Archiv für August 28, 2013

Fluthilfe-Spendenaktion erfolgreich

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in finanzielle Hilfen

Dennree bedankt sich für das gute Ergebnis des Spendenaufrufs zur Fluthilfe. Durch die hohe Spendenbereitschaft der Kunden ist eine Summe von 29.315,37 € zusammengekommen, die von Dennree verdoppelt wird. Somit kann die Zukunftsstiftung BioMarkt in ihrem ersten offiziellen Projekt insgesamt 58.630,74 € zur Fluthilfe der Bio-Betriebe beitragen.

Der gesamte Betrag wird an die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand zur Mittelvergabe übergeben. Die Zukunftsstiftung BioMarkt wurde von den Mitgliedern der BioMarkt-Verbundgruppe und der dennree Gruppe ins Leben gerufen. Seit der Gründung im Jahr 2013 unterstützt die Zukunftsstiftung BioMarkt nachhaltige und zukunftsweisende Projekte, Initiativen sowie Programme für die Weiterentwicklung der ökologischen Bewegung, insbesondere der ökologischen Landwirtschaft.

Quelle: bio-markt.info

Die Stadträte von Bitterfeld-Wolfen fordern fordern einen Feinschliff des Maßnahmekatalogs zum besseren Hochwasserschutz. Man müsse nun sämtliche Hinweise und Einwände aus allen Ausschüssen und Ortschaftsräten zusammentragen und vorberaten.

Skepsis und Stirnrunzeln: Der Maßnahmekatalog für besseren Hochwasserschutz in Bitterfeld-Wolfen hat in seiner jetzigen Form einen schweren Stand. „Betrachten wir das alles als frommen Wunsch“, macht Egbert Gueinzius (Pro Wolfen) seinem Herzen im Ausschuss für Recht, Ordnung und Verkehr Luft. Auch dort hagelt es Kritik gegen das von Oberbürgermeisterin Petra Wust (parteilos) eingebrachte dreiseitige Papier. Ohne Feinschliff, so der Tenor im Ausschuss, wird es kaum die Hürde Stadtrat nehmen können. Den Maßnahmenkatalog hat die Verwaltung auf den Weg gebracht, weil das Juni-Hochwasser neben Erfolgen bisheriger Schutzmaßnahmen auch „schonungslos Schwachstellen aufgezeigt“ hat.

Man müsse nun sämtliche Hinweise und Einwände aus allen Ausschüssen und Ortschaftsräten zusammentragen und vorberaten, ist Detlef Pasbrig (SPD) überzeugt. Er regt eine Abstimmung der Ortsbürgermeister an, bevor der Katalog im Stadtrat diskutiert wird. Als „Alibifunktion“ sieht Joachim Sabiniarz (Freier Wähler Greppin) das Papier. Zumal nicht einmal die Schäden des Juni-Hochwassers behoben seien. „Da muss man nur mal auf den Feldherrenhügel an der Goitzsche. Dann sieht man alles.“ Die Skepsis gegenüber dem Hochwasser-Maßnahmenkatalog ist groß. Bei Fachleuten ruft das Papier reichlich Stirnrunzeln hervor.

An die erste Stelle setzt die Stadt einen Staatsvertrag zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt, der grenzüberschreitenden Schutz ermöglichen soll. Der Jurist Egbert Gueinzius sagt dazu: „Da können wir doch wirklich nichts machen“. Statt einer durchdachten und mit Prioritäten versehenen Liste sieht er ein buntes Sammelsurium an Ideen vor sich. Gedanken zur Umsetzbarkeit: Fehlanzeige.

Den „Katalog mit frommen Wünschen“ verzeihe am Ende niemand. Nach zwei Warnschüssen – Gueinzius hat die Hochwasser 2002 und 2013 im Blick – müsse nun schnell und konkret gehandelt werden. „Aber wir sind nach der Flut 2002 zur Normalität zurückgekehrt.“ Man rede, argumentiere und meine offenbar, dass Bitterfeld-Wolfen ein Hochwasser so schnell nicht wieder treffen werde. „Ein drittes Mal geht das alles nicht gut“, denkt Gueinzius und gewinnt dem Maßnahmenkatalog sogar noch eine positive Seite ab. Es sei ein vorläufiges Papier und habe keinen Anspruch auf Endgültigkeit. „Ein Wunschzettel ohne Verantwortlichkeiten“, wird Joachim Sabiniarz noch deutlicher.

