktiver geworden, ist sich Dietmar Wartenburger sicher, auch wenn es die jüngsten Zahlen nicht unbedingt beweisen. Durch die Lage direkt am Elberadwanderweg hat er in den vergangenen Jahren immer wieder eine gute Auslastung erreicht. Doch 2013 hat ihm, wie vielen anderen Betreibern von Pensionen, Ferienhäusern und Hotels, das Juni-Hochwasser einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. „Bis Mai ist alles super gelaufen“, erinnert sich Dietmar Wartenburger. Dann kam der große Einbruch, vor allem in puncto Radtouristen. Er habe das etwas auffangen können, bekennt der Klödener. Durch Feiern und durch die Unterbringung von Monteuren. Aber so richtig glücklich macht ihn das dennoch nicht.

Unstrategisch

Neben dem Hochwasser nennt er noch einen zweiten Grund für die Misere: die öffentliche Diskussion über das Mückenproblem. „Das war ganz klar kontraproduktiv, zumindest für das Gastgewerbe.“ Zumal es nicht nur lokal, sondern auch in den deutschlandweiten Medien eine Rolle spielte. „Wer fährt schon in eine Region mit so vielen Plagegeistern?“ Dabei sei es in Klöden und Umgebung gar nicht so schlimm gewesen.

Seit August, so weiß Dietmar Wartenburger zu berichten, steigen die Gästezahlen bei den Radtouristen wieder. Aber Größenordnungen der zurückliegenden Jahre werden nicht mehr erreicht. Der Pensionsinhaber hofft dennoch auf weitere Besserung.

Deshalb denkt er schon über nächste Investitionen nach, möchte in einem bislang als Garten genutzten Bereich einen Biergarten entstehen lassen, denn seine Terrasse unter dem erwähnten Apfelbaum steht zu dicht am Haus. Das kann schon mal zu einer Lärmbelästigung führen. Stehen Tische und Bänke etwas abseits, vielleicht noch hinter Sträuchern, könnte die wesentlich minimiert werden.

Quelle: mz-web.de

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