Der Deich wächst

Veröffentlicht: August 24, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz

Zwischen der Bockwindmühle und dem Bootshaus wird gebaut. Anlagen wird es auf 6.400 Metern Länge geben. Die Arbeiten werden bis Ende 2015 veranschlagt.

So könnte es weitergehen. Sonnige Witterung und niedrige Wasserstände in den Flüssen sind günstige Voraussetzungen für die Deichbauarbeiten an der Elbe und der Schwarzen Elster. „Es sieht ganz gut aus“, sagt Barbara Gurschke, Projektleiterin beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), in Elster.

Archäologen haben Arbeit beendet

In dem Ort, der im Juni vom Hochwasser der Elbe erneut hart getroffen wurde, ist inzwischen der Deichbau unmittelbar an der B 187 gut vorangekommen. Nachdem die Archäologen ihre Arbeiten vor Ort beendet haben und jetzt ihre Ergebnisse analysieren und dokumentieren, kann der Dammbau in diesem Bereich rasch fortgesetzt werden. Neben den Schutzwall kommt ein Deichverteidigungsweg. Er wird nicht allein bei Hochwasser benötigt, sondern bereits jetzt, um über ihn die Radler, die auf dem stark frequentierten Elberadweg unterwegs sind, umzuleiten und von den Baustellen fern zu halten, erläutert Barbara Gurschke.

Einschränkungen wird es in dieser Hinsicht an der Elbe über Jahre geben. Vier Bauabschnitte sind vorgesehen. Zwischen Iserbegka und der Straße nach Gorsdorf, die auf die B 187 mündet, werden Hochwasserschutzanlagen gebaut, auf einer Länge von 6 400 Metern. Die Hauptleistungen sollen möglichst Ende 2015 ausgeführt sein.

Der erste Bauabschnitt beginnt am Zufahrtsweg zur Bockwindmühle, läuft zunächst an der B 187 entlang, biegt dann vor den ersten Häusern zur Elbe ab und wird weiter am Strom entlanggeführt. „Wir versuchen alles, das zu beschleunigen.“ Mit dem Baubetrieb seien entsprechende Absprachen getroffen worden. Die Deichhöhen in diesem Bereich liegen je nach Geländeprofil zwischen 1,30 Meter und drei Metern. Die Bauphase hier werde bis Oktober nächsten Jahres währen. Wenn das Bootshaus erreicht ist, wird auf einer Länge von 1,6 Kilometern ein neuer Damm gezogen sein.

Erde muss entsorgt werden

Dann sind auch die Probleme mit der alten Mülldeponie, die sich zwischen der historischen Bockwindmühle und dem Ortsrand befindet, längst Geschichte. Hier muss in größerem Umfang Erdreich fachgerecht entsorgt werden. Anschließend ist neuer Boden aufzubringen, um eine ordentliche Standfläche für den neuen Deich zu bekommen, erläutert die Projektleiterin. Währenddessen lädt ein Bagger unablässig Erde, die zuvor zu einem Haufen zusammengeschoben wurde, auf einen Lastwagen. Mal ragen Metallteile heraus, im nächsten Moment ein alter Fahrradreifen. In den 90er Jahren, so erinnert sich Anwohner Karsten Hoffmann, der sich bei Barbara Gurschke nach dem Fortgang der Arbeiten erkundet, sei die Mülldeponie mit Erde bedeckt und bepflanzt worden.

Klar ist bereits, dass im Frühjahr der zweite Damm-Bauabschnitt begonnen werden kann. „Das Geld dafür steht zur Verfügung.“ Dann wird der Bereich zwischen der Bockwindmühle und Iserbegka geschlossen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden immense Erdmassen benötigt. Aus Jessen und Lindwerder, so informiert der Baubetrieb Ezel, werde das Gros der Baustoffe angefahren. Am Zugbach zwischen Elster und Iserbegka, so ist noch von Barbara Gurschke zu erfahren, wird ein Schöpfwerk errichtet. Und die Planungen für die Bauabschnitte drei und vier werden forciert. Es wird auf Tempo gedrückt.

Quelle: mz-web.de

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