Tourismus-Branche sieht Licht am Ende des Tunnels

Veröffentlicht: August 24, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Die Hochwasserkatastrophe im Juni hatte Teile von Sachsen-Anhalt geradezu zerstört. Überschwemmte Innenstädte, schwer beschädigte historische Ortskerne, vollgelaufene Geschäfte. Nach der Flut folgte für viele Orte die Touristenflaute. Doch jetzt hellt sich die Stimmung in der Branche langsam wieder auf.

Die Stornierungswelle nach dem Juni-Hochwasser könnte die Tourismusbranche in Sachsen-Anhalt rund 20 Prozent der Jahreseinnahmen kosten. Diese Zahl nannte die Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes. Zugleich erklärte sie, dass die Talsohle inzwischen wohl durchschritten ist. Inzwischen könnten jetzt fast überall im Land wieder Buchungen in den Hotels und Gaststätten vorgenommen werden. Auch die Mückenplage, die nach der Flut viele Touristen abschreckte, sei kein Thema mehr. Von Euphorie in der Branche könne aber noch keine Rede sein.

Rund 300 Hotels und Gaststätten hatten nach dem Hochwasser mit Flutschäden zu kämpfen. Das bedeutete für die wichtigste Zeit des Jahres zwischen Juni und August Ausfälle von bis zu 40 Prozent. Und das, nachdem das Jahr 2013 ohnehin schon schlecht gestartet war.

Die Zahl der Gästeübernachtungen ging dem Statistischen Bundesamt zufolge in den ersten fünf Monaten um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Bis Ende Mai wurden demnach rund 2,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Für Juni und Juli gibt es noch keine Zahlen.

Regionale Unterschiede bei Buchungen

Besonders in der Altmark hat in den letzten Wochen nach Angaben der Investitions- und Marketinggesellschaft die Nachfrage in der Tourismusbranche wieder deutlich angezogen. Viele Hoteliers würden jetzt auf einen goldenen Herbst hoffen. Besonders an Saale und Unstrut. Dort befindet sich das nördlichste Weinbaugebiet Deutschlands. Traditionell kommen viele Gäste während der Weinlese im September und Oktober in die Region. Den Experten zufolge normalisiert sich die Lage auch rund um Magdeburg und im Harz. Obwohl der Harz vom Hochwasser kaum betroffen war, stornierten hier zahlreiche Touristen ihre Buchungen. Weiterhin schwierig bleibe die Lage in der Region Anhalt rund um Wittenberg und Dessau, erklärte die Gesellschaft. In der von der Flut besonders betroffenen Gegend gebe es noch bis Ende August übermäßig viele Stornierungen. Für den September sehe es allerdings auch dort schon besser aus.

Quelle: mdr.de

 

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