Die Kritik am Papier bringt die Verwaltung kaum aus dem Tritt. Ein Staatsvertrag wäre nun einmal das wichtigste, um überhaupt etwas langfristig auf den Weg bringen zu können, betont Peter Arning, Geschäftsbereichsleiter Bauwesen. Gleichwohl räumt auch er ein, dass Prioritäten nicht festlegt worden seien und diskutiert werden können. Momentan findet sich zum Beispiel bei kommunalen Maßnahmen die Einrichtung eines dauerhaften Stabes für außergewöhnliche Ereignisse deutlich vor der Sicherung der Betriebsfähigkeit des Schöpfwerkes am Gelben Wasser.

Das Papier befindet sich derzeit auf einem langen Weg durch die Instanzen. Es wird in allen Ortschaftsräten sowie in diversen Ausschüssen vorberaten und soll am 11. September vom Stadtrat Bitterfeld-Wolfen bestätigt werden.

Quelle: mz-web.de

Landkreis Regensburg lädt zum Helferfest

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in Bayern

Zwei Monate nach der Hochwasserkatastrophe hat auch der Landkreis Regensburg sein Helferfest: Landrat Herbert Mirbeth lädt die Helfer als Dank für ihr Engagement am Mittwoch (04.09.13) ab 17 Uhr ins Festzelt nach Sünching ein.

Mehr als 2.000 Helfer werden erwartet, von Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) über die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Polizei bis hin zu Behörden. Ihnen sei es zu verdanken, dass der Landkreis von noch größeren Schäden verschont geblieben sei, so Landrat Herbert Mirbeth (CSU).

Der Landkreis Regensburg hatte während des Hochwassers im Juni Katastrophenalarm ausgerufen. Besonders betroffen waren die Gemeinden Bach a. d. Donau, Donaustauf, Regenstauf, Zeitlarn, Lappersdorf, Kallmünz, Duggendorf, Pielenhofen, Pettendorf, Nittendorf, Pentling und Sünching.

Quelle: br.de

Die Flutschäden in den Kleingärten in Jeßnitz gehen in die Hunderttausende. Doch Hilfe ist kaum in Sicht. Manche der Kleingärtner klammern sich ans Prinzip Hoffnung, andere wollen aufgeben.

Dahlien, Callas, Rosen, Nelken, Astern, Purpurglöckchen – der Garten von Sybille Richter verwandelt sich im August immer in ein Blütenmeer. Doch dieses Jahr ist alles anders. Denn die grüne Oase ist abgesoffen. Statt bunter Blumen nur braun-grünes Chaos. Die Folgen der Hochwasserkatastrophe sind nicht nur im Garten der Vereinschefin zu sehen. Kein Wunder, stand doch die Anlage „Lauseborn“ in Jeßnitz komplett unter Wasser. 149 000 Euro Schaden haben die Parzellenpächter bislang gemeldet. Damit sind die Lauseborner traurige Spitzenreiter in der Schadensbilanz des Bitterfelder Regionalverbands der Gartenfreunde.

Noch immer gehen bei Verbandschef Axel Richter die Meldungen ein. Die Flutbilanz ist verheerend: 529 Gärten sind betroffen. „Die bislang gemeldeten Schäden belaufen sich auf mindestens 380 000 Euro“, so Richter. Neben „Lauseborn“ war auch die Wolfener Anlage „Am Busch“ mit 209 Gärten völlig überschwemmt. Der gemeldete Schaden: 67 000 Euro. In Bitterfeld waren am schlimmsten die Anlagen „Goldene Aue“, „Am Strengbach“, „Krautwall“ und „Kühler Grund“ betroffen. Die Schäden gehen in die Zehntausende.

