Bester Schutz vor Hochwasser: Dem Wasser Raum geben

Veröffentlicht: September 2, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Wer vor Hochwasser schützen will, muss dem Wasser Raum geben. So lautete das Fazit der Radtour entlang der Isar, zu der MdL Christian Magerl (Grüne) vor kurzem eingeladen hatte.

Die Teilnehmer starteten an der Isarbrücke bei Mintraching. Dort führte Magerl kurz in das Thema ein. Die heftigen Starkregenfälle Anfang Juni, hätten gezeigt, dass die von den Klimaforschern vorhergesagten Extremereignisse immer häufiger Realität würden. Einige Pegel in Bayern erreichtenWerte, bei denen man vom inzwischen vierten „Jahrhunderthochwasser“ seit dem Pfingsthochwasser 1999 sprechen müsse.

Als erster Besichtigungspunkt stand dann die Deichsanierung bei Hallbergmoos auf dem Programm. Diese zeigte ein negatives Beispiel. Magerl zitierte aus dem Genehmigungsbescheid des Jahres 2010: „Das Gesamtkonzept Isar 2020 sieht in diesem Teilabschnitt eine großräumige Deichrückverlegung bis nahe der S-Bahn-Trasse zum Flughafen vor. Damit kann neuer Rückhalteraum für zirka eine Million Kubikmeter geschaffen werden.“ Er bedauerte, dass diese ursprüngliche Planung nicht weiter verfolgt wurde: „Hier wurde eine riesige Chance vertan, neuen Retentionsraum zu schaffen. Stattdessen wurde der Deich auf der Trasse des alten Deichs neu gebaut.“ Bei Oberhummel und in der Nähe von Rosenau hingegen konnten die Radfahrer zwei Beispiele besichtigen, wo in den vergangenen Jahren neue Rückhalteräume entstanden sind. Die Deichrückverlegung schaffte dort Platz für insgesamt 400 000 Kubikmeter Wasser.

Ziel der Radtour war es zu zeigen, dass ökologischer Hochwasserschutz möglich ist. Dort, wo Uferabbrüche und Aufweitungen des Flussbettes der Isar mehr Raum geben, kann auch das Hochwasser ausweichen.

Quelle: merkur-online.de

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