Höherlegung der Landesstraße erfordert Baumaßnahme / „Riesenwanne“ zwischen Sommerdeich und Fahrbahn Mächtige Durchlässe leiten Hochwasser ab

Veröffentlicht: August 29, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Thedinghausen-Werder – Die Höherlegung der Landesstraße 156 zwischen der Ueser Brücke und dem Deichschart in Werder um 60 Zentimeter ist vollendet. Ziel der Erhöhung war eine Verringerung der Sperrzeiten der viel befahrenen Strecke wegen Hochwassers.

Zwischen der erhöhten Fahrbahn und dem in etwa parallel verlaufenden Sommerdeich in Richtung Werder ist durch die Maßnahme quasi eine „Riesenwanne“ (Polder) entstanden, die bei Hochwasser voll läuft – vor allem, wenn das Hochwasser auch noch die erhöhte Straße überspült.

Dieser Polder muss nach dem Hochwasser in einem vertretbaren Zeitrahmen wieder Richtung Weser leerfließen, damit die Felder und Äcker nicht zusätzlich tage- oder wochenlang unter Wasser stehen. Ein schneller Hochwasserabfluss ist natürlich auch in dem Bereich auf der anderen Straßenseite (Richtung Fährhaus am Streek) nötig. Hier wirkt die erhöhte Straße nämlich als zusätzliche Barriere.

Damit das Wasser künftig zügig und ungehindert abfließen kann, werden derzeit mächtige Durchlässe eingebaut – zwei unter der Landesstraße hindurch und zwei in der Feldmark durch den Sommerdeich. Die Durchlässe durch den Sommerdeich sind jeweils 1,50 x 1,50 Metern groß und werden zusätzlich zu den alten kleineren Durchlässen installiert. Die mögliche Wasser-Ablaufmenge wurde durch die Maßnahme deutlich mehr als verdoppelt. Der bereits vorhandene Abflussgraben braucht in seinem Querschnitt nicht vergrößert werden.

Wie berichtet, haben mögliche Hochwasserszenarien bei der Planung und Durchsetzung des Vorhabens eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Sogar das Verwaltungsgericht musste in dieser Sache tätig werden. Um die Arbeiten am Sommerdeich durchführen zu können, wurde eigens in Höhe Deichschart eine mehrere hundert Meter lange Baustraße quer durch ein Maisfeld angelegt. Der benötigte Schotter wurde dabei auf ein spezielles Vlies aufgebracht, so dass das Material in Kürze wieder problemlos entfernt werden kann.

Insgesamt kostet die Maßnahme, bezahlt von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Außenstelle Verden (Straßenbauamt), rund 140 000 Euro. Dieser Betrag war bereits in die Gesamtkosten für die Straßenhöherlegung in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro eingestellt worden.

Quelle: kreiszeitung.de

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