Fluthilfe für das „Zwergenland“

Veröffentlicht: August 30, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Gemeinde Langenorla erhält Gelder aus Hilfsfonds, um vom Hochwasser zerstörte Kläranlage ihres Kindergartens zu erneuern

Kleindembach. Das Hochwasser Anfang Juni im Orlatal ist 13 Wochen nach dem Ereignis nach wie vor in lebendiger Erinnerung. „Das Wasser blieb wenige Zentimeter vor der Türschwelle des Kindergartens stehen“, schildert Georg Graven (Bündnis für Langenorla), Bürgermeister der Gemeinde Langenorla, die damals angespannte Situation am Kindergarten „Zwergenland“ im Ortsteil Kleindembach. Dennoch blieben teils massive Schäden nicht aus. Um diese beheben und die notwendigen Investitionen und Arbeiten vor allem finanzieren zu können, hat die Gemeinde Langenorla als Träger des Kindergartens „Zwergenland“ jetzt Gelder aus dem gemeinsamen Fluthilfefonds des Landkreises Saale-Orla, der Kreissparkasse Saale-Orla und des DRK-Kreisverbandes Saale-Orla erhalten.

„Für uns sind solche Summen immens“, verdeutlichte Steffi Mudrich, Leiterin des Kindergartens „Zwergenland“, welche Herausforderung die Schäden für die Kindereinrichtung und die Gemeinde darstellen. Finanzielle Unterstützung in Höhe von 800 Euro hatte die Gemeinde beantragt und diese wird ihr in vollem Umfang aus dem Fonds ausgezahlt. Die entsprechende Bestätigung überreichte Landrat Thomas Fügmann (CDU) am Mittwochnachmittag vor Ort dem Bürgermeister.

Mit der Summe ist die Instandsetzung der vollbiologischen Kläranlage des Kindergartens finanziert. „Die Kläranlage ist durch das Hochwasser zu 100 Prozent geschädigt worden. Sie musste kurzfristig und schnell erneuert werden“, berichtete Georg Graven. Die Gemeinde hatte die Investition trotz angespannter Haushaltslage vorfinanziert und kann die Summe nun wieder ihrem Haushalt zuführen.

Insgesamt seien lediglich knapp zehn Anträge im Landratsamt auf finanzielle Unterstützung aus dem Fluthilfefonds eingegangen. Davon habe ein Antrag abgelehnt werden müssen, weil der Schaden nicht durch Hochwasser verursacht sein kann, wie es hieß. „Bis auf diesen können wir alle Anträge positiv bescheiden“, so Thomas Fügmann . Im Ergebnis werden derzeit insgesamt 15 000 Euro ausgereicht.

Knapp 90 000 Euro liegen momentan auf dem Konto des Fluthilfefonds, informierte Helmut Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Saale-Orla. „Daraus erwächst auch die Verpflichtung, dass die Mittel im Saale-Orla-Kreis bleiben“, sagte er. Denn die Gelder haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen aus dem Landkreis gespendet. Mit 40000 Euro habe dabei ein deutschlandweit anerkanntes Unternehmen, das nicht genannt werden möchte, die größte Spende eingezahlt. Die Kreissparkasse hatte mit 25 000 Euro die Anschubfinanzierung übernommen. Die Schadenssumme im Landkreis liege, sowohl die kommunalen als auch die privaten Schäden berücksichtigt, bei insgesamt zwei Millionen Euro, sagte der Landrat.

„Das Geld, das übrig ist, werden wir zweckgebunden auf einem Konto aufbewahren, weil uns ein solches Ereignis wieder passieren kann“, kündigte Thomas Fügmann einen sorgsamen Umgang mit den Spenden an. Die Idee eines solchen Rücklagenkontos begrüßte Georg Graven, „denn wir können davon ausgehen, dass wir langfristig nicht gefeit sind vor neuen Hochwasserereignissen“, sagte er und bedankte sich herzlich für die gerade selbst erfahrene Hilfe für die Gemeinde.

Ein Dankeschön an die spendenfreudigen Bürgerinnen und Bürger sprach Helmut Schmidt aus. „Die Spendenbereitschaft ist ein Zeichen, dass noch Anteil genommen wird am Schicksal anderer“, schätzte er ein.

Quelle: otz.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s