Land gibt Geld für Flutschutz von Lauenburgs Altstadt

Veröffentlicht: August 24, 2013 von fluthelfer in Lauenburg

Das nächste Hochwasser kommt bestimmt. Um dafür gerüstet zu sein, soll die Altstadt von Lauenburg jetzt endlich einen effektiven Flutschutz bekommen. Das Land hat finanzielle Hilfe zugesagt – für ein Konzept, aber auch für dessen konkrete Umsetzung.

Lauenburg. Die Stadt Lauenburg erhält vom Land Schleswig-Holstein rund 80.000 Euro für den Hochwasserschutz für die historische Altstadt. Das sei ein wichtiger Schritt, um die Menschen und die historische Bausubstanz in Zukunft besser vor Überflutungen zu schützen, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in Lauenburg. Das Geld ist für ein Realisierungskonzept für den Hochwasserschutz bestimmt, das Mitte 2014 vorliegen soll. Beim Elbhochwasser im Juni 2013 waren Teile der Altstadt überflutet worden, mehrere Hundert Anwohner hatten für eine Woche ihre Häuser verlassen müssen.

Mit einem Stand von 9,55 Metern am Pegel Hohnstorf war das Hochwasser von 2013 das zweithöchste jemals gemessene, nur 1855 stand die Elbe mit 9,88 Metern noch höher. „Das war bereits das vierte Extremhochwasser innerhalb weniger Jahre. Angesichts dieser Entwicklung reicht es nicht, die Deiche einfach zu erhöhen. Wir brauchen mehr effektive Überflutungs- und Rückhalteflächen im Ober- und Mittellauf der Elbe“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Das werde Schleswig-Holstein auf der Sonderkonferenz der Umweltminister am 2. September deutlich machen. Außerdem sprach er sich dafür aus, dass das Land dem Staatsvertrag zum Hochwasserschutz beitreten solle.

In Lauenburg sind inzwischen die Planungen für einen Hochwasserschutz für die tief gelegene Altstadt in eine konkrete Phase eingetreten. „Das Hochwasser vom Juni hat den Bürgern die Augen geöffnet. Inzwischen haben fast alle die Notwendigkeit effektiver baulicher Schutzvorkehrungen erkannt“, sagte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede (CDU). In einem Ingenieurwettbewerb soll zusammen mit Denkmalschutzexperten und Anliegern ein Konzept erarbeitet werden, das aber wohl frühestens Ende 2014 umgesetzt werden kann. Auch beim Bau einer Hochwasserschutzanlage könne Lauenburg auf die Hilfe des Landes zählen, versicherte Habeck. Das Land könne bis zu 80 Prozent der Kosten übernehmen. „Das ist teuer, aber nichts zu unternehmen, wäre noch viel teurer“, sagte er.

In Lauenburg und den umliegenden Gemeinden sind nach aktuellem Stand durch das Hochwasser Schäden von 27,28 Millionen Euro entstanden. An Soforthilfe sind bislang mehr als 700 000 Euro ausgezahlt worden. Außerdem stehen nach Angaben der Staatskanzlei bislang 11,5 Millionen Euro Soforthilfe des Bundes zur Verfügung, eine zweite Tranche soll folgen.

Quelle: abendblatt.de

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