Dabei seien viele Flutfolgen aber noch gar nicht abschätzbar. „Bislang geht es vor allem um Einrichtungsgegenstände, Lauben, Vereinsheime, elektrische Anlagen und Technik, die ersetzt werden müssen“, erklärt Richter. Vernichtete Pflanzen dagegen würden relativ selten gemeldet. „Dabei ist auch deren Ersatz teuer.“

Das hat Sybille Richter am eigenen Leib erfahren. Ihr Garten liegt am tiefsten Punkt der Lauseborn-Anlage, ist der letzte vor jenem Bereich, wo der schützende Deich hinkommen soll. „Doch auf den warten wir ja seit 2003 vergebens“, ärgert sich die Vereinschefin. Die Folgen sieht man in jedem der Schrebergärten. Nicht nur die Einrichtung der Lauben landete auf dem Sperrmüll: „Die Erdbeerernte fiel ebenso aus wie die jetzt anstehende Kartoffelernte. Es gibt keine Zwiebeln, keine Tomaten, keine Gurken – alles vernichtet“, so Sybille Richter. Von Blumen gar nicht zu reden. Viele Staudenpflanzen seien eingegangen. „Die Dahlien sind völlig verfault.“ Und ob sich die Beerensträucher wieder erholen, stehe in den Sternen. „Essen konnte man die Früchte nicht“, meint Richter und zeigt als nächstes auf die Koniferen. Deren braune Verfärbung zeigt, wie hoch das Wasser stand. Selbst die Obstbäume sehen aus, als hätten sie eine Krankheit. „Die Äpfel sind von Schorf befallen, die Pflaumen fallen alle ab.“ Erst nächstes Jahr wisse man, was noch verloren gegeben werden muss.

Doch wie geht es nun weiter? Der Regionalverband versucht, viele Quellen anzuzapfen. Man habe sich beim Landesverband um Mittel beworben, so Axel Richter. Auch beim Bundesverband laufe eine Spendenaktion. „Doch niemand weiß, was nach Sachsen-Anhalt kommt.“ Auch die 64 000 Euro, die die Stadt Bitterfeld-Wolfen für Sport- und Gartenvereine in Aussicht gestellt habe, reichen nicht weit. „Und Raguhn-Jeßnitz will gar nichts zahlen.“ Einen Hilferuf habe man an alle 67 Mitgliedsvereine gestartet. Bisheriges Ergebnis: 1 000 Euro. Dennoch bleibt Richter Optimist: „Schließlich hat Kanzlerin Merkel gesagt, dass 80 Prozent der entstandenen Schäden reguliert werden.“

Doch längst nicht alle Pächter sind so trotzig-hoffnungsfroh. Viele haben resigniert, wollen ihre Parzelle aufgeben. Richter weiß das: „Ich habe Andeutungen von 80 Gartenfreunden, dass sie nicht weitermachen wollen.“ Natürlich versuche man, sie zu halten. Doch gerade bei älteren Leuten sei das nicht einfach. Noch aber sei keine komplette Anlage in Gefahr. Er hoffe, dass die Betroffenen den Mut haben, von vorn anzufangen. „Schließlich ist Gärtnern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Und die Solidarität unter Gartenfreunden möchte hoffentlich keiner missen.“

Auch bei Sybille Richter in Jeßnitz sind etliche Kündigungen eingegangen. Die Pflege der Außenanlagen wird immer schwieriger, weil junge Leute fehlen, die mit Hand anlegen. „Und ich befürchte, dass wir auch finanziell als Verein ein Problem bekommen.“ Denn auch wenn die Zahl der Mitglieder und damit die Höhe der Einnahmen sinke, müsse man ja Pacht an die Stadt zahlen. Aus dem Rathaus aber bekomme man null Unterstützung. Früher war „Lauseborn“ eine Großanlage mit 130 Gärten, inzwischen sind es noch 70. Und bei allem Engagement der Pächter steht die Frage im Raum: Wie viele werden es in ein, zwei Jahren noch sein?

