Ein Fest für 2200 Hochwasser-Helfer

Veröffentlicht: August 29, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Im Landkreis hatten Feuerwehren, DLRG, THW und andere Helfer vielerorts das Schlimmste verhindert. Dafür gibt es am 4. September in Sünching ein Dankeschön

Sünching. Anfang Juni 2013 wurde der Landkreis Regensburg von einem der schlimmsten Hochwässer seit dem Jahr 2002 heimgesucht. Wegen der bedrohlichen Situation rief das Landratsamt am 4. Juni der Katastrophenfall aus. Zu diesem Zeitpunkt waren erstmals alle größeren Flüsse gleichzeitig von Hochwasser betroffen. Rund 2200 Helfer waren in diesen Tagen im Landkreis gefordert. Allein am 4. Juni waren es rund 400 Menschen an den Brennpunkten im Einsatz. Dazu kamen 70 Bundeswehrsoldaten, deren Mithilfe erst durch den Katastrophenfall möglich wurde.

Auch der technische Aufwand war beträchtlich. So beförderten im Landkreis in Spitzenzeiten über 50 Pumpen bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute aus den Flutbereichen. Rund 60000 Sandsäcke wurden befüllt und in Position gebracht.

Die erste Bilanz des Landratsamts am 7. Juni fiel deshalb insgesamt positiv aus. Es sei richtig gewesen, den Katastrophenfall auszurufen, urteilten stellvertretender Landrat Otto Ga-scher und Kreisbrandrat Waldemar Knott damals. Sorgenkinder gab es mehrere im Landkreis. Zu ihnen gehörte Matting, wo mehrere denkmalgeschützte Häuser in Gefahr waren, überflutet zu werden. Bei Regendorf wurde die Straße nach Lorenzen unterspült, so dass sich die Teerdecke um 20 Zentimeter hob. Allein dort wurden 8000 Sandsäcke verbaut.

Die Zufahrt nach Ebenwies an der Naab war komplett abgesoffen, dort fiel zeitweise die Wasserversorgung aus. Beim Gasthaus Krieger in Mariaort stand das Wasser bis zur Türschwelle. Dramatisch entwickelte sich zeitweise die Lage in Sulzbach, wo die Helfer versuchten, den Otterbach mit Dämmen zurückzuhalten. Entgegen den Prognosen überflutete das Wasser auch in Kleinprüfening die Durchgangsstraße. Die Häuser auf beiden Straßenseiten mussten Wasser auspumpen.

Dass Sinzing und Donaustauf diesmal so glimpflich davonkommen seien, liege an dem verbesserten Hochwasserschutz, hieß es in der Bilanz des Landratsamts. Die Schäden im Landkreis blieben nach Einschätzung des Krisenstabs insgesamt überschaubar. So habe es keine Probleme mit Öltanks gegeben, die zu zusätzlichen Umweltgefährdungen führen hätten können.

Quelle: mittelbayerische.de

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