Elb-Hochwasser: Effektiver Schutz bis 2014

Veröffentlicht: August 20, 2013 von fluthelfer in Elbe, Lauenburg

Wie können die Städte an der Elbe in Zukunft besser vor Hochwasser geschützt werden? Höhere Deiche, Hochwasserschutzwände, mehr Raum für die Elbe – seit Jahren wird auch in Schleswig-Holstein heftig diskutiert, welche Maßnahmen am sinnvollsten wären – bislang allerdings ohne Ergebnis. Die Landesregierung will die Stadt Lauenburg und den Wasser- und Bodenverband jetzt bei der Schaffung eines effektiven Hochwasserschutzes für die Altstadt unterstützen. Bis Mitte 2014 soll ein Konzept vorliegen, das mit bis zu 80.800 Euro vom Land gefördert wird. Das teilte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) am Dienstag bei einer Kabinettssitzung in der Jugendherberge in Lauenburg mit.

Viele Wohnungen sind immer noch unbewohnbar

Vor dem Beginn der Sitzung informierte sich Albig gemeinsam mit den anderen Ministern vor Ort über den Zustand der Häuser und den Fortschritt der Sanierungsarbeiten. Rund 100 Gebäude wurden während der Flut beschädigt, zahlreiche Erdgeschosswohnungen sind immer noch unbewohnbar. Umweltminister Robert Habeck (Grüne) betonte: „Angesichts des Klimawandels müssen wir mit häufigeren und höheren Elbhochwassern rechnen.“ Ein Hochwasser-Schutz, der auch den Denkmalschutz in der Lauenburger Altstadt berücksichtigt und von den Eigentümern und Bewohnern akzeptiert wird, sei deswegen besonders wichtig, so Habeck. Darüber hinaus will sich der Grünen-Politiker bei einer Sonderkonferenz der Umweltminister am 2. September auch für einen effektiveren Hochwasserschutz weit vor Lauenburg stark machen. Er fordert mehr effektive Überflutungs- und Rückhalteflächen im Ober- und Mittellauf der Elbe und weitere Polder zur Kappung der Hochwasserscheitel.

Schaden in Höhe von 27,28 Millionen Euro

Das Soforthilfeprogramm, das im Juni 2013 aufgelegt wurde, umfasst eine Million Euro Hochwasser-Hilfe vom Land und eine Million Euro vom Bund. Bislang wurden aus den Landesmitteln mehr als 700.000 Euro an die Stadt Lauenburg ausgezahlt. Insgesamt erhalten alle vom Elbe-Hochwasser betroffenen Länder weitere 6,22 Milliarden Euro Aufbauhilfe vom Bund. Aus der ersten Auszahlung dieser Hilfe hatte Schleswig-Holstein rund 11,5 Millionen Euro erhalten. Die bisher gemeldeten Schäden im Land belaufen sich auf 27,28 Millionen Euro.

Quelle: ndr.de

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