Saalebetreuungswerk Jena: Behinderte kehren am Montag zurück

Veröffentlicht: August 22, 2013 von fluthelfer in Thüringen

In der Werkstatt für Behinderte des Saalebetreuungswerkes sind die gröbsten Schäden des Hochwassers beseitigt.

Jena. Von Normalität kann noch keine Rede sein in der Werkstatt für Behinderte in Zwätzen. Dass das Wasser der Saale am ersten Juni-Wochen­ende 35 Zentimeter hoch im Haus stand, das ist noch immer an vielen Stellen zu sehen. Trotz neuer Türen und teilweise ­sanierter Fußböden bleibt sehr viel Kleinarbeit.

 

Dennoch kehren am kommenden Montag die ersten 150 behinderten Menschen aus den Ausweichquartieren in der Goethe-Schule in Winzerla und vom Sanitärhersteller Sanit in Eisenberg an ihre angestammten Arbeitsplätze zurück. „Die Wände sind dank der Heizgebläse wieder trocken und Dienstag wurden alle Räume über große Vernebler desinfiziert“, sagt Werkstattleiter Kai Pfundheller. Besonders wichtig: Die Groß­küche ist wieder einsatzbereit. „Sie ist das Herzstück unserer Werkstatt, weil sie nicht nur unsere Mitarbeiter und Heim­bewohner versorgt, sondern auch zwei Schulen und drei Kindergärten“, sagt Grit Kersten. Die Geschäftsführerin des ­Saalebetreuungswerkes hat sich von Küchenchef Lutz Hain zur Wiedereröffnung Matjeshering mit Salzkartoffeln bestellt. „Den kann er am besten“, sagt Grit Kersten. Noch bis Ende September fällt dagegen die Druckerei komplett aus. „Zwei kleinere ­Digitaldruckmaschinen konnten repariert werden, unsere große Offset-Druckmaschine ist dagegen nicht mehr zu retten“, sagt Teamleiterin Franka Wichert. Die neue Maschine kostet runde 330″000 Euro. Der Gesamtschaden in der Zwätzener Einrichtung kletterte inzwischen auf 1,2″Millionen Euro. Zusätzlich zu den 700″000 Euro für die bauliche und technische Wiederherstellung summieren sich die Umsatzausfälle der Produktion.

„Wir hoffen, dass wir über die Hochwasserhilfe der Bundes­regierung wenigsten einen Teil der Schäden finanziell ab­decken können“, sagt Grit Kersten. Sehr erfolgreich war die Spendenaktion für die Behindertenwerkstatt mit einer Gesamtsumme von bisher 140″000 Euro. Gestern brachten Michael Kaßler und Jan Steinbrück von der Sparkasse Jena-Saale-Holzland noch einen Scheck über 5000 Euro vorbei. Grit Kersten bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern.

 

Nach der Sanierung des ­Gebäudes wird sich das Saale­betreuungswerk auch damit ­beschäftigen, was zu tun ist, ­damit künftige Hochwasser nicht wieder solch einen Schaden anrichten. „Ich hoffe, wir finden da eine gemeinsame ­Lösung mit der Stadt für das ­gesamte Gewerbegebiet am Flutgraben“, sagt Grit Kersten.

Quelle: otz.de

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