Neubau an anderem Ort in Gößnitz

Veröffentlicht: August 23, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Stadtrat Gößnitz will Ersatzneubauten für Kita „Knirpsenland“ und Kegelbahn in der Altenburger Straße 7.

Gößnitz. In Gößnitz soll es Ersatzneubauten für die Kindertagesstätte „Knirpsenland“ und für die Kegelbahn geben. Beide Einrichtungen waren beim Juni-Hochwasser so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass man von einem Totalschaden sprechen kann. Für den Neubau der beiden Einrichtungen ist zudem ein neuer Standort gefunden, um sie aus der Hochwassergefahrenzone in der Pleißestadt zu bringen.

 

Indes fiel die Abstimmung im Gößnitzer Stadtrat über das Vorhaben am Mittwochabend nicht einstimmig aus. Dreizehn der insgesamt 16 Abgeordneten befürworteten diese Variante, drei Abgeordnete – Klaus Stötzner und Udo Hofmann (beide CDU) sowie Mike Köhler von BI 89 – waren gegen den Beschlussvorschlag.

 

Geht es nach dem Willen der Stadt, sollen Kegelbahn und „Knirpsenland“ künftig auf dem leeren Grundstück in der Altenburger Straße 7 ihr Domizil finden. Die Kosten für die beiden Ersatzneubauten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 2,1 Millionen Euro.

 

Eine wirkliche Alternative dazu hatten die Stadträte nicht gefunden. So wurde der Wiederaufbau des „Knirpsenlandes“ sowie der der Kegelbahn an Ort und Stelle außer von Udo Hofmann und Klaus Stötzner ausgeschlossen, da die Einrichtungen an ihren bisherigen Standorten nun schon zweimal (2002 und 2013) von den jüngsten Hochwasserkatastrophen in der Stadtgeschichte direkt betroffen waren.

Ersatzneubauten in der Karl-Liebknecht-Straße 9, so lautete ein weiterer Vorschlag, der am Mittwoch ebenfalls verworfen wurde, da dort am ersten Juni-Wochenende das Hochwasser 30 Zentimeter stand. Eine weitere Möglichkeit war die, das einstige Netto-Gebäude in der Zwickauer Straße umzubauen und dort die beiden Kindertagesstätten „Knirpsenland“ und „Burattino“ gemeinsam unterzubringen. Allerdings wäre dies auch die kostenintensivste Variante mit rund drei Millionen Euro gewesen. Denn den Kegelbahnneubau muss man noch dazurechnen. Außerdem bliebe in diesem Falle die Ungewissheit, ob die Stadt Fördermittel zurück zahlen müsse, die in jüngster Vergangenheit für Modernisierungsarbeiten im jetzigen „Burattino“-Domizil geflossen sind.

 

Mit dem Beschluss am Mittwochabend hat sich der Stadtrat nun bekannt zu Ersatzneubau für „Knirpsenland“ und Kegelbahn an neuen Standorten. Dass der Plan umgesetzt werden kann, setzt voraus, dass das Land Thüringen die Kosten für das Vorhaben per Hochwasserhilfsprogramm komplett fördert. „Alles andere geht nicht“, verdeutlichte Bürgermeister Wolfgang Scholz (Initiative Städtebund), „weil wir das nicht finanzieren könnten.“ Für Hartmut Schubert (SPD-Fraktion) war es wichtig, dass die Ersatzneubauten an neuer Stelle errichtet werden. „Wir sollten jetzt zusehen, dass wir unseren Plan gefördert bekommen.“

 

CDU-Mann Udo Hofmann indes glaubt nicht, dass es noch einmal zu einem solchen Hochwasserschaden beispielsweise im „Knirpsenland“ kommt. Weshalb er für den Wiederaufbau der Kindertagesstätte an Ort und Stelle in der Altenburger Straße 63a plädierte. In Verbindung mit einem nachgebesserten Hochwasserschutz in Gößnitz, wie Parteifreund Klaus Stötzner hinzufügte. „Und die Kegelbahn im Überschwemmungsgebiet“, so ergänzte Hofmann, „könnte doch auch dort bleiben: mit einem neuen Dach und einen Meter erhöht.“

 

Mike Köhler indes befürwortete zwar einen Kita-Neubau, allerdings gleich neben dem Schulzentrum, weit weg von der Altenburger Straße, der Pleiße und dem Hochwassergebiet. „Mir ist auch der neue Standort nicht sicher genug“, begründete er seine Ablehnung.

Quelle: otz.de

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