Quelle: mz-web.de

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in Bayern, Hochwasserschutz

Die bayerische Staatsregierung hat nach dem verheerenden Hochwasser 1999 ein Aktionsprogramm auf den Weg gebracht. 1,6 Milliarden Euro sind seitdem in den Hochwasserschutz investiert worden – bis 2020 waren insgesamt Investitionen von 2,3 Milliarden Euro geplant, nach der Jahrhundertflut Anfang Juni ist die Summe auf 3,4 Milliarden aufgestockt worden.

Doch in vielen Regionen haben die Investitionen den Menschen nicht geholfen, als es vor knapp drei Monaten tagelang durchregnete. Gewaltige Flutwellen haben ganze Landstriche vernichtet und Existenzen zerstört. Ist das Geld in die falschen Maßnahmen geflossen?

Nein, sagt Daniel Skublics. Er forscht am Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU München und betont: „Ohne die Investitionen wäre es in einigen Regionen noch viel schlimmer gekommen. Das Aktionsprogramm war ein guter Wurf.“ Die Münchner beispielsweise seien von der Flut weitgehend verschont geblieben, berichtet Skublics. Wasserspeicher wie der Sylvensteinspeicher sind verbessert worden, Dämme verstärkt und Rückhaltepolder eingerichtet worden. Auch im Raum Deggendorf ist seit der letzten Flut viel passiert. Aber als Forscher sagt er auch: „Man kann nicht genug investieren.“ Entlang der Donau seien die Menschen noch relativ wenig geschützt, dort sei bisher zu wenig passiert, es müsse dringend vorangehen.

Genau das fordert auch der Bund Naturschutz Bayern immer wieder – nicht erst seit der Flutkatastrophe 2013. Während des jahrelangen Streits zum Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen sei viel Zeit verschwendet worden, sagt der BN-Regionalmanager Kurt Schmid. „Der Hochwasserschutz hätte unabhängig von der Diskussion um den Ausbau vorangehen müssen.“

Er kritisiert außerdem, dass zu viel Geld in technische Maßnahmen fließe. Der natürliche Hochwasserschutz, zum Beispiel durch Flussauen und Rückhaltebecken, sei grundsätzlich die bessere Methode.

„Extreme Wetterlagen werden durch den Klimawandel immer häufiger auftreten“, sagt Schmid. „Das Thema Hochwasserschutz darf nicht wieder in den Hintergrund rücken, sobald die Katastrophe vorbei ist.“ Und das, sagt er, war in der Vergangenheit eben immer wieder der Fall.

Quelle: ovb-online.de

Die Zahlen steigen noch immer

Veröffentlicht: August 28, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen

Die Jeßnitzer Anlage „Lauseborn“ mit 124 Gärten wurde komplett überflutet. Das Pumpenhaus stand unter Wasser, die Elektrik ist ausgefallen, die Einrichtung der Lauben konnte nur noch entsorgt werden. Auch Arbeitsgeräte wie Rasenmäher müssen ersetzt werden. Zäune sind noch eingedrückt. Der gemeldete Gesamtschaden liegt bislang bei 149 000 Euro.

209 Gärten wurden in der Wolfener Anlage „Am Busch“ Opfer der Fluten. Schaden bislang: 67 000 Euro. Das Vereinsheim braucht neue Technik. 50 000 Euro Schaden wurden aus der Bitterfelder Anlage „Goldene Aue“ gemeldet, wo 64 Gärten betroffen sind. Auch dort wurden das Vereinsheim und die Technik beschädigt.

30 Gärten sind im „Krautwall“ betroffen. Im Schaden von 30 000 Euro fehlen aber noch die Kosten für die Schäden am Vereinsheim, das 2012 neu aufgebaut worden war. Die Anlage am Strengbach meldet 27 000 Euro Schaden und 19 betroffene Gärten. Komplett unter Wasser stand die Anlage „Kühler Grund“. Hier stehen die Schadensmeldungen noch aus.

Quelle: mz-web.de