Dank Spenden geht es weiter in Windischleuba

Veröffentlicht: August 20, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Auch in der Jugendherberge in Windischleuba schlug die Pleiße zu. Gegen die Fluten waren die Betreiber im Schloss machtlos. Inzwischen ist wieder Normalität eingekehrt.

Windischleuba. Auch Altenburgs Nachbarstädtchen Windischleuba hat das Pleißehochwasser im Juni hart getroffen. Besonders ernst war die Lage im Schloss der Pleißestadt. Das seit 1977 als Jugendherberge dienende Objekt, gilt als eines der schönsten Landheime in der Region und bietet Kindern und Jugendlichen reichlich Abwechslung. Doch die Pleiße zeigte auch hier keine Gnade. „Als am 2. Juni das Hochwasser kam, waren wir chancenlos“, sagte Gerd Herrmann, Herbergsvater der Jugendherberge. „Nachdem sich das Wasser bis 5. Juni zurückgezogen hatte, haben wir sofort mit dem Saubermachen begonnen, um so schnell wie möglich alles wieder auf Vordermann zu bringen. Das Wasser überflute den gesamten Erdgeschossbereich und stand 80 Zentimeter hoch“, erzählt der Herbergsvater im bereits 25. Dienstjahr. Daraufhin entschloss sich Gerd Herrmann und sein Team, das Schloss für einen Monat zu schließen und so schnell wie möglich mit der Trockenlegung und Schadensbeseitigung zu beginnen. „Es war dringend notwendig einen Monat zu zumachen. Durch die Flut waren die gesamte Elektrik, Heizung und die Küche unbrauchbar geworden. Durch eine professionelle Trocknungsanlage wurden die Räume zügig trocken gelegt und die Küche zog vorübergehend in den ersten Stock“, schildert Gerd Herrmann. Ziel des Herbergsvaters war es, sein Schloss binnen einen Monats für die Besucher wieder beziehbar zu machen. „Am ersten Juli konnten wir dann endlich wieder unsere ersten Gäste empfangen. So besuchten uns unsere „Stammgäste“ von der Wilhelm Busch Grundschule Altenburg. Hier hat mich besonders gefreut, dass die Schüler spontan eine Spendenaktion für uns eingeleitet hatten und uns einen Scheck über 350 Euro überreichten. Das war für mich eine sehr rührende und lobenswerte Geste“, meint der 60-Jährige lächelnd.

 

Die Jugendherberge ist nun seit dem 26. Juli wieder voll einsatzfähig. Das Beheben der Flutschäden ist abgeschlossen und das Schloss kann wieder Kinder und Jugendliche in seinen vier Wänden nach Herzenslust betreuen. „Ich bin trotz des Hochwassers sehr zufrieden. Unsere Einrichtung ist immer gut besucht und wir haben keine Probleme mit Unterbelegungen oder zu wenigen Gästen. Ohne das Hochwasser hätten wir dieses Jahr vielleicht sogar ein Rekordjahr verbuchen können, aber die Pleiße hat uns in der Hinsicht leider einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Gerd Herrmann. Ebenfalls erfreut äußerte er sich über die zahlreichen Spenden, die zum Wiederaufbau bei der Jugendherberge eingegangen sind. „Wir haben zurzeit rund 11″200 Euro an Spenden erhalten. Mich macht das sehr glücklich, dass vielen Leuten etwas an unserer Einrichtung liegt“, freut sich der Herbergsvater zufrieden. „Ich bin nun gespannt, wie die Unterstützung für die Hochwasseropfer seitens der Regierung aussieht. Wir müssen eben abwarten, wie sich das ganze entwickelt.“

 

Die Jugendherberge strahlt nun seit drei Wochen wieder in vollem Glanz. Die Schäden sind beseitigt und es kehrt nach und nach der Alltag wieder ein. Die 2008 sanierte Anlage hat das übermäßige Nass der Pleiße vom Juni schnell weggesteckt und freut sich nun wieder auf viel lebendiges Treiben und großen Trubel im Schloss Windischleuba.

Quelle: otz.de

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