Pläne für Gemeindezentrum werden konkreter

Veröffentlicht: August 29, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Der Ort Friedeburg plant den Bau eines Gemeindezentrums. Neben der Feuerwehr sollen eine Arztpraxis, der Bauhof, das Gemeindebüro und auch die Trainingsstätte der Sportgemeinschaft Friedeburg in das Gebäude einziehen.

Ganz Friedeburg wird in den nächsten Wochen gebannt in eine Richtung schauen: zur Landeshauptstadt Magdeburg. Und hoffen. Wenn von dort grünes Licht kommt, werden die hochwassergebeutelten Einwohner des 500-Seelen-Ortes nach Wochen der Tränen und Verzweiflung mit einem Happy-End belohnt. „Wir wollen gern aus Mitteln des Fluthilfefonds ein Gemeindezentrum bauen“, bringt Gerbstedts Bürgermeister Siegfried Schwarz (CDU) seine Vorstellung auf den Punkt. Und seine Gedanken reichen um einiges weiter.

Wenn der Stadtrat die Idee unterstützt, soll darin Ersatz für all die kommunalen Gebäude geschaffen werden, die von der Flut heimgesucht wurden – mit Ausnahme der Kindertagesstätte. Neben der Feuerwehr sind das eine Arztpraxis, der Bauhof, das Gemeindebüro und auch die Trainingsstätte der Sportgemeinschaft Friedeburg. Dass all jene Gebäude nicht mehr zu retten sind, hat Gerbstedts Bürgermeister Schwarz bereits jetzt von einem Gutachter schriftlich. Zu groß sei bei Wiederaufbau zudem das Risiko vor einer erneuten Flut. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen“, hofft Schwarz auf eine Zusage für den grob geschätzt rund eine Million teuren Neubau.

Doch bevor der Spatenstich auf der Freifläche am Markt gesetzt werden kann, dürften noch ein paar Monate ins Land gehen. Bis zum 10. September soll allerdings schon das Gutachten für die gesamten Schäden fertig und beim Land eingereicht sein – die Grundvoraussetzung für die Auszahlung aus dem Hilfsfonds für das Gemeindezentrum. Absichtlich hat sich die Stadt Gerbstedt für dieses kommunale Grundstück entschieden. „Wir haben nachgemessen: Es liegt 2,70 Meter über der Höhe des letzten Hochwasserscheitels“, sagt Schwarz.

Das beruhigt auch den Vorsitzenden des Friedeburger Sportvereins, Ralf Derra. Auch bei ihm rennt Schwarz mit seiner Idee offenen Türen ein: „Ich finde das sensationell. Das ist genau das, was das Dorf braucht und alles unter einem Dach.“ Zumal es anfangs vor allem für den Sportverein nicht danach aussah, überhaupt wieder eine Trainingsstätte im Ort zu bekommen. Gefährlich nah liegt die bisher genutzte Mehrzweckhalle in Flussnähe. Mit dem Neubau können laut Derra nicht nur die Tischtennisspieler perspektivisch ihr Training aufnehmen. Auch die Gymnastikfrauen hätten in den Wintermonaten wieder einen Anlaufpunkt im Ort, ebenso die gerade erst ins Leben gerufene, 20-köpfige Kindersportgruppe. „Alle hätten in dem Gebäude genügend Platz“, sagt Derra. Wenn das Geld tatsächlich fließt und der Zeitplan aufgeht, könnten die Sportler bereits Ende nächsten Jahres ihre Turnschuhe schnüren. Denn laut Schwarz wäre der Baustart im Frühjahr möglich.

Quelle: mz-web.